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Das Verhalten eines "Opfers", oder doch nicht?

27. Juli 2010 um 13:33

Hallo Zusammen,

Ich bin neu hier und nervlich im Eimer. Ich möchte glauben, ich kann es aber nicht. Mir geht es nicht darum meine Beziehung zu analysieren. Mir geht es darum, ob sich jemand ein Verhalten wie folgt Psychisch vorstellen kann. Oder ob jemandem etwas Ähnliches Geschah und der Frau nachempfinden kann.

Ich verstehe es nicht Kann ein Mensch so handeln? Ich weiß dass hier niemand Orakeln kann.

Aber wie denken andere darüber? Ich weiß nicht was ich glauben soll. Kann sich jemand vorstellen, dass dies der Wahrheit entsprechen kann?

Frau steigt nach der Disko zu einem (fast) fremden Mann zum reden ins Auto, da sie in der Disko knutschten. Sie kannte ihn von der Bar, sie schrieben SMS und trafen sich in den Mittagspausen zum Kaffe. Dort schon versuchte er sie zu küssen. In der Disko dann, wurde sie von Ihm anscheinend überrumpelt. Zunächst machte sie aus der guten Stimmung (Tanzen, trinken usw.) heraus mit. Es steckten keine Schmetterlinge im Bauch oder sexuelle Dinge dahinter. Es war für sie in dem Moment einfach nur ein Spaß, es hätte auch eine gute Freundin sein können. Als sie merkte was sie da eigentlich tat, wollte sie die Disko verlassen und nach Hause. Sie ging zum Parkplatz an Ihr Auto.

Er folgte Ihr nach draußen was denn los sei. Sie meinte das war Scheiße! Ich habe einen Mann. Er wohl zu Ihr "Ich liebe dich". Sie daraufhin "Ich liebe Dich aber nicht, ich habe einen Mann". Er wollte mit Ihr noch reden.

Es bahnte sich vor der Disko anscheinend eine Schlägerei an. Sie bat ihn wegen der Rangelei, ein Stück mit dem Auto raus zu fahren. Um ihm ein für alle mal klar zu machen, dass sie nichts von Ihm will. Sie stieg ein und fuhren in Richtung Waldparkplatz. Sie wollte wohl vorne auf den Parkplatz, er fährt vorbei und bog in einen Waldweg ab und fuhr bis nach hinten zur Schranke durch. Sie redeten, sie machte ihm wohl im Gespräch klar, das es falsch war und sie nichts für Ihn empfindet. Er kam Ihr näher, nahm ihren Kopf und küsste sie. Sie drehte den Kopf beiseite, er drehte den Kopf wieder zu sich. Er zog ihr nach einer Zeit das Oberteil aus, sie lies es geschehen. Er küsste ihre Brust, anstatt dass sie deutlich Stopp sagte. Küsste sie Ihn weiter, damit er wohl nicht an die Brüste geht. Sobald sie den Kopf wegdrehte küsste er die Brüste. Das ging so 1,5 Stunden. Sie sagte während er ihre Brust küsste, schaute sie nach oben und wollte in dem Moment einfach nur zu Hause sein. Sie lies ihn machen, Ihr war nicht wohl dabei, aber so richtige Angst vor ihm und dass er es sich mit Gewalt holt, hatte sie wohl nicht. Sie sagt, sie sei neben sich gestand und lies in machen. Dabei zog sie Ihn auch noch aus. Beide oben ohne auf dem Liegesitz. Sie weiß nicht wie weit und ob überhaupt Ihre Hose unten war. (kann ein Mensch so abschalten?). Als Sie ihn dann aber an ihrer Vagina spürte, stosste sie ihn zurück, sagte anscheinend deutlich stopp, fahr mich zurück zu meinem Auto! Ich wollte das alles nicht.

So nun meine eigentliche Frage, denkt Ihr ein Mensch kann so etwas ohne direkten Gedanken daran er könne vergewaltigt werden, mit sich machen lassen? Also einfach nicht so weit denken? D.h. nicht deutlich "stopp" sagen, da einem in der Situation einfach unwohl ist? In dem Moment des Küssens, liebkosen der Brüste einfach neben sich stehen, dabei nichts empfinden. In dem Moment nach oben schauen und an zu Hause denken? Denken "lass ihn machen, irgendwann hört er auf". Eine Bemerkung noch, die Frau würde nicht einmal mit ihrem langjährigen Partner im dunkel in den Wald. Sie war es aber welchen den dunklen Waldparkplatz zum reden vorschlug.

Ich möchte nur das Verhalten verstehen können, was mir noch nicht gelingt. Ich fühle mich belogen, da ich es mir nicht vorstellen kann. Warum erst so spät nein sagen? Sich stellt sich als "Opfer" dar. Verhält sich ein Opfer so? Warum sagte sie dann nicht schon vorher, als er in den dunklen Weg fuhr, NEIN oder fahr bitte wieder nach vorne. Werde ich für dumm verkauft? Kann in solchen Situationen ein Verhalten wie dieses reell sein? Kann sich hier jemand in so ein Verhalten hineinversetzen? Oder meint Ihr, dass ein Mensch in so einer Situation anders reagieren müsste und sich die Frau nur aus Scham als Opfer darstellt? Dabei selbst Täter ist, da sie anders hätte reagieren müssen?

Gruß

GameOver

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27. Juli 2010 um 13:45

Menschen sind ja bekanntlich verschieden
Ich würde in so einer Situation anders reagieren.

Ich würde dem Kerl sofort die Schranken aufweisen und "nein" oder "stopp" sagen. Wobei ich auch sagen muss, dass ich nicht mal zu nem Kerl ins Auto steigen würde der zu mir "ich liebe dich" sagt. Mir währ der sofort nicht ganz geheuer.

Gut, es kann jetzt auch natürlich sein dass die Frau aus Scham oder Angst nicht "stopp" gesagt hat. Währe für mich dann aber immer noch die Frage weshalb sie da mitmacht und ihn auch noch auszieht o.O

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27. Juli 2010 um 14:14

Ne,
es gibt typische Opfer und irrationales Verhalten in Extremsituationen, aber das würde ich eher in die Kategorie Märchen einstufen. Da heisst es wirklich GAMEOVER - die betrügt Dich nicht nur, die hält Dich anscheinend auch noch für blöd!

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