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Die Liebe meines Lebens und mein Konsumverhalten

17. Juni um 17:06

Hey....
Ich wende mich an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß. Bin auch nicht sicher ob mir jemand außer mir selbst helfen kann, aber trotzdem :

Nach 8 Jahren im Liebesleben und 90% schlechter bis furchtbarer Erfahrungen, habe ich ihn getroffen. Einen Mann wie ich ihn mir in naiven Träumen vorgestellt habe. Er ist wunderschön von innen und außen und macht es einem so leicht ihn zu lieben. Auch nach über 2 Jahren (meine längste Beziehung) bin ich jeden Tag mehr verliebt. Wir funktionieren gut zusammen und es ist nie einseitig. Wir sind verlobt und wollen unser Leben miteinander verbringen.

Jetzt zum Problem :
Er hat mich quasi gerettet, vor mir selbst und dem mehr als bedenklichen PartyLifestyle.
Amphetamine und Cannabis gehörten vorher knapp 2 Jahre lang zu meinem Alltag.
Berauscht von dieser Liebe und endlich einem Antrieb wieder klarzukommen, habe ich mit beidem in diesem Ausmaß aufgehört. Wir waren zwar zusammen sehr viel Party machen aber haben relativ schnell gemerkt, dass wir unseren Konsum einschränken sollten.
Das hat auch mehr oder weniger funktioniert. Wahrscheinlich war ich die erste, die den Pakt gebrochen hat, aber auch er hat ab und zu trotz der Absprache konsumiert. Die erweiterte Abmachung war dann, nur noch zusammen zu konsumieren und auch das am besten selten.
Er hat weniger Probleme damit sein Wort zu halten, mir fiel es definitiv schwerer, vor allem in Verbindung mit Alkohol und da ich eine kleine Drogenkarriere hinter mir habe, ist meine Hemmschwelle deutlich niedriger.
Im Gegensatz zu dieser Vergangenheit, habe ich mich tatsächlich um 180 Grad gedreht.
Was auch meistens mit konsumaffinem Verhalten mit einspielt, ist diese "Fehltritte" zu relativieren.
Darin bin ich Profi. Noch dazu kommen Lügen in Bezug auf den Konsum.
Was für mich keine größere Sache ist, ist in einem Vertrauensverhältnis, wie wir es eigentlich beanspruchen, ein großer Bruch für ihn.
Wie gesagt ist verheimlichter Konsum bei uns beiden schon vorgekommen, bei mir aber sooft, dass es schon regelrecht routiniert abläuft.
Sein Argument, das ich natürlich gut nachvollziehen kann, ist, dass ich dann auch in Bezug auf z.B. Treue lüge und, dass er nicht mehr weiß was er von meinen "schönen Worten" noch glauben kann. Oder was ich tue wenn er nicht als Kontrollinstanz da ist.
Ich habe schon 100 mal um Verzeihung gebeten und unzählige aufrichtige Tränen vergossen und beteuert, dass ich mich bessern will und es ist jedes mal ernst gemeint.
Aber jetzt ist der Punkt erreicht, da ich keine Worte mehr habe und kein Versprechen mehr zählt. Trotzdem will ich, dass er versteht, dass sich das in Bezug auf Drogen so verhält, aber nichts mit unserer tatsächlichen Beziehung zu tun hat.
Eigentlich ist es so schön und das muss doch auch zählen...
Ich will natürlich nicht, dass ihm egal ist, was ich mache aber auch nicht, dass er mein Verhalten mit dem zwingenden Scheitern gleichsetzt .
Ich investiere verdammt viel und bin die meiste Zeit eine mehr als gute Partnerin. Auch er weiß das und hat schon mehrmals gesagt, dass er in einer Beziehung noch nie so glücklich war.
Und auch wenn es sich nach viel rumgejunke anhört, unterstützen wir uns eher als uns in Abgründe zu reissen.

Ich weiß, dass es besser wäre, es komplett sein zu lassen und dass ich ein vormals besiegtes Suchtproblem zumindest im kleinen Ausmaß wiederbelebt habe.

Er ist mir natürlich wichtiger als jeder Rausch. Hauptgrund für Streit in dieser Beziehung ist allerdings genau dieses Drogenthema. Nach dem letzten mal habe ich 6 Monate Pause gemacht (inklusive Alkohol) um ihm zu beweisen, dass mir die Beziehung wichtiger ist.
Ich weiß nicht wie ich im umgekehrten Fall reagieren würde.... vielleicht ähnlich aber weniger heftig.
Natürlich sollte man meinen, ich könnte es doch "einfach lassen" gerade weil ich ihn so liebe, aber der Impuls ist oft stärker.

Die Rechtfertigung vor mir selbst ist die Tatsache, dass es in meinem alltäglichen Leben und Denken ja quasi keine Rolle mehr spielt. Ich bin auch nicht hinterher mir was zu besorgen und Cannabis rauche ich vielleicht 4x im Jahr.
Das heißt ich brauche es nicht aber ich will noch zu oft... ?
Tatsächlich mache ich es auch fast lieber ohne ihn, weil es seinen Charakter stark verändert, zumindest für die DraufZeit. Auch er erkennt sich im Nachhinein nicht wieder; er wird weder aggressiv noch total meschugge aber ziemlich idiotisch und stumpf und teilweise unerträglich in gewissen Hinsichten.

Wie kann ich es schaffen mich an unsere Regeln zu halten ?
Und sind seine Wut und Zweifel gerechtfertigt ?
Er sagt, so jemanden kann er nicht heiraten und dass er denkt wir hätten uns entwickelt...
Seine "Forderung" ist ja nicht mal absurd sondern geht absolut in die richtige Richtung aber ich habe das Gefühl, dass ich für so einfache Dinge am längsten brauche.
Sabotiere ich mit meinem Verhalten die schönste Beziehung überhaupt oder sollte er ein bisschen nachsichtiger sein und nicht eine ganze Welt zusammen brechen lassen?
Vielleicht von beidem ein bisschen?

Jedenfalls weiß ich nicht ob ich noch eine Chance bekomme, weiß auch nicht ob ich noch eine verdient habe, will am liebsten von dieser Welt verschwinden (nicht suizidgefährdet!).
Trotzdem glaube ich, dass eine Liebe wie diese nicht daran scheitern sollte.
Ich kann und will mir kein Leben ohne ihn vorstellen.


....

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17. Juni um 17:14
In Antwort auf moxi

Hey....
Ich wende mich an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß. Bin auch nicht sicher ob mir jemand außer mir selbst helfen kann, aber trotzdem :

Nach 8 Jahren im Liebesleben und 90% schlechter bis furchtbarer Erfahrungen, habe ich ihn getroffen. Einen Mann wie ich ihn mir in naiven Träumen vorgestellt habe. Er ist wunderschön von innen und außen und macht es einem so leicht ihn zu lieben. Auch nach über 2 Jahren (meine längste Beziehung) bin ich jeden Tag mehr verliebt. Wir funktionieren gut zusammen und es ist nie einseitig. Wir sind verlobt und wollen unser Leben miteinander verbringen. 

Jetzt zum Problem :
Er hat mich quasi gerettet, vor mir selbst und dem mehr als bedenklichen PartyLifestyle.
Amphetamine und Cannabis gehörten vorher knapp 2 Jahre lang zu meinem Alltag.
Berauscht von dieser Liebe und endlich einem Antrieb wieder klarzukommen, habe ich mit beidem in diesem Ausmaß aufgehört. Wir waren zwar zusammen sehr viel Party machen aber haben relativ schnell gemerkt, dass wir unseren Konsum einschränken sollten.
Das hat auch mehr oder weniger funktioniert. Wahrscheinlich war ich die erste, die den Pakt gebrochen hat, aber auch er hat ab und zu trotz der Absprache konsumiert. Die erweiterte Abmachung war dann, nur noch zusammen zu konsumieren und auch das am besten selten.
Er hat weniger Probleme damit sein Wort zu halten, mir fiel es definitiv schwerer, vor allem in Verbindung mit Alkohol und da ich eine kleine Drogenkarriere hinter mir habe, ist meine Hemmschwelle deutlich niedriger.
Im Gegensatz zu dieser Vergangenheit, habe ich mich tatsächlich um 180 Grad gedreht.
Was auch meistens mit konsumaffinem Verhalten mit einspielt, ist diese "Fehltritte" zu relativieren. 
Darin bin ich Profi. Noch dazu kommen Lügen in Bezug auf den Konsum.
Was für mich keine größere Sache ist, ist in einem Vertrauensverhältnis, wie wir es eigentlich beanspruchen, ein großer Bruch für ihn. 
Wie gesagt ist verheimlichter Konsum bei uns beiden schon vorgekommen, bei mir aber sooft, dass es schon regelrecht routiniert abläuft.
Sein Argument, das ich natürlich gut nachvollziehen kann, ist, dass ich dann auch in Bezug auf z.B. Treue lüge und, dass er nicht mehr weiß was er von meinen "schönen Worten" noch glauben kann. Oder was ich tue wenn er nicht als Kontrollinstanz da ist. 
Ich habe schon 100 mal um Verzeihung gebeten und unzählige aufrichtige Tränen vergossen und beteuert, dass ich mich bessern will und es ist jedes mal ernst gemeint.
Aber jetzt ist der Punkt erreicht, da ich keine Worte mehr habe und kein Versprechen mehr zählt. Trotzdem will ich, dass er versteht, dass sich das in Bezug auf Drogen so verhält, aber nichts mit unserer tatsächlichen Beziehung zu tun hat.
Eigentlich ist es so schön und das muss doch auch zählen...
Ich will natürlich nicht, dass ihm egal ist, was ich mache aber auch nicht, dass er mein Verhalten mit dem zwingenden Scheitern gleichsetzt .
Ich investiere verdammt viel und bin die meiste Zeit eine mehr als gute Partnerin. Auch er weiß das und hat schon mehrmals gesagt, dass er in einer Beziehung noch nie so glücklich war.
Und auch wenn es sich nach viel rumgejunke anhört, unterstützen wir uns eher als uns in Abgründe zu reissen. 

Ich weiß, dass es besser wäre, es komplett sein zu lassen und dass ich ein vormals besiegtes Suchtproblem zumindest im kleinen Ausmaß wiederbelebt habe. 

Er ist mir natürlich wichtiger als jeder Rausch. Hauptgrund für Streit in dieser Beziehung ist allerdings genau dieses Drogenthema. Nach dem letzten mal habe ich 6 Monate Pause gemacht (inklusive Alkohol) um ihm zu beweisen, dass mir die Beziehung wichtiger ist. 
Ich weiß nicht wie ich im umgekehrten Fall reagieren würde.... vielleicht ähnlich aber weniger heftig. 
Natürlich sollte man meinen, ich könnte es doch "einfach lassen" gerade weil ich ihn so liebe, aber der Impuls ist oft stärker. 

Die Rechtfertigung vor mir selbst ist die Tatsache, dass es in meinem alltäglichen Leben und Denken ja quasi keine Rolle mehr spielt. Ich bin auch nicht hinterher mir was zu besorgen und Cannabis rauche ich vielleicht 4x im Jahr. 
Das heißt ich brauche es nicht aber ich will noch zu oft... ? 
Tatsächlich mache ich es auch fast lieber ohne ihn, weil es seinen Charakter stark verändert, zumindest für die DraufZeit. Auch er erkennt sich im Nachhinein nicht wieder; er wird weder aggressiv noch total meschugge aber ziemlich idiotisch und stumpf und teilweise unerträglich in gewissen Hinsichten.

Wie kann ich es schaffen mich an unsere Regeln zu halten ? 
Und sind seine Wut und Zweifel gerechtfertigt ? 
Er sagt, so jemanden kann er nicht heiraten und dass er denkt wir hätten uns entwickelt...
Seine "Forderung" ist ja nicht mal absurd sondern geht absolut in die richtige Richtung aber ich habe das Gefühl, dass ich für so einfache Dinge am längsten brauche. 
Sabotiere ich mit meinem Verhalten die schönste Beziehung überhaupt oder sollte er ein bisschen nachsichtiger sein und nicht eine ganze Welt zusammen brechen lassen? 
Vielleicht von beidem ein bisschen? 

Jedenfalls weiß ich nicht ob ich noch eine Chance bekomme, weiß auch nicht ob ich noch eine verdient habe, will am liebsten von dieser Welt verschwinden (nicht suizidgefährdet!).
Trotzdem glaube ich, dass eine Liebe wie diese nicht daran scheitern sollte.
Ich kann und will mir kein Leben ohne ihn vorstellen.


.... 
 

Man muss noch dazu sagen, dass ich es dieses mal direkt gebeichtet habe.

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17. Juni um 17:22

Und warum suchst du dir nicht Unterstützung in Form einer Therapie? Oder willst du gar nicht aufhören mit dem Konsum?

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17. Juni um 17:46
In Antwort auf moxi

Hey....
Ich wende mich an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß. Bin auch nicht sicher ob mir jemand außer mir selbst helfen kann, aber trotzdem :

Nach 8 Jahren im Liebesleben und 90% schlechter bis furchtbarer Erfahrungen, habe ich ihn getroffen. Einen Mann wie ich ihn mir in naiven Träumen vorgestellt habe. Er ist wunderschön von innen und außen und macht es einem so leicht ihn zu lieben. Auch nach über 2 Jahren (meine längste Beziehung) bin ich jeden Tag mehr verliebt. Wir funktionieren gut zusammen und es ist nie einseitig. Wir sind verlobt und wollen unser Leben miteinander verbringen. 

Jetzt zum Problem :
Er hat mich quasi gerettet, vor mir selbst und dem mehr als bedenklichen PartyLifestyle.
Amphetamine und Cannabis gehörten vorher knapp 2 Jahre lang zu meinem Alltag.
Berauscht von dieser Liebe und endlich einem Antrieb wieder klarzukommen, habe ich mit beidem in diesem Ausmaß aufgehört. Wir waren zwar zusammen sehr viel Party machen aber haben relativ schnell gemerkt, dass wir unseren Konsum einschränken sollten.
Das hat auch mehr oder weniger funktioniert. Wahrscheinlich war ich die erste, die den Pakt gebrochen hat, aber auch er hat ab und zu trotz der Absprache konsumiert. Die erweiterte Abmachung war dann, nur noch zusammen zu konsumieren und auch das am besten selten.
Er hat weniger Probleme damit sein Wort zu halten, mir fiel es definitiv schwerer, vor allem in Verbindung mit Alkohol und da ich eine kleine Drogenkarriere hinter mir habe, ist meine Hemmschwelle deutlich niedriger.
Im Gegensatz zu dieser Vergangenheit, habe ich mich tatsächlich um 180 Grad gedreht.
Was auch meistens mit konsumaffinem Verhalten mit einspielt, ist diese "Fehltritte" zu relativieren. 
Darin bin ich Profi. Noch dazu kommen Lügen in Bezug auf den Konsum.
Was für mich keine größere Sache ist, ist in einem Vertrauensverhältnis, wie wir es eigentlich beanspruchen, ein großer Bruch für ihn. 
Wie gesagt ist verheimlichter Konsum bei uns beiden schon vorgekommen, bei mir aber sooft, dass es schon regelrecht routiniert abläuft.
Sein Argument, das ich natürlich gut nachvollziehen kann, ist, dass ich dann auch in Bezug auf z.B. Treue lüge und, dass er nicht mehr weiß was er von meinen "schönen Worten" noch glauben kann. Oder was ich tue wenn er nicht als Kontrollinstanz da ist. 
Ich habe schon 100 mal um Verzeihung gebeten und unzählige aufrichtige Tränen vergossen und beteuert, dass ich mich bessern will und es ist jedes mal ernst gemeint.
Aber jetzt ist der Punkt erreicht, da ich keine Worte mehr habe und kein Versprechen mehr zählt. Trotzdem will ich, dass er versteht, dass sich das in Bezug auf Drogen so verhält, aber nichts mit unserer tatsächlichen Beziehung zu tun hat.
Eigentlich ist es so schön und das muss doch auch zählen...
Ich will natürlich nicht, dass ihm egal ist, was ich mache aber auch nicht, dass er mein Verhalten mit dem zwingenden Scheitern gleichsetzt .
Ich investiere verdammt viel und bin die meiste Zeit eine mehr als gute Partnerin. Auch er weiß das und hat schon mehrmals gesagt, dass er in einer Beziehung noch nie so glücklich war.
Und auch wenn es sich nach viel rumgejunke anhört, unterstützen wir uns eher als uns in Abgründe zu reissen. 

Ich weiß, dass es besser wäre, es komplett sein zu lassen und dass ich ein vormals besiegtes Suchtproblem zumindest im kleinen Ausmaß wiederbelebt habe. 

Er ist mir natürlich wichtiger als jeder Rausch. Hauptgrund für Streit in dieser Beziehung ist allerdings genau dieses Drogenthema. Nach dem letzten mal habe ich 6 Monate Pause gemacht (inklusive Alkohol) um ihm zu beweisen, dass mir die Beziehung wichtiger ist. 
Ich weiß nicht wie ich im umgekehrten Fall reagieren würde.... vielleicht ähnlich aber weniger heftig. 
Natürlich sollte man meinen, ich könnte es doch "einfach lassen" gerade weil ich ihn so liebe, aber der Impuls ist oft stärker. 

Die Rechtfertigung vor mir selbst ist die Tatsache, dass es in meinem alltäglichen Leben und Denken ja quasi keine Rolle mehr spielt. Ich bin auch nicht hinterher mir was zu besorgen und Cannabis rauche ich vielleicht 4x im Jahr. 
Das heißt ich brauche es nicht aber ich will noch zu oft... ? 
Tatsächlich mache ich es auch fast lieber ohne ihn, weil es seinen Charakter stark verändert, zumindest für die DraufZeit. Auch er erkennt sich im Nachhinein nicht wieder; er wird weder aggressiv noch total meschugge aber ziemlich idiotisch und stumpf und teilweise unerträglich in gewissen Hinsichten.

Wie kann ich es schaffen mich an unsere Regeln zu halten ? 
Und sind seine Wut und Zweifel gerechtfertigt ? 
Er sagt, so jemanden kann er nicht heiraten und dass er denkt wir hätten uns entwickelt...
Seine "Forderung" ist ja nicht mal absurd sondern geht absolut in die richtige Richtung aber ich habe das Gefühl, dass ich für so einfache Dinge am längsten brauche. 
Sabotiere ich mit meinem Verhalten die schönste Beziehung überhaupt oder sollte er ein bisschen nachsichtiger sein und nicht eine ganze Welt zusammen brechen lassen? 
Vielleicht von beidem ein bisschen? 

Jedenfalls weiß ich nicht ob ich noch eine Chance bekomme, weiß auch nicht ob ich noch eine verdient habe, will am liebsten von dieser Welt verschwinden (nicht suizidgefährdet!).
Trotzdem glaube ich, dass eine Liebe wie diese nicht daran scheitern sollte.
Ich kann und will mir kein Leben ohne ihn vorstellen.


.... 
 

Erstmal hoffe ich dass er so schlau ist dich nicht zu heiraten!

und du solltest dir Hilfe suchen

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17. Juni um 18:02
In Antwort auf moxi

Hey....
Ich wende mich an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß. Bin auch nicht sicher ob mir jemand außer mir selbst helfen kann, aber trotzdem :

Nach 8 Jahren im Liebesleben und 90% schlechter bis furchtbarer Erfahrungen, habe ich ihn getroffen. Einen Mann wie ich ihn mir in naiven Träumen vorgestellt habe. Er ist wunderschön von innen und außen und macht es einem so leicht ihn zu lieben. Auch nach über 2 Jahren (meine längste Beziehung) bin ich jeden Tag mehr verliebt. Wir funktionieren gut zusammen und es ist nie einseitig. Wir sind verlobt und wollen unser Leben miteinander verbringen. 

Jetzt zum Problem :
Er hat mich quasi gerettet, vor mir selbst und dem mehr als bedenklichen PartyLifestyle.
Amphetamine und Cannabis gehörten vorher knapp 2 Jahre lang zu meinem Alltag.
Berauscht von dieser Liebe und endlich einem Antrieb wieder klarzukommen, habe ich mit beidem in diesem Ausmaß aufgehört. Wir waren zwar zusammen sehr viel Party machen aber haben relativ schnell gemerkt, dass wir unseren Konsum einschränken sollten.
Das hat auch mehr oder weniger funktioniert. Wahrscheinlich war ich die erste, die den Pakt gebrochen hat, aber auch er hat ab und zu trotz der Absprache konsumiert. Die erweiterte Abmachung war dann, nur noch zusammen zu konsumieren und auch das am besten selten.
Er hat weniger Probleme damit sein Wort zu halten, mir fiel es definitiv schwerer, vor allem in Verbindung mit Alkohol und da ich eine kleine Drogenkarriere hinter mir habe, ist meine Hemmschwelle deutlich niedriger.
Im Gegensatz zu dieser Vergangenheit, habe ich mich tatsächlich um 180 Grad gedreht.
Was auch meistens mit konsumaffinem Verhalten mit einspielt, ist diese "Fehltritte" zu relativieren. 
Darin bin ich Profi. Noch dazu kommen Lügen in Bezug auf den Konsum.
Was für mich keine größere Sache ist, ist in einem Vertrauensverhältnis, wie wir es eigentlich beanspruchen, ein großer Bruch für ihn. 
Wie gesagt ist verheimlichter Konsum bei uns beiden schon vorgekommen, bei mir aber sooft, dass es schon regelrecht routiniert abläuft.
Sein Argument, das ich natürlich gut nachvollziehen kann, ist, dass ich dann auch in Bezug auf z.B. Treue lüge und, dass er nicht mehr weiß was er von meinen "schönen Worten" noch glauben kann. Oder was ich tue wenn er nicht als Kontrollinstanz da ist. 
Ich habe schon 100 mal um Verzeihung gebeten und unzählige aufrichtige Tränen vergossen und beteuert, dass ich mich bessern will und es ist jedes mal ernst gemeint.
Aber jetzt ist der Punkt erreicht, da ich keine Worte mehr habe und kein Versprechen mehr zählt. Trotzdem will ich, dass er versteht, dass sich das in Bezug auf Drogen so verhält, aber nichts mit unserer tatsächlichen Beziehung zu tun hat.
Eigentlich ist es so schön und das muss doch auch zählen...
Ich will natürlich nicht, dass ihm egal ist, was ich mache aber auch nicht, dass er mein Verhalten mit dem zwingenden Scheitern gleichsetzt .
Ich investiere verdammt viel und bin die meiste Zeit eine mehr als gute Partnerin. Auch er weiß das und hat schon mehrmals gesagt, dass er in einer Beziehung noch nie so glücklich war.
Und auch wenn es sich nach viel rumgejunke anhört, unterstützen wir uns eher als uns in Abgründe zu reissen. 

Ich weiß, dass es besser wäre, es komplett sein zu lassen und dass ich ein vormals besiegtes Suchtproblem zumindest im kleinen Ausmaß wiederbelebt habe. 

Er ist mir natürlich wichtiger als jeder Rausch. Hauptgrund für Streit in dieser Beziehung ist allerdings genau dieses Drogenthema. Nach dem letzten mal habe ich 6 Monate Pause gemacht (inklusive Alkohol) um ihm zu beweisen, dass mir die Beziehung wichtiger ist. 
Ich weiß nicht wie ich im umgekehrten Fall reagieren würde.... vielleicht ähnlich aber weniger heftig. 
Natürlich sollte man meinen, ich könnte es doch "einfach lassen" gerade weil ich ihn so liebe, aber der Impuls ist oft stärker. 

Die Rechtfertigung vor mir selbst ist die Tatsache, dass es in meinem alltäglichen Leben und Denken ja quasi keine Rolle mehr spielt. Ich bin auch nicht hinterher mir was zu besorgen und Cannabis rauche ich vielleicht 4x im Jahr. 
Das heißt ich brauche es nicht aber ich will noch zu oft... ? 
Tatsächlich mache ich es auch fast lieber ohne ihn, weil es seinen Charakter stark verändert, zumindest für die DraufZeit. Auch er erkennt sich im Nachhinein nicht wieder; er wird weder aggressiv noch total meschugge aber ziemlich idiotisch und stumpf und teilweise unerträglich in gewissen Hinsichten.

Wie kann ich es schaffen mich an unsere Regeln zu halten ? 
Und sind seine Wut und Zweifel gerechtfertigt ? 
Er sagt, so jemanden kann er nicht heiraten und dass er denkt wir hätten uns entwickelt...
Seine "Forderung" ist ja nicht mal absurd sondern geht absolut in die richtige Richtung aber ich habe das Gefühl, dass ich für so einfache Dinge am längsten brauche. 
Sabotiere ich mit meinem Verhalten die schönste Beziehung überhaupt oder sollte er ein bisschen nachsichtiger sein und nicht eine ganze Welt zusammen brechen lassen? 
Vielleicht von beidem ein bisschen? 

Jedenfalls weiß ich nicht ob ich noch eine Chance bekomme, weiß auch nicht ob ich noch eine verdient habe, will am liebsten von dieser Welt verschwinden (nicht suizidgefährdet!).
Trotzdem glaube ich, dass eine Liebe wie diese nicht daran scheitern sollte.
Ich kann und will mir kein Leben ohne ihn vorstellen.


.... 
 

Sprich mit Deinem Freund darüber. Offen und ehrlich und Klartext.

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17. Juni um 18:12

Schon mal daran gedacht, dass er dich nach dem konsum genauso unerträglich findet wie du ihn? Denn auch an dir wird eine wirkung merkbar sein. Vielleicht will er nicht mit jemandem zusammen sein, der sich regelmäßig so benimmt oder der ein suchtproblem hat. Das kann nämlich sehr anstrengend und belastend sein. 

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17. Juni um 18:36

Eine Verhaltensänderung braucht seine Zeit und es kommt immer wieder zu Einbrüchen.
Diese Einbrüche sind bei Drogenkonsum und Abhängigkeit natürlich vertaler, als bei anderen Dingen.

Wichtig wäre mir dir vertrauen zu können, dass du es tatsächlich auf Null runter bringen möchtest und ehrlich zu mir bist, wenn es mal einen Ausrutscher gab. Ich kann eine ganze Menge verzeihen, aber ich schätze es überhaupt nicht belogen und veralbert zu werden. Sogar das kann ich verzeihen, aber da ist das Maß viel schneller voll.
Ich habe beim lesen deiner Zeilen leider nicht den Eindruck, dass komplett drogenfrei dein Ziel ist. 
Irgendwann kann man niemendem mehr 'beweisen', dass man es doch möchte. Dieses beweisen sind nur zeitlich begrenzte Handlungen, bis 'alles wieder gut ist' und dann gehts wieder von vorne los.
Irgendwann sind die Anzahl an Chancen, die man zu vergeben hat, einfach aufgebraucht.
Dann zieht man Konsequenzen.

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17. Juni um 20:14

Du bist süchtig und eierst auch genau so rum mit den Ausreden und guten Vorsätzen.
Mach einen Entzug, setz Dir das Ziel von dem Zeug ganz weg zu kommen. Das könnte ihn motivieren es ebenso zu machen, aber aus Deiner Sicht ist es immer besser mit gutem Beispiel voran zu gehen.
Bei solchen Liebesschwüren finde ich Taten besser als Worte, handle und lass das schwadronieren damit Eure Junkiekarriere ein Ende findet und Ihr Euch was dauerhaftes aufbauen könnt

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17. Juni um 23:42
In Antwort auf moxi

Hey....
Ich wende mich an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß. Bin auch nicht sicher ob mir jemand außer mir selbst helfen kann, aber trotzdem :

Nach 8 Jahren im Liebesleben und 90% schlechter bis furchtbarer Erfahrungen, habe ich ihn getroffen. Einen Mann wie ich ihn mir in naiven Träumen vorgestellt habe. Er ist wunderschön von innen und außen und macht es einem so leicht ihn zu lieben. Auch nach über 2 Jahren (meine längste Beziehung) bin ich jeden Tag mehr verliebt. Wir funktionieren gut zusammen und es ist nie einseitig. Wir sind verlobt und wollen unser Leben miteinander verbringen. 

Jetzt zum Problem :
Er hat mich quasi gerettet, vor mir selbst und dem mehr als bedenklichen PartyLifestyle.
Amphetamine und Cannabis gehörten vorher knapp 2 Jahre lang zu meinem Alltag.
Berauscht von dieser Liebe und endlich einem Antrieb wieder klarzukommen, habe ich mit beidem in diesem Ausmaß aufgehört. Wir waren zwar zusammen sehr viel Party machen aber haben relativ schnell gemerkt, dass wir unseren Konsum einschränken sollten.
Das hat auch mehr oder weniger funktioniert. Wahrscheinlich war ich die erste, die den Pakt gebrochen hat, aber auch er hat ab und zu trotz der Absprache konsumiert. Die erweiterte Abmachung war dann, nur noch zusammen zu konsumieren und auch das am besten selten.
Er hat weniger Probleme damit sein Wort zu halten, mir fiel es definitiv schwerer, vor allem in Verbindung mit Alkohol und da ich eine kleine Drogenkarriere hinter mir habe, ist meine Hemmschwelle deutlich niedriger.
Im Gegensatz zu dieser Vergangenheit, habe ich mich tatsächlich um 180 Grad gedreht.
Was auch meistens mit konsumaffinem Verhalten mit einspielt, ist diese "Fehltritte" zu relativieren. 
Darin bin ich Profi. Noch dazu kommen Lügen in Bezug auf den Konsum.
Was für mich keine größere Sache ist, ist in einem Vertrauensverhältnis, wie wir es eigentlich beanspruchen, ein großer Bruch für ihn. 
Wie gesagt ist verheimlichter Konsum bei uns beiden schon vorgekommen, bei mir aber sooft, dass es schon regelrecht routiniert abläuft.
Sein Argument, das ich natürlich gut nachvollziehen kann, ist, dass ich dann auch in Bezug auf z.B. Treue lüge und, dass er nicht mehr weiß was er von meinen "schönen Worten" noch glauben kann. Oder was ich tue wenn er nicht als Kontrollinstanz da ist. 
Ich habe schon 100 mal um Verzeihung gebeten und unzählige aufrichtige Tränen vergossen und beteuert, dass ich mich bessern will und es ist jedes mal ernst gemeint.
Aber jetzt ist der Punkt erreicht, da ich keine Worte mehr habe und kein Versprechen mehr zählt. Trotzdem will ich, dass er versteht, dass sich das in Bezug auf Drogen so verhält, aber nichts mit unserer tatsächlichen Beziehung zu tun hat.
Eigentlich ist es so schön und das muss doch auch zählen...
Ich will natürlich nicht, dass ihm egal ist, was ich mache aber auch nicht, dass er mein Verhalten mit dem zwingenden Scheitern gleichsetzt .
Ich investiere verdammt viel und bin die meiste Zeit eine mehr als gute Partnerin. Auch er weiß das und hat schon mehrmals gesagt, dass er in einer Beziehung noch nie so glücklich war.
Und auch wenn es sich nach viel rumgejunke anhört, unterstützen wir uns eher als uns in Abgründe zu reissen. 

Ich weiß, dass es besser wäre, es komplett sein zu lassen und dass ich ein vormals besiegtes Suchtproblem zumindest im kleinen Ausmaß wiederbelebt habe. 

Er ist mir natürlich wichtiger als jeder Rausch. Hauptgrund für Streit in dieser Beziehung ist allerdings genau dieses Drogenthema. Nach dem letzten mal habe ich 6 Monate Pause gemacht (inklusive Alkohol) um ihm zu beweisen, dass mir die Beziehung wichtiger ist. 
Ich weiß nicht wie ich im umgekehrten Fall reagieren würde.... vielleicht ähnlich aber weniger heftig. 
Natürlich sollte man meinen, ich könnte es doch "einfach lassen" gerade weil ich ihn so liebe, aber der Impuls ist oft stärker. 

Die Rechtfertigung vor mir selbst ist die Tatsache, dass es in meinem alltäglichen Leben und Denken ja quasi keine Rolle mehr spielt. Ich bin auch nicht hinterher mir was zu besorgen und Cannabis rauche ich vielleicht 4x im Jahr. 
Das heißt ich brauche es nicht aber ich will noch zu oft... ? 
Tatsächlich mache ich es auch fast lieber ohne ihn, weil es seinen Charakter stark verändert, zumindest für die DraufZeit. Auch er erkennt sich im Nachhinein nicht wieder; er wird weder aggressiv noch total meschugge aber ziemlich idiotisch und stumpf und teilweise unerträglich in gewissen Hinsichten.

Wie kann ich es schaffen mich an unsere Regeln zu halten ? 
Und sind seine Wut und Zweifel gerechtfertigt ? 
Er sagt, so jemanden kann er nicht heiraten und dass er denkt wir hätten uns entwickelt...
Seine "Forderung" ist ja nicht mal absurd sondern geht absolut in die richtige Richtung aber ich habe das Gefühl, dass ich für so einfache Dinge am längsten brauche. 
Sabotiere ich mit meinem Verhalten die schönste Beziehung überhaupt oder sollte er ein bisschen nachsichtiger sein und nicht eine ganze Welt zusammen brechen lassen? 
Vielleicht von beidem ein bisschen? 

Jedenfalls weiß ich nicht ob ich noch eine Chance bekomme, weiß auch nicht ob ich noch eine verdient habe, will am liebsten von dieser Welt verschwinden (nicht suizidgefährdet!).
Trotzdem glaube ich, dass eine Liebe wie diese nicht daran scheitern sollte.
Ich kann und will mir kein Leben ohne ihn vorstellen.


.... 
 

aufhören, nur weil du ihn liebst, und er das verlangt, wird nicht funktionieren...
du solltest aufhören wollen, weil du dich selbst liebst!
wenn du das nicht kannst, such dir ernsthaft profesionelle hilfe!

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18. Juni um 8:36
In Antwort auf sophos75

Du bist süchtig und eierst auch genau so rum mit den Ausreden und guten Vorsätzen.
Mach einen Entzug, setz Dir das Ziel von dem Zeug ganz weg zu kommen. Das könnte ihn motivieren es ebenso zu machen, aber aus Deiner Sicht ist es immer besser mit gutem Beispiel voran zu gehen.
Bei solchen Liebesschwüren finde ich Taten besser als Worte, handle und lass das schwadronieren damit Eure Junkiekarriere ein Ende findet und Ihr Euch was dauerhaftes aufbauen könnt

der Entzug ist nicht das Problem der TE, der ist nämlich bei ihr schon mehrfach durch gewesen.

Bei fast keiner Abhänigkeit im Übrigen. Von Alkohol bis Heroin, schau Dir die Statistiken an, den Entzug selbst schaffen über 90%. Aber mehr als die Hälfte wird danach, teilweise Jahre danach, wieder rückfällig.

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18. Juni um 9:07

Ich sehe es anders, auch wenn es schon gute Phasen gab, aber es passt nicht, einerseits die Liebesschwüre und Idealisierung und dann das unzuverlässige Verhalten das den Partner stark belastet. Der Wunsch der TE er möge über ihren Konsum hinwegsehen.
Wenn er der Mann ihres Lebens wirklich ist, geht sie es an, holt sich Hilfe für den Konsum und für die zugrunde liegenden Probleme, die zu dem Konsum führen, sonst wird es wohl früher oder später auseinander gehen. Da kann sie beweisen, ob der erste Absatz wirklich ernst gemeint ist

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18. Juni um 9:27
In Antwort auf sophos75

Ich sehe es anders, auch wenn es schon gute Phasen gab, aber es passt nicht, einerseits die Liebesschwüre und Idealisierung und dann das unzuverlässige Verhalten das den Partner stark belastet. Der Wunsch der TE er möge über ihren Konsum hinwegsehen.
Wenn er der Mann ihres Lebens wirklich ist, geht sie es an, holt sich Hilfe für den Konsum und für die zugrunde liegenden Probleme, die zu dem Konsum führen, sonst wird es wohl früher oder später auseinander gehen. Da kann sie beweisen, ob der erste Absatz wirklich ernst gemeint ist

ja, das ist aber eben nicht der Entzug.

Es ist das Problem, der Welt und allen Unanehmlichkeiten in Zukunft und für immer im Zustand völliger geistiger Klarheit begegnen zu müssen, nie mehr den so herrlich einfachen Weg nehmen zu dürfen, immer kämpfen zu müssen. Kein Problem mehr vergessen zu dürfen, immer, jedes verdammte Mal, den schweren Weg gehen zu müssen.

Das hat mit "Liebe des Lebens" nun einmal nicht so viel zu tun, ob man die Kraft dafür aufbringt - jetzt und in Zukunft.
Die "zu grunde liegenden Probleme" kann man auch nicht mal lösen, "zu Grunde liegende Probleme" gibt es ständig neue. Die Lösungen selbst sind das Problem.

Wann auch immer man im Leben vor einem Problem, einer miesen Zeit, ... steht, hat man zwei Optionen
a) man hat etwas, das tut man sich rein und fühlt sich super. Einfach so. Mit einem Mal schlucken / rauchen / spritzen / whatever.
Oder b) man muss sich durch die Zeit durchkämpfen. Bewußt. Aktiv. Dauert Wochen, in denen man sich sch*** fühlt, genau wissend, dass die andere Version - klar zu einem gewissen Preis- dafür sorgen würde, dass alles Wölkchen ist. IN SEKUNDEN, nix Wochen. Ohne jede Anstrengung.

Abhängigkeit verändert die Fähigkeit, mit Problemen umzugehen. Jede völlig normale nicht so tolle Emotion wird viel stärker empfunden. Die "Frustrationstoleranz" sinkt rapide und bleibt da für lange, lange Zeit. Man muss neu lernen, sich positive Emotionen auf dem nicht einfachen Wege zu verschaffen.
Dazu kommt gerade bei XTC leider, dass nach dem High immer auch ein Low folgt, der Körper muss die massiv frei gesetzten Endorphine erst einmal nachbilden, bis dahin herrscht - buchstäblich - Ebbe im System. Damit können die meisten umgehen, gerade wenn man nur Gelegenheitskonsument ist. Aber es ist eben auch so, dass man so einen Zustand auf natürlichem Wege kaum erreichen kann. Unser Hirn hat also mal am Paradies naschen dürfen und nun soll es sich fortan mit irdischer Nahrung begnügen und dem Ambrosia für alle Zeiten abschwören?

Nichts davon kann man wegtherapieren. Man kann nur - mit oder ohne Therapie - lernen, damit umzugehen. Und man muss irrsinnig stur sein, um sich trotz allem immer den schweren Weg entlang zu quälen, wo der leichte doch nur einen Hauch entfernt wäre...

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18. Juni um 10:05
In Antwort auf moxi

Hey....
Ich wende mich an euch, weil ich nicht mehr weiter weiß. Bin auch nicht sicher ob mir jemand außer mir selbst helfen kann, aber trotzdem :

Nach 8 Jahren im Liebesleben und 90% schlechter bis furchtbarer Erfahrungen, habe ich ihn getroffen. Einen Mann wie ich ihn mir in naiven Träumen vorgestellt habe. Er ist wunderschön von innen und außen und macht es einem so leicht ihn zu lieben. Auch nach über 2 Jahren (meine längste Beziehung) bin ich jeden Tag mehr verliebt. Wir funktionieren gut zusammen und es ist nie einseitig. Wir sind verlobt und wollen unser Leben miteinander verbringen. 

Jetzt zum Problem :
Er hat mich quasi gerettet, vor mir selbst und dem mehr als bedenklichen PartyLifestyle.
Amphetamine und Cannabis gehörten vorher knapp 2 Jahre lang zu meinem Alltag.
Berauscht von dieser Liebe und endlich einem Antrieb wieder klarzukommen, habe ich mit beidem in diesem Ausmaß aufgehört. Wir waren zwar zusammen sehr viel Party machen aber haben relativ schnell gemerkt, dass wir unseren Konsum einschränken sollten.
Das hat auch mehr oder weniger funktioniert. Wahrscheinlich war ich die erste, die den Pakt gebrochen hat, aber auch er hat ab und zu trotz der Absprache konsumiert. Die erweiterte Abmachung war dann, nur noch zusammen zu konsumieren und auch das am besten selten.
Er hat weniger Probleme damit sein Wort zu halten, mir fiel es definitiv schwerer, vor allem in Verbindung mit Alkohol und da ich eine kleine Drogenkarriere hinter mir habe, ist meine Hemmschwelle deutlich niedriger.
Im Gegensatz zu dieser Vergangenheit, habe ich mich tatsächlich um 180 Grad gedreht.
Was auch meistens mit konsumaffinem Verhalten mit einspielt, ist diese "Fehltritte" zu relativieren. 
Darin bin ich Profi. Noch dazu kommen Lügen in Bezug auf den Konsum.
Was für mich keine größere Sache ist, ist in einem Vertrauensverhältnis, wie wir es eigentlich beanspruchen, ein großer Bruch für ihn. 
Wie gesagt ist verheimlichter Konsum bei uns beiden schon vorgekommen, bei mir aber sooft, dass es schon regelrecht routiniert abläuft.
Sein Argument, das ich natürlich gut nachvollziehen kann, ist, dass ich dann auch in Bezug auf z.B. Treue lüge und, dass er nicht mehr weiß was er von meinen "schönen Worten" noch glauben kann. Oder was ich tue wenn er nicht als Kontrollinstanz da ist. 
Ich habe schon 100 mal um Verzeihung gebeten und unzählige aufrichtige Tränen vergossen und beteuert, dass ich mich bessern will und es ist jedes mal ernst gemeint.
Aber jetzt ist der Punkt erreicht, da ich keine Worte mehr habe und kein Versprechen mehr zählt. Trotzdem will ich, dass er versteht, dass sich das in Bezug auf Drogen so verhält, aber nichts mit unserer tatsächlichen Beziehung zu tun hat.
Eigentlich ist es so schön und das muss doch auch zählen...
Ich will natürlich nicht, dass ihm egal ist, was ich mache aber auch nicht, dass er mein Verhalten mit dem zwingenden Scheitern gleichsetzt .
Ich investiere verdammt viel und bin die meiste Zeit eine mehr als gute Partnerin. Auch er weiß das und hat schon mehrmals gesagt, dass er in einer Beziehung noch nie so glücklich war.
Und auch wenn es sich nach viel rumgejunke anhört, unterstützen wir uns eher als uns in Abgründe zu reissen. 

Ich weiß, dass es besser wäre, es komplett sein zu lassen und dass ich ein vormals besiegtes Suchtproblem zumindest im kleinen Ausmaß wiederbelebt habe. 

Er ist mir natürlich wichtiger als jeder Rausch. Hauptgrund für Streit in dieser Beziehung ist allerdings genau dieses Drogenthema. Nach dem letzten mal habe ich 6 Monate Pause gemacht (inklusive Alkohol) um ihm zu beweisen, dass mir die Beziehung wichtiger ist. 
Ich weiß nicht wie ich im umgekehrten Fall reagieren würde.... vielleicht ähnlich aber weniger heftig. 
Natürlich sollte man meinen, ich könnte es doch "einfach lassen" gerade weil ich ihn so liebe, aber der Impuls ist oft stärker. 

Die Rechtfertigung vor mir selbst ist die Tatsache, dass es in meinem alltäglichen Leben und Denken ja quasi keine Rolle mehr spielt. Ich bin auch nicht hinterher mir was zu besorgen und Cannabis rauche ich vielleicht 4x im Jahr. 
Das heißt ich brauche es nicht aber ich will noch zu oft... ? 
Tatsächlich mache ich es auch fast lieber ohne ihn, weil es seinen Charakter stark verändert, zumindest für die DraufZeit. Auch er erkennt sich im Nachhinein nicht wieder; er wird weder aggressiv noch total meschugge aber ziemlich idiotisch und stumpf und teilweise unerträglich in gewissen Hinsichten.

Wie kann ich es schaffen mich an unsere Regeln zu halten ? 
Und sind seine Wut und Zweifel gerechtfertigt ? 
Er sagt, so jemanden kann er nicht heiraten und dass er denkt wir hätten uns entwickelt...
Seine "Forderung" ist ja nicht mal absurd sondern geht absolut in die richtige Richtung aber ich habe das Gefühl, dass ich für so einfache Dinge am längsten brauche. 
Sabotiere ich mit meinem Verhalten die schönste Beziehung überhaupt oder sollte er ein bisschen nachsichtiger sein und nicht eine ganze Welt zusammen brechen lassen? 
Vielleicht von beidem ein bisschen? 

Jedenfalls weiß ich nicht ob ich noch eine Chance bekomme, weiß auch nicht ob ich noch eine verdient habe, will am liebsten von dieser Welt verschwinden (nicht suizidgefährdet!).
Trotzdem glaube ich, dass eine Liebe wie diese nicht daran scheitern sollte.
Ich kann und will mir kein Leben ohne ihn vorstellen.


.... 
 

Naja, du machst es ihm schon schwer dir zu vertrauen! Kann ihn verstehen. 

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18. Juni um 13:18
In Antwort auf sophos75

Ich sehe es anders, auch wenn es schon gute Phasen gab, aber es passt nicht, einerseits die Liebesschwüre und Idealisierung und dann das unzuverlässige Verhalten das den Partner stark belastet. Der Wunsch der TE er möge über ihren Konsum hinwegsehen.
Wenn er der Mann ihres Lebens wirklich ist, geht sie es an, holt sich Hilfe für den Konsum und für die zugrunde liegenden Probleme, die zu dem Konsum führen, sonst wird es wohl früher oder später auseinander gehen. Da kann sie beweisen, ob der erste Absatz wirklich ernst gemeint ist

da kann man ihn total verstehen

IMMER und IMMER WIEDER hintergangen & belogen zu werden....

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