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Drogen-Eifersucht-Beziehungsproblem...

10. September 2004 um 9:42 Letzte Antwort: 10. September 2004 um 13:20

Hallo zusammen!

Also, ich weiß nicht wirklich, wo ich anfangen soll...

Ich bin nun mit meinem Freund 12 Jahre zusammen. Wir haben einen gemeinsamen siebenjährigen Sohn und eine ziemlich schwere Zeit hinter uns.
Nachdem es in Deutschland beruflich für ihn einfach nicht mehr ging, haben wir uns recht spontan entschieden, ins Ausland zu ziehen. Da ich aber noch in meiner Ausbildung steckte, konnte ich nicht einfach so mit. Daraus resultierte, das mein Freund mit unserem Sohn alleine weg gezogen ist. Der Stress war für mich einfach zu viel, uns es kam, wozu es kommen musste- ich habe die Abschlussprüfung versaut und musste nochmal ran. Schlussendlich waren wir neun Monate getrennt.

Seit ca 2 Monaten leben wir wieder zusammen. Doch mussten wir feststellen, das wir uns in dieser Zeit arg verändert haben. Nicht, das wir das nicht vorher schon wussten... Dennoch kommen wir nicht dagegen an, uns ständig zu streiten. Ich habe noch keinen Job gefunden, und er arbeitet so furchtbar viel, um das zu kompesieren. Die Zeit war auch sicherlich nicht leicht für ihn... Nur hat er sich angewöhnt, sich jeden Abend einen Joint zu rauchen. Ich komme damit einfach nicht klar.

Sein Gras war letzte Woche wie vom Erdboden verschluckt- und ich bin die Schuldige. Angeblich habe ich es weggeworfen. Seitdem spricht er nicht mehr mit mir, er beachtet mich noch nicht einmal.

Gestern schien es wieder aufwärtz zu gehen- ein wenig Smaltalk hat mich ermuntert, die Sache anzusprechen. Ich habe wiederholt gesagt, das ich nicht daran war. Nur glaubt er mir nicht. Zudem sagte ich, das ich das Gefühl habe, er würde nur deshalb rauchen, weil er unsere Beziehung nicht aushält. Seine Antwort war: "Ich halte mein Leben nicht mehr aus. Mir ist momentan nur das Geld wichtig, alles andere ist mir egal." Ich habe ihm eine gute Nacht gewünscht und bin aufs Sofa.

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Ich denke an Trennung, aber diese Beziehung ist mir so furchtbar wichtig. Mal davon abgesehen: ohne Job eine neue Wohnung zu finanzieren? Ich liebe ihn vom ganzen Herzen, und er ist der Vater meines Sohnes...

Was soll ich nur machen?

LG

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10. September 2004 um 9:50

Fragen
Hallo,

wo im Ausland lebt ihr denn?
Hast Du vielleicht desöfteren mal einen "Aufstand" geprobt wegen den Joints?
Da Du ja gesagt hast, Du kämst damit nicht klar.
Hast Du ihm dass auch so mitgeteilt?

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10. September 2004 um 10:03
In Antwort auf jolan_12866475

Fragen
Hallo,

wo im Ausland lebt ihr denn?
Hast Du vielleicht desöfteren mal einen "Aufstand" geprobt wegen den Joints?
Da Du ja gesagt hast, Du kämst damit nicht klar.
Hast Du ihm dass auch so mitgeteilt?

Aufstand
Ja, das habe ich um ehrlich zu sein. Ich kann recht umpulsiv sein, habe aber gelernt, das das eh nichts bringt. Daher habe gestern versucht, sehr ruhig und sachlich zu reden. Aber wenn er nicht reden will, schmeißt er mir ein Kommentar hin, das verletzt, weil er genau weiß, das sich dann die Weite suche. Dabei bin ich nicht diejenige, die vor Fehlern davonläuft, das ist eher er.

Die Frage nach dem Land möchte ich nicht genau beantworten. Immerhin handelt es sich hier ja doch um eine rechtliche Grauzone. Der Besitz von 5 Gramm ist hier jedoch erlaubt. Zielte die Frage darauf ab?

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10. September 2004 um 10:40
In Antwort auf an0N_1286807599z

Aufstand
Ja, das habe ich um ehrlich zu sein. Ich kann recht umpulsiv sein, habe aber gelernt, das das eh nichts bringt. Daher habe gestern versucht, sehr ruhig und sachlich zu reden. Aber wenn er nicht reden will, schmeißt er mir ein Kommentar hin, das verletzt, weil er genau weiß, das sich dann die Weite suche. Dabei bin ich nicht diejenige, die vor Fehlern davonläuft, das ist eher er.

Die Frage nach dem Land möchte ich nicht genau beantworten. Immerhin handelt es sich hier ja doch um eine rechtliche Grauzone. Der Besitz von 5 Gramm ist hier jedoch erlaubt. Zielte die Frage darauf ab?

Genau..
Darauf zielte die Frage ab. Es gibt ja Länder in denen das lockerer gehandhabt wird.

Das dachte ich mir schon, dass Du so reagiert hast. Und das ist dann vermutlich auch der Grund, warum er glaubt Du hättest was mit dem Verschwinden des Grases zu tun.

Mein Freund raucht auch hin und wieder mal. Anfangs bin ich regelmäßig ausgeflippt, bis ich merkte, dass ich es damit nur noch schlimmer mache.
Hast Du schon mal versucht Verständnis zu zeigen?
Ist es bei ihm Genuß oder Sucht?
Sieh es mal so, jeden Abend zwei Flaschen Bier sind wesentlich ungesünder.

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10. September 2004 um 11:05
In Antwort auf jolan_12866475

Genau..
Darauf zielte die Frage ab. Es gibt ja Länder in denen das lockerer gehandhabt wird.

Das dachte ich mir schon, dass Du so reagiert hast. Und das ist dann vermutlich auch der Grund, warum er glaubt Du hättest was mit dem Verschwinden des Grases zu tun.

Mein Freund raucht auch hin und wieder mal. Anfangs bin ich regelmäßig ausgeflippt, bis ich merkte, dass ich es damit nur noch schlimmer mache.
Hast Du schon mal versucht Verständnis zu zeigen?
Ist es bei ihm Genuß oder Sucht?
Sieh es mal so, jeden Abend zwei Flaschen Bier sind wesentlich ungesünder.

Klaro...
... aber das Bier und ein erhöhter Tabakkonsum kommt ja noch hinzu.

Auch ich bin am Anfang ausgeratest. Dann habe ich es einfach toleriert. Und nun das ganze Drama...

Ich gehe mitlerweile von Sucht aus. Auch wenn er das nicht wahrhaben will. Es gäbe keine Sucht nach Gras etc. Du wirst die Argemente kennen. Ich weiß nur, das er die ganze Woche nichts gegessen hat. Und das ist nicht seine Art. Selbst im größten Stress legt er Wert auf Essen und Schlafen. Für mich ist das ein Anzeichen von Sucht, genauso, dass er es einfach ohne nicht aushält...Jeden Tag mindestens eine Tüte!

Wie hast Du gelernt, damit umzugehen? Und sind das nicht ein paar Drogen zu viel am Tag (wenn man den Alk miteinbezieht)?

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10. September 2004 um 11:37
In Antwort auf an0N_1286807599z

Klaro...
... aber das Bier und ein erhöhter Tabakkonsum kommt ja noch hinzu.

Auch ich bin am Anfang ausgeratest. Dann habe ich es einfach toleriert. Und nun das ganze Drama...

Ich gehe mitlerweile von Sucht aus. Auch wenn er das nicht wahrhaben will. Es gäbe keine Sucht nach Gras etc. Du wirst die Argemente kennen. Ich weiß nur, das er die ganze Woche nichts gegessen hat. Und das ist nicht seine Art. Selbst im größten Stress legt er Wert auf Essen und Schlafen. Für mich ist das ein Anzeichen von Sucht, genauso, dass er es einfach ohne nicht aushält...Jeden Tag mindestens eine Tüte!

Wie hast Du gelernt, damit umzugehen? Und sind das nicht ein paar Drogen zu viel am Tag (wenn man den Alk miteinbezieht)?

Uups...
Wenn er noch Alkohol trinkt, ist das allerdings schon heftig.
Es hört sich auch fast so an, als müsse man von Sucht sprechen. Das Problem dabei ist, wie bei jeder Sucht, solange er es nicht erkennt, wirst Du ihm nicht helfen können.

Mein Freund hat aufgrund dessen den Führerschein abgeben müssen. Das wird ja dann genauso gehandhabt, als wenn man betrunken ist.
Das war wohl ein heilsamer Schock.
Er raucht jetzt wirklich nur noch sehr selten was. Anfangs hat er es versucht zu verheimlichen, was das ganze noch viel schlimmer gemacht hat. Irgendwann haben wir tatsächlich mal in aller Ruhe geredet und er hat mir erklärt, er mache das, wenn ihm alles zuviel wird oder wenn ich sehr viel Druck mache. Wir haben dann beide an uns gearbeitet und damit wurde es wirklich um einiges besser.

Voraussetzung zu einer Besserung ist natürlich die Einsicht. Dein Freund ist wohl nicht besonders zufrieden mit seinem Leben und es hört sich für mich so an, als ließe er sich ziemlich hängen. Ist das so?
Ich kann Dir jetzt nicht raten "Pack deine Koffer und geh". Du mußt wissen ob Du bereit bist, dass mit ihm durchzustehen.
Aber ich würde Dir raten, Dich mal mit einer Beratungsstelle in Verbindung zu setzen.

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10. September 2004 um 12:03
In Antwort auf jolan_12866475

Uups...
Wenn er noch Alkohol trinkt, ist das allerdings schon heftig.
Es hört sich auch fast so an, als müsse man von Sucht sprechen. Das Problem dabei ist, wie bei jeder Sucht, solange er es nicht erkennt, wirst Du ihm nicht helfen können.

Mein Freund hat aufgrund dessen den Führerschein abgeben müssen. Das wird ja dann genauso gehandhabt, als wenn man betrunken ist.
Das war wohl ein heilsamer Schock.
Er raucht jetzt wirklich nur noch sehr selten was. Anfangs hat er es versucht zu verheimlichen, was das ganze noch viel schlimmer gemacht hat. Irgendwann haben wir tatsächlich mal in aller Ruhe geredet und er hat mir erklärt, er mache das, wenn ihm alles zuviel wird oder wenn ich sehr viel Druck mache. Wir haben dann beide an uns gearbeitet und damit wurde es wirklich um einiges besser.

Voraussetzung zu einer Besserung ist natürlich die Einsicht. Dein Freund ist wohl nicht besonders zufrieden mit seinem Leben und es hört sich für mich so an, als ließe er sich ziemlich hängen. Ist das so?
Ich kann Dir jetzt nicht raten "Pack deine Koffer und geh". Du mußt wissen ob Du bereit bist, dass mit ihm durchzustehen.
Aber ich würde Dir raten, Dich mal mit einer Beratungsstelle in Verbindung zu setzen.

Hängen lassen?
Hmm, schwer zu sagen. Nach Außen läßt er sich nie hängen. Er ist DER Schwiegersohn, DER Arbeiter, DER Freund, der Gott schlecht hin für alle. Nur nicht mehr für mich...

In unserer Liebe, ja, ich denke, da läßt er sich in letzter Zeit sehr hängen. Beziehungsweise, wenn es nicht läuft, wie er es haben will, dann läuft es halt gar nicht. Viele Jahre habe ich damit gelebt, aber mittlerweile zeige ich ihm die Stirn.

Wirklich zufriedenstellen kann man ihn aber nicht. Es muss immer mehr und immer besser sein. Als Schüler war er schon ein ziemlicher Streber...

Wenn ich wüßte, das es irgenswann besser wird, wäre ich bereit, es mit ihm durchzustehen.

Ja, an eine Beratungsstelle habe ich auch schon gedacht, aber er wird mir den Kopf abreisen! So ein Schock wie der Entzug des Führerscheins wäre wirklich nicht schlecht. Ich habe schon gedacht, ihn bei der Polizei anzuzeigen, aber das wird wohl das Vertrauen in dieser Beziehung nicht wirklich auf Vordermann bringen!

Nichts desto trotz werde ich mich am Montag zu einer Beratungstselle aufmachen... Ich hoffe, sie können helfen!

Ich danke Dir vielmals für Deine Perspektiven!

LG

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10. September 2004 um 13:04

Du musst handeln
Deiner Schilderung nach ist es schon ganz schön krass.
Du solltest Dir und Deinem Kind zuliebe im Punkt Drogen einen klaren Standpunkt beziehen, denn es gehr auf Eure Kosten und wird Euch kaputt machen.
In so einem Falle ist Schweigen eine Mitschuld.
Du solltest ihm klar machen, dass Du sein Verhalten nicht tolerierst und ihm eine Frist setzen, das Drogenproblem anzugehen (z.B. mit einer Drogenberatung und Entziehung).
Wenn er darauf nicht reagiert, solltest Du ihn zur Beratung schleifen oder Dich (mit deinem Sohn) von ihm trennen (vorerst).
Du solltest ihm immer Deine Unterstützung zusichern, damit ihr das gemeinsam durchsteht.

Alles andere geht nur auf Deine Kosten und unterstützt seine Drogensucht. Solange bis Eure Beziehung und Du selbst kaputt sind.

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10. September 2004 um 13:20
In Antwort auf an0N_1286807599z

Hängen lassen?
Hmm, schwer zu sagen. Nach Außen läßt er sich nie hängen. Er ist DER Schwiegersohn, DER Arbeiter, DER Freund, der Gott schlecht hin für alle. Nur nicht mehr für mich...

In unserer Liebe, ja, ich denke, da läßt er sich in letzter Zeit sehr hängen. Beziehungsweise, wenn es nicht läuft, wie er es haben will, dann läuft es halt gar nicht. Viele Jahre habe ich damit gelebt, aber mittlerweile zeige ich ihm die Stirn.

Wirklich zufriedenstellen kann man ihn aber nicht. Es muss immer mehr und immer besser sein. Als Schüler war er schon ein ziemlicher Streber...

Wenn ich wüßte, das es irgenswann besser wird, wäre ich bereit, es mit ihm durchzustehen.

Ja, an eine Beratungsstelle habe ich auch schon gedacht, aber er wird mir den Kopf abreisen! So ein Schock wie der Entzug des Führerscheins wäre wirklich nicht schlecht. Ich habe schon gedacht, ihn bei der Polizei anzuzeigen, aber das wird wohl das Vertrauen in dieser Beziehung nicht wirklich auf Vordermann bringen!

Nichts desto trotz werde ich mich am Montag zu einer Beratungstselle aufmachen... Ich hoffe, sie können helfen!

Ich danke Dir vielmals für Deine Perspektiven!

LG

Viel Erfolg
wünsche ich Dir auf jeden Fall.
Du mußt ihm ja nicht gleich erzählen, dass Du zu einer Beratungsstelle gehst. Die sollen in erster Linie erst mal Dir helfen ihn aufzurütteln. Sie sollen Dich unterstützen und Dir zeigen wie Du Dich am besten verhälst.
Schließlich will man ja auch seinen Partner nicht unbedingt mit seinen Problemen hängen lassen!

Bei der Polizei anzeigen... kannst Du tun, aber Du wirst ihn sicherlich erst mal verlieren bis er klarer sieht. Würde ich nicht tun, ist auch wieder eine Art von Druck und damit kommt man bei Suchtkranken nicht weit.

Wie gesagt: Viel Erfolg!

LG

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