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Die Sonnenseite verlassen

22. Dezember 2014 um 10:00

Ich wohne mit einem Mann zusammen. "Wenn du mit mir zusammen ziehst, kümmer ich mich um alles" war sein Verprechen und so ist es auch. Ich bin endlich von Zuhause rausgekommen und habe seit dem Zusammenzug mit ihm endlich meine Baustellen angepackt und beseitigt. Leider ist dieser Mann in Punkto Liebe nicht das Gesamtpaket, was ich mir wünsche. Doch bei jedem Trennungsversucht kam er unter Tränen und gelobt Besserung. Dann denke ich mir, eigentlich ist mein Leben so auch sehr bequem und ich bin auf der Sonnenseite. Er kümmert sich um mein Wohl (auch finanziell) und ich kann meinem Traumjob nachgehen. Wir schlafen in getrennten Räumen, ich will keine Nähe, er wartet darauf, dass ich wider Gefühle für ihn entwickel. Manchmal habe ich Hoffnung, dass alles gut werden kann. Dass dieser "Versorgungsplan" wieder mit echter Liebe einhergehen kann.

Nun an der Stelle erscheint meine erste Liebe von vor einigen wieder auf der Bildfläche und möchte mich zurück. Die erste große Liebe ist wie eingebrannt ins Herz, ich habe ihn nie vergessen können, fast täglich an ihn gedacht und auch immer ein freundschaftliches Verhältnis behalten. Nun steht er da und sagt "komm zu mir". Davon habe ich seit Jahren geträumt und nun ist es genauso eingetreten. Wir treffen uns regelmäßig und es ist so schön.

Mein Herz sagt, lass alles hinter dir und geh zurück zu dieser Jugendliebe, den du seit Jahren liebst. Mein Verstand sagt, in dem Fall würdest du alles verlieren, was du jetzt hast. Es gab Gründe für die Trennung damals. Nur weil er jetzt wieder ankommt und dir schöne Augen macht, drehst du durch. Kämpf lieber um deine jetzige Partnerschaft, kümmer dich drum, hier wieder Gefühle entwickeln zu lassen und bleib auf der Sonnenseite, gib ihm weitere Chancen sich zu ändern.

Ich weiß nicht weiter.

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22. Dezember 2014 um 11:20

Auf der einen Seite dein Gewissen: Er hat viel für dich getan und es ist ein bequemes Leben.

Auf der anderen Seite: Du bist hochunglücklich und könntest dein Leben selbst in die Hand nehmen, es würde wahrscheinlich insgesamt spannender (da du es nicht mehr einfach hättest und wieder Chance auf Liebe hast).

Ich würde sagen: Besser zu früh als zu spät trennen, auch weil es ihm gegenüber am fairsten ist. Er kann sich dann anderweitig umsehen, wie du auch.

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22. Dezember 2014 um 12:37

Hört
sich nicht besonders fair deinem jetztigen Partner gegenüber an. Es klingt deinerseits überhaupt nicht nach Liebe, sondern du hast einen "Retter" gesucht, der dir schön den Rücken freihält und weil das jetzt so bequem geworden ist, fällt es dir schwer dich davon zu trennen...also da würde ich mir an seiner Stelle echt verarscht vorkommen (naja aber auch irgendwo selbst schuld, wenn man den Helden spielen muss). Es scheint so als würde er dich wirklich lieben, aus deiner Sicht kommt aber nicht viel.

Kläre erst mal deine jetztige Beziehung, wenn du ihn nicht mehr liebst und nur noch wegen der Bequemlichkeiten dort bist, dann solltest du dich mal selbst in den Spiegel schauen und dich fragen, ob er das verdient hat so verarscht zu werden...erst DANN solltest du überlegen, welchen Weg du weitergehen möchtest.

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22. Dezember 2014 um 12:39

Weil
Um alle Mutmaßungen über Persönlichkeitsstörungen aus dem Weg zu räumen, ja, ich habe Probleme und schaffe Dinge nur mit Hilfe. Ich hätte sonst, ohne seine Unterstützung, ewig bei meiner Familie bleiben "müssen" und wäre nie dort ausgezogen.

Wieso wir zwei Betten haben? Ja er schnarcht wie alle Männer ;-P Das ist aber nicht der Hauptgrund. Weil ich keine Nähe zu ihm aufbauen kann, er hat, als wir mal kurz vor der Trennung standen, angefangen sich mit anderen Mädchen (und Jungs... so kam raus dass er bi ist) zu verabreden, die wiederum mir alles erzählt haben. Seit dem kann ich nicht mehr so tun als wäre nichts gewesen. Ich hoffe das Vertrauen kehrt zurück.

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22. Dezember 2014 um 12:43

Er weiß es
Er weiß, wie es aussieht. Er weiß, dass ich nichts mehr empfinde. Er weiß, dass ich mit dem Gedanken spiele auszuziehen. Aber er bittet mich immer um weitere Chancen und fleht, nicht zu gehen, sagt dass wir es schon schaffen werden. (Naja manchmal wirft er mir auch alles vor, aber ich bin immerhin ehrlich zu ihm!)

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22. Dezember 2014 um 21:16

Allein
Autark sein steht für mich in der Form nicht zur Debatte. Ich glaube auch nicht, dass es noch "vernünftige" Singlemänner gibt. Also gebe ich mich zufrieden, mit dem was ich habe. Würde ich mich von ihm räumlich trennen, würde ich wohl zu meiner Jugendliebe ziehen. Alleine will ich nie mehr sein.

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22. Dezember 2014 um 21:41

Du fühlst dich auf dem Rücken
eines Mannes näher an der Sonne?

Scheinbar nicht, sonst würdest Du ihn ja noch lieben, wenn er dich trägt, Du bist abhängig. Und unter der Last deines schweren Herzens bricht er zusammen. Du verlierst so wie Du denkst, früher oder später ehe alles, wenn er DICH dann fallen lässt.

Davon hast Du geträumt und nun steht dein Traum vor der Tür und Du willst ihn nicht, typisch Weib. Kann einfach keine eigenen Entscheidungen treffen. Mach was Du immer wolltest...

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23. Dezember 2014 um 9:00


na vielleicht wäre es doch auch mal gut nicht nur lösung a) ich bleib bei meinem versorger oder b) ich geh zum ex, sondern noch ein lösung c) ich guck mal wer ich selbst bin und bleib erstmal für mich alleine

eine lösung für dich. denn ich find es schon wichtig, dass du mal heraus findest, was du überhaupt für dein eigenes leben willst. und auch die erfahrung machst, dass es sehr wohl auch alleine geht.
warum mußt du unbedingt einen partner haben? ohne geht die welt nicht unter.
und man lernt viel über sich selbst. auch was man alles kann, was man vorher nie für möglich gehalten hat.
oder hast du keinen job/ausbildung und mußt dir einen "Versorger" suchen, damit du nicht unter der brücke schlafen musst.
auch da gibts lösungen.
vielleicht ist es ein ansatz für dich. vielleicht musst du aber auch immer abhängig sein von irgendwem und irgendwas.
das wäre dann aber keine liebe....

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23. Dezember 2014 um 11:09

.
Ich habe alleine gewohnt und musste irgendwann zu meiner Familie zurück, weil es nicht ging. Leben und leben lassen, Leute. Mein Beitrag fragt nicht nach meinem Aufenthaltsort, das haben einige wohl falsch aufgefasst.

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23. Dezember 2014 um 13:35

"mit Hilfe von Menschen, mit denen du nicht in einem Abhängigkeitsverhältnis stehst."
Das ist schön formuliert, wenn man es aber mal etwas genauer beleuchtet, wird klar, dass man sich IMMER in ein Abhängigkeitsverhältnis begibt, wenn man sich von Anderen helfen lässt.

Der Grad der Abhängigkeit mag sich unterscheiden, das ist aber auch alles...

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23. Dezember 2014 um 13:46

"Du lebst in einem Umfeld voller selbstgewählter Abhängigkeiten"
Wenn sie wirklich "selbstgewählt" sind, ist es doch gut.

Viel schlimmer sind eh die Abhängigkeiten, die man sich nicht selbst ausgesucht hat und die dennoch bestehen...

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26. Dezember 2014 um 12:24

Wieso
Wieso ist das bei zwischenmenschlichen Beziehungen anders? Die kann man genauso auflösen, abhauen oder "gegangen werden". Genauso wie man in deinem Beispiel den Job kündigen kann.

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