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Die Tochter meines Freundes...

13. Januar 2006 um 10:19

....ist bei uns eingezogen und seitdem ist nichts mehr wie es war.
Mein Freund und ich sind seit vier Jahren zusammen. Beide waren wir schon mal verheiratet und haben aus der Beziehung Kinder. Seine drei leben bei der Mutter, meine beiden bei mir. Vor zwei Jahren bekamen wir unser gemeinsames Kind.
Unsere Beziehung war anfangs verdammt schwierig, weil er sehr unter der Trennung seiner Kinder litt(seine Ex verweigerte ihm bis zuletzt den Kontakt mit den Kindern) und mit meinen zuerst nicht klargekommen ist. Das hat sich aber nach der Zeit gelegt und seit der Geburt unseres gemeinsamen Kindes hat sich alles zum positiven für alle geändert.
Bis Silvester. Plötzlich ein Anruf seiner Tochter, sie habe Stress mit ihrer Mutter und wolle zu ihm kommen. Natürlich ist er gleich los und hat sie abgeholt. Sie sagte zu ihm, sie wolle nie wieder nach Hause zu ihrer Mutter und ohne mit mir darüber zu reden, hat er ihr gesagt, sie könne für immer bleiben. Seitdem ist sie da und ohne es mit mir abzusprechen, ist zu nun bei uns eingezogen. Die Mutter ist froh darüber und hat überhaupt nichts dagegen, dass sie jetzt hier wohnt, da sie mit ihr nicht mehr klar kam. Ich wurde völlig überrumpelt mit dieser Situation. Als ich ihm sagte, ich hätte gerne mehr Zeit, um alles zu überdenken, war er beleidigt und meinte, das es ihm leid täte, wenn nun meine kleine Welt durch seine Tochter kaputt ginge und wenn ich das nicht akzeptieren würde, würde er eben mit ihr ausziehen und sich ne neue Wohnung nehmen. Autsch, das saß.
Seitdem sie hier ist, gibt es für uns keine Privatsphäre mehr. Bislang war es meinem Freund und mir wichtig, dass wir ab 21.00 Uhr Privatsphäre haben. Meine Sohne wußten und akzeptierten das. Seitdem sie das ist, gibt es so etwas wie Privatsphäre überhaupt nicht mehr. Sprech ich ihn darauf an und frage, muß sie denn wirklich bis nachts bei uns hocken, macht er mich an. Auch Regeln, die er meinen Jungs gegeben hat, braucht sie nicht einhalten. Beispiel: Meine Jungs müssen an die Schlafzimmertür klopfen bevor sie reinkommen. Als mein Jüngster, der davon bevor mein Freund ins Haus kam, davon noch nichts wußte und einmal ohne zu klopfen hereinkam, ist mein Freund ausgeflippt von wegen Privatsphäre und ist ja unmöglich...Gestern Morgen kommt seine Tochter um sieben ins Schlafzimmer reingeplatz ohne klopfen. Als sie wieder rausging habe ich gefragt, warum er ihr denn nichts gesagt hätte, von wegen klopfen und so, machte er mich wieder an und sagte:"wenn es Dir nicht passt, dann sag es ihr doch"
Ist das alles noch normal?
Liebe Grüße

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13. Januar 2006 um 11:10

Ich verstehe deinen freund vollkommen
sicher - er hätte sich mit dir absprechen sollen bevor er seiner tochter wohnrecht zusagt, aber es war eben eine situation die nach einer raschen lösung verlangt hat.
die von ihm getroffene lösung/entscheidung war RICHTIG. himmel, es ist sein kind!

deine söhne leben bei euch und du willst seiner tochter das selbe recht verweigern, weil er dich nicht vorher gefragt hat, bzw. du deine privatssphäre angegriffen fühlst? du bist selbst mutter - kannst du ihn denn nicht verstehen? versuchst du es überhaupt?

zum punkt privatsphäre - seine tochter hat VERSTÄNDLICHERWEISE ein enormes nachholbdarf, denn im gegensatz zu DEINEN söhnen musste sie lange zeit auf ihren vater verzichten. ich finde das rührend. ihr dein bedürfnis nach privatsphäre zu vermitteln (was ich sehr gut verstehen kann und dein gutes recht ist), ist aber auch DEINE aufgabe, denn deinen freund stört es ja nicht.
als beispiel - es war ja auch dein freund der sich gestört gefühlt hat, als dein sohn ohne anzuklopfen ins schlafzimmer gekommen ist, und er war auch derjenige, der deinen sohn darauf hingewiesen hat.

ich denke einfach dein freund versucht gerade vieles gutzumachen bei seiner tochter, auch wenn er sich vielleicht gar nichts vorzuwerfen hat. ihre anwesenheit muss einfach erstmal in eine normalität bekommen, für alle beteiligten. klar müssen jetzt "spielregeln" aufgestellt werden, aber du machst es deinem freund nicht gerade einfach mit deinem verhalten.

deine reaktion finde ich unangemessen und verständnislos. ich kann seine worte wortwörtlich verstehen.

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13. Januar 2006 um 11:57

Hallo Ariella


Klar ist nichts mehr, wie es war. Es hat sich alles verändert, ohne dass du etwas ändern wolltest. Dir hat es gefallen, wie es war. Ich verstehe gut, dass dir diese neue Situation Mühe macht deshalb. Aber: Sie ist noch keine zwei Wochen bei euch, da muss sich eben alles neueinspielen. Das braucht einfach wenig Zeit. Gib sie ihr, dir, euch.

Ich kann mir zum Beispiel nicht vorstellen, dass sie für die nächsten 5 Jahre bis in alle Nacht hinein bei Papa sitzen möchte, oder? Die beiden haben wohl viel nachzuholen, da ich deinen Worten ja entnehme, dass es zuvor kaum Kontakt gegeben hat. Lass sie das nachholen, es tut ihnen sicher gut, und wenn es ihnen gut geht geht es auch dir besser.

Habe einfach ein wenig Geduld. Mit ihr, mit dir, mit allen.

Grüsse, Wassertropfen

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13. Januar 2006 um 12:01

Super angel2205
auge um auge - zahn um zahn - gleiches mit gleichen vergelten

so fingen die wirklich grossen fehnden an.
klasse idee, solche ratschläge braucht die menschheit!!!

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13. Januar 2006 um 12:49

Was du schreibst
.......kann ich sehr gut - im Gegensatz zu manchen anderen - verstehen. Ich bin vielleicht nicht in derselben Situation, sehe aber durchaus Ähnlichkeiten. Zunächst einmal wäre es interessant, wie alt die Tochter ist. Mein Lebensgefährte hat ebenfalls eine Tochter, die zwar nicht bei uns wohnt, sondern ihr eigenes Daheim hat, aber selbst im Alter von Anfang 20 kommt sie mir oft wie eine Spätpubertierende vor. SELBSTVERSTÄNDLICH ist es wichtig, sich zu kümmern und da zu sein. Aber.....auch Kinder, gleich welchen Alters auch immer, sind ja nicht dumm und wissen duchaus, wo sie ansetzen müssen. Meiner Meinung nach spielt auch das schlechte Gewissen (und das ist nach einer Trennung meistens da, egal wer gegangen ist)des Vaters eine Rolle. Es veranlasst ihn, Dinge zu erlauben, die vielleicht nicht immer in Ordnung sind. Wichtig finde ich auch, dass man nicht vor den Kindern debattiert, damit sie nicht die Möglichkeit haben, den einen gegen den anderen auszuspielen. Wenn Du der Meinung bist, seine Tochter verhält sich falsch, dann solltest Du ihr das ganz anständig sagen. Denn auch Du hast - wenn sie mit Euch lebt - eine Erziehungsaufgabe, aus der Du Dich nicht heraushalten kannst. Ausserdem gebe ich zu bedenken: Kinder BRAUCHEN Regeln. Kopf hoch und üb Dich in Geduld. Du bist wirklich in keiner einfachen Situation. Und noch etwas: So sehr man natürlich für seine Kinder da ist....das ist noch lange kein Grund, selbst aufzuhören zu leben.
Herzliche Grüsse
Sue

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13. Januar 2006 um 13:03

Je mehr du dich wehrst, desto mehr entfernt sich dein Partner
Du hast ja auch deine zwei leiblichen KInder bei dir, also musst du es auch akzeptieren, wenn ein Kind von ihm dazukommt, sicher wäre es schön gewesen, wenn er vorher mit dir gesprochen hätte, einfach anstandshalber, aber dass hätte nichts daran geändert, dass sie kommen sollte und darf. Vielleicht solltest du die Regel aufschreiben und mit allen am Tisch vorgehen, wie soll den sonst eine so große Familie funktionieren. Aber warte noch etwas damit, er ist jetzt sicher überglücklich dass seine leibliche Tochter jetzt auch bei ihm ist, dass er bei ihr über alle Regeln hinwegsieht, lass ihm einfach die Zeit, mit der Zeit wird es ihn auch anfangen zu nerven. Vielleicht solltest du in der Zeit, wo du normalerweise mit ihm alleine verbracht hast, zurückziehen und selbst was machen (lesen ....), dass du ihm anfängst zu fehlen. Wenn er dich darauf anspricht, kannst du ihm sagen, dadurch dass ihr sowieso keine Zeit für euch habt, ist es ja egal, wenn du auch am Abend, wo normalerweise eure Zeit war, was anderes machst. Sag ihm, dass es nichts wichtigeres gibt als das Elternteil, denn wenn es bei denen nicht mehr funktioniert, dann gibt es auch keine Familie mehr und das wirkt sich dann automatisch auch auf die Kinder aus.

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13. Januar 2006 um 13:42

Also
setz dich in ruhe mal mit ihm hin und rede mit ihm. du hast einen fehler gemacht, als du seine entscheidung damals in frage gestellt hast. wäre einer deiner söhne auf diesem bahnhof gewesen, wie hättest du reagiert?
gestehe ihm gegenüber in dem gespräch diesen fehler ein und mach ihm klar, dass du nichts gegen seine tochter hast und sie immer willkommen ist. und dann lege mit ihm zusammen die regeln für sie fest. und vor allem: kläre deine rolle ihr gegenüber. was darfst/kannst du entscheiden, was nicht. solange ihr euch uneins seid, wird das nur schlimmer werden. und sie wird wissen, was zu tun ist, um ihren willen zu bekommen.
du musst ihm glaubhaft versichern, dass du nichts gegen seine tochter hast, ansonsten wird das nichts. und mach ihm auch klar, wie sehr es dich verletzt, wenn er so mit dir redet. rede mit ihm ohne vorwürfe und ohne tränen und ganz in ruhe.

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13. Januar 2006 um 17:08

Hallo
Erst einmal danke für Eure Antworten. Sicher, ihr habt Recht, sie braucht erst einmal Zeit, um sich einzugewöhnen. Dennoch akzeptiere ich nicht, dass ihr Vater gravierende Unterschiede macht.
Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass die beiden viel Zeit miteinander verbringen, aber wer drei Kinder jetzt bzw. vier hat, kann vielleicht verstehen, dass man abends seine Ruhe haben will bzw. braucht. Mein jüngster Sohn ist 22 Monate, da kann ich mich tagsüber nicht einfach mal für ne Stunde ablegen. Seit zwei Wochen habe ich keine Sekunde mehr für mich. Kann mich denn hier keiner Verstehen? Außerdem muss sie ja wohl wie meine Jungs zur Schule, aber Daddy erlaubt plötzlich bis in die Nacht wach zu bleiben. Will ich mal mit ihm reden, läuft sie uns hinterher. Er bringt es nicht fertig, ihr zu sagen, dass wir mal kurz miteinander reden müssen. Wenn er ihr sagt, was sie tun soll, sie es aber nicht will, sagt sie einfach, das er ja schlimmer als ihre Mutter wäre oder er habe sie nicht mehr lieb, oder ich bin doch Deine Tochter....und schon wird er weich und lässt sie machen.
Mit diesen Waffen können sich meine Jungs nicht wehren und tun was er sagt. Mir zerreißt es das Herz jedes Mal und diese Ungerechtigkeit ist nicht auszuhalten. Sage ich ihm dann, das das nicht fair ist, gibt es Ärger. Dabei erwarte ich nur Gleichbehandlung.
Übrigens sie ist 14 Jahre alt.
Ihr habt mir das Gefühl gegeben, das ich hart bin, aber es ist genau das Gegenteil. Es ist diese Ungerechtigkeit meinen Söhnen gegenüber und das er mir nun das Gefühl gibt, ich bin ihm egal.
Dafür darf ich jetzt ihre Sachen wegräumen und Aschenputtel spielen, denn außer chatten tut sie nichts.
Liebe Grüße

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13. Januar 2006 um 17:14

Seitdem ist nichts mehr wie es war.
das ist ein sehr vielschichtiges problem und verlangt nach einem respektvollen umgang damit.
er ist mit dir zusammengezogen und hat deine kinder akzeptiert.
es gab anfängliche schwierigkeiten die nun behoben sind.
jetzt befindest du dich in etwa in der situation in der vorher er war und du bist gefordert deine position der tochter gegenüber zu finden.
wenn sie ohne zu klopfen ins schlafzimmer stürzt musst du ihr die spielregeln erklären.
erst wenn er dir dabei in den rücken fällt habt ihr ein problem.
eine solche "organverpflanzung" ist nicht unproblematisch aber mit ein wenig guten willens von allen seiten werdet ihr das meistern.

manndel

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13. Januar 2006 um 18:37
In Antwort auf manndel

Seitdem ist nichts mehr wie es war.
das ist ein sehr vielschichtiges problem und verlangt nach einem respektvollen umgang damit.
er ist mit dir zusammengezogen und hat deine kinder akzeptiert.
es gab anfängliche schwierigkeiten die nun behoben sind.
jetzt befindest du dich in etwa in der situation in der vorher er war und du bist gefordert deine position der tochter gegenüber zu finden.
wenn sie ohne zu klopfen ins schlafzimmer stürzt musst du ihr die spielregeln erklären.
erst wenn er dir dabei in den rücken fällt habt ihr ein problem.
eine solche "organverpflanzung" ist nicht unproblematisch aber mit ein wenig guten willens von allen seiten werdet ihr das meistern.

manndel

Hi Ariella
Ich glaube, es geht nicht darum, dass dich hier keiner versteht. Oder dass hier die Meinung vorherrscht, du seist hart.

Ich meine aber nach wie vor (habs ja schon einmal geschrieben), dass du Geduld brauchst.

Die junge Damen sucht ihren Platz in eurer Gemeinschaft, und sie tut das eben nicht gerade auf die feine Art, sondern so, wie das Pubertierende eben tun. Sie versucht vielleicht, Vater auf ihre Seite zu ziehen, gegen dich. Gehe nicht darauf ein, auf solche Spielchen. Zudem hat sie klar erkannt, wie sie ihren Vater piesacken kann, nämlich indem sie ihm vorwirft, er sei ja schlimmer als Mutter. Was Vater ja unter keinen Umständen sein will derzeit, denke ich mal. Lass den Vater einfach mal machen, was er richtig findet, auch wenn es nicht gerecht ist. Das mit den gravierende Unterschieden wird sich sicher legen, wenn die Jungs (wie alt sind sie eigentlich) nicht explizit darunter leiden (oder tun sie das?), dann versuche mal vorerst, darüber hinwegzusehen. Sie ist erst so kurz bei euch, ich glaube nicht, dass er sich ewig auf der Nase rumtanzen lassen wird.

Privatspäre mit deinem Freund wirst du noch genug haben, auch wenn diese derzeit gerade ein wenig fehlt, weil er ihr derzeit eben alles recht machen will. Ihr seid alle in einer Ausnahmesituation und sie steckt inmitten der Pubertät, was ja an sich eine extreme Ausnahmesituation ist. So gesehen ist das alles ziemlich *normal*. Versuche, ein wenig cool zu bleiben. Und da konsequent, wo es eben konsequentes Handeln braucht, womit ich meine: Setze der Tochter da Grenzen, wo diese für dich gesetzt sein müssen.

Ich wünsche dir viel Kraft und Geduld! Wassertropfen

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17. Januar 2006 um 20:05

Was soll das denn?
Als ich Deinen Text gelesen habe,dachte ich, du bist eine der wenigen, die mich versteht und hast es auf den Punkt gebracht. Was soll der Quatsch mit dem Fake? Ja, es ist wahr, was soll denn der Scheiß. Ne echt, kein Bock mehr mit Dir zu reden.

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17. Januar 2006 um 20:06

HI
Das hier ist kein Fake.
Ich dachte hier posted man, wenn man Probleme hat.

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