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Die schreckliche Angst allein zu sein! Wie überwindet man sie?

22. August 2002 um 19:36 Letzte Antwort: 7. September 2002 um 13:47

Hallo Leute!
Ich habe ein großes Problem, das mein ganzes Leben beeinträchtigt und zwar ist es die Angst vorm Alleinsein.
Die erste Angst ist die, dass ich in der Dunkelheit nicht allein gelassen werden kann.
Ich habe immer solche Angst, dass ein Einbrecher kommt, male mir die allerschlimmsten Horrorszenarien aus. Sobald ich ein Geräusch höre, erstarre ich regelrecht zu einer Statue und zitter am ganzen Lieb.
Ich habe immer das Gefühl, dass mich einer schon die ganze Zeit durchs Fenster beobachtet, sogar dass er mal durchs Fenster schießt!
Jetzt wird’s ja wieder eher dunkel, ich halte das doch nie aus!
Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer, anstatt besser! Je älter ich werde, desto kindischer bin ich!
Die nächste Angst vorm Alleinsein, ist die Angst, plötzlich alleine dazustehen. Alle Freunde zu verlieren und keine mehr zu finden.
Wenn ich mir nur vorstelle, mein Freund würde mit mir Schluss machen. O Gott, das wäre die Hölle!
Ich kann nicht alleinsein.
Ich brauche jemanden, der die ganze Zeit bei mir ist, Minute für Minute, Stunde für Stunde, Tag für Tag, Jahr für Jahr, der mich bewacht, beschützt und behütet, mit mir lacht, mich unterhält, der mir Wärme gibt und mich liebt.
Momentan bin ich sehr selten alleine.
Doch wenn, dann ist das jedesmal eine Riesenkatastrophe!
Warum bin ich so?
Wie können manche, deren Freund vor 2 Wochen mit ihnen Schluss gemacht hat, nach den 2 Wochen wieder lachen, vielleicht sogar glücklich sein??? Wie machen die das?
Ich könnte den Rest meines Lebens nicht mehr lachen, hätte an nichts mehr Spaß, hätte keinen Hunger mehr, würde abnehmen, nur noch weinen. Ich würde zu Grunde gehen!
Aber warum nur ich? Warum nehme ich mir das alles so sehr zu Herzen? Das machen andere doch auch nicht!
Ich fühle mich schon total einsam und verlassen, wenn ich mal ne Stunde niemanden bei mir habe!
Gibt es einen von euch, dem es da genauso geht???
Es wäre schön für mich, zu wissen, dass es vielleicht viele gibt, die da so sind wie ich!
Lolita

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22. August 2002 um 20:12

Ich mache gerade das durch was du beschreibst...
> Warum nehme ich mir das alles so sehr zu
> Herzen? Das machen andere doch auch nicht!

JEDER Mensch macht es, nur KEINER redet gerne darüber, obwohl es wichtige Themen sind.

Momentan stehe ich alleine dar, habe kaum noch hunger, in den letzten 2 Wochen ca 7 kg abgenommen, und weine jede Nacht. Kann in meinem Bett nicht schlafen weil ich ihren Schatten neben mir spüre.

Davor hatte ich Angst vor der Dunkelheit, nun sitze ich im Dunkeln. Es ist genau der Punkt andem einem alles egal ist, und man nurnoch an Glück glaubt und hofft.

Ich bin alleine, und für die Zukunft sieht es auch nicht rosig aus. Selbst daran Schuld bin ich auch teils, aber ich gewinne schliesslich nur das was ich Forme. Lächeln, Sonne tanken, Mäuse über den Boden herhuschen sehen, ihnen Namen geben.

Das Leben geht weiter, thats Life...

"Ich dachte immer ich hätte einen blauen Geist im Wandschrank, aber als ich keine Angst mehr gezeigt hatte, habe ich gesehen das er liebevoll ist..."

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22. August 2002 um 20:37

Du solltest selbstbewusstsein aufbauen
hast du überhaupt gelernt eigenständig zu sein? hast du schonmal alleine eingekauft?

gegen deine ängst vor einbrechern kannst du was machen. als kleiner knirps hatte ich davor auch angst das einbrecher kommen. ich habe dann immer fallen gebaut und mich kaputt gelacht wenn ich mir vorstellte wie die da hineintabsen. ja ok fallen bauen ist keine gute idee .
wir wäre es mit absichern der fenstern und türen? hat natürlich keinen sinn wenn du wie ich im 10 stock wohnst aber paterre oder efh bringt das viel sicherheit. achja du kannst keine minute alleine sein ... das sollteste dir so schnell wie möglich abgewöhnen in den ersten monaten möge das noch süss wirken auf deinen freund doch irgendwann geht ihn das auf den sack.

warum es bei dir so ist habe ich ja schon erwähnt, mangelndes selbstbewusstsein. dagegen helfen selbstverdeitigungskurse. gegen angst vorm allein sein helfen ausserdem gute freundinnen. wenn du dich abhänig machst lädst du zum verarschen ein denn du wirst nicht schlussmachen.

hoffe dir ein bissel geholfen zu haben


ich war mal der meinung das ich nach meiner jetzigen freundin kein leben mehr möglich ist. stande wegen meiner ersten liebe auf einen brückengeländer und habe den wind entscheiden lassen welche richtung ich falle. heute weis ich das es immer ein weiter gibt, alles hat ein sinn. meine grösste liebe hat mit mir schluss gemacht mein leben war an diesen tag für mich zuende doch habe ich mich entschieden weiterzumachen und mich nicht hängen zu lassen. nun bin ich wieder mit ihr zusammen und bin wieder glücklich doch weis ich heute besser als früher das ich sie mit jeder faswer meines körpers liebe aber wenn sie mich nochmal verarscht das ich gehen werde um ein leben ohne sie aufzubauen. es gibt immer ein morgen!!!

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22. August 2002 um 21:22

Deine Verlustangst...
...ist meiner Meinung nach die Urangst. Neugeborene wissen instinktiv, dass sie sterben werden, wenn sie allein gelassen werden. Hunger oder Unwohlsein veranlasst sie deshalb, zu weinen, wenn nichts geschieht, schreien sie und wenn immer noch niemand kommt, geraten sie in Panik, kriegen Schreikrämpfe, es ist die pure Todesangst.

Kann es sein, dass irgendetwas in deiner Kindheit geschehen ist, dass du aus dieser frühen Phase Ängste mitbekommen hast, die du nicht mehr überwinden kannst?

Kleinkinder verstehen und reden, die Urangst wird geringer. Mit zunehmendem Alter gewinnt man an der Hand der Eltern immer mehr Freiheiten, Sicherheiten, Selbständigkeiten. Es gibt zig Gelegenheiten, sich unter Führung der Eltern zu beweisen, dass diese Angst immer überflüssiger wird. Später, auf eigenen Beinen, mit Job und Freundeskreis, wirtschaftlichem Überblick und sozialem Durchblick sind Restängste dann total verschwunden, es kann ja eigentlich nichts passieren.
Aber das kannst du dir hundertmal sagen, es nützt nichts, stimmts?
Was wäre denn, wenn du plötzlich alleine daständest? Was würde denn wirklich passieren? Müsstest du verhungern, weil du dir nichts zu essen kaufen könntest, oder wolltest du vor Kummer nichts essen? Würdest du unter der Brücke erfrieren, weil du keine Wohnung hast, oder wolltest du vor Kummer dort zu Grunde gehen? Trifft eine Fragen zu und kannst du daran was ändern? Ich glaube, ändern in deinem Leben kannst immer nur du selbst etwas, auch wenn du Hilfe brauchst, musst du sie dir holen, das passiert nicht von selbst, das machen nicht andere für dich.

Die Angst vor der Dunkelheit oder Alleinsein in einem Haus/einer Wohnung hatte ich auch. Meine Eltern haben mich gezwungen, einmal in der Woche an einem Abend bis tief in die Nacht alleine zu bleiben, ich weiß noch wie ich meine Mutter immer wieder anflehte, diesmal nicht zu gehen. Ich war noch sehr klein, zu klein, um dies unbeschadet zu überstehen. Ich hatte wahnsinnige Angst, ich wusste nicht einmal wovor, deshalb konnte ich mir die Angst auch nicht vom Leibe halten, durch Türen zusperren oder so, sie war ganz nah bei mir, in mir, ich erschrak vor einem Geräusch auf der Treppe genauso, wie vor dem eigenen Magenknurren, alles kam mir äußerst bedrohlich vor.

Als ich größer wurde und mein Verstand sich entwickelte, versuchte ich, mir die Angst abzutrainieren. Ich suggerierte mir Mut, hatte aber als erwachsene Frau immer noch zu große Ängstlichkeit, erst mein Hund gab mir jubelnde Sicherheit, er hört alles, riecht alles, ist er ruhig, ist alles in Ordnung. Die Gelassenheit des Hundes hat sich auf mich übertragen, in vielen Jahren hat sich keine meiner übertriebenen Ängste gerechtfertigt, nie ist etwas passiert. Meine Problemlösung heißt "Münsterländer", deine wird anders aussehen, auch hier kannst nur du selbst etwas tun, und sei es, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ich meine, das wäre in deinem Fall angebracht.
Ich wünsche dir viel Eigenantrieb und Energie
lass mal wieder was hören
Verzauberin

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23. August 2002 um 8:32

Hi Lolita
...kann dir leider nicht wirklich helfen, weil ich selbst nicht so sehr unter Verlustängsten o.ä. leide - aber bei Angst vor der Dunkelheit hat mir immer geholfen, das Radio die ganze Nacht laufen zu lassen (da kommt man sich nicht so alleine vor find ich) und in schlimmen Fällen auch die Nachtischlampe brennen zu lassen. Oder schlaf doch mal mit Walkman ein, dann kannst du keine Geräusche hören!
Wenn deine Ängste allerdings schon in Panik ausarten, so wie die Angst, deinen Freund zu verlieren, würde ich vielleicht einmal über einen Besuch beim Psychologen nachdenken. Der kann dir vielleicht am besten weiterhelfen, und da ist ja auch nichts dabei!
In der Homöopathie gibt es auch gegen die verschiedensten Angstzustände Medikamente, die
sehr gut helfen.

Lg
Solnischka

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23. August 2002 um 8:33

Hi Lolita...
hats du mal daran gedacht, dir bei diesen geschilderten extremen Problem professionelle Hilöfe zu suchen?
Denn ich habe das gefühl, du steigerst dich da sehr in etwas hinein, und schaffst es auch mit unseren guten Worten nicht wieder da raus!

Du entwickelst ja richtige katastrophengedanekn, diese machen dir so eine Angst, dabei weißt du doch garnicht, wie das wirklich wird, wenn all das eintritt, was du so befürchtest. Natürlich wird das schwer, aber wer sagt denn, daß du nie wieder lachen wirst, essen, träumen un dglücklich sein?
Du stellst dir das so vor, aber das wirkliche Leben zeigt, es geht immer weiter....
Solange der fll deiner Ängste nicht eintritt, solltest du dich auch nicht so verrückt machen!
Es ist immer noch zeit genug, sich dann damit auseinander zus etzen, wenn es soweit ist, sofern es überhaupt irgendwann einmal eintreten wird, verstehst Du?
Du machst dir jetzt über Dinge so arge Gedanken, daß du völlig starr bist und das Leben nicht genießen kannst, merkst du das??

Wenn wieder mal so Gedanken kommen, baue dir andere Beruhigungsgedanken auf, wenn du ein geräusch hörst, dann denke nicht, ohweh, da ist ein Einbrecher un dkillt mich, sondern denke dir das, was am realistischsten ist, nämlich, daß draußen der Wind weht, die Blätter fegen übers Dch, Autos fahren, das Gebälk knackt, das sind alles völlig normale Dinge, die du hörst!!

Und wenn du denkst, dein leben ist vorbei, weil dein partner dich verlassen sollte irgendwann mal, dann versinke nicht in Kummer und Gram, denn du weißt nicht, wie es wirklich sein wird. Freue dich an eurer jetzigen gemeinsamkeit und stelle dir das leben mit ihm vor, bis ihr alt werdet, glaube an eure Liebe und daran, daß er dich liebt und überhaupt keinen Grund hat, dich zu verlassen, du bist nämlich toll und sehr liebenswert!!

All das was ich hier schreibe, habe ich selbst so erlebt und gelebt und es hat super geholöfen, aber mit Hilfe einer Psychologin und das in vielen Wochen, denn es baut sich sehr schnell auf , so eine Angst, aber langsam wieder ab, denn es ist wie eine alte Gewohnheit, die erst mal durch neue gewohnheiten abgelost werden muß!!

Positives Denken und die richtige Einstellung zu den realen Dingen im Leben, das ist wichtig, nicht verrückt machen lassen!!!


Du schaffst das!!

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24. August 2002 um 13:10

Sorg' für eine schöne Atmosphäre!
Hallo,
was du beschreibst, kenne ich sehr gut, wenn auch nicht so extrem. Als ich klein war, und meine Eltern waren abends mal weg, bekam ich regelrecht Panik. Ich bin mitten in der Nacht aufgewacht, öffnete ihre Schlafzimmertür, aber sie waren nicht da, ihre Betten waren leer und frisch gemacht, und ich war ganz allein in dem großen Haus. Ein Alptraum! Wenn sie eine Telefonnummer aufgeschrieben haben, hab ich da immer angerufen, auch wenn es irgendein Restaurant oder eine Kneipe war. Oft bin ich auch im Nachthemd durch die Straßen gelaufen, hab bei Nachbarn geklingelt und mich von ihnen ins Bett bringen lassen. Das ging bestimmt so, bis ich 11 oder 12 war. Meinen Eltern muss das ganz schön peinlich gewesen sein.

Sowas gibt es heute natürlich nicht mehr. Aber ich verfüge auch über eine äußerst lebhafte Fantasie (freu dich, die hast du anscheinend auch ), und deshalb meide ich es, Horrorgeschichten zu lesen, vor allem vor dem Schlafen.
Ich hab zum Beispiel letztens eine Kurzgeschichte von Stephen King gelesen. Eine furchtbar kranke Geschichte über eine Finger, der aus dem Abfluss kam. Ich hab dann immer ganz angespannt gelauscht, ob irgendwelche kratzenden Geräusche aus dem Badezimmer drangen.
In einer anderen ging es um ein grässliches Schreckgespenst, das nachts aus dem Schrank kam und Kinder ermordete. Ich hab's dann nichtmal mehr gewagt, nachts meinen Schrank anzusehen.
Ja, das ist alles furchtbar irrational, ich weiß. und trotzdem. Man fand die Geschichte tagsüber spannend, und nachts geht sie einem nicht mehr aus dem Kopf und nimmt monströse Gestalt an. Man steigert sich halt total hinein und kann an nichts anderes mehr denken. Das geht nicht nur Kindern so, die vielleicht noch an Ungeheuer glauben.

Falls du auch dazu neigst, dich durch solche Geschichten und Gedanken um den Schlaf bringen zu lassen, dann meide sie. Lese angenehme Geschichten vor dem Schlafen, sieh dir lustige Filme an, und mach dir vor allem klar, dass du zwar schon unzählige male gruselige Geräusche vernommen hast, dass es aber immer wieder bei den geräuschen geblieben ist, und du morgens immer wieder heil und gesund aufgewacht bist. Denk dran, dass die Nacht nicht bedrohlicher ist als der Tag. Die Welt ist die gleiche, nur liegt nachts ein Schleier aus Dunkelheit und Stille über allem.

Mir hat es auch geholfen, in eine Großstadt zu ziehen. Zwar ist vor meinem Fenster zu jeder Zeit massig Verkehr, der einen nachts schlecht schlafen lässt, und man hört ständig Leute sprechen und lachen, die aus der gegenüberliegenden In-Kneipe kommen, aber das Wissen, dass draußen noch immer das Leben tobt und man nicht allein auf der Welt ist, ist irgendwie beruhigend, und das hilft einem bei Vernunft und Verstand zu bleiben. Und das Knacken der Heizung oder die undefinierbaren, seufzenden Laute, die manchmal aus dem Lüftungsschacht kommen, stören einen dann auch nicht mehr.

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25. August 2002 um 2:56

Das kann einem das Leben ganz schön verleiden,
hast Du schon mal über eine Therapie nachgedacht? Verhaltenstherapie oder was auch immer? Es gibt Super-Leute,die nicht leicht zu finden sind.
Da bin ich immer nach Empfehlungen v. Bekannten,Freunden gegangen u. hab auch mal 2-3 probiert,der vierte war der Richtige,der meine Probleme ernst genommen hat.Jedenfalls empfand ich das so.
2 Jahre Gruppentherapie u. Analyse haben mein Leben verändert.

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7. September 2002 um 13:42
In Antwort auf ornat_12743644

Sorg' für eine schöne Atmosphäre!
Hallo,
was du beschreibst, kenne ich sehr gut, wenn auch nicht so extrem. Als ich klein war, und meine Eltern waren abends mal weg, bekam ich regelrecht Panik. Ich bin mitten in der Nacht aufgewacht, öffnete ihre Schlafzimmertür, aber sie waren nicht da, ihre Betten waren leer und frisch gemacht, und ich war ganz allein in dem großen Haus. Ein Alptraum! Wenn sie eine Telefonnummer aufgeschrieben haben, hab ich da immer angerufen, auch wenn es irgendein Restaurant oder eine Kneipe war. Oft bin ich auch im Nachthemd durch die Straßen gelaufen, hab bei Nachbarn geklingelt und mich von ihnen ins Bett bringen lassen. Das ging bestimmt so, bis ich 11 oder 12 war. Meinen Eltern muss das ganz schön peinlich gewesen sein.

Sowas gibt es heute natürlich nicht mehr. Aber ich verfüge auch über eine äußerst lebhafte Fantasie (freu dich, die hast du anscheinend auch ), und deshalb meide ich es, Horrorgeschichten zu lesen, vor allem vor dem Schlafen.
Ich hab zum Beispiel letztens eine Kurzgeschichte von Stephen King gelesen. Eine furchtbar kranke Geschichte über eine Finger, der aus dem Abfluss kam. Ich hab dann immer ganz angespannt gelauscht, ob irgendwelche kratzenden Geräusche aus dem Badezimmer drangen.
In einer anderen ging es um ein grässliches Schreckgespenst, das nachts aus dem Schrank kam und Kinder ermordete. Ich hab's dann nichtmal mehr gewagt, nachts meinen Schrank anzusehen.
Ja, das ist alles furchtbar irrational, ich weiß. und trotzdem. Man fand die Geschichte tagsüber spannend, und nachts geht sie einem nicht mehr aus dem Kopf und nimmt monströse Gestalt an. Man steigert sich halt total hinein und kann an nichts anderes mehr denken. Das geht nicht nur Kindern so, die vielleicht noch an Ungeheuer glauben.

Falls du auch dazu neigst, dich durch solche Geschichten und Gedanken um den Schlaf bringen zu lassen, dann meide sie. Lese angenehme Geschichten vor dem Schlafen, sieh dir lustige Filme an, und mach dir vor allem klar, dass du zwar schon unzählige male gruselige Geräusche vernommen hast, dass es aber immer wieder bei den geräuschen geblieben ist, und du morgens immer wieder heil und gesund aufgewacht bist. Denk dran, dass die Nacht nicht bedrohlicher ist als der Tag. Die Welt ist die gleiche, nur liegt nachts ein Schleier aus Dunkelheit und Stille über allem.

Mir hat es auch geholfen, in eine Großstadt zu ziehen. Zwar ist vor meinem Fenster zu jeder Zeit massig Verkehr, der einen nachts schlecht schlafen lässt, und man hört ständig Leute sprechen und lachen, die aus der gegenüberliegenden In-Kneipe kommen, aber das Wissen, dass draußen noch immer das Leben tobt und man nicht allein auf der Welt ist, ist irgendwie beruhigend, und das hilft einem bei Vernunft und Verstand zu bleiben. Und das Knacken der Heizung oder die undefinierbaren, seufzenden Laute, die manchmal aus dem Lüftungsschacht kommen, stören einen dann auch nicht mehr.

NEIN! Ich habe dir einen solchen langen Text geschrieben
und jetzt ist er weg!

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7. September 2002 um 13:47
In Antwort auf Lolita18

NEIN! Ich habe dir einen solchen langen Text geschrieben
und jetzt ist er weg!

Ich schreibe nochmal die Kurzform:
Ich habe damals auch mit 10 JAhren oder so "ES" von Stephen King gesehen, seitdem scheine ich ein richtiges Trauma zu haben. Ich kann keine Horrorfilme mehr sehen, ohne danach wieder tagelange Alpträume zu haben.
Final Destination ist auch so ein schrecklicher FIlm.

Dann habe ich noch geschrieben, dass mir einmal etwas sehr Beängstigendes wiederfahren ist. Ich möchte jetzt noch nicht schreiben was. es war jedenfalls sehr mysteriös und auch unglaubwürdig, deswegen möchte ich es auch noch nicht schreiben.
Ich wollte dich frage, ob du vielleicht auch schonmal so etwas erlebt hast, worüber du dich mit keinem zu sprechen wagtest.
Ich war mit 2 Freundinnen in einem Zimmer, aber die eine hat von all dem was passiert ist nichts mitbekommen.

Wenn ich es jemandem erzählt habe, haben die immer nur gedacht, ich würde mir es ausdenken oder wir hätten es uns nur eingebildet und so weiter. Doch es war nicht so.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir zurückschriben würdest!

Viele Grusel, äh Grüßle

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