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Dies ist kein Abschied....

4. Januar 2003 um 15:52

ich möchte nur eure Meinung hören zu dieser Passage, Danke schon mal im Vorraus.
Was empfindet Ihr dabei wenn Ihr das Lest.

Nachts stehe ich am Fenster und er fehlt mir, sein Atmen neben mir, sein Geruch, seine Wärme, es tut so weh.Ich sehe auf die Menschenleere Straße, genau so leer wie mein Herz, ich weine, wiedereinmal.
Der Mond scheint hinein, taucht alles in weiches silbriges Licht. Ich habe so lange und soviel gekämpft, ich kann und will nicht mehr. Ich gehe in die Küche, meine Füße sind kalt, ich zittere. Die Kälte kommt von innen, ich wühle in meinem Korb bis ich das gefunden habe was ich suche-Tabletten. Ich setze mich in meinen Sessel und mache leise Musik an, Erinnerungen jagen durch meinen Schädel.Bittersüße Erinnerungen, unser erster Kuß, gemeinsame Pläne und Sie.Die beiden Hand in Hand, es tut so weh. Ich verrühre die Tabletten in Fruchtsaft, schaue die trübe Flüssigkeit an, bringst du mir wenigstens Ruhe? Läßt du mich vergessen?Mach das dieser Schmerz aufhört-bitte!
Ich denke an meine Mutter,sehe ich sie wieder?Angst habe ich keine, nur Traurigkeit vieles nicht gesagt und getan zu haben. Ich hätte gerne Kinder gehabt und einen Menschen der mich Liebt und den ich Lieben kann. Statt dessen habe ich nichts, ich trinke alles in einem Zug aus, obwohl ich würgen muß bleibt alles drin. Nun sitzt ich hier und warte, worauf?
Ich habe mich noch nie umgebracht, ich weiß nicht was nun kommt. Seh ich weißes Licht? Werde ich Frieden in mir spüren?
Mir ist kalt, ich lege mich ins Bett uns schlafe ein- für immer.
Sogar beim sterben bin ich allein.

Schsch, Schsch, sei still mein Herz, hör auf zu klagen und zu weinen.
Seh ich leg Dir meine tröstende, kühle Hand auf.
Sing Dir ein Lied von Liebe und Glück auf das alles Gut wird.
Hast doch nur geträumt, geträumt.
Dein Liebster ist immer an deiner Seite bis in den Tod, bis in den Tod.


Danke fürs zulesen
Liebe Grüße
Petersilia

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4. Januar 2003 um 20:24

*Verständnis hab*
Hallo

ist ja noch nicht so lang her, - aber lassen wir das.
Das Fatale ist das endgültige. Klar, das Verwandte, Freunde (falls da) geschockt sind. Und es ist ein Hilfeschrei, bei dem es kein Zurück gibt, falls er nicht mißlingt.

Und ich hab Verständnis.
Kenne die Einsamkeit, die Leere, die Resignation, Hoffnungslosigkeit, Trauer, alles ....
Ich denke da an den Song von Suzi Quatro: "...do you believe me .... when i tell you ... that lonely .... is the hardest ..."

Ja, weil man verlassen wurde.
Weil man alleine ist.
Man war vorher alleine. hat(te) vielleicht auch diese Gedanken usw.
Und nach dem Verlassen Angst.
Nicht mehr lebensfähig - danach ? Was ist Leben ?

Wie man sich von anderen abhängig machen kann ? Ein anderer Song, an den ich denke (weiß den Interpret nicht): ".... frei .. das heißt allein .. so wie der Wind ... ohne ein Ziel ..."

Von euren Beiträgen her kenne ich euch, ihr habt Kinder, seid also NICHT frei, ergo nicht alleine.

Hmmm, aber nach dem Film halt ich mal Ausschau.


Data

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4. Januar 2003 um 23:21

Hallo petersilia
mir ist ehrlich gesagt ein schauer über den rücken gelaufen als ich es gelesen habe...

aber ganz ehrlich (auch wenn ich erstmal auch wütend bin, dass jemand sein leben für
jm. anderen wegwerfen will) : sicherlich waren
einige von uns hier schon einmal in ihrem leben so verzweifelt, dass sie zumindest für einen ganz kleinen moment den gedanken daran hatten.
weil selbstmitleid manchmal gut tut. und weil
man seinen schmerz irgendwie zu äußern versucht. soweit kann ich dich schon verstehen...

ABER: auch wenn dein beitrag tief melancholisch, tragisch und romantisch scheint - kann es nicht sein, dass du dir damit
gefällst, dass du es genießt, dass andere dir
so aufmerksamkeit schenken?

ich bin ein sehr positiver mensch ( zitat beste
freundin "nicht totzukriegen") und mir geht es
trotzdem ab und an beschissen. und dann hab ich auch das bedürfnis dies zu äußern.
und habe gerade hier im forum schon ganz
viele liebe anteilnehmende worte bekommen...

weißt du was ich damit sagen will? dass du
nicht alle mit solchen todessehnsüchten schockieren solltest! man hört dir auch zu wenn du einfach nur sagst "mir geht es beschissen, ich bin sehr traurig, ich weiß nicht mehr weiter".

ich glaube so stößt du manche menschen vor
den kopf, die bereit wären dir zu helfen, wenn
du anders an sie herantreten würdest.

alles liebe.
solveig.

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5. Januar 2003 um 3:54

Gedanken ...
Hallo Petersilia

Ein schwieriges Thema hast Du hervorgeholt. Die Meinungen hier sind "laut" und doch glaube ich, sind sie einzelne Ansichten, auch Erfahrungen oder Gedanken wie es wäre, wenn ein Freund, Partner, Elternteil oder im schlimmsten Fall das eigene Kind diesen Weg wählt.

Aber wer hat das Recht hier zu Urteilen? Wer hat das endlose Wissen wie es einem Menschen geht, der diesen Weg wählt. Wieviele Kinder leben 1000 Meilen entfernt ihr Leben, ohne sich um die Eltern zu kümmern. Sie sind dann auch nicht da und verletzten damit die Eltern.

Wer ahnt was in einem Menschen vorgeht, wenn er das letzte was er hat aufgeben will.

Ja, mögen wir wütend sein. Aber wer kann wirklich fühlen und wissen, was den anderen dazu treibt.
Selbstmord, welch verachtenswerte Form. Aha!
Mord, das Wort allein dreht sich mir dabei im Hals um. Prima wie man Mörder hier mit diesen Menschen in einen Topf wirft. Aber das ist Typisch für Menschen. Immer für den anderen denken und wissen was er zu fühlen hat.

Was machen denn Raucher?
Ja, nun sollen sich mal alle "starken" Raucher an die Nase fassen und zu ihren Kindern und Partnern schauen. Sie wissen das es töten kann und rauchen bewusst weiter. Wo ist hier die Verantwortung? Weil es schleichend geht? Soso ... oder weil man es nicht wahrhaben mag? Sich versteckt hinter dem Gedanken "Mir passiert nix. Ich doch nicht. Die anderen krepieren an Lungenkrebs und lassen ihre Frauen/Männer und Kinder zurück, aber ich doch nicht"!
Wie schaut es denn beim Autofahren aus? Wo ist die Verantwortung wenn man mit Kind und Kegel auf der Autobahn mal mehr wie "Richtgeschwindigkeit (130) fährt? Habt ihr denn vergessen das es tödlich enden kann? Oder mag das niemand wahrnehmen, sich lieber sagen "Ich doch nicht".

Damit hier kein falscher Eindruck entsteht. Ich rauche hin und wieder und fahre gern schnell. Und wenn ich allein auf der Autobahn bin und die Strecke "freigegeben" ist, auch 220. Ich fahre gern Motorrad und auch flott, obwohl ich weiß was passiert wenn ich mich um oder in die Leitplanke wickele. Ich bin also weiß Gott kein Kind von Traurigkeit und lebe nicht gerade auf sicherem Boden. Und das obwohl ich es könnte. Warum nun?
Aus Reiz. Was für ein Sch... Wort gerade heute. Aber egal. Reiz kann töten (auch andere) das sollte jedem klar sein, der ihn auslebt.

Ich schweife ab, sorry.
Aber was will ich sagen?
Jeder Mensch ist in erster Linie für SICH und SEIN Leben verantwortlich. ER muss es leben und kein anderer. Jeder Mensch hat SEIN Leben in seiner Hand. Wie lange wir leben, entscheiden wir bewusst wie unbewusst auf jeden Fall mit. Und es verurteilen darf nur der sein, der bewusst "Lebenserhaltend" lebt. Kein anderer!

Welche Gründe dazu führen, auf den "Genuss Leben" zu verzichten, dass ist unterschiedlich. Was sind denn Schmerzen? Wo definieren wir das denn? Es sind auch schon Menschen gestorben, aus purem Herzschmerz. Weil der Körper nicht mehr mag.

Was wissen wir wirklich über andere?
Ein bloßes Aufgeben wegen einer Frau/Mann halte ich auch für Feigheit und Schwäche. Wenn ich also den Artikel von Petersilia so lese wie er steht und nur Liebeskummer der Grund war, finde ich das auch ziemlich daneben. Aber wissen wir wirklich alles? Vielleicht gibt es noch viel tiefere Dinge und es war nur der letzte Auslöser?

Wirklich erfahren und fühlen kann nur, der auf dieser anderen Seite schon war. Und dieses Gefühl kann NIEMAND der dort nicht war nachempfinden. Psychische Krankheit kann mindestens genauso schmerzen und töten wie körperliche. Und manchmal wollen wir nicht mehr ... auch das kann es geben. Auch bei körperlichen Schäden.

Wie ist es im Leben. Wenn wir an einem Ort nicht mehr gebraucht werden oder uns nicht wohl fühlen ziehen wir weiter. Und das entscheidet jeder für sich allein. Mein Leben gehört nicht meinem Nachbarn, dem Staat oder meinen Eltern. Es ist ganz allein mein Leben. Es wurde mir geschenkt und ich sollte darauf acht geben. Aber machen wir das denn alle bis zur letzten Konsequenz und jeden Tag?

Ich will ein Fazit ziehen.
Wegwerfen ist Feigheit. Und wenn ein Mensch noch Ziele haben kann, wirft man nichts weg. Das ist traurige Schwäche.
Aufgeben am Ende der Straße, ist eines jedem Recht und sollte es auch bleiben. Da gibt es gar nichts zu verurteilen. Denn keiner weiß an welchem Ende diese Person stand.
Verantwortung zu haben für Familie, auch vielleicht Eltern, sollte Priorität haben über eigene Probleme.
Ist man aber allein und ohne Verantwortung und befindet man sich am Ende der Straße, so ist es zwar schrecklich traurig aber rechtmäßig, über sich selbst zu entscheiden.

Abgesehen davon finde ich es ehrbar und auch erstrebenswert für ein gute Sache auch zu sterben. Auch wenn es bewusst geschieht.

Wütend hat mich der Beitrag keines Wegs gemacht. Eher traurig zu lesen, an welchem Punkt dieser Mensch stand. Vielleicht hinter dem Spiegel und somit nicht sichtbar für die reale Welt. Nur wer hindurch greifen kann, ist in der Lage zu fühlen und dann diesem Menschen zu helfen.
So fern er denn will ...

Ich hoffe ich will noch lange, sofern es das Schicksal so will und noch greifbares Glück oder Aufgaben bereit hält. Vegetieren werde ich nicht.
Nur Leben will ich ...


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5. Januar 2003 um 11:36

Hallo..
Ihr Lieben,
Danke für eure Reaktionen.Wie Stromer schon sagte es waren Laute Reaktionen.Nein ich wollte keine Aufmerksamkeit auf meine Person bezogen damit erreichen. Klar mir geht es auch ab uns zu beschissen, und auch ich habe schon versucht meinem Leben ein ende zu setzen, vor langer zeit, aber das ist ein anderes Thema.

Es geht um ein noch nicht fertiges Buch, eine Passage daraus..Hauptfigur: Mara, 30 und von Ihrem Freund Belogen,betrogen und verlassen. Arbeitslos und mit sich selbst unzufrieden. Trotz allem hat das buch Witz und ironie. Mara gewinnt dem Leben egal wie es kommt immer ein Lachen ab, sie hat Freunde die ihr bestes geben sie aufzufangen, Mara ist eigentlich eine starke Frau, nur manchmal nimmt Sie sich die freiheit schwach zu sein, wie in diesem Moment, wie in dieser Passage.Diese gedanken..wie währe es wenn...Währe es so? Würde man mich vermissen?

Es war mir wichtig zu lesen ob euch soetwas berührt..es ist nicht nur der Liebeskummer, es steckt bei solchen gedanken mehr dahinter, ein langer Weg und ein langer kampf mit sich selbst und mit dem eigenem Umfeld.

Mara bringt sich nicht um, aber Augenblicke der Schwäche hat wohl jeder, der eine in solchen Gedanken, der andere im Alkohol um zu vergessen, der andere...

Ich danke euch fürs zulesen

Liebe grüße
Petersilia

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5. Januar 2003 um 17:25

Well, Prince
Hallo

.... das mit dem Kinder ergo nicht alleine entsprang *zugeb* mehr einer Vorstellung. Ich dachte da speziell an Kinder, die nicht selbständig sind.

In meinem Bekanntenkreis ist eine Frau, die zwei Tee-nager uuups ich meine Teenager allein erzieht. Bei einer Unterhaltung meinte sie auch, sie wünscht sich ja schon einen Mann, (Zitat) "der mich mal in den Arm nimmt". Sie würde sich nicht umbringen, ist aber alleine.

Aber was z.B. wenn die Kinder eben irgendwann selbständig sind, und sie auch wie jetzt keinen Anschluß am Stammtisch hätte.

Ich meine, Freunde, Verwandte, Bekannte usw. (falls da) leben ja auch ohne einen weiter, das ist einem klar....

Ich weiß, was ihr jetzt denkt: einfach jemanden suchen und finden ... aber dazu gehören 2 - jemand der sucht und jemand der sich finden läßt. Und die Menschen sind unterschiedlich; es könnte ja jemand sein, der nicht so auf andere zugehen kann.


Hmmm, Prince, mir ist der Satz ".... (Glück) ... ist da, wo ich es haben will.." nicht ganz klar.


Data

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11. Januar 2003 um 12:05

Guten Tag Prince
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11. Januar 2003 um 12:07
In Antwort auf feroze_12697984

Guten Tag Prince
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Text fehlt, wurde vom Server weggeschnitten
.... ich schrieb:
Ich werde diesen Beitrag ausschneiden und einrahmen

Data

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