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Die Wissenschaft des Fremdgehens

9. August 2010 um 0:11

Nach Lesen einiger Artikel in diesem Forum und den immer wiederkehrenden Mustern möchte ich einmal folgende Fragen an alle stellen:

1. Verlaufen nicht alle Partnerschaften mit den Jahren ähnlich?
Das bedeutet: Sind Partnerschaften in die der Alltag einkehrt nicht eigentlich die Regel und sollte man dem in einer Beziehung nicht Rechnung tragen?

2. Warum bleiben die einen Frauen und gehen die anderen?
Gibt es charakterliche, entwicklungstechnische oder psychologische Gründe?

3. Muß Untreue nicht als genereller Bestandteil einer Partnerschaft gesehen werden?
Wenn Partnerschaften sich mit der Zeit in der Regel so entwickeln, dass einer oder beide fremdgehen, sollte man dann nicht gleich auf Treue verzichten und eine offene Partnerschaft leben, um zusammen zu bleiben?

4. Was lernt eine Frau aus Schritt zum Geliebten?
Wie entwickeln sich die meißten "Partnerschaften" mit Geliebten, nachdem die Frau den Ehemann/Lebenspartner verlassen hatte, um mit dem Geliebten zu leben? Wie viel Prozent dieser "Partnerschaften" mit Geliebten gehten in die Brüche und nach welcher Zeit?


Wenn es Muster und Regelmäßigkeiten gibt, kann das schon der einen oder anderen helfen zu entscheiden, diesen oder jenen Schritt zu tun - auch wenn ich weiß, dass das Kind TROTZDEM es ständig hört, die heiße Herdplatte nicht anzufassen, seine kleinen Pfoten drauf legen wird.
Und da fällt mir noch eine 5. Frage ein:

5. Sollten Frauen schon beim Schritt zur Trennung ahnen, die falsche Entscheidung zu treffen, warum tun sie's dann trotzdem?
Ist der Drang etwas zu tun, weil es verboten oder ausweglos erscheint nur der Wunsch, sich wieder lebendig zu fühlen - und man sich deswegen bewußt für sicheren Schmerz entscheidet?
- Das führt mich zur letzen, doch etwas provokanten Frage:

6. Ist das Verlassen des Partners in einigen Fällen auf psychologische Probleme der Frau zurück zu führen: Mangelndes Selbstwertgefühl, Exisitenzängste, Klaustrophobie in der Beziehung, Geltungssucht etc.?

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9. August 2010 um 0:49


Hmmm...deine Fragestellung sieht für mich nach einer gewissen Hilflosigkeit aus...weil du unbedingt das Verhalten analysiert haben willst.
Da gibt es eigentlich nur eins zu sagen...es gibt sicher gewisse Übereinstimmungen bei Trennungen...ABER...jede Beziehung ist so unterschiedlich,wie die Menschen selbst.


Aber ich versuch auch nochmal die anderen Fragen nach MEINER (nur MEINER) Meinung nach zu beurteilen....

Frage 1.

Sicherlich schleicht sich bei vielen Beziehungen der Alltag ein...der aber in jeder Beziehung anders aussieht,weil die Charaktere,Vorlieben und das Verhalten jedes Paares ANDERS ist.
In vielen Beziehungen wird der Alltag als Belastung angesehen...in anderen ist der Alltag so strukturiert,das man keine Langeweile aufkommen lässt...den Partner noch als solchen wahrnimmt...und man zusammen den Alltag als Bereicherung empfindet.

Frage 2.

Warum einige Frauen bleiben und Andere gehen,hat DEFINITIV mit den Erfahrungen,dem Erziehungshintergrund und dem Charaker der Frau zu tun.

Frage 3.

Das offene Beziehungsmodell scheitert in den meisten Fällen...auch wenn immer wieder propagiert wird,das der Mensch von Haus aus nicht monogam ist,glaube ich dennoch,dass es das Gefühl der Eifersucht nicht geben würde,wenn wir polygam veranlagt wären.
Untreue von vornherein in eine Beziehung einzuplanen ist der Anfang vom Ende.
Ob man fremdgeht,oder nicht,liegt an JEDEM selber.WIR haben die Wahl den anderen zu verletzen,um uns selber Vergnügen zu bereiten,oder nicht.
Ist natürlich ein schwerer Auftrag,nicht immer an uns zu denken,sondern auch an den Partner...wo doch immer das Individuum gehegt und gepflegt werden will...

Frage 4.

Zu den Prozentzahlen kann man keine klare Aussage treffen...da widerspricht man sich ständig...
Einerseits ist eine der 5 meisten Scheidungsgründe ein neuer Partner...aber andrerseits verlässt angeblich keiner bzw sehr selten seinen Partner wegen einem Anderen...nunja...was immer das auch heissen mag...
Ob die Beziehung gutgeht? Keine Ahnung...ja oder nein...ist ne fifty-fifty-Chance...kommt immer darauf an,wie die "alte" Beziehung gelaufen bzw verarbeitet ist und wie die Vorraussetzungen für die Neue sind...Gefühle...Altlasten wie Schulden usw...und ob Kinder mit im Spiel sind...
Aber Fakt ist...ist mal ein Partner aus der Beziehung ausgebrochen wird es in der Regel immer wieder versucht...

Frage 5.

In der Regel gibt es keine grundsätzlich FALSCHE Entscheidung,weil man IMMER dabei lernt...
Wenn eine Frau glaubt,die falsche Entscheidung zu treffen und tut es trotzdem sagt das eine Menge über die alte Beziehung aus...lieber eine "falsche" Entscheidung treffen,als in der alten zu verharren

Frage 6. völliger Blödsinn...es sind genau DIE Gründe,die eine Frau bei dem Partner bleiben lassen ...zum GEHEN gehört Stärke und Mut...und ganz sicher auch eine Portion Einsicht und Hoffnung...Geltungssucht als Trennungsgrund? Kenn Niemanden,der sich getrennt hat um besser dazustehen

Wenn ich 20 Jahre in einer Beziehung lebe,bei der ich JETZT und schon eine Weile unglücklich bin,aber noch ca 40 Jahre zu leben habe...wie würdest DU entscheiden?
Durchhalten,oder gehen?
Die Institution Ehe ist eingerichtet worden,das wurden die Leute nur ca 30 Jahre alt...da stimmt der Satz "bis das der Tod euch scheidet "noch...
Heute gibts dafür Sendungen wie "Vermisst"..."bitte melde dich"..."XY-ungelöst"
Es ist wirklich harte Arbeit,soviele Jahre mit ein und dem selben Partner klarzukommen.
Wir werden heute im Durchschnitt 80Jahre...viele heiraten mit mitte 20-30...
Das Problem der heutigen Zeit ist,du wirst quasi dazu gezwungen dich permanent weiterzuentwickeln...vor 200 Jahren gab es nicht soviele Aussenreize...und die Gefahr des Auseinanderentwickelns war nicht so gegeben...
Hilft dir sicher nicht weiter...weiss ich...
Was du möchtest ist eine genaue Zahl der Monate,die vergehen,bis deine Frau wieder auf der Matte steht...aber das kann die NIEMAND sagen...
Selbst wenn es aussagekräftige Studien darüber geben würde,könnte es doch bei euch völlig anders sein...tut mir leid...


sky

sky

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10. August 2010 um 7:24
In Antwort auf skyeye70


Hmmm...deine Fragestellung sieht für mich nach einer gewissen Hilflosigkeit aus...weil du unbedingt das Verhalten analysiert haben willst.
Da gibt es eigentlich nur eins zu sagen...es gibt sicher gewisse Übereinstimmungen bei Trennungen...ABER...jede Beziehung ist so unterschiedlich,wie die Menschen selbst.


Aber ich versuch auch nochmal die anderen Fragen nach MEINER (nur MEINER) Meinung nach zu beurteilen....

Frage 1.

Sicherlich schleicht sich bei vielen Beziehungen der Alltag ein...der aber in jeder Beziehung anders aussieht,weil die Charaktere,Vorlieben und das Verhalten jedes Paares ANDERS ist.
In vielen Beziehungen wird der Alltag als Belastung angesehen...in anderen ist der Alltag so strukturiert,das man keine Langeweile aufkommen lässt...den Partner noch als solchen wahrnimmt...und man zusammen den Alltag als Bereicherung empfindet.

Frage 2.

Warum einige Frauen bleiben und Andere gehen,hat DEFINITIV mit den Erfahrungen,dem Erziehungshintergrund und dem Charaker der Frau zu tun.

Frage 3.

Das offene Beziehungsmodell scheitert in den meisten Fällen...auch wenn immer wieder propagiert wird,das der Mensch von Haus aus nicht monogam ist,glaube ich dennoch,dass es das Gefühl der Eifersucht nicht geben würde,wenn wir polygam veranlagt wären.
Untreue von vornherein in eine Beziehung einzuplanen ist der Anfang vom Ende.
Ob man fremdgeht,oder nicht,liegt an JEDEM selber.WIR haben die Wahl den anderen zu verletzen,um uns selber Vergnügen zu bereiten,oder nicht.
Ist natürlich ein schwerer Auftrag,nicht immer an uns zu denken,sondern auch an den Partner...wo doch immer das Individuum gehegt und gepflegt werden will...

Frage 4.

Zu den Prozentzahlen kann man keine klare Aussage treffen...da widerspricht man sich ständig...
Einerseits ist eine der 5 meisten Scheidungsgründe ein neuer Partner...aber andrerseits verlässt angeblich keiner bzw sehr selten seinen Partner wegen einem Anderen...nunja...was immer das auch heissen mag...
Ob die Beziehung gutgeht? Keine Ahnung...ja oder nein...ist ne fifty-fifty-Chance...kommt immer darauf an,wie die "alte" Beziehung gelaufen bzw verarbeitet ist und wie die Vorraussetzungen für die Neue sind...Gefühle...Altlasten wie Schulden usw...und ob Kinder mit im Spiel sind...
Aber Fakt ist...ist mal ein Partner aus der Beziehung ausgebrochen wird es in der Regel immer wieder versucht...

Frage 5.

In der Regel gibt es keine grundsätzlich FALSCHE Entscheidung,weil man IMMER dabei lernt...
Wenn eine Frau glaubt,die falsche Entscheidung zu treffen und tut es trotzdem sagt das eine Menge über die alte Beziehung aus...lieber eine "falsche" Entscheidung treffen,als in der alten zu verharren

Frage 6. völliger Blödsinn...es sind genau DIE Gründe,die eine Frau bei dem Partner bleiben lassen ...zum GEHEN gehört Stärke und Mut...und ganz sicher auch eine Portion Einsicht und Hoffnung...Geltungssucht als Trennungsgrund? Kenn Niemanden,der sich getrennt hat um besser dazustehen

Wenn ich 20 Jahre in einer Beziehung lebe,bei der ich JETZT und schon eine Weile unglücklich bin,aber noch ca 40 Jahre zu leben habe...wie würdest DU entscheiden?
Durchhalten,oder gehen?
Die Institution Ehe ist eingerichtet worden,das wurden die Leute nur ca 30 Jahre alt...da stimmt der Satz "bis das der Tod euch scheidet "noch...
Heute gibts dafür Sendungen wie "Vermisst"..."bitte melde dich"..."XY-ungelöst"
Es ist wirklich harte Arbeit,soviele Jahre mit ein und dem selben Partner klarzukommen.
Wir werden heute im Durchschnitt 80Jahre...viele heiraten mit mitte 20-30...
Das Problem der heutigen Zeit ist,du wirst quasi dazu gezwungen dich permanent weiterzuentwickeln...vor 200 Jahren gab es nicht soviele Aussenreize...und die Gefahr des Auseinanderentwickelns war nicht so gegeben...
Hilft dir sicher nicht weiter...weiss ich...
Was du möchtest ist eine genaue Zahl der Monate,die vergehen,bis deine Frau wieder auf der Matte steht...aber das kann die NIEMAND sagen...
Selbst wenn es aussagekräftige Studien darüber geben würde,könnte es doch bei euch völlig anders sein...tut mir leid...


sky

sky

Abgeschlossen
Erst mal Danke für den Beitrag!

Vorweg: Abgeschlossen war das Thema für mich schon, als sie gegangen ist und ich Post von ihrem Anwalt bekam Und zurück braucht sie auch nicht mehr kommen!

Ich habe nur gedacht, dass es vielleicht generelle Verhaltensmuster gibt, die bei Trennungen auftauchen. Denn viele Frauen hier sagen fast das Gleich: "mein Mann ist so gut, aber beim anderen spüre ich die Schmetterlinge" usw. Irgendwie klingt das alles Gleich...

Bei "meiner" war es z.B. so, dass sie mit dem Haus nicht warten wollte und der andere schon alles hat: Haus, schöner Garten etc. Da ist alles schon da, was sie sich gewünscht hat und muss nicht erst noch (gemeinsam) erarbeitet werden. Und einige psychologische Dinge spielen da schon mit: Mann 25 Jahre älter, Probleme mit dem Vater, kein sicheres Zuhause, fehlende Bestätigungen,...

Was Du zu der Institution Ehe geschrieben hast, kann ich nachvollziehen. Das würde bedeuten, dass man heute am besten gar nicht mehr heiratet, weil eine Trennung eigentlich in der heutigen Zeit schon vorprogrammiert ist. Besser sich also auf soetwas einstellen und gesetzlich solch eine Lebenssituation abbilden. Beide sollten dann - auch bei einer Partnerschaft - die eigene Selbstständigkeit aufrechterhalten müssen. Dann klappts auch mit der Trennung...

Ein paar Änderungen gesetzlicher Art gibt es zum Glück schon, wenn man das Vaterschaftsrecht anschaut. Hier mussten Männer für das Sorge- oder Umgangsrecht hart kämpfen!

Grüße, Oliver.

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