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Der Klassiker: Vorgesetzer und Assistentin führen eine Beziehung

9. Oktober 2008 um 17:25 Letzte Antwort: 9. Oktober 2008 um 22:07

Ich versuche es so kurz, verständlich und sachlich zu machen, wie es nur irgendwie geht:

Er ist seit knapp 30 Jahren verheiratet, 3 Kinder ( zwischen 19 und 27 Jahre alt), betrügt seine Frau seit mindestens 20 Jahren (auch während der 2. Schwangerschaft seiner Frau). Seit Jahren getrennte Schlafzimmer. Sex+Wärme+Zärtlichkkeiten sind lt. seiner Aussage in seiner Ehe immer zu kurz gekommen. Seine Affären sind bereits mehrfach aufgefallen: eine seiner Affären hatte seine Frau informiert, es folgte Auszug von zu Hause, Ehetherapie und wieder Einzug. Seit dem (ca. 10 Jahre) lebt er zu Hause auf "Bewährung".
Ich bin seit 15 Jahren liiert, ohne Kinder, habe meinen Partner bisher noch nie betrogen. Wir haben seit 5 Jahren allerdings massive problematische Lebensumstände, unter der auch unsere Beziehung dramatisch gelitten hat.

Es war der typische Klassiker, er war mein Vorgesetzter, ich seit 9 Jahren seine Assistentin. Seit Jahren haben wir beide gemerkt, dass zwischen uns mehr existiert als nur ein Arbeitsverhältnis. Letztes Jahr haben wie dann ein Verhältnis angefangen:
Er hat mich täglich angerufen/gesmst oder gemailt, wenn er alleine war auch 6-8 mal am Tag, außer natürlich am WE. Auch wenn er mit seiner Frau in Urlaub war, dann natürlich reduzierter. Wir haben in seinem Bett miteinander geschlafen, ich war oft bei ihm zu Hause. Er hat mit mir über alles besprochen, seine Probleme, Sorgen, Belangloses und Wichtiges. Auch viel berufliches, dafür hatte seine Frau "kein Ohr". Er hat mir geschrieben, das er ohne mich nicht mehr leben kann, mich braucht, mich vermisst Sehnsucht hat und mich liebt. Das er so was, was mit uns gerade passiert, seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat, keine Gefühle und Träume mehr laufen ohne Gedanken an mich und das er viele Jahre davon geträumt hat und niemals davon ausgegangen ist, mich zu erreichen, zu bekommen. Diese Liste könnte ich jetzt noch weiter fortsetzen. Wir hatten unglaublichen Sex, den schönsten den ER und auch ICH jemals hatten. Wir konnten unsere Fantasien ausleben und hatte keinerlei Hemmungen. Er sagte, das er noch niemanden derart begehrt hat wie mich. Das auch bei ihm Gefühle im Spiel waren konnte er nicht verleugnen - das fühlt man einfach und auch sein Verhalten und seine Aussagen mir gegenüber zeigten es.
Vor fast 4 Wochen hatten sich MEINE Lebensumstände noch mehr verschlechtert und ich schrieb ihm eine sehr emotionale Mail. Darauf kam dann seine Antwort: ich wäre nur eine Freundin mit der er sich gerne unterhält und mit der er noch viel lieber Sex hätte. ER WÜRDE SEINE FRAU UND FAMILIE NIE AUFS SPIEL SETZEN, das hätte er auch mir gegenüber immer explizit betont.
Das er seine Frau verläßt habe ich zu keinem Zeitpunkt unserer Beziehung verlangt, schon aus dem Grunde nicht, weil ich meinen Partner in der jetzigen Situation auch nicht verlassen könnten. Das wäre für mich und meinem Partner absolut existenzbedrohend und das könnte ich NICHT VERANTWORTEN. Diese letzte Mail beendete er dann mit dem Satz "schönen Nachmittag noch und bis Morgen am Telefon". Meine Antwort darauf war ein Zitat einer seiner Mails, wo er von Liebe sprach, ich nannte ihn einen Heuchler und das er mich nicht mehr anrufen soll. Seit dem habe ich mich nicht mehr bei ihm gemeldet. Er war noch zweimal bei mir in der Firma, da er hier etwas zu erledigen hatte. Er sucht den Kontakt zu mir, das merkte man. Ich glaube, er hat meine Mail nicht ernst genommen, gedacht, ich zicke nur ein wenig. Vor zwei Wochen kam nochmals eine belanglose SMS von ihm, er suchte nochmals Kontakt, ich habe aber nicht geantwortet.

Ich liebe ihn und ich weiß, das er mich auch liebt. Er ist nur zu feige, seine Frau, seine Familie und alles was er sich erarbeitet hat, aufzugeben (das hat er auch vor Jahren bereits einer meiner besten Freundinnen gegenüber geäußert). Und er will mir doch nicht allen Ernstes erzählen, das er seine Frau noch liebt, bei dieser Vorgeschichte!? Naürlich hat er Verantwortung seiner Frau und auch seinen Kinder gegenüber, aber eine Ehe aufrecht zu erhalten, die keine mehr ist - das ist absolut heuchlerisch von ihm und auch von seiner Frau. Den Kindern gegenüber und auch seinem gesamtem Umfeld.

Sorry, dass ich so viel geschrieben habe. Ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich. Ich weiß auch nicht, was ich jetzt erwarte - von euch nicht und auch so. Ich wollte mir das jetzt nur mal von der Seele schreiben. Und warum sollte es mir anders gehen wie Tausenden in meiner Situation?!
Es geht mir ziemlich mies und jede, die bereits in solch einer Situation war, brauche ich nichts davon erzählen, wie es ist eine Liebe zu verlieren. Ob als Geliebte, Ehefrau oder Partnerin - unterm Strich macht es emotional KEINEN Unterschied - die Umstände sind nur anders.

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9. Oktober 2008 um 22:07

Na klar,
wegen seiner Frau. Weil die LIebe ja so groß ist und weil sie so groß ist, betrügt er sie ja seit 20 Jahren. Das ich daran nich gedacht habe - wie dumm von mir!

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