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DIe unheimliche Unsicherheit

17. Oktober 2014 um 21:25

Oh Gott, ich brauche wirklich eure Hilfe!
So lange hadere ich mit mir was ich machen soll, so oft hab ich mich entschieden und wieder umentschieden diese Zeilen zu verfassen...
Bitte, ich brauche Hilfe!

Ich bin inzwischen seit 4 Jahren mit meinem Freund zusammen, inzwischen sind wir beide 20 und studieren.

Er ist der beste Freund den man sich wünschen kann, (grade in letzter Zeit ein totaler Gentleman), hört mir zu, steht mir zur Seite und liebt mich wie ich bin.

Ich liebe ihn auch, ich fühle mich unheimlich wohl bei ihm.

Kommen wir aber zum ersten Problem mit Erklärung:
Ich bin sooo unsicher!
Seit einer ganzen Weile schon nervt mich so ne Stimme im Hintergrund von meinem Kopf und flüstert mir doofe Zweifel ein.
Bin ich bei meinem Freund, bin ich unheimlich glücklich und fühle mich wirklich wohl und geborgen. Ich habe dann immer das Gefühl das ich nie von ihm weg will und sobald er dann gehen muss oder andersrum erfüllt mich sofort ein Gefühl, dass ich ihn vermisse.

Doch irgendwann wenn ich ihn ein paar Tage nicht gesehen habe kommen die Zweifel wieder.
Denn die beziehen sich darauf: Ich weiß nicht, wie stark die Liebe noch ist.

Das hört sich wahrscheinlich erstmal komisch an, aber genau das beschreibt alles.

Das ist meine erste langjährige Beziehung, deswegen habe ich so wenig Erfahrungen dabei...

Aber dieses "Verliebtsein" Gefühl vom Anfang ist einfach total weg. Ich weiß nicht woran das liegt und ich hasse es, denn wäre das da, hätte ich keine Zweifel. Denke ich.

So sitzt mir immer diese Stimme im Nacken und fragt mich, ob ich ihn überhaupt noch richtig liebe.
Außerdem redet sie mir immer ein, sollte ich jetzt mit ihm zusammenbleiben dann habe ich nie wieder Zeit, "Abenteuer" liebestechnisch zu erleben.
Aber andererseits will ich das auch gar nicht, das ist so viel Stress, Herzschmerz und Leid!

Nun ist die Frage doch: Fühlt sich Liebe nach mehreren Jahren nicht immer anders an?
Liegt das vielleicht einfach an dem "The grass is always greener on the other side"-Prinzip? Man will immer das, was man nicht kriegen kann?

Er ist mein wichtigster Vertrauter, bei ihm fühle ich mich am wohlsten, mit ihm kann ich über alles reden.

Oh Gott ich weiß echt nicht was ich machen soll. Ich will ihn nicht verlassen! Er ist wirklich die Beste Person in meinem Leben! Ich würde niemals daran denken!
Aber diese blöde Unsicherheit! Die ruiniert momentan echt alles weil sie alles infrage stellt und mein Kopf die nicht einfach ausschalten kann.
Es würde mir nichtmal was ausmachen wenn die Gefühle schwächer geworden sind weil ich meinen Freund wirklich so gerne habe. Ich wäre trotzdem unheimlich glücklich bei ihm.
Aber diese Zweifel graben sich immer tiefer in meinen Kopf und ich bekomme sie nicht weg!!!

Was mache ich denn jetzt?

Mehr lesen

17. Oktober 2014 um 21:30


les mal deinen Text durch....
ist doch logisch das iwann die verliebtheit nicht mehr so groß ist aba daraus ist doch Liebe geworden...
du machst dir dein Leben selbst schwierig ...
du bist glücklich bei ihm ... vermisst ihn?... verdammt genieß das doch und zweifel nicht so

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17. Oktober 2014 um 21:39

Das
liest man leider häufig, dass sich Pärchen, die sich so jung gefunden haben früher oder später trennen, wenn ein neuer Lebensabschnitt (Studium) anfängt. Ich kenne selbst auch so ein "Jugendpaar", das erst mal eine Auszeit brauchte, um sich auszutoben und später wieder zusammen gekommen sind.
Ich schätze diese Stimme in dir ist deswegen da, weil du dich nie ausprobieren konntest und "nur" deinen Freund kennst. Aber ich denke auch, dass das ganz normal ist.

Wenn ihr euch so nahe steht: Ist es denn möglich mit deinem Freund darüber zu reden? Zum Beispiel auch ihn mal zu fragen, wie er damit umgeht, dass es bisher nur eure Beziehung gab.

Im Endeffekt musst du dich selbst fragen, ob es dir das wert ist eine so liebevolle Beziehung gegen Erfahrung mit Anderen aufzugeben. Beides geht leider nicht (außer offene Beziehung).

Und klar ist das normal, dass irgendwann die Verliebtheitsphase ausläuft und sich daraus Liebe entwickelt. Da ist nichts Schlechtes dran, sondern wenn man es positiv betrachtet, erfährt man erst ab diesem Zeitpunkt wahre Verbundenheit und Nähe. Wenn jeder sein ganzes Leben lang verknallt wäre, würden wir entwicklungstechnisch noch in der Steinzeit befinden

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17. Oktober 2014 um 21:45
In Antwort auf vanillaskyv87

Das
liest man leider häufig, dass sich Pärchen, die sich so jung gefunden haben früher oder später trennen, wenn ein neuer Lebensabschnitt (Studium) anfängt. Ich kenne selbst auch so ein "Jugendpaar", das erst mal eine Auszeit brauchte, um sich auszutoben und später wieder zusammen gekommen sind.
Ich schätze diese Stimme in dir ist deswegen da, weil du dich nie ausprobieren konntest und "nur" deinen Freund kennst. Aber ich denke auch, dass das ganz normal ist.

Wenn ihr euch so nahe steht: Ist es denn möglich mit deinem Freund darüber zu reden? Zum Beispiel auch ihn mal zu fragen, wie er damit umgeht, dass es bisher nur eure Beziehung gab.

Im Endeffekt musst du dich selbst fragen, ob es dir das wert ist eine so liebevolle Beziehung gegen Erfahrung mit Anderen aufzugeben. Beides geht leider nicht (außer offene Beziehung).

Und klar ist das normal, dass irgendwann die Verliebtheitsphase ausläuft und sich daraus Liebe entwickelt. Da ist nichts Schlechtes dran, sondern wenn man es positiv betrachtet, erfährt man erst ab diesem Zeitpunkt wahre Verbundenheit und Nähe. Wenn jeder sein ganzes Leben lang verknallt wäre, würden wir entwicklungstechnisch noch in der Steinzeit befinden

Stimmt
Hallo und danke für die lange Antwort

Das hab ich auch oft gehört, aber er studiert schon ein Jahr und ist noch viel lieber als zuvor zu mir, ich habe grade mit dem Studium angefangen und noch nie waren die Zweifel so penetrant.
Die Antwort ist ganz klar - ich würde meinen Freund auf keinen Fall aufgeben wollen.
Aber diese Zweifel sind einfach so häufig und nervig geworden das ich einfach selbst schon total fertig davon bin, was echt blöd ist...
Da kommen dann auch sachen wie "Vielleicht bereust du später das du mit ihm zusammengeblieben bist" und so ein Mist.
Ich würde die am liebsten ausschalten und einfach nur glücklich mit meinem Freund sein, aber sie gehen nicht weg

Aber das mit dem Verliebtseingefühl das weggeht beruhigt mich. Macht ja dann auch eh keinen Sinn, jetzt neue Erfahrungen zu machen wenn eh alles aufs "gleiche" rausläuft gefühlstechnisch.
Und ich habe mit ihm auch schon angerissen das wir beide es etwas "doof" finden, keine anderen Erfahrungen machen zu können, wir uns gegenseitig aber wichtiger sind als sowas.^^

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17. Oktober 2014 um 21:47
In Antwort auf ettie_12320464


les mal deinen Text durch....
ist doch logisch das iwann die verliebtheit nicht mehr so groß ist aba daraus ist doch Liebe geworden...
du machst dir dein Leben selbst schwierig ...
du bist glücklich bei ihm ... vermisst ihn?... verdammt genieß das doch und zweifel nicht so


Na das weiß ich ja eben nicht weil das meine erste langjährige Beziehung ist, deswegen frage ich ja ob das normal ist.
Ich will die Zweifel ja loswerden, aber ich weiß einfach nicht wie, ich versuche sie mir jeden Tag wegzureden aber sie gehen einfach nicht

Aber trotzdem vielen Dank für die Antwort!

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17. Oktober 2014 um 21:49

Das
ist eigentlich eine ziemlich gute Frage.
Guck, genau deswegen habe ich den Eintrag geschrieben. Wenn die eigenen Gedanken so festgefahren sind ist es schwer das so von Außen zu betrachten. ^^

Eigentlich ist er mir viel wichtiger als alle blöden kleinen Erfahrungen zwischendurch, ich habe nur Angst dadurch das diese "Verliebtheit" weg ist. Und das schürt wahrscheinlich die Zweifel und die gehen nicht weg und machen mich fertig :/

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17. Oktober 2014 um 21:55

Soll heißen?

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17. Oktober 2014 um 21:55

Hm
Verstehe leider nicht so ganz was du meinst. Kannst du das bitte nochmal für den Jungspund erklären?^^

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17. Oktober 2014 um 21:59

Hm..
Vielleicht grade diese Verliebtheitsphase?
Aber das ist ne gute Denkaufgabe, Danke, denn eigentlich vermisse ich außer dem nichts. Und wenn ihr alle sagt das es normal ist das das weniger wird dann muss ich meine Einstellung wohl ändern. ^^

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17. Oktober 2014 um 22:08


Ihr helft wirklich enorm! Kann grade das erste Mal heute richtig ausatmen und fühle mich gut.

Wie gut es tut mal Leute zu fragen und nicht immer alles alleine in sich rein zu fressen. DANKE!

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17. Oktober 2014 um 22:12

Hormone
Dieses intensive Gefühl von Verliebtheit ist nichts weiter wie ein Hormonrausch, das lässt immer nach 2-4 Jahren nach, denn geht auch die berühmte rosarote Brille weg.
Denn entscheidet sich, wird daraus was wirklich tiefes/ernstes, oder eben nicht, wenn man jetzt wie bei euch an der Beziehung nichts zu bemängeln hat, kann jetzt daraus noch eine viel festere/tiefere liebe werden.

Viele sind ja regelrecht süchtig nach diesen anfänglichen Hormonrausch, sabotieren daher ihre Beziehungen nur um aus ihnen raus zu kommen und das ganze wieder neu erleben zu können, die werden meist aber ziemlich verbittert und enden meist einsam.

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17. Oktober 2014 um 22:22
In Antwort auf gernot_12310143

Hormone
Dieses intensive Gefühl von Verliebtheit ist nichts weiter wie ein Hormonrausch, das lässt immer nach 2-4 Jahren nach, denn geht auch die berühmte rosarote Brille weg.
Denn entscheidet sich, wird daraus was wirklich tiefes/ernstes, oder eben nicht, wenn man jetzt wie bei euch an der Beziehung nichts zu bemängeln hat, kann jetzt daraus noch eine viel festere/tiefere liebe werden.

Viele sind ja regelrecht süchtig nach diesen anfänglichen Hormonrausch, sabotieren daher ihre Beziehungen nur um aus ihnen raus zu kommen und das ganze wieder neu erleben zu können, die werden meist aber ziemlich verbittert und enden meist einsam.

Ok.
Es gibt momentan wirklich nichts zu bemängeln. Also wirklich. Es ist alles ziemlich super im Moment wenn diese Zweifel mich nicht zerfressen und nerven würden.
Aber die ganzen Antworten, u.a. deine beruhigt mein Gefühl grade schon sehr.

Das ist aber auch schon "krank". Süchtig bin ich nicht - nur dieses Gefühl "was zu verpassen" ist immer schnell da, was eigentlich total bescheuert ist, das weiß ich selbst^^

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17. Oktober 2014 um 23:09
In Antwort auf dev_12557790

Ok.
Es gibt momentan wirklich nichts zu bemängeln. Also wirklich. Es ist alles ziemlich super im Moment wenn diese Zweifel mich nicht zerfressen und nerven würden.
Aber die ganzen Antworten, u.a. deine beruhigt mein Gefühl grade schon sehr.

Das ist aber auch schon "krank". Süchtig bin ich nicht - nur dieses Gefühl "was zu verpassen" ist immer schnell da, was eigentlich total bescheuert ist, das weiß ich selbst^^

Gefühle
Was zu verpassen, das Gefühl ist heutzutage fast schon eine Zivilisationskrankheit, da schauen die Leute über Facebook und sehen Leute wie sie feiern, im Urlaub sind, oder Bilder ihres neuen Partner/In mit Kommentaren wie toll die sind.

Und schon hast du lauter Menschen die sich denken mein leben ist nicht so toll, ich will das auch ich verpasse was, das wird tatsächlich zu einem richtigen Problem bei vielen bis hin zur Depression.

Wer nicht mit dem zufrieden sein kann das er hat, hat am ende gar nichts.

Sei also eher froh das du jemanden hast der zu dir passt und den du liebst, der Rest der Menschheit der das noch nicht gefunden hat versucht nämlich genau das zu finden.

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18. Oktober 2014 um 1:08

?
Ist ja deine Meinung...aber das als primitive Methode abzustempeln ist doch ziemlich einfach, oder?
Ich persönlich finde es nicht verkehrt in seiner "Jugendphase" Erfahrungen zu sammeln.Jedenfalls habe ich in meiner jetztigen Beziehung nicht das Gefühl etwas verpasst zu haben.
Und Fakt ist einfach auch, dass man sich gerade zwischen in diesem Zeitraffer auch persönlich stark verändert und es häufig deswegen dazu kommt, dass man nicht mehr so gut zusammen passt.

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18. Oktober 2014 um 1:16
In Antwort auf dev_12557790

Stimmt
Hallo und danke für die lange Antwort

Das hab ich auch oft gehört, aber er studiert schon ein Jahr und ist noch viel lieber als zuvor zu mir, ich habe grade mit dem Studium angefangen und noch nie waren die Zweifel so penetrant.
Die Antwort ist ganz klar - ich würde meinen Freund auf keinen Fall aufgeben wollen.
Aber diese Zweifel sind einfach so häufig und nervig geworden das ich einfach selbst schon total fertig davon bin, was echt blöd ist...
Da kommen dann auch sachen wie "Vielleicht bereust du später das du mit ihm zusammengeblieben bist" und so ein Mist.
Ich würde die am liebsten ausschalten und einfach nur glücklich mit meinem Freund sein, aber sie gehen nicht weg

Aber das mit dem Verliebtseingefühl das weggeht beruhigt mich. Macht ja dann auch eh keinen Sinn, jetzt neue Erfahrungen zu machen wenn eh alles aufs "gleiche" rausläuft gefühlstechnisch.
Und ich habe mit ihm auch schon angerissen das wir beide es etwas "doof" finden, keine anderen Erfahrungen machen zu können, wir uns gegenseitig aber wichtiger sind als sowas.^^

Wenn
ihr so eine tolle Beziehung habt, in der du dich wohl fühlst und ihr euch nach wie vor versteht...Dann musst du diese Gedanken eine Zeit lang aushalten und dich darauf konzentrieren, was an euch bzw. ihm alles stimmt und schön ist.
Denkst du denn wirklich, dass bei einem Ehepaar, das schon zig Jahre zusammen ist, niemals solche Gedanken aufkommen oder Fehltritte passieren?? Für eine tiefe Verbundenheit muss man kämpfen um sie aufrecht zu erhalten und nicht alles gleich hinwerfen, wenn's mal schwieriger wird. Daran glaube jedenfalls ich Ich würde meine Beziehung erst aufgeben, wenn ich jahrelang unglücklich wäre. Denn das bringt keinem etwas. Aber wenn es mir generell gut geht und ich denjenigen liebe, würde ich immer daran festhalten.
Bei mir gibt es auch Tage an denen ich meine Zweifel habe, ob er zu mir passt. Aber nur ein paar Tage später, merke ich dann, dass genau diese Unklarheiten ihn so liebenswert für mich machen.

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18. Oktober 2014 um 1:20

Da
hast du nicht ganz unrecht. Denn die "Liebe"-Phase ist eigentlich noch viel intensiver und schöner als die blinde Verliebtheitsphase.

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18. Oktober 2014 um 1:28
In Antwort auf gernot_12310143

Gefühle
Was zu verpassen, das Gefühl ist heutzutage fast schon eine Zivilisationskrankheit, da schauen die Leute über Facebook und sehen Leute wie sie feiern, im Urlaub sind, oder Bilder ihres neuen Partner/In mit Kommentaren wie toll die sind.

Und schon hast du lauter Menschen die sich denken mein leben ist nicht so toll, ich will das auch ich verpasse was, das wird tatsächlich zu einem richtigen Problem bei vielen bis hin zur Depression.

Wer nicht mit dem zufrieden sein kann das er hat, hat am ende gar nichts.

Sei also eher froh das du jemanden hast der zu dir passt und den du liebst, der Rest der Menschheit der das noch nicht gefunden hat versucht nämlich genau das zu finden.

Da
hast du so was von Recht!!! Gerade durch FB und Co. wird man ja ziemlich leicht verunsichert.
Da sieht man Leute, die im Jahr 5 mal in den Urlaub fahren, eine noch so pompöse Hochzeit feiern, und jedem unter die Nase reiben wie toll doch ihr neuer Job ist. Das Problem dabei ist leider nur, dass man hier nur die Sonnenschein-Seiten der Menschen sieht, weil sie sich ja gerne selbst nur im besten Licht präsentieren. Und dann beginnt man selbst zu zweifeln: Ach deren Leben ist als sooo aufregend, toll, und super. Was mache ich also falsch?

Daher stimme ich leto vollkommen zu. Man sollte mit dem zufrieden sein, was man hat. Vor allem, wenn man wirklich zufrieden ist

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18. Oktober 2014 um 8:19

Mal kurz abgeschweift
Ich bin 24, meine erste Beziehung dauert schon 8 Jahre und das Gefühl etwas zu verpassen kenne ich nicht. Für mich ist dieses Gefühl einfach nur eine Ausrede. "Wir waren 6 Jahre zusammen, er ist die Liebe meines Lebens aber ich habe Schluss gemacht weil ich Angst hatte etwas zu verpassen" Aha. Glückwunsch. Du wirfst die Beziehung deines Lebens weg um hemmungslosen Sex mit vielen wildfremden Typen zu haben, Party zu machen mit Leuten die du vll nicht mal richtig magst. Was hat es gebracht? Jetzt bist du einsam und siehst deine Große Liebe mit seiner Neuen. Verheiratet. Mit Kindern. Im Eigenheim. Und was hast du? Nichts außer die Erkenntnis dass er doch der Richtige war. (Ist ein lebendiges Beispiel was ich kenne) Im Endeffekt ist sie davor weggelaufen, weil sie Angst hatte. Angst dass die Beziehung einen Schritt weiter geht. Angst Verantwortung zu über nehmen. Nun aber zurück zu Dir. (War nur als Beispiel gedacht, dass ein sehr schlimmes Ende für sie genommen hat)

Du sagst Du liebst ihn und fühlst dich so wohl mit ihm. Wenn er weg ist vermisst Du ihn sehr. Und dann kommen die Zweifel.
Es gibt - glaube ich - eine einzige Frage die Du Dir stellen musst bzw die Du beantworten musst: Wenn Du Dir deine Zukunft vorstellst, ist er dabei? In 5 Jahren. In 10 Jahren.
Wenn der Zweifel aus dem Kopf kommt, halte mit "Logik" dagegen (ich weiß, dass klingt komisch) Wenn Du Dir Dein Leben nur mit Deinem Freund vorstellen kannst, dann "sag" den Zweifeln, dass Du das nicht brauchst. Du verpasst nichts. Du hast doch alles.

Den Vorschlag mit Deinem Freund darüber zu reden, dass würde ich persönlich nicht machen. Was würdest Du umgekehrt machen, wenn Dein Freund Dir aus heiterem Himmel sagt, dass ihm Zweifel kommen die er nicht haben möchte. Klar denkst Du Dir. Ja es ist toll, er bekämpft sie. Aber wenn ihr euch ähnlich seid, dann nisten sich bei Dir auch Zweifel ein. Könnten seine Zweifel "recht haben"? Wenn er schon sagt er hat Zweifel, kann er sie dann bekämpfen? Gewinnt er oder gewinnen die Zweifel? Klar, es muss nicht sein, aber es kann passieren. Man kann leider nie vorher sagen wie der Partner reagiert.

Ich würde vorschlagen, dass ihr einen Urlaub macht. Wenn es passt in den nächsten Semesterferien. So bald wie möglich halt. Schaltet beide ab. Kommt zu Ruhe. Und dann schau ihn an. Und beantworte Dir die Frage: will ich jeden Urlaub in meinem Leben mit ihm verbringen?

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