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Die Psyche überlisten! Hilfe?

25. Januar 2007 um 22:17

Hallo an alle!

Der gefallene Engel hat wieder einmal Probleme.
Ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht etwas weiter helfen.
In den letzten zwei Jahren bin ich immer unsicherer geworden, vorher war ich nicht so, viel selbstbewusster. Ich habe zwar mein Abi sehr gut abgeschlossen, aber es hätte besser sein können, wenn ich in gewissen Fächern mündlich sicher aufgetreten wäre, wie vor ein paar Jahren. Immer habe ich gestottert und das tue ich teilweise immer noch. Letztens z.B. habe ich ein Praktikum beim Arzt gemacht, da habe ich bei jeder Aufgabe zwei Mal nachgefragt, damit ich ja nichts falsch mache und habe sie super genau erledigt, weil ich Angst hatte, jemand könnte mich als Idiot bezeichnen. Nächste Woche fange ich wahrscheinlich mein dreimonatiges Krankenpflegepraktikum an und habe jetzt schon wieder so viel Angst. Ich will nicht wieder stottern, wenn mich jemand etwas fragt oder selbst zig Mal nachfragen müssen, wenn ich eine Aufgabe bekomme. Diese große Angst zu versagen, oder dass alle denken könnten, ich sei ein dummer Idiot, zerfrisst mich so sehr.
Unter Freunden oder bei meinen Eltern bin ich so anders, aber die kenne ich ja alle.
Manchmal frage ich mich, ob ich wirklich Medizin studieren sollte, wenn ich so viel Angst vor Menschen und vor dem Versagen habe. Aber ich will nicht vor mir selber weglaufen und manchmal überliste ich mich ja selber, indem ich anderen helfe. Vor allen Dingen war ich doch vor nicht allzu langer Zeit nicht so.

Kennt jemand das Problem, bzw. was sagt Ihr dazu?

Danke für eure Antworten!

Liebe Grüße,
Angel

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26. Januar 2007 um 17:01

Hallo!
Ich danke dir sehr für deine Antwort! Sie hat mir etwas Mut machen können. Ich muss da wirklich raus, denn ich kann ja meine Mitmenschen nicht ewig mit meinen Angstattacken nerven (mein Freund z.B. dient meistens als "Blitzableiter" ).

Meinst du, es wäre eine gute Idee, gleich am Anfang meine Schwäche zuzugeben? Ich würde "befürchten" dass da jemand noch extra drauf herumtrampelt, wenn du verstehst, was ich meine.

Was ich auch merkwürdig finde ist, dass ich beim Flirten oder Ähnlichem gar keine Probleme habe/hatte. Wenn ich Musik mache, dann bin ich auch ganz anders (auch was die Mitwirkenden angeht).
Einfach komisch!

Wann es angefangen hat, weiß ich nicht mehr so genau, ich denke aber, dass das nach der 10ten Klasse angefangen hat. Die 11te war mental gesehen absolut beschissen, in der Schule war es ein Gammeljahr (zählte weder zur Oberstufe noch zur Unterstufe, total sinnlos, auch inhaltlich). Ich und jemand anders aus unserer Klasse hätten überspringen können, aber unser Klassenlehrer, kurz vor der Rente, hat sich nicht darum gekümmert während andere Klassenlehrer ihre Schüler haufenweise durchgelassen haben. Da war schon die Motivation weg (wirklich nicht eingebildet oder arrogant gemeint). Was schlimmer war, war meine Anorexie, das Fast-Erblinden meines Vaters und seine daraus resultierende Aggression. Obwohl er für eine Zeit lang nichts sehen konnte, meinte er doch, alles genau sehen zu können - kurzgesagt, alles, was ich für meine Eltern erledigt habe, musste ich haargenau erledigen, bei jedem kleinen Fehler gab's Geschrei. Jedes falsche Zucken in meinem Gesicht war auch Grund zum Ausrasten. Das schlimmste war ja, dass wir zu genau dieser Zeit gebaut haben (mit viel Eigenarbeit) und dass da auch alles umso perfekter sein musste.

Vielleicht ist das der Grund?

Liebe Grüße,
Angel

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26. Januar 2007 um 17:07

Hi!
Danke auch für deine Antwort!
Was passiert ist, dass ich jetzt so unsicher bin, kannst du in meinem Beitrag lesen (Antwort auf Coleen41 um 17:01).

Das, was du hier dargestellt hast, ist genau die Methode, die ich versuche. Trotzdem fällt mir das bei Aufgaben schwerer, alle Gedanken kreisen um diese Aufgabe... Bei Menschen (vorzugsweise Omas/Opas und Kinder ) fällt mir alles so leicht.

Ich muss mich wirklich zusammenreißen!

Liebe Grüße,
Angel

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26. Januar 2007 um 19:03

Danke
nochmal für eure hilfreichen Beiträge!

An Apfel: Ich danke dir herzlich, die Idee mit dem Buch gefällt mir wirklich sehr gut!! Ich denke, das werde ich erst einmal versuchen. Hoffentlich gelingt es mir, das durchzuziehen und keine negativen Einträge zu schreiben.

An Coleen41: Danke dir auch noch einmal für deine ausführliche Antwort. Du hast recht, wahrscheinlich sollte ich mir wirklich professionelle Hilfe holen. Das hat mir eine Freundin schon seit Jahren empfohlen (wg.Vater+Anorexie), habe ich aber nie richtig durchgezogen, außer mit dem Hausarzt zu reden, aber das hat nicht wirklich etwas mit Psychoanalyse zu tun gehabt.

Ich habe allerdings Angst, wegen meinen Eltern. Die sehen Psychologen und Psychiater sowieso schon als "bekloppt" an und haben nicht viel dafür übrig, denke ich.

Manchmal fühle ich mich so, als sei ich viel zu empfindlich oder zart, um in diese Gesellschaft zu passen, auch wenn es sich nach "naives, kleines Mädchen" anhört. Kennt ihr dieses Gefühl?
Ich glaube, ich brauche einfach mehr Biss.

Liebe Grüße,
Angel

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