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Drogenkonsum hat beziehung zerstört

16. Juni 2008 um 10:38 Letzte Antwort: 20. August 2008 um 15:40

guten morgen ihr lieben,

es ist so ziemlich kurz vor schluss bzw. eigentlich ist schon schluss bei uns.
ich komm nicht damit klar, dass mein freund kifft und jetzt hab ich auch noch rausgefunden, dass er bei ihm im geschäft für andere leute (mit mangelnden deutschkenntnissen) drogen kauft und an sie weitergibt.

er hat mich auch schon angelogen, was seinen konsum angeht weil er dachte, dass ich etwas sauer bin. jetzt hab ichs rausbekommen, dass er öfter kifft, als abgemacht war und die beziehung ist vorbei. lustig, oder?

ich kann nicht begründen, warum ich sein gekiffe nicht mag, ich fühle mich einfach nicht wohl. er hat gesagt, er sagt mir wenn sein kiffkonsum den abstand von 6 wochen überschreitet, ich würde mir wünschen, dass er es mir einfach nur sagt, wenn er was raucht, dann kann ich einschätzen, ob es mir zu viel wird und ich mich trennen will. ein neuer anlauf wäre also auch der letzte.

ich bitte euch mir keine vorwurfsvollen, beleidigenden nachrichten zu schreiben, da ich seit tagen eh auf dem zahnfleisch gehe und beleidigungen nicht wegstecken kann.

wenn ihr jemanden beschimpfen wollt, dann bitte euren nachbarn oder sonst wen aber nicht mich.
für konstruktive kritik bin ich aber offen.

danke!

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14. August 2008 um 12:26

Ich kann dich verstehen...
hallo,

ich habe gestern mit meinem freund zum 4.t en mal wegen seiner kifferei schluss gemacht. wir waren 2 1/2 jahre zusammen und am anfang war der alkohol sein problem. da lief das kiffen so nebenbei mit. nachdem er mit dem alkohol aufgehört hat, mithilfe einer ambulate therapie, wo er jedoch nur sporadisch hingegangen ist, hat er angefange, jeden tag zu kiffen. das hat er bei der therapie natürlich nicht angegeben. welch selbstbetrug...
es ist eine suchtverlagerung, und das weiß er auch. anstatt alk, jetzt als oase das kiffen, wie er selbst immer sagt.
er ist fast 40 jahr und führt diese leben schon immer so.

immer wenn ich schluss gemacht habe, oder es angedeutet habe, hat er mir geschworen, dass er mit der kifferei aufhört und es alles anders wird. jedesmal war es eine lüge. anfang dieses jahres ist er wieder bei mir eingezogen, mit ganz ernsten absichten und liebesschwüren, dass er endgültig mit der kifferei schluss gemacht hat. er liebe mich und das ich sei das wichtigste in seinem leben.
und genau 4 wochen war er clean. danach hat er wochenlang hinter meinem rücken heimlich gekifft. selbst in der wohnung, als ich schlief, hat er heimlich gekifft.
als ich als utensilien in der wohnung gefunden habe, wurde mir mitten ins gesicht gelogen. ich würde mir das einbilden (hallo, ich hatte die jointstummel in der hand!!!) oder es wären joints und die papers von seinen kumpels. er hätte sie nur für die eingesteckt. wie lächerlich...er sagte zu mir, dass ich ihm nicht genügend vertrauen entgegen bringe und ihn damit unter druck setzen würde. ich sollte ihm doch endlcih mal vertrauen, er kiffe NICHT und habe es auch nicht mehr vor. was für eine miese lüge.

ich wurde immer kränker, dachte, ich fange an zu fantasieren und unter verfolgungswahn zu leiden. dabei hatte ich vom ersten moment an recht.

nach wochen, als es einfach nicht mehr so weiterging und ich ernsthaft die trennung versuchte einzuleiten, hat er seine heimliche kifferei zugegeben. er gab alles zu und gelobte diesmal erneut, damit aufzuhören. er wolle sport treiben, sich hobbies suchen und sein kifferdaein ein für alle mal beenden. er hätte über alles nachgedacht, er sei sich diesmal ganz sicher und diesmal würde er mich durch taten überzeugen, seinen worten könnte ich ja (verständlicherweise) nciht mehr glauben. er liebe mich doch über alles und das kiffen dürfte nicht weiter zwischen uns stehen. er will familie mit mir und ein ganz neues leben anfangen. ein leben, dass er sich doch immer gewünscht hat: tolle frau, kinder, eigenes haus...usw.

wie lange hat es angehalten??? 1 woche...wow, eine ganze woche!!!!
danach ging das alles wieder von vorne los: ich habe dinge gefunden, er hats geleugnet, ich habs geglaubt (eigentlich nicht wirklich, ich wollte es einfach nicht wahrhaben), dann irgendwann hat er zugegeben, dass er doch wieder konsumiert und nicht ohne kann. sein arugement ist, dass er wieder trinken muss, wenn er das kiffen sein lässt. damit hat er mcih schön erpresst. er sagte, er will aufhören mit dem kiffen, nur jetzt noch nicht. und wann der zeitpunkt sein wird, damit aufzuhören, weiss er jetzt noch nicht. das kann in ein paar tagen sein, aber vielleicht auch erst in ein paar jahren oder halt nie. das einzige was er wüsste sei, dass er irgendwann mal clean sein will.

und entweder ich akzeptiere ihn mit der kifferei oder halt nicht.
ich habe es versucht, ihn damit zu akzeptieren, aber ich wusste, das ich das im grunde nicht kann. aber ich tat es, weil ich ihn so sehr geliebt habe.

er erwartet, dass ich verständnis für drogen aufbringe und mich damit arrangiere.
ich will das jedoch nicht länger. ich kann nicht mit einem mann, der nur zugedröhnt in seinem bett liegt, zusammensein. i
ich kann die drogen nicht für gut erachten und mit einem mann zusammen sein, der sich nicht dem leben stellt und vor der realität flüchtet, indem er sich mit joints in eine schöne, problemfreie scheinwelt begibt.

gestern habe ich mich getrennt, weil ich das alles nicht mehr verkraftet habe und einen nervenzusammenbruch auf der arbeit erlitten habe. das war ein hilferuf meines körpers und meiner seele. und der war mehr als überfällig. mein körper streikt, ich esse seit tagen nicht mehr und nun bin ich auch noch krankgeschrieben. und ich liebe meine arbeit. ich gehe da gerne hin und nun bin ich durch diese ganze kiffscheisse, vertrauensbrüche etc. nicht mehr in der lage, mein leben zu leben. alles drehte sich nur um ihn.

und weißt du, was er gestern zu mir gesagt hat? ich wäre selbst schuld, ich würde das alles viel zu hochpuschen und zu eng sehen. ich würde mich selbst krank machen und nicht loslassen können. ich würde sein kiffen zu unserem lebensinhalt machen.
ich sollte mich doch mal richtig mit den drogen auseinandersetzen und mich damit beschäftigen.
warum soll ich mein leben mit drogen leben??? ich nehme keinerlei drogen und habe mich genug augrund von seiner sucht mit dem thema beschäftigt. zudem geht es ja auch um mißbrauchtes vertrauen und wochenlangen lügen. das kommt alles zusammen. ein süchtiger wird dich immer belügen, egal wie sehr er dich angeblich liebt.

also, ich fühle mich heute, 1 tag nach der trennung, traurig, aber gleichzeitig auch unendlich erleichert.
ich kann dir nur raten, lass die finger von deinem freund. ich habe mich 2 1/2 jahre gequält, immer wieder hinhalten lassen (bald wird alles gut. ich höre damit auf. ich liebe dich mehr als die drogen...).
es wird sich nichts ändern. nur wenn ER es WIRKLICH will. er kann dir noch so oft sagen, dass er damit aufhört. er wird es nicht tun und heimlich rauchen. glaub mir das, ich habe diese leidvolle erfahrung wie du oben lesen kannst, zigmal gemacht.

wie geht es dir inzwischen? was ist bei dir/euch passiert?

liebe grüsse

Clara

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14. August 2008 um 13:49

"..meine auch"..
Hallo Kruemelmaus

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur raten, lass die Finger von ihm und gehe Deinen eigenen Weg. Auch ich habe es erlebt wenn ein Freund Drogen nimmt. Kiffen ist ja nicht so schlimm, eins, zwei etc... das macht doch nichts, schadet nicht wirklich..! NEIN aber der Beziehung hat es enorm geschadet. Mein Ex rauchte jeden Tag (abends) einen od. 2 Joints.. super für mich.

Ich konnte so wie Du jetzt, nicht mehr und zog den Schlussstrich. Ich bereue es keinen Tag. Für mich war es die Erleichterung. Ich wollte mir nicht mehr den KOpf zerbrechen und micht selber zerstören.

Lass die Finger von ihm.

Kopf hoch
Grüsse
Pinia

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14. August 2008 um 14:11

Liebe krümelmaus,
ich hab 4 jahre lang mit einem u.a. drogenabhängigen zusammengelebt, bzw. leben müssen (aus mehreren gründen). und ich habe 4 jahre hölle erlebt, und es war schwer genug (hat eben jahre gedauert), ihn endlich loszuwerden.
kiffen mag zwar "harmlos" sein - aber es verändert trotzdem deine art, dein wesen. man IST einfach ein anderer mensch, das ist tatsache. ob das stärker oder weniger stark bemerkbar ist, ist ansichtssache.

ich kann nur aus erfahrung sprechen und sagen: BITTE BITTE BITTE und nochmal bitte - lass den typen stehen und hör auf dich und auf deinen "instinkt", der dir eh schon sagt, dass du dich dabei nicht wohl fühlst!
glaub mir, drogenabhängige (egal welchen ausmaßes) werden immer manipulieren, lügen, schwindeln, intrigieren, und dir etwas vormachen - viele haben sogar die "gabe", dich um den finger zu wickeln, ohne dass du es überhaupt merkst.

bitte sei dir selbst treu, hör auf dich und auf dein herz, und such dir jemanden (bzw. finde jemanden), der sich ausschließlich für *dich* interessiert.
übrigens gibt es mehr als genug menschen, die das kiffen, rauchen, trinken, etc... für einen anderen menschen aufgeben. wenn die das schaffen, sollte das also machbar sein. und wenn dein (ex)freund das nicht will, dann bist du ihm nicht wichtig genug, bzw. dann ist ihm das kiffen wichtiger(!).

lass es einfach, ein neuer anlauf sollte nicht von dir aus gehen. wenn überhaupt, dann muss ER den 1.schritt machen, und muss sich v.a. *beweisen*, und zwar mit TATEN, nicht mit worten. alles andere ist nur vergeudete zeit, energie und stress, den du nicht nötig hast.

ich wünsch dir alles gute und ich hoffe, du findest bald den richtigen, dem DU wichtig bist.
lg.

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20. August 2008 um 14:09

Hey...
also ich sag dir jetzt mal was.. wenn dein freund kiffen will dann tut er das. Und im Abstand von allen 6 wochen ist das jetzt die Regel oder macht er es neuerdings öfters?? aber ich kann es verstehen wenn du es nicht magst, du kannst mit dieser person nicht wirklich mehr über etwas sprechen. je mehr man sich wünscht, dass der partner es sein läst desto mehr wird eres sehr wahrscheinlich machen..

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20. August 2008 um 14:39

Hmmm...
...ich kann nicht ganz nachvollziehen, welche gründe du hast.

ist es illegalität? wird er aggro, wenn er breit ist (wohl eher nicht)? labert er nur noch unzusammenhängendes zeug? ist es das (zwischen-)dealen? bekommt er keinen mehr hoch (verzeihung)? fängt er an zu sabbern? oder hast du angst um ihn (stichwort: einstiegsdroge, was quatsch ist)?

so erscheint es mir irgendwie... vorgeschoben. nichts für ungut.

fm

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20. August 2008 um 14:48
In Antwort auf alon_12100176

Hmmm...
...ich kann nicht ganz nachvollziehen, welche gründe du hast.

ist es illegalität? wird er aggro, wenn er breit ist (wohl eher nicht)? labert er nur noch unzusammenhängendes zeug? ist es das (zwischen-)dealen? bekommt er keinen mehr hoch (verzeihung)? fängt er an zu sabbern? oder hast du angst um ihn (stichwort: einstiegsdroge, was quatsch ist)?

so erscheint es mir irgendwie... vorgeschoben. nichts für ungut.

fm

...
so spricht ein wahrer kiffer.

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20. August 2008 um 15:40

Ich kann mich clara und leelou anschließen,
die Kifferei wird zwar immer verharmlost, ist es aber nicht, wenn es Suchtcharakter bekommt. Es ist nicht der Joint der ein oder zweimal im monat geraucht wird, es ist auch nicht das Glas
Wein sondern es geht um die Menge, die Häufigkeit und die Abhängigkeit davon. Und alle die es mitmachen (Partner, Angehörige), sollten die Rolle als Co-Abhängiger als Helfer und Kontrolleur anschauen und sich darüber informieren.

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