Forum / Liebe & Beziehung

Den Partner als Besitz betrachten?

Letzte Nachricht: 1. April 2013 um 11:31
T
tresha_12492849
31.03.13 um 16:20

Hallo allerseits,

hier im Forum wird man ziemlich oft mit der Tatsache konfrontiert, dass es scheinbar einige als normal ansehen, dass der eigene Partner einem "gehört". Dass man frei über ihn/sie verfügen kann und er (so kommt es bei mir zumindest rüber) gefälligst so funktionieren soll, wie man es gerne hätte.

Das geht ja eigentlich schon mit kleinen Dingen los, z.B. darf sich nicht zu aufreizend kleiden, Kontakt mit der/dem Ex oder keine Pornos gucken.

Wieso hat man so hohe Erwartungen an den anderen? Wie kann man sich selbst dafür schützen, die eigenen Ängste auf den Partner zu projezieren?

Wie seht ihr das? Ist es vielleicht gar nicht so verbreitet, wie es mir vorkommt? Oder leben viele einfach eher nach dem Spruch "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"? Bin auf Eure Meinungen gespannt.

LG, Shunya

Mehr lesen

T
tresha_12492849
31.03.13 um 16:56


Naja, sich trennen muss man ja nicht gleich immer. Oft hilft es auch, darüber zu reden.

Ich denke auch nicht, dass es darum geht, jemanden als Gegenstand zu betrachten, sondern eher ums Verbieten, Vorschreiben und Kontrollieren.

Gefällt mir

T
tresha_12492849
31.03.13 um 17:04

Genau @kingdomcomes
Ja so ist das leider. Man muss da Grenzen setzen können.

Und sich vielleicht oft klar machen, dass der Partner freiwillig mit einem zusammen ist. Und dies auch jederzeit wieder ändern kann. Dass man nichts verlangen kann, sondern nur selbst geben. Ohne sich selbst aufzugeben.

Gefällt mir

K
kaelea_11916331
01.04.13 um 0:28

Wünsche sind ok
So nach dem motto: " irgendwie beunruhigt es mich dass du dauernd mit deiner ex schreibst......."
Aber man sollte auch akzeptiern dass es der Partnervielleicht trotzdem macht.. Aber ich denke bei echter liebe lässt sich durch reden und vertrauen vieles lösen!

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 0:39

@Rex07
Ich persönlich sehe das keineswegs geschlechtsgebunden. Wenn Du andere Erfahrungen hast, dann verstehe ich natürlich deine Bitterkeit.

Gemeint war allerdings das Bezitzdenken eines der Partner in einer Beziehung. Egal ob Mann oder Frau. Beide schenken sich da in meinen Augen nix.

Und ich würde gerne erfahren, was z.B. Du denkst, worin das begründet ist?

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 0:42
In Antwort auf kaelea_11916331

Wünsche sind ok
So nach dem motto: " irgendwie beunruhigt es mich dass du dauernd mit deiner ex schreibst......."
Aber man sollte auch akzeptiern dass es der Partnervielleicht trotzdem macht.. Aber ich denke bei echter liebe lässt sich durch reden und vertrauen vieles lösen!

@babsii123
Natürlich kann man Wünsche äußern. Sollte man auch. Wenn ich mir aber wegen einer Ex-Freundin Gedanken machen würde, dann würde ich erstmal versuchen zu ergründen, weshalb mich das denn beunruhigt. Meistens sind es doch die eigenen Ängste und Altlasten, die einen die unmöglichsten Gedanken bekommen lassen. Dafür kann ja der Partner nix. Wieso sollte er sich einschränken, nur weil ich selbst es nicht schaffe, meine negativen Gedanken in den Griff zu kriegen?

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 0:47

@traumfee07
Da gebe ich Dir recht. Warum überhaupt an jemandem rumbasteln? Man selber will das doch auch nicht. Man möchte als der Mensch anerkannt werden, der man ist und auch so gemocht werden. Das geht jedem von uns so.

Wenn man merkt, dass man mit den Eigenheiten und Kanten eines Charakters nicht klar kommt, steht es einem doch frei zu gehen. Aber nein, dann wird lieber ewiglich genörgelt, rumerzogen und feinjustiert. Mit Akzeptanz und Liebe hat das rein gar nichts zu tun. Und dann wundert man sich, warum der Partner einem ausweicht. Glücklich wird man damit nicht. Und bessere Beziehungen schafft man sich dadurch auch nicht.

Gefällt mir

K
kaelea_11916331
01.04.13 um 0:48
In Antwort auf tresha_12492849

@babsii123
Natürlich kann man Wünsche äußern. Sollte man auch. Wenn ich mir aber wegen einer Ex-Freundin Gedanken machen würde, dann würde ich erstmal versuchen zu ergründen, weshalb mich das denn beunruhigt. Meistens sind es doch die eigenen Ängste und Altlasten, die einen die unmöglichsten Gedanken bekommen lassen. Dafür kann ja der Partner nix. Wieso sollte er sich einschränken, nur weil ich selbst es nicht schaffe, meine negativen Gedanken in den Griff zu kriegen?

Ja is klar
Drum meinte ich ja auch man soll darüber reden... Vl hat man schlechte Erfahrungen gemacht,wurde mit der ex betrogen...

Gefällt mir

Kannst du deine Antwort nicht finden?

T
tresha_12492849
01.04.13 um 0:49

@schamanauge
Da ist viel wahres dran, was Du schreibst. Etwas gänzlich kontrollieren zu können, ist eine Illusion. Das erfährt man spätestens bei Dingen, die man absolut nicht beeinflussen kann. Besonders bei schweren Schicksalsschlägen, wie z.B. einer Krankheit.

Ich denke, viele haben es einfach verlernt, das schätzen zu wissen, was Sie haben und das auch zu pflegen und zu genießen.

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 0:52
In Antwort auf kaelea_11916331

Ja is klar
Drum meinte ich ja auch man soll darüber reden... Vl hat man schlechte Erfahrungen gemacht,wurde mit der ex betrogen...

richtig!
Stimme Dir zu. Der Partner sollte das wissen - dann sind Eifersüchteleien doch zumindest nachvollziehbar und der andere weiß, woher es kommt.

Meinte nur, dass man das selber für sich vorab schonmal ausloten kann. Man erspart sich selber und dem Partner unnötigen Stress.

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 0:56

@Rex07
Ja klar, bei manchen ist das eine Beziehungsform bzw. so eine Art Fetisch. Das Sexleben kann so eine gewisse Form des Besitzdenkens mit Sicherheit beleben.

Was den Alltag, das Wesen und die Eigenarten des Partners angeht, so sehe ich dieses Besitzdenken als sehr unpassend an. Ich würde es sogar als sehr ungesund bezeichnen.

Was ist denn für Dich ein Beispiel für positives Besitzdenken? Mir fällt da irgendwie nichts ein.

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 11:26

@dieslusia
Grundsätzlich hast Du wohl recht, aber ich finde auch, dass gerade die Unterschiedlichkeit beider Partner in einer Beziehung ein großer Gewinn sein kann. Aber wie bei allem ist es hier die Frage, wie man das Ganze zu nutzen weiß.

Um bei Deinem Beispiel Flohmarkt/Fußball zu bleiben. Wozu muss ich meinen Freund mit auf den Flohmarkt nehmen? Dafür habe ich Freunde. Er möchte ja auch nicht im Gegenzug, dass ich mit zum Fußball gehe. Wenn man unterschiedliche Hobbies hat, kann man sich mehr erzählen. Dafür braucht man nur ehrliches Interesse am Partner. Und selbst wenn einem das Thema nicht wirklich interessiert, so sollte man sich dennoch öffnen können für die Freude des Partners, wenn er mit glänzenden Augen berichtet. Wer dem nichts abgewinnen kann, der ist meiner Meinung nach in der Beziehung auch nicht richtig.

Klar muss man auch bereit sein, die Unterschiedlichkeit zu tragen, wenn sie negative Seiten hat. Aber das muss man immer wenn man zwischenmenschliche Beziehungen eingeht. Natürlich kann man bis zum St. Nimmerleinstag warten, bis man den Partner trifft, der gänzlich alle Interessen teilt. Aber in meinen Augen geht das am Ziel vorbei. Um sich in Beziehungen entwickeln zu können - und das zusammen - muss man sich auch aneinander reiben können und sich auf das Fremde, das Andere des Partners auch einlassen.

Genau das meinte ich auch mit zu hohen Erwartungen. "Der Partner muss doch meine Interessen teilen, er muss dabei sein, wie soll ich denn sonst mein Leben mit ihm teilen..." Dass das auch anders geht, wird schnell übersehen. Ein Partner ist für mich eine Ergänzung im Leben, meine Hobbies, meine Interessen teile ich ihm gerne mit und erzähle davon. Ich erwarte aber nicht, dass er sie übernimmt oder ebenfalls auslebt. Das ist kein Muss. Es gibt genügend andere Punkte, die in einer Beziehung geteilt werden können. Und dass man miteinander redet und die Andersartigkeit des Partners akzeptiert, gehört für mich zu den wirklich wichtigen Dingen.

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 11:27


Klar sind mir Nudelhölzer bekannt und dass die Anwendung auch durchaus ungesund sein kann, ebenso.

Ich kenne genügend Damen, die eins Zuhause haben und im Scherz auch mit außerplanmäßigem Einsatz drohen, aber erlebt, dass dies dann tatsächlich der Fall ist, hab ich noch nie.

Gefällt mir

T
tresha_12492849
01.04.13 um 11:31
In Antwort auf tresha_12492849

@dieslusia
Grundsätzlich hast Du wohl recht, aber ich finde auch, dass gerade die Unterschiedlichkeit beider Partner in einer Beziehung ein großer Gewinn sein kann. Aber wie bei allem ist es hier die Frage, wie man das Ganze zu nutzen weiß.

Um bei Deinem Beispiel Flohmarkt/Fußball zu bleiben. Wozu muss ich meinen Freund mit auf den Flohmarkt nehmen? Dafür habe ich Freunde. Er möchte ja auch nicht im Gegenzug, dass ich mit zum Fußball gehe. Wenn man unterschiedliche Hobbies hat, kann man sich mehr erzählen. Dafür braucht man nur ehrliches Interesse am Partner. Und selbst wenn einem das Thema nicht wirklich interessiert, so sollte man sich dennoch öffnen können für die Freude des Partners, wenn er mit glänzenden Augen berichtet. Wer dem nichts abgewinnen kann, der ist meiner Meinung nach in der Beziehung auch nicht richtig.

Klar muss man auch bereit sein, die Unterschiedlichkeit zu tragen, wenn sie negative Seiten hat. Aber das muss man immer wenn man zwischenmenschliche Beziehungen eingeht. Natürlich kann man bis zum St. Nimmerleinstag warten, bis man den Partner trifft, der gänzlich alle Interessen teilt. Aber in meinen Augen geht das am Ziel vorbei. Um sich in Beziehungen entwickeln zu können - und das zusammen - muss man sich auch aneinander reiben können und sich auf das Fremde, das Andere des Partners auch einlassen.

Genau das meinte ich auch mit zu hohen Erwartungen. "Der Partner muss doch meine Interessen teilen, er muss dabei sein, wie soll ich denn sonst mein Leben mit ihm teilen..." Dass das auch anders geht, wird schnell übersehen. Ein Partner ist für mich eine Ergänzung im Leben, meine Hobbies, meine Interessen teile ich ihm gerne mit und erzähle davon. Ich erwarte aber nicht, dass er sie übernimmt oder ebenfalls auslebt. Das ist kein Muss. Es gibt genügend andere Punkte, die in einer Beziehung geteilt werden können. Und dass man miteinander redet und die Andersartigkeit des Partners akzeptiert, gehört für mich zu den wirklich wichtigen Dingen.

Lebensplanung
Ich meine mit verschiedenen Interessen auch andere Dinge als Hobbies. Was die Lebensplanung (z.B. Kinder ja/nein) angeht, das ist natürlich ein anderes Thema.

Aber auch sowas kann sich am Anfang einer Beziehung überschneiden und dann verändern. Menschen bleiben nicht immer gleich. Und das Risiko, dass man sich irgendwann auseinander lebt, bleibt immer bestehen.

Meine eigene Einstellung dazu und wie ich damit umgehe, kann ich allerdings immer selbst bestimmen.

Gefällt mir

Diskussionen dieses Nutzers