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Depressionen nach Trennung

3. Mai 2011 um 21:24

Hallo,
nach 5 Jahren hat sich mein Freund vor 2,5 Monaten von mir getrennt. Erst war es ein auf und ab, mal ging es mir gut, mal schlecht. Doch seit einiger Zeit bin ich absolut leer, ich will nicht mehr. Ich habe ihn komplett verloren und habe selbst noch einiges dazu beigetragen, das lässt es mich nicht akzeptieren, dass wir eben nicht mehr zusammen sind.
Wir waren ein traumhaftes Paar, dann war ich aber echt scheisse zu ihm und er hat sich entfernt.
Ich habe solche Schuldgefühle.
Ich habe anfangs an einen Neubeginn gehofft und deshalb gings mir "gut" phasenweise.
Doch nach einem Treffen mit ihm vor 2 Wochen merkte ich, dass es endgültig vorbei ist.
Ich bin so leblos, ich futter nur noch und sage alles um mich herum ab. Ich kann einfach nicht mehr!
Wie läuft das mit psychischen Beratungen?
Gehe ich erst zum Hausarzt?
KOsten die Behandlungen was?

Ich bin wirklich am Ende und habe das Gefühl immer mehr abzusacken als dass es mal vorwärts geht.
Mittlerweile habe ich nur noch Tiefs und keine AUfs mehr.

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3. Mai 2011 um 21:50


Das tut mir sehr leid für dich,aber bitte bitte geh diesen Schritt nicht. Du musst wissen dass Antidepressiva nur zu schnell verschrieben werden und das ist ein Fass ohne Boden. Bitte versuche da selbst durch zu kommen,tu dir selber den Gefallen. Ich war 8 Jahre mit meinem Ex zusammen und war 3 Monate danach tot. Aber ich hab es so geschafft,zwar mit einigem Gewichtsverlust aber ich war so stolz auf mich dass ich es geschafft hatte. Das gehört dann zum neuen Lebensabschnitt dazu. Und irgendwann wirst du aufwachen und der Schmerz ist weg. Glaube mir du schaffst das auch. Diesen Sommer werde ich heiraten,auch das hätte ich nie gedacht,aber das Leben geht weiter und wird noch schöner als du es dir je hättest vorstellen können. Sei stark und denke nur an dich jetzt. Denn du bist es absolut wert glücklich zu sein.

Liebe Grüße
Sumi

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4. Mai 2011 um 21:50

Das gefühl kenne ich.....
....nur zu gut.
Ging mir auch so nach der trennung. Ich war total leer. Nur das mit dem futtern war bei mir anders herum. Ich konnte gar nix mehr essen. Hatte für nichts nen kopf, magenweh und schlafstörung. Ich hab echt gedacht ich werd psycho.
Bin zum hausarzt gegangen. Das solltest du auch tun. Erklär die situation, dann gehts auch wieder Auf

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6. Mai 2011 um 11:00

..
wenn du auf Medikamente erstmal verzichten willst, ist es trotzdem ein erster guter Schritt, mit einem Arzt darüber zu reden.
Wahrscheinlich gibt dein Hausarzt dir eine Überweisung zum Psychotherapeuten, Neurologen oä.
Mit einem Menschen zu reden, der den Durchblick über deine Gefühlswelt behalten kann und dir Alternativen aufzeigt, ist zumindest schonmal erleichternd.

Selbst wenn dir Antidepressiva verschrieben werden, meiner Meinung nach ist das rein gar nicht verwerflich- sie können helfen, "runterzukommen".
Das finde ich in deiner Situation auch dringend notwendig ("Ich bin wirklich am Ende und habe das Gefühl immer mehr abzusacken als dass es mal vorwärts geht.
Mittlerweile habe ich nur noch Tiefs und keine AUfs mehr.").

Die Gespräche, die ich führte, haben mich nichts gekostet, die Medikamente (1x Fluoxetin und 1x Promethazin für die Nacht) beliefen sich glaub ich auf 5 oder 10 Euro.
Aber kann auch sein, dass ich mich irre, da es schon etwas her ist.
Nachdem meine Antidepressiva aufgebraucht waren, habe ich auf eine Fortsetzung der Therapie verzichtet, weil es mir nach einem Monat recht gut ging.
Empfohlen wird das nicht, aber du wirst wahrscheinlich ohnehin regelmäßig mit deinem Arzt Rücksprache halten.

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6. Mai 2011 um 21:19

Ich kenne viele Trennungsgeschichten,
einschließlich meiner eigenen und sie verliefen komplett verschieden. Es gab Leute die haben für einige Zeit Medikamente gebraucht. Sie haben die Zeit gut überstanden und
ihnen geht es heute wieder gut. Einige konnten es mit Gesprächen überstehen. Manche hatten Gespräche und Medikamente. Geh zunächst mal zu deinem Hausarzt. Du kannst die unabhängig an Diakonie oder Caritas wenden, die Gespräche dort sind kostenlos und manchmal gibt es auch Trennungsgruppen, wo du Gleichgesinnte findest, alle mit diesem Schmerz. Oft entstehen dort auch neue Freundschaften.
Trennung ist einfach ein Trauerprozess, der dauert und der nicht einfach ist. Wohl dem, der da Freunde hat. Ich hatte super Freunde ,die mir immer hilfreich zur Seite standen. Vielen hilft auch, wenn sie sich alles von der Seele schreiben.
Buchtipp: Wenn der Partner geht.
Gruß melike

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8. Mai 2011 um 19:22

Geh ruhig zum Therapeuten...
Die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Ich hatte auch schon zweimal "Hilfe" Das erste Mal wg. unerfülltem Kinderwunsch und Streit im Job und mit Schwiegervater, das andere Mal als mein Ex-Mann mich mit unserem 1 1/2jährigen Sonnenscheinchen im Stich ließ und ich mich in meinen Vollzeitjob zurückkämpfen musste.

Leider hatte ich Pech und die Psychologen haben mir nicht wirklich geholfen. Zum Glück kam ich selber wieder raus. Das erste Mal wegen der Schwangerschaft und dann weil mich mein Kleiner braucht. Auch jetzt ist er mir ein Rettungsanker weil er mich bei aller Traurigkeit ständig zum Lachen bringt. Such Dir was Positives, mach einfach mal was für Dich Fußpflege, Massage, Wellness. Dir wird was einfallen bestimmt.

Mir fehlt eine wirklich gute Freundin, wenns Dir auch so geht machs wie ich - sei Dir selbst eine gute Freundin.

Alles Gute für die Zukunft
Liebe Grüße
Chaosqueen41

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11. Mai 2011 um 18:51


Vielleicht solltest Du ein gespräch mit Deinem Ex-freund suchen, indem Du ihm darlegst,wie sehr du es bedauerst, ihn verletzt zu haben, aber ohne Hintergedanken,ohne ihn anzuschmachten und hinterherzulaufen..Einfach, um ihm kundzutun, daß du bereust,und auch verständnis für ihn hast.
Und vielleicht erleichterst Du dein gewissen. Eine Trennung ist schon wirklich schlimm, aber wenn man dann auch noch die schuld bei sich sieht, ist das alles doppelt schwer.
Du solltest dir einen Therapeuten suchen ,der dir die schuldgefühle nimmt, und dich ein wenig bei der trennung begleitet.
Schnecke

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