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Den schmerz beschreiben?

7. Juli 2008 um 11:55

unser eheberater sagt ich soll meinem mann den schmerz oder die verletzung die er mir durch seine affäre zugefügt hat beschreiben.

ich komm mir vor wie auf den kopf gefallen. ich kann es einfach nicht in worte fassen.

wie geht es euch? könnt ihr dises gefühl in worte fassen? hat evt. jemand einen denkanstoß für mich?

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7. Juli 2008 um 12:58

Was ist daran so schwer
einen Schmerz, den man hat ehrlich zu beschreiben?
Wo genau leigt das Porblem. Das kannst nur Du selbst. keiner hier kann in Dich reinkriechen....

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7. Juli 2008 um 13:09
In Antwort auf namika_12848536

Was ist daran so schwer
einen Schmerz, den man hat ehrlich zu beschreiben?
Wo genau leigt das Porblem. Das kannst nur Du selbst. keiner hier kann in Dich reinkriechen....

Soll auch keiner
das ist mir klar.
aber mir fallen keine worte ein die beschreiben könnten wie ich mich fühle.
deshalb wäre ein denkanstoß schön.

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7. Juli 2008 um 14:22
In Antwort auf rei_12056388

Soll auch keiner
das ist mir klar.
aber mir fallen keine worte ein die beschreiben könnten wie ich mich fühle.
deshalb wäre ein denkanstoß schön.

Denkanstöße
sollte der dir geben können, der das von Dir verlangt. Ansonsten bleibt Dir nur die Erzählform in der Vergangeheit: Situation beschreiben und beschreiben was Du gedacht hast ist der erste Schritt. Dann werden die gefühle auch klar.

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7. Juli 2008 um 15:25

Es ist schwierig, dir da Ratschläge zu geben, aber...
... ein Hinweis hilft vielleicht weiter. Ich muss vorausschicken, dass ich die Situation der Untreue weder aktiv noch passiv kenne. Zum Kern deiner Probleme kann ich also nichts sagen. Aber auch einander treue Paare haben natürlich das ein oder andere ernstere oder einfach nur sehr sensible oder intime Gespräch zu führen.

Meine Erfahrung ist, dass es sich immer gut mit Vergleichen erklären lässt. Oft kommen mir in Situationen, wo ich meinem Partner meine Gefühle erklären möchte, irgendwelche Vergleiche in den Sinn, seien es reale oder konstruierte. Vergleiche hinken meist, aber sie helfen doch, dem anderen vieles anschaulich zu machen, einfach weil ein Bild in seinem Kopf entsteht, das eine so abstrakte Sache wie ein "Gefühl" greifbarer machen kann.

Mir fällt jetzt spontan ein Vergleich in einem ganz anderen Thema ein, der sich mir total eingeprägt hat. Ein Freund wollte im Gespräch von einer gemeinsamen Freundin, die vor einigen Wochen entbunden hatte, wissen, wie das sei, ein Kind zu gebären, er könne sich die Schmerzen nicht vorstellen. Da meinte sie ganz trocken: "Das ist wie Ziegelsteine scheißen." Uns beiden Zuhörern, dem Mann und mir, einer Frau, die noch kein Kind auf die Welt gebracht hat, zog sich sprichwörtlich alles zusammen. Natürlich ist dieser Vergleich nur eine witzige Floskel, aber - er hatte sein Ziel erfüllt.

Das war jetzt ein eher amüsantes Beispiel. Ich wollte damit verdeutlichen, wie Vergleiche funktionieren. Natürlich weiß jeder Mensch, dass eine Geburt sehr schmerzhaft ist. Aber "wie" schmerzhaft, das kann man sich nicht vorstellen, wenn man es nicht selber erlebt. Seit diesem Statement habe ich eine blasse Vorstellung davon. Und genauso funktioniert das auch mit anderen Gefühlsbeschreibungen. Benutze ruhig Bilder, beschreibe ihm, wie sehr auch dein Körper gelitten hat (falls du beispielsweise ein Widerwillen gegen Berührungen von ihm entwickelt hast, dann sag ihm das, beschreibe ausführlich, was in dir vorgeht). Nur so kann er ansatzweise nachvollziehen, was er dir angetan hat.

Das einfachste ist natürlich immer noch, den Spieß umzudrehen und zu sagen: Stell dir vor, ICH hätte... Komischerweise funktioniert das oft nicht, zumindest nicht, wenn das Verhältnis zueinander gestört ist.

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8. Juli 2008 um 19:08

Hallo 2Chance..
vielleicht hilft Dir meine Beschreibung meiner Gefühle

Es war als ob ich mit meinem Partner auf einem Hochseil die Hochseilakrobatik vergeführt hätte, ich wollte wie immer voller Vertrauen meine Hand nach seiner ausstrecken doch diesesmal griff er nicht nach meiner Hand. Wir waren ungesichert und ich fiel und fiel und fiel, der Partner dem ich mein Leben anvertraut hatte ließ mich fallen.

Mein ganzer Körper tat mir weh, die Beine wollten nicht mehr, die Enttäuschung riss an meinem Herzen doch leider ließ es sich nicht ganz herrausreißen so das es jeden Tag aufs neue weh tat.

Ich hoffe ich konnte Dir ein bischen helfen, wenn Du es noch etwas genauer wissen willst schreib mir doch eine PN ich versuche Dir dann so ehrlich wie möglich zu antworten.

Alles Liebe Dir Harlekin

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8. Juli 2008 um 19:37

Du mußt ihn daran teilhaben lassen
an Deinem unendlichen Schmerz. Ich habe jetzt ein Jahr hinter mir, seit die Affäre zwischen meinem Mann und seiner Geliebten aufflog.
Ein Jahr in dem ich mich völlig verändert habe.
Die ersten Wochen und Monate habe ich fast nur geweint und mich total hilflos gefühlt.
Mein Herz war durchgebrochen und ich habe es so auch geschildert.
Mein Mann hat viel Verständnis gezeigt und dann gab es den Punkt in meinem Leben wo ich wußte, so geht es nicht weiter.
Man kann nach einem solchen Erlebnis nicht über Jahre leiden und dieses Leid dem Partner zumuten.
Ich bin jetzt soweit, dass ich garnicht mehr darüber spreche. Ich habe verziehen, vergessen werde ich nie.
Damit muß ich aber alleine klar kommen.
Ich war auch in Therapie und mein Therapeut sagte mal, ich muß damit zurecht kommen oder gehen. Es ist passiert und nicht mehr rückgängig zu machen.
Wenn es mir nicht gut geht, sage ich immer zu meinem Mann, ich hab halt einen schweren Schaden und gut ist.
Nur noch eines, es wird wohl nie wieder wie es mal war.

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