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Dilemma - Zuwendung zeigen oder Abstand lassen?

5. August 2009 um 11:14 Letzte Antwort: 11. August 2009 um 20:12

Hallo,
nachdem ich schon häufiger hier im Forum mitgelesen habe, habe ich heute endlich den Schritt gemacht, mich anzumelden und selbst aktiv zu werden. Ganz aktuell beschäftigt mich ein Problem, bei dem ich hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.

Mein Freund hat sich von mir getrennt und ich habe den Eindruck, er wollte mir damit zuvor kommen, weil er befürchtet hat, ich wolle mich von ihm trennen. Das klingt ja zunächst schon recht absurd. Aber vielleicht kennt jemand von Euch soetwas auch!?

Wir haben seit der Trennung aber immer noch viel Kontakt und führen eine Art platonische Beziehung.
Aus vielem, was er sagt und dem, wie er sich mir gegenüber auch schon vor der Trennung verhalten hat, geht hervor, dass er sehr viel Zeit braucht, sich zu öffnen. Er scheint auch zu fürchten, dass es mir mehr um eine Beziehung als solche, als um ihn selbst geht.
Der Trennung ging ein Streit voraus und die Beziehung kippte von einen Tag auf den anderen. Wobei er später sagte, wenn er zurückblickt, habe er schon vorher Signale von mir empfangen. Die letzten Monate haben wir uns wieder angenähert und kürzlich kam es erneut zum Kippen. Wieder ging eine Situation voraus, die man so hätte auffassen können, dass ich sie zum Maß aller Dinge mache bzw, IHN nur danach bemesse.

Obwohl er kürzlich noch sagte, er wünsche sich, dass es mit uns wieder so wird, wie es schon war und auch noch weit darüber hinaus, sprach er nach diesem Vorfall davon, dass dieser Schwebezustand zwischen uns schon zu lange anhalten würde und wir besser daran täten, getrennte Wege zu gehen.
Nachdem er einen Brief von mir gelesen hat, den ich ihm unmittelbar vorher gegeben hab, in dem ich verdeutlicht habe, dass ich den Vorfall eben nicht zum Maß aller Dinge mache und auch meine Vermutung geäußert habe, dass er ein Problem damit hat, sich fallen zu lassen, kam er dann doch wieder auf mich zu und es sieht nun doch nicht so aus, als würden wir getrennte Wege gehen.

Nun befinde ich mich aber in dem Dilemma, dass er Abstand erbeten hat (hält sich zwar selbst nicht dran, hat seine Aussage aber noch nicht dementiert) und ich mich auch nicht aufdrängen möchte, ohnehin die Befürchtung hab, dass ich ihn damit überfordern würde, wenn ich mich ihm zu sehr zuwende. Gleichzeitig fürchte ich, dass es ihm zu wenig sein könnte, was von meiner Seite kommt.

Kennt jemand ein ähnliches Verhalten - aus dem Umgang mit dem Partner oder womöglich sogar von sich selbst? Wie finde ich einen angemessenen Mittelweg von Zuwendung und Abstand?

Viele Grüße vom Vorstadtkrokodil

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5. August 2009 um 18:46

Den Abstand hat er erbeten, bevor er den Brief gelesen hat.
Hallo Ninja,
er sprach davon, dass wir uns besser eine längere Zeit nicht sehen, bis wir quasi neutralisiert wären. Als ich sagte, in dem Brief gäbe es noch offene Fragen, sagte er, die würde er mir dann vorher noch beantworten, gerne auch persönlich.
Drei Tage später rief er mich an, wir telefonierten 5 Stunden und sprachen u.a. auch über den Brief. Die offenen Fragen sind quasi geklärt. Dennoch sprach er auch davon, dass die Einladung zu einer Feier, zu der ich nur über ihn eingeladen bin, noch steht - obwohl er kein Problem damit hat, irgendwo alleine hinzugehen. Zudem treffen wir uns vorher noch, um ein Geschenk zu besorgen. Dann hat er mich in der Zwischenzeit mehrfach auf meinem Profil im Netz besucht, mir dort einen lieben Gruß hinterlassen, hat mir sms geschickt, ohne wirkliche Notwendigkeit... Also nach Abstand sieht mir das nicht wirklich aus.

Ich hatte nicht wirklich vor, mich von ihm zu trennen. Ich hatte ihm eine Art Ultimatum gesetzt, bis wann er sich um seine längst überfällige Scheidung kümmern sollte. Als die Zeit

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5. August 2009 um 19:21
In Antwort auf lilian_12936396

Den Abstand hat er erbeten, bevor er den Brief gelesen hat.
Hallo Ninja,
er sprach davon, dass wir uns besser eine längere Zeit nicht sehen, bis wir quasi neutralisiert wären. Als ich sagte, in dem Brief gäbe es noch offene Fragen, sagte er, die würde er mir dann vorher noch beantworten, gerne auch persönlich.
Drei Tage später rief er mich an, wir telefonierten 5 Stunden und sprachen u.a. auch über den Brief. Die offenen Fragen sind quasi geklärt. Dennoch sprach er auch davon, dass die Einladung zu einer Feier, zu der ich nur über ihn eingeladen bin, noch steht - obwohl er kein Problem damit hat, irgendwo alleine hinzugehen. Zudem treffen wir uns vorher noch, um ein Geschenk zu besorgen. Dann hat er mich in der Zwischenzeit mehrfach auf meinem Profil im Netz besucht, mir dort einen lieben Gruß hinterlassen, hat mir sms geschickt, ohne wirkliche Notwendigkeit... Also nach Abstand sieht mir das nicht wirklich aus.

Ich hatte nicht wirklich vor, mich von ihm zu trennen. Ich hatte ihm eine Art Ultimatum gesetzt, bis wann er sich um seine längst überfällige Scheidung kümmern sollte. Als die Zeit

Oh weh, wo ist der Rest meines Postings geblieben...
dann versuche ich noch mal den Rest zusammenzubekommen...

Als die Zeit "abgelaufen" war, hab ich ihn aus heiterem Himmel wieder mit dem Thema konfontiert und fiel er förmlich aus allen Wolken. Er griff dann für mein Empfinden nach einer Notlüge, um mich zu beruhigen. Ich hab aber weiter nachgefragt und so verstrickte er sich offenbar immer mehr in sein Lügengerüst. Bis er schließlich wohl keinen Ausweg mehr sah und selbst Schluss machte.

Kürzlich gab es dann einen Vorfall, bei dem er mich ganz sicher belogen hat. Das habe ich zunächst nur als Vermutung geäußert. Wieder schien er sich immer mehr in sein Lügengerüst zu verstricken und gab's dann irgendwann scheinbar kein Vor und kein Zurück mehr für ihn. Als wir nun drüber sprachen, meinte er, er hätte ja keine Alternative gehabt, nachdem es vorher so gut mit uns lief und... An dem Punkt stockte er, als traute er sich nicht weiter zu sprechen.
Wahrscheinlich konnte er sich nicht vorstellen, dass es gut gehen würde, wenn er die Lüge zugibt und dachte, er könne nur noch verlieren.
In dem Brief schrieb ich, dass ich von der Lüge weiß und sie nicht zum Maß aller Dinge mache. Diese Alternative schien er wirklich nicht gesehen zu haben.

Zeit möchte ich ihm tatsächlich geben. ich möchte schauen, ob er wirklich den Entschluss gefass hat, auf Abstand zu gehen oder das nach der Lüge nur als Notlösung gesehen hat, weil er sich nicht vorstellen konnte, dass er sie zugeben kann, ohne dass ich mich daraufhin von ihm abwende.
Aber wie verhalte ich mich in diese Zeit, ich kann und will mich ja nicht tot stellen, insbesondere, wenn er nun doch wieder auf mich zukommt!?

Das mit dem Ultimatum für mich selbst, hatte ich auch überlegt, denn ewig kann es tatsächlich nicht so weiter gehen mit dem Schwebezustand. Wobei es natürlich schwer ist, wenn man den Eindruck hat, dass es sich in die richtige Richtung entwickelt. Da hat man dann das Gefühl, man hat lange darauf gewartet, dass er endlich vor der Tür steht und dann macht man sie ihm vor der Nase wieder zu.

LG vom Vorstadtkrokodil

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5. August 2009 um 19:39

Das mit dem abgelaufenen Ultimatum...
hab ich ja dann noch in der Ergänzung geschrieben. ich wollte, dass sich was bewegt, aber unsere Beziehung nicht wirklich von der Scheidung abhängig machen. Es ging mir wohl mehr darum, dass er mir einen "Beweis" liefert. Wobei das eigentlich auch Quatsch ist.
Dann folgte die Trennung und in letzter Zeit wieder eine stärkere Annäherung. Dann gab es kürzlich den neuen Vorfall mit der Notlüge und umittelbar im Anschluss seine Kursänderung. Erst danach hat er meinen Brief gelesen.

Die beiden sind schon seit über 6 Jahren getrennt und sie hat auch einen neuen Partner (war damals der Trennungsgrund). Sein Freund glaubt auch nicht, dass da noch irgendwas zwischen den beiden ist. Sie haben zwar noch Kontakt, aber ehr freundschaftlich.
Ich denke, er schiebt einfach viel zu viel auf die lange Bank, vergisst es darüber und ist dann ganz erstaunt, wenn wieder ein Jahr um ist. Da er aber wußte, dass es für mich von Bedeutung ist, hat er behauptet, er habe sich bereits drum gekümmert.
Ich nehme an, dass er das inzwischen tatsächlich macht, aber belegen kann er es mir nicht, da sonst ja seine Lüge auffliegen würde.

Ich hab halt die Befürchtung, dass er sich ganz zurückzieht, wenn er mal wieder mutmaßt, ich würde ihn fallen lassen.

LG Kroko

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5. August 2009 um 20:32

Ich denke auch, wenn's ihm egal wäre
müsste keine Notlüge herhalten.
Kids sind keine da und warum seine Ex nicht vorher schon die Scheidung wollte, verstehe ich auch nicht so recht. Als ich mit ihm zusammen kam, meinte er, dass sie schon drüber gesprochen hätten und das schon längst hätten in Angriff nehmen wollen. Eine wirklich Begründung, was dem im Weg stand, hatte er nicht, denn eben, eigentlich wollte er ja das schon von sich aus angehen. Ganz zu Beginn, hätte er noch dei Hoffnung gehabt, dass sie zu ihm zurück kommt, aber das habe sich nach kurzer Zeit wieder gelegt und dann kam eine Phase, da wollte er mit nichts mehr was zu tun haben. Und irgendwann hätte es dann ganz von selbst an Bedeutung verloren, zumal er ja nach ihr und vor mir auch keine Beziehung mehr hatte und es niemanden gekümmert hat, ob er verheiratet ist oder nicht. Vielleicht hatte es auch steuerliche und versicherungstechnische Gründe und es war ihm peinlich, das zuzugeben.

Ja, ich denke auch, dass er Angst hat, Farbe zu bekennen. Feige möchte ich es nicht nennen, denn ich hab auch meine Altlasten aus meiner vorigen Beziehungen und weiß, wie sehr das einen immer mal wieder einholen kann, auch wenn man darum bemüht ist, Äpfel nicht mit Birnen zu vergleichen.
Seine Ex hat ihn ein halbes Jahr lang betrogen, bevor sie gegangen ist. Das traf ihn auch aus heiterem Himmel. Er hat nichts geahnt - erst im Nachhinein meinte er, schon vorher erste Signale empfangen zu haben. Kommt mir ziemlich bekannt vor, die Formulierung.
Fakt ist, ich hatte mich tatsächlich aus Selbstschutz von ihm distanziert, bevor ich die Scheidung wieder zum Thema gemacht hab. Ich hätte nicht warten und dann die Bombe platzen lassen sollen, das weiß ich jetzt auch. Ist aber leider so gelaufen und lässt sich nicht rückgängig machen. Er schien gerade dabei gewesen zu sein, sich richtig auf mich einzulassen, alles hätte für ihn gestimmt, vom Kopf und auch vom Herz her. Und dann empfand er es so, als hätte ich ihn ins Messer laufen lassen.
Als er bei einem Koflikt meinte, so "aggressiv" wie ich reagiere, das würde nicht von Liebe zeugen, fragte ich ihn, was er an meiner Stelle täte. Er sagte, er würde sich zurückziehen und wenn es zu weh täte, würde er versuchen, sich ganz rauszuziehen. Hieße nicht, dass das der richtige Weg wäre, aber ich hätte ja gefragt, wie er damit umgehen würde.
Ich denke, genau das ist passiert. Er gibt mir keine Sicherheit, weil er selbst unsicher ist. Nicht einfach nachzuvollziehen. Ich denke, ich verstehe es auch erst jetzt so richtig, glaube ich.

LG Kroko

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5. August 2009 um 22:44

Hi Ninja, finde es absolut nicht zum Lachen...
wenn man Tagebuch schreibt. Habe ich für mich auch schon öfter wieder in Erwägung gezogen.
Ja, übers schriftliche formulieren, wird einem so manches klar, was man vorher eben nicht so recht in Worte fassen konnte.

Deswegen hab ich ihm auch den Brief geschrieben. Während ich den Brief schrieb, schien mir immer deutlicher zu werden, was da eigentlich mit uns passiert.
Allerdings fehtl den geschriebenen Worten die empathische Ebene und birgt daher immer die Gefahr, dass andere sie missverstehen...

Dass mit dem "aggressiv" ist so ein Beispiel, Ich hab's in Anführungszeichen gesetzt, weil ich ehrlich gesagt nicht mehr genau weiß, wie er sich ausgedrückt hat, aber ich hab verstanden, was er meinte, es klang auch nicht wie ein Vorwurf, sondern als könne er wirklich nicht verstehen, wo bei einer solchen Reaktion noch liebevolle Gefühle Platz haben sollen. Er selbst ist meistens sehr ruhig und ausgeglichen, spricht mit einer sanften Stimme und macht eben keine Vorwürfe, während mit mir auch schon mal die Pferde durchgehen, wenn ich emotional bin. Er kann damit nur sehr schwer umgehen, hat sich aber meinen "Angriffen" immer gestellt. Allerdinsg hat er auch mal gesagt, dass er das Gefühl hätte, es mir nicht recht machen zu können. Das ist ganz und gar nicht so, aber ich kann mir schon vorstellen, dass er das manchmal wirklich so empfindet.

Sicher, er hat sich auch nicht immer vorbildlich verhalten - wer macht das schon. Ich denke, wir haben beide noch ein Stück Arbeit vor uns und das ist etwas, was ich bei ihm eben sehr positiv finde. Wenn ich ein Anliegen habe, dann geht er in den meisten Fällen auch wenig später darauf ein und merke ich, wie er sich bemüht, meinen Erwartungen zu entsprechen. Manchmal wirkt er im ersten Moment noch uneinsichtig, aber lässt man ihm ein wenig Zeit, das Gesagte zu verarbeiten, dann zeigt sich auch immer wieder, wieviel davon dann doch bei ihm angekommen ist.

Dass er sich ganz rausziehen würde, halte ich nicht für dreist, denn es ist eigentlich nur gesund und genau das, was Du mir im Grunde auch geraten hast. Man gewährt zunächst Zeit, damit sich etwas ändert, bleibt man dabei aber dauerhaft auf der Strecke, sollte man sich rausziehen.
Das hätte ich sicher auch längst getan, wenn ich nicht das Gefühl gehabt hätte, es geht nach vorne. Zaghaft, ja, aber nach vorne.
Eine Charaktersache ist es schon, aber nicht unbedingt eine boshafte. Ich neige im Vorfeld dazu, zu resignieren, aber wenn es hart auf hart kommt, dann wachen bei mir die Kampfgeister auf. Er geht alles von vornherein sehr viel optimistischer an und gibt dafür dann irgendwann kampflos auf. Ich weiß nicht, wie es bei ihm in der Ehe und vor allem während der Trennung ablief. Vielleicht ist es ein Resultat aus dieser Zeit.

Ich glaube, ich habe ihm schlagartig Sicherheit, Geborgenheit und Liebe entzogen und er spiegelt mein Verhalten, wenn auch nicht vorsätzlich.

Was ich nun tun werde... Ich werd vor allem beobachten, ob es nur ein kurzer Einbruch war, der durch den letzten Vorfall ausgelöst wurde oder es damit vielleicht doch nichts zu tun hatte.
--- Er ist in seine Heimatstaft gefahren, um dort seine Familie und Freunde zu besuchen, hat es mir nicht gesagt, weil ich vorher schon mal sehr enttäuscht reagiert habe, dass er mich nicht mitgenommen hat, und wollte gerade jetzt, wo alles wieder so gut lief zwischen uns, nichts kaputt machen. Passiert natürlich ehr, wenn er lügt, aber er hatte wohl nicht damit gerechnet, dass ich es mitbekommen würde. ---
Wenn er nun an die Entwicklung anknüpft, bevor er gefahren ist, dann bleibe ich für diese Entwicklung offen, denn es fehlte glaube ich wirklich nicht viel, dass er sich wieder auf eine Beziehung einlässt.
Sollte es nun in die andere Richtung laufen und ich den Eindruck haben, dass er sich wirklich rausziehen möchte (dem hab ich ja schon versucht durch den Brief entgegen zu wirken), dann werde ich das meinerseits auch tun, um mich nicht daran aufzureiben. Wird sicher nicht einfach sein, aber ich kann und will ja nichts erzwingen.
Wenn es nun einen Stillstand gibt, dann wird es schwierig und weiß ich eben nicht, was ich tun soll.

LG Kroko

PS: das ist echt lieb von Dir, mich darauf hinzuweisen! Bin ohnehin ganz gerührt, wieviel Mühe Du Dir mit mir gibst! Ich bin die nächsten Tage auch viel unterwegs und weiß noch nicht genau, wann ich wieder zum Posten komme, werde aber auf jeden Fall berichten, wenn sich eine Richtung abzeichnet.

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11. August 2009 um 20:12

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...
Hallo Ninja,
sorry, dass ich jetzt erst wieder poste! Viel passiert ist in der Zwischenzeit nicht, dennoch hab ich das Gefühl, die Situation nun ganz anders zu sehen.
Wir haben uns ein Mal zum Geschenkeshoppen getroffen, waren anschließend noch in einem Café, danach bummeln... Und am Woe war dann die Feier, zu der ich ihn begleitet hab. Bekannte wunderten sich über unser Verhältnis zueinander und so haben wir dann im Laufe des Abends auch noch mal über uns gesprochen, auch wenn ich das eigentlich vermeiden wollte. Nun ja, jedenfalls hat er sich diesmal anders ausgedrückt und da wurde mir dann klar, worum es wohl wirklich die ganze Zeit ging. Er sagte, dass er schon noch sehr viel für mich empfindet, aber eine platonische Beziehung würde ihm nicht reichen.
An dem Abend kamen zu viele Dinge zusammen, als dass ich das schon richtig geschnallt hätte, aber später drängte es sich regelrecht auf.

Es liegt nicht vordergründig an mangelnder Harmonie oder daran, dass wir in einer Partnerschaft nicht zusammen passen würden, auch nicht primär an dem Konflikt wegen der Scheidung. Das hatte er selbst auch gesagt. War für mich jedoch naheliegend, weil es genau zu der Zeit kippte, aber die Signale, die er meinte von mir empfangen zu haben, waren offenbar ganz andere. Ich hatte mich sexuell zurückgezogen und ihn kurz vorm Konflikt auch komplett abgewiesen. Wenig später kam eine sms, dass er meine Nähe und Zärtlichkeit vermissen würde... Ein Mal hat er später angesprochen, dass schon vor der Trennung nicht mehr so viel gelaufen sei, wobei ich ihm erklärt hatte, woran das lag.
Und seit der Trennung hab ich ihn dann auch nicht wirklich angebaggert, weil ich eben selbst Angst hatte vor einer Zurückweisung. Wobei Sex für mich auch ein sehr wichtiger Bestandteil einer Beziehung ist.

Kann es sein, dass er sich durch meinen sexuellen Rückzug und die Zurückweisung abgelehnt gefühlt hat und seine Libido dadurch einen Knax wegbekommen hat? Ich meine, dass Stress ein Lustkiller ist, ist ja bekannt, aber wie ist es, wenn man eigentlich will und es nicht so ausleben kann, wie man es sich wünscht? Kann so was ins Gegenteil umschlagen?
Und wie geht man mit der Lustlosigkeit des Partners um? Auch da scheint mir Bedrängen nicht wirklich angebracht zu sein? Möchte mich ja auch nicht anbiedern. Aber ich glaube nicht, dass er mich nicht mehr attraktiv findet, dafür macht er mir zu viele Komplimente und flirtet auch zu viel mit mir.

LG Kroko

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