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Die große Liebe... ist verheiratet mit einer anderen Frau

18. April 2010 um 20:12

Vor einem Jahr lernte ich einen Mann kennen, der gerade für eine Affäre seine Ehefrau verlassen hatte.
Wir trafen uns einige Male, es kam beim dritten Date zur körperlichen Annäherung. Kurz danach kam es jedoch zu einem heftigen Streit wegen seiner Affäre und ich brach den Kontakt ab.

Wochen später meldete er sich wieder. Wir trafen uns, um gemeinsam Sport zu machen. Seitdem - nach einer Aussprache - wurden wir gute Freunde. Wir schliefen nicht miteinander, sondern redeten irre viel. Er half mir in allen Lebensbereichen - vor allem im Job, da ich gerade eine schwierige Phase durchmachte.
Irgendwann stellte er mich seinem besten Freund vor. Es funkte ein wenig zwischen uns. Doch dieser Freund hatte längst erkannt, dass die Freundschaft zwischen mir und dem o. g. Mann mehr als nur platonisch war. Und so rannte der beste Freund weg, ehe etwas zwischen uns entstehen konnte.
Kurz danach ereilte mich das Burnout-Syndrom. Seit Anfang des Jahres bin ich deswegen zuhause. Ich hatte sehr viele Tiefen, der o. g. verheiratete Mann war jedoch immer da. Nahm sich Stunden Zeit für mich, um mich aus meinen Tiefs zu holen. Es ging soweit, dass wir uns plötzlich JEDEN Tag sahen. Obwohl er gerade einen neuen und sehr verantwortungsvollen Job übernommen hatte. Er "schwänzt" einfach permanent...
Kurz nach dem Beginn meiner Krankheit entschieden sich seine Frau und er für einen Neuanfang. Das kam für mich nicht überraschend, denn sie hatten sich ja wochenlang wieder angenähert...
Wir fingen wieder an, miteinander zu schlafen. Kurz nachdem er mit seiner Frau zusammen gezogen war.
Und vor drei Wochen passiert es dann: Er gestand mir seine Liebe.
Seit drei Wochen ist alles alles alles anders. Irgendwann nach einem Abend mit seiner Frau fuhr er am Samstag nachts eine halbe Stunde durch die Gegend, nur weil er mich sehen wollte. Wir treffen uns nun auch immer am Wochenende...
Er hat sich total in mich verknallt, sagt, ich sei die Frau, die er immer gesucht hat. Er tut ALLES für mich. Neuerdings nimmt er mich sogar mit zu offiziellen dienstlichen Ereignissen. Stellt mich seinen Chefs und Kollegen vor, obwohl die seine Frau kennen. Er kommt später zu Familienfeiern, weil er mit mir zusammen sein will. Und nun wollte er sogar eine Reise mit seiner Frau absagen.
Ich bat ihn, mit ihr wegzufahren. Damit wir beide zur Ruhe kommen. Damit er sich wirklich sicher sein kann, was er will.
Denn ich fühle mich durch mein Burnout ein wenig überfordert mit dieser rasanten privaten Entwicklung.

Ich war schon einmal Geliebte, doch das fühlt sich nun völlig anders an. Wir sind jeden Tag vier bis neun Stunden zusammen! Auch abends...
Er hat sogar letzte Woche bei mir übernachtet.

Ich habe bereits einmal zwei Jahre auf einen verheirateten Mann gewartet. Und trotzdem bilde ich mir ein, dass mich dieser Mann hier wirklich will. Ich fühle den Unterschied: Es gibt keine Regeln. Ich kann anrufen, wann ich will. Simsen und mailen, wenn mir der Sinn danach steht. Ich darf ihn in der Öffentlichkeit küssen und berühren. Er unterstützt mich finanziell, hat mir sogar bei Problemen mit der Krankenkasse geholfen und sich dort als mein Lebensgefährte vorgestellt. Er erzählt neuen Bekannten, die wir zusammen kennen lernen, dass er verheiratet ist, sich jedoch wünscht, seine Frau würde etwas merken oder man würde sie über mich informieren...
Und nachdem mein Therapeut fragte, ob er mal mit zu einer Sitzung kommen würde, sagte er sofort zu.

Ich bin gespannt, was von der Euphorie geblieben ist, wenn der Urlaub mit seiner Frau vorüber ist...

Aber generell: Sucht Euch Single-Männer! Geliebte sein ist kein Spaß. Das ist menschenverachtend. Aber wenn man erst einmal drin steckt, sieht man kaum noch einen Weg raus aus allem!

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19. April 2010 um 9:21

Merkwürdig
So richtig scheint ihr beide nicht zu wissen, was ihr wollt.
Du schickst ihn mit seiner Frau in den Urlaub, er ist zu feige, ihr selbst zu sagen, dass er eine Affäre hat.
Dass das die Basis für eine erfüllende Beziehung ist, kann ich mir nicht vorstellen.
Die Therapie bringt sicherlich Klarheit.

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19. April 2010 um 17:10
In Antwort auf rjabina

Merkwürdig
So richtig scheint ihr beide nicht zu wissen, was ihr wollt.
Du schickst ihn mit seiner Frau in den Urlaub, er ist zu feige, ihr selbst zu sagen, dass er eine Affäre hat.
Dass das die Basis für eine erfüllende Beziehung ist, kann ich mir nicht vorstellen.
Die Therapie bringt sicherlich Klarheit.

Therapie
Die Therapie hat ja nichts mit dieser Sache zu tun.

Habe ich doch recht deutlich geschrieben, dass wir beide nicht wissen, was wir wollen...

Und das ist ein großer Denkfehler Deinerseits... Einer, den fast alle Geliebten machen: Er muss seiner Frau nicht von seiner Affäre erzählen. Sondern er muss zu ihr sagen: "Ich verlasse Dich, weil es mit uns nicht mehr klappt."

Ich kenne einen Mann, der so zu seiner Frau ging: "Du, ich liebe eine andere Frau."
Was denkst Du, wie sie reagierte? Sie kämpfte um ihre Ehe, weil sie ja sah, dass er sie nicht verlassen wollte, sondern nur sein Gewissen erleichtern - und subtil bat er sie ja so um eine Entscheidung, die er selbst nicht treffen konnte oder wollte.

Wie könnte ich in meiner Situation auch wissen, was ICH will?
Für ihn werde und kann ich nicht mitdenken. Wenn er seine Frau verlässt, tut er es, weil die Ehe hinüber ist. Nicht weil ich eventuell auf ihn warte...

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20. April 2010 um 7:59
In Antwort auf danica_11945891

Therapie
Die Therapie hat ja nichts mit dieser Sache zu tun.

Habe ich doch recht deutlich geschrieben, dass wir beide nicht wissen, was wir wollen...

Und das ist ein großer Denkfehler Deinerseits... Einer, den fast alle Geliebten machen: Er muss seiner Frau nicht von seiner Affäre erzählen. Sondern er muss zu ihr sagen: "Ich verlasse Dich, weil es mit uns nicht mehr klappt."

Ich kenne einen Mann, der so zu seiner Frau ging: "Du, ich liebe eine andere Frau."
Was denkst Du, wie sie reagierte? Sie kämpfte um ihre Ehe, weil sie ja sah, dass er sie nicht verlassen wollte, sondern nur sein Gewissen erleichtern - und subtil bat er sie ja so um eine Entscheidung, die er selbst nicht treffen konnte oder wollte.

Wie könnte ich in meiner Situation auch wissen, was ICH will?
Für ihn werde und kann ich nicht mitdenken. Wenn er seine Frau verlässt, tut er es, weil die Ehe hinüber ist. Nicht weil ich eventuell auf ihn warte...

Natürlich kannst du wissen,
was du willst.
Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder einen Mann, der 100-prozentig zu dir steht, der Verantwortung für eure Beziehung übernimmt, den du nicht teilen musst.
Oder einen Mann, der zweigleisig fährt. Bist du gar nicht eifersüchtig, wenn du daran denkst, dass er bei seiner Frau ist, mit ihr in den Urlaub fährt ...?
Dass die Therapie wegen einer anderen Sache ist, ist mir schon klar, aber sicherlich wird der Therapeut auch Fragen zu deinem Begleiter stellen und dazu, warum du dich mit der Rolle der Geliebten zufriedengibst.

Wenn du mit dieser "Halbbeziehung" klarkommst - gut. Wenn nicht, dann wirst DU die Entscheidung treffen müssen, dich zu trennen und dir dabei den Weg freimachen für einen Mann, der dich nicht nur halb, sondern ganz liebt. Gebacken ist er wahrscheinlich schon

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20. April 2010 um 16:30
In Antwort auf rjabina

Natürlich kannst du wissen,
was du willst.
Es gibt ja nur zwei Möglichkeiten. Entweder einen Mann, der 100-prozentig zu dir steht, der Verantwortung für eure Beziehung übernimmt, den du nicht teilen musst.
Oder einen Mann, der zweigleisig fährt. Bist du gar nicht eifersüchtig, wenn du daran denkst, dass er bei seiner Frau ist, mit ihr in den Urlaub fährt ...?
Dass die Therapie wegen einer anderen Sache ist, ist mir schon klar, aber sicherlich wird der Therapeut auch Fragen zu deinem Begleiter stellen und dazu, warum du dich mit der Rolle der Geliebten zufriedengibst.

Wenn du mit dieser "Halbbeziehung" klarkommst - gut. Wenn nicht, dann wirst DU die Entscheidung treffen müssen, dich zu trennen und dir dabei den Weg freimachen für einen Mann, der dich nicht nur halb, sondern ganz liebt. Gebacken ist er wahrscheinlich schon

Entscheidung
Ich weiß nicht, was ich will. Und deshalb ist es gut, dass er erst einmal weg ist. Die Sehnsucht, die ich empfinde, wird mir den Weg weisen. Mir ging alles einfach zu schnell. Seit einem Jahr kenne ich ihn. Und vor drei Wochen gestand er mir seine Liebe... Das hat mich - gerade in meiner instabilen Situation - ziemlich umgehauen.

Klar, ich liebe ihn. Und ich sehne mich nach einem Partner. Doch ich habe auch Angst vor einer RICHTIGEN Beziehung. Dieser fühle ich mich einfach derzeit nicht gewachsen. Ich habe große Versagensängste.

Mein Therapeut verstand das heute. Du hattest natürlich recht: Mit ihm rede ich darüber. Überrascht hat den Therapeuten, dass mich mein "Liebhaber" seinen Kollegen vorstellt, die ja alle seine Frau kennen.

Ich kann Dir im Moment wirklich nicht sagen, ob ich eine Halbbeziehung oder eine Vollbeziehung haben will. Ja, die Aussicht darauf, diesen (!) Mann als Partner an meiner Seite zu haben - ohne Heimlichkeiten - ist verlockend. Die Angst vor so einer Partnerschaft ist leider genauso groß.

Ich bin nicht eifersüchtig auf seine Frau. Ich bin eifersüchtig darauf, dass ich nun auch gern mal rausgekommen wäre.

Es ist alles sehr verwirrend in meinem Kopf. Zu viele Baustellen... Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Ich weiß gar nicht, was ich will. In keiner Hinsicht...

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26. April 2010 um 23:55

Zurück aus dem Urlaub!
Er ist zurück... Hat seinen Urlaub MEINETWEGEN einen Tag früher abgebrochen. Nur um wieder bei mir zu sein...
In ein paar Stunden ist er hier. Ich bin total aufgeregt. Allerdings auch ein wenig verunsichert, weil ich ja nicht weiß, wie uns diese Woche beeinflusst hat.
Er hat mir unendlich vieles SMSes geschrieben. Und ständig angerufen. Immer nach einem (von vielen) Streiten mit seiner Frau.
So oft wie er durchgeklingelt hat, haben sie die meiste Zeit des Tages getrennt voneinander verbracht.

Aber ob es reicht?
Mal schauen, was die "Trennung" mit mir gemacht hat.
Wie es ist, ihn morgen zu sehen, zu berühren, zu spüren...
Ich habe ihn jedenfalls schrecklich vermisst.

Am Samstag sagte er das erste Mal das, was ich hören will - und doch so sehr fürchte: "Ich will meine Frau für Dich verlassen."
Bleibt nur die Frage: "Wann?"

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28. April 2010 um 21:05

Erfahrungsgemäß...
...dauert das bei ihm neun Jahre.
Bei mir fünf... Mal schauen, wer zuerst betrügt.

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