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Der tut mir wirklich leid....

2. November 2005 um 10:22

Neulich hab ich einen Jungen kennengelernt. An sich einen ganz süßen. Er war sehr lieb und machte mir Komplimente wir haben in der Bar ein paar getrunken und geratscht und geratscht.
Sonst ist nichts gelaufen. Wir haben Handynummern ausgetauscht und sind getrennt nach Hausge gefahren. Und dann hat mich mein Kumpel gefragt, ob ich überhaupt wisse, mit wem ich es da zu tun hätte. Und er hat mir die ganze Geschichte erzählt. Er war nämlich im Gefängnis 1 Jahr, weil er mit Drogen dealte. Hat unzähliche Körperverletzungsdelikte und natürlich hat er noch Bewährung. Und er macht es mit allen Frauen gleich. Erst anmachen, lieb tun, bumsen und in die Wüste schicken. Er hat nie eine lange Beziehung und körperlich macht er wirklich etwas aus sich. Fitneßstudio voll die Muskeln, Solarium. Schaut wirklich gut aus.
Auch soll er ein total agressiver Mensch sein und immerzu schlägern. Dann hat mir mein Kumpel erzählt, dass er mit ihm in die Klasse gegangen ist und er verdammt oft zum Unterricht erschienen ist und grün und blau geschlagen war - von seinem Vater, der hat ihn misshandelt und verprügelt, weil er alkoholiker ist.

Ich hab mich natürlich nicht gemeldet und dieses Kapitel ist auch tabu für mich ganz klar. Aber einfach so gesagt der tut mir sooooo leid. Das geht mich nichts an und ich werde mich auch nicht einmischen aber ich muss es mal loswerden. Wie kann den ein Papa zu seinem Kind so böse sein? Ich nehme mal an, der macht soviel aus seinem äußeren, dass er Bestätigung findet, dass er viele Frauen haben kann, und wenn er ihnen dann weh tut, dann hat er innere Befriedigung, weil ihnen auch was zugestoßen ist. (Mir hat eben mein Kumpel gesagt, der trifft ihn öfters, dass er immer ... mies zu den Frauen ist. Und es so oft danach Stress gibt, weil sie ihm nachrennen und -weinen) und sich prügeln wird er immer, weil es ihm auch so ergangen ist.
Ich komm eben aus einem sehr lieben Elternhaus und kann mir das einfach gar nicht vorstellen, dennoch würde es mich interessieren, was solche Leute fühlen. Das ist doch voll der Teufelskreis. Die kommen da nie wieder raus, oder?

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2. November 2005 um 10:31

Jedenfalls...
... ist es extrem schwer fuer die, da rauszukommen. Teufelskreis ist es zwar nicht, finde ich, weil es ja eine einfache Moeglichkeit fuer ihn gaebe: naemlich aufhoeren mit dem Pruegeln und dem unhoeflichen Rumbumsen, sich eine Arbeit suchen, fleissig sein, Karriere machen. Niemand wuerde ihm heute noch (wo er doch erwachsen ist) dabei einen Stein in den Weg legen, oder ihn wieder kriminell werden lassen, im Gegenteil, er wuerde viel Unterstuetzung bekommen - kein Teufelskreis also. Nur, auf die Idee kommt er halt nicht, weil er jede Menge falsche Glaubenssaetze eingebaut bekommen hat in sein Hirn, im Laufe seines Lebens (Pruegeln ist cool, usw...), und die kann man nicht so einfach loeschen. Umso schwerer, da er ja sein Verhalten offenbar von Frauen bestaetigt findet...

Schwierig. Fuer so jemanden muesste der Staat halt wesentlich mehr Geld ausgeben, fuer ein jahrelanges Vollzeit-Umerziehungsprogramm. Dieses Geld haben wir nicht, und so sperren wir den Typen einfach jeweils wieder fuer paar Monate weg. Richtig ist das natuerlich nicht.

n

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2. November 2005 um 10:55
In Antwort auf nathan

Jedenfalls...
... ist es extrem schwer fuer die, da rauszukommen. Teufelskreis ist es zwar nicht, finde ich, weil es ja eine einfache Moeglichkeit fuer ihn gaebe: naemlich aufhoeren mit dem Pruegeln und dem unhoeflichen Rumbumsen, sich eine Arbeit suchen, fleissig sein, Karriere machen. Niemand wuerde ihm heute noch (wo er doch erwachsen ist) dabei einen Stein in den Weg legen, oder ihn wieder kriminell werden lassen, im Gegenteil, er wuerde viel Unterstuetzung bekommen - kein Teufelskreis also. Nur, auf die Idee kommt er halt nicht, weil er jede Menge falsche Glaubenssaetze eingebaut bekommen hat in sein Hirn, im Laufe seines Lebens (Pruegeln ist cool, usw...), und die kann man nicht so einfach loeschen. Umso schwerer, da er ja sein Verhalten offenbar von Frauen bestaetigt findet...

Schwierig. Fuer so jemanden muesste der Staat halt wesentlich mehr Geld ausgeben, fuer ein jahrelanges Vollzeit-Umerziehungsprogramm. Dieses Geld haben wir nicht, und so sperren wir den Typen einfach jeweils wieder fuer paar Monate weg. Richtig ist das natuerlich nicht.

n

Also, ich weiss nicht...
ich bin auch von meinem Vater jahrelang als Kind verprügelt worden. Später als er dann wohl fand ich sei zu alt dafür, hat er sich auf verbales Fertigmachen verlegt...

Ich habe deswegen sicherlich meine Probleme, z.B. finde ich es schwierig zu jemandem Vertrauen aufzubauen, was aber nicht heisst, dass ich generell niemandem vertrauen kann.

Ich bin deswegen aber weder kriminell geworden, oder schlage andere oder mache sie sonst wie psychologisch fertig. Und einen Beruf habe ich auch... Ich bin übrigens in Therapie - und die zahle ich auch aus eigener Tasche.

Was ich damit sagen möchte: Ich finde, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und für das was er aus seinem Leben macht. Er kann nicht andere für seine (zugegeben) beschissene Kindheit verantwortlich machen, ausser seinen Eltern. Ich weiss auch nicht, wieso Vater Staat unbedingt für ihn aufkommen soll. Jeder hat die Wahl, was aus seinem Leben zu machen.

LG, xeres

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2. November 2005 um 11:04
In Antwort auf xeres

Also, ich weiss nicht...
ich bin auch von meinem Vater jahrelang als Kind verprügelt worden. Später als er dann wohl fand ich sei zu alt dafür, hat er sich auf verbales Fertigmachen verlegt...

Ich habe deswegen sicherlich meine Probleme, z.B. finde ich es schwierig zu jemandem Vertrauen aufzubauen, was aber nicht heisst, dass ich generell niemandem vertrauen kann.

Ich bin deswegen aber weder kriminell geworden, oder schlage andere oder mache sie sonst wie psychologisch fertig. Und einen Beruf habe ich auch... Ich bin übrigens in Therapie - und die zahle ich auch aus eigener Tasche.

Was ich damit sagen möchte: Ich finde, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und für das was er aus seinem Leben macht. Er kann nicht andere für seine (zugegeben) beschissene Kindheit verantwortlich machen, ausser seinen Eltern. Ich weiss auch nicht, wieso Vater Staat unbedingt für ihn aufkommen soll. Jeder hat die Wahl, was aus seinem Leben zu machen.

LG, xeres

Ja...
... ich kann schon verstehen, dass du von deiner eigenen Situation ausgehend, zu so'nem Schluss kommst. Aber koennte es nicht sein, dass es nur Kleinigkeiten sind, die letztendlich den Ausschlag geben, ob einer nach einer schlimmen Kindheit, die Kraft hat, "normal" zu werden, oder schwach genug ist, die Aggressivitaet nach aussen zu wenden? Und wenn man sich sozusagen einmal entschieden hat, die Umkehr immer schwerer wird? Ich glaube an sowas, dass es kleine Situationen sind, die dir bei deinem besseren Weg geholfen haben, oder vielleicht ein Freund/Freundin zur rechten Zeit, ein einziger verstaendnisvoller Mensch, oder sowas. Und der Typ hatte sowas vielleicht gerade nicht...

Ich glaube schon an eine Wahl, ja, aber doch nur an eine Wahl zwischen schon extrem vom Umfeld eingeschraenkten Moeglichkeiten, von denen einige auch in Sackgassen fuehren...

n

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2. November 2005 um 11:09
In Antwort auf xeres

Also, ich weiss nicht...
ich bin auch von meinem Vater jahrelang als Kind verprügelt worden. Später als er dann wohl fand ich sei zu alt dafür, hat er sich auf verbales Fertigmachen verlegt...

Ich habe deswegen sicherlich meine Probleme, z.B. finde ich es schwierig zu jemandem Vertrauen aufzubauen, was aber nicht heisst, dass ich generell niemandem vertrauen kann.

Ich bin deswegen aber weder kriminell geworden, oder schlage andere oder mache sie sonst wie psychologisch fertig. Und einen Beruf habe ich auch... Ich bin übrigens in Therapie - und die zahle ich auch aus eigener Tasche.

Was ich damit sagen möchte: Ich finde, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und für das was er aus seinem Leben macht. Er kann nicht andere für seine (zugegeben) beschissene Kindheit verantwortlich machen, ausser seinen Eltern. Ich weiss auch nicht, wieso Vater Staat unbedingt für ihn aufkommen soll. Jeder hat die Wahl, was aus seinem Leben zu machen.

LG, xeres

MUss mich xeres anschliessen,
bei mir war es die Mutter die die Schlaeg verteilte, begleitet von den uebelsten Schimpfwoerter. Jahrelang! Jetzt bin ich 31 und verstehe bis heute nicht wie man das seinem Fleisch und Blut antun kann :'-(. Aber durch die Misshandlungen bin ich zum Kaempfer des Rechtes geworden. Also genau das Gegenteil von dem jungen Mann hier in Frage. Aber ich kann auch verstehen wie manche das einfach uebernehmen und sich dadurch verstaendlich machen. Es ist alles ein Hilferuf aber ich wuerde mit ihm nichts anfangen. Wir Frauen entwickeln dann oft den bekannten Helfersyndrom und wollen den Mann aendern durch die Hilfe. Aber oft geht das nach hinten los. Ich wuerde die Finger von ihm lassen!

Lg
klnrengel

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2. November 2005 um 11:56
In Antwort auf nathan

Ja...
... ich kann schon verstehen, dass du von deiner eigenen Situation ausgehend, zu so'nem Schluss kommst. Aber koennte es nicht sein, dass es nur Kleinigkeiten sind, die letztendlich den Ausschlag geben, ob einer nach einer schlimmen Kindheit, die Kraft hat, "normal" zu werden, oder schwach genug ist, die Aggressivitaet nach aussen zu wenden? Und wenn man sich sozusagen einmal entschieden hat, die Umkehr immer schwerer wird? Ich glaube an sowas, dass es kleine Situationen sind, die dir bei deinem besseren Weg geholfen haben, oder vielleicht ein Freund/Freundin zur rechten Zeit, ein einziger verstaendnisvoller Mensch, oder sowas. Und der Typ hatte sowas vielleicht gerade nicht...

Ich glaube schon an eine Wahl, ja, aber doch nur an eine Wahl zwischen schon extrem vom Umfeld eingeschraenkten Moeglichkeiten, von denen einige auch in Sackgassen fuehren...

n

Sicherlich
spielt das Umfeld auch eine grosse Rolle. Ich hatte das Glück auf einer guten Schule zu sein. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, mich mit Freunden darüber ausgetauscht zu haben, was zu Hause ablief. Das war mir viel zu peinlich - vor allem, weil meine Mitschüler immer nur positives zu berichten hatten. Und wenn ich mal versucht habe, was anzudeuten, hiess es immer: "Jeder streitet sich doch mal mit seinen Eltern."

Nein, mein Prozess war: viel nachdenken - so dass ich relativ bald gemerkt habe, dass mein Vater derjenige ist, der ein Problem hat und nicht ich. Daraufhin habe ich mich sehr schnell von zu Hause abgenabelt, nichts erzählt, blieb mehr für mich, wenn ich zu Hause war, und habe ansonsten versucht, viel ausser Haus zu unternehmen. Und gleich nach dem Abi bin ich von zu Hause weg. Da habe ich dann auch erst mal gemerkt, dass man auch ohne ständige Streitigkeiten und Spannungen leben kann.

Ausserdem habe ich viel gelesen - Erich Fromm, Hermann Hesse (der hatte ja auch ziemliche Probleme mit seinem Vater, was man aus einigen Büchern herauslesen kann, z.B. Kinderseele), auch psychologische Bücher, wie Riemann, Susan Forward, Schulz von Thun, etc. Sicherlich ist es für mich auch nicht leicht - und ich war irgendwann an dem Punkt angelangt, wo ich merkte, dass ich alleine nicht mehr weiterkomme, deswegen dann auch die Therapie.

Trotzdem denke ich, dass wenn man einmal durchschaut, was einem die Eltern angetan haben, man durchaus ein normales Leben führen kann, Karriere machen kann, etc. Und so wahnsinnig intelligent muss man dazu nicht sein (allerdings frage ich mich schon umgekehrt, wie mein Vater, der nicht unintelligent ist, eine grossartige Karriere gemacht hat, sich zu Hause gegenüber seinen Kindern so verhalten konnte).

Deswegen - dort wo ich heute bin, da bin ich eigentlich aus eigener Kraft hingekommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir andere Menschen jemals grossartig geholfen haben. Sicherlich hilft mir meine Therapeutin, aber dafür zahle ich ihr ja auch Geld.

LG, xeres

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2. November 2005 um 14:18
In Antwort auf nathan

Jedenfalls...
... ist es extrem schwer fuer die, da rauszukommen. Teufelskreis ist es zwar nicht, finde ich, weil es ja eine einfache Moeglichkeit fuer ihn gaebe: naemlich aufhoeren mit dem Pruegeln und dem unhoeflichen Rumbumsen, sich eine Arbeit suchen, fleissig sein, Karriere machen. Niemand wuerde ihm heute noch (wo er doch erwachsen ist) dabei einen Stein in den Weg legen, oder ihn wieder kriminell werden lassen, im Gegenteil, er wuerde viel Unterstuetzung bekommen - kein Teufelskreis also. Nur, auf die Idee kommt er halt nicht, weil er jede Menge falsche Glaubenssaetze eingebaut bekommen hat in sein Hirn, im Laufe seines Lebens (Pruegeln ist cool, usw...), und die kann man nicht so einfach loeschen. Umso schwerer, da er ja sein Verhalten offenbar von Frauen bestaetigt findet...

Schwierig. Fuer so jemanden muesste der Staat halt wesentlich mehr Geld ausgeben, fuer ein jahrelanges Vollzeit-Umerziehungsprogramm. Dieses Geld haben wir nicht, und so sperren wir den Typen einfach jeweils wieder fuer paar Monate weg. Richtig ist das natuerlich nicht.

n

Unausgegorener schwachsinn...
den du von dir gibst.

entschuldige die deutlichen worte.
aber nach deiner antwort musst
du das schon wegstecken.

umerziehungsprogramm... selten
so einen blödsinn gelesen...

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2. November 2005 um 14:26

Wege oder auch nicht...
bewusstsein ist gefragt.
gewissen. zugang zu den eigenen
gefühlen. usw.
erkenntnis über die eigene unzulänglichkeit
und freilegung des willens zur veränderung
des eigenen verhaltens.
wir sprechen hier von analyse und
therapie auf freiwilliger basis und
nicht von irgendwelchen zwanghaften
umerziehungsmassnahmen. (siehe nathan)

das problem ist, egal wie sehr der kerl
misshandelt wurde in seiner kindheit,
er ist jetzt erwachsen und selbst verantwortlich.
wenn er zum kinderschänder oder
mörder wird, was tun?

abgesehen davon, gibt es frauen, die gerade
solche typen brauchen, weil sie ihr ganzes
leben lang nice besser behandelt wurden.

eine art gleichung. etwas zynisch, aber realistisch.

wir reden in jedem fall von selbstverantwortlichkeit.
nicht von bewusstsein, aber von verantwortung.

interessiert dich das näher?

gruss
thomas

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2. November 2005 um 15:06
In Antwort auf aliaser

Unausgegorener schwachsinn...
den du von dir gibst.

entschuldige die deutlichen worte.
aber nach deiner antwort musst
du das schon wegstecken.

umerziehungsprogramm... selten
so einen blödsinn gelesen...

Na hallo....
... er bist du denn? Hast auch ein Argument fuer deine Ansicht?

n

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2. November 2005 um 15:09
In Antwort auf xeres

Sicherlich
spielt das Umfeld auch eine grosse Rolle. Ich hatte das Glück auf einer guten Schule zu sein. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, mich mit Freunden darüber ausgetauscht zu haben, was zu Hause ablief. Das war mir viel zu peinlich - vor allem, weil meine Mitschüler immer nur positives zu berichten hatten. Und wenn ich mal versucht habe, was anzudeuten, hiess es immer: "Jeder streitet sich doch mal mit seinen Eltern."

Nein, mein Prozess war: viel nachdenken - so dass ich relativ bald gemerkt habe, dass mein Vater derjenige ist, der ein Problem hat und nicht ich. Daraufhin habe ich mich sehr schnell von zu Hause abgenabelt, nichts erzählt, blieb mehr für mich, wenn ich zu Hause war, und habe ansonsten versucht, viel ausser Haus zu unternehmen. Und gleich nach dem Abi bin ich von zu Hause weg. Da habe ich dann auch erst mal gemerkt, dass man auch ohne ständige Streitigkeiten und Spannungen leben kann.

Ausserdem habe ich viel gelesen - Erich Fromm, Hermann Hesse (der hatte ja auch ziemliche Probleme mit seinem Vater, was man aus einigen Büchern herauslesen kann, z.B. Kinderseele), auch psychologische Bücher, wie Riemann, Susan Forward, Schulz von Thun, etc. Sicherlich ist es für mich auch nicht leicht - und ich war irgendwann an dem Punkt angelangt, wo ich merkte, dass ich alleine nicht mehr weiterkomme, deswegen dann auch die Therapie.

Trotzdem denke ich, dass wenn man einmal durchschaut, was einem die Eltern angetan haben, man durchaus ein normales Leben führen kann, Karriere machen kann, etc. Und so wahnsinnig intelligent muss man dazu nicht sein (allerdings frage ich mich schon umgekehrt, wie mein Vater, der nicht unintelligent ist, eine grossartige Karriere gemacht hat, sich zu Hause gegenüber seinen Kindern so verhalten konnte).

Deswegen - dort wo ich heute bin, da bin ich eigentlich aus eigener Kraft hingekommen. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir andere Menschen jemals grossartig geholfen haben. Sicherlich hilft mir meine Therapeutin, aber dafür zahle ich ihr ja auch Geld.

LG, xeres

Ja...
... aber genausowas meine ich halt. Gute Schule, gute Buecher. Der Typ war vermutlich halt auf ner miesen Hauptschule, und wurde in seinem aggressiven Verhalten nur bestaerkt. Ob man nun in seinem von seinem Vater und der Gesellschaft gepraegten Hirn die Ursache fuer seinen Absturz sieht, oder in "ihm selbst", ist Geschmackssache und laeuft eh auf dasselbe hinaus. Wichtiger ist, zu entscheiden, wie die Gesellschaft damit umgehn soll. Und Knast ist sicherlich eher kontraproduktiv, naja.



n

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2. November 2005 um 16:46

Und seine opfer?
warum tut er dir leid, nicht aber seine opfer?

er weiss doch, wie sich schläge anfühlen, warum zieht er daraus nicht seine schlüsse und wird nicht wie sein vater? er hat es doch in der hand. und therapien sind kostenlos.

warum hast du kein mitleid mit seinen opfern? die können doch noch weniger dazu?

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3. November 2005 um 15:19
In Antwort auf nathan

Ja...
... aber genausowas meine ich halt. Gute Schule, gute Buecher. Der Typ war vermutlich halt auf ner miesen Hauptschule, und wurde in seinem aggressiven Verhalten nur bestaerkt. Ob man nun in seinem von seinem Vater und der Gesellschaft gepraegten Hirn die Ursache fuer seinen Absturz sieht, oder in "ihm selbst", ist Geschmackssache und laeuft eh auf dasselbe hinaus. Wichtiger ist, zu entscheiden, wie die Gesellschaft damit umgehn soll. Und Knast ist sicherlich eher kontraproduktiv, naja.



n

Ich finde schon,
dass es einen Unterschied macht ob man ihn selbst für etwas verantwortlich macht oder die "Gesellschaft". Was hat die Gesellschaft mit seinem prügelnden Vater zu tun? Mit seiner Kriminalität?

Es hat ihn ja keiner dazu gezwungen kriminell zu werden - dafür ist nur er allein verantwortlich. Und er ist auch dafür verantwortlich aus seiner Lage herauszukommen - nicht der Staat und auch nicht die Gesellschaft. Das muss man wollen. Und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Selbst wenn er sich nur mal in Therapie begeben würde, die ihn ja noch nicht mal was kosten würde. Aber dazu kann ihn weder der Staat noch die Gesellschaft zwingen.

Allerdings kann der Staat ihn ins Gefängnis stecken für seine kriminellen Handlungen, auch um die Opfer (und die Gesellschaft) vor so jemandem zu schützen.

Lies mal "Clockwork Orange" in dem Zusammenhang.

LG, xeres

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