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[Drogen]Ich habe Angst um meine Freundin...

20. November 2006 um 12:53

Hallo erstmal, mich plagt zur Zeit eine ziemlich heftige Frage, denn...

obwohl ich weiss das meine Freundin früher, Drogen verkauft und auch genommen hat, es aber seit einem 3/4 jahr geschafft hat, davon weg zu kommen, mach ich mir seit wir "Trainspotting" auf DVD geschaut haben extreme sorgen, denn sie sagte das es wirklich so sei mit Heroin, dass man schnell wieder rückfällig wird... und das es ihr zur Zeit auch so gehen würde und es sich zu vernkneifen um trocken zu bleiben extrem schwer ist... Ich liebe Sie über alles und ich Frage mich, ob es für mich möglichkeiten Gibt, sie davon abzuhalten. Denn ich kann sie ja nicht den ganzen Tag 7 Tage die Woche kontrollieren...

Momentan nimmt sie nichts, hat sie eigentlich auch nicht vor, doch zur zeit passiert in ihrem umfeld soviel scheiss, das ich mir ernsthafte sorgen mach, dass sie den einzigen ausweg in ihrer vergangenheit findet und abstürzt... sie hat es nun soweit gebracht, hat eine lehre angefangen, neue kollegen gefunden und den kontakt zur familie wieder aufgebaut. Trotzdem könnte ich sie nicht zusehen wie sie ihr leben ein zweites mal wegwirft...

wie soll ich mich jetzt verhalten?
wie soll ich mich verhalten wenn sie wieder anfangen würde? meine erste idee war, sie in ein zimmer zu sperren bis das ganze wieder vorbei wär, aber irgendwie is das zu heftig und unmenschlich... aber irgendwelchen antidrogenkliniken was auch immer, bringen auch nix, da man dort meist noch schneller an drogen kommt als sonst wo

Wisst ihr rat? evtl ein paar links zu fachpersonen die mir helfen könnten etc... wäre euch sehr dankbar!

Gruss

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20. November 2006 um 14:03

Re "puh schwierig"
Ja schon, soweit ich das überblicken kann.

Nervig in dieser Sache ist, (sie hat vorhin grad angerufen) und gestern hatten wir eben über diese drogenproblematik gesprochen... dass heute noch ein arbeitskolleg von ihr bei einem autounfall ums leben kam stimmt mich nun noch mehr sorgen zu.

Zudem bin ich grad am arbeiten und kann bis 18uhr hier nicht weg... ich kom mir so schlecht vor!


Nun ja, wir kennen uns nun seit bissl mehr als einem halben jahr, ca genau in diesem Monat als sie das letzte mal was konsumierte... Mit mir zusammen konnte sie alles vergessen und endlich wieder lachen, ich brachte ihr auch wieder bei, über ihre probleme zu reden damit sie innerlich nicht überlastet durch den druck. So konnt ich sie nun die ganze zeit von den drogengeschichten ablenken bzw immer mehr davon abbringen... Hoffe ich zumindest, sie sagte auch, dass es ihr schon besser geht, aber sie was drogen angeht, kein versprechen abgehen kann..

Wir hatten eigentlich schon geplant irgendwo in eine andere stadt zu ziehen sobald sie ihre lehre fertig hat, da sie seit sie klein ist, in dieser stadt aufwuchs und jeder ecken irgendwelche erinnerungen aufweckt ua. sie jede Person hier kennt. Ich würde schon jetzt mit ihr weg gehen würde sie nicht noch die lehre machen.

es macht mir angst, dass gerade heute noch ihr arbeitskollege gestorben ist. Nebenbei irgendwo in der stadt noch der Ex von Ihr rumläuft, der sie da in die drogengeschichte rein gezogen hat, den sie nach 4 jahren beziehung immer bemitleidet, da der nun nach 2 jahren knast wieder raus gekommen ist, und sie an diesem tag mit ihm schluss gemacht hat. Obwohl sie den kontakt zu ihm meidet...

anderseits wenn sie von drogen redet, macht sie das mit einer begeisterung, nicht irgendwie abwertend... wie das irgendwie sein sollte.

Ich will wissen auf was ich mich da einlasse, und was auf mich zukommt, denn egal was passiert, will ich ihr beistehen und helfen. Selbst wenn es mir Angst und Schmerz bereitet, sie ist es mir wert!

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20. November 2006 um 15:18

Halte sie bitte vom falschen Umfeld fern
Hallo Andreas!

In erster Linie sollte man eine inhaltsvolle Lebensgestaltung unterstützen, bei der sie möglichst gar nicht mehr auf die Idee kommt, an Drogen zu denken, und sie vom falschen Umfeld fernhalten. Wenn es sein muss, dann auch mit Härte.

Du befürchtest, das wäre zu heftig und unmenschlich? Ich sehe das anders: Es sind die Drogen, die unmenschlich sind. Gegen Drogen halte ich einzig die Null-Toleranz-Politik für sinnvoll und denke, unser Staat ist da noch viel zu lax. Zur Not muss die Hilfe auch hart sein. Aber es ist schön, wenn sie den Absprung geschafft hat und auf dich zählen kann.


LG
Daniness

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20. November 2006 um 17:12

Danke
danke schonmal denen die kurz zeit hatten sich mit diesem thema zu beschäftigen, ich denke ich werde heute erstmal noch eine nacht darüber schlafen und nochmal mit ihr reden, erstmal hobbys etc die wir gern mal ausleben würden um ihr schon jetzt eine weiterhin gute basis für unsre beziehung zu bieten.

ich glaube an diese liebe und halte dran fest, dass sie nicht kaputt geht. Obwohl sich den risiken bewusst zu sein sicher was gutes ist

Falls ihr noch tipps habt oder so, gebt einfach bescheid.


Gruss Andi

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21. November 2006 um 8:01

Hallo Andreas,
das ist wirklich eine schwere Situation für Dich! Ich möchte zuerst auf Deine Situation eingehen. Ich kann mir vorstellen, d. Dein Leben bereits an Lebensqualität verloren hat. Drogen "beherrschen" auch die Angehörigen von Abhängigen. Du mußt, auch wenn es schwer fällt, eine gewisse Distanz entwickeln. D.h. das Problem darf nicht Dein Leben total beherrschen.
Was Deine Freundin betrifft; hat sie schon eine Therapie gemacht? Will sie das überhaupt? Es ist wichtig zu verstehen, warum nimmt/nahm sie Drogen. Wie lebt sie, hat sie eine Tagesstruktur, geht sie arbeiten oder macht sie Schule? Viele Fragen, die geklärt gehören, aber das schaffst Du nicht alleine! Und mit Zwang und Kontrolle würdest Du genau das Gegenteil bei ihr erreichen. Stell`Dir vor, sie will wirklich keine Drogen mehr konsumieren und sie merkt, Du kontrollierst sie....Was für ein Frust und Enttäuschung wäre es für Deine Freundin?! Wenn sie noch jung ist, hat sie beste Chancen da raus zu kommen.Aber Deine Freundin muß es wollen. Oft schaffen es Menschen erst dann, wenn es ihnen richtig dreckig geht. Leider auch zum Leid für Angehörige. Suchtberatungsstellen gibt es in jeder Stadt; wende Dich an so eine Stelle. Du bist in der Rolle des Co-Abhängigen, wie bei Angehörigen von Alkoholikern. Das Verhaltensmuster hat immer das gleiche Prinzip. Du machst Dich sonst fertig.
Ich wünsche Dir viel Kraft und für Euch beide eine gute Zukunft.

Lg
Cosima

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21. November 2006 um 10:32

Da kannst du GAR NICHTS machen!
sorry, wenn ich das so hart sagen muss aber an der situation kannst du ABSOLUT GAR NICHTS ändern!
hab den ganzen gleichen scheiss hinter mir - hat mich 5 jahre meines lebens gekostet.. schreib mir ne PN, wenn du über details diskutieren möchtest

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