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Date von Krebs/Behinderung erzählen??

9. März 2018 um 9:36 Letzte Antwort: 18. März 2018 um 21:52

Hallo zusammen,
ich bin Robin 22 aus Köln und im Dezember 2014 an einem Hirntumor erkrankt. Infolge der Entfernung (zu 100%) und Therapie, bin ich 100% schwerbehindert (kann laufen, normal leben), habe eine Halbseitenschwäche (was man nicht wirklich sieht), einen zerstörten Gleichgewichtssinn (sieht für andere manchmal aus, als wäre ich betrunken beim laufen) und vom Gedächtnis/Kognitiv hab ich n kleinen "Schaden" aber nichts großes, mein Umfeld/Gegenüber merkt es kaum und erfährt es nur, wenn ich es sage.

Ich erzähle gerne und detailliert von mir/meiner Erkrankung jedoch sollte von dieser schwere/den Folgen Erkrankung beim ersten Date nicht direkt erzählen?!

Ich kann aber auch nicht lügen und bei Fragen rundum meinen Job (extra etwas für schwerbehinderte) liegt es nahe, von meiner Krebserkrankung zu erzählen, sodass andere mich verstehen etc.
Außerdem ist dieses komplexe Gebilde, welches mein Leben ausmacht, in meiner Erkrankung zentriert. Der Mensch, der ich heute bin, ist stark geprägt, durch das, was ich seit Dezember 2014 erlebt habe.
Ich bin fast verstorben, saß ne Zeit im Rollstuhl und bin unter anderem durch eine Lange OP-Narbe am Hinterkopf gezeichnet (welche man sieht, da ich einen undercut trage).

Ich hasse es, dass mein Leidensweg immer im Fokus steht beim Kennenlernen. Aber ich bin auch ein Mann von Ehrlichkeit. Was soll ich tun? Was meint ihr?
Ich will unbedingt wen, der mich schätzt und niemanden verstören. 

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9. März 2018 um 10:08

Nein, es ist nicht offensichtlich. Man sieht, dass Feinheiten komisch sind aber was das sein könnte, sieht man nicht, merkt man nicht. Schon garnicht, dass es Krebs war.

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9. März 2018 um 10:18

nur, wenn ich länger spazieren gehe, so leichte Schlänker. Sonst sieht man auch das nicht. 
Selbst wenn man das sieht, sagt niemand etwas, weil es so geringfügig ist.

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9. März 2018 um 10:34

Nein, da ich nicht weiß, wie und wann ich dieses sensible Thema miteinbringen soll. Deswegen frage ich um Rat.

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9. März 2018 um 10:34
In Antwort auf robin2208

nur, wenn ich länger spazieren gehe, so leichte Schlänker. Sonst sieht man auch das nicht. 
Selbst wenn man das sieht, sagt niemand etwas, weil es so geringfügig ist.

lass Dich von unserem Haustroll nicht ärgern ^^

Beim ersten Date würde ich es nicht gleich servieren, aber schon in der Kennenlernphase.

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9. März 2018 um 10:42
In Antwort auf avarrassterne1

lass Dich von unserem Haustroll nicht ärgern ^^

Beim ersten Date würde ich es nicht gleich servieren, aber schon in der Kennenlernphase.

P.S.: "Niemanden verstören" ist bei solchen Themen nicht möglich, denke ich. Wenn Du mit diesem Anspruch heran gehst, steckst Du unereichbare Ziele - keine gute Idee.

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9. März 2018 um 11:28

nö, ist es sicher nicht.

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9. März 2018 um 11:30

Könntet ihr das bitte unter einen unwichtigen Beitrag verschieben?

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9. März 2018 um 11:41
In Antwort auf robin2208

Könntet ihr das bitte unter einen unwichtigen Beitrag verschieben?

oh, das gehört durchaus zum Thema.
Der / die / das Frauenkuchen, versucht es nämlich auf dieser Schiene, weil da die Vermutung dahinter steht, dass ich wegen meiner eigenen Schwerbehinderung (hauptsächlich wg einer Borderline - Erkrankung) angreifbar bin.

Zum Leben mit Krankheiten - und dazu, offen damit umzugehen, gehört es auch, mit diesem Teil der Folgen umgehen zu können.

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9. März 2018 um 11:55

Puuuh... Hmm... Ich weiss nicht. Vermutlich würde ich es an deiner Stelle von der Situation abhängig machen. Ich würde es nicht forcieren auf dieses Thema zu kommen, aber wenn es kommt würde ich es auch beim ersten Date erzählen. Wenn es zu diesem Thema kommt ist es ja irgendwie auch ein Zeichen das euer Gespräch kein oberflächlicher Smalltalk ist.
Mach dir einfach keinen Kopf und leb dein Leben. Wenn eine Frau damit ein Problem hat ist sie nicht die richtige.

Alles gute dir! 

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9. März 2018 um 12:02
In Antwort auf kolab_12914992

Puuuh... Hmm... Ich weiss nicht. Vermutlich würde ich es an deiner Stelle von der Situation abhängig machen. Ich würde es nicht forcieren auf dieses Thema zu kommen, aber wenn es kommt würde ich es auch beim ersten Date erzählen. Wenn es zu diesem Thema kommt ist es ja irgendwie auch ein Zeichen das euer Gespräch kein oberflächlicher Smalltalk ist.
Mach dir einfach keinen Kopf und leb dein Leben. Wenn eine Frau damit ein Problem hat ist sie nicht die richtige.

Alles gute dir! 

Danke, eine gewinnbringende Antwort
Ich versuche schon nicht, davon zu erzählen und sage dies auch. Aber es kommt halt irgendwann doch dazu, dass ich nachgebe und davon erzähle...

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9. März 2018 um 12:13
In Antwort auf robin2208

Danke, eine gewinnbringende Antwort
Ich versuche schon nicht, davon zu erzählen und sage dies auch. Aber es kommt halt irgendwann doch dazu, dass ich nachgebe und davon erzähle...

sollte es auch denke ich. Gerade diejenigen, bei denen man es nicht sofort sieht, sollte man es aktiv ansprechen und zwar möglichst bevor man sich zu weit aufeinander eingelassen hat - ist meine Meinung und Erfahrung.

Zu dem "Wann und wie" kann ich Dir keine gewinnbringende Antwort geben, weil ich auch keine Patentrezepte kenne - und nicht daran glaube, dass es die gibt. Das muss vor allem auch zu Dir passen, meine "Art" wird Dir vermutlich eh nicht helfen. Was man schon daran sieht, dass Du meine Antworten wohl weniger gewinnbringend fandest als die inzwischen erfreulicher Weise gelöschten Trollbeiträge.

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9. März 2018 um 12:17
In Antwort auf robin2208

Hallo zusammen,
ich bin Robin 22 aus Köln und im Dezember 2014 an einem Hirntumor erkrankt. Infolge der Entfernung (zu 100%) und Therapie, bin ich 100% schwerbehindert (kann laufen, normal leben), habe eine Halbseitenschwäche (was man nicht wirklich sieht), einen zerstörten Gleichgewichtssinn (sieht für andere manchmal aus, als wäre ich betrunken beim laufen) und vom Gedächtnis/Kognitiv hab ich n kleinen "Schaden" aber nichts großes, mein Umfeld/Gegenüber merkt es kaum und erfährt es nur, wenn ich es sage.

Ich erzähle gerne und detailliert von mir/meiner Erkrankung jedoch sollte von dieser schwere/den Folgen Erkrankung beim ersten Date nicht direkt erzählen?!

Ich kann aber auch nicht lügen und bei Fragen rundum meinen Job (extra etwas für schwerbehinderte) liegt es nahe, von meiner Krebserkrankung zu erzählen, sodass andere mich verstehen etc.
Außerdem ist dieses komplexe Gebilde, welches mein Leben ausmacht, in meiner Erkrankung zentriert. Der Mensch, der ich heute bin, ist stark geprägt, durch das, was ich seit Dezember 2014 erlebt habe.
Ich bin fast verstorben, saß ne Zeit im Rollstuhl und bin unter anderem durch eine Lange OP-Narbe am Hinterkopf gezeichnet (welche man sieht, da ich einen undercut trage).

Ich hasse es, dass mein Leidensweg immer im Fokus steht beim Kennenlernen. Aber ich bin auch ein Mann von Ehrlichkeit. Was soll ich tun? Was meint ihr?
Ich will unbedingt wen, der mich schätzt und niemanden verstören. 

Ich spüre hinter deinen Zeilen einen ganz starken, reifen Mann und wünsche dir alles erdenklich Gute!🍀

Ich würde gleich beim ersten Treffen alles offenlegen. 

Wer dich so nicht akzeptieren kann, hat dich nicht verdient!

Viel Glück!

Falls das dein echtes Foto ist: Du siehst toll aus!

 

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9. März 2018 um 12:22
In Antwort auf umminti

Ich spüre hinter deinen Zeilen einen ganz starken, reifen Mann und wünsche dir alles erdenklich Gute!🍀

Ich würde gleich beim ersten Treffen alles offenlegen. 

Wer dich so nicht akzeptieren kann, hat dich nicht verdient!

Viel Glück!

Falls das dein echtes Foto ist: Du siehst toll aus!

 

Ich hab fast Tränen in den Augen - eine schöne Antwort

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9. März 2018 um 12:28
In Antwort auf robin2208

Ich hab fast Tränen in den Augen - eine schöne Antwort

Die hast du aber verdient!

Bin übrigens vom Alter her deine Omi und habe schon viel gesehen. 

Nochmals: 👍👍🍀🍀

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9. März 2018 um 14:08

ein mögliches "WIE" fällt mir doch gerade ein - heute beginnen die Paralympics. Wäre ein Ansatz zum unverfänglichen Einstieg in das Thema und zum "Vorfühlen".

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9. März 2018 um 14:44
In Antwort auf robin2208

Ich hab fast Tränen in den Augen - eine schöne Antwort

tu dir und deinem gegenüber nur den gefallen, dass wenn du es erzählst, 
sie nicht erschlägst mit deiner geschichte und auch nach 
ihrem leben fragst. das timing liegt bei dir und dann würde ich es anschneiden und
abwarten, wie das interesse ist.

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9. März 2018 um 14:50

Danke für eure tollen Tipps, ich freue mich über mehr

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10. März 2018 um 10:14

Gerade das versuche ich zu vermeiden. Im Vorfeld viele Infos auszutauschen, da ich die Person persönlich im Gespräch kennenlernen will

Ich bin dankbar für eure Tipps und werde es entspannt angehen, ihr habt mir mehr Gelassenheit gegeben.

Wenn es zur Sprache kommt, ist es ok. Sie muss damit und mit mir klarkommen. Ich werde trotzdem versuchen, es auf ein weiteres Date zu verschieben.

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12. März 2018 um 8:43

Gesundheitliche Einschränkung ist das eine, meine Passion das andere.
Das ist ja schön erschütternd für manch anderen.

Verständnisvoll und ehrfürchtig ist eigentlich jeder. Ich möchte bloß nicht, dass ich deshalb jemand besonderes bin. Sollte ich dann den Part, dass ich 100% schwerbehindert bin erstmal weglassen?
Die Erzählung scheint die Stimmung imner so zu drücken...

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12. März 2018 um 8:55
In Antwort auf robin2208

Gesundheitliche Einschränkung ist das eine, meine Passion das andere.
Das ist ja schön erschütternd für manch anderen.

Verständnisvoll und ehrfürchtig ist eigentlich jeder. Ich möchte bloß nicht, dass ich deshalb jemand besonderes bin. Sollte ich dann den Part, dass ich 100% schwerbehindert bin erstmal weglassen?
Die Erzählung scheint die Stimmung imner so zu drücken...

wie gehst Du denn sonst mit dem Thema um? Gegenüber Bekannten, Freunden, Familie? Mal abgesehen davon, dass Du da den meisten nicht erst erklären musst, was los ist, aber bei 100% Schwerbehinderung wirst Du es da auch nicht ignorieren und völlig außen vor lassen können?

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12. März 2018 um 10:02

Alle sensiblen Themen sind so eine Sache. Wann packt man sie aus? Wann schlägt sie meinem Gegenüber nicht in die Flucht? Meinen Erfahrungen heraus kann man dies nie beantworten, es kommt auf die Person darauf an. Ein wichtiger Faktor is... nie zu lügen in dem Bezug... das geht immer schief. 
Klar unsere Situation kann man nicht vergleichen aber auch ich hab ein durchaus sensibles Thema. Meine Erfahrung damit ist, je offener ich damit umgehe desto einfacher wird es. Klar trage ich kein Schild um den Hals auf dem steht was Sache ist aber auf Fragen nach meiner Vergangenheit lüge ich auch nicht. Es kommt eh raus und es ist ein Teil von mir. Dir geht es ähnlich dabei... die Erkrankung und alles was daraus entstand ist ein Teil von dir... verleugne dich nicht... Das hast du gar nicht nötig und letztlich findet jeder sein Deckel. Wenns nicht der erste ist, dann vielleicht der Zweite. Also Kopf hoch und rann an die Damenwelt. Was soll den auch schon groß passieren? Mach deine Antworten Situationsabhängig und schau was bei rauskommt. Bedenke aber eins... gib ihr Zeit das zu verdauen. Ist es ihr auch ernst muss sie mit dieser Nachricht erst mal klar kommen.

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12. März 2018 um 10:35
In Antwort auf robin2208

Hallo zusammen,
ich bin Robin 22 aus Köln und im Dezember 2014 an einem Hirntumor erkrankt. Infolge der Entfernung (zu 100%) und Therapie, bin ich 100% schwerbehindert (kann laufen, normal leben), habe eine Halbseitenschwäche (was man nicht wirklich sieht), einen zerstörten Gleichgewichtssinn (sieht für andere manchmal aus, als wäre ich betrunken beim laufen) und vom Gedächtnis/Kognitiv hab ich n kleinen "Schaden" aber nichts großes, mein Umfeld/Gegenüber merkt es kaum und erfährt es nur, wenn ich es sage.

Ich erzähle gerne und detailliert von mir/meiner Erkrankung jedoch sollte von dieser schwere/den Folgen Erkrankung beim ersten Date nicht direkt erzählen?!

Ich kann aber auch nicht lügen und bei Fragen rundum meinen Job (extra etwas für schwerbehinderte) liegt es nahe, von meiner Krebserkrankung zu erzählen, sodass andere mich verstehen etc.
Außerdem ist dieses komplexe Gebilde, welches mein Leben ausmacht, in meiner Erkrankung zentriert. Der Mensch, der ich heute bin, ist stark geprägt, durch das, was ich seit Dezember 2014 erlebt habe.
Ich bin fast verstorben, saß ne Zeit im Rollstuhl und bin unter anderem durch eine Lange OP-Narbe am Hinterkopf gezeichnet (welche man sieht, da ich einen undercut trage).

Ich hasse es, dass mein Leidensweg immer im Fokus steht beim Kennenlernen. Aber ich bin auch ein Mann von Ehrlichkeit. Was soll ich tun? Was meint ihr?
Ich will unbedingt wen, der mich schätzt und niemanden verstören. 

Hallo lieber Robin, danke dass du deine Sorgen hier mit uns teilst. Und vor ab: du sagt, du bist ein Mann von Ehrlichkeit. Das ehrt dich sehr und du solltest das unbedingt beibehalten. 
Ich habe einen guten Freund, der MS hat und mir diese Frage vor Jahren ebenfalls gestellt hat. HIer war das Dilemma: sage ich von anfang an wie es um mich steht mit der Angst, dass sie mich dann nicht mehr sehen will, oder date ich sie erst und rücke später mit der Wahrheit raus in der Hoffnung sie wird mir später das Lügen verziehen. Hier gibt es eigentlich kein richtig oder falsch. Ich bin der Meinung, dass du bei der richtigen Frau spürst, ob du es ihr gleich am Anfang oder erst etwas später erzählen möchtest. Eine Frau die dich so anerkennt wie du bist ( und dich im endeffekt so lieben wird wie du bist) wird deine Ehrlichkeit schätzen und sie würde auch wollen dass du ihr bald von der Wahrheit erzählst. Du bist zwar auch dem Pass "schwerbehindert" aber das wichtige ist: du lebst dein Leben tapfer weiter und bist stark und sagst selber dass du normal leben kannst. Das ist doch das schöne: Du hast den Rollstuhl hinter dir gelassen und lebst dich nicht wie ein "schwerbihinderter".  Darüber zu sprechen hilft dir sicher auch, deswegen solltest du es auch beibehalten. Wie gesagt, die richtige Frau wird dich so schätzen wie du bist und wird mit dir umzugehen wissen. Du bist beeinträchtigt, aber nicht "schwer". Wichtig ist, dass das Thema nicht das Hauptaugenmerk ist und du "nur" davon redest. Es gibt viel schönere Dinge, die du mit der Frau bereden könntest. So wächst du auch über das Thema hinaus und zeigst, dass du stärker bist und die Krankheit nicht dein Leben dominiert. Sei einfach du selbst! 

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14. März 2018 um 13:01

Ich habe mich missverständlich ausgedrückt.
Ich meinte mein "Leidensweg" nicht "Passion".

Es sind nicht die heutigen Einschränkungen das Schockierende. Vielmehr das, was ich erleben und durchmachen musste. Die Art der Erkrankung und die damit verbundenen Risiken, einfach die Schwere der Erkrankung.

Die Gesundheitlichen Einschränkungen heute sind ja kaum erkennbar.

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14. März 2018 um 14:36

Stören ist nicht das Problem, ich hatte noch keinen, der sich dran gestört hätte. Wenn aber doch, hat er meinen bittersten Zorn gebucht

Es geht mir darum, dass ich nicht weiß, ob wann und wie ich von meiner Erkrankung  etc. erzähle.

Bzw. wusste, denn ich habe jetzt viele gute Ratschläge gesammelt

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15. März 2018 um 17:52

Ich gebe dem nicht absichtlich viel Bedeutung, sag ich will kein Mitleid, es ist eben so, kann man nichts machen, etc.

Es bekommt viel Bedeutung durch das, was es ist. Eine todbringende Erkrankung.

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15. März 2018 um 23:12

Konzentrier dich doch beim Date hauptsächlich auf die Frau. Und erzähle nur von deinen Erfahrungen, wenn sie fragt. Also nicht verschweigen, aber sie auch nicht überfordern.
Ich hatte einen Freund, der konnte nach Jahren im Rollstuhl nach OP wieder laufen. Den habe ich sehr bewundert. Vor allem auch, weil er mehr in der Gegenwart lebte als andere und Stärke ausstrahlte.

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16. März 2018 um 1:12

Also ich persönlich hätte keine Probleme mit jemandem, der gesundheitlich nicht ganz fit ist. Das Leben ist voller Überraschungen - Man kann sich nie sicher sein, was mit einem passiert. Heute ist man gesund, morgen sitzt man im Rollstuhl. Schnell kann sowas passieren und das sollte auch jeder im Hinterkopf behalten.

Prinzipiell würde ich beim allerersten Date gar nicht darüber reden und das Thema Gesundheit eher meiden. Sofern man dir wirklich nichts ansieht. Da musst du aber wirklich ganz ehrlich und kritisch zu dir selbst sein. Auf die Damen die von dir und deiner Geschichte im weiteren Verlauf der Dating-Phase abgeschreckt sind, kannst du aber wirklich verzichten. Da brauchst du auch nicht hinterher trauern, ganz ehrlich.

Für mich würde aber schon eine Rolle spielen, inwiefern da ein Risiko eines Rückfalls besteht. Das sind dann nämlich Konditionen, die könnten die Sache schwieriger machen. Solche Themen werden aber erst zum Gespräch, wenn da wirklich ernsthafte Absichten hinter stecken.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Glück bei der Partnersuche. 

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16. März 2018 um 1:16

Darf ich fragen, was genau du beruflich machst und in was für einer Branche? Vielleicht findet man ein eloquentere Berufsbezeichnung, die nicht automatisch auf deine Behinderung schließen lässt.

Das wäre dann nämlich hilfreich für dich und auch nicht gelogen. 

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16. März 2018 um 11:00
In Antwort auf robin2208

Ich gebe dem nicht absichtlich viel Bedeutung, sag ich will kein Mitleid, es ist eben so, kann man nichts machen, etc.

Es bekommt viel Bedeutung durch das, was es ist. Eine todbringende Erkrankung.

Ich denke mal das sitzt bei dir noch alles sehr auf den Nerven... was ja auch nicht verwunderlich ist. Es ist noch frisch, es ist eine schwere Krankheit und es bringt schwere Einschnitte ins weitere Leben.
Aber du wirst merken, in dem Moment wo sich das alles bei dir sackt verändert sich auch das Umfeld. Wenn du soweit bist dann wird es auch das Umfeld werden. Setz dich da nicht unter Druck. 

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16. März 2018 um 11:15
In Antwort auf robin2208

Hallo zusammen,
ich bin Robin 22 aus Köln und im Dezember 2014 an einem Hirntumor erkrankt. Infolge der Entfernung (zu 100%) und Therapie, bin ich 100% schwerbehindert (kann laufen, normal leben), habe eine Halbseitenschwäche (was man nicht wirklich sieht), einen zerstörten Gleichgewichtssinn (sieht für andere manchmal aus, als wäre ich betrunken beim laufen) und vom Gedächtnis/Kognitiv hab ich n kleinen "Schaden" aber nichts großes, mein Umfeld/Gegenüber merkt es kaum und erfährt es nur, wenn ich es sage.

Ich erzähle gerne und detailliert von mir/meiner Erkrankung jedoch sollte von dieser schwere/den Folgen Erkrankung beim ersten Date nicht direkt erzählen?!

Ich kann aber auch nicht lügen und bei Fragen rundum meinen Job (extra etwas für schwerbehinderte) liegt es nahe, von meiner Krebserkrankung zu erzählen, sodass andere mich verstehen etc.
Außerdem ist dieses komplexe Gebilde, welches mein Leben ausmacht, in meiner Erkrankung zentriert. Der Mensch, der ich heute bin, ist stark geprägt, durch das, was ich seit Dezember 2014 erlebt habe.
Ich bin fast verstorben, saß ne Zeit im Rollstuhl und bin unter anderem durch eine Lange OP-Narbe am Hinterkopf gezeichnet (welche man sieht, da ich einen undercut trage).

Ich hasse es, dass mein Leidensweg immer im Fokus steht beim Kennenlernen. Aber ich bin auch ein Mann von Ehrlichkeit. Was soll ich tun? Was meint ihr?
Ich will unbedingt wen, der mich schätzt und niemanden verstören. 

sicher - es ist nicht angenehm, beim ersten kennenlernen gleich alle blessuren bekennen zu sollen
aber viel wichtiger ist doch, dass du voll dahinter stehst, wie dankbar du bist, da noch einmal lebendig hervorgegangen zu sein - so viel glück haben nicht viele.

ich bin immer dafür, alle karten offen auf den tisch zu legen - wer will sich denn getäuscht fühlen?

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16. März 2018 um 11:32
In Antwort auf robin2208

Ich gebe dem nicht absichtlich viel Bedeutung, sag ich will kein Mitleid, es ist eben so, kann man nichts machen, etc.

Es bekommt viel Bedeutung durch das, was es ist. Eine todbringende Erkrankung.

ich findes es schade, dass Du so mit dummen stolz reagierst und somit von vornherein mit misstrauen einwirkst auf ein offenes kennenlernen.

logisch wird niemand durch die gegend ziehen und sich bewusst umsehen nach einem wie auch immer gestörten menschen.

vielleicht ist es auch für dich noch zu früh für partnerschaftliche annäherungen?
werde erst dein bester freund - dann werden alle weiteren annäherungen auch viel unverkrampfter.
nicht die anderen gucken schief auf dich - sondern du bist es, der voraussetzt, dass es so ist - leider.
menschen sind wie sie sind. darum umgeben sich die meisten genau mit jenen mitmenschen, die ihnen am ehesten gleichen, weil es vertrauter scheint im umgang.

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16. März 2018 um 12:07

Ja, daran hatte ich auch gedacht, dass du vielleicht sowieso damit rechnen solltest, dass sich heraus stellt, dass du noch gar nicht selbst bereit bist für eine Partnerschaft. Vielleicht besser dich Schritt für Schritt rantasten und einfach eine gute Zeit mit anderen und vor allem Frauen zu verbringen und dich nach und nach erst auf etwas Verbindlicheres einzulassen. Dein Bedürfnis viel über deine Krankheit zu sprechen lässt vermuten, dass du dich noch nicht so gut auf andere konzentrieren kannst. Für eine Partnerschaft wäre das schon wichtig, dass nicht nur der eine im Mittelpunkt steht, auch wenn es natürlich mehr als verständlich ist, dass es dich beschäftigt.

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16. März 2018 um 14:07
In Antwort auf robin2208

Hallo zusammen,
ich bin Robin 22 aus Köln und im Dezember 2014 an einem Hirntumor erkrankt. Infolge der Entfernung (zu 100%) und Therapie, bin ich 100% schwerbehindert (kann laufen, normal leben), habe eine Halbseitenschwäche (was man nicht wirklich sieht), einen zerstörten Gleichgewichtssinn (sieht für andere manchmal aus, als wäre ich betrunken beim laufen) und vom Gedächtnis/Kognitiv hab ich n kleinen "Schaden" aber nichts großes, mein Umfeld/Gegenüber merkt es kaum und erfährt es nur, wenn ich es sage.

Ich erzähle gerne und detailliert von mir/meiner Erkrankung jedoch sollte von dieser schwere/den Folgen Erkrankung beim ersten Date nicht direkt erzählen?!

Ich kann aber auch nicht lügen und bei Fragen rundum meinen Job (extra etwas für schwerbehinderte) liegt es nahe, von meiner Krebserkrankung zu erzählen, sodass andere mich verstehen etc.
Außerdem ist dieses komplexe Gebilde, welches mein Leben ausmacht, in meiner Erkrankung zentriert. Der Mensch, der ich heute bin, ist stark geprägt, durch das, was ich seit Dezember 2014 erlebt habe.
Ich bin fast verstorben, saß ne Zeit im Rollstuhl und bin unter anderem durch eine Lange OP-Narbe am Hinterkopf gezeichnet (welche man sieht, da ich einen undercut trage).

Ich hasse es, dass mein Leidensweg immer im Fokus steht beim Kennenlernen. Aber ich bin auch ein Mann von Ehrlichkeit. Was soll ich tun? Was meint ihr?
Ich will unbedingt wen, der mich schätzt und niemanden verstören. 

Ich bin seit 15 Jahren schwerbehindert und habe in dieser Zeit 2 Partnerschaften gehabt. Die erste ist leider zerbrochen. Mein Mann hat Krebs und MS, ich habe ihn so schon kennengelernt.

Ehrlichkeit währt am Längsten. Aus meiner Erfahrung ist nie der richtige Zeitpunkt gekommen, es zu sagen. Sag es beim ersten Date, wenn es sich ergibt, gleich. Du ersparst dir und ihr viele Enttäuschungen.
Du bist enttäuscht von dir selbst, dass du den Mut nicht aufbrachstest und sie dich eventuell dann später aufgrund der Erkrankung verlässt.
Sie ist enttäuscht, weil du ihr nicht das Vertrauen entgegenbringst, dich ihr zu öffnen. Und das ist die wichtigste Basis für jede Partnerschaft.

Zudem lässt der Krebs dir wenig Spielraum für Belastungen. Halte unnötige von dir fern, um weiter zu leben.

Viel Erfolg und gute Heilung!

 

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16. März 2018 um 20:37

Du bist du...ich würde es nicht sofort auf den tisch legen.sondern beim 2,3 date,wenn du spürst,es passt.
ich hatte mal eine affaire mit einem mann der hinkte.ich dachte er hinkt.egal..beim 1x sex sah ich seine beinprothese..störte mich nicht.aber ich hätte mir gewünscht,er hätte es gesagt.hätte nichts geändert.aber mein schreck wäre nicht passiert 
und wenn du abgelehnst wirst wegen sowas,sei froh,denn diese person ist herz -und gefühllos
viel glück

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16. März 2018 um 21:16

Das Leben ist ein Risiko...Meine Mutter hatte Darmkrebs,jetzt noch Brustkrebs.Ist aber fit...mit 87.jahren...leben und sein..der rest kommt sowiso wie es muss😁 

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18. März 2018 um 1:39
In Antwort auf persephone0hades

Darf ich fragen, was genau du beruflich machst und in was für einer Branche? Vielleicht findet man ein eloquentere Berufsbezeichnung, die nicht automatisch auf deine Behinderung schließen lässt.

Das wäre dann nämlich hilfreich für dich und auch nicht gelogen. 

Arbeit:
Aktuell, bis März 2019 eine spezielle Maßnahme für schwerbehinderte Jugendliche, quasi Jahrespraktikant. Beim Lvr als Verwaltungsfachangestellter.
Pläne im nächsten Jahr dort ne Ausbildung zu beginnen.

Mein Rückfallrisiko ist 10% bis 2025 etwa und in Deutschland gibt es keinen Fall, der unter meiner Voraussetzung rückfällig geworden ist.
Außerdem geht man von einem Rückfall eh nie aus.
 

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18. März 2018 um 1:58

Ich würde es davon abhängig machen, wie wohl du dich während dem Date fühlst und ob sich ein guter Moment dafür bietet. Wenn es dir nicht schwer fällt darüber zu reden, kannst du es ruhig ansprechen. Ich habe allerdings den Eindruck, du gehst damit recht gestärkt und offen um. Wer damit beim ersten Date nicht klar kommt, wird das auch nach dem 5.ten nicht. Aber so jemanden brauchst du auch sicher nicht an deiner Seite.

Viel Glück

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18. März 2018 um 4:55
In Antwort auf robin2208

Arbeit:
Aktuell, bis März 2019 eine spezielle Maßnahme für schwerbehinderte Jugendliche, quasi Jahrespraktikant. Beim Lvr als Verwaltungsfachangestellter.
Pläne im nächsten Jahr dort ne Ausbildung zu beginnen.

Mein Rückfallrisiko ist 10% bis 2025 etwa und in Deutschland gibt es keinen Fall, der unter meiner Voraussetzung rückfällig geworden ist.
Außerdem geht man von einem Rückfall eh nie aus.
 

Verwaltungsfachangestellter beim LVR klingt für mich ganz normal. Oder muss man um dort arbeiten zu können eine Behinderung haben? 
Hast du denn mal versucht bei Dates das LVR wegzulassen?

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18. März 2018 um 11:35

Das ist doch gut. Dann kannst du selbst wählen, wieviel du erzählst. Bei Arbeit in einer Behindertenwerkstatt wäre es schwieriger. Auch bei der Narbe kannst du sagen, sie ist von einer OP, ohne gleich den Rest der Geschichte zu erzählen. Wenn die Frau später mehr Interesse hat und du auch, dann ist dafür noch Zeit. Aber vielleicht ergibt sich alles ganz natürlich im besten Fall.
Bei meinem damaligen Freund war das so. Er hat mich zum Tanzen aufgefordert bei einer Veranstaltung und so viel Spaß am Tanzen gehabt. Er hat später am Abend dann erzählt dass er lange Zeit nicht mehr getanzt hat. Noch später, dass es wegen eines Unfalls war und erst nach mehreren Dates die ganze Geschichte mit Rollstuhl und OP. Das fand ich genau das richtige Timing, nicht verschweigen aber auch nicht überfordern.

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18. März 2018 um 17:37

Ich nehme an: Landschaftsverband Rheinland

Wikipedia Zitat: "Der LVR erfüllt rheinlandweit Aufgaben in der Behinderten- und Jugendhilfe, in der Psychiatrie und der Kultur. Er ist der größte Leistungsträger für Menschen mit Behinderungen in Deutschland, betreibt 41 Schulen, zehn Kliniken und drei Netze heilpädagogischer Hilfen sowie 19 Museen und Kultureinrichtungen. Er engagiert sich für eine inklusive Gesellschaft in allen Lebensbereichen."

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18. März 2018 um 20:54

Stellt sich jetzt nur die Frage, ob man eine Behinderung haben muss, um dort zu arbeiten? Da konnt ich jetzt beim groben suchen keine Informationen zu finden.

Wenn ja, lässt sich das schlecht vertuschen. Wenn nein, kann man ja auch einfach sagen dass man gerne mit Behinderten arbeitet.

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18. März 2018 um 21:52

Würde mich auch wundern, aber man weiß ja nie. 

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