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Die verdammte Liebe

10. Juni 2016 um 9:01

Guten Tag,

vorweg möchte ich mich jetzt schon entschuldigen. Das hier wird ein sehr langer Text. Und er mag stellenweise nicht ganz einfach sein zu lesen oder ggf. zu verstehen aber ihn zu verfassen ist noch viel schwieriger für mich. Warum schreibe ich ihn? Es geht um etwas, was mich seit langer Zeit beschäftigt und ein schwieriges Thema für mich ist, die große Liebe. Oder auch die wahre Liebe, die eine Liebe, wie auch immer man es nennen will.

Ich bin kein sonderlich emotionaler Mensch, ganz im Gegenteil. Was Gefühle an geht bin ich eher - sagen wir mal so - reserviert. Es geht sogar so weit, dass ich manchmal als gefühl- oder empathielos bezeichnet wurde. Ernste Gefühle verdränge ich lieber und irgendwann sind sie vergessen. Das mag nicht gut sein aber es funktioniert für mich. Der Punkt an der Sache ist, dass ich einer der letzten Menschen war, der an so etwas wie die wahre Liebe geglaubt hat. Ich habe immer das gleiche gesagt wie alle Menschen, bei denen ich das Thema angeschnitten habe, nur angeschnitten, ich habe nie darüber mit jemandem geredet.
"Ach, man überwindet das und irgendwann kommt die nächste Liebe."
Das sagen die Leute, das habe ich gesagt aber... jetzt weiß ich, dass diese Menschen entweder lügen oder es nicht besser wissen.
Aber genug von mir, ich werde jetzt die Geschichte erzählen. Das wird lang aber längst nicht so lang wie es eigentlich sein könnte und auch hier noch einmal zur Sicherheit, es tut mir leid für den sehr langen Text aber das hier ist das erste Mal, dass ich die Geschichte los werde weswegen mir relativ viel daran liegt.

Alles begann im Jahr 2004, der letzte Tag der Sommerferien. Ich war auf einem Internat und an dem Tag war die Anreise. Die Sommerferien waren ok aber tatsächlich habe ich mich sehr auf die Anreise gefreut und dementsprechend war meine Stimmung. Da habe ich sie das erste Mal gesehen. Sie saß im Mercedes Kombi ihres Vaters auf dem Beifahrersitz und hat eine Zigarette geraucht. Ab diesem Moment war ich verliebt. Ein paar Wochen später waren wir zusammen und es war eine Beziehung wie man sie halt so hat als Jugendlicher. Sie war 14 und ich war 15. In dieser Zeit ist so viel passiert, das Internat war generell sehr prägend. Nicht nur dieses Jahr, es war mein drittes Jahr und ihr erstes und es sollte auch das letzte sein denn nach diesem Schuljahr wurde das Internat geschlossen. Wie angedeutet, hier könnte ich stundenlang Geschichten erzählen aber das spare ich natürlich jetzt einmal aus. Wir waren 9 Monate zusammen, haben uns schon vor der Schließung getrennt und dann war das Jahr auch vorbei.

Unsere Leben sind verlaufen und zwei Jahre hat es gedauert bis wir uns wiedergesehen haben. Sie kam vorbei über das Wochenende und danach waren wir wieder zusammen. Eine ganze Woche lang und es war klar, dass das einfach nichts ist.

Drei weitere Jahre. In der Zeit ist so unglaublich viel passiert. Beziehungen sind gekommen und gegangen, genauso wie Freunde und Bekannte. Sie war z.B. ein Jahr in Australien und so weiter und so fort. Gute Dinge sind passiert, genauso wie schlechte aber es war immer ein merkwürdiges Gefühl in mir was ich mir nicht erklären konnte. Wie ich schon erwähnt habe, auch dieses Gefühl habe ich ausgeblendet. Irgendwann haben wir angefangen uns wieder zu treffen und haben Zeit miteinander verbracht. Ganz unverfänglich, da hat sie noch relativ nah bei mir gewohnt im Sauerland, ich in Ostwestfahlen. Ich meinte damals zu einem gemeinsamen Freund, dass ich etwas Angst davor habe, dass sie sich in mich verlieben würde, weil ich nicht wüsste, wie ich damit umgehen sollte. Sie traf einen Typen mit dem sie dann eine Beziehung ein ging und wegen ihm nach Wiesbaden zog. Ich war damals schon etwas verletzt aber verletzt, das Wort hat es nie wirklich richtig getroffen aber selbes Spiel, das Gefühl wurde weggeschoben.

Weitere drei Jahre. Unser Kontakt hatte mit dem Typ aufgehört und mit seinem Verschwinden wieder begonnen. Ich habe in den Jahren nahezu keinen Kontakt zu ihr gehabt. Ich erfuhr, dass es eine unglaublich beschissene Beziehung war die sie geführt hatte und sie hatte mir Dinge erzählt bei denen ich mich gefragt hatte, ob es wirklich sie war, weil ich sie so nicht kannte. Unser Kontakt wurde enger, sie besuchte mich über das Wochenende und mit diesem Wochenende waren wir zusammen.
Es war die beste Zeit in meinem Leben, ein Gefühl was ich niemals zuvor hatte. Wir waren drei Monate zusammen und sie trennte sich von mir. Das Konstrukt einer Beziehung war für sie nicht zu ertragen meinte sie. Wenn wir weiter zusammen bleiben würden würde sie mich immer sehen wollen und das konnte sie einfach nicht ertragen. Die vorherige Beziehung war zu schlimm gewesen und sie musste diese erst einmal verarbeiten und auch solche Sachen wie der Abschluss ihrer Ausbildung stand bevor.

Das ist nun bereits wieder zwei Jahre her. Zwei Jahre in denen ich jeden Tag an sie gedacht habe. Und damit meine ich nicht, dass ich oft an sie denken musst. Ich meine damit, dass ich ausnahmslos jeden Tag zwischen aufwachen und einschlafen mindestens einmal an sie denken musste. Deswegen bitte ich folgendes sehr ernst zu nehmen und nicht einfach so ab zu tun.
Da war dieses Gefühl was mich so lange begleitet hat und welches ich immer verdrängt habe und mir wurde klar was das für ein Gefühl ist. Es ist das Gefühl, dass etwas von mir fehlt ein Gefühl von Unvollständigkeit ganz tief in mir drin. Besser kann ich es einfach nicht beschreiben.
Ich habe Beziehungen geführt, Beziehungen in denen ich geliebt habe, daran gibt es keinen Zweifel. Was ich für sie empfinde geht aber darüber hinaus. Was ist etwas, was über Liebe hinausgeht? Es ist die wahre Liebe. Eine reine, bedingungs- und grenzenlose Liebe. Ich liebe sie mehr als alles andere auf der Welt, auch mehr als mich selber. Sie ist diejenige mit der ich mein Leben teilen will, diejenige die ich heiraten will. Und so etwas passiert aufgerechnet mir, der letzte der so etwas für möglich gehalten hätte. Natürlich habe ich daran gezweifelt bzw. ich habe versucht daran zu zweifeln aber es ist einfach nicht möglich. Ohne sie fühle ich mich nicht vollständig und das ist kein gutes Gefühl.

Das klingt übertrieben, ich weiß aber leider ist es das keineswegs. Ich würde es mir wünschen aber leider ist das nicht so. Aber worauf möchte ich jetzt eigentlich hinaus und warum schreibe ich das alles hier anonym im Internet? Und damit komme ich nach über 1000 Wörtern endlich zum Ende.
Was soll ich tun? Ich habe darüber noch nie mit irgendjemanden geredet, weil es mir unglaublich schwerfällt. Vllt bekomme ich hier auch keine Hilfe, das halte ich sogar für sehr wahrscheinlich aber zumindest bin ich es mal in irgendeiner Weise los geworden.
Es ist nicht so, dass mein Leben ohne sie nicht weitergehen würde. Auch ohne sie werde ich Beziehungen haben, ich werde heiraten und all diesen Quatsch. Mein Leben geht auch ohne sie weiter aber mit ihr ist wäre es ein schöneres Leben.

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10. Juni 2016 um 9:30

Es ist...
...tatsächlich die Frage, warum Du all das mit Dir selber ausmachst und nie mit der Betroffenen selbst... Ihr habt eine gemeinsame Vergangenheit, und man merkt, Ihr kommt nicht voneinander los. Ich verstehe zwar nicht, warum sie sich immer wieder trennt, aber irgendetwas ist da trotzdem.

Um diese "Angelegenheit" aufzulösen, folgt entweder ein Gespräch oder das weitere Ignorieren. Da Du sie so liebst, wäre ich an Deiner Stelle für das Gespräch. Was Du ihr sagen möchtest, solltest Du selbst entscheiden, deswegen gebe ich hier keine Tipps dazu.

Es ist gut, dass Du Dir darüber im Klaren bist, deswegen sollte sie es auch wissen. Falls sie sich - trotz des neuen Wissens - dennoch gegen ein "Euch" entscheiden sollte, wirst Du, wie schon beschrieben, trotzdem weiterleben und Beziehungen haben.

In dieser bedeutenden Situation würde ich jedoch nichts unversucht lassen, um es auch mal persönlich loszuwerden - und dann auch bei der richtigen Person.

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11. Juni 2016 um 22:22
In Antwort auf casparia

Es ist...
...tatsächlich die Frage, warum Du all das mit Dir selber ausmachst und nie mit der Betroffenen selbst... Ihr habt eine gemeinsame Vergangenheit, und man merkt, Ihr kommt nicht voneinander los. Ich verstehe zwar nicht, warum sie sich immer wieder trennt, aber irgendetwas ist da trotzdem.

Um diese "Angelegenheit" aufzulösen, folgt entweder ein Gespräch oder das weitere Ignorieren. Da Du sie so liebst, wäre ich an Deiner Stelle für das Gespräch. Was Du ihr sagen möchtest, solltest Du selbst entscheiden, deswegen gebe ich hier keine Tipps dazu.

Es ist gut, dass Du Dir darüber im Klaren bist, deswegen sollte sie es auch wissen. Falls sie sich - trotz des neuen Wissens - dennoch gegen ein "Euch" entscheiden sollte, wirst Du, wie schon beschrieben, trotzdem weiterleben und Beziehungen haben.

In dieser bedeutenden Situation würde ich jedoch nichts unversucht lassen, um es auch mal persönlich loszuwerden - und dann auch bei der richtigen Person.

Tja...
... das ist so eine Sache.
Mit der Person drüber zu reden bzw. ihr das zu sagen ist natürlich das logischste.
Deswegen habe ich da auch mehr als einmal dran gedacht aber wie sollte es auch anders sein, da gibt es einige Probleme.
Mal abgesehen von den Problemen die man durch uns beide an sich hat (um da eine Lösung finden zu können müsste man uns beide jeweils gut kennen) wäre da das grundlegende Problem: Wie?
Sie wohnt in Wiesbaden, ich in Bielefeld. Ich will auf keinen Fall darüber über Facebook oder Whatsapp schreiben, dafür gibt es endlose Gründe. Telefonieren ist... so eine Sache und ein Brief schreiben ist zwar besser als Chaten aber auch nicht perfekt.

Am liebsten würde ich ihr das persönlich unter 4 Augen erzählen aber durch die Entfernung ergeben sich da recht nahe liegende Probleme.

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11. Juni 2016 um 22:47
In Antwort auf andossus

Tja...
... das ist so eine Sache.
Mit der Person drüber zu reden bzw. ihr das zu sagen ist natürlich das logischste.
Deswegen habe ich da auch mehr als einmal dran gedacht aber wie sollte es auch anders sein, da gibt es einige Probleme.
Mal abgesehen von den Problemen die man durch uns beide an sich hat (um da eine Lösung finden zu können müsste man uns beide jeweils gut kennen) wäre da das grundlegende Problem: Wie?
Sie wohnt in Wiesbaden, ich in Bielefeld. Ich will auf keinen Fall darüber über Facebook oder Whatsapp schreiben, dafür gibt es endlose Gründe. Telefonieren ist... so eine Sache und ein Brief schreiben ist zwar besser als Chaten aber auch nicht perfekt.

Am liebsten würde ich ihr das persönlich unter 4 Augen erzählen aber durch die Entfernung ergeben sich da recht nahe liegende Probleme.

Naja,
Aber für die wahre liebe lohnt sich doch eine kurze Reise dahin. Miete dir ein Zimmer, macht einen Treffpunkt aus und dann mach reinen Tisch. Es wird auch eine selbstfindungsreise. Viel Glück

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11. Juni 2016 um 23:51

Naja
Mag sein, dass ich so einiges bin aber ich bin nicht dumm.
Das ist mir mehr als einmal in den Sinn gekommen und ich würde mir wünschen, dass es so wäre.

Dem ist aber leider nicht so. Sie ist nicht perfekt, ganz im Gegenteil, sie hat sogar erhebliche negative Seiten über die ich mir voll und ganz bewusst bin.
Das alles ändert aber nichts daran, was ich für ein Gefühl habe wenn sie an meiner Seite ist.

Wie bereits gesagt, das ist kaum nach zu vollziehen wenn man es selber nicht kennt. Sie gibt mir das Gefühl von Vollständigkeit, das Gefühl angekommen zu sein und nirgendwo anders sein zu müssen. So klein das auch klingen mag, für mich ist dass das wichtigste Gefühl überhaupt.

Ich finde es gut wenn jemand dazu seine Meinung ab gibt aber nichts für ungut, helfen tut es nicht. Denn an dem was ich für sie empfinde gibt es keinen Zweifel.
Das weiß ich deswegen weil ich persönlich unzählige male versucht habe Zweifel zu haben oder sie mir ein zu reden aber es ist nicht möglich.

Danke trotzdem ^^

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12. Juni 2016 um 1:15

Tja,
Der Ostwestfale und seine Gefühle...
Immer komplziert

Sag mal, habt Ihr denn noch Kontakt?
(Vielleicht habe ich das überlesen)

Und Ihr habt eine Fernbeziehung geführt?
(Sie wohnte in der Zeit weitre in Wiesbaden?)

Sag oder schreib ihr, was Du fühlst, das ist der einzige Rat.
Vor allem, sag ihr, dass das, vor dem sie sich fürchtet, genau das ist, was Du Dir so erhoffst.
Und dann überleg Dir, ob Du bereit wärst, alles hinter Dir zu lassen und zu ihr zu ziehen.

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13. Juni 2016 um 0:12

Klar
dass das schwer einzuschätzen ist ohne dass man mich oder sie kennt aber wer uns beide kennen würde, würde sich über das Verhalten einfach nicht wundern.

Und ab der Stelle brauchen wir da auch nicht mehr drüber diskutieren weil du das, was ich meine entweder nicht verstehst oder nicht verstehen willst.
Ich stelle sie auf kein Podest und sie ist auch weit weg von einem Übermenschen. Ich bin mir sogar voll und ganz bewusst, dass sie nicht nur nicht die perfekte Person für mich ist sondern ich kann auf Anhieb mindestens 2 Exfreundinnen nennen, die viel besser für mich wären in jeglicher Hinsicht.
Das ändert aber nichts an meinen Gefühlen für sie, diese sind nämlich absolut überhaupt nicht in Frage zu stellen.

Spätestens deine letzten beiden Sätze zeigen aber, dass du mich oder die Situation einfach überhaupt nicht ernst nimmst oder es einfach nicht verstanden hast. Deswegen danke für deine Bemühungen aber nein Danke.

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13. Juni 2016 um 1:03
In Antwort auf dummschnack5

Tja,
Der Ostwestfale und seine Gefühle...
Immer komplziert

Sag mal, habt Ihr denn noch Kontakt?
(Vielleicht habe ich das überlesen)

Und Ihr habt eine Fernbeziehung geführt?
(Sie wohnte in der Zeit weitre in Wiesbaden?)

Sag oder schreib ihr, was Du fühlst, das ist der einzige Rat.
Vor allem, sag ihr, dass das, vor dem sie sich fürchtet, genau das ist, was Du Dir so erhoffst.
Und dann überleg Dir, ob Du bereit wärst, alles hinter Dir zu lassen und zu ihr zu ziehen.

Danke
dafür erst einmal. Auch wenn es nicht viel Text ist habe ich das Gefühl, dass du mich am ehesten bis jetzt verstanden hast oder zumindest die Situation.

Hast du nicht überlesen, sporadisch haben wir Kontakt aber eher oberflächlich.

Ja, haben wir während sie in Wiesbaden gewohnt hat. Das war auch absolut kein Problem bzw. dort sehe ich das letzte Problem.

So langsam habe ich durchaus begriffen, dass ich wohl einfach mit ihr darüber reden muss. Leichter gesagt als getan wohlgemerkt. Ich meine, du bzw. ihr alle kennt weder sie noch mich, wer das tut weiß ziemlich sicher, dass darüber reden leichter gesagt als getan ist. Irgendwie ist unser Kontakt zueinander ein sehr wackeliges Konstrukt. Wenn wir nicht zusammen sind - oder zumindest in einer ähnlichen Situation sind - reichen "Kleinigkeiten" aus um alles zusammen Fallen zu lassen bis einer von uns beide sich die Mühe macht und es wieder aufbaut.

Und genau das ist der Punkt, ich muss es ihr irgendwann sagen, da führt nichts dran vorbei.
Die Frage ist nur wann wie und wo. Kann sein, dass ich durch das innere Chaos da etwas verblendet bin aber ich habe das Gefühl, dass Kleinigkeiten wie der falsche Moment schon darüber entscheiden ob es gut oder schlecht aus geht.
Dass das Quatsch ist halte ich für relativ wahrscheinlich, trotzdem paralysiert es "etwas".

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13. Juni 2016 um 7:19
In Antwort auf andossus

Danke
dafür erst einmal. Auch wenn es nicht viel Text ist habe ich das Gefühl, dass du mich am ehesten bis jetzt verstanden hast oder zumindest die Situation.

Hast du nicht überlesen, sporadisch haben wir Kontakt aber eher oberflächlich.

Ja, haben wir während sie in Wiesbaden gewohnt hat. Das war auch absolut kein Problem bzw. dort sehe ich das letzte Problem.

So langsam habe ich durchaus begriffen, dass ich wohl einfach mit ihr darüber reden muss. Leichter gesagt als getan wohlgemerkt. Ich meine, du bzw. ihr alle kennt weder sie noch mich, wer das tut weiß ziemlich sicher, dass darüber reden leichter gesagt als getan ist. Irgendwie ist unser Kontakt zueinander ein sehr wackeliges Konstrukt. Wenn wir nicht zusammen sind - oder zumindest in einer ähnlichen Situation sind - reichen "Kleinigkeiten" aus um alles zusammen Fallen zu lassen bis einer von uns beide sich die Mühe macht und es wieder aufbaut.

Und genau das ist der Punkt, ich muss es ihr irgendwann sagen, da führt nichts dran vorbei.
Die Frage ist nur wann wie und wo. Kann sein, dass ich durch das innere Chaos da etwas verblendet bin aber ich habe das Gefühl, dass Kleinigkeiten wie der falsche Moment schon darüber entscheiden ob es gut oder schlecht aus geht.
Dass das Quatsch ist halte ich für relativ wahrscheinlich, trotzdem paralysiert es "etwas".

Den "richtigen Augenblick" wird es nie geben
Ihr Beide wart schon einmal ein Paar, also sollte Ihr auch über Gefühle miteinander reden können, trotz allem steht Ihr Euch immer noch recht nah, auch wenn Ihr nicht täglich stundenlang telefoniert. Das zum Einen.

Wie wäre es denn, wenn Du Ihr einen Brief schreibst? Einen richtig altmodiscshen, romantischen Liebesbrief?
Du musst ihn nicht unbedingt abschicken, schreib ihn und schlaf noch eine Nacht drüber und entscheide dann, ob Du ihn tatsächlich in den Kasten wirfst.

Schreib hinein, was Du fühlst, was Du Dir wünschst und wie glücklich Du mir ihr warst und dass Du überzeugt bist, dass Ihr zusammengehört und zusammen sein solltet.
Vielleicht noch, wie Du Dir eine Zukunft vorstellst, Familie, Kinder, Haus im Grünen...
Schenk Ihr Deine Träume.

PS: Handel das aber bitte nicht in Stichpunkten auf einem Din A5 Blatt ab. Obwohl ich denke, das ist Dir klar, Schreiben kannst Du..

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14. Juni 2016 um 9:42

Also
ich kann dich gut verstehen. Ich war auch in der Situation, dass es für mich jemanden gab, an den ich über Jahre immerzu denken musste, ganz egal, ob ich in einer anderen Beziehung war oder nicht und das, obwohl er und ich nur 6 Monate zusammen waren.
Irgendwann hatte ich den Mut ihm das zusagen und seither sind wir zusammen
Ich will dich also darin ermutigen ihr zu sagen, was du fühlst.

Im Nachhinein ist mir aber auch klar geworden, wie egoistisch es von mir war, Beziehungen zu führen, obwohl ich immer wusste, dass ich nur ihn will. Ich glaube nicht, dass man sich so wirklich auf wen neues komplett einlässt und damit andere Menschen verletzt. Was bringt es einem denn iwelche anderen zu daten, wenn man doch nur diese eine Person will.
Deswegen solltest du vermutlich mit ihr reden. Auch, wenn Sie das nicht so sieht. Dann wirfst du dir iwann wenigstens nicht vor es nicht getan zu habebn und ich glaube auch letztendlich, dass das Medium völlig egal ist in Zeiten des Internets.

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