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Die andere Seite...

23. Januar 2008 um 23:47

Angeregt durch den Beiträge "schulden wir der Ehefrau was" habe ich mir einige Gedanken gemacht...

Ehrlich gesagt finde ich es wirklich sehr schön, daß sich auch mal jemand Gedanken um den anderen Part im Dreieck macht. Das kommt ja leider nicht so oft vor.


Auf jeden Fall hat mich das dazu angeregt, über meine eigene Geschichte nachzudenken.
Wenn ich hier immer höre, die armen Betrogenen... Was ist mit den armen Betrogenen, die 1000 Hinweise erhalten haben, aber die Augen einfach nicht aufmachen? Für die alles selbstverständlich ist, die einfach so hinnehmen, die ihr alltägliches Leben leben, für die der Partner zum Inventar gehört, wie die Küchenmaschine. Die gesagt bekommen "wir sollten an unserer Beziehung arbeiten", aber sie tun es nicht. Die gesagt bekommen "ich wünsche mir das und das in unserer Beziehung" aber die es nicht hören, die sich nicht ändern oder ändern wollen, weil die Situation für sie gut ist. Die Paarberatung ablehnen. Die egoistisch ihr Ding durchziehen, ohne sich zu fragen, was ist mit meinem Partner?

Jeder wird das jetzt weit von sich weisen, aber es ist so. Im Alltag passiert das ständig.

Irgendwann (vielleicht Jahre später) erscheint dann jemand auf der Bildfläche und es macht peng. Die ersten Anzeichen nimmt man wahr, aber nicht ernst. Schließlich hat man ja zuhause einen Partner. Aber es wird immer schlimmer. Und dann merkt man, wie das Herz krampft, wenn man den neuen Menschen sieht. Wie man weiche Knie bekommt, nix mehr essen kann, das Herz pocht wie verrückt... und man will es sich nicht eingestehen, daß man sich verliebt hat, weil es dann raus ist und man es nicht mehr zurücknehmen kann. Und die seelische Not, die Verzweiflung, weil man solche Gefühle hat und doch einen Partner. Und die Schuldgefühle, die einen fast zerreissen, die einen auffressen. Man hasst sich selbst dafür, aber es geht einfach nicht weg, so sehr man es auch versucht. Und dann ist da zuhause der Partner, mit dem man Jahre verbracht hat, dem man sich verpflichtet fühlt. Und auf der anderen Seite diese Gefühle, die man nicht kontrollieren kann, die da sind, nicht mehr zu verleugnen, die nicht mehr weggehen... Und den Partner zuhause kann man nicht mehr anfassen, weil es geht einfach nicht mehr. Und den anderen darf man nicht anfassen, weil es unfair dem anderen zuhause gegenüber wäre. Und man versucht diese Gefühle zu bekämpfen. Aber es klappt nicht. Und man stellt fest, daß der Neue genau die Eigenschaften besitzt, die man sich beim alten gewünscht hat. Und man das eigentlich von seinem Partner haben will, der nicht bereit ist, es zu geben.

Und dann kommt die Sehnsucht nach dem Neuem, die in einem zieht und man will hin, will seine Probleme einfach vergessen, wenn auch nur für kurze Zeit, obwohl das nicht geht. Das hin und her gerissen sein. Der Neue will eine Beziehung, aber man hat Angst davor sich zu lösen, weil man den alten Partner nicht ins Unglück stürzen will, weil man ihm gegenüber eine Verantwortung hat. Und in den neuen ist man so verliebt, daß man sich auch nicht lösen kann. Und dann kommt so jemand oberschlaues daher und verurteilt pauschal und man fühlt sich noch schlechter als eh schon, denn für seine Gefühle kann man nichts. Und der Neue zieht an einem rum und der alte denkt "Hach, es wird sich schon wieder einrenken". Aber das tut es nicht. Und alle zerren und zerren bis man verrückt wird. Und dann schafft man es endlich sich zu trennen, sich zu entscheiden und dann kommen die alten, vergessenen, nostalgischen Erinnerungen hoch und man hängt wieder am alten. Obwohl man eigentlich weiß, daß es keinen Zweck hat. Man versucht stark zu bleiben, zu seiner Entscheidung zu stehen, aber jetzt geht das Gezerre erst richtig los. Irgendwie schafft man es, nicht durchzudrehen. Aber man fragt sich, was kann ich noch alles ertragen? Denn entgegen der landläufigen Meinung hat man es sich nicht ausgesucht.

Das ist furchtbar! Aber das kannkeiner verstehen, der es nicht erfahren hat. Oder bereit ist, es mit den Augen des anderen zu sehen.

Und dann hat man es geschafft, man hat sich getrennt, aber jetzt geht es erst richtig los. Denn nicht nur die/der "verlassene" Geliebte macht Terror. Nein, auch der verlassene Ex-Partner. Auch wenn man nicht "betrogen" sondern klare Verhältnisse geschafft hat. Und der Terror nimmt kein Ende. Jeden Tag fragt man sich "was kommt jetzt noch" und "Warum muß ich mich ständig wie der letze Dreck fühlen"?

Man kann sich wegen gemeinsamer Kinder nicht aus dem Weg gehen und versucht, sich freundschaftlich anzunähern. Und jedes Mal kommt noch ein Schlag, noch eine verbale Entgleisung... Und dann muß man obendrauf auch noch Verständnis zeigen...

Ich wünsche wirklich niemand, daß er in so eine Situation kommt, wo es der "Betrüger" doch immer so einfach hat...

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24. Januar 2008 um 9:42

Guter Beitrag....
Wie komme ich in den Himmel und wem schiebe ich die Schuld für die eigenen Unzulänglichkeit am besten in die Schuhe...

Das eigene Versagen zu rechtfertigen.....

Die eigenen Zukunfstängste auf den unfähigen und unwilligen Partner zu projektiern...

Sich seinen eigenen Schuldgefühlen nicht zu stellen...

Verantwortung als Maßstab zu nehmen, die durch Unehrlichkeit unglaubwürdig geworden ist...

Fazit:

Übertragung von eigenen Wahrnehmungen von Betrug und Nichtbetrug....Unfähigkeit sich dem Leben zu stellen...




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24. Januar 2008 um 10:12
In Antwort auf naomh_12744558

Guter Beitrag....
Wie komme ich in den Himmel und wem schiebe ich die Schuld für die eigenen Unzulänglichkeit am besten in die Schuhe...

Das eigene Versagen zu rechtfertigen.....

Die eigenen Zukunfstängste auf den unfähigen und unwilligen Partner zu projektiern...

Sich seinen eigenen Schuldgefühlen nicht zu stellen...

Verantwortung als Maßstab zu nehmen, die durch Unehrlichkeit unglaubwürdig geworden ist...

Fazit:

Übertragung von eigenen Wahrnehmungen von Betrug und Nichtbetrug....Unfähigkeit sich dem Leben zu stellen...




Sorry saraa,
aber ich finde nicht , das du es dir so einfach machen kannst.

Ich finde den Beitrag gut! Ja genau so ist es nämlich manchmal.

Und so war es auch in meiner Ehe.
Ich habe gesagt , was mir fehlt , gesagt was ich mir wünsche , mir den Hintern aufgerissen und nur noch mehr Gleichgültigkeit und Demütigungen geerntet.

Ich wollte was ändern , was tun und habe 5 Jahre!!! bevor ich meinen jetzigen Partner kennen lernte schon gesagt, wenn das so weiter geht , geht unsere Ehe kaputt.
Mein (Ex) Mann hat mich damals belächelt , fand ich müsse alleine was tun , weil es mir alleine ja nicht paßt , wie es so läuft. Außerdem könnte ich ja eh froh sein , das er mich genommen hat, denn ein anderer wäre ja eh nicht so dumm gewesen ....

Ich habe geredet , ich habe gebettelt , ich habe gefleht, ich habe geschimpft ...nix wirklich nix hat geholfen.

Dann kam er ...und mich hat es erwischt....und als ich dann Konsequenzen gezogen habe , war ich die Böse.

Nein sorry, das ende der Ehe hat alleine ER sich selbst vorzuwerfen , denn ich habe getan , was ich konnte , aber einer alleine reicht eben nicht um eine Ehe zu retten.

Darüber solltest du echt mal nachdenken.

Aber es ist oft so , das Leute immer sowas sagen wie " Mir passiert so etwas NIE" ...klar kann man auch sehr leicht sagen , wenn man auch NIE in so einer Situation war! Ich war meinem (Ex)Mann 11 Jahre lang treu , 8 verheiratet, 5 davon habe ich nur um diese Ehe gekämpft...aber irgendwann muss auch mal gut sein.

LG Das Biest

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24. Januar 2008 um 10:26

Sieh es positiv
Die alte Beziehung ist nur eine von den vielen Erfahrungen, die du im Leben machst. Dafür mußt du kein schlechtes Gewissen haben (auch wenn es wohl automatisch einsetzt).

Ich denke, so richtig schwierig wird es erst, wenn du selbst anfängst, hinter deiner "Geliebten" herzulaufen, obwohl die selbst gemerkt hatte, daß die Situation so nicht zu meistern ist. Auf einmal vermißt du dann eine Frau, die du eigentlich gar nicht vermissen darfst.

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24. Januar 2008 um 10:56
In Antwort auf noella_12145077

Sorry saraa,
aber ich finde nicht , das du es dir so einfach machen kannst.

Ich finde den Beitrag gut! Ja genau so ist es nämlich manchmal.

Und so war es auch in meiner Ehe.
Ich habe gesagt , was mir fehlt , gesagt was ich mir wünsche , mir den Hintern aufgerissen und nur noch mehr Gleichgültigkeit und Demütigungen geerntet.

Ich wollte was ändern , was tun und habe 5 Jahre!!! bevor ich meinen jetzigen Partner kennen lernte schon gesagt, wenn das so weiter geht , geht unsere Ehe kaputt.
Mein (Ex) Mann hat mich damals belächelt , fand ich müsse alleine was tun , weil es mir alleine ja nicht paßt , wie es so läuft. Außerdem könnte ich ja eh froh sein , das er mich genommen hat, denn ein anderer wäre ja eh nicht so dumm gewesen ....

Ich habe geredet , ich habe gebettelt , ich habe gefleht, ich habe geschimpft ...nix wirklich nix hat geholfen.

Dann kam er ...und mich hat es erwischt....und als ich dann Konsequenzen gezogen habe , war ich die Böse.

Nein sorry, das ende der Ehe hat alleine ER sich selbst vorzuwerfen , denn ich habe getan , was ich konnte , aber einer alleine reicht eben nicht um eine Ehe zu retten.

Darüber solltest du echt mal nachdenken.

Aber es ist oft so , das Leute immer sowas sagen wie " Mir passiert so etwas NIE" ...klar kann man auch sehr leicht sagen , wenn man auch NIE in so einer Situation war! Ich war meinem (Ex)Mann 11 Jahre lang treu , 8 verheiratet, 5 davon habe ich nur um diese Ehe gekämpft...aber irgendwann muss auch mal gut sein.

LG Das Biest

@dasbiest
jaja diese "NIE" ist mir auch teuer zu stehen gekommen..


es timmt wirklich: man kann einfach nicht urteilen, wenn man nicht selber in der situation war. egal wie gut man sich hineinversetzt.

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24. Januar 2008 um 14:30
In Antwort auf naomh_12744558

Guter Beitrag....
Wie komme ich in den Himmel und wem schiebe ich die Schuld für die eigenen Unzulänglichkeit am besten in die Schuhe...

Das eigene Versagen zu rechtfertigen.....

Die eigenen Zukunfstängste auf den unfähigen und unwilligen Partner zu projektiern...

Sich seinen eigenen Schuldgefühlen nicht zu stellen...

Verantwortung als Maßstab zu nehmen, die durch Unehrlichkeit unglaubwürdig geworden ist...

Fazit:

Übertragung von eigenen Wahrnehmungen von Betrug und Nichtbetrug....Unfähigkeit sich dem Leben zu stellen...




Glaubst Du
wirklich, ich hätte meinen Partner geheiratet mit dem Vorsatz, daß ich mich irgendwann in jemand anderen verliebe und mich trenne?


Wenn ich mich trenne und damit die Konsequenzen ziehe, renne ich vor meiner Unzulänglichkeit weg?

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24. Januar 2008 um 14:35
In Antwort auf wiebke_12736617

@dasbiest
jaja diese "NIE" ist mir auch teuer zu stehen gekommen..


es timmt wirklich: man kann einfach nicht urteilen, wenn man nicht selber in der situation war. egal wie gut man sich hineinversetzt.

@tomasisteinschwein
Ja eben ich kenne das ...ich war auch Jahrelang der Meinung sowas kann MIR NIE passieren.

Und dann?

Aber ich fühle mich nicht schuldig , denn ich habe getan , was ich konnte um diese Ehe zu retten , wenn der andere aber nicht will , will er eben nicht.

Und weshalb sollte ich mich also nun schuldig fühlen?

Aber über Dinge einfach mal so abzu urteilen ist leicht.Auch wenn man meint man hat ach so tolle Argumente.

Sicher heißt das nicht , das ich generell fremdgehen toll finde. Ich weiß es tut weh , betrogen und belogen zu werden , aus eigener Erfahrung. Und einfach nur , weil man egoistisch seinen Spaß kurz will und dann wieder heile Familie spielen will , weil man ja eigentlich glücklich ist und nur zu bequem "Nein zu sagen", sollte sowas nie passieren . Man tut einem sehr nahe stehenden Menschen sehr sehr weh aus purem Egoismus. Aber!!! und das meine ich , ich würde nie einfach sagen alle Fremdgeher sind so und alle Geliebten sind so....eben weil in jedem einzelnen Fall die Situation anders ist.

Es gibt Fälle , da würde ich sagen, der Fremdgeher ist einfach nur ein Schwein.
Und es gibt Fälle , wo ich sagen würde, ich kann es verstehen .

Und ich wehre mich nur dagegen , das es Leute gibt , die meinen sie können IMMER ALLE über einen Kamm scheren.

Dem ist nämlich NICHT so!

LG das Biest

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24. Januar 2008 um 15:15

Doch! ICH kann es verstehen...
Hallo Neugiernase, (komischer Nick)

ich habe sehr vielen Leuten die diskrete Frage nach dem Warum gestellt und immer wieder Deine Antwort bekommen. Die meisten können sich zwar nicht so gut ausdrücken wie Du, aber die Begründung ist immer die selbe wie bei Dir. Ich verstehe genau was Du meinst, und es betrifft weit mehr Menschen als man denkt.

Da ja seit nunmehr einigen Jahren die Nebenwirkung des Rauchens zum Schutze der Bevölkerung nicht nur in grossen Lettern auf jeder Packung prangt - und bald auch ganz verboten wird - bin ich dafür, dass man Dein Posting ausdruckt und vor der Türe eines jeden Standesamtes in Deutschland anbringt, um die Heiratswütigen eindringlich vor eventuellen bitteren Enttäuschungen zu warnen. Denn ich bin mir sicher: das jahrelange Verharren in einer unerfüllten Partnerschaft/Ehe/Beziehung ist zumindest genauso gesundheitsschädigen wie das Rauchen von Zigaretten.

Viele Grüße

Anne

PS: Wieso gehst Du nicht einfach? Erwartest Du einen finanziellen Genickbruch dadurch?

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24. Januar 2008 um 15:16
In Antwort auf naomh_12744558

Guter Beitrag....
Wie komme ich in den Himmel und wem schiebe ich die Schuld für die eigenen Unzulänglichkeit am besten in die Schuhe...

Das eigene Versagen zu rechtfertigen.....

Die eigenen Zukunfstängste auf den unfähigen und unwilligen Partner zu projektiern...

Sich seinen eigenen Schuldgefühlen nicht zu stellen...

Verantwortung als Maßstab zu nehmen, die durch Unehrlichkeit unglaubwürdig geworden ist...

Fazit:

Übertragung von eigenen Wahrnehmungen von Betrug und Nichtbetrug....Unfähigkeit sich dem Leben zu stellen...




Saraa...
... diese Dinge ergeben sich ganz langsam im Leben...

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24. Januar 2008 um 16:12
In Antwort auf naomh_12744558

Guter Beitrag....
Wie komme ich in den Himmel und wem schiebe ich die Schuld für die eigenen Unzulänglichkeit am besten in die Schuhe...

Das eigene Versagen zu rechtfertigen.....

Die eigenen Zukunfstängste auf den unfähigen und unwilligen Partner zu projektiern...

Sich seinen eigenen Schuldgefühlen nicht zu stellen...

Verantwortung als Maßstab zu nehmen, die durch Unehrlichkeit unglaubwürdig geworden ist...

Fazit:

Übertragung von eigenen Wahrnehmungen von Betrug und Nichtbetrug....Unfähigkeit sich dem Leben zu stellen...




Manchmal beneide ich die Menschen, ...
die sich ihr einfaches übersichtliches Weltbild bewahren und sich nicht im entferntesten vorstellen können, welchen Minenfeldern und Zerreißproben man sich im Zusammenhang mit diesem Thema aussetzen kann.

LG

Larsen

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24. Januar 2008 um 16:33
In Antwort auf myf_11895328

Doch! ICH kann es verstehen...
Hallo Neugiernase, (komischer Nick)

ich habe sehr vielen Leuten die diskrete Frage nach dem Warum gestellt und immer wieder Deine Antwort bekommen. Die meisten können sich zwar nicht so gut ausdrücken wie Du, aber die Begründung ist immer die selbe wie bei Dir. Ich verstehe genau was Du meinst, und es betrifft weit mehr Menschen als man denkt.

Da ja seit nunmehr einigen Jahren die Nebenwirkung des Rauchens zum Schutze der Bevölkerung nicht nur in grossen Lettern auf jeder Packung prangt - und bald auch ganz verboten wird - bin ich dafür, dass man Dein Posting ausdruckt und vor der Türe eines jeden Standesamtes in Deutschland anbringt, um die Heiratswütigen eindringlich vor eventuellen bitteren Enttäuschungen zu warnen. Denn ich bin mir sicher: das jahrelange Verharren in einer unerfüllten Partnerschaft/Ehe/Beziehung ist zumindest genauso gesundheitsschädigen wie das Rauchen von Zigaretten.

Viele Grüße

Anne

PS: Wieso gehst Du nicht einfach? Erwartest Du einen finanziellen Genickbruch dadurch?

Ich bin gegangen...
Es war nicht das Finanzielle. Wir haben auch ein Haus zusammen gekauft und daher gemeinsame Schulden.

Was mich zurückhielt, war die Angst um meinen Partner und was dann mit ihm wird. Auch wenn unsere Ehe nicht mehr gut gelaufen ist, wir waren 8 Jahre zusammen. Für ihn war alles in Ordnung. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Es tat mir weh, ihm so weh zu tun. Ich wollte das nicht. Ich habe es mir nicht ausgesucht, mich in jemand anderen zu verlieben. Und das hat mich fast zerrissen.


LG, Neugiernase

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24. Januar 2008 um 16:35
In Antwort auf flower_12555401

Ich bin gegangen...
Es war nicht das Finanzielle. Wir haben auch ein Haus zusammen gekauft und daher gemeinsame Schulden.

Was mich zurückhielt, war die Angst um meinen Partner und was dann mit ihm wird. Auch wenn unsere Ehe nicht mehr gut gelaufen ist, wir waren 8 Jahre zusammen. Für ihn war alles in Ordnung. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Es tat mir weh, ihm so weh zu tun. Ich wollte das nicht. Ich habe es mir nicht ausgesucht, mich in jemand anderen zu verlieben. Und das hat mich fast zerrissen.


LG, Neugiernase

@anne
ich wollte noch Danke sagen für Deinen Beitrag.


Danke

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24. Januar 2008 um 16:46
In Antwort auf noella_12145077

@tomasisteinschwein
Ja eben ich kenne das ...ich war auch Jahrelang der Meinung sowas kann MIR NIE passieren.

Und dann?

Aber ich fühle mich nicht schuldig , denn ich habe getan , was ich konnte um diese Ehe zu retten , wenn der andere aber nicht will , will er eben nicht.

Und weshalb sollte ich mich also nun schuldig fühlen?

Aber über Dinge einfach mal so abzu urteilen ist leicht.Auch wenn man meint man hat ach so tolle Argumente.

Sicher heißt das nicht , das ich generell fremdgehen toll finde. Ich weiß es tut weh , betrogen und belogen zu werden , aus eigener Erfahrung. Und einfach nur , weil man egoistisch seinen Spaß kurz will und dann wieder heile Familie spielen will , weil man ja eigentlich glücklich ist und nur zu bequem "Nein zu sagen", sollte sowas nie passieren . Man tut einem sehr nahe stehenden Menschen sehr sehr weh aus purem Egoismus. Aber!!! und das meine ich , ich würde nie einfach sagen alle Fremdgeher sind so und alle Geliebten sind so....eben weil in jedem einzelnen Fall die Situation anders ist.

Es gibt Fälle , da würde ich sagen, der Fremdgeher ist einfach nur ein Schwein.
Und es gibt Fälle , wo ich sagen würde, ich kann es verstehen .

Und ich wehre mich nur dagegen , das es Leute gibt , die meinen sie können IMMER ALLE über einen Kamm scheren.

Dem ist nämlich NICHT so!

LG das Biest

Ich war auch immer
der Meinung "sowas kann mir nie passieren"

Und dann?


Ich habe auch sehr viel versucht. Es kam nichts von ihm zurück. Und das war lange, bevor ich mich verliebt habe. Die Probleme kamen ja nicht von heute auf morgen.


Und trotzdem fühle ich mich schuldig. Ich wollte ihm nicht weh tun.


LG, Neugiernase

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24. Januar 2008 um 16:58
In Antwort auf flower_12555401

Ich bin gegangen...
Es war nicht das Finanzielle. Wir haben auch ein Haus zusammen gekauft und daher gemeinsame Schulden.

Was mich zurückhielt, war die Angst um meinen Partner und was dann mit ihm wird. Auch wenn unsere Ehe nicht mehr gut gelaufen ist, wir waren 8 Jahre zusammen. Für ihn war alles in Ordnung. Ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Es tat mir weh, ihm so weh zu tun. Ich wollte das nicht. Ich habe es mir nicht ausgesucht, mich in jemand anderen zu verlieben. Und das hat mich fast zerrissen.


LG, Neugiernase

Es hätte dich zerrissen,
ihm die Wahrheit zu sagen?
Aber ihn zu betrügen und zu belügen zerreißt dich nicht?

Du hast es dir nicht ausgesucht, dich in jemand anderen zu verlieben. Du hast es dir aber ausgesucht, in einer unbefriedigenden Beziehung zu verharren, du hast es dir ausgesucht, einen einstmals geliebten Menschen zu belügen und ihm die Chance zu nehmen, sein Glück auch anderswo zu suchen, und du hast es dir ausgesucht, ihn unendlich zu verletzen, wenn er je von deinem Doppelspiel erfährt.

Die Wahrheit mag schmerzhaft sein, aber sie ist nicht zerstörerisch.
Das was du machst, kann ihn zerstören.

Komische Auffassung von Angst um den Partner.

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24. Januar 2008 um 18:52

Ich denke, da ist nicht viel zu erklären ...
ein recht simples Schwarz-Weiß-Raster ohne Platz für Zwischentöne und alles recht schnell auf die Schuldfrage reduziert, was ich persönlich ziemlich langweilig finde.

Aber wem es Spass macht ...

LG

Larsen

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24. Januar 2008 um 19:06

Hallo neugiernase
ich kann dich auch verstehen. was du schreibst, habe ich ganz ähnlich erlebt: diese bemühungen um die beziehung, das ansprechen von problemen, die ich (mit ihm) habe, die ich gern gemeinsam lösen möchte, das gefühl, von ihm als "inventar" gesehen zu werden, zu 100% auf seine vorstellungen und forderungen eingehen zu müssen ohne kompromisse seinerseits (unternehmungen, urlaub, wohnungseinrichtung, investitionen, familienplanung etc), meine bitte, sich woanders rat zu holen, vielleicht zur paartherapie zu gehen... ich lief immer gegen eine wand. bekam zu hören, die probleme hätte ja nur ICH, wenn ich nicht anders könne, solle ich ruhig zur therapie gehen, aber ER finde ja alles ok so wie es sei.
ich will nicht die schuld auf ihn schieben, es sind immer beide. mein fehler war, vorher nicht zu merken, dass wir überhaupt nicht zusammen passen, viel zu unterschiedliche vorstellungen vom leben und von beziehung haben.
ich habe bestimmt ein jahr gekämpft, auch innerlich. wir waren nicht verheiratet, hatten keine kinder, waren drei jahre zusammen. ich habe mich dann trennen wollen, aber da wurde er krank. warf mir vor, ihn im stich zu lassen. also blieb ich noch weitere monate. ging dann letztlich doch.

der einzige, wenn auch große unterschied: ich habe ihn nicht betrogen, bin nicht wegen eines anderen mannes gegangen, sondern weil wir nicht zusammen passten.

allerdings frage ich mich, was wäre passiert, wenn ich in diser letzten zeit einen anderen mann getroffen hätte? vielleicht hätte ich auch den schritt gemacht, schon eine neue beziehung anzufangen, ehe die alte ganz vorbei gewesen wäre? ich finde es auch sehr einfach, zu sagen, mir passiert sowas NIE.

lg jillij

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24. Januar 2008 um 19:53
In Antwort auf flower_12555401

Ich war auch immer
der Meinung "sowas kann mir nie passieren"

Und dann?


Ich habe auch sehr viel versucht. Es kam nichts von ihm zurück. Und das war lange, bevor ich mich verliebt habe. Die Probleme kamen ja nicht von heute auf morgen.


Und trotzdem fühle ich mich schuldig. Ich wollte ihm nicht weh tun.


LG, Neugiernase

Es kam nichts zurück
und deshalb musstest du ihn bestrafen?

oder warst du unfähig dein leben selbst in die hand zu nehmen und zu ändern?

ist er schuld für deine eigene lebensunfähigkeit?

tja - eine beziehung kann von beiden oder einseitig zerstört werden, in einer zerstörten beziehung zu bleiben ist jedoch immer eine einsame entscheidung, wenn man aufgrund eigener unfähigkeit dann einen menschen belügt und betrügt trägt man dafür alleine die verantwortung.

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24. Januar 2008 um 20:14
In Antwort auf alya_12708452

Es kam nichts zurück
und deshalb musstest du ihn bestrafen?

oder warst du unfähig dein leben selbst in die hand zu nehmen und zu ändern?

ist er schuld für deine eigene lebensunfähigkeit?

tja - eine beziehung kann von beiden oder einseitig zerstört werden, in einer zerstörten beziehung zu bleiben ist jedoch immer eine einsame entscheidung, wenn man aufgrund eigener unfähigkeit dann einen menschen belügt und betrügt trägt man dafür alleine die verantwortung.

Ihn bestrafen?
Einer allein kann an einer Beziehung nichts verändern.

Er war mein Partner. Er hatte genauso die Verpflichtung mich glücklich zu machen und alles für die Beziehung zu tun, wie ich sie hatte.

Mein Fehler war, daß ich mir selbst vorgemacht habe, daß unsere Ehe eigentlich gar nicht so schlecht ist.


Wie es genau um unsere Beziehung stand, habe ich erst gemerkt, als ich mich verliebt hatte

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24. Januar 2008 um 20:42
In Antwort auf sursulapitschi

Es hätte dich zerrissen,
ihm die Wahrheit zu sagen?
Aber ihn zu betrügen und zu belügen zerreißt dich nicht?

Du hast es dir nicht ausgesucht, dich in jemand anderen zu verlieben. Du hast es dir aber ausgesucht, in einer unbefriedigenden Beziehung zu verharren, du hast es dir ausgesucht, einen einstmals geliebten Menschen zu belügen und ihm die Chance zu nehmen, sein Glück auch anderswo zu suchen, und du hast es dir ausgesucht, ihn unendlich zu verletzen, wenn er je von deinem Doppelspiel erfährt.

Die Wahrheit mag schmerzhaft sein, aber sie ist nicht zerstörerisch.
Das was du machst, kann ihn zerstören.

Komische Auffassung von Angst um den Partner.

Sorry, aber so
einfach ist es jetzt grade mal nicht.

Stell Dir vor Du bist in einer langjährigen Beziehung und verliebst Dich. Dann trennst Du Dich also direkt so mir nichts Dir nichts von Deinem Partner? Und Du versuchst nicht, Dir erstmal über Deine Gefühle klar zu werden? Ganz abgesehen davon zu überprüfen, ob Deine Ehe noch zu retten ist oder nicht? Ob die Dinge, die Dir auf einmal auffallen, tatsächlich Berechtigung haben? Warum sie Dir erst jetzt auffallen oder grade jetzt? Oder ob Du aus einer puren Laune heraus den andern ins Unglück stürzt?


Ich habe mir einige Monate Zeit gelassen, um mir Klarheit zu verschaffen, ob unsere Ehe noch zu retten ist oder nicht. Eine Zeit, in der er wusste, daß ich den Gedanken in mir trage, mich von ihm zu trennen. Es kam nichts von seiner Seite.


Dann habe ich mich getrennt. Auch um ihm die Chance zu geben, daß er mit jemand anderem glücklich werden kann.

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24. Januar 2008 um 20:51
In Antwort auf alisha_11850439

Hallo neugiernase
ich kann dich auch verstehen. was du schreibst, habe ich ganz ähnlich erlebt: diese bemühungen um die beziehung, das ansprechen von problemen, die ich (mit ihm) habe, die ich gern gemeinsam lösen möchte, das gefühl, von ihm als "inventar" gesehen zu werden, zu 100% auf seine vorstellungen und forderungen eingehen zu müssen ohne kompromisse seinerseits (unternehmungen, urlaub, wohnungseinrichtung, investitionen, familienplanung etc), meine bitte, sich woanders rat zu holen, vielleicht zur paartherapie zu gehen... ich lief immer gegen eine wand. bekam zu hören, die probleme hätte ja nur ICH, wenn ich nicht anders könne, solle ich ruhig zur therapie gehen, aber ER finde ja alles ok so wie es sei.
ich will nicht die schuld auf ihn schieben, es sind immer beide. mein fehler war, vorher nicht zu merken, dass wir überhaupt nicht zusammen passen, viel zu unterschiedliche vorstellungen vom leben und von beziehung haben.
ich habe bestimmt ein jahr gekämpft, auch innerlich. wir waren nicht verheiratet, hatten keine kinder, waren drei jahre zusammen. ich habe mich dann trennen wollen, aber da wurde er krank. warf mir vor, ihn im stich zu lassen. also blieb ich noch weitere monate. ging dann letztlich doch.

der einzige, wenn auch große unterschied: ich habe ihn nicht betrogen, bin nicht wegen eines anderen mannes gegangen, sondern weil wir nicht zusammen passten.

allerdings frage ich mich, was wäre passiert, wenn ich in diser letzten zeit einen anderen mann getroffen hätte? vielleicht hätte ich auch den schritt gemacht, schon eine neue beziehung anzufangen, ehe die alte ganz vorbei gewesen wäre? ich finde es auch sehr einfach, zu sagen, mir passiert sowas NIE.

lg jillij

Danke
für Deinen Beitrag. Mir ist grade was klar geworden, was es vorher so nicht gewesen ist.

Bei uns war es ähnlich.

Ich geb Dir recht. Es hätte mir schon vorher auffallen müssen, wie es wirklich war. Ich habe mir selbst was vorgemacht.

Ich dachte, wenn ich mich entwickle und an mir arbeite, dann wirkt sich das auch auf ihn und unsere Beziehung aus. Aber einer allein kann die Beziehung nicht retten.



Vielen Dank, Neugiernase

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24. Januar 2008 um 20:55
In Antwort auf flower_12555401

Danke
für Deinen Beitrag. Mir ist grade was klar geworden, was es vorher so nicht gewesen ist.

Bei uns war es ähnlich.

Ich geb Dir recht. Es hätte mir schon vorher auffallen müssen, wie es wirklich war. Ich habe mir selbst was vorgemacht.

Ich dachte, wenn ich mich entwickle und an mir arbeite, dann wirkt sich das auch auf ihn und unsere Beziehung aus. Aber einer allein kann die Beziehung nicht retten.



Vielen Dank, Neugiernase

Meinte den letzen Satz
Ich dachte, wenn ich mich entwickle und an mir arbeite, dann wirkt sich das auch auf ihn und unsere Beziehung aus.




Das war mir so noch nicht so klar gewesen.


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24. Januar 2008 um 21:58
In Antwort auf flower_12555401

Sorry, aber so
einfach ist es jetzt grade mal nicht.

Stell Dir vor Du bist in einer langjährigen Beziehung und verliebst Dich. Dann trennst Du Dich also direkt so mir nichts Dir nichts von Deinem Partner? Und Du versuchst nicht, Dir erstmal über Deine Gefühle klar zu werden? Ganz abgesehen davon zu überprüfen, ob Deine Ehe noch zu retten ist oder nicht? Ob die Dinge, die Dir auf einmal auffallen, tatsächlich Berechtigung haben? Warum sie Dir erst jetzt auffallen oder grade jetzt? Oder ob Du aus einer puren Laune heraus den andern ins Unglück stürzt?


Ich habe mir einige Monate Zeit gelassen, um mir Klarheit zu verschaffen, ob unsere Ehe noch zu retten ist oder nicht. Eine Zeit, in der er wusste, daß ich den Gedanken in mir trage, mich von ihm zu trennen. Es kam nichts von seiner Seite.


Dann habe ich mich getrennt. Auch um ihm die Chance zu geben, daß er mit jemand anderem glücklich werden kann.

Okay, du hast dich getrennt.
Das finde ich in Ordnung. Ist aus deinem obigen Beitrag nicht hervorgegangen.

Auch ich denke nicht, dass man eine langjährige Beziehung sofort beenden sollte, wenn man jemand Neues kennenlernt. Aber ich bin der Meinung, man sollte den Partner über den anderen zügig in Kenntnis setzen. Den anderen an der Entscheidungsfindung beteiligen, ihm auch Mitspracherecht gewähren. Und nicht ewiglang vor sich selbst hinbrüten und alle mal austesten, um sich dann schön in Ruhe die Rosinen rauspicken zu können.
Das Doppelspiel, das viele Betrüger jahrelang für sich in Anspruch nehmen und mit genau den gleichen Argumenten verteidigen wie du, halte ich persönlich für extrem unfair, rücksichtslos, feige und egoistisch. Meist werden ja auch hehre Gründe vorgeschoben, mit denen der Betrug gerechtfertigt soll, alle mit dem Tenor: ich kann ja nix dafür, der andere ist schuld und das ist einfach so passiert. Als ob es keine andere Möglichkeit gäbe, mit so einer Situation umzugehen. Deswegen reagiere ich mittlerweile ziemlich allergisch auf Beiträge wie deinen obigen.

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24. Januar 2008 um 23:36
In Antwort auf flower_12555401

Meinte den letzen Satz
Ich dachte, wenn ich mich entwickle und an mir arbeite, dann wirkt sich das auch auf ihn und unsere Beziehung aus.




Das war mir so noch nicht so klar gewesen.


Naja, wenn man sich
weiterentwickelt und an sich arbeitet, wirkt sich das schon auf die beziehung aus...
und sei es, dass man die beziehung mit anderen augen sehen kann, einem klarer wird, was man eigentlich möchte oder vermisst, wo sich an der beziehung was ändern muss, was man selbst dazu beisteuern kann und was man sich vom anderen wünscht.
der andere kann dann seinen teil dazu beitragen. wenn er dazu nicht bereit ist, weil er keinen handlungsbedarf sieht, schafft man es nicht. nicht alleine. zu einer partnerschaft gehören nunmal zwei menschen.
sonst zerbricht sie.

lg jillij

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24. Januar 2008 um 23:43

Hallo "neugiernase"
Wie lange lebst du getrennt von deinem Mann? Sind die Kinder bei dir? Was ist mit deinem EX Geliebten?

Ich empfand es bei mir auch so ähnlich, wie du es beschrieben hast.

Die meisten Trennungen sind erst schmerzlich und dadurch entsteht leider oft dicke Luft". Der Verlassene sucht regelrecht nach Fehlern und macht aus einer Fliege einen Elefanten. Meistens legt sich das aber, wenn der Verlassene (in deinem Fall, dein EX Mann) eine neue Partnerin gefunden hat.

Was meinst du damit: Der verlassene Geliebte macht Terror? Hast du dich von beiden getrennt? Deinem Mann und deinem Geliebten?


LG und alles Gute deseree

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25. Januar 2008 um 0:08
In Antwort auf noella_12145077

@tomasisteinschwein
Ja eben ich kenne das ...ich war auch Jahrelang der Meinung sowas kann MIR NIE passieren.

Und dann?

Aber ich fühle mich nicht schuldig , denn ich habe getan , was ich konnte um diese Ehe zu retten , wenn der andere aber nicht will , will er eben nicht.

Und weshalb sollte ich mich also nun schuldig fühlen?

Aber über Dinge einfach mal so abzu urteilen ist leicht.Auch wenn man meint man hat ach so tolle Argumente.

Sicher heißt das nicht , das ich generell fremdgehen toll finde. Ich weiß es tut weh , betrogen und belogen zu werden , aus eigener Erfahrung. Und einfach nur , weil man egoistisch seinen Spaß kurz will und dann wieder heile Familie spielen will , weil man ja eigentlich glücklich ist und nur zu bequem "Nein zu sagen", sollte sowas nie passieren . Man tut einem sehr nahe stehenden Menschen sehr sehr weh aus purem Egoismus. Aber!!! und das meine ich , ich würde nie einfach sagen alle Fremdgeher sind so und alle Geliebten sind so....eben weil in jedem einzelnen Fall die Situation anders ist.

Es gibt Fälle , da würde ich sagen, der Fremdgeher ist einfach nur ein Schwein.
Und es gibt Fälle , wo ich sagen würde, ich kann es verstehen .

Und ich wehre mich nur dagegen , das es Leute gibt , die meinen sie können IMMER ALLE über einen Kamm scheren.

Dem ist nämlich NICHT so!

LG das Biest

Liebes Biest...
Ich bin mittlerweile auch in der Situation, in der ich beide Seiten verstehen kann.
Auch ich weiß aus eigener Erfahrung, wie weh ein Betrug tut. Habe über anderthalb Jahre gekämpft und versucht, damit klar zu kommen.
Von meinem Partner kam nichts... keine Entschuldigung, keine Erklärung, nichts, mit dem ich irgendwie leben konnte.
Ich habe ihn trotz allem immer geliebt, wollte unsere Beziehung nicht aufgeben, weil es eben auch schöne Seiten gibt...
Trotzdem habe ich ihn im Dezember betrogen...
Es waren 4 wunderschöne Wochen mit dem Kribbeln, der Aufregung und dem Gefühl des Verliebtseins...
Ich sage bewusst "Gefühl", denn es ist schon wieder vorbei.
Obwohl mein Partner nichts davon weiss und mir dies auch nicht zutrauen würde, hatte er ein bestimmtes Bauchgefühl.
Er verhält sich anders.
Manche mögen jetzt sagen, ich wäre abgezockt, ein Schwein usw..
Nein - bin ich nicht.
Jede Geschichte ist anders und vielleicht war es bei mir genau das richtige.
Meine Affäre hat sich seit Neujahr nicht mehr bei mir gemeldet - ohne Erklärung, ohne richtigen Abschluß.
Auch das tut mir weh.
Aber... vielleicht lustig, aber es ist so... ich kann jetzt sogar die Affäre meines Freundes verstehen.
Der hat nämlich damals auch auf keinen Anruf und keine SMS von ihr mehr geantwortet und sozusagen gewartet, bis es sich im Sande verläuft.
Vielleicht sicn Männer generell so?
Keine Ahnung...
Ich persönlich kann so ein Verhalten nicht nachvollziehen, aber was solls.
Ich hatte ein paar schöne Momente, die ich nie vergessen werde.
Und meine Beziehung ist wieder einigermassen okay.
Deshalb kann man wirklich nicht alle Geschichten über einen Kamm scheren.
Ich habe daraus gelernt und weiß mittlerweile, dass wir alle nicht unfehlbar sind... egal, was wir immer behaupten!

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25. Januar 2008 um 0:26
In Antwort auf alya_12708452

Es kam nichts zurück
und deshalb musstest du ihn bestrafen?

oder warst du unfähig dein leben selbst in die hand zu nehmen und zu ändern?

ist er schuld für deine eigene lebensunfähigkeit?

tja - eine beziehung kann von beiden oder einseitig zerstört werden, in einer zerstörten beziehung zu bleiben ist jedoch immer eine einsame entscheidung, wenn man aufgrund eigener unfähigkeit dann einen menschen belügt und betrügt trägt man dafür alleine die verantwortung.

Wieso bestrafen?
Ich denke nicht, dass dies was mit Bestrafung zutun hat...
Es hat sich so ergeben.
Und an einer Beziehung festzuhalten, hat auch nicht immer was mit der eigenen "Lebensunfähigkeit" zutun.
DU hattest das Glück, den Betrug mit Deinem Mann aufarbeiten zu können, viele andere - mich eingeschlossen - konnten das nicht.
Deswegen bin ich aber nicht lebensunfähig!
Ich bin in dieser Beziehung geblieben und für meinen eigenen Betrug bin ich selbstverständlich alleine verantwortlich.
Trotzdem tut es mir nicht leid.
Das hat aber nichts mit meiner "Unfähigkeit", eine Beziehung zu führen zutun.
Versuche bitte, mal beide Seiten zu sehen.
Du hast meine Geschichte ziemlich von Anfang an verfolgt und ich hoffe, Du hast bemerkt, dass ich kein kalter und egoistischer Mensch bin.
Manchmal wendet sich eine Geschichte, auch wenn man daran selbst nie geglaubt hätte.
Hätte man mir vor über anderthalb Jahren gesagt, dass ich selbst "betrügen" würde, hätte ich denjenigen ausgelacht und felsenfest behauptet, er würde spinnen...
Tja...

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25. Januar 2008 um 12:37

Wenn Du in eine solche Situation kommst
was ich Dir wirklich von Herzen, und das meine ich ganz ernst, nicht wünsche, wirst Du das auch nicht tun. Glaub mir, ich hatte bis vor dieser Zeit genau die gleiche Meinung wie Du.

Du wirst Dich nicht trennen, weil Du nämlich total überrumpelt von Deinen Gefühlen bist. Weil Du verzweifelt bist, daß Du solche Gefühle auf einmal hast. Weil Du Dich hasst dafür, daß Du solche Gefühle hast.
Weil Dein GANZES LEBEN aus den Fugen gerät auf einmal und die nicht mehr weißt, wie es weitergehen soll.
Weil Du versuchst, diese Gefühle wieder in den Griff zu bekommen. Weil Du mit Deinem Partner eine gemeinsame Vergangenheit hast. Weil Du nicht weißt, ob das was Dir auf einmal klar geworden ist über Deine Bezeihung überhaupt eine Berechtigung hat.

WIE willst du in eine neutrale Situation kommen, wenn Du innerlich total zerrissen bist? Wie??? Du wohnst zusammen, Du lebst zusammen, du isst zusammen, du schläfst in einem Bett, wenn auch nicht miteinander. Du hast gemeinsame Kinder. Du sagt Deinen Kindern also von heute auf morgen wir ziehen aus? Du findest innerhalb von ein, zwei Wochen eine passende Wohnung die auch noch bezahlbar ist und ziehst gleich um? Bei der Du Deine Kinder nicht aus ihrem Umfeld reissen musst? Und selbst wenn Du in einer neuen Wohnung bist, wie willst Du zu einem NEUTRALEN Zustand kommen, wo der Zustand, den man hat absolut subjektiv ist? Sag mir, wie man das macht, dafür wäre ich Dir sehr dankbar.

Ich habe meinem Partner ziemlich schnell gesagt, daß ich mich mit dem Gedanken trage, mich zu trennen. Er war einmal kurz erschrocken, dann ist nichts mehr passiert. Er hat direkt aufgegeben.


WAs würdest DU tun, wenn Dein Partner sagt, ihr habt eine Krise und Du hegst den Gedanken, Dich zu trennen?


Nun, ich sage Dir, was ich getan hätte: ich hätte um meinen Partner gekämpft wie ein Löwe. Ich hätte mir Hilfe geholt von aussen. Von Freunden, von Therapeuten. Aber ich hätte ihn nicht einfach ziehn lassen.


Was ich für meine Beziehung getan habe? Ich war da für meinen Partner, ich habe versucht ihm ebenso Freund wie Frau zu sein, ich habe ihm zugehört, Sachen für ihn erledigt, organisiert, den Alltag geregelt, so banal es klingt: gekocht, geputzt, gebügelt, ihm den Rücken gestärkt, er konnte sich immer auf mich verlassen, ihn überrascht, mich zurecht gemacht...

Was ich nicht gemacht habe: Ich hätte schon viel früher mit der Faust auf den Tisch hauen müssen und ihm sagen müssen, daß er endlich den Hintern hochkriegen muß. Das habe ich nicht gemacht. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er meine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er für unsere Beziehung nichts tun wollte. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er nicht mit mir geredet hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, daß er mich nie an sich hat teilhaben lassen. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als ich mich nicht auf ihn verlassen konnte und ganz allein mit meinen Ängsten war. Damit meine ich eine für mich schwere Zeit, in der ich mich nicht auf ihn verlassen konnte, weil alles andere wichtiger war als ich. Ich war selbstverständlich. Ich war da.

Die gravierendsten Dinge sind mir wie bereits schon mal gesagt, erst bewußt geworden, als ich mich verliebt hatte.


Vorher dachte ich, und auch das ist mir erst durch das schreiben hier bewußt geworden, ich dachte, wenn ich mich entwickle und an der Beziehung arbeite, es sich dadurch positiv auf uns auswirkt. Da ich ihn dadurch mitziehe. Heute weiß ich, daß das nicht reicht. Einer allein kann eine Bezeihung nicht retten.


Liebe Grüße und auch Dir Danke für Deinen Beitrag. Auch dadurch ist in mir grade wieder viel passiert.

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25. Januar 2008 um 12:44
In Antwort auf tasha_12072592

Hallo "neugiernase"
Wie lange lebst du getrennt von deinem Mann? Sind die Kinder bei dir? Was ist mit deinem EX Geliebten?

Ich empfand es bei mir auch so ähnlich, wie du es beschrieben hast.

Die meisten Trennungen sind erst schmerzlich und dadurch entsteht leider oft dicke Luft". Der Verlassene sucht regelrecht nach Fehlern und macht aus einer Fliege einen Elefanten. Meistens legt sich das aber, wenn der Verlassene (in deinem Fall, dein EX Mann) eine neue Partnerin gefunden hat.

Was meinst du damit: Der verlassene Geliebte macht Terror? Hast du dich von beiden getrennt? Deinem Mann und deinem Geliebten?


LG und alles Gute deseree

Die Kinder sind bei mir
ich musste mir auch erst wieder eine besser bezahlte Arbeit suchen, damit ich mir eine eigene Wohnung leisten kann, da ich auf eigenen Füssen stehen will!


Nein, ich meinte meinen Ex-Mann. Er sucht nach Fehlern, sieht jede Handlung von mir als Angriff gegen sich und demütigt mich, indem er mich anschreit und beleidigt. Nur vor den Kindern hält er sich zurück.


Mit dem anderen bin ich zusammen, seit ich mich getrennt habe.


Danke für Deine guten Wünsche

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25. Januar 2008 um 13:09
In Antwort auf flower_12555401

Glaubst Du
wirklich, ich hätte meinen Partner geheiratet mit dem Vorsatz, daß ich mich irgendwann in jemand anderen verliebe und mich trenne?


Wenn ich mich trenne und damit die Konsequenzen ziehe, renne ich vor meiner Unzulänglichkeit weg?

Hallo neugiernase...
ich kann dich verstehen,ich habe mich auch von meinem mann getrennt,weil ich mich in einen anderen verliebt hatte(er war auch verheiratet),ich habe mich anfangs dagegen gewehrt,doch das gefühl war stärker,wir hatten auch eine eigentumswohnung zusammen u.ein kind,
ich wollte meinen mann auch nicht verletzen ,denn wir hatten schöne 15 jahre zusammen,doch ich habe ihn verlassen,ich wollte nicht aus mitleid bei ihm bleiben,es tat ihm sehr weh ,mir auch ,ihn so leiden zu sehen,das ist 1,5 lahre her ,er hat mir verziehen....zum glück ,denn er bedeutet mir trotzdem viel ,nur halt anders...mit dem anderen mann lebe ich zusammen...
mein lebensplan sah auch anders aus...
LG

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25. Januar 2008 um 13:20
In Antwort auf salena36

Hallo neugiernase...
ich kann dich verstehen,ich habe mich auch von meinem mann getrennt,weil ich mich in einen anderen verliebt hatte(er war auch verheiratet),ich habe mich anfangs dagegen gewehrt,doch das gefühl war stärker,wir hatten auch eine eigentumswohnung zusammen u.ein kind,
ich wollte meinen mann auch nicht verletzen ,denn wir hatten schöne 15 jahre zusammen,doch ich habe ihn verlassen,ich wollte nicht aus mitleid bei ihm bleiben,es tat ihm sehr weh ,mir auch ,ihn so leiden zu sehen,das ist 1,5 lahre her ,er hat mir verziehen....zum glück ,denn er bedeutet mir trotzdem viel ,nur halt anders...mit dem anderen mann lebe ich zusammen...
mein lebensplan sah auch anders aus...
LG

Danke
für Deinen Beitrag.

Ich hoffe, dass mein Ex-Mann und ich es auch irgendwann schaffen werden, wieder normal miteinander auszukommen. Denn er bedeutet mir auch immer noch viel. Nur anders eben. Ich denke mal, das ist sehr ähnlich.

Wie war das denn im nachhinein so bei Dir, gemeinsamen Freunden, dem Neuen usw. Wenn Du magst, PN?

Gruß, Neugiernase

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25. Januar 2008 um 15:23
In Antwort auf flower_12555401

Wenn Du in eine solche Situation kommst
was ich Dir wirklich von Herzen, und das meine ich ganz ernst, nicht wünsche, wirst Du das auch nicht tun. Glaub mir, ich hatte bis vor dieser Zeit genau die gleiche Meinung wie Du.

Du wirst Dich nicht trennen, weil Du nämlich total überrumpelt von Deinen Gefühlen bist. Weil Du verzweifelt bist, daß Du solche Gefühle auf einmal hast. Weil Du Dich hasst dafür, daß Du solche Gefühle hast.
Weil Dein GANZES LEBEN aus den Fugen gerät auf einmal und die nicht mehr weißt, wie es weitergehen soll.
Weil Du versuchst, diese Gefühle wieder in den Griff zu bekommen. Weil Du mit Deinem Partner eine gemeinsame Vergangenheit hast. Weil Du nicht weißt, ob das was Dir auf einmal klar geworden ist über Deine Bezeihung überhaupt eine Berechtigung hat.

WIE willst du in eine neutrale Situation kommen, wenn Du innerlich total zerrissen bist? Wie??? Du wohnst zusammen, Du lebst zusammen, du isst zusammen, du schläfst in einem Bett, wenn auch nicht miteinander. Du hast gemeinsame Kinder. Du sagt Deinen Kindern also von heute auf morgen wir ziehen aus? Du findest innerhalb von ein, zwei Wochen eine passende Wohnung die auch noch bezahlbar ist und ziehst gleich um? Bei der Du Deine Kinder nicht aus ihrem Umfeld reissen musst? Und selbst wenn Du in einer neuen Wohnung bist, wie willst Du zu einem NEUTRALEN Zustand kommen, wo der Zustand, den man hat absolut subjektiv ist? Sag mir, wie man das macht, dafür wäre ich Dir sehr dankbar.

Ich habe meinem Partner ziemlich schnell gesagt, daß ich mich mit dem Gedanken trage, mich zu trennen. Er war einmal kurz erschrocken, dann ist nichts mehr passiert. Er hat direkt aufgegeben.


WAs würdest DU tun, wenn Dein Partner sagt, ihr habt eine Krise und Du hegst den Gedanken, Dich zu trennen?


Nun, ich sage Dir, was ich getan hätte: ich hätte um meinen Partner gekämpft wie ein Löwe. Ich hätte mir Hilfe geholt von aussen. Von Freunden, von Therapeuten. Aber ich hätte ihn nicht einfach ziehn lassen.


Was ich für meine Beziehung getan habe? Ich war da für meinen Partner, ich habe versucht ihm ebenso Freund wie Frau zu sein, ich habe ihm zugehört, Sachen für ihn erledigt, organisiert, den Alltag geregelt, so banal es klingt: gekocht, geputzt, gebügelt, ihm den Rücken gestärkt, er konnte sich immer auf mich verlassen, ihn überrascht, mich zurecht gemacht...

Was ich nicht gemacht habe: Ich hätte schon viel früher mit der Faust auf den Tisch hauen müssen und ihm sagen müssen, daß er endlich den Hintern hochkriegen muß. Das habe ich nicht gemacht. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er meine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er für unsere Beziehung nichts tun wollte. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er nicht mit mir geredet hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, daß er mich nie an sich hat teilhaben lassen. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als ich mich nicht auf ihn verlassen konnte und ganz allein mit meinen Ängsten war. Damit meine ich eine für mich schwere Zeit, in der ich mich nicht auf ihn verlassen konnte, weil alles andere wichtiger war als ich. Ich war selbstverständlich. Ich war da.

Die gravierendsten Dinge sind mir wie bereits schon mal gesagt, erst bewußt geworden, als ich mich verliebt hatte.


Vorher dachte ich, und auch das ist mir erst durch das schreiben hier bewußt geworden, ich dachte, wenn ich mich entwickle und an der Beziehung arbeite, es sich dadurch positiv auf uns auswirkt. Da ich ihn dadurch mitziehe. Heute weiß ich, daß das nicht reicht. Einer allein kann eine Bezeihung nicht retten.


Liebe Grüße und auch Dir Danke für Deinen Beitrag. Auch dadurch ist in mir grade wieder viel passiert.

Sorry...
...aber das ist Blödsinn.

"Was ich nicht gemacht habe: Ich hätte schon viel früher mit der Faust auf den Tisch hauen müssen und ihm sagen müssen, daß er endlich den Hintern hochkriegen muß. Das habe ich nicht gemacht. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er meine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er für unsere Beziehung nichts tun wollte. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er nicht mit mir geredet hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, daß er mich nie an sich hat teilhaben lassen. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als ich mich nicht auf ihn verlassen konnte und ganz allein mit meinen Ängsten war. Damit meine ich eine für mich schwere Zeit, in der ich mich nicht auf ihn verlassen konnte, weil alles andere wichtiger war als ich. Ich war selbstverständlich. Ich war da."

Du kannst niemanden dazu zwingen, sich zu verändern. Wenn du Defizite hast und die deinem Partner mitteilst, liegt es an ihm, etwas daran zu ändern. Du hättest müssen? Nein, das sehe ich nicht so. Eine gewisse Eigenverantwortung ist ja gut und schön, aber wohl für beide Seiten. Warum auch immer er resigniert hat (so habe ich es verstanden), er hatte seine Möglichkeiten etwas zu ändern. Vielleicht hat er es auch versucht und du hast es nicht bemerkt, weil es nicht deins war. Aber jetzt geht es doch nicht mehr darum festzustellen, wer die Schuld - oder Hauptschuld - am Scheitern eurer Beziehung trägt, sondern jetzt wäre es wichtig, dass ihr euch neu respektieren lernt.

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25. Januar 2008 um 16:16
In Antwort auf helmut_12550923

Manchmal beneide ich die Menschen, ...
die sich ihr einfaches übersichtliches Weltbild bewahren und sich nicht im entferntesten vorstellen können, welchen Minenfeldern und Zerreißproben man sich im Zusammenhang mit diesem Thema aussetzen kann.

LG

Larsen

!
Richtig!

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25. Januar 2008 um 16:33
In Antwort auf flower_12555401

Ihn bestrafen?
Einer allein kann an einer Beziehung nichts verändern.

Er war mein Partner. Er hatte genauso die Verpflichtung mich glücklich zu machen und alles für die Beziehung zu tun, wie ich sie hatte.

Mein Fehler war, daß ich mir selbst vorgemacht habe, daß unsere Ehe eigentlich gar nicht so schlecht ist.


Wie es genau um unsere Beziehung stand, habe ich erst gemerkt, als ich mich verliebt hatte

Was hat das scheitern einer beziehung mit betrug zu tun?
nichts!

darum geht es. für den betrug entscheidest du dich ganz allein, die begründung dafür kannst du nur bei dir finden und nicht bei deinem partner.

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25. Januar 2008 um 16:43
In Antwort auf dorit_12559330

Wieso bestrafen?
Ich denke nicht, dass dies was mit Bestrafung zutun hat...
Es hat sich so ergeben.
Und an einer Beziehung festzuhalten, hat auch nicht immer was mit der eigenen "Lebensunfähigkeit" zutun.
DU hattest das Glück, den Betrug mit Deinem Mann aufarbeiten zu können, viele andere - mich eingeschlossen - konnten das nicht.
Deswegen bin ich aber nicht lebensunfähig!
Ich bin in dieser Beziehung geblieben und für meinen eigenen Betrug bin ich selbstverständlich alleine verantwortlich.
Trotzdem tut es mir nicht leid.
Das hat aber nichts mit meiner "Unfähigkeit", eine Beziehung zu führen zutun.
Versuche bitte, mal beide Seiten zu sehen.
Du hast meine Geschichte ziemlich von Anfang an verfolgt und ich hoffe, Du hast bemerkt, dass ich kein kalter und egoistischer Mensch bin.
Manchmal wendet sich eine Geschichte, auch wenn man daran selbst nie geglaubt hätte.
Hätte man mir vor über anderthalb Jahren gesagt, dass ich selbst "betrügen" würde, hätte ich denjenigen ausgelacht und felsenfest behauptet, er würde spinnen...
Tja...

Biene
ich verstehe deine verletzung, aber nicht den grund warum du in einer verlorenen beziehung bleibst.
ich verstehe eine neue liebe, aber nicht den grund warum man dafür lügen und hintergehen muss.
was ich ohne aber verstehe ist, dass du keine schuld bei dir siehst weil deine verletzung groß ist.

alles muss ich nicht verstehen, biene aber ich verurteile betrug nicht mehr, weil ich meinen frieden gefunden habe.

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25. Januar 2008 um 17:03
In Antwort auf flower_12555401

Wenn Du in eine solche Situation kommst
was ich Dir wirklich von Herzen, und das meine ich ganz ernst, nicht wünsche, wirst Du das auch nicht tun. Glaub mir, ich hatte bis vor dieser Zeit genau die gleiche Meinung wie Du.

Du wirst Dich nicht trennen, weil Du nämlich total überrumpelt von Deinen Gefühlen bist. Weil Du verzweifelt bist, daß Du solche Gefühle auf einmal hast. Weil Du Dich hasst dafür, daß Du solche Gefühle hast.
Weil Dein GANZES LEBEN aus den Fugen gerät auf einmal und die nicht mehr weißt, wie es weitergehen soll.
Weil Du versuchst, diese Gefühle wieder in den Griff zu bekommen. Weil Du mit Deinem Partner eine gemeinsame Vergangenheit hast. Weil Du nicht weißt, ob das was Dir auf einmal klar geworden ist über Deine Bezeihung überhaupt eine Berechtigung hat.

WIE willst du in eine neutrale Situation kommen, wenn Du innerlich total zerrissen bist? Wie??? Du wohnst zusammen, Du lebst zusammen, du isst zusammen, du schläfst in einem Bett, wenn auch nicht miteinander. Du hast gemeinsame Kinder. Du sagt Deinen Kindern also von heute auf morgen wir ziehen aus? Du findest innerhalb von ein, zwei Wochen eine passende Wohnung die auch noch bezahlbar ist und ziehst gleich um? Bei der Du Deine Kinder nicht aus ihrem Umfeld reissen musst? Und selbst wenn Du in einer neuen Wohnung bist, wie willst Du zu einem NEUTRALEN Zustand kommen, wo der Zustand, den man hat absolut subjektiv ist? Sag mir, wie man das macht, dafür wäre ich Dir sehr dankbar.

Ich habe meinem Partner ziemlich schnell gesagt, daß ich mich mit dem Gedanken trage, mich zu trennen. Er war einmal kurz erschrocken, dann ist nichts mehr passiert. Er hat direkt aufgegeben.


WAs würdest DU tun, wenn Dein Partner sagt, ihr habt eine Krise und Du hegst den Gedanken, Dich zu trennen?


Nun, ich sage Dir, was ich getan hätte: ich hätte um meinen Partner gekämpft wie ein Löwe. Ich hätte mir Hilfe geholt von aussen. Von Freunden, von Therapeuten. Aber ich hätte ihn nicht einfach ziehn lassen.


Was ich für meine Beziehung getan habe? Ich war da für meinen Partner, ich habe versucht ihm ebenso Freund wie Frau zu sein, ich habe ihm zugehört, Sachen für ihn erledigt, organisiert, den Alltag geregelt, so banal es klingt: gekocht, geputzt, gebügelt, ihm den Rücken gestärkt, er konnte sich immer auf mich verlassen, ihn überrascht, mich zurecht gemacht...

Was ich nicht gemacht habe: Ich hätte schon viel früher mit der Faust auf den Tisch hauen müssen und ihm sagen müssen, daß er endlich den Hintern hochkriegen muß. Das habe ich nicht gemacht. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er meine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er für unsere Beziehung nichts tun wollte. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er nicht mit mir geredet hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, daß er mich nie an sich hat teilhaben lassen. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als ich mich nicht auf ihn verlassen konnte und ganz allein mit meinen Ängsten war. Damit meine ich eine für mich schwere Zeit, in der ich mich nicht auf ihn verlassen konnte, weil alles andere wichtiger war als ich. Ich war selbstverständlich. Ich war da.

Die gravierendsten Dinge sind mir wie bereits schon mal gesagt, erst bewußt geworden, als ich mich verliebt hatte.


Vorher dachte ich, und auch das ist mir erst durch das schreiben hier bewußt geworden, ich dachte, wenn ich mich entwickle und an der Beziehung arbeite, es sich dadurch positiv auf uns auswirkt. Da ich ihn dadurch mitziehe. Heute weiß ich, daß das nicht reicht. Einer allein kann eine Bezeihung nicht retten.


Liebe Grüße und auch Dir Danke für Deinen Beitrag. Auch dadurch ist in mir grade wieder viel passiert.

Kann mich Rike oben nur anschließen,
du schreibst über das Scheitern einer Beziehung, über die Missstände, über deine Bemühungen, über deinen Schmerz darüber, dass ihr nicht mehr zusammenfinden konntet, über die Traurigkeit, einen einstmals geliebten Menschen verloren zu haben, über die Schwierigkeiten, sich aus so einer Beziehung zu lösen und die Komplikationen, die daraus entstehen, sich in einer neuen Konstellation zu begegnen.

All das ist verständlich und nachvollziehbar, hat aber nichts mit Betrug zu tun.

All das begründet nicht, warum man seinen Partner keinen reinen Wein einschenken könnte über seine Gefühle und Gedanken. Was ja auch nicht heißen würde, dass man sich sofort trennt, sondern nur, dass man dem anderen ein Mitspracherecht gewährt und ihn nicht belügt.

Natürlich schaffen es viele Leute erst, sich aus einer unzufriedenstellenden Beziehung zu lösen, wenn sie jemand anderes kennen lernen. Das ist menschlich. Aber auch das begründet keinen Betrug.

Das einzige, was einen Betrug begründet, ist deine Entscheidung dafür, nicht die Wahrheit zu sagen. Das ist unabhängig von den Umständen.

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25. Januar 2008 um 19:13

Hallo neugiernase,
du sprichst mir einfach aus dem Herzen. Bloß bin ich noch nicht an dem Punkt der entgültigen Trennung angekommen. Ich versuch noch zu kämpfen und werde dabei fast verrückt....


LG
Kati

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26. Januar 2008 um 22:24

Ich stehe
zu meiner Entscheidung.

Ich versuchte Dir zu erklären, was in mir vorging. Mehr nicht. Das sollte keine Rechtfertigung sein.





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26. Januar 2008 um 22:26
In Antwort auf csilla_12629290

Sorry...
...aber das ist Blödsinn.

"Was ich nicht gemacht habe: Ich hätte schon viel früher mit der Faust auf den Tisch hauen müssen und ihm sagen müssen, daß er endlich den Hintern hochkriegen muß. Das habe ich nicht gemacht. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er meine Wünsche und Bedürfnisse nicht erfüllt hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er für unsere Beziehung nichts tun wollte. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als er nicht mit mir geredet hat. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, daß er mich nie an sich hat teilhaben lassen. Ich hätte nicht locker lassen dürfen, als ich mich nicht auf ihn verlassen konnte und ganz allein mit meinen Ängsten war. Damit meine ich eine für mich schwere Zeit, in der ich mich nicht auf ihn verlassen konnte, weil alles andere wichtiger war als ich. Ich war selbstverständlich. Ich war da."

Du kannst niemanden dazu zwingen, sich zu verändern. Wenn du Defizite hast und die deinem Partner mitteilst, liegt es an ihm, etwas daran zu ändern. Du hättest müssen? Nein, das sehe ich nicht so. Eine gewisse Eigenverantwortung ist ja gut und schön, aber wohl für beide Seiten. Warum auch immer er resigniert hat (so habe ich es verstanden), er hatte seine Möglichkeiten etwas zu ändern. Vielleicht hat er es auch versucht und du hast es nicht bemerkt, weil es nicht deins war. Aber jetzt geht es doch nicht mehr darum festzustellen, wer die Schuld - oder Hauptschuld - am Scheitern eurer Beziehung trägt, sondern jetzt wäre es wichtig, dass ihr euch neu respektieren lernt.

Ich gebe
Dir auf der einen Seite recht. Jetzt ist es zu spät.



Auf der anderen Seite kann mir diese Erkenntnis aber dabei helfen, daß es nicht noch einmal so weit kommt.


Lieber Gruß

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