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Depressiver Freund macht mich fertig

3. Juni 2014 um 11:02 Letzte Antwort: 3. Juni 2014 um 12:52

Hallo liebe Forummitglieder

Es geht um die Beziehung, die mein Freund und ich schon seit über einem Jahr führen und die immer wieder in Schieflage gerät.

Mein Freund leidet schon seit einigen Jahren an Depressionen, die ihn zum Teil ungenießbar machen. Mal hängen die rosa Wolken voller Geigen, am nächsten Tag spricht er von Trennung.
Leider ist er noch nicht dazu bereit sich behandeln zu lassen, was mich schwer stört, denn durch dieses ewige auf und ab, habe ich mittlerweile das Gefühl, dass mein Ego und Selbstwertgefühl aber sowas von untergraben wurden, dass ich mich nicht mehr wirklich gut fühle. Aber wie das nun mal so ist, man hofft ja, dass es in Zukuft besser wird usw.

Er ist wenig kompromissbereit und dreht mir die Wörter im Mund um. Bei einem Streit beschimpft er mich sehr (ich würde auf Kosten Vaterstaats leben, weil ich für mein Studium Bafög bekomme), hätte nie gelernt zu arbeiten (habe eine abgeschlossene Berufsausbildung), habe kein Abitur wie er und er weiß gar nicht, warum er mit jemandem zusammen ist, der kein Abitur hat.
All das sind Sachen, die er mir vor den Kopf schmeißt, genauso, dass er mit mir nicht eine Woche Urlaub machen will, weil er mich solange nicht ertragen würde und lieber eine Woche alleine in seine ursprüngliche Heimat fahren will.

Vorgestern Abend bat ich ihn um halb 12 doch endlich sein Tablet wegzulegen, weil wir morgens früh raus müssen und wir den Tag 7 Stunden im Zoo unterwegs waren und ich einfach mega müde war. Er fand das total scheiße von mir, so dass er mir die abendlich/nbächtliche Kuscheleinheit entzog, weil ich es nicht verdient hätte.

Mein Freund wollte die kommenden beiden Nächte bei mir übernachten, wobei er einen Abend sich bis in die Nacht betrinken gehen wollte. Da ich aber am Donnerstag um halb 6 morgens aufstehen muss und keine Lust habe mich irgendwann nachts von ihm wecken zulassen, wollte ich nicht, dass er Mittwochabend bei mir schläft.
Daraufhin meinte er nur, dass er Dienstagabend jetzt auch nicht bei mir übernachten will, weil er das scheiße von mir findet.

Generell ist es so, dass er mich fast erpresst, wenn ich seinen Anforderungen und Wünschen nicht nachkomme und zwar sagt er dann immer, dass er sich sonst von mir trennt, wenn ich nicht das mache was er will.

Bei solchen Aktionen von ihm fange ich meistens an zu weinen, weil ich mich nicht mehr zu wehren weiß und weil es mich einfach zu sehr verletzt wie er zu mir ist. Er lacht mich dann aus und meint, er würde nicht mit einem kleinen weinenden Baby Sex haben wollen.

Ich hatte mich vor einigen Monaten schonmal getrennt deswegen, er lief mir dann wochenlang hinterher und versprach mir alles mögliche. Da war er dann auch wieder plötzlich scharf darauf mit mir Sex zu haben. Als wir dann wieder zusammen kamen, wollte er wieder keinen Sex haben. Begründung: Er hatte in der Zeit Lust auf Sex, weil er dachte, er würde sonst keinen mehr bekommen und jetzt wo wir wieder zusammen sind, könnte er ja immer Sex mit mir haben.
Er findet den Sex mit mir langweilig, obwohl ich ihm immer was neues vorschlage, er lehnt es ab und ich bin keinenfalls prüde, sondern sehr offen was Sex angeht.

Ich frage mich, wo das taffe Mädel hin ist, was ich am Anfang war. Bin im längere Zeit im Ausland gewesen, habe eine Ausbildung abgeschlossen, habe ehrenamtlich in Südafrika gearbeitet und habe begonnen zu studieren und sehe auch nicht scheiße aus, aber irgendwie hat er es geschafft, dass ich mich als wertlos und schwach ansehe.

Er dagegen hat 3 mal ein Studium geschmissen, eine Ausbildung abgebrochen und hat 2 jahrelang in einer Studentenverbindung nur rumgesoffen.

Kann mir jemand helfen?
Danke

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3. Juni 2014 um 11:48

Omg
Du Arme!!!

Also wenn er sich nich helfen lassen will, musst du dir wirklich überlegen ob du das möchtest...

Ich bin mit meinem Freund seit 2einhalb Jahren zusammen und er war in den ersten 2 Jahren auch so "herrscherisch"
Seit einem halben/dreiviertel Jahr ist er anders... Nicht mehr diese starke (gespielt) Person, sondern eher in sich gekehrt.


Ein 2. mal würde ich es wahrscheinlich auch nicht mehr machen.

Kannst mir auch gerne eine PM schreiben.

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3. Juni 2014 um 11:57


Hallo Mathilda,

ich finde deinen Ansatz sehr treffend! Habe mir im Kopf schon etliche Male eine List gemacht mit pro und contra und irgendwie viel mir bei pro nicht mehr all zuviel ein und ja ich habe wohlm wirklich gehofft, dass er sein Leben durch mich in den Griff bekommt, was in vielen Dingen auch wirklich so ist. Er hat 30 Kg abgenommen, habe ihn aber auch mit dem viele Übergewicht geliebt, er studiert jetzt über ein Jahr mit mir zusammen, obwohl er zwischendrin gefühlt tausendmal das Studium mal wieder schmeißen wollte. Er hat von mir Unterstützung bekommen bei seiner langwierigen Jobsuche. All das waren bzw sind so Aspekte, dass ich denke, ich könnte ihm wohl wirklich helfen. Aber immer wieder kommen diese Phasen, wo er auch von Selbstmord redet und das macht mir Angst!
Er sagt, er will mich nicht verlieren als Mensch, aber warum ist man zu jemandem so scheiße, wenn man denjenigen doch eigentlich nicht verlieren möchte??!
Und eigentlich hatte ich eine schöne Kinderheit, kann mir wirklich nicht erklären, woher dieses Helfersyndrom kommen soll

Interessanterweise hatte seine ehemalige Sexgefährtin zu ihm auch gesagt, dass er ein Soziopath ist. Und wenn ich so drüber nachdenke, ja er geht bewusst auf die Schwächen eines Menschen ein, um sie für sich zu nutzen.

Oh Gott, mit was für einem Monster bin ich zusammen ...
Danke für deine Antwort

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3. Juni 2014 um 12:44


Das mit dem Tagebuch ist eine hervorragende Idee! So kann ich wirklich mal schriftlich festhalten wie oft es mir mies wegen ihm geht und kann mir das so richtig vor Augen halten! Danke für den Tipp!!

Das war mir schon klar, aber ich musste mal was los werden von meinem Ballast und manchmal habe ich mich wirklich gefragt, ob ich nicht zu zimperlich bin...scheinbar nicht!

Doch, die Depression wurde von einem Facharzt bestätigt, er hatte auch gerade wegen des Suizidversuchs begonnen vor einigen Jahren eine Therapie anzufangen und nahm Antidepressiva, aber weil er nun mal nicht der Typ Mensch ist, der seine Probleme bespricht, hat er die Therapie abgebrochen und lebt im ewigen hin und her und manchmal kam in mir der Gedanke auf, dass er es sich in seiner Erkrankung wirklich bequem gemacht hat, wollte es aber nie so aussprechen, weil ich ihm nix unterstellen wollte.

Wir waren vor einigen Tagen mal gemeinsam mit seiner Mutter unterwegs und ich musste feststellen, dass er sie ähnlich behandelt wie mich und das hat mich irgendwie schockiert, weil die gute Frau die Hälfte ihres Gehalts im Monat an ihren Sohn abdrückt, weil sein Vater genauso ein Lebens"künstler" ist wie er es bisher war.

In mir kam schon einige Mal die Angst auf, dass unsere Beziehung so wird wie die Ehe seiner Eltern. Sein Vater jahrelang Alkeholiker, hat das ganze Geld verprasst, seine Frau mit einer 23 jährigen betrogen und und und

Das möchte ich definitiv nicht für mich!!!

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3. Juni 2014 um 12:52
In Antwort auf stasya_12851140


Das mit dem Tagebuch ist eine hervorragende Idee! So kann ich wirklich mal schriftlich festhalten wie oft es mir mies wegen ihm geht und kann mir das so richtig vor Augen halten! Danke für den Tipp!!

Das war mir schon klar, aber ich musste mal was los werden von meinem Ballast und manchmal habe ich mich wirklich gefragt, ob ich nicht zu zimperlich bin...scheinbar nicht!

Doch, die Depression wurde von einem Facharzt bestätigt, er hatte auch gerade wegen des Suizidversuchs begonnen vor einigen Jahren eine Therapie anzufangen und nahm Antidepressiva, aber weil er nun mal nicht der Typ Mensch ist, der seine Probleme bespricht, hat er die Therapie abgebrochen und lebt im ewigen hin und her und manchmal kam in mir der Gedanke auf, dass er es sich in seiner Erkrankung wirklich bequem gemacht hat, wollte es aber nie so aussprechen, weil ich ihm nix unterstellen wollte.

Wir waren vor einigen Tagen mal gemeinsam mit seiner Mutter unterwegs und ich musste feststellen, dass er sie ähnlich behandelt wie mich und das hat mich irgendwie schockiert, weil die gute Frau die Hälfte ihres Gehalts im Monat an ihren Sohn abdrückt, weil sein Vater genauso ein Lebens"künstler" ist wie er es bisher war.

In mir kam schon einige Mal die Angst auf, dass unsere Beziehung so wird wie die Ehe seiner Eltern. Sein Vater jahrelang Alkeholiker, hat das ganze Geld verprasst, seine Frau mit einer 23 jährigen betrogen und und und

Das möchte ich definitiv nicht für mich!!!


Jetzt hat er mir gerade geschrieben von wann bis wann er im Urlaub ist. Ich frag mich warum er mir das mitteilen muss, wenn er nach der Klausurenphase eh mit mir Schluss machen will. Kann mir dann doch egal sein

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