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Der Mann raubt mir den letzten Nerv!!!

2. Mai 2010 um 22:53

Also ich bin mit meinem Partner seit mittlerweile 5 Jahren zusammen. Über all die Jahre hinweg hat sich bei uns eine Form des Umgangs eingeschlichen, die mir überhaupt nicht gefällt. Es geht um Momente, in denen wir uns streiten und in denen er dann grundsätzlich zunächst mal (selbstverständlich angeblich nachdem ich ihn total genervt habe) auf komplett stur schaltet, was bedeutet, dass er sich auch mal einige Tage gar nicht mehr meldet und wenn man dann irgendwann wieder in Kontakt tritt, tut er immer so, als wäre nie etwas gewesen. Wenn ich dann das eigentliche Problem anspreche, ist er sofort wieder genervt und schiebt immer mir für alles die schuld in die Schuhe. Es kann nur sein, dass ich schuld bin, er trägt nie für irgendetwas die schuld so scheint es mir seinem Verständnis nach zu sein. Ich kann mich an kein einziges mal erinnern innerhalb unser Beziehung, dass er sich jemals bei mir entschuldigt hat, ich hingegen bin ständig dabei mich für jeden kleinsten Mist zu entschuldigen, selbst manchmal auch dann, wenn ich mir 1000% sicher bin, dass nicht ich schuldig bin, sondern er einfach des Frieden wegen. Ich habe immer das Gefühl, dass er wenn wir im Streit sind, mich erziehen möchte und das tut er meiner Ansicht nach dadurch, dass er mich meidet, nicht ans Telefon geht, mich nicht zurück ruft, keine sms schreibt und auch auf keine sms antwortet. Einmal hat er es sogar fertig gebracht, meine Nummer zu blockieren, sodass ich ihn weder telefonisch noch per sms erreichen konnte. Und das tut er, obwohl er genau weiss, wie sehr mich das belastet. Ich habe ihm auch schon gesagt, dass er nicht immer derartige erzieherische Maßnahmen anwenden muss, dass ein Gespräch vielleicht sinnvoller wäre, allerdings scheint ihn das nicht sonderlich zu beeindrucken. Ich finde das einfach nur schrecklich und weiss überhaupt nicht, wie ich an solch einem eingefahrenen Streitverhalten irgendetwas ändern könnte. Konstruktiv streiten ist bei uns wirklich ein Fremdwort. Oftmals mache ich mittlerweile schon Dinge, obwohl ich null Lust dazu habe, einfach um der Gefahr eines Streites aus dem Weg zu gehen. Ziemlich eingefahren...

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2. Mai 2010 um 23:33



Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen....

Ich bin zwar nicht so eine krasse Variante aber ich erkenne mich in "seinem" Verhalten teilweise wieder.....was die Sturheit betrifft, tagelang zu benötigen um wieder runter zu kommen...nicht ans Telefon gehen etc...auch war ich die jenige, die sich "kaum" entschuldigt hat.....

Bis nach einem Streit, mein Gegenpart, den Spieß umgedreht hat.......hab zwar 2 Tage "Ruhephase" benötigt, aber danach hatte ich ziemlichen Schiss, weil ich "dieses" Verhalten nicht gewohnt war und habe den ersten Schritt gewagt....

Bleib STUR und setz deine Grenzen fest, Gespräche haben bisher nicht gefruchtet, also müssen Taten folgen...

Viel Glück dabei!
Lg

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3. Mai 2010 um 1:00

Böses Harmoniebedürfnis
Hey, du scheinst dich und die Situation noch einigermaßen gut reflektieren zu können. Wenn man mitten drin steckt, ist das oft nicht so einfach.

Ich habe allerdings keine Lösung für dich. Auch auf Stur zu schalten halte ich irgendwie für nicht richtig. Schließlich ist es genau das, was du nicht willst. Du willst konstruktiv mit Problemen umgehen. Das ist sehr gut und bringt einem im allgemeinen im Leben weiter. Außerdem müsstest du dich wohl verstellen, um auch auf Stur zu schalten, das es in deinem Wesen liegt, Probleme anzupacken und nicht tot zu schweigen.

Vielleicht hilft es, wenn du ihm einen Brief schreibst. Der muss dann aber prägnant sein. Ich persönlich halte es für vollkommen unakzeptabel, wenn sich jemand nicht entschuldigen kann.
Letztendlich kann man oft nicht sagen, ob jemand Recht hat. In vielen Fällen ist es so, dass sich einer von beiden Ungerecht behandelt fühlt und der andere erkennt das nicht an. Wahrheit gibt es in einem solchen Fall nicht, höchstens Verständnis oder Missverständnis. Es geht um Gefühle, und Gefühle sind immer wahr. Man hat sie und genau dadurch sind sie wahr. Wenn der andere das nicht anerkennt, bedeutet das "nur", dass er einem nicht die Gefühle abnimmt, oder dass er denkt, man will nur streiten.

Dein Partner hat offensichtlich nicht gelernt, über solche Dinge zu reden. Er hat in dem Bereich große Defizite, würde das so aber wohl nie zugeben.
Ganz vielleicht ist dein Partner nicht der richtige. Wenn er es nicht schafft, mit dir über Dinge zu reden, die ein Problem darstellen, könnt ihr auf Dauer nicht zusammen leben.

> Und das tut er, obwohl er genau weiss, wie sehr mich das belastet.
Das glaube ich nicht. Ich glaube, er weiß nicht, wie sehr dich das belastet. Sonst würde er sich anders verhalten. Viel mehr glaube ich, dass er dich nicht ganz ernst nimmt.

Vielleicht bringt es etwas, wenn du ihm in einem ruhigen Moment (fast jeder Moment) sagst, dass du dir nicht sicher bist, ob du mit ihm auf Dauer so zusammen sein kannst.
Auch wenn ich das im allgemeinen toll finde, bist du zu bescheiden, was ihn anbelangt. Von seinem Partner sollte man erwarten können, dass man über Dinge reden kann und sie nicht wegdrängt.
Wenn er dazu wirklich nicht bereit ist, rate ich dir, nicht zu viel Zeit mit ihm zu verschwenden. Leider ändern sich Menschen meistens nicht so sehr.

Sehr wahrscheinlich ist es unvermeidlich, dass du ihm heftig auf den Schlips trittst, bis er versteht, dass du es ernst meinst.
Ich kenne das starke Bedürfnis nach Harmonie. Aber das was du tust, bringt nicht, denn du reagierst nur auf seine Launen. Dir muss die Harmonie zumindest zeitweise egal sein, wenn du mit ihm weiterkommen willst.
Wenn ihr schon fünf Jahre lang zusammen seid, wirst du dich kaum verstellen können. Deshalb musst du selbst zu dem Punkt kommen, dass du bereit bist, zu gehen, wenn er keinen guten Willen zeigt.

Dabei solltet ihr wirklich nicht auf euer Recht beharren, sondern eher die Sichtweise von "Meinung" und "Verständnis" haben. Vielleicht bringt es etwas, wenn er merkt, dass du Interesse daran hast, seine Meinung zu verstehen oder zumindest einigermaßen nachvollziehen zu können. Wenn ihr Leute dabei routiniert sind, miteinander zu streiten, verfallen sie beim Reden schnell in die immer gleichen Kommunikationsschemen und sehen in jeder Reaktion eine Anschuldigung, gegen die sie kämpfen müssen. Dabei sollte man in einer Partnerschaft eher gemeinsam dafür kämpfen, sich zu verstehen.
Wenn das wirklich nicht geht, dann verschwendet man seine Zeit.

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