Home / Forum / Liebe & Beziehung / Der ausweglose Kampf gegen den Alkohol

Der ausweglose Kampf gegen den Alkohol

6. Dezember 2007 um 16:41

Mein Ex-Partner, seit fast 15 Jahre, ist Alkoholiker, er weiß es und ich weiß es.Er tut nichts dagegen, weil es ja immer Gründe gibt das man nicht auf Entzug und Therapie gehen kann.Jetzt hat er neue "Freunde" gefunden. Wir waren mal wieder für 14 Tage getrennt, wie so oft schon, wieder zusammen gekommen, es ging eine Woche gut. Dann traf er wieder auf "seine neuen Freunde" und hat wieder getrunken, mich versetzt und ich habe ihn wieder verlassen. Wir wollten ganz neu Anfangen, zusammen ziehen und alles besser machen. Nachdem er mich gestern Abend versetzt hat bin ich bei ihm ausgezogen, mit meinen ganzen Sachen, konnte die ganze Nacht nicht schlafen und bin dann zur Arbeit. Es ging mir sehr schlecht, habe viel geweint und nachgedacht.Er hat sein Handy aus, sitzt mit den Leuten und säuft, ich bin bei mir und denke nur an ihn. Ich weiß das ich ihn nicht ändern kann. Wer kann mir helfen, mit Tipps und Tricks von dem Elend los zukommen?

Mehr lesen

6. Dezember 2007 um 16:47

....
Die frage die sich hier stellt ist:

Willst du Ihn verändern oder willst du wirklich von ihm loskommen.

Falls du ihn verändern willst ist die sache "einfach". Stell Ihn vor die Wahl. Alkohol oder du? Sind es wirklich "wahre Freunde" von ihm werden sie ihm dabei unterstützen.

Wenn du dich aber von ihm trennen willst und zwar entgültig. Dann sag ihm das.

Ich weiß, es klingt alles viel leichter als wenn man selber darin involviert ist. Denke einfach immer daran das du das machen musst was für DICH das beste ist!

Lg Chris

Gefällt mir

7. Dezember 2007 um 7:57

Macht dich das auf dauer denn glücklich?
ich meine, du machst das ganze schon seit 15 jahren mit und anscheinend ist er nie wirklich willens gegen seine sucht anzukämpfen und sein leben in den griff zu bekommen. du kannst nicht immer für ihn da sein, und ihm helfen. das richtet dich nur zugrunde, und denkest du nicht, dass du einen partner verdient hast, der dich auch zu schätzen weiß und sein leben im griff hat?
mein vater war auch alki und ist deswegen immer wieder ausgerastet bei jeder kleinigkeit hat meine mum geschlagen und auch uns kinder. er war spiegeltrinker, er hat also immer einen gewissen pegel inne haben müssen, um überhaupt noch zur arbeit gehen zu könenn geschweige denn morgens aufstehen zu können. das hat einfach alles kaputt gemacht, außerdem kannten wir ihn nie anders.
ich meine wie stellst du dir überhaupt noch mit diesem menschen eine zukunft vor`? ich meine, jeder hat doch irgendwelche zukunftswünsche wie ne familie, heiraten, vll mal ein hais oder ne eigentumswohnung besitzen...kannst du dir sowas mit diesem mann vorstellen? ich meine, denkst du dass das in dem jetzigen zustand so einen sinn hat? ich weiß es ist schwer , aber das beste wird sein, wenn du dich endgültig von ihm trennst. klar 15 jahre sind eine lange zeit und das kann man nicht einfach so hinter sich lassen, aber für deine zukunft wird das das beste sein, solange der alk sein leben bestimmt wirst du niemals an erster stelle stehen. du wirst nur dazu fungieren ihn bei seiner sucht zu unterstützen,, ihn vom boden aufzusammeln und dann wieder aufzupeppeln, so hats meine mum zwei jahrzenhte getan. und glaube mir, das ist nur verschwendete zeit, wenn er nichts ändern will. dann wird er das auch nie, weil er sich so wohl fühlt und keinen grund für eine änderung sieht. also zieh das durch und bleibe stark und versuche erstmal nur an dich zu denken, lenke dich ab, gehe mit freunden aus oder rede mit ihnen über deine gefühle, aber lass dich nicht mehr in diesen sumpf hineinziehen!

Gefällt mir

7. Dezember 2007 um 11:08

Er kommt vom Alkohol nicht los...
... und Du kommst von ihm nicht los. Ihr beiden ähnelt Euch ein bisschen. Wenn Du in Deinem Leben vorwärts kommen willst, dann musst DU die Entscheidungen selbst treffen und auch umsetzen. Im Moment bist Du lieber passiv und hoffst, dass er machen wird. Tut er aber nicht. Du hast nur 2 Möglichkeiten: Entweder Du bist weiterhin passiv (was zunächst der bequemere Weg wäre, weil Du nichts ändern musst) oder aber Du wirst aktiv, was bedeutet, dass Du gehst und NICHT zu ihm zurückgehst...

Oder es bleibt alles beim Alten, dann darfst Du Dich aber auch nicht beschweren.

Alles Gute

Anne

Gefällt mir

8. Dezember 2007 um 0:03
In Antwort auf fr33l4ncer

....
Die frage die sich hier stellt ist:

Willst du Ihn verändern oder willst du wirklich von ihm loskommen.

Falls du ihn verändern willst ist die sache "einfach". Stell Ihn vor die Wahl. Alkohol oder du? Sind es wirklich "wahre Freunde" von ihm werden sie ihm dabei unterstützen.

Wenn du dich aber von ihm trennen willst und zwar entgültig. Dann sag ihm das.

Ich weiß, es klingt alles viel leichter als wenn man selber darin involviert ist. Denke einfach immer daran das du das machen musst was für DICH das beste ist!

Lg Chris

Wende dich an eine Beratungsstelle
das kann Diakonie oder Caritas sein oder wie
schon erwähnt, die anonymen Alkoholiker. Dort gibt es auch Gruppen für Angehörige. Du mußt wissen, dein Partner ist suchtkrank. Er wird dir im einen Moment alles versprechen, das meint er in diesem Moment auch so, um es im nächsten Moment wieder zu vergessen. Und genau das macht die Suchterkrankung aus. Und die Angehörigen lamentieren und versuchen alles was in ihre Macht steht. In so einer Beziehung ist nicht nur einer krank, sondern
da sind beide krank und das muß erkannt und behandelt werden. Du kannst die Verantwortung nur für dich und dein eigenes
Leben übernehmen. Dein Partner muß und darf
für sich entscheiden. Bezieht in diesem
kranken Zustand keine gemeinsame Wohnung für
einen Neuanfang. Gehe du deinen Weg und falls dein Partner für sich etwas tun will, dann kannst du irgendwann entscheiden, ob es eine gemeinsame Zukunft gibt.
Gruß >Melike

Gefällt mir

8. Dezember 2007 um 0:16

Tu dir das nicht an
Ich weiß, das ist leicht gesagt, aber du scheinst so unter ihm zu leiden. Jetzt bist du traurig und denkst an ihn kommst von ihm nicht los, aber versuch dir eine Zukunft für dich vorzustellen, ohne diesen ganzen Kummer. Ist das die Kraft nicht wert, sich von ihm zu trennen? Zuerst wirst du leiden und ihn vermissen, doch irgendwann wird es dir wieder besser gehen und du kannst das Leben wieder genießen. Musst dir keine Sorgen mehr machen und bist nicht mehr traurig, wenn er mit seinen Freunden trinkt. Wenn du bei ihm bleibst gehen die Sorgen immer nur weiter, du bleibst traurig und verschenkst Zeit, in der du glücklich sein könntest!
Ich wünsche dir ganz viel Kraft!

Gefällt mir

8. Dezember 2007 um 17:14

....
Ich würde mal zu einem Alanon Meeting gehen. Das ist für Angehörige von Alkoholikern.
www.alanon.de

Gefällt mir

16. Dezember 2007 um 1:31

Schieße ihn zum Mond
Hallo,

ich war mit einem Alkoholiker verheiratet, der seit 7 Jahren trocken ist.

Ich kann dir nur raten: Schieße ihn zum Mond.
Solange er trinkt, bist du immer die Zweitfrau hinter seiner Sucht.
Wenn er trocken wird, wird er der größte Egozentriker im ganzen Umkreis.
Es gibt einen Spruch in den einschlägigen Kreisen:
Ein trockener Alkoholiker ist kein besserer Mensch.
Er wird nur sich sehen, was ER will, was IHM nicht passt, ... und sich sehr verändern. Die Wünsche und Bedürfnisse seiner Umgebung sind ihm egal.
Mir wurde damals avisiert, dass sich das Verhalten nach 2 Jahren wieder bessern könnte. Vergiss es. Bei den meisten wird es nicht besser (dafür bleiben sie trocken).

Mein Rat: schieße ihn zum Mond und werde glücklich.

Alles Gute,

MP

Gefällt mir

Frühere Diskussionen
Wer ist das Problem?
Von: verliebteshuhn
neu
15. Dezember 2007 um 21:22

Beliebte Diskussionen

Hydro Boost

Teilen
Noch mehr Inspiration?
pinterest

Das könnte dir auch gefallen