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Depression durch Beziehung?

16. September um 21:24

Hallo zusammen.

Ich habe eine Frage an euch bezüglich Depression durch Beziehung. Ich lebe etwa seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen (bin zu ihm gezogen). Davor wohnte ich knapp 600 km von ihm entfernt, d.h. wir waren davor einige Zeit in einer Fernbeziehung zusammen.
Seit meinem Umzug vor etwa einem Jahr, hat sich alles bei uns verändert! In den ersten 2 Monaten hat er eine Seite an sich gezeigt, die mich nicht nur sehr verschreckt hat, sondern, so hatte ich das Gefühl, auch in eine leichte Depression gestürzt hat. Aufgrunddessen, weil ich dann irgendwann mich völlig begonnen habe von ihm zu isolieren und nur noch zickig ihm gegenüber gewesen bin, hat er mir dann eine Paartherapie vorgeschlagen (eigentlich "omg" schon nach 2 Monaten des zusammenlebens). Ich stimmte natürlich zu, weil ich die Beziehung nicht, nach dem ganzen Opfer welches ich gebracht habe, wieder aufgeben wollte. Wir waren aus finanzieller Sicht nur 2 x bei der Paartherapeutin, weils einfach zu teuer gewesen ist. Nach den Sitzungen wurde es eine Zeit besser zwischen uns.
Zwischenzeitlich habe ich leider meinen neuen Job hier verloren, weil ich verarscht wurde, aber kurz darauf habe ich glücklicherweise eine Aushilfsstelle wieder gefunden. Leider bin ich dort auch nicht lange geblieben, da ich mit den dort herrschenden Arbeitsverhältnissen überhaupt nicht zufrieden war!
Seither bin ich arbeitslos (ca. 3 Monate schon) und versuch mich jetzt, wo ich die Zeit habe, in meine schon langersehnte Selbständigkeit einzuarbeiten!

Das zur kurzen Vorgeschichte.

Hinzu kommt jetzt, dass ich mich seit meinem Umzug zu meinem Freund, ständig von ihm unterdruck gestellt fühle, schlecht gemacht fühle usw. Er nörgelt und kritisiert mich ständig, ich habe das Gefühl ich komme dadurch aus meinem depressiven Loch nicht mehr raus! Er will mir ständig irgendwelche Ratschläge geben, die für mich aber nicht immer so wie er es gern hätte, in die Tat umgesetzt werden können.
Beispiel: Wenn ich mal einen schlechten tag hatte und es mit ihm besprechen will, weil ich das Gefühl habe, das mir z.B. eine bestimmte Person den tag wirklich versaut hat, dann kommen Sprüche von ihm wie "ja das ist eh deine Schuld und du bist eh immer viel zu sensibel für diese Welt, du musst Elenbogen zeigen und den leuten mit dem Arsch ins Gesicht fahren, wenn dir etwas nicht passt" mit dem letzen hat er schon manchmal Recht... aber damit will ich sagen, es ist nicht immer so einfach, wie er sich das vorstellt..

Ich habe das Gefühl, dass er mit meiner Sensibilität, meinen Gefühlen und Ansichten zu bestimmten Dingen und mit meinem intuitiv sein nicht klar kommt! Und durch seine dummen Zwischenkommentare und noch dümmeren Ratschlägen alles nur noch schlimmer macht!
Er ist ein sehr rational denkender Mensch und für ihn haben situationsbedingte Gefühle oder Intuition keine Bedeutung, ich habe anfangs versucht mich an sein schema anzupassen, aber es hat mich in Traurigkeit und Isolation verbannt!
Im allgemeinen muss ich sagen, verwirrt mich auch oft sein "mal so- mal so" sein. Im einen Moment sagt er zu mir, er genießt die Zeit wenn er für sich alleine mal sein kann, im anderen Moment wirft er mir dann vor, warum ich ihn dann auch mal allein lasse und warte das er dann auf mich wieder zukommt. Seine Aussage dazu, ich solle nicht immer alles als 0 und 1 sehen und es ist nicht immer so gemeint, wie er es so ausdrückt.. - hä???!!!!!
Ich fühle mich oft als sein emotionaler Fußabtreter, als Beispiel: Wenn er schlechte Laune hat oder ihm irgendwas gegen den Strich gegangen ist (auf der Arbeit oder auch so zwischendurch), ruft er mich an lässt seinen frust an mir ab und wenn ich was dazu sagen will oder mich rechtfertigen will (weil ich so eine grundlose Beschimpferei mir nicht gefallen lassen will), dann legt er einfach auf.. aber dann so, dass ich ihn danach nicht mehr erreichen kann...
Wenn ihm etwas an mir oder meinem Verhalten stört, dann darf nur er reden, sobald ich versuche ihm auch meinen Standpunkt dazu zuerklären, fällt er mir respektlos ins Wort und wirft mir vor ihn nicht ausreden zulassen und das ich angeblich immer für alles eine Antwort parat habe...

Ich fange manchmal an einfach zu weinen, und weiß nicht warum. Ich habe kaum appetit und fühle mich, alsob ich Steine im Magen hätte! Mittlerweile erzähle ich meinem Freund gar nichts mehr über meinen Gefühlszustand, weil ich mich anschließend immer vor ihm rechtfertigen muss, er mir dann eh immer Vorwürfe macht und es mir grundsätzlich immer schlechter nach unseren Diskussionen dann geht!

Mein Freund hat nicht nur diese Seiten an sich, aber sie wechseln oft zwischen diesen und den Guten..
Meine Befürchtung ist das seine wechselnde Art mir gegenüber, mich in diese Depression gestürzt hat.. Ich war eigentlich noch NIE ein Mensch, der Neigungen zu Depressionen hatte, egal wie schwer etwas für mich war... das lässt mich verzweifeln.
Ich weiß auch nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll, jedes Gespräch endet irgendwie immer im streit, sobald ich meine Gefühle zu etwas äußere.. hinzu kommt, wie soll ich mit dieser depressiven Verstimmung umgehen???

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16. September um 22:26

Mach keine Eigendiagnose, sondern geh zum Arzt, wenn du das Gefühl hast in einem Loch zu sitzen.

Solltest du wirklich Depressionen haben, oder depressiv verstimmt (zwischen diesen 2 Zuständen gibt es Unterschiede) sein, kann dir dein Freund weder helfen noch sonst was. 

Das Wort Depressionen wird schnell heute durch Laien in den Mund genommen und auch als Ausrede. Richtige Depression ist mehr als bei jeder Gelegenheit zu heulen. 

Du bist in einer unglücklichen Beziehung und stehst unter einem Leidensdruck, der die Nerven blank liegen lässt. Prüfe dich selbst ob du dir professionelle Hilfe suchen willst oder den Leidensdruck abbaust indem du deine Beziehung überdenkst. 


Deine Entscheidung,deine Konsequenzen, nicht mehr nicht weniger. 

 

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17. September um 0:02
In Antwort auf shadow78

Mach keine Eigendiagnose, sondern geh zum Arzt, wenn du das Gefühl hast in einem Loch zu sitzen.

Solltest du wirklich Depressionen haben, oder depressiv verstimmt (zwischen diesen 2 Zuständen gibt es Unterschiede) sein, kann dir dein Freund weder helfen noch sonst was. 

Das Wort Depressionen wird schnell heute durch Laien in den Mund genommen und auch als Ausrede. Richtige Depression ist mehr als bei jeder Gelegenheit zu heulen. 

Du bist in einer unglücklichen Beziehung und stehst unter einem Leidensdruck, der die Nerven blank liegen lässt. Prüfe dich selbst ob du dir professionelle Hilfe suchen willst oder den Leidensdruck abbaust indem du deine Beziehung überdenkst. 


Deine Entscheidung,deine Konsequenzen, nicht mehr nicht weniger. 

 

Hallo, 

Also ich denke das du nicht gleich sagen solltest, dass du Depressionen hast. Vielleicht bis du einfach mit unglücklich. Hättest du das mit den Depressionen oder dem Zustand vorher schon? 

Ich leide zum Beispiel an Depressionen und habe depressive Phasen. Das liegt aber mit daran wie mein Leben momentan läuft. Ich kann dir nur den Tipp geben ob depressiv oder unglücklich änder den Zustand. Kein Mensch kann dir komplett helfen außer du selbst es zu ändern. Was dich unglücklich macht bringt dich einfach nicht weiter. Ein Arzt oder Familie Freunde können dir nur Tipps geben oder dich unterstützen. Du bist verantwortlich für dein Denken und dein Wohlbefinden. Ich wünsche dir alles Gute 

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17. September um 0:07

Anscheinend baust du dir selber viel Druck auf, aufgrund deiner Zukunft. Und dein Freund scheint auch nicht ganz mit dir zufrieden zu sein, was natürlich Gift in einer Partnerschaft ist, da es dir schlecht ergeht. Ihm fehlt das Verständnis für deine Situation und auch Fingerspitzengefühl, um dir zu helfen. Er sollte dich mental vielmehr unterstützen, anstatt seine eigenen Vorstellung, wie du zu funktionieren hast, durchzusetzen. Du bist unzufrieden, dass in eurer Partnerschaft ein Ungleichgewicht herrscht. Auch hast du angst, dass du mit deinem Freund nicht schritthalten kannst. Und dieses Gefühl vermittelt er dir auch noch. Depressionen spielt meist im Kopf ab. Es muss dir gelingen, wieder eine innere positive Haltung zum Leben zu wecken. Versuche Kleinigkeiten und unbedeutende Dinge, zb. kleine Streitereien, nicht zu ernst zu nehmen. Du musst das alles richtig einordnen, um nicht in schlimmere Depressionen zu fallen. Du brauchst Begeisterung, du darfst nicht alles nur negativ sehen. Hab keine Angst und stell dich den Herausforderungen und sei innerlich zufrieden und ausgeglichen. Motivier dich selbst - Step by Step. Das benötigt oftmals seine Zeit. Dein Freund kann höchstens die Beziehung beenden...Was soll's!... Dann suchst du dir halt einen neuen Freund, und musst nicht mehr unter seinen Nörgeleien und Unzufriedenheit leiden. Wenn es dir zuviel wird, solltest du dich von ihm trennen. Denn du hast eine andere Motorik als er. Er glaubst, dass im Leben alles so einfach wäre, wie er sich das ausmalt. Du hast da als "Betroffene" die bessere Übersicht. Im Normalfall ist in einer Beziehung der Freund mitbetroffen, wenn seine Freundin ein kleines Tief hat. Aber dein Freund will wohl damit nichts zu tun haben und lässt dich mit deinen Sorgen alleine, indem er dich überhaupt nicht versteht und es nur noch schlimmer macht, als es in Wahrheit ist. Wie gesagt, viele Probleme wird meist nur im Kopf geboren. Und die meisten negativen Gedanken resultieren aus Angst, Unzufriedenheit, gesellschaftlichem Druck und sind komplett unnötig und für die Tonne. Diese Gedanken dürfen dich nicht beherrschen.

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17. September um 3:26
In Antwort auf rosi123

Hallo zusammen.

Ich habe eine Frage an euch bezüglich Depression durch Beziehung. Ich lebe etwa seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen (bin zu ihm gezogen). Davor wohnte ich knapp 600 km von ihm entfernt, d.h. wir waren davor einige Zeit in einer Fernbeziehung zusammen.
Seit meinem Umzug vor etwa einem Jahr, hat sich alles bei uns verändert! In den ersten 2 Monaten hat er eine Seite an sich gezeigt, die mich nicht nur sehr verschreckt hat, sondern, so hatte ich das Gefühl, auch in eine leichte Depression gestürzt hat. Aufgrunddessen, weil ich dann irgendwann mich völlig begonnen habe von ihm zu isolieren und nur noch zickig ihm gegenüber gewesen bin, hat er mir dann eine Paartherapie vorgeschlagen (eigentlich "omg" schon nach 2 Monaten des zusammenlebens). Ich stimmte natürlich zu, weil ich die Beziehung nicht, nach dem ganzen Opfer welches ich gebracht habe, wieder aufgeben wollte. Wir waren aus finanzieller Sicht nur 2 x bei der Paartherapeutin, weils einfach zu teuer gewesen ist. Nach den Sitzungen wurde es eine Zeit besser zwischen uns.
Zwischenzeitlich habe ich leider meinen neuen Job hier verloren, weil ich verarscht wurde, aber kurz darauf habe ich glücklicherweise eine Aushilfsstelle wieder gefunden. Leider bin ich dort auch nicht lange geblieben, da ich mit den dort herrschenden Arbeitsverhältnissen überhaupt nicht zufrieden war!
Seither bin ich arbeitslos (ca. 3 Monate schon) und versuch mich jetzt, wo ich die Zeit habe, in meine schon langersehnte Selbständigkeit einzuarbeiten!

Das zur kurzen Vorgeschichte.

Hinzu kommt jetzt, dass ich mich seit meinem Umzug zu meinem Freund, ständig von ihm unterdruck gestellt fühle, schlecht gemacht fühle usw. Er nörgelt und kritisiert mich ständig, ich habe das Gefühl ich komme dadurch aus meinem depressiven Loch nicht mehr raus! Er will mir ständig irgendwelche Ratschläge geben, die für mich aber nicht immer so wie er es gern hätte, in die Tat umgesetzt werden können.
Beispiel: Wenn ich mal einen schlechten tag hatte und es mit ihm besprechen will, weil ich das Gefühl habe, das mir z.B. eine bestimmte Person den tag wirklich versaut hat, dann kommen Sprüche von ihm wie "ja das ist eh deine Schuld und du bist eh immer viel zu sensibel für diese Welt, du musst Elenbogen zeigen und den leuten mit dem Arsch ins Gesicht fahren, wenn dir etwas nicht passt" mit dem letzen hat er schon manchmal Recht... aber damit will ich sagen, es ist nicht immer so einfach, wie er sich das vorstellt..

Ich habe das Gefühl, dass er mit meiner Sensibilität, meinen Gefühlen und Ansichten zu bestimmten Dingen und mit meinem intuitiv sein nicht klar kommt! Und durch seine dummen Zwischenkommentare und noch dümmeren Ratschlägen alles nur noch schlimmer macht!
Er ist ein sehr rational denkender Mensch und für ihn haben situationsbedingte Gefühle oder Intuition keine Bedeutung, ich habe anfangs versucht mich an sein schema anzupassen, aber es hat mich in Traurigkeit und Isolation verbannt!
Im allgemeinen muss ich sagen, verwirrt mich auch oft sein "mal so- mal so" sein. Im einen Moment sagt er zu mir, er genießt die Zeit wenn er für sich alleine mal sein kann, im anderen Moment wirft er mir dann vor, warum ich ihn dann auch mal allein lasse und warte das er dann auf mich wieder zukommt. Seine Aussage dazu, ich solle nicht immer alles als 0 und 1 sehen und es ist nicht immer so gemeint, wie er es so ausdrückt.. - hä???!!!!!
Ich fühle mich oft als sein emotionaler Fußabtreter, als Beispiel: Wenn er schlechte Laune hat oder ihm irgendwas gegen den Strich gegangen ist (auf der Arbeit oder auch so zwischendurch), ruft er mich an lässt seinen frust an mir ab und wenn ich was dazu sagen will oder mich rechtfertigen will (weil ich so eine grundlose Beschimpferei mir nicht gefallen lassen will), dann legt er einfach auf.. aber dann so, dass ich ihn danach nicht mehr erreichen kann...
Wenn ihm etwas an mir oder meinem Verhalten stört, dann darf nur er reden, sobald ich versuche ihm auch meinen Standpunkt dazu zuerklären, fällt er mir respektlos ins Wort und wirft mir vor ihn nicht ausreden zulassen und das ich angeblich immer für alles eine Antwort parat habe...

Ich fange manchmal an einfach zu weinen, und weiß nicht warum. Ich habe kaum appetit und fühle mich, alsob ich Steine im Magen hätte! Mittlerweile erzähle ich meinem Freund gar nichts mehr über meinen Gefühlszustand, weil ich mich anschließend immer vor ihm rechtfertigen muss, er mir dann eh immer Vorwürfe macht und es mir grundsätzlich immer schlechter nach unseren Diskussionen dann geht!

Mein Freund hat nicht nur diese Seiten an sich, aber sie wechseln oft zwischen diesen und den Guten..
Meine Befürchtung ist das seine wechselnde Art mir gegenüber, mich in diese Depression gestürzt hat.. Ich war eigentlich noch NIE ein Mensch, der Neigungen zu Depressionen hatte, egal wie schwer etwas für mich war... das lässt mich verzweifeln.
Ich weiß auch nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll, jedes Gespräch endet irgendwie immer im streit, sobald ich meine Gefühle zu etwas äußere.. hinzu kommt, wie soll ich mit dieser depressiven Verstimmung umgehen???
 

Liebe Rosi, nimm es mir bitte nicht übel...aber kann es sein, dass dies Deine (Eure) erste Beziehung ist ?

Denn was Du gerade erlebst, liest sich wie eine typische Beziehungskiste - allerdings, erst wenn die erste Verliebtheitsphase durch ist! Man lernt eben auch die anderen Seiten des Partners erst durch das Zusammenleben näher kennen. Niemand kann sich auf Dauer nur von seiner Sonnenseite zeigen - auch klar, oder?

Es wird ja nicht ohne Grund meist davor gewarnt, zu schnell gleich zusammenzuziehen. Schnell zeigt es sich, dass eben doch jeder für sich genommen, so seine kleinen Eigenarten hat, wo der andere erst mal gucken muss, ob er damit klar kommen kann. Und wenn zu wenig passen will, geht leider auch der Respekt verloren, falls der je vorhanden war.

Ja, nun ist es erst mal vorbei mit den rosa Wolken und das Geld ist knapp. Da ist gut zu überlegen, ob es nicht dennoch besser für Dich wäre, wenn Du z.B. wieder zurück zu den Eltern gehst, bis Du Dir wieder was Eigenes leisten kannst.

Ich hoffe, diese Option hättest Du noch? !

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17. September um 10:06

Das tönt extrem nach meinem Ex. 

Google mal Narzisstische Persönlichkeitsstörung. Könnte passen. Falls ja, empfehle ich Dir die sofortige Trennung. Falls nein... nun, wenn der Leidensdruck so gross ist, dass Du denkst  deswegen Depressionen zu kriegen, dann dürfte er wohl kaum der richtige Partner für Dich sein. Unabhängig von der "Diagnose".

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17. September um 10:13
In Antwort auf rosi123

Hallo zusammen.

Ich habe eine Frage an euch bezüglich Depression durch Beziehung. Ich lebe etwa seit einem Jahr mit meinem Freund zusammen (bin zu ihm gezogen). Davor wohnte ich knapp 600 km von ihm entfernt, d.h. wir waren davor einige Zeit in einer Fernbeziehung zusammen.
Seit meinem Umzug vor etwa einem Jahr, hat sich alles bei uns verändert! In den ersten 2 Monaten hat er eine Seite an sich gezeigt, die mich nicht nur sehr verschreckt hat, sondern, so hatte ich das Gefühl, auch in eine leichte Depression gestürzt hat. Aufgrunddessen, weil ich dann irgendwann mich völlig begonnen habe von ihm zu isolieren und nur noch zickig ihm gegenüber gewesen bin, hat er mir dann eine Paartherapie vorgeschlagen (eigentlich "omg" schon nach 2 Monaten des zusammenlebens). Ich stimmte natürlich zu, weil ich die Beziehung nicht, nach dem ganzen Opfer welches ich gebracht habe, wieder aufgeben wollte. Wir waren aus finanzieller Sicht nur 2 x bei der Paartherapeutin, weils einfach zu teuer gewesen ist. Nach den Sitzungen wurde es eine Zeit besser zwischen uns.
Zwischenzeitlich habe ich leider meinen neuen Job hier verloren, weil ich verarscht wurde, aber kurz darauf habe ich glücklicherweise eine Aushilfsstelle wieder gefunden. Leider bin ich dort auch nicht lange geblieben, da ich mit den dort herrschenden Arbeitsverhältnissen überhaupt nicht zufrieden war!
Seither bin ich arbeitslos (ca. 3 Monate schon) und versuch mich jetzt, wo ich die Zeit habe, in meine schon langersehnte Selbständigkeit einzuarbeiten!

Das zur kurzen Vorgeschichte.

Hinzu kommt jetzt, dass ich mich seit meinem Umzug zu meinem Freund, ständig von ihm unterdruck gestellt fühle, schlecht gemacht fühle usw. Er nörgelt und kritisiert mich ständig, ich habe das Gefühl ich komme dadurch aus meinem depressiven Loch nicht mehr raus! Er will mir ständig irgendwelche Ratschläge geben, die für mich aber nicht immer so wie er es gern hätte, in die Tat umgesetzt werden können.
Beispiel: Wenn ich mal einen schlechten tag hatte und es mit ihm besprechen will, weil ich das Gefühl habe, das mir z.B. eine bestimmte Person den tag wirklich versaut hat, dann kommen Sprüche von ihm wie "ja das ist eh deine Schuld und du bist eh immer viel zu sensibel für diese Welt, du musst Elenbogen zeigen und den leuten mit dem Arsch ins Gesicht fahren, wenn dir etwas nicht passt" mit dem letzen hat er schon manchmal Recht... aber damit will ich sagen, es ist nicht immer so einfach, wie er sich das vorstellt..

Ich habe das Gefühl, dass er mit meiner Sensibilität, meinen Gefühlen und Ansichten zu bestimmten Dingen und mit meinem intuitiv sein nicht klar kommt! Und durch seine dummen Zwischenkommentare und noch dümmeren Ratschlägen alles nur noch schlimmer macht!
Er ist ein sehr rational denkender Mensch und für ihn haben situationsbedingte Gefühle oder Intuition keine Bedeutung, ich habe anfangs versucht mich an sein schema anzupassen, aber es hat mich in Traurigkeit und Isolation verbannt!
Im allgemeinen muss ich sagen, verwirrt mich auch oft sein "mal so- mal so" sein. Im einen Moment sagt er zu mir, er genießt die Zeit wenn er für sich alleine mal sein kann, im anderen Moment wirft er mir dann vor, warum ich ihn dann auch mal allein lasse und warte das er dann auf mich wieder zukommt. Seine Aussage dazu, ich solle nicht immer alles als 0 und 1 sehen und es ist nicht immer so gemeint, wie er es so ausdrückt.. - hä???!!!!!
Ich fühle mich oft als sein emotionaler Fußabtreter, als Beispiel: Wenn er schlechte Laune hat oder ihm irgendwas gegen den Strich gegangen ist (auf der Arbeit oder auch so zwischendurch), ruft er mich an lässt seinen frust an mir ab und wenn ich was dazu sagen will oder mich rechtfertigen will (weil ich so eine grundlose Beschimpferei mir nicht gefallen lassen will), dann legt er einfach auf.. aber dann so, dass ich ihn danach nicht mehr erreichen kann...
Wenn ihm etwas an mir oder meinem Verhalten stört, dann darf nur er reden, sobald ich versuche ihm auch meinen Standpunkt dazu zuerklären, fällt er mir respektlos ins Wort und wirft mir vor ihn nicht ausreden zulassen und das ich angeblich immer für alles eine Antwort parat habe...

Ich fange manchmal an einfach zu weinen, und weiß nicht warum. Ich habe kaum appetit und fühle mich, alsob ich Steine im Magen hätte! Mittlerweile erzähle ich meinem Freund gar nichts mehr über meinen Gefühlszustand, weil ich mich anschließend immer vor ihm rechtfertigen muss, er mir dann eh immer Vorwürfe macht und es mir grundsätzlich immer schlechter nach unseren Diskussionen dann geht!

Mein Freund hat nicht nur diese Seiten an sich, aber sie wechseln oft zwischen diesen und den Guten..
Meine Befürchtung ist das seine wechselnde Art mir gegenüber, mich in diese Depression gestürzt hat.. Ich war eigentlich noch NIE ein Mensch, der Neigungen zu Depressionen hatte, egal wie schwer etwas für mich war... das lässt mich verzweifeln.
Ich weiß auch nicht mehr wie ich mit ihm umgehen soll, jedes Gespräch endet irgendwie immer im streit, sobald ich meine Gefühle zu etwas äußere.. hinzu kommt, wie soll ich mit dieser depressiven Verstimmung umgehen???
 

hmmm...

1. Depression ist eine Diagnose. Die sollte von einem Arzt getroffen werden - oder gar nicht.

2. Damit, Deinen Partner dafür verantwortlich zu machen, tust Du Dir (!) gar keinen Gefallen. Auch Du triffst Entscheidungen. Jeden Tag. Deine Entscheidungen werden es sein, die Dich da wieder herausholen können - oder eben auch nicht - und nicht seine!
Du hast Dich auch entschieden hin zu ziehen. Du entscheidest Dich, eine Beziehung weiter zu führen, in der Du offensichtlich nicht glücklich bist. Du triffst gerade die Entscheidungen für Deine berufliche Zukunft. Usw.

Also triff die Entscheidung erst einmal zum Arzt zu gehen, damit Dein Verdacht bestätigt oder entkräftet wird, triff dann die Entscheidung, Dir bei der Lösung der Probleme ggf. helfen zu lassen.

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