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Doppelleben...Hilfe zur Verarbeitung?!

18. September 2007 um 2:02


Hallo, vielleicht kennt jemand das Problem und kann helfen !
Ich FÜHRTE bis vor 6 Wochen eine 3 jährige Beziehung (ich: 31 - er: 40 J.) Es war für uns beide die große Liebe und wir führten, in allen Belangen die Traumbeziehung. (Heirat und Kinder waren in Planung!)Bis auf das Thema: Sex. Als wir uns kennenlernten war die Frequenz relativ normal...dann nahm es kontinuierlich ab. Bereits nach 3 Monaten fühlte ich mich sexuell vernachlässigt. Wir kamen i.d.R. 1 x die Woche zusammen. Ich führte x Gespräche mit ihm. Er sagte, "es läge nicht an mir, er liebe mich... Könne wahrscheinlich nur Sex mit Frauen haben, die ihm nicht nahe stehen. Er drehe sich im Kreis und weiß auch nicht"....blablabla
Davor und danach gab es diverse Vorfälle, die mich ein Doppelleben vermuten ließen.
Indizien: Fotos, Viagra etc.... er hatte immer schlüssige Erklärungen. Letzendlich hatte ich einen unumstösslichen Beweis! Ich beendete die Beziehung. Seinerseits keine Gegenwehr, kein Kampf zur Rettung des Beziehung! Er streitet heute noch alles ab, ich würde völlig spinnen. Dabei schwört noch heute seine Liebe (was er übrigens immer tat)...

Nun werde ich immer noch eingeholt von zermürbenden Fragen nach dem WARUM, den Ursachen...

Handelt es sich um Sexsucht? Was treibt solche Menschen? Gibt es Lektüre, die die Verarbeitung für mich erleichtern? Gibt es Lektüre, die dieses Phänomen erklärt / aufklärt?

Ich freu mich riesig auf Ratschläge! Danke dafür!
Red.

P.S. Eine Erkenntnis:
ICH kann keine Beziehung O H N E Sex führen!

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18. September 2007 um 10:59

Re
Salut,

zuersteinmal ist es super, dass Du aus der Beziehung gelernt hast, dass eine natürliche Sexualität wichtig ist und gut ist für Dich.

Dein Ex scheint ein Problem zu haben. Wie auch immer. Was waren denn das für Fotos? Hat er Dich mit anderen Frauen betrogen? Oder brauchte er das Viagra für die gemeinsame Sexualität mit Dir?

Was auch immer....DEIN Ex hat ein Problem, nicht DU.
Du bist nicht mehr mit ihm zusammen, deswegen rate ich Dir dich nicht mit seiner strangen Sexualität zu beschäftigen. Das wird Dir nicht gut tun.
Hake es ab, hinterfrage es nicht zu sehr. Ich weiss wovon ich rede. Zum Schluss ist dein eigener Kopf von all dem kranken Mist kaputt. Helfen kannst Du ihm eh nicht. Das muss er für sich selbst tun. Anscheinend war ihm das nicht so wichtig sich damit mal intensiv auseinander zu setzen.
Schau nach vorne und pass beim nächsten Mann einfach gut auf.

Gruss und alles Gute
Ganesha

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23. September 2007 um 0:00

Hello Goodgirl...
"Das Schlimmste ist ja,[...]sich um die sexuellen Bedürfnisse der über alles geliebten Freundin zu kümmern, aber auswärts kein Problem haben." Jepp, thats it!!!
Sag bloß dir ist Ähnliches widerfahren? Dann wäre
ich doch an einem Gedankenaustausch sehr interessiert.
Viele Grüße, Red.

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26. September 2007 um 23:01

Willkommen im club...
hallo.
hab meine story schon in einem anderen forum geschrieben; einer frau deren problem ähnlich wie deines, bzw unseres klang.
war verheiratet mit einem mann der den außerehelischen sex auch bereits vor unserer hochzeit vollzogen hatte, während er daheim nicht "konnte", und von sämtlichen dingen sofort "irritiert" war (einem neuen duschgel von mir, einem unterwäscheteil von mir, einem geräusch von mir, einem vorbeifahrenden auto etc)
er hat 2 jahre lang ein doppelleben geführt, hat mich manipuliert und mich hingestellt als hätt ich wahnvorstellungen. wenn er sich verbal gar nicht mehr rausgesehen hat ist er aggressiv geworden. hab nach und nach den respekt vor mir selber verloren, weil ich ihm seine lügen nicht geglaubt hab und mir dennoch eingeredet hab, dass dieser mann der die these aufgestellt hat "fremdgehen sollte mit gefängnis bestraft werden(!)" doch nicht so ein doppelleben führen kann.

was ihn getrieben hat kann ich bis heute nicht genau sagen, aber ich denke es war ein defizit im selbstwertgefühl.
wie ich es verarbeitet hab? ...na ja, anfangs hab ich die ganzen schlimmen dinge die er getan hat verdrängt und totgeschwiegen. ...bis irgendwann alles hochgekommen ist nach unserer scheidung. hab lange gebrucht um männern, aber auch mir selber wieder vertrauen zu können... dachte, dass die männer nach ihm alles wieder gut machen müssten, aber dabei kann man sich größtenteils nur selber helfen.
lektüre hab ich keine gelesen, aber ich hab damit begonnen mich nicht mehr mit seinen motiven auseinanderzusezten, und ich hab darüber geredet und geredet.
mittlerweile sind 5 jahre vergangen und ich kann wieder eine "normale" beziehung führen, habe wieder selbstbewusstsein und die erinnerung an diese zeit mit meinem exmann samt aller kränkungen und demütigungen kommt nur ganz selten wieder hoch...

alles liebe!!!
ANDREA

ps: wenn es dir schlecht geht und du keinen zum reden hast kannst du mich gerne per pn anschreiben.

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