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Die Krankheit meines Freundes belastet unsere Beziehung

28. April 2018 um 20:52

Hallo zusammen,

das ist das erste Mal, dass ich in einem Forum schreibe doch dieses Thema belastet mich sehr.

Mein Freund uns ich sind nun 1 Jahr zusammen und haben uns in den Ferien kennengelernt. Er war unternehmungslustig etc. Er ist Amerikaner und wir begannen eine Fernbeziehung. Er kam danach 3 Monate zu mir und dann bemerkte ich erst wie stressig es mit ihm war.

Er hatte vor 10 Jahren einen Autounfall und seither jede Menge Probleme. Ausserdem hat er einen grossen Mutterkomplex, da sie ihn als Kind immer alleine gelassen hat. Demzufolge ist er sehr anhänglich.

Auf jeden Fall weiss ich einfach nicht mit der Situation umzugehen. Er hat Anzeichen für schwere Nervenschäden und andere 100 Probleme. Jeden Tag spricht er über seine Krankheiten. Er googelt so oft und steigert sich immer mehr in neue Krankheiten hinein. Er war bei hunderten von Ärtzen und niemand findet etwas. Er ist am verzweifeln und deshalb oft unglücklich, agressiv oder schlecht gelaunt. Er glaubt nicht, dass es ein Trauma sein könnte und wird wütend wenn man das Wort Therapeut nur erwähnt. Er kann auch nicht mehr alleine sein. Er hat Angst er stirbt oder etwas schlimmes passiert und niemand ist da um ihm zu helfen.
Ich glaube ihm ja, dass die Krankheit real ist, aber sein ganzes Leben hängt davon ab.

Er sagt sogar er kann nie glücklich sein solange er krank ist. Und wenn ich Pläne machen will oder mal etwas lustiges unternehmen möchte kommen Sachen wie: Das können wir alles tun sobald ich geheilt bin. Wann soll das sein bitte?
Ich möchte ihm helfen aber er scheint so stur zu sein. Ich habe mich sogar entschlossen in der USA zu studieren. Aber er möchte nie was soziales oder lustiges machen; zum beispiel in die Bar gehen weil er keinen Alkohol trinken kann oder Wassersport oder irgendwas. Wir können nicht mal in ein Restaurant weil er ausser Suppe nichts essen kann wie er sagt.

Ich weiss nicht was ich tun soll. So hart er klingt aber eine Seite von mir möchte sich trennen, er sperrt mich richtig ein. Ich habe mit ihm darüber gesprochen ind er meinte ich sei egoistisch und rastet total aus. Ich bin 26 Jahre alt und möchte meine Leben auch ein wenig geniessen.

ich liebe ihn sehr und er ist der erste Mann den ich so fest liebe. Aber diese ganze Krankheitsgeschichte ist so viel. Er wacht nachts auf mit schocks und denkt er stirbt. Überall wo wir hingehen fühlt er sich nicht gut. Und Sex haben wir sogesagt nie. Er hat kein Verlangen und wenn wir mal haben ist es 08/15 Sex.

Gibt es jemanden der ähnliches erlebt hat? Würde mich interessieren wie andere das meistern? )


danke fürs zuhören

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28. April 2018 um 21:00

Du bist definitiv zu jung, um dich weiterhin mit so einem Problemfall zu belasten. Dein Freund tut ja grad´ so, als wäre er 96. 

​Ich hatte auch mal so einen, der nur über seine 1000 Krankheiten gejammert hat. Nachdem ich ihm einen Rollator zum Geburtstag geschickt habe, (den er jedoch nicht annehmen wollte), hörte das Jammern schlagartig auf.

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28. April 2018 um 21:04

Also ich hab so direkt keine Erfahrung in einer Beziehung, aber ich hab eine chronische Krankheit und bin in einem Forum, in dem auch andere Betroffene sind. In dem Forum gibt es so 5-6 Hypochonder? Psychosomatiker? die genau so klingen wie dein Freund.

Manchmal schreiben sie, dass ihre Familie daran zerbricht/zerbrochen ist - wohlgemerkt nicht an ihrer Panik oder geistigen Krankheit sondern daran, dass sie in dieser Welt leben wo unschuldige Menschen mit schlimmen Symptomen von der Schulmedizin nur ausgebeutet und nicht ernstgenommen werden. Auch hier ist es so, dass wenn man das Wort "psychisch" nur erwähnt sofort ein riesiger Skandal passiert.
Diese Leute schreiben schon seit Jahren und es gibt immer wieder neue Untersuchungen, es wird zu immer neuen Ärzten gerannt - sie geben auch irrsinnig hohe Summen für Untersuchungen aus, die die Kassa nicht unterstützt und verschulden sich deswegen glaub ich sogar.
In deren Welt gibt es keine guten Tage, keine Hoffnung und der Tod lauert permanent. Sie leiden sehr und können andere Menschen und deren Bedürfnisse nicht mehr wahrnehmen. Eine Lösung ist nicht in Sicht, sofern nicht wirklich irgendein Arzt ihnen glaubhaft versichern würde, dass sie tatsächlich sterbenskrank sind.

Wenn das bei deinem Freund auch so ist, dann kannst du da überhaupt nichts machen. Er ist viel zu sehr mit sich selbst und seinen Leiden beschäftigt, deine Bedürfnisse werden da nicht mehr wahrgenommen. Eine Beziehung mit ihm würde bedeuten, dass es keinen schönen Tag mehr geben darf, weil er leiden muss, sonst fühlt er sich nicht bestätigt. Und so wie ich es mitbekommen habe wird es nur von Jahr zu Jahr schlimmer und sie steigern sich immer mehr in diese Sache hinein.

Tu dir selbst den Gefallen und lauf weg so schnell du kannst. Es gibt sooo viele geistig gesunde Männer, die das Leben mit dir gemeinsam genießen wollen.

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28. April 2018 um 22:10
In Antwort auf lumusi_12929047

Also ich hab so direkt keine Erfahrung in einer Beziehung, aber ich hab eine chronische Krankheit und bin in einem Forum, in dem auch andere Betroffene sind. In dem Forum gibt es so 5-6 Hypochonder? Psychosomatiker? die genau so klingen wie dein Freund.

Manchmal schreiben sie, dass ihre Familie daran zerbricht/zerbrochen ist - wohlgemerkt nicht an ihrer Panik oder geistigen Krankheit sondern daran, dass sie in dieser Welt leben wo unschuldige Menschen mit schlimmen Symptomen von der Schulmedizin nur ausgebeutet und nicht ernstgenommen werden. Auch hier ist es so, dass wenn man das Wort "psychisch" nur erwähnt sofort ein riesiger Skandal passiert.
Diese Leute schreiben schon seit Jahren und es gibt immer wieder neue Untersuchungen, es wird zu immer neuen Ärzten gerannt - sie geben auch irrsinnig hohe Summen für Untersuchungen aus, die die Kassa nicht unterstützt und verschulden sich deswegen glaub ich sogar.
In deren Welt gibt es keine guten Tage, keine Hoffnung und der Tod lauert permanent. Sie leiden sehr und können andere Menschen und deren Bedürfnisse nicht mehr wahrnehmen. Eine Lösung ist nicht in Sicht, sofern nicht wirklich irgendein Arzt ihnen glaubhaft versichern würde, dass sie tatsächlich sterbenskrank sind.

Wenn das bei deinem Freund auch so ist, dann kannst du da überhaupt nichts machen. Er ist viel zu sehr mit sich selbst und seinen Leiden beschäftigt, deine Bedürfnisse werden da nicht mehr wahrgenommen. Eine Beziehung mit ihm würde bedeuten, dass es keinen schönen Tag mehr geben darf, weil er leiden muss, sonst fühlt er sich nicht bestätigt. Und so wie ich es mitbekommen habe wird es nur von Jahr zu Jahr schlimmer und sie steigern sich immer mehr in diese Sache hinein.

Tu dir selbst den Gefallen und lauf weg so schnell du kannst. Es gibt sooo viele geistig gesunde Männer, die das Leben mit dir gemeinsam genießen wollen.

Hallo, danke für die schnelle Antwort. 
Ja er hört sich defintiiv nach einem Hypochonder an. Er denkt, dass niemand ihm helfen will und er sehr krank ist. Er hat definitiv etwas mit den Nerven manches ist auch sichtbar... aber das führt dazu dass er sogar einen normalen Sonnenbrand als Folge davon ansieht. Ich glaube du hast recht, so kann ich auf Dauer nicht glücklich werden. Ich hab das Thema auch schon oft mit ihm besprochen. Er muss seinen Lebenswillen wiederfinden denke ich. 

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29. April 2018 um 5:16

Dass ich das Gefühl habe es endet nie. Wir haben diese schwere Zeit schon seit wir uns kennengelernt haben, und es wird nicht wirklich besser.

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29. April 2018 um 6:14

Manche Menschen ändern ihr Verhalten, wenn sie eine Beziehung eingehen. Das scheint hier der Fall zu sein. Vorher war er unternehmungslustig, und danach ... .

Es sieht nicht danach aus, als würde das vorübergehend sein. Ich würde mich auf eine so einseitige Beziehung nicht einlassen. Ich würde mich trennen, wenn eine Beziehung schon so beginnt.

Es ist NICHT egoistisch, sich einen Partner zu suchen, mit dem man das Leben gemeinsam geniessen kann. Es ist NICHT egoistisch, sich nicht einseitig ausnutzen zu lassen. Er versucht, dich moralisch zu erpressen.

Trenne dich und suche dir einen Partner, mit dem du eine ausgewogene Beziehung leben kannst.

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