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Die Geliebte - Biest oder Opfer?

7. Juli 2008 um 14:01

Ich habe diesen unglaublich ehrlichen, realistischen und meiner Meinung nach guten Artikel im Internet gefunden und wollte euch einfach daran teilhaben lassen. Ich denke treffender könnte es keine Geliebte der Welt formulieren... Vielleicht hilft es ja ein bisschen zum gegenseitigen Verständnis!!

LG vom Krebsal


So gesehen hatte sie keine Chance. Der Typ war toll - eloquent, witzig, gut aussehend. Also folgte sie ihrem Gefühl. Und entsprach damit exakt dem weiblichen Verhalten, das ein Psychologe in Bristol kürzlich durch eine Studie belegte: Frauen fliegen auf den Mann, der sie am besten davon überzeugen kann, ein guter Liebhaber zu sein. Und das hatte er. Theoretisch und praktisch.

Dass er verheiratet ist, konnte ja niemand ahnen. Jetzt hat sie den Salat.

Eben noch auf Augenhöhe, avancierte sie zu einem Anhängsel, einer Schatten-Existenz. Von der Ver- zur Geliebten.

Keine Entwicklung, auf die man stolz sein durfte - nicht erst seit Camilla Parker Bowles ist bekannt: Die Geliebte hat ein Imageproblem - sie ist illegal, sie ist ein Sexobjekt und darüber hinaus eine Bedrohung für die Familie. Die Geliebte steht irgendwie immer auf der falschen Seite.

Wo sitzt der Riegel beim Menschen?

Selbst schuld, werden nun einige sagen. Wer wäre so dreist, bei einer besetzten Toilette an die verschlossene Tür zu trommeln? In der U-Bahn quetscht man sich auch nicht einfach auf einen Sitz dazu oder gar auf den Schoß eines Fahrgastes. Und wenn der Besetztton im Telefon ertönt, legen wir auf und versuchen es, wenn die Leitung wieder frei ist.

Klingt schön einfach. Doch wie ist es in der Liebe? Wie erkennt man, ob ein Mann besetzt ist? Seine Frau kann schlecht einen roten Riegel vorschieben oder einen Piepton erklingen lassen, wenn man ihrem Gatten zu nahe kommt. Also ist man auf andere Hinweise angewiesen: Eheringe zum Beispiel.
Doch die kann man in die Hosentasche stecken. Oder ignorieren.

Meist ist es eine Mischung aus beidem: Er sagt nichts, sie fragt nicht. Ist ja nichts Ernstes. Ernst wird es erst, wenn zu all den Hormonen auch noch Gefühle hinzukommen. Dann heißt es Farbe bekennen.

Eigentlich müsste sie jetzt so etwas sagen wie: "Komm wieder, wenn du frei bist!". Kann sie aber nicht. Und will es auch nicht. Denn längst bilden ihre Östrogene und seine Testosterone einen geradezu karmischen Cocktail.

Ein Höhepunkt jagt den nächsten

Ihre Freundin, die inzwischen mehr darüber weiß, als ihr lieb ist, hört immer wieder von ihr: "Der Sex ist überirdisch! Unsere Gespräche übersinnlich! Jede Begegnung unvergleichlich!"

Nun ja. Jede Affäre nährt sich von Höhepunkten - mehr hat in der Eile ohnehin keinen Platz.

Tatsache ist aber auch: Eine Affäre lässt den Schmetterlingen im Bauch keine Zeit sich zu setzen. Sie flattern so lange, bis sie sich anfühlen wie Grönemeyers Flugzeuge. Wehe, wenn sie landen.

Und irgendwann beginnt sich das teuflische Rad zu drehen:

Viel zu langes Warten auf viel zu kurze Begegnungen. Keine gemeinsamen Wochenenden, Urlaube oder Festtage. Und immer die goldene Regel vor Augen: Keine Anrufe, keine Briefe, keine Fotos. Keine gemeinsamen Freunde, kein Händchenhalten und Küssen in der Öffentlichkeit. Die Frage: Was fangen wir an mit diesen wenigen Stunden? findet ihre Antwort meist im Bett.

Am Anfang akzeptiert sie das, denn: Er schwört, dass er sich bald trennt. Seine Ehe nurmehr auf dem Papier besteht. Sie die Einzige ist. Und sie übt sich in Geduld. Weil seine Kinder noch klein sind. Er gerade das Haus abbezahlen muss. Eine Scheidung ihn in den Ruin treiben würde.

"Du bist die Einzige, die mich versteht!" sagt er dann in ihr gequältes Lächeln hinein und macht es sich bequem in der Dreierkonstellation aus Sicherheit, Spaß, Selbstbestätigung. Geschenkt, denkt sie, was hab ich davon? Und plötzlich fühlt sich das Wort "Geliebte" nicht mehr so glamourös an.

Wird die Geliebte geliebt?

Wer wirklich geliebt wird, bekommt vermutlich nicht nur einmal die Woche von jemandem Besuch, der erst das Bett und dann die Dusche frequentiert. Und gerade, wenn man erkennt, dass der Moment, den man die ganze Woche herbeigesehnt hat, schon wieder vorbei ist, er den Motor anlässt, um zu seiner Familie ins Wochenende zu brausen.

Wie gut, wenn man eine Freundin hat, der man sein Herz ausschütten kann.
Dumm nur, wenn die einen mit klugen Ratschlägen quält, statt grenzenloses Verständnis zu zeigen. "Spar dir deine schlauen Sprüche, was ich von dir möchte, ist Trost!" hatte sie gesagt. Und ihre Freundin hatte geantwortet: "Wie bitte soll man jemanden trösten, der unbedingt einen verlogenen Miesling ganz für sich allein haben möchte?"

Sicher war sie nur sauer, weil sie damals eine Stunde vor dem Konzert abgesagt hatte, nachdem er spontan vorbeikommen wollte. Die Freundin war beleidigt, ihre Karte verfiel. Leider konnte er sich dann doch nicht freimachen.

Einmal hatte ihre Freundin gesagt: "Ich glaube, du willst in Wirklichkeit gar nicht, dass er seine Frau verlässt."

Da fragte sie sich zum ersten Mal selbst: Will ich wirklich einen Mann, der nicht treu ist? Der seine Ehe verleugnet? Will ich an die Stelle dieser Frau rücken, und wird er dann bald über uns sagen, die Ehe bestünde nur auf dem Papier?

Ach was, beruhigte sie sich. Zu einer schlechten Beziehung gehören immer zwei. Außerdem: Ein gebundener Mann hat auch seine Vorteile. Er stellt keine Ansprüche, die Beziehung bleibt spannend, und das Wichtigste: Die Opferrolle ist garantiert!

Übrigens: Zum Betrug gehören auch immer zwei. Nur zum Selbstbetrug, da genügt einer.

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7. Juli 2008 um 14:19

AHHHHHHHHHHHHH
wie wahr !!!!!!!

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7. Juli 2008 um 14:19

Das Auto vom Nachbar
da wären wir es wieder bei den Besitzansprüchen, die es bei Menschen nicht gibt.

Obwohl das Auto meines Nachbarn absolut erbärmiches Stück ist. Hätte es entscheiden dürfen, wäre es bestimmt längst ab und davon.

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7. Juli 2008 um 14:22
In Antwort auf ivonne_11910411

Das Auto vom Nachbar
da wären wir es wieder bei den Besitzansprüchen, die es bei Menschen nicht gibt.

Obwohl das Auto meines Nachbarn absolut erbärmiches Stück ist. Hätte es entscheiden dürfen, wäre es bestimmt längst ab und davon.

Kanns mir grad nicht verkneifen...
Aber in diesem Fall würd ich das Auto desNachbarn ja nicht klauen sondern es mir nur ausborgen *gg* Er hat es ja jeden Abend wieder schön in der garage stehen...

Meine Meinung dazu: Menschen nicht mit Autos vergleichen - kommt nur Blödsinn raus (Ich hab meiner Nachbarin schon Mal mein Auto geborgt - ich denke nicht, dass ich das mit einemMann tun würde...)

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7. Juli 2008 um 14:48

Und doch
ist die Geliebte wieder das Biest??!!
Komisch, sie soll Schluss machen wenn sie rausfindet dass ihr Liebster verheiratet ist, aber was ist mit dem Mann der sich dessen wohl längst bewusst ist und trotzdem eine Liebschaft mit einer anderen eingeht..........
Es ist ja so viel leichter immer alles auf die böse böse Hexe zu schieben......

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7. Juli 2008 um 15:16
In Antwort auf lawrie_12646150

Und doch
ist die Geliebte wieder das Biest??!!
Komisch, sie soll Schluss machen wenn sie rausfindet dass ihr Liebster verheiratet ist, aber was ist mit dem Mann der sich dessen wohl längst bewusst ist und trotzdem eine Liebschaft mit einer anderen eingeht..........
Es ist ja so viel leichter immer alles auf die böse böse Hexe zu schieben......

Ich verstehe irgedwo...
...dass es schwer nachzuvollziehen ist wie sich jemand auf einen Mann, der doch eine Beziehung hat, einlassen geschweige denn verlieben kann. Aber wie so Vieles im Leben ist auch hier nicht alles schwarz und weiß. Es ist nicht nur die Geliebte schuld, nicht der Fremdgänger und auch nicht die möglicherweise nicht perfekte Beziehung. In solche Situationen kann man, trotz aller ethischen und moralischen Grundsätze, hineingeraten. Es muss nicht immer die böse Geliebte sein, die ihren Spaß auf Kosten anderer sucht, nicht der Fremdgänger, der ja alle nur belügt. Hinter jeder solchen Situation stecken eine Menge Emotionen und auch viele Gedanken. Und von jeder Seite gibt es Überzeugung und Zweifel, glücklich sein und leiden. Das ist der Grund, weshalb ich diesen Artikel gepostet habe. Er zeigt wunderbar den Zwiespalt der Gefühle auf...

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7. Juli 2008 um 15:50

Hauptsache mir gehts gut???
Du hast dir den Artikel anscheinend nicht durchgelesen.
Der Geliebten geht es meist weniger gut, als dem Nutznießer oder der Betrogenen (sofern diese es nicht erfährt und das tut sie zumeist nicht).

Anscheinend warst du in deinem Leben noch nie wirklich verliebt!? Wie kannst du nur daran glauben, dass man seine Gefühle wirklich mit dem Kopf kontrollieren bzw. ausschalten kann??? Und wenn man erst winmal in dieser Situation steckt, tut es meist noch mehr weh die Sache zu beenden... denn dann ist es schon zu spät...

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