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Durchziehen oder noch eine Chance?

19. Oktober 2009 um 14:27 Letzte Antwort: 19. Oktober 2009 um 23:05

hallo zusammen

ich habe ein problem und bin ziemlich unsicher deswegen. ich habe einen freund mit dem ich schon seit 3.5 jahren zusammen bin und seit 2 jahren zusammen wohne. seit ungefähr 1 jahr funktioniert es nicht mehr so gut, im bett läuft auch nichts mehr. er hat eine weiterbildung gemacht und hatte deswegen kaum zeit für uns. die ausbildung ist nun zu ende und plötzlich ist er wieder voll da. in der zeit als er in der ausbildung war habe ich mich immer mehr von ihm entfernt, es ging sogar soweit, dass ich mich in jemand anderes verliebt hatte (es lief aber nichts). der andere wollte dann plötzlich nicht mehr und ich hatte schwer daran zu knabbern. nun hab ich das soweit überwunden und fühle mich wieder gut.

mein freund war inzwischen für 2 wochen mit kumpels in den ferien und ich fand die zeit die ich alleine zuhause war super toll. er ist nämlich sehr pingelig und putzt immer hinter mir her und verbringt soviel zeit damit. am anfang hat mich das aber nicht so gestört. manchmal möchten wir um viertel nach 8 einen film gucken, können es aber nicht, weil er noch irgendwas am wischen ist. es nervt mich so dermassen und wir streiten uns auch des öfteren deswegen. in den letzten 3 monaten habe ich mir so oft gewünscht alleine zu wohnen und mich von ihm zu trennen.

nun habe ich heute den schritt gemacht und gesagt, dass es wohl besser wäre wenn wir uns trennen weil ich seine putzerei nicht ertragen kann. er kann das ja auch nicht ändern weil das wie ein zwang für ihn ist und er sich sonst nicht wohlfühlt. er war natürlich total traurig und es hat auch mir weh getan. inzwischen sind ein paar stunden vergangen und ich bin mir plötzlich gar nicht mehr sicher ob es die richtige entscheidung war. ich denke immer an die schöne zeit die wir ja trotz allem oft hatten. was soll ich nur tun, nochmal probieren oder es durchziehen?

danke für eure meinungen.

lg bernstein

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19. Oktober 2009 um 14:32

Das Vernünftigste.
Wenn es ein Zwang ist, dann ist es ein Problem, dass sich möglicherweise sogar noch ausweiten kann. Aber dagegen kann man was tun. Und wenn er merkt, dass es Dich wirklich so massiv stört, dann hat er vielleicht auch von selbst das Bedürfnis dazu. Also reden, erklären und Lösung finden.

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19. Oktober 2009 um 14:37

Substanz in der beziehung?
ist denn nichts mehr da von dem was euch mal zusammengeführt hat?
denk mal darüber nach......wenn da nichts mehr ist.....dann sieht es schon schlecht aus....
ansonsten ein mann der putzt... auch nicht so schlecht....wenn du ihn dann so lenken kannst das er nicht gerade damit anfängt wenn es romantisch werden soll...
so: schatz ist ja ne tolle idee von dir das du den kühlschrank abtauen willst... aber doch nicht jetzt bei unserer lieblingsserie...mach das doch morgen...ja?

lg

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19. Oktober 2009 um 16:10
In Antwort auf aliyah_11962547

Das Vernünftigste.
Wenn es ein Zwang ist, dann ist es ein Problem, dass sich möglicherweise sogar noch ausweiten kann. Aber dagegen kann man was tun. Und wenn er merkt, dass es Dich wirklich so massiv stört, dann hat er vielleicht auch von selbst das Bedürfnis dazu. Also reden, erklären und Lösung finden.

Die Sache ist nur,
dass er nicht der Meinung ist, dass er zu viel putzt. Wir haben schon oft darüber geredet. Er sagt, dass er sich sonst nicht wohlfühlen würde und immer im Hintergedanke hat dass er noch was putzen müsste. Ich kann aber nicht mal Besuch einladen weil er danach immer gleich den Boden aufwischen muss und damit eine halbe Stunde oder länger verbringt. Er ordnet seinen Tag danach, wie sehr er bei einer Arbeit "schmutzig" wird. Dh. die Dinge die wenig schmutzig machen zB. am PC was erledigen, Wäsche zusammenlegen etc. macht er zuerst und die Dinge die am meisten schmutzig machen (in seinen Augen) macht er zum Schluss des Tages zB. Staubsaugen, Putzen etc.. Er sagt auch, dass er früher wo er alleine gewohnt hat viel schlimmer gewesen sei. Nur habe ich Angst, dass es irgendwann wieder extremer wird. Sein Vater ist nämlich genauso wie er.

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19. Oktober 2009 um 16:16
In Antwort auf coral_12882627

Die Sache ist nur,
dass er nicht der Meinung ist, dass er zu viel putzt. Wir haben schon oft darüber geredet. Er sagt, dass er sich sonst nicht wohlfühlen würde und immer im Hintergedanke hat dass er noch was putzen müsste. Ich kann aber nicht mal Besuch einladen weil er danach immer gleich den Boden aufwischen muss und damit eine halbe Stunde oder länger verbringt. Er ordnet seinen Tag danach, wie sehr er bei einer Arbeit "schmutzig" wird. Dh. die Dinge die wenig schmutzig machen zB. am PC was erledigen, Wäsche zusammenlegen etc. macht er zuerst und die Dinge die am meisten schmutzig machen (in seinen Augen) macht er zum Schluss des Tages zB. Staubsaugen, Putzen etc.. Er sagt auch, dass er früher wo er alleine gewohnt hat viel schlimmer gewesen sei. Nur habe ich Angst, dass es irgendwann wieder extremer wird. Sein Vater ist nämlich genauso wie er.

Die Angst
ist durchaus berechtigt.

Aber vielleicht hilft es erst einmal, eine zeitliche Grenze für derartige Aktivitäten festzulegen, also dass beispielsweise nur noch bis 20:00 Uhr geputzt wird.

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19. Oktober 2009 um 16:35

Hmmm...
... hast du sonst schon mal drüber nachgedacht, auszuziehen, aber trotzdem mit ihm zusammenzubleiben? Meine, wenn man den Partner oder sene Angewohnheiten nicht mehr erträgt, und dann noch nicht mal Ruhe für sich hat, weil man ihn die ganze Zeit um sich hat, hilft vielleicht manchmal einfach ne Pause vom anderen.

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19. Oktober 2009 um 17:42
In Antwort auf aliyah_11962547

Die Angst
ist durchaus berechtigt.

Aber vielleicht hilft es erst einmal, eine zeitliche Grenze für derartige Aktivitäten festzulegen, also dass beispielsweise nur noch bis 20:00 Uhr geputzt wird.

Putzig, leih mir den doch mal aus.
Ichputz nämlich überhaupt nicht gern. Und sein Arbeitsablauf hat doch System. Obwohl ich in seinen Augen bestimmt ein heilloser Dreckfink sein müsste, halte ich es bei der Gartenarbeit genauso - erst wird das gemacht, wo man sich nicht so einsaut und dann die Dreckelei, denn dann muss man weniger lang eingestaubt, eingenässt oder voll gepampelt rumlaufen als wenn man das am Anfang macht.

Ich glaub die Putzerei ist nicht wirklich das Problem - stimmts? Es ist wohl eher die Frage, ob du ihn überhaupt noch liebst und du zweifelst, ob er wirklich der richtige ist. Sein Geputze ist da vermutlich nur das berühmte Tüpfelchen auf dem I.

Weisst du, wenn man 1000 gefühlsmäßige Gründe hat, braucht man nen reelen Nagel, an dem man den ganzen Sack aufhängen kann. Ich denke da liegt das Problem, wie cefeu hier auch schon angedeutet hat.

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19. Oktober 2009 um 18:49

????????????
Sag mal, was ist eigentlich eurer eigentliches Problem??Das "Putzproblem" ist doch nur ein Symptom für "Etwas".....es kann doch nicht ernsthaft nur um das Putzen gehen. Gehe mal tief in dich.....was stört dich wirklich, was fehlt dir in der Beziehung??
Kann verstehen, dass dich das nervt mit dem zwanghaften Putzen, da es sich ja bei ihm schon krankhaft anhört, aber wenn andere positive Seiten an ihm überwiegen würden, dann könntest du doch sicherlich darüber mit einem Schmunzeln hinwegschauen oder???

Ich war auch mal mit einem putzwütigen Mann zusammen. In der Tat, es hat mich auch oft genervt, aber alles ist eine Frage des Umgangs. Wir haben es dann so vereinbart, dass es feste Putzzeiten für ihn gab und ich in der Zeit einfach raus gegangen bin, mich mit meinen Freundinnen getroffen habe usw....
Wenn er nicht von dir erwartet, dass du genauso viel putzt und er dich nicht damit terrorosiert, müsste dafür doch eine Lösung zu finden sein....

Bevor du zu ihm zurückgehst, stell dir erstmal die oben genannten Fragen.....

Lg

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19. Oktober 2009 um 19:00
In Antwort auf an0N_1188887199z

????????????
Sag mal, was ist eigentlich eurer eigentliches Problem??Das "Putzproblem" ist doch nur ein Symptom für "Etwas".....es kann doch nicht ernsthaft nur um das Putzen gehen. Gehe mal tief in dich.....was stört dich wirklich, was fehlt dir in der Beziehung??
Kann verstehen, dass dich das nervt mit dem zwanghaften Putzen, da es sich ja bei ihm schon krankhaft anhört, aber wenn andere positive Seiten an ihm überwiegen würden, dann könntest du doch sicherlich darüber mit einem Schmunzeln hinwegschauen oder???

Ich war auch mal mit einem putzwütigen Mann zusammen. In der Tat, es hat mich auch oft genervt, aber alles ist eine Frage des Umgangs. Wir haben es dann so vereinbart, dass es feste Putzzeiten für ihn gab und ich in der Zeit einfach raus gegangen bin, mich mit meinen Freundinnen getroffen habe usw....
Wenn er nicht von dir erwartet, dass du genauso viel putzt und er dich nicht damit terrorosiert, müsste dafür doch eine Lösung zu finden sein....

Bevor du zu ihm zurückgehst, stell dir erstmal die oben genannten Fragen.....

Lg

Weil Du gerade
geschrieben hast "terrorisiert" - ich glaube man sollte für sich selbst generell in solchen Fällen erstmal abklären, ob man von bestimmten Sachen einfach nur genervt ist oder man tatsächlich drunter zu leiden hat. Den einen macht dies wahnsinnig, den anderen das.

Das mit dem Putzen fänd' ich auch nicht wirklich witzig. Da ich selbst nicht gern putze, könnte ich mich vermutlich damit arrangieren.

Wenn es aber um andere Sachen geht, wo die eigene Psyche drunter zu leiden hat, dann sieht das schon wieder ganz anders aus.

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19. Oktober 2009 um 23:05
In Antwort auf aliyah_11962547

Weil Du gerade
geschrieben hast "terrorisiert" - ich glaube man sollte für sich selbst generell in solchen Fällen erstmal abklären, ob man von bestimmten Sachen einfach nur genervt ist oder man tatsächlich drunter zu leiden hat. Den einen macht dies wahnsinnig, den anderen das.

Das mit dem Putzen fänd' ich auch nicht wirklich witzig. Da ich selbst nicht gern putze, könnte ich mich vermutlich damit arrangieren.

Wenn es aber um andere Sachen geht, wo die eigene Psyche drunter zu leiden hat, dann sieht das schon wieder ganz anders aus.

Es nervt nicht nur,
sondern es schränkt mich auch in meinem Leben ein. Ich bin bereit, einige Kompromisse einzugehen, das habe ich bereits schon getan. Es geht aber zu weit, dass ich nicht mal Besuch einladen kann weil er dann danach aus lauter Angst das alles dreckig ist mich damit löchert wo der Besuch genau gesessen hat und wo der Besuch rumgelaufen ist. Wenn er es dann weiss, rennt er mit dem Putzlappen rum und fegt alles sauber. Ich habe mit ihm auch darüber geredet wie es aussehen würde wenn wir mal ein Kind hätten und er sagt dann immer: 1. er weiss nicht ob er eines möchte 2. das Kind darf dann nichts anfassen 3. das Kind darf zB. nie mit Strassenkleidung in der Wohnung rumrennen etc. etc. So geht das immer weiter...

Es klingt zwar so schön, aber gerade wenn man selbst nicht gerne putzt ist es besonders schwierig sich damit zu arrangieren. Denn man hat einfach oft nicht das Verständnis und die Geduld dafür, warum jetzt der andere das putzen muss.

Ich weiss nicht, ob die Putzerei nur das berühmte Tüpfelchen auf dem i ist wie ihr so schön sagt. Fakt ist nur, dass es im Moment überwiegt. Die Liebe ist in den Hintergrund gerückt bzw. ich weiss nicht ob sie noch da ist. Vielleicht ist eine Trennung in zwei Wohnungen keine schlechte Idee damit ich es rausfinde. Oder aber er sagt, er will an sich arbeiten. Weil noch mehr Kompromisse kann und will ich nicht eingehen weil es mich auch einschränkt.

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