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Den Partner ändern wollen...

17. Januar 2018 um 8:42

nun doch die Fortsetzung der Diskussion, ob man das Recht hat, vom Partner Änderungen zu verlangen.

Das Beispiel, an dem sich die Diskussion entzündet hat, war:
Beziehung zwischen (Gelegenheits-)Raucher und Nichtraucher, wobei der Nichtraucher damit nicht mehr klar kommt.
Natürlich alles in ehrenvollster Absicht, zum besten des Partners und dessen Gesundheit und im Interesse der Familienplanung und überhaupt ...

Dennoch stellt sich die Frage: in wie weit hat man das Recht zu erwarten / zu verlangen, dass sich der Partner für einen ändert?

Und wenn ich schon den Thread aufreiße, noch mal meine Meinung:
Ich bin immer noch der Meinung, der einzige Mensch auf der ganzen, großen Welt, den man ändern kann, darf und sollte - ist man selbst.
Andere kann (und in Beziehungen sollte) man unterstützen, dabei deren Ziele zu erreichen, auch Rat und Meinung geben und vertreten - aber nicht verlangen, nicht erwarten, nicht manipulieren, nicht erpressen - mit welch vermeintlich heren Zielen auch immer.
Mir ist klar, dass die Grenze sehr schmal ist, ich gehöre durchaus zu den Vetretern der These, dass jede Kommunikation Manipulation ist - aber das ist ein eigenes Thema und sprengt den Rahmen, also einigen wir uns der Einfacheit halber auf: nicht offensiv manipulieren. Keine emotionale Erpressung ala "wenn Du mich wirklich lieben würdest..." u.dgl.m.
Heißt natürlich nicht, dass man umgekehrt mit allem eben klar kommen und alles herunter schlucken muss, für mich bedeutet es, wenn ich mit etwas bei einer anderen Person nicht klar komme und das (subjektiv!) ein starkes Thema ist, dass ich die Inkompatibilät anerkenne und auf Distanz gehe.

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17. Januar 2018 um 9:05

dem stimme ich so nicht ganz zu - Ratio und emotionales Empfinden sind sich halt nicht immer einig. Ich denke schon, dass man auch sehr intensive Gefühle (im positiven Sinne) für jemanden haben kann, mit dem man nicht klar kommt.

Kompromisse sind da auch nicht immer möglich.
Ich verlasse mal das Beispiel "Rauchen" und nehme das Beispiel "sehr unterschiedliche Wohlfühlzone im Nähe - Distanz - Verhältnis".
Man kann schon jemanden lieben, der zu den Menschen gehört, die am besten jede freie Minute mit dem Partner verbringen wollen, obwohl man selbst auch Freiraum für Zeit allein und / oder eigene Hobbies und / oder eigene Freunde braucht. Da gibt es keine sinnvollen Kompromisse. Klar, man kann die Zeit, die der eine bräuchte halbieren, so dass er dem anderen "zu Liebe" auf die Hälfte verzichtet und der andere ihm "zu Liebe" dafür die Hälfte toleriert - was praktisch aber so sein wird, dass beide nie damit glücklich sein können. Weil es für den einen immer noch mehr getrennt sein wird, als er (oder sie) kann und für den anderen dennoch zu wenig. Lieben kann man einander dennoch - eine dauerhafte Beziehung führen aber n.m.M. nicht.

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17. Januar 2018 um 9:10

wie ich im anderen Thread schon schrieb - das setzt eine Selbstreflektion voraus, die sehr viele nicht haben.
Die aller meisten gehen Beziehungen ja in der "Rosa-Wölkchen-Phase" ein. Da fällt zu vielen noch nicht mal auf, wo die Haken sind - und ich glaube auch nicht, dass wirklich viele da auch nur darüber nachdenken möchten, ob sie auf Dauer mit den Haken klar kommen wollen und werden - den geben wird es die immer. Es gibt keinen perfekten Menschen - und wir selbst sind es ganz sicher auch nicht.

Deswegen ist es schon häufig, dass sich so etwas erst später herauskristallisiert.

Auch wenn ich selbst jedes Mal einen Krampf bekomme, wenn ich mal wieder lese, dass da jemand 3 Jahre (und am besten noch 2 Kinder) gebraucht hat, um eine Inkompatibilität festzustellen (bzw. anzuerkennen).

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17. Januar 2018 um 9:13

Volle Zustimmung. Selbstverständlich darf ich eine andere Meinung zum Verhalten eines anderen haben und ggf. äußere ich die auch. Aber ändern kann es eben nur der Betroffene selbst, wenn er es denn möchte. Wenn ich selbst damit nicht klar komme, muss ich mir eben überlegen, welche Konsequenzen ich daraus ziehe. Hatte ich vor kurzem noch mit einer Kollegin diskutiert, die erzählte, dass sie klammheimlich die Kleidungsstücke ihres Mannes, die sie unschön findet, entsorgt. Ich war völlig irritiert. Mein Mann hat ein Faible für farbenfrohe Socken, manchmal von ausgesuchter Scheußlichkeit. Das sage ich auch so, aber ob er sie trägt oder nicht, ist und bleibt seine eigene Entscheidung. Alles andere ist bevormundend. Mir fällt aber zunehmend auf, dass in Beziehungen jeder Art alles, was nicht 100%iger Konsens ist, als persönlich kränkend empfunden wird. Andere Meinungen zu tolerieren scheint schwerer geworden zu sein. Schade!

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17. Januar 2018 um 9:14

Ich denke wir müssen zwei Dinge unterscheiden:
1. Den Partner bitten sich zu verändern, weil ich ihn/sie lieber anders hätte
2. Den Partner bitten sich zu verändern, weil mich etwas massiv und nachhaltig stört

Punkt 1 ist für mich Manipulation. Punkt 2 ist für mich notwendige und wertvolle Beziehungsarbeit.

Fiktives Beispiel: Meine Frau stört sich daran, dass ich mir grundsätzlich morgens nicht die Zähen putze. Wenn ihr Körperhygiene nicht so wichtig ist (Punkt 1), kann sie es mal ansprechen und wenn ich nein sage, bleibt es bei nein. Wenn ihr Körperhygiene sehr wichtig ist und sie anfängt Ekel zu empfinden (Punkt 2), finde ich es ihr gutes Recht mir ein-eindeutig klar zu machen, dass es so nicht weitergeht und ich mich für den Fortbestand der Beziehung ändern muss.

Statt Zähneputzen kann man jetzt Rauchen, Saufen, sexuelle Praktiken oder jeden anderen potentiellen Streitpunkt nehmen. Ich persönlich finde es sehr wichtig, in einer Partnerschaft klar und offen zu kommunizieren, wo die eigenen persönlichen Grenzen sind.

Meine Frau und ich sind in unseren 20+ Ehejahren hervorragend mit dieser Offenheit bezüglich Erwartungshaltung an den anderen gefahren. Wir haben ein sehr gutes Verständnis entwickelt, was für den Partner eine tolerable Kleinigkeit und was ein NoGo ist. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Klarheit eine Fundament unserer Beziehung und Liebe geworden ist. Denn die Anzahl der Streitpunkte ist dadurch minimal. Wenn meine Frau mich ernsthaft bittet etwas zu ändern, weiß ich direkt dass es ihr ein wichtiges Anliegen ist. Da gibt es dann kein Herumraten und austesten, wie wichtig ihr das wirklich ist. Und kein "Rabattmarkenkleben" nach dem Motto: Dem häuslichen Frieden zuliebe lasse ich ihn machen, aber dafür nehme ich das nächste Mal keine Rücksicht auf ihn. Und so kleben dann beide eifrig Rabattmarken und horten die Schuld des anderen für den nächsten Streit.

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17. Januar 2018 um 9:21

Ich denke auch, dass jeder den Wunsch zur Änderung äussern darf. Sei es das Rauchen aufzugeben, vielleicht mehr Sport zu mache, oder die Haare von Pink auf braun zu färben.

Was man aber unterlassen sollte sind, wie du schon sagtest, Aussagen à la "Würdest du mich lieben, würdest du meinen Wunsch respektieren und aufhören zu rauchen."

Der, der die Änderung möchte darf aber auch nicht sagen "Entweder du hörst auf zu Rauchen oder ich machen Schluss."

und wenn er dies trotzdem sagt, dann bitte auch die Konsequenz daraus ziehen, wenn die Person nicht aufhört zu rauchen und nicht nur leere Drohungen aussprechen. Denn dies wirkt irgendwann nur noch lächerlich.

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17. Januar 2018 um 10:26
In Antwort auf 6rama9

Ich denke wir müssen zwei Dinge unterscheiden:
1. Den Partner bitten sich zu verändern, weil ich ihn/sie lieber anders hätte
2. Den Partner bitten sich zu verändern, weil mich etwas massiv und nachhaltig stört

Punkt 1 ist für mich Manipulation. Punkt 2 ist für mich notwendige und wertvolle Beziehungsarbeit.

Fiktives Beispiel: Meine Frau stört sich daran, dass ich mir grundsätzlich morgens nicht die Zähen putze. Wenn ihr Körperhygiene nicht so wichtig ist (Punkt 1), kann sie es mal ansprechen und wenn ich nein sage, bleibt es bei nein. Wenn ihr Körperhygiene sehr wichtig ist und sie anfängt Ekel zu empfinden (Punkt 2), finde ich es ihr gutes Recht mir ein-eindeutig klar zu machen, dass es so nicht weitergeht und ich mich für den Fortbestand der Beziehung ändern muss.

Statt Zähneputzen kann man jetzt Rauchen, Saufen, sexuelle Praktiken oder jeden anderen potentiellen Streitpunkt nehmen. Ich persönlich finde es sehr wichtig, in einer Partnerschaft klar und offen zu kommunizieren, wo die eigenen persönlichen Grenzen sind.

Meine Frau und ich sind in unseren 20+ Ehejahren hervorragend mit dieser Offenheit bezüglich Erwartungshaltung an den anderen gefahren. Wir haben ein sehr gutes Verständnis entwickelt, was für den Partner eine tolerable Kleinigkeit und was ein NoGo ist. Ich würde sogar so weit gehen, dass diese Klarheit eine Fundament unserer Beziehung und Liebe geworden ist. Denn die Anzahl der Streitpunkte ist dadurch minimal. Wenn meine Frau mich ernsthaft bittet etwas zu ändern, weiß ich direkt dass es ihr ein wichtiges Anliegen ist. Da gibt es dann kein Herumraten und austesten, wie wichtig ihr das wirklich ist. Und kein "Rabattmarkenkleben" nach dem Motto: Dem häuslichen Frieden zuliebe lasse ich ihn machen, aber dafür nehme ich das nächste Mal keine Rücksicht auf ihn. Und so kleben dann beide eifrig Rabattmarken und horten die Schuld des anderen für den nächsten Streit.

diese Offenheit lebe ich in meiner Partnerschaft auch, was mich an Deinem Ansatz aber stört, ist die fehlende Gleichwertigkeit.

Bleiben wir beim Rauchen:
grundsätzlich hat Person A für mich das gleiche Recht, rauchen zu wollen (oder ... was auch immer) wie Person B damit nicht klar zu kommen.
In dem Moment, wo man erwartet, dass Person A das ändert, womit B nicht klar kommt, setzt man das Entscheidungsrecht von A herab.
Man stellt die Wünsche von B über die Wünsche von A - mit welchem Alibi auch immer, das geht für mich gar nicht.

Mal abgesehen davon, dass auch B dem anderen "zu Liebe" bittschön mehr Toleranz für ungeputze Zähne (oder ein beliebiges anderes Thema) entwickeln könnte, statt sich da immer so aufzuführen. Wäre ja die gleiche Argumentationskette.

Natürlich sage ich meinem Mann, wenn ich mit etwas nicht klar komme bei ihm und selbstverständlich sagt er es auch mir - aber davon ausgehen, dass er bittschön abzustellen hätte, was ich nicht tolerieren will, würde ich nie. Wenn schon, dann schwingt die Tür in beide Richtungen - er hat das gleiche Recht, mich zu bitten, meine Toleranz in diesem Punkte aufzupolieren, wie ich ihn darum zu bitten, xy abzustellen.

Vor allem aber ist und bleibt es eine BITTE. Das funktioniert nur, wenn ich nicht davon ausgehe: ich habe Recht und Du springst. JETZT. Denn so wie Du bist, passt Du mir nicht, streich Dich bittschön um. Und Hopp!
Im Recht bin ich allein nie.
Bei keinem Thema, auch nicht bei extremen wie Drogen oder super gefährliche Extremsportarten, wo man nie weiß, ob man vom WE-"Ausflug" auch wieder kommt oder sonst was.
Selbst dann ist nach meinem Verständnis einer Beziehung auf beiden Seiten grundsätzlich der gleiche Anspruch auf die Durchsetzung der eigenen Wünsche da.

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17. Januar 2018 um 10:36

prima Beispiel mit der Zahnpasta-Tube
Ganz ehrlich - solche "Marotten" in der Art habe ich auch. Ich bin so gar kein "ordentlicher Mensch" und ohhhhhhhhhhh jaaaaaaaaaa, das kann meinen Mann total auf die Palme bringen.
Das Problem daran ist: ich bekomme das noch nicht mal mit. Klar weiß ich, dass ich, wenn ich aus dem Zimmer gehe, auch die leere Verpackung von whatever und die leere Wasserflasche gleich mit in die Küche nehmen soll. Nur wenn ich dann aufstehe und rausgehe, dann denke ich daran, dass ich jetzt das Futter für den Hund mache, anschließend noch meinen Kindle aktualisieren will, noch kurz meine Mails durchsehen möchte, den Geschirrspüler am besten vorher einräume, damit ich den gleich anmachen kann... die Verpackung und die leere Flasche auf dem Tisch SEHE ich noch nicht mal. Ein Post-It an der Tür in Augenhöhe, was mich daran erinnern soll, beim Verlassen des Zimmers an so etwas zu denken, übrigens auch nicht, habe ich schon versucht. ...Katsching... ich bin raus und mein Mann knirscht mit den Zähnen. Hmpf.

Ansonsten - ja, ich sagte schon, die Grenzen sind da zwangsläufig fliessend.
Und Schwangerschaft ist beim Rauchen diskussionslos außen vor, gar keine Frage.

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17. Januar 2018 um 10:44
In Antwort auf onalim420

Ich denke auch, dass jeder den Wunsch zur Änderung äussern darf. Sei es das Rauchen aufzugeben, vielleicht mehr Sport zu mache, oder die Haare von Pink auf braun zu färben.

Was man aber unterlassen sollte sind, wie du schon sagtest, Aussagen à la "Würdest du mich lieben, würdest du meinen Wunsch respektieren und aufhören zu rauchen."

Der, der die Änderung möchte darf aber auch nicht sagen "Entweder du hörst auf zu Rauchen oder ich machen Schluss."

und wenn er dies trotzdem sagt, dann bitte auch die Konsequenz daraus ziehen, wenn die Person nicht aufhört zu rauchen und nicht nur leere Drohungen aussprechen. Denn dies wirkt irgendwann nur noch lächerlich.

Der, der die Änderung möchte darf aber auch nicht sagen "Entweder du hörst auf zu Rauchen oder ich machen Schluss."

das sehe ich anders. Ja, touchiert die Grenze zur emotionalen Erpressung schon empfindlich, aber wenn man mit etwas nicht klar kommt und / oder klar kommen möchte, muss man schon die Konsequenzen ziehen - und ja, das auch vorher kommunizieren, damit der andere Plan B zumindest überlegen kann. Vielleicht wollte er / sie ja eh nicht mehr so dringend mit pink gefärbten Haaren herumlaufen oder der letzte Besuch beim Zahnarzt hat schon fast überzeugt, dass früh Zähneputzen doch gar keine sooooooooo blöde Angewohnheit ist.
Aber das gilt auch umgekehrt im Sinne von "lerne die pinkfarbenen Haare bei mir zu akzeptieren oder geh Dir halt einen Partner mit braunen Haaren suchen" - ist genauso legitim.

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17. Januar 2018 um 10:46
In Antwort auf vogalonga14

Volle Zustimmung. Selbstverständlich darf ich eine andere Meinung zum Verhalten eines anderen haben und ggf. äußere ich die auch. Aber ändern kann es eben nur der Betroffene selbst, wenn er es denn möchte. Wenn ich selbst damit nicht klar komme, muss ich mir eben überlegen, welche Konsequenzen ich daraus ziehe. Hatte ich vor kurzem noch mit einer Kollegin diskutiert, die erzählte, dass sie klammheimlich die Kleidungsstücke ihres Mannes, die sie unschön findet, entsorgt. Ich war völlig irritiert. Mein Mann hat ein Faible für farbenfrohe Socken, manchmal von ausgesuchter Scheußlichkeit. Das sage ich auch so, aber ob er sie trägt oder nicht, ist und bleibt seine eigene Entscheidung. Alles andere ist bevormundend. Mir fällt aber zunehmend auf, dass in Beziehungen jeder Art alles, was nicht 100%iger Konsens ist, als persönlich kränkend empfunden wird. Andere Meinungen zu tolerieren scheint schwerer geworden zu sein. Schade!

klammheimlich die Kleidungsstücke ihres Mannes, die sie unschön findet, entsorgt

wow. An Stelle ihres Mannes würde ich aber sowas von platzen

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17. Januar 2018 um 10:51

Zitat: "Der, der die Änderung möchte darf aber auch nicht sagen "Entweder du hörst auf zu Rauchen oder ich machen Schluss." das sehe ich anders. Ja, touchiert die Grenze zur emotionalen Erpressung schon empfindlich, aber wenn man mit etwas nicht klar kommt und / oder klar kommen möchte, muss man schon die Konsequenzen ziehen - und ja, das auch vorher kommunizieren, damit der andere Plan B zumindest überlegen kann." Ich finde noch nicht mal, dass das emotionale Erpressung ist. Sicherlich macht das Druck. Aber wenn der Partner Eigenschaften (entwickelt) hat, die für jemanden die Beziehung in Frage stellen, dann ist das ein klares Aufzeigen der eigenen Grenzen, die man nicht überschreiten kann und will. Und es ist dann eben die logische Konsequenz, wenn der Partner sich nicht ändern will, dann die Trennung durchzuziehen. Letztlich ist ja auch das Respekt vor dem Partner, denn das kann man auch so interpretieren: Ich respektiere deine Entscheidung, dein Leben so zu führen, wie du es für richtig hältst. Wenn wir da aber in wesentlichen Punkten so sehr auseinander gehen, dass das meine Grenzen überschreitet, muss ich mich trennen, denn ich respektiere mich und meine Grenzen ebenso." Das ist eben die Konsequenz.

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17. Januar 2018 um 11:21

Ein sehr interessantes Thema, meiner Meinung nach.
Man lernt ja seinen Partner mit allen Macken kennen und lieben und wenn es etwas sehr Großes ist was einen stört, hätte man sich vielleicht gar nicht verliebt. Am Beispiel des Rauchens, wenn der eine Raucher ist und der andere strikter Nichtraucher: Man kann mit dem Partner nur darüber sprechen und die positiven Aspekte des Nichtrauchens darlegen, was er daraus schlussendlich zieht und macht ist aber vollkommen seine Sache.
Allerdings kann man schon etwas zum Verhalten des Partners sagen bzw. auch wollen, dass er es ändert, wenn es gegen einen selbst geht. Beispielsweise ihn nicht einfach in der Wohnung rauchen lassen obwohl man es abgrundtief hasst, sondern ein Kompromiss finden. Oder wenn man versetzt wird, nur weil der Partner seine Termine nicht auf dem Schirm hat.
Grundsätzliche Charakterzüge, Werte, Interessen, kann und sollte man aber nie ändern und ändern wollen.

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17. Januar 2018 um 13:42

hm, ich wollte eigentlich ja nicht, aber wenn 6rama9 den soooooooo vermißt hat...

Der Wunsch war im anderen Thread ja schon deutlich da, nur offensichtlich hat sich kein anderer gefunden. ...
Ich hoffe, ich krieg es zeitlich die Tage unter, meinen Thread auch schön brav zu hegen und zu pflegen.

Man muss da jetzt auch nicht superpingelig oder kleinlich sein und aus jedem Furz ein Riesentheater machen.
Doch kann man schon, wird man nur halt über kurz oder lang als Single machen müssen
Im Ernst, ich gehe schon davon aus, dass da die Gewichtungen individuell sind. Was dem einen ein ständig eiternder Dorn im Fuß wäre, ist einem anderen keine gehobene Augenbraue wert - und umgekehrt. Aber ich finde es erstrebenswert, dass man sich zumindest SELBST so gut kennt, dass man schon noch blickt, womit man jetzt auf Dauer klar kommt - und womit nicht.

Vieles ist aber auch wirklich ein Problem, was dadurch entsteht, dass die meisten Beziehungen eingehen, bevor sie den anderen wirklich kennen. Hat andere Hintergründe, ich weiß - aber eben, wie alles auf dieser Welt nicht nur Vorteile.

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17. Januar 2018 um 13:44
In Antwort auf vogalonga14

Zitat: "Der, der die Änderung möchte darf aber auch nicht sagen "Entweder du hörst auf zu Rauchen oder ich machen Schluss." das sehe ich anders. Ja, touchiert die Grenze zur emotionalen Erpressung schon empfindlich, aber wenn man mit etwas nicht klar kommt und / oder klar kommen möchte, muss man schon die Konsequenzen ziehen - und ja, das auch vorher kommunizieren, damit der andere Plan B zumindest überlegen kann." Ich finde noch nicht mal, dass das emotionale Erpressung ist. Sicherlich macht das Druck. Aber wenn der Partner Eigenschaften (entwickelt) hat, die für jemanden die Beziehung in Frage stellen, dann ist das ein klares Aufzeigen der eigenen Grenzen, die man nicht überschreiten kann und will. Und es ist dann eben die logische Konsequenz, wenn der Partner sich nicht ändern will, dann die Trennung durchzuziehen. Letztlich ist ja auch das Respekt vor dem Partner, denn das kann man auch so interpretieren: Ich respektiere deine Entscheidung, dein Leben so zu führen, wie du es für richtig hältst. Wenn wir da aber in wesentlichen Punkten so sehr auseinander gehen, dass das meine Grenzen überschreitet, muss ich mich trennen, denn ich respektiere mich und meine Grenzen ebenso." Das ist eben die Konsequenz.



eigentlich würde der Daumen als Antwort reichen, aber ich muss noch Fülltext schreiben...

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17. Januar 2018 um 13:53

ja, deswegen sprach ich da auch schon von "Alibi" dafür, die Änderung zu fordern / erwarten. Gesundheit ist toll, ja. Gibt aber auch noch eine ganze Menge anderer Änderungen, die als "nur zu seinem / ihren Besten" verkauft werden.
So viel Ehrlichkeit, mal den herorischen Anstrich vor sich selbst wenigstens wegzulassen ist da manchmal schon schwer.

Wenn ich meinem Partner etwas verbieten KÖNNTE - oder er mir - wäre er nicht mein Partner

und mindestens ein Extraheft dazu mit allen Dingen die mich stören. Ich glaube das gehört einfach dazu, dass da Dinge sind, die einen auch mal nerven.
Klar gehört das dazu. Jede Wette, von mir gibt es auch so ein "Extraheft", nicht nur von meinem Mann - und von Dir sicher auch. Perfekt ist niemand von uns - und unsere Partner auch nicht.
Wichtig ist halt nur, jemanden zu finden, wo man mit dem "Extraheft" leben kann und will - und der mit dem zur eigenen Person.


 

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17. Januar 2018 um 13:58

und ich verstehe Deinen Beitrag nicht völlig, muss ich gestehen

Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, man kann sich schon durchaus in einen Menschen verlieben, mit dem man keine Beziehung führen könnte.
Wann man das merkt... naja, ich gehe keine Beziehung ein, bevor ich nicht jemanden wirklich schon gut kenne - da gehen einige Monate gemeinsame Zeit ins Land, aber für die meisten Menschen ist das nix.

Solche Dinge wie unterschiedliches Nähe-Distanz-Bedürfnis oder beispielsweise Eifersucht, die stärker (oder schwächer) ist, als man tolerieren kann und will, brauchen da oft länger, um deutlich zu werden.

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17. Januar 2018 um 14:29
In Antwort auf bee0403

Ein sehr interessantes Thema, meiner Meinung nach.
Man lernt ja seinen Partner mit allen Macken kennen und lieben und wenn es etwas sehr Großes ist was einen stört, hätte man sich vielleicht gar nicht verliebt. Am Beispiel des Rauchens, wenn der eine Raucher ist und der andere strikter Nichtraucher: Man kann mit dem Partner nur darüber sprechen und die positiven Aspekte des Nichtrauchens darlegen, was er daraus schlussendlich zieht und macht ist aber vollkommen seine Sache.
Allerdings kann man schon etwas zum Verhalten des Partners sagen bzw. auch wollen, dass er es ändert, wenn es gegen einen selbst geht. Beispielsweise ihn nicht einfach in der Wohnung rauchen lassen obwohl man es abgrundtief hasst, sondern ein Kompromiss finden. Oder wenn man versetzt wird, nur weil der Partner seine Termine nicht auf dem Schirm hat.
Grundsätzliche Charakterzüge, Werte, Interessen, kann und sollte man aber nie ändern und ändern wollen.

Meinungen haben und sagen kann (und sollte) man immer, bei positiven wie negativem und im großen wie im Kleinen, ist meine Meinung.
Nicht nur, wenn es gegen einen selbst geht oder einen verletzt.

Zumal das mit dem Verletzen auch so eine Sache hin ist. Etwas, was mich ziemlich verletzen würde, stört einen anderen vielleicht gar nicht - und umgekehrt. Da ist es schon allein wichtig, so etwas zu kommunizieren, bevor es zu spät ist und als selbstverständlich anzusehen, dass das doch klar ist.

Was ich in diesem Thread erst gelent habe auf den Punkt zu bringen: mir ist dabei wichtig, dass grundsätzlich in solchen Situationen jeder das gleiche Recht hat.
Es geht nie "ich möchte dass Du xxx nicht machst, denn es stört / verletzt / ärgert mich" vor "ich möchte xxx machen" und auch nie "ich möchte dass Du xxx nicht machst, denn es stört / verletzt / ärgert mich" vor "und ich möchte, dass Du aus xxx nicht immer so ein Drama machst".

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17. Januar 2018 um 14:29

wünschen nicht, aber aussuchen schon

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17. Januar 2018 um 14:31

ja, sehe ich auch so, aber irgendwie fehlt es in der Diskussion an Gegnern dieser Einstellung. Wo sind sie denn alle?

6rama9 bräuchte noch bißchen Unterstützung, sonst traut der sich auch nicht mehr

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17. Januar 2018 um 15:15

Verstehe ich nicht. Warum geht “ändern wollen“ denn eigentlich nicht? Warum soll ich mich lieber trennen als zu versuchen, den Partner zu ändern?  Wo ist da die Logik? Ich kann mich doch immer noch trennen, wenn sich der Partner nicht ändern will oder kann...

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17. Januar 2018 um 15:22
In Antwort auf 6rama9

Verstehe ich nicht. Warum geht “ändern wollen“ denn eigentlich nicht? Warum soll ich mich lieber trennen als zu versuchen, den Partner zu ändern?  Wo ist da die Logik? Ich kann mich doch immer noch trennen, wenn sich der Partner nicht ändern will oder kann...

warum änderst Du nicht Dich selbst, statt Dich zu trennen? Wenn Du das nicht schaffst, kannst Du Dich ja immer noch trennen?

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17. Januar 2018 um 15:30
In Antwort auf avarrassterne1

warum änderst Du nicht Dich selbst, statt Dich zu trennen? Wenn Du das nicht schaffst, kannst Du Dich ja immer noch trennen?

Habe ich je bestritten, dass der erste Schritt sein soll, die eigenen Ansprüche und die eigene Einstellung zu überdenken? Ich denke nicht. Aber was, wenn ich es nicht akzeptieren kann, dass mein Partner zb seine Körperhygiene vernachlässigt... Warum sollte ich dann nicht versuchen ihn oder sie zu ändern? Ich verstehe die Logik nicht, warum dieser Schritt nicht getan werden darf. Ich werfe doch nicht eine Beziehung weg, ohne alles versucht zu haben.

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17. Januar 2018 um 15:38
In Antwort auf 6rama9

Habe ich je bestritten, dass der erste Schritt sein soll, die eigenen Ansprüche und die eigene Einstellung zu überdenken? Ich denke nicht. Aber was, wenn ich es nicht akzeptieren kann, dass mein Partner zb seine Körperhygiene vernachlässigt... Warum sollte ich dann nicht versuchen ihn oder sie zu ändern? Ich verstehe die Logik nicht, warum dieser Schritt nicht getan werden darf. Ich werfe doch nicht eine Beziehung weg, ohne alles versucht zu haben.

wurde hier schon mehrfach begründet.
Habe ich mich (und die anderen auch) zu unklar ausgedrückt?

Auch dass man etwas nicht akzeptieren kann, ist änderbar. Muss es auch sein, sonst wäre es ja nicht möglich, z.B. extreme Eifersucht zu korrigieren.

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17. Januar 2018 um 15:58

ich bestreite die Tatsache nicht.

Ich finde auch, dass man so etwas von Anfang an klar stellt - und ehrlich auf eine Beziehung mit einem Nichtraucher hätte ich mich von vorn herein nicht eingelassen.

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17. Januar 2018 um 15:58
In Antwort auf avarrassterne1

ich bestreite die Tatsache nicht.

Ich finde auch, dass man so etwas von Anfang an klar stellt - und ehrlich auf eine Beziehung mit einem Nichtraucher hätte ich mich von vorn herein nicht eingelassen.

P.S.: erwartet, dass er für mich das Rauchen anfängt, hätte ich aber auch nicht. :P

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17. Januar 2018 um 17:57
In Antwort auf avarrassterne1

ich bestreite die Tatsache nicht.

Ich finde auch, dass man so etwas von Anfang an klar stellt - und ehrlich auf eine Beziehung mit einem Nichtraucher hätte ich mich von vorn herein nicht eingelassen.

Aber warum hättest Du Dich nicht auf eine Beziehung mit einem nichtraucher eingelassen? Ist Dir Rauchen so wichtig, dass Du dafür einen möglicherweise wunderbaren Partner in die Wüste geschickt hättest?

Einer Partnerschaft keine Chance geben, obwohl die Chemie stimmt, nur weil der andere nicht raucht? Soll mal einer sagen, wir Nichtraucher hätten militante Ansichten.

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17. Januar 2018 um 18:01

Das ist nun wirklich eine Platitüde. Klar kann man nichts machen, wenn der Partner sich nicht ändern will. Man kann bei anderen Menschen außer durch Gewalt nichts erzwingen. Was soll also die Aussage?

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17. Januar 2018 um 18:24

Fair, wenn Rauchen so ein wichtiger Bestandteil Deines Lebens und Deiner Persönlichkeit ist, dann halte ich die Entscheidung für absolut richtig.

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17. Januar 2018 um 19:16
In Antwort auf avarrassterne1

nun doch die Fortsetzung der Diskussion, ob man das Recht hat, vom Partner Änderungen zu verlangen.

Das Beispiel, an dem sich die Diskussion entzündet hat, war:
Beziehung zwischen (Gelegenheits-)Raucher und Nichtraucher, wobei der Nichtraucher damit nicht mehr klar kommt.
Natürlich alles in ehrenvollster Absicht, zum besten des Partners und dessen Gesundheit und im Interesse der Familienplanung und überhaupt ...

Dennoch stellt sich die Frage: in wie weit hat man das Recht zu erwarten / zu verlangen, dass sich der Partner für einen ändert?

Und wenn ich schon den Thread aufreiße, noch mal meine Meinung:
Ich bin immer noch der Meinung, der einzige Mensch auf der ganzen, großen Welt, den man ändern kann, darf und sollte - ist man selbst.
Andere kann (und in Beziehungen sollte) man unterstützen, dabei deren Ziele zu erreichen, auch Rat und Meinung geben und vertreten - aber nicht verlangen, nicht erwarten, nicht manipulieren, nicht erpressen - mit welch vermeintlich heren Zielen auch immer.
Mir ist klar, dass die Grenze sehr schmal ist, ich gehöre durchaus zu den Vetretern der These, dass jede Kommunikation Manipulation ist - aber das ist ein eigenes Thema und sprengt den Rahmen, also einigen wir uns der Einfacheit halber auf: nicht offensiv manipulieren. Keine emotionale Erpressung ala "wenn Du mich wirklich lieben würdest..." u.dgl.m.
Heißt natürlich nicht, dass man umgekehrt mit allem eben klar kommen und alles herunter schlucken muss, für mich bedeutet es, wenn ich mit etwas bei einer anderen Person nicht klar komme und das (subjektiv!) ein starkes Thema ist, dass ich die Inkompatibilät anerkenne und auf Distanz gehe.

Natürlich hat niemand das Recht zu verlangen oder zu erwarten, dass sich der Partner für einen ändert. Und doch verändern sich eher die Abhängigen dem Partner zuliebe - nicht indem er oder sie es von ihnen verlangt - sondern indem sie im Erkennen der Ansichten sich seinen oder ihren Wünschen anpassen, um sie oder ihn nicht zu verlieren bzw begehrenswert zu bleiben. Jede/r, die eine wirklich lange Beziehung führen weiß, dass sich mit der Zeit auch eine gewisse Anpassung abzeichnet und wenn nicht, leben sie in Disharmonie, Gleichgültigkeit oder sie trennen sich und gönnen dem Anderen sein Eigenleben.

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17. Januar 2018 um 19:25
In Antwort auf moitoy

Natürlich hat niemand das Recht zu verlangen oder zu erwarten, dass sich der Partner für einen ändert. Und doch verändern sich eher die Abhängigen dem Partner zuliebe - nicht indem er oder sie es von ihnen verlangt - sondern indem sie im Erkennen der Ansichten sich seinen oder ihren Wünschen anpassen, um sie oder ihn nicht zu verlieren bzw begehrenswert zu bleiben. Jede/r, die eine wirklich lange Beziehung führen weiß, dass sich mit der Zeit auch eine gewisse Anpassung abzeichnet und wenn nicht, leben sie in Disharmonie, Gleichgültigkeit oder sie trennen sich und gönnen dem Anderen sein Eigenleben.

Ach ja und ist es anzunehmen, dass sich jeder Mensch weiter entwickelt und was gestern für ihn wichtig war - sich heute oder morgen anders gestalten kann.

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17. Januar 2018 um 19:36

DANKE  und um beim Thema Raucher zu bleiben, kennnt das jede/r starke Raucher/in, die meist aus gesundheitlichen oder negativ geprägten Erfahrungen das Rauchen aufgaben und nun in ihrer Umgebung sämtliche Raucher/innen meiden wollen - da sie Angst haben wieder rückfällig zu werden.

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17. Januar 2018 um 19:48

Ich kann mir auch vorstellen, dass Einige hier durch ihre enthemmten Äusserungen und ständiger Anwesenheit - sich mit der Zeit, vielleicht aus Unzufriedenheit ihrer "Partnerschaft", sich mehr zum Alkohol hingezogen fühlen und somit ihr Ungleichgewicht zu kompensieren bzw ihen das ganz egal zu sein scheint, was der "Partenr/in" tut.

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17. Januar 2018 um 20:17

Weshalb denn Leidensdruck? Ich denke, wenn jemand wirklich glücklich mit sich selbst bzw Partner/in ist, benötigt er oder sie keinerlei Süchte.

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17. Januar 2018 um 20:19

Ansonsten würde die Sucht, egal welcher Art, unterschwellig weiter schmoren ...

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17. Januar 2018 um 20:22

Glaube ich nicht. Ich meine kürzlich gelesen zu haben, dass mehr als 2/3 aller Raucher liebend gerne aufhören würden, wenn es nicht so schwer wär, von dem Zeugs weg zu kommen. Die meisten wolle als aufhören zu rauchen, können es aber nicht. Und ich verstehe, dass man dieses Unvermögen garantiert nicht dauernd vom Partner aufs Butterbrot geschmiert bekommen möchte.

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17. Januar 2018 um 20:33
In Antwort auf avarrassterne1

nun doch die Fortsetzung der Diskussion, ob man das Recht hat, vom Partner Änderungen zu verlangen.

Das Beispiel, an dem sich die Diskussion entzündet hat, war:
Beziehung zwischen (Gelegenheits-)Raucher und Nichtraucher, wobei der Nichtraucher damit nicht mehr klar kommt.
Natürlich alles in ehrenvollster Absicht, zum besten des Partners und dessen Gesundheit und im Interesse der Familienplanung und überhaupt ...

Dennoch stellt sich die Frage: in wie weit hat man das Recht zu erwarten / zu verlangen, dass sich der Partner für einen ändert?

Und wenn ich schon den Thread aufreiße, noch mal meine Meinung:
Ich bin immer noch der Meinung, der einzige Mensch auf der ganzen, großen Welt, den man ändern kann, darf und sollte - ist man selbst.
Andere kann (und in Beziehungen sollte) man unterstützen, dabei deren Ziele zu erreichen, auch Rat und Meinung geben und vertreten - aber nicht verlangen, nicht erwarten, nicht manipulieren, nicht erpressen - mit welch vermeintlich heren Zielen auch immer.
Mir ist klar, dass die Grenze sehr schmal ist, ich gehöre durchaus zu den Vetretern der These, dass jede Kommunikation Manipulation ist - aber das ist ein eigenes Thema und sprengt den Rahmen, also einigen wir uns der Einfacheit halber auf: nicht offensiv manipulieren. Keine emotionale Erpressung ala "wenn Du mich wirklich lieben würdest..." u.dgl.m.
Heißt natürlich nicht, dass man umgekehrt mit allem eben klar kommen und alles herunter schlucken muss, für mich bedeutet es, wenn ich mit etwas bei einer anderen Person nicht klar komme und das (subjektiv!) ein starkes Thema ist, dass ich die Inkompatibilät anerkenne und auf Distanz gehe.

Nein, man sollte den Partner nicht ändern wollen, bedeutet aber auch ihm nichts vorzutäuschen....Menschen können das nicht lassen, andere eines Besseren zu belehren oder ihn zu erziehen. 

 

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17. Januar 2018 um 20:41
In Antwort auf 6rama9

Aber warum hättest Du Dich nicht auf eine Beziehung mit einem nichtraucher eingelassen? Ist Dir Rauchen so wichtig, dass Du dafür einen möglicherweise wunderbaren Partner in die Wüste geschickt hättest?

Einer Partnerschaft keine Chance geben, obwohl die Chemie stimmt, nur weil der andere nicht raucht? Soll mal einer sagen, wir Nichtraucher hätten militante Ansichten.

weil es ihn stören WIRD. Mir kann kein Nichtraucher verkaufen, dass es ihn auf Dauer nicht stört. Mag sein, dass es wirklich welche gibt, aber ich wüßte nicht, wem ich das glauben würde. Denn nein, ich will NICHT aufhören. Es WIRD also Konflikte geben - und zwar reichlich.

Konflikte gibt es immer, aber da muss ich nicht noch zusätzlich für welche sorgen und uns erst beide emotional zu tief rein bringen.

Ich würde auch keine Beziehung eingehen, wenn "die Chemie stimmt", aber er ein eifersüchtiger Mensch ist. Und / oder mir nicht vertraut. Und / oder ich ihm nicht. Und / oder wir zu unterschiedliche Ansichten zum Thema Finanzen haben. Und / oder zur Familienplanung. Und / oder ein sehr unterschiedliches Nähe / Distanz - Verhältnis. Und / oder ich mir nicht sicher bin, dass er mit meinen Baustellen / Problemen / Krankheiten umgehen kann und will (mein aktives Bemühen, die Folgen für ihn abzufangen, natürlich vorausgesetzt) und / oder er kein direkter Mensch mit einem sehr gesunden Egoismus, eher bißchen (!) über- als unterdurchschnittlich und unter gar keinen Umständen mit dem leisesten Hang zu einem "Helfersyndrom" und einem sehr intakten Selbstbewußtsein ist und ...
Weil all das Punkte sind, mit denen ich auf Dauer keinen Lösungsweg sehe. Passt nicht zu mir. Heißt nicht, dass das nicht tolle Menschen sind / sein können, es sind nur eben keine, die mit mir kompatibel sind.

Und nein, ich würde nicht davon ausgehen, dass jemand meine Einstellung zu irgendeinem dieser (oder anderer) Themen übernehmen sollte - seine ist nicht besser als meine - aber meine ist auch nicht besser als seine, sie sind nur anders und passen nicht zusammen. Ist etwas anderes, wenn jemand z.B. selbst unter seinem zu geringen Selbstwertgefühl leidet und das ändern möchte - dann sollte er / sie das natürlich ändern und hat auch gern meine Unterstützung. Aber FÜR MICH? NEVER! Für SICH oder gar nicht.

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17. Januar 2018 um 20:48

Mit deiner Aussage nimmst du den erlernten Nichtrauchern oder anderen Süchtigen den Glauben,dass sie weiterhin nach dem süchteln, was sie vermeintlich aufgaben und nun bei Anderen anklagen.

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17. Januar 2018 um 21:24
In Antwort auf 6rama9

Glaube ich nicht. Ich meine kürzlich gelesen zu haben, dass mehr als 2/3 aller Raucher liebend gerne aufhören würden, wenn es nicht so schwer wär, von dem Zeugs weg zu kommen. Die meisten wolle als aufhören zu rauchen, können es aber nicht. Und ich verstehe, dass man dieses Unvermögen garantiert nicht dauernd vom Partner aufs Butterbrot geschmiert bekommen möchte.

naja, ich habe es ja schon probiert. Schwangerschaft und so. SO drastisch war es echt nicht.
Und um der Wahrheit die Ehre zu geben auch noch zwei mal einen anderen Entzug durch - einmal selbst schuld, einmal nicht. Sind ein paar unschöne Tage, je nach dem was auch sehr unschön - aber das war es auch schon. Bei den meisten Drogen ist das wesentlich größere Problem, die Welt wieder im Zustand völliger geistiger Klarheit zu ertragen und dabei auch zu bleiben.
Beim Rauchen sind es die kleinen Alltagsrituale, die mehr fehlen, als das Nikotin - kann man was gegen tun, wenn man will. Der Rest sind ein paar Tage simple Sturheit.

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17. Januar 2018 um 21:30

Recht im Sinne von Anspruch, im Sinne von "sich im Recht sehen" nicht im Sinne von Richter und Gericht - eine moralisch / ethische Frage, keine juristische also.

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17. Januar 2018 um 21:43

genau so finde ich es auch passend und "richtig"

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18. Januar 2018 um 17:59

Ich nehme an, dass auch deine Partnerin deine Ansichten und Lebensgewohnheiten verinnerlicht und ihr Beide auch den Alkohol meidet, euch gesund ernährt, aktiv Sport betreibt und den Haushalt sowie die finanziellen Ausgaben miteinander teilt, euch natürlich treu seid u.a.m.womit ihr vorbildhaft auf euren Bekannten,- und Verwandtenkreis wirken könnt und für diese vielleicht Auslöser für Unstimmigkeiten bildet - da sie alle so gerne eine vorbildhafte Zweisamkeit führen wollen und nun anfangen an ihre Partner herum zu kritisieren 

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18. Januar 2018 um 18:04

... wie ich schon erwähnte - wer mit sich oder Partneri/in glücklich ist, benötigt keinerlei Sucht als Kompensation seiner Unzufriedenheit - wobei eine ständige Forumsanwesenheit auch als süchtig angesehen wird.

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18. Januar 2018 um 20:06
In Antwort auf avarrassterne1

nun doch die Fortsetzung der Diskussion, ob man das Recht hat, vom Partner Änderungen zu verlangen.

Das Beispiel, an dem sich die Diskussion entzündet hat, war:
Beziehung zwischen (Gelegenheits-)Raucher und Nichtraucher, wobei der Nichtraucher damit nicht mehr klar kommt.
Natürlich alles in ehrenvollster Absicht, zum besten des Partners und dessen Gesundheit und im Interesse der Familienplanung und überhaupt ...

Dennoch stellt sich die Frage: in wie weit hat man das Recht zu erwarten / zu verlangen, dass sich der Partner für einen ändert?

Und wenn ich schon den Thread aufreiße, noch mal meine Meinung:
Ich bin immer noch der Meinung, der einzige Mensch auf der ganzen, großen Welt, den man ändern kann, darf und sollte - ist man selbst.
Andere kann (und in Beziehungen sollte) man unterstützen, dabei deren Ziele zu erreichen, auch Rat und Meinung geben und vertreten - aber nicht verlangen, nicht erwarten, nicht manipulieren, nicht erpressen - mit welch vermeintlich heren Zielen auch immer.
Mir ist klar, dass die Grenze sehr schmal ist, ich gehöre durchaus zu den Vetretern der These, dass jede Kommunikation Manipulation ist - aber das ist ein eigenes Thema und sprengt den Rahmen, also einigen wir uns der Einfacheit halber auf: nicht offensiv manipulieren. Keine emotionale Erpressung ala "wenn Du mich wirklich lieben würdest..." u.dgl.m.
Heißt natürlich nicht, dass man umgekehrt mit allem eben klar kommen und alles herunter schlucken muss, für mich bedeutet es, wenn ich mit etwas bei einer anderen Person nicht klar komme und das (subjektiv!) ein starkes Thema ist, dass ich die Inkompatibilät anerkenne und auf Distanz gehe.

Änderungen verlangen,nein. Verlangen IST Zustand beizubehalten, ja.

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18. Januar 2018 um 23:38
In Antwort auf avarrassterne1

nun doch die Fortsetzung der Diskussion, ob man das Recht hat, vom Partner Änderungen zu verlangen.

Das Beispiel, an dem sich die Diskussion entzündet hat, war:
Beziehung zwischen (Gelegenheits-)Raucher und Nichtraucher, wobei der Nichtraucher damit nicht mehr klar kommt.
Natürlich alles in ehrenvollster Absicht, zum besten des Partners und dessen Gesundheit und im Interesse der Familienplanung und überhaupt ...

Dennoch stellt sich die Frage: in wie weit hat man das Recht zu erwarten / zu verlangen, dass sich der Partner für einen ändert?

Und wenn ich schon den Thread aufreiße, noch mal meine Meinung:
Ich bin immer noch der Meinung, der einzige Mensch auf der ganzen, großen Welt, den man ändern kann, darf und sollte - ist man selbst.
Andere kann (und in Beziehungen sollte) man unterstützen, dabei deren Ziele zu erreichen, auch Rat und Meinung geben und vertreten - aber nicht verlangen, nicht erwarten, nicht manipulieren, nicht erpressen - mit welch vermeintlich heren Zielen auch immer.
Mir ist klar, dass die Grenze sehr schmal ist, ich gehöre durchaus zu den Vetretern der These, dass jede Kommunikation Manipulation ist - aber das ist ein eigenes Thema und sprengt den Rahmen, also einigen wir uns der Einfacheit halber auf: nicht offensiv manipulieren. Keine emotionale Erpressung ala "wenn Du mich wirklich lieben würdest..." u.dgl.m.
Heißt natürlich nicht, dass man umgekehrt mit allem eben klar kommen und alles herunter schlucken muss, für mich bedeutet es, wenn ich mit etwas bei einer anderen Person nicht klar komme und das (subjektiv!) ein starkes Thema ist, dass ich die Inkompatibilät anerkenne und auf Distanz gehe.

dazu muss natürlich eine bereitschaft und offenheit des anderen da sein.
wenn diese fehlt, dann wird sich der mensch auch nicht ändern (lassen). 

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19. Januar 2018 um 8:15
In Antwort auf moitoy

... wie ich schon erwähnte - wer mit sich oder Partneri/in glücklich ist, benötigt keinerlei Sucht als Kompensation seiner Unzufriedenheit - wobei eine ständige Forumsanwesenheit auch als süchtig angesehen wird.

mal abgesehen davon, dass man Sucht nur zum kleinen Teil mit Kompensation erklären kann - weil sich damit die ganze Welt plötzlich in einen Ponyhof verwandelt oder weil man dann den Partner zum kompensieren (be-)nutzt? ^^

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19. Januar 2018 um 8:18

wahrscheinlich hatte ich einfach noch keinen Mann, bei dem ich mit so einem Gezicke auch nur irgendwas erreichen könnte

Was machst denn Du, wenn Du gern etwas hättest, was die Gnädige nicht möchte?

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19. Januar 2018 um 8:39

Klar würde ich mich auf eine Raucherin einlassen, wenn ich mich verlieben würde. Klar ist aber auch, dass ich sie verlassen würde, wenn sie nicht versuchen würde, die Nikotin-Sucht zu beenden.

Als Mediziner kann ich es seht schwer akzeptieren, wenn man nicht gegen eine Sucht angeht. Da prallen dann Wertvorstellungen aufeinander, die inkompatibel sind.

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19. Januar 2018 um 8:45
In Antwort auf 6rama9

Klar würde ich mich auf eine Raucherin einlassen, wenn ich mich verlieben würde. Klar ist aber auch, dass ich sie verlassen würde, wenn sie nicht versuchen würde, die Nikotin-Sucht zu beenden.

Als Mediziner kann ich es seht schwer akzeptieren, wenn man nicht gegen eine Sucht angeht. Da prallen dann Wertvorstellungen aufeinander, die inkompatibel sind.

also ich weiß schon genau, dass es auch nicht besser ausfallen würde, wenn ich jetzt aufhören würde, Kaffee zu trinken. Der körperliche Entzug ist auch nicht besser und die zig kleinen Rituale, die dran hängen, genauso.
Gegen beide (Koffein und Nikotin) möchte ich aber auch nicht angehen. Und da ist es für Dich unverständlich, wenn ich in so einem Fall von vorn herein sage, dass ich es mir und ihm gleich erspare, dass wir uns erst auf einander einlassen, um uns dann doch zu trennen? Das finde ich noch unverständlicher.

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19. Januar 2018 um 18:03
In Antwort auf avarrassterne1

mal abgesehen davon, dass man Sucht nur zum kleinen Teil mit Kompensation erklären kann - weil sich damit die ganze Welt plötzlich in einen Ponyhof verwandelt oder weil man dann den Partner zum kompensieren (be-)nutzt? ^^

Avarrassterne1,ich schrieb: "Wer mit sich oder Partner glücklich ist, benötigt keine Süchte zur Kompensation seiner Unzufriedenheit" und DU VERSTEHST : "weil man den Partner zum kompensieren (be-) nutzt." Ist es bei dir so?

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