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Den Partner ändern?

9. Januar 2005 um 17:37 Letzte Antwort: 18. Januar 2005 um 15:18

Hallo! Mich würden eure Meinungen zu meinem Problem interessieren.
Ich (24) bin mit meinem Freund (28) nun seit zwei Jahren zusammen. Insgesamt läuft es gut, wir streiten weniger als am Anfang, sehen uns eigentlich täglich und telefonieren oft. Allerdings gibt es ein Problem, das mich sehr stört und die Beziehung auf Dauer belasten wird: Wir studieren beide und die Abschlußprüfungen stehen bevor. Leider sieht er grundsätzlich eine Konkurrenz zwischen uns und sobald er mitbekommt, dass ich etwas für die Prüfungen lerne, wird er böse. Gestern ist er ausgerastet, nur weil ich unser Treffen nachmittags auf eine STunde begrenzen wollte, um noch etwas fleißig zu sein (abends haben wir uns wieder gesehen). Er wird dann unglaublich wütend auf mich, weil ich ihm das Gefühl gebe sein "personifiziertes schlechtes Gewissen" zu sein. Dabei ist mir natürlich egal, wieviel er für seine Prüfungen tut. Ich bin schon so weit und erzähle irgendwelche Geschichten was ich nachmittags gemacht habe, nur um nicht zuzugeben, dass ich gelernt habe. Ich fühle mich von ihm unter Druck gesetzt und möchte nicht von ihm eingeschränkt werden. Natürlich ist die Prüfungsphase in einem halben Jahr vorbei, aber wir werden beide Lehrer, und da wird es immer so sein, dass man eine Menge zu Hause vorbereiten muss. Ich kann mir aber vor allem aus diesem Grund nicht vorstellen mit ihm zusammenzuziehen, da er meinen Fleiß niemals akzeptieren wird (das hat er auch in mehreren Gesprächen offen gesagt) und wir immer Ärger deshalb bekommen werden. Meint ihr ich kann seine Einstellung in dieser Hinsicht auf Dauer ändern? Wenn er mich nämlich derart einschränkt, wenn wir zusammen wohnen, werden wir wahrscheinlich nicht lange glücklich miteinander sein.
Ich wäre dankbar über Ratschläge!

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9. Januar 2005 um 17:50

Den Partner ändern? Nein
Hallo Jecay,

einen Partner ändern wollen, geht in den allermeisten Fällen gründlich schief.

Meine Meinung ist, wenn Du ihn nicht so akzeptieren kannst wie er ist, dann solltest Du es lassen. Mache Dir doch mal klar, warum Du mit ihm zusammenbist. Sicher hat er ganz viele tolle Seiten, die Du an ihm liebst. Und dann überlege Dir, ob es wirklich so enorm wichtig ist, daß er sich in diesem Punkt ändert. Sieh es doch einfach auch einmal aus einer anderen Perspektive... er möchte lieber mehr Zeit mit Dir verbringen, ich finde, das ist etwas sehr schönes.

Wenn Du Angst hast, die Prüfung nicht zu bestehen, wenn Du nicht dauernd lernst, sage ihm dies, aber was Du schreibst, hört sich doch eher anders an.

lg (und viel Glück euch beiden für die Prüfungen)
Luna

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9. Januar 2005 um 17:54

Auch wenn...
... ich mir damit hier vielleicht Ärger einhandel - der Charakter eines Menschen bildet sich bis allerspätestens 20 - dann ist man in seinen wesentlichen Zügen, wie man eben ist. Ich glaube nicht, daß er sich ändern wird. Du musst mit den Macken Deines Partners leben, oder es eben sein lassen.

Grüsse,
Senke.

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9. Januar 2005 um 19:14

Unreife persönlichkeit...
dein freund scheint echt ein problem mit seinem "schlechten gewissen" zu haben: anscheinend kommt dein freund mit sich selbst nicht klar, sonst würdest du dich nicht so unter druck gesetzt fühlen:

laß das nicht zu. zum einen geht es ihm ja nicht einmal darum, daß du ihn vernachlässigst (anscheinend seht und sprecht ihr euch ja oft und lang genug), sondern es geht ausschließlich um seine eigene befindlichkeit. er kann deinen fleiß nicht akzeptieren? hallo? aus ihm spricht doch einfach der neid auf deine disziplin, an der es ihm fehlt.

du solltest nicht lügen, nur um diesen "problem" aus dem weg zu gehen, laß es lieber auf eine konfrontation ankommen, dann klärt sich auch, ob ihr beide euch ein leben zusammen vorstellen könnt.

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9. Januar 2005 um 20:06

Sachen gibts ...
Sach ma, als was sieht er dich denn eigentlich?!

Kommt bei mir so an als ob Frau gefälligst "unter" dem Mann zu stehen hat. Nicht emanzipiert sein darf usw. Stell dir mal vor, ihr wohnt zusammen. Selbstverständlich ist SEIN Job dann wichtiger als deiner und er erwartet dann wohl auch, dass du den Haushalt wirfst, weil sein Job ja so viel von ihm verlangt. Habt ihr mal darüber gesprochen wie ihr euch das Zusammenleben vorstellt? Vielleicht kannst du ihn mal dazu befragen, in nem ruhigen Gespräch, und aus seinen Antworten heraushören, ob da für dich nicht noch mehr ins Arge kommen würde.

dir alles Gute für die Prüfungen,
Glen

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18. Januar 2005 um 12:44

Die unglaubliche ironie...
... dieser geschichte ist mir erst jetzt aufgefallen: ein lehrer, der fleiß nicht akzeptieren kann. ober er das bei seinen schülern dann auch recht streng ahnden wird?

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18. Januar 2005 um 14:04

ändern ...
... kannst *du* ihn sowieso nicht.

ich finde aber, dass du ganz schleunigst ne ansage machen solltest, dass *er* sich mit seinem schlechten gewissen auseinander setzt, um dich nicht damit zu nerven.

es ist doch total okay, dass er wütend auf sich wird, aber diese gefühle dann auf dich zu übertragen ... hallo?

ich kenne das auch, dachte auch oft wenn ich nebenan aus dem zimmer meiner mitbewohnerin das klimpern ihrer tastatur hörte und selbst gerade faul war ... ich hab mich aber gut damit abgefunden, dass ich mein eigenes tempo & vor allem meine eigene art hab zu lernen.
bisher hat es immer geklappt, das sage ich mir dann. vielleicht hilft es ihm auch?

hm, ich würde ihm vermutlich anbieten, ihn zu unterstützen, wenn er sich mit *seinem* problem befassen will.

aber du beginnst ja schon, ihn aus *rücksicht* zu belügen ... ich finde, er muss wissen, wie sein verhalten auf dich wirkt.

ein lieber gruß

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18. Januar 2005 um 15:18

Eine Reihe der Vorredner/innen haben Recht, ...
wenn sie Dich darauf hinweisen, dass das Problem bei ihm und nicht bei Dir liegt. Dein Beruf und Deine Ausbildung ist Deine ureigenste Angelegenheit und Nahestehende dürfen sich dann schon mal zu diesem oder jenem äußern, aber wie Du es letzten Endes angehst, ist völlig Deine Sache.

Lass Dich nicht beirren und schick das Problem dahin zurück, wo es herkommt, nämlich zu ihm. Das Schlimmste, was Du in meinen Augen machen kannst, hast Du schon getan. Du hast seinem Druck nachgegeben und Deine Einstellung zu Deinem Studium (Fleiß) verleugnet.
Lass das sein und dreh das Rad zurück, denn über kurz oder lang kommt diese Konfliktvermeidungsstrategie wie ein Bumerang zu Dir zurück und trifft Dich dann doppelt schwer.

Und mach Dir klar, dass Eure Beziehung sowieso kaum eine Zukunft hat, wenn derart wichtige durch Vermeiden unter den Teppich gekehrt werden. Die Lösung Deines Problems wird nicht leichter, wenn sich die Verhaltensweise, die Du jetzt an den Tag legst (vermeiden), erst einmal 5 oder 10 Jahre eingeschliffen hat.
Biete ihm an, ihn bei seinem Problem zu unterstützen, aber lass Dich nicht weiter derart ins Bockshorn jagen.

Einen lieben Gruß

Larsen

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