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Der Mann fürs Leben - oder doch den Kampf verloren?

13. Februar 2009 um 10:53 Letzte Antwort: 13. Februar 2009 um 11:29

Hallo!!
Auch ich möchte hier gerne meine Geschichte erzählen:

Mein Freund hat sich von mir am Montag nach 5,5 Jahren Beziehung getrennt. Diese Trennung war nun schon die fünfte!! Jedes Mal hat er sich von mir getrennt, wobei die letzte auch von mir ausgegangen ist. Die Liebe ist von beiden Seiten noch da, von daher war es auch sehr sehr schmerzlich.
Die Hauptprobleme waren der Sex und meine Zickigkeit bzw. Unzufriedenheit mit mir selber. Er hatte auch seine Fehler, wobei mir diese im Moment ganz klein vorkommen, im Vergleich zu denen die ich mit mir selber habe.
Es gab viele Sachen womit wir uns es nicht immer Leicht gemacht haben. Sexuell waren wir nicht auf der gleichen Höhe, darunter hatte er die ersten Jahre sehr gelitten. Da er derjenige ist, der es gerne und oft mag.
Ich bin ein Mensch, bei dem sich sehr viel im Kopf abspielt. Bekomme ihn einfach nicht frei. Mir gehen tausen Gedanken durch den Kopf, egal was ich tue. Deshalb mache ich mir dann selbst den Druck, auch auf sexueller Basis, dass ich es tun möchte. Meiner Meinung nach, kann man dann auch keine Lust bekommen. Dieses Problem liegt aber schon mehrere Jahre zurück. Hatte ich auch bei meinen vorherigen Freund. Mein Freund hat sich sehr viel Zeit genommen um mit mir darüber zu sprechen und wir haben auch viel ausprobiert. Es ist mir dann auch zeitweise besser gegangen nur kamen dann doch immer wieder die vielen Gedanken und der Druck von mir selber.

Er ist kein Kommunikationsmensch. Das heißt, wenn wir irgendwo hin sind oder wir mit mehreren Leuten getroffen haben, hat er nie den Kontakt zu anderen Menschen gesucht nicht das er unfreundlich war. Aber eben sehr ruhig. Er hat eine Eingewöhnungsphase mit einem Menschen gebraucht, bevor er mit demjenigen kommunizieren konnte. Ich bin da eben etwas offener. Ihn hat das nicht gestört, aber mich, da ich immer das schlechte Gewissen hatte um ihm rum zu sein. Am meisten an Sache hat mich aber gestört, was die anderen Leute vielleicht dann über ihn gedacht haben.

Das nächste Problem sehe ich in mir selber. Habe mir in der letzten Zeit (auch bereits in der Beziehung) darüber Gedanken gemacht, dass ich mich selbst noch nicht gefunden habe. D. h. was will ich eigentlich? Auch mein Selbstwertgefühl war noch nie sehr groß, somit ich mich allen Menschen um mich rum auf irgendeine Art unterwerfe. Ich habe keine eigene Meinung und lass mich von meinen Mitmenschen ganz schnell beeinflussen. Was mir aber erst jetzt richtig klar geworden ist und ich daran arbeiten möchte und auch muss. Dieses Problem warf auch eine unmenge an Unzufriedenheit in mir auf, die ich dann an meine Mitmenschen vor allem aber an meinem Freund ausgelassen habe. Was ihn sehr belastet hat. Er wollte mir Ratschläge oder Hilfe geben und ich habe es gleich in den falschen Hals bekommen und Kritik daraus gemacht. Warum mache ich mir Gedanken um die Meinung anderer Menschen?
Um noch ein Beispiel zu nennen, meine Freundin hat vor zwei Jahren geheiratet. Viele und ich auch sind der Meinung, dass die beiden eine glückliche und harmonische Beziehung führen. Einige Dinge welche ihr Mann für Sie gemacht hat hab ich dann auch von meinem Freund erwartet. Obwohl ich vielleicht gar nicht wusste ob ich es eigentlich will oder auch ohne dies glücklich sein kann. Nur der Gedanke, dass es bei den anderen so ist musste ich es auch machen. Ich meine, vielleicht habe ich auch einfach zu viele Ansprüche an mich und auch an ihn gestellt.
Ich frage mich ja auch, warum ich hier reinschreibe und wieder nach der Meinung anderer zu hören. Aber ich brauche es jetzt noch.

Für mich ist klar, dass ich die nächste Zeit nur für mich nutzen kann und muss um mit mir selber ins Reine zu kommen.
Für mich war und ist er immer noch der Mann meines Lebens. Wir wollten heiraten und Kinder. Und ich will und kann auch nicht den Gedanken und die Hoffnung aufgeben, dass das alles gewesen sein soll. Ich meine wir haben viel an unserer Beziehung gearbeitet, haben sie gepflegt und gehegt und jetzt soll das alles vorbei sein?
Kennt ihr nicht, dass Gefühl: Da kommt noch was? Die Liebe ist nach wie vor da! Vielleicht brauchen wir beide etwas mehr Zeit für sich selber um sich selbst erst mal zu finden. Kann sein, dass es ja dann klappt. Ich würde es mir so wünschen mit ihm mein Leben verbringen zu können.

Wir haben jetzt auch keinen Streit, im Gegenteil wir gehen sehr behutsam mit einander um. Haben uns auch seit dem nicht mehr gesehen. Nur gemailt und er hat mir einen Brief geschrieben.
Er ist gleich am Montag ausgezogen und auch ich werde ausziehen. Kann nicht alleine in der gemeinsamen Wohnung bleiben.

Was haltet ihr davon? Haben wir nochmal eine Chance? Irgendwann? Würde mich sehr über eure zahlreichen Meinungen freuen.
LG

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13. Februar 2009 um 11:29

Es wird sich nichts ändern,
wenn du es nicht änderst. Wir leben in einer Zeit, wo wir viele Hilfen haben, Bücher, Workshops, Seminare, Beratung, Therapien. Also die Probleme die du hast, die müssen nicht bestehen bleiben, werden sich aber von alleine nicht lösen und da hilft auch der Zeitfaktor nicht. Du hast ein ganzes Bündel mit Problemen, dein Partner vielleicht auch noch einige ,aber nach dem was du schreibst eher weniger, die du wirklich angehen solltest evtl mit
Hilfe von Außen sprich einem Therapeuten.
Gruß Melike

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