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Der Haushalt, mein Verlobter und ich

8. Juli 2012 um 16:00

Hallo an alle

Ein leidiges Thema...schon 1000 Mal durchgekaut aber noch immer aktuell. Die Arbeitsaufteilung im Haushalt.

Momentan bin ich noch im Urlaub (1 W), hab vor kurzem einen Berufswechsel gestartet und eine Ausbildung absolviert. In dieser Zeit war es für mich klar, dass ich koche, putze, Wäsche wasche, bügle und einkaufe, denn er war ja arbeiten. Jetzt werd ichs aber wieder angehn und um ehrlich zu sein, ich fürcht mich jetzt schon vor den Streitereien.

Er arbeitet 25h die Woche und ist nebenberuflich Musiker. Das bedeutet, er kommt heim und geht in sein Studio. Ich werde in Zukunft am Tag 3h pendeln und fahr früh weg und komm erst um 19 Uhr heim. 5 Tage die Woche. Ich werd dann nicht mehr jeden Tag am Abend kochen, aber ich werd dafür sorgen, dass der Kühlschrank gut gefüllt ist.

Das Problem ist, er ist....faul. Schrecklich faul. Er stellt mir seine benutzten Teller in die Küche, einräumen in den Geschirrspüler gibts nicht. Mülltrennung ist ihm egal. Seine Socken liegen vor dem Bett, seine Haargels stehen auf dem Waschbecken, nicht im Spiegelschrank. Schmutzige Gläser und Teller stellen in seinem Studio und die Essensreste... Wir haben einen Hasen und zwei Wellensittiche, das Futter ist in einem Container, den er ständig öffen lässt, obwohl wir ein Mottenproblem haben/hatten. Das nervt mich ungeheuerlich, weil ich mag Ordnung. Wenn ich heimkomme und alles liegt irgendwo vergehts mir. Dann sprech ich ihn drauf an. Er sagt er machts gleich. 3 h später...nichts passiert. Ich mach mir ein Abendbrot, er kommt in die Küche, fragt wo seins ist. Er macht mir nie was zu essen. Dann streiten wir. Am Schluss, bevor die Türen knallen, wirft er mir vor, dass er mich während meiner Ausbildung finaziell unterstützt hat, und er alles bezahlt hat, was stimmt. Aber er hat es mir angeboten und er bekommt es auch wieder zurück, sobald ich wieder arbeite.

Aber das hat doch nichts mit dem Haushalt zu tun! Ich weiß nicht, wie ich ihm klar und deutlich näher bringen soll, dass er Ordnung halten soll. Ich verlage nicht, dass er putzt, nur dass er das Zeug, was er rausräumt wegräumt. Ich will nicht streiten. Ich will aber auch nicht seinen Mist wegräumen. Ich könnte alles liegen und stehn lassen und warten, bis ihm sein eigener Mist auf den Wecker geht aber das dauert laaannnge.

Habt ihr Ideen? Vorschläge? Was meint ihr?

Ich würde mich über jeden Beitrag freuen!

LG Elli

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9. Juli 2012 um 13:00

Leider wird es nicht besser
............ich bin auch der Putzteufel, meinen Mann regt es nur auf: Du mit deiner Putzmacke. Schau dich bei seinen Eltern um, wie ist da die Rollenverteilung??? Ich kann dir nur aus eigener Erfahrung sagen, aus nen Dreckspatz machst du keinen, Aufräumer, der sieht sowas einfach nicht bzw. hast du ihm vorher alles hinterher getragen, nun will er es weiterhin so Traurig aber wahr.....

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16. Juli 2012 um 10:14

Hallo Elli
Oh das klingt ja spitze.
Also, ich hab da Ideen, ob es funktioniert weiß ich nicht, aber ich würde es mal probieren

Lass seinen Kram liegen (ja, ich weiß, es ist dir ein Dorn im Auge, aber halte durch), mal schauen wann er die Schnauze voll hat.
Wasche nur noch die Wäsche die in der Tonne ist, irgendwann hat er zwar einen Sockenberg am Bett und keine mehr im Schrank, aber wenn sie in der Wäsche wären, hätte er das Problem ja nicht, gell?
Würde auch seine Teller ect. nicht mehr wegräumen. Spüle dir zur Not was du brauchst mit der Hand und fertig. Ich denke nach 1 Woche hat er selbst genug von dem Chaos. Dann hast du ihm vielleicht die Augen geöffnet, was DU alles für ihn machst. Wenn er dich finanziell unterstützt hat, hat das doch nichts mit Ordnung zu tun. Genug Zeit hat er schließlich. Tut mir leid, aber 25h Woche ist ja geradezu lächerlich. Es ist echt nur faulheit, hast du ja selbst schon geschrieben.

Oder...

Du packst seinen ganzen Kram, und packst ihn in eine Tüte, oder schmeisst ihm alles aufs Bett. Da MUSS er es auch wegräumen.
Versuch mal gar nicht da groß zu reden, da er nicht mit sich reden lässt. Klar willst du auch keinen Streit, ABER wenn du das so hinnimmst, um des Friedens Willen, ändert sich das nie, und du wirst seine Private Putzfrau. Zum Glück hilft mein Mann wo er nur kann, und macht alles wenn ich ihn um etwas bitte. Deshalb kann ich nur sagen, was ich machen würde, ist allerdings nicht Praxiserpobt.

Ich wünsche dir viel Erfolg, lass es dir auf jeden Fall nicht gefallen

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16. Juli 2012 um 11:42

Na gut,
dann soll sie sich trennen. Was soll man sonst sagen?

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18. Juli 2012 um 14:57

Oje
Ja, wenn dann ein Kind im Spiel ist, geht das natürlich nicht. Sonst fällt mir leider nix ein. Sie hat sich ja schon "den Mund fusselig geredet" und es hilft nicht. Schwieriger Fall...das mit dem trennen war weil geschrieben wurde "man kann gleiches nicht mit gleichem bekämpfen", aber extreme Zeiten, erfordern ja auch schliesslich extreme Maßnahmen.
Sonst weiß ich leider nix, mir fällt nichts ein.

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25. Juli 2012 um 15:32

Na holla...
Ich weiß nicht recht, ob es tatsächlich so klappt, nur noch das eigene Zeug zu machen und den Rest liegenzulassen. Ich würde das nicht aushalten
Ehrlich gesagt klingt dein Freund, so wie du es beschreibst, wie ein ziemlich arroganter Sack. Ist nicht böse gemeint, aber für mich zeugt das einfach von mangelndem Respekt dir gegenüber und ich weiß nicht, ob ich das so lange ertragen könnte...

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3. August 2012 um 10:11

Hm das kenne ich
Ich war auch während meiner Bachelorthesis viel Daheim - habe auc Anfangs noch viel machen können, aber als am Ende die Zeit knapp wurde und jetzt wo ich wieder arbeite - kann ich die Sachen nicht mehr so machen.

Das mit dem finanziell unterstützen kenne ich auch irgendwoher. Am Anfang hieß es er unterstützt mich, inwzischen sagt er er hat mich ausgehalten - naja ich habe den Haushalt fast komplett allein gemacht und noch Geld dazugesteuert - jede Haushälterin hätte ein Vielfaches gekostet.

Ich mag die Eltern meines Freundes - aber mit Sauberkeit haben sie es nicht so - man muss keine Kalkränder am Wasserhahn haben etc. Da bin ich pingelig auch wenn ich eigentlich relativ unordentlich bin - aber seine Unordnung bringt selbst mich zur Weißglut. Trotzdem teilen sie sich die Arbeiten auf. Mein Freund macht zwar was aber mehr nach dem Lust- als nach dem Notwendigkeitsprinzip...

Geschirr wird stehen gelassen bis es eintrocknet - letzte Woche habe ich mir zwei Finger verbrüht und die Geschirrspülmaschine ist natürlich zeitgleich kaputt gegangen und was ist - ich muss ihn zum Spülen quasi prügeln...

Man kann evtl. etwas ändern aber Männer glauben, das ist nicht ihre Aufgabe.

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3. August 2012 um 17:35

Hallo
Du scheinst dich damit abgefunden zu haben, find ich gut. Ich werde trotzdem darauf bestehen, dass er seinen Teil beiträgt, und das tut er mittlerweile auch das bisschen Haushalt, lol lustige Aussage. Da kann ich nicht zustimmen. Ich mag es sauber, hygienisch und schön haben also mein Haushalt ist etwas arbeitsintensiver.

Ich danke euch allen für eure antworten, ein paar Tipps haben mir gute Dienste geleistet

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4. August 2012 um 10:52

Ignoranz nicht Faulheit
Hi,

für mich ist dein Mann nicht faul, sondern einfach nur ignorant, respektlos und seiner Zeit weit hinter her.
Im Gegensatz zu den meisten anderen hier habe ich nie sowas wie "er ist halt ein Mann" hingenommen. Genau dadurch entsteht ja das Problem, dass Frauen zwar immer motzen und meckern, sich aber eigentlich nicht wundern, dass Mann nix tut.

Ich habe meinen Kerl von seiner Mutter überumsorgt kennengelernt. Er war nicht faul. Er war nur so "klug" rein gaar nichts zu machen, weil Mama macht schon und lieb hat sie mich ja immer noch. Dem Mann wurden Äpfel geschnitten und vor dem PC gestellt, Müll aus dem Zimmer gebracht, allg. alles aufgeräumt, Wäsche fertig gebügelt und zusammengelegt in den Schrank gelegt und dabei war er immer noch der Sonnenschein den man soooo lieb hat!

Zeiten ändern sich...
Ich habe ihm von Anfang an gesagt, das ich nicht seine Mutter bin, die gleich hohe Ausbildung, gleich lange Arbeitszeiten habe und eine gleichgestellte Partnerin bin. Ich komm auch nicht besser in die Ecken und nein ea macht mir nicht den geringsten Spaß, nur weil ich ein X-Chromosom mehr habe.

Ich nehme das persönlich und lasse ihn das auch spüren, wenn er was stehen hat lassen mit dem unsichtbaren Zettel drauf "Räums du doch weg". Genauso entschuldige ich mich, wenn ich nicht abgespült habe, wenn ich dran gewesen wäre (wir wechseln uns ab).

Wenn er nicht merkt, dass er dich mit seiner Faulheit verletzt und spüren lässt, dass du ihm unwichtig genug bist, dass du dich für ihn ruhig aufackern kannst und ne billige Putze bist - hat er von dir halt nie wirklich Kontra bekommen, eine Erklärung dass dich das wirklich ankotzt und warum und ein Konsequenz daraus, wenn er es schon wieder tut.

Du bist wie die Mami, die alles macht und ihn trotzdem noch lieb hat. Ich hätte meinen nicht mehr lieb, wenn mal wieder der Neandertaler in ihm durchkommt. Und das merkt er auch.

Rede mit ihm darüber und sag nicht nur, dass es dich ankotzt sondern auch warum. Welche Botschaft sie bei dir übermittelt und wie du dich dabei fühlst, wenn du abgeschafft von der Arbeit nach Hause kommst und er dir dann auch noch das Kochen zumutet, weil du es seiner Meinung nicht verdient hast, auch mal zu entspannen.

Dann siehst du schon ob ers begreift oder nicht. Falls ja: Musst du trotzdem immer ein bisschen hinterhermotzen und ihn dran erinnern, dass sich die Sitation nach wie vor nicht verändert hat. Aber ihr habt mal ne andere Ausgangsbasis.

Falls nein: Melde dich hier nochmal. Je nach Reaktion sind dann von hier ja schon ein paar Dinge gesagt worden.

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5. August 2012 um 15:05

Hallo Mädels!
Interessante Diskussion,die hier entfachte! Ich leihe euch meinen Freund.Pariert er nicht,einfach mit der Bratpfanne drauf und es klappt schon lach.

Nein mal im Ernst! Die Problematik kenn ich sehr gut aus einer vergangenen Beziehung.Wir waren beide berufstätig,aber Haushalt ist ja Frauensache,bis ich irgendwann kurzen Prozess gemacht habe und alles hab stehenlassen,auch wenns mich echt angewidert hat.Aber auch wenns blöd klingt,hab ich mich in den Situationen echt riesig aufs Arbeiten gefreut.Bin auch allein zu gemeinsamen Freunden gefahren,war mir egal.Dieses Selbstverständliche kotzte mich an.Wirklich besser wurde es auch nicht,aber ich war zu verliebt,das war das Dumme an der ganzen Situation.Entweder beide,egal ob im Berufsleben oder gar keiner PUNKT! Meine Meinung! Mein Freund und ich haben den Grossputz nun,da wir beide von morgens bis abends arbeiten auf das Wochenende verlegt.Und manchmal isses auch so wenn einer eher zu Hause ist,dass er mich dann auch schonmal überrascht und sagt,Schatz,Wäsche ist komplett fertig.Klar muss ich ihn hin und wieder auch MAL dran erinnern aber das klappt dann auch.Ein Murren ignorier ich mitlerweile meisterhaft! Ich bin was den Haushalt angeht sehr penibel.

Liebe Elli,bevor es um den Haushalt geht,würde ich mit deinem Freund generell über eure Beziehung reden,weil ich glaube gar nicht mal das der Haushalt sein Hauptproblem ist,sondern er einfach dieses Selbstverständliche an den Tag legt und sich denkt,meine Freundin ist zu Hause,also kann sie auch alles tun.Aber was auch hier schon geschrieben wurde,seh ich ähnlich.Ihm fehlt der Respekt und eine gewisse Akzeptanz.Er lebt anscheind noch in der Welt,wo es klischeehaft so war,Frau Haushalt,Mann arbeitet.Das man seinen Partner trotz dieser Lage nicht verlassen/verlieren möchte,kann ich nachvollziehen,ging mir damals nicht anders.Ich drück dir echt die Daumen,dass dein lieber Verlobter hoffentlich bald mal aufwacht!

LG Chrissy

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6. August 2012 um 8:55
In Antwort auf alsuna_12509453

Hallo Mädels!
Interessante Diskussion,die hier entfachte! Ich leihe euch meinen Freund.Pariert er nicht,einfach mit der Bratpfanne drauf und es klappt schon lach.

Nein mal im Ernst! Die Problematik kenn ich sehr gut aus einer vergangenen Beziehung.Wir waren beide berufstätig,aber Haushalt ist ja Frauensache,bis ich irgendwann kurzen Prozess gemacht habe und alles hab stehenlassen,auch wenns mich echt angewidert hat.Aber auch wenns blöd klingt,hab ich mich in den Situationen echt riesig aufs Arbeiten gefreut.Bin auch allein zu gemeinsamen Freunden gefahren,war mir egal.Dieses Selbstverständliche kotzte mich an.Wirklich besser wurde es auch nicht,aber ich war zu verliebt,das war das Dumme an der ganzen Situation.Entweder beide,egal ob im Berufsleben oder gar keiner PUNKT! Meine Meinung! Mein Freund und ich haben den Grossputz nun,da wir beide von morgens bis abends arbeiten auf das Wochenende verlegt.Und manchmal isses auch so wenn einer eher zu Hause ist,dass er mich dann auch schonmal überrascht und sagt,Schatz,Wäsche ist komplett fertig.Klar muss ich ihn hin und wieder auch MAL dran erinnern aber das klappt dann auch.Ein Murren ignorier ich mitlerweile meisterhaft! Ich bin was den Haushalt angeht sehr penibel.

Liebe Elli,bevor es um den Haushalt geht,würde ich mit deinem Freund generell über eure Beziehung reden,weil ich glaube gar nicht mal das der Haushalt sein Hauptproblem ist,sondern er einfach dieses Selbstverständliche an den Tag legt und sich denkt,meine Freundin ist zu Hause,also kann sie auch alles tun.Aber was auch hier schon geschrieben wurde,seh ich ähnlich.Ihm fehlt der Respekt und eine gewisse Akzeptanz.Er lebt anscheind noch in der Welt,wo es klischeehaft so war,Frau Haushalt,Mann arbeitet.Das man seinen Partner trotz dieser Lage nicht verlassen/verlieren möchte,kann ich nachvollziehen,ging mir damals nicht anders.Ich drück dir echt die Daumen,dass dein lieber Verlobter hoffentlich bald mal aufwacht!

LG Chrissy

Dito
Du hast Recht, mein Freund hat auch teilweise so Mätzchen und es fällt den Herren schwer, sich umzustellen, wenn Frau mal Daheim war.
Bei meinem Freund ist nicht die Mutter die Ursache sondern die Exfreundin - die Hatte ne 35h Woche - ergo Freitag um 14h Feierabend etc. die hat dann in ihrer Freizeit geputzt.

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