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Depression nach der Trennung

15. Oktober 2013 um 20:53

Hallo,
ich weiß nicht mehr weiter und habe Angst, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Seit einem halben Jahr habe ich vergeblich um meine Beziehung zu meinem Freund gekämpft. Wir hatten es in der Zeit mehrmals versucht, aber es ist nicht gut gegangen.
Der Grund liegt in unserer Vergangenheit. Wir haben uns oftmals nicht gut getan, aber andererseits auch innig geliebt.
Wenn ich ehrlich bin, bin ich diejenige, die immer wieder den Weg für einen Neuanfang gesucht hat. Langsam glaube ich, dass ich das überwiegend getan habe um den Schmerz über den Verlust nicht spüren zu müssen. Auch jetzt fühle ich mich dazu gezwungen um die Beziehung zu kämpfen obwohl es offensichtlich keinen Sinn mehr macht. Ich bin depressiv, kann nicht essen, habe keine Motivation zu nichts und das löst in mir den Zwang aus weiter kämpfen zu müssen, obwohl ich weiß, dass ich meinen Ex-Partner damit immer weiter von mir wegstoße.
Im Moment habe ich einfach nur das Gefühl, ohne ihn nicht leben zu können und das macht mir große Angst. Ich habe Angst in ein großes Loch zu fallen und nicht mehr raus zu kommen. Ich habe Angst, dass das kein normaler Trennungsschmerz mehr ist, sondern eine Depression.
Ich wäre dankbar, wenn mir jemand schreibt, der ähnliches durchlebt oder schon durchlebt hat. Ich habe Angst davor, dass dieses Gefühl der Leere nicht mehr verschwindet.
Es tut mir leid für mein Gejammer, aber im Moment weiß ich einfach nicht wie ich mit der Situation umgehen soll.
Vielen Dank jetzt schon für eure Antworten!

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15. Oktober 2013 um 21:36

Depression nach der Trennung
Ich danke dir für deine Antwort, stannysky.
Vermutlich waren wir wirklich kein Traumpaar, sonst wäre es nie soweit gekommen. Ich habe vor kurzem mit Ach und Krach mein Studium abgeschlossen und bin nun auf Jobsuche. Im Moment wohne ich bei einem Freund und er ist auch der einzige, den ich im Moment habe. Aber ihm ist es mittlerweile auch schon zu viel.
Ich denke, wenn ich einen Job habe, wird es hoffentlich Schritt für Schritt aufwärts gehen, da ich dann Routine habe. Nur im Moment bin ich alles andere als selbstbewusst und habe Angst, dass das in den Vorstellungsgesprächen deutlich wird.

Das Loslassen ist das, was mir Angst macht und was ich scheinbar nicht kann. Ist es normal, dass man sich nach einer Trennung leer und teilweise depressiv fühlt?

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16. Oktober 2013 um 12:31

Bekannt...
ohja...und wiiieee mir das bekannt ist. Vor einem Jahr stand ich an genau der gleichen Stelle wie du...kann nachvollziehen wie eu dich jetzt fühlst...
Ich stand auch da, nach dem Studium,Praktikum zu Ende...und ohne Job...von meiner grossen Liebe frisch getrennt, ich fühlte kein Sinn mehr...dann noch die kalten Wintertage, Alleinesein...Freunde hatten alle einen Partner...das Gefühl war sowas von deprimierend....ich versank in Trauer.
Eines morgens ging ich zu meinen Eltern, mein Vater rüttelte mich mit seiner sehr direkten Art auf...Wo sind deine Ziele?Wieviele Lebensjahre hast du noch vot dir?In einem Jahr kannst du deine Welt komplett verändern und neu gestalten...aber beweg dich!Vergiss das Ars******...ich begann also mir eine Liste zu erstellen, wad will ich in einem Jahr haben? Ok, einen Job...gut!Ich begann mich intensiv umzusuchen...da sich nix ergab,beschloss ich Hals über Kopf weiter zu studieren,hauptsache was machen! Dann weiter: Mich selber lieben. Gut, ich begann zu trainieren in nem Verein, Joggen im Wald...Schwimmen...hauptsache an mir arbeiten...und wurde immer zufriedener! Als weiteres wollte ich einen netten Partner wieder finden....gut, ich stylte mich...ging lächelnd durch die Welt und meldete mich sogar in nem online portal an...vielleicht nur aus Spass, aber es half.

Heute, 1 einziges Jahr später: Ich wohne in ner anderen Stadt in einem anderen Land, studiere wieder, wohne wieder in ner WG, habe einen Job nebenbei und ein eigenes Auto, meinen Ex hab ich seither aus meinem Leben gelöscht...stattdessen hab ich einen super lieben neuen Freund an meiner Seite!!!

Ich hoffe diese Geschichte gibt dir Mut und Energie was zu ändern....in einem Jahr kann sich dein Leben super verändern...fu hast die Zügel in der Hand!Alles Gute!

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16. Oktober 2013 um 19:10

Depression nach der Trennung
Als ich gestern diese Diskussion gestartet habe, ging es mir wirklich sehr schlecht und ich war der Verzweiflung nahe.
Nun habe ich all eure Antworten gelesen und sie haben mich zu Tränen gerührt. Zum einen, weil ihr euch die Zeit genommen habt mir ausführlich eure Sichtweisen und Erfahrungen zu schildern. Zum anderen, weil es alles so wahr ist, was ihr geschrieben habt und ich mich in vielem wiedererkannt habe. Ja, ich war und ich bin in dieser Abhängigkeitssituation und habe mich dadurch selbst verloren. Innerhalb meiner 5jährigen Beziehung habe ich wirklich verlernt mich selbst zu lieben und weiß gar nicht mehr, wer ich eigentlich bin. Das habe ich nun erkannt und es macht mir Angst. Andererseits hat mich diese Angst nun auch wachgerüttelt. Nein, ich möchte definitiv nicht mehr um ihn kämpfen, weil es keinen Sinn mehr macht. ich möchte um mich kämpfen und mich selbst wiederfinden. Ich weiß, dass das vermutlich kein leichter und kurzer Weg sein wird. Aber ich fühle mich nun bereit ihn zu gehen.
Heute hatte ich ein positives Vorstellungsgespräch und fühle mich zum ersten mal wieder ein wenig unabhängig. Ich weiß, dass ich nun die Chance habe einen Neuanfang zu starten.
Ich weiß nicht, ob das nur ein kurzer euphorischer Moment ist, aber ich hoffe, dass er noch eine Weile anhält.
Ich habe noch eine Frage an euch und hoffe, sie klingt nicht dumm. Wie seid ihr mit der Vorstellung und dem Gedanken umgegangen, dass euer Ex-Partner jemand neuen haben könnte oder vermutlich schon hatte? Ich weiß, dass ich auch diesen Gedanken akzeptieren muss, da ich nichts daran ändern kann und auch nicht will. Es ist einfach so. Aber trotzdem schmerzt es sehr.
Ich danke euch allen von Herzen für eure lieben und ehrlichen Worte. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie viel Trost und Kraft sie mir geben<3
Ich werde auf jeden Fall weiter über mich und meine Vergangenheit ernsthaft und realistisch reflektieren. Das hilft sehr.
@crueless: Danke sehr für deinen Buchtipp, ich werde mir dieses Buch gleich besorgen!

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