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Das verflixte 7. Jahr?

28. März 2010 um 23:34

Oder fang ich jetzt an zu spinnen? Vorsicht, wird lang.

Als ich mich auf meinen Verlobten eingelassen habe, wußte ich ja, dass wir aus 2 verschiedenen Welten kommen. Er - der jüngste von 7 Kindern und ich als Einzelkind. Damals war ich ein halbes Jahr von meinem Ex-Mann getrennt, hatte eine 1 1/2 Jahre alte Tochter. Nach einem Jahr hatten wir bereits unser Söhnchen.

Nun mach ich einen Sprung zum Heute und zu meinem eigentlichen Problem. Ich bin eigentlich ein sehr emotionaler Mensch, habe die Ruhe, die mein Verlobter ausstrahlt eigentlich immer genossen - na gut, fast immer. Allerdings artet es auch manchmal in tagelanges Schweigen aus. Er spricht dann nur noch das nötigste mit mir. Was mich aber am meisten schafft, er rührt mich kaum an. Also ich meine, so Zärtlichkeiten, mal in den Arm nehmen, oder trösten, wenn es mir nicht gut geht, mal ein kurzes Streicheln oder mal sagen, dass er mich lieb hat usw.

Seit kurzem bekomme ich abends ein Gute-Nacht-Küsschen, wenn er ins Bett geht - toll, da hab ich auch jahrelang für gekämpft. Wenn ich ihn auf meine Defizite anspreche - was nun immer seltener wird - dann kriege ich z.B. zu hören: Du weisst doch, das ich Dich liebe, muss ich doch nicht laufend sagen... Er sagt es nie! Wenn ich mich beklage, dass er mir zu wenig seine Zuneigung zeigt, erklärt er mir, dass er mir schließlich zum Valentinstag einen Strauss Blumen und einen Pralinenkasten geschenkt hat, ob das etwa nichts ist...

Sex haben wir alle 2-3 Monate mal, das geht aber viel von beiden Seiten aus. Wobei er da genauso experimentierfreudig ist wie im Alltagsleben Einmal hab ich ihn meinetwegen weinen sehen, da haben die Ärzte Knoten in meiner Schilddrüse gefunden (was ja eigentlich nicht weiter tragisch ist), wo sie allerdings die Befürchtung hatten es könnte Krebs sein. Ja muss denn erst die Kacke am dampfen sein, bevor er mir Gefühle zeigt???

Ich muss dazu sagen bzw. schreiben, dass er immer da ist, wenn es drauf ankommt. Er ist ein sehr guter Papa und wird auch abgöttisch von unseren beiden geliebt. Er macht da auch keinen Unterschied zwischen den zweien, weil ja die Große nicht von ihm ist.

Was auch noch sehr belastend ist: Seine Schwester wohnt mit im Haus. Wir nutzen ein gemeinsames Bad und die Waschmaschine, wo sie ständig durch "unsere" Bude muss. Vor meiner Zeit lebten die Eltern schon nicht mehr und die beiden lebten wie ein Ehepaar zusammen (natürlich platonisch). Sie ist kleinwüchsig und mit sich und ihrer Umwelt mächtig unzufrieden. Hat lebenslanges, mietfreies Wohnrecht, was sich in diesem Fall in einem nebenkostenfreien Wohnrecht äußert. Es gab deswegen sehr oft, sehr heftigen Krach, weil ich nicht eingesehen habe, Strom, Telefon, Gas-Wasser-Sch.... für sie mitzuzahlen. Den Kampf hab ich natürlich verloren. Das sie allerdings meinen Kühlschrank plündert (von ihm ohne mein Wissen gestattet) hab ich ihr erfolgreich abgewöhnt.

Ich könnte da noch so einige Storries erzählen, wo sich wohl bei manchem die Haare sträuben. Wenn ich mich beklage, kommt nur ein "Du kennst sie doch. Die ist eben so. Ich will keinen Krach." Oder eben nur ein Schulterzucken. Komisch nur, mit ihr will keinen Krach, dann lieber meinen Unmut??? (Blut ist wohl doch dicker als Wasser)

Ich komme einfach nicht mit dem Leben klar, wie wir es jetzt führen, ohne Zärtlichkeiten, ohne greifbare Liebe, die man auch spürt, ohne Gespräche, ohne Einfühlungsvermögen seinerseits. Er kann sich nicht in mich hineinfühlen, will es auch irgendwie gar nicht. Wenn ich ihn frage, woran er gerade denkt, wenn er vor sich hin schweigt, dann sagt er: "An nichts." Er hat auch irgendwie keine Hobbys oder Interessen (ok. ab und zu Fußball und F1 im Fernsehen).

Er und unsere Kinder haben ein sehr inniges Verhältnis, wo ich irgendwie gar nicht richtig mit dazugehöre. Sie klammern beide sehr an ihm, ich bin eben da und mache alles und mecker viel (naja, was Ordnung angeht, hab ich drei Kinder).

Unterm Strich steht eigentlich - ich kann und will mich nicht trennen, weil ich es den Kindern nicht antun kann. So geh ich aber kaputt. Nun, ich hab ihn ja auch lieb, allerdings spüre ich, dass meine Gefühle weniger werden, dass macht mir ne heiden Angst.

Ich weiss nicht, was ich noch machen soll.

LG
Tinchen

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2. Mai 2010 um 20:39

Hallo
Mir erging es genauso wie dir. War auch jahrelang in einer unglücklichen ehe, kein verständniss von seiner seite. Keine Gefühle und auch alles was du so beschreibst.

Ich denke es ist ein Fehler nur wegen den kindern zusammen zu beiben. Ich habe auch zwei kleine zuhause und habe endlich die kraft und den Mut gefunden auszuziehen und mit den kindern ein neues leben anzufangen. wir werden nah zusammen wohnen und er kann immer kommen, denn er ist ein sehr lieber und guter papa.

Aber als ehemann ging er gar nicht. das heisst nicht dass ich keine fehler gemacht habe.

ich würde dir raten mal ne pause einzulegen in der beziehung und ne räumliche trennung erst mal.
sag ihm auch alles was du denkst und fühlst und wenn du danach keine besserung spürst dann musst du entweder so weiter leben oder dich trennen.

Was bringt auch den kindern einen unglückliche Mutter? Die bekommen dass ja auch mit wenn es dir immer schlecht geht und du traurig bist.

Ich denke man selber zählt auch noch und ich bin der meinung dass ich bestimmt irgendwann(was ich mir im mm wirklich nicht vorstellen kann), den richtigen finde.

Ich weiß nicht wie alt du bist aber ich bin erst 30 und möchte glücklich sein. Und das geht mit ihm nicht.

Vielleicht habt ihr eine chance, wie sieht es mit einer paar therapie aus?
Er gibt sich ja nicht wirklich viel mühe für dich, liebt er dich denn noch? Ich weiß ja nicht aber dann verhält man sich nicht so.

Ich wünsche dir viel Glück, und es ist zwar blöd aber jeder ist für sein persönliches Glück selbst verantwortlich. Und wenn er dich nicht glücklich macht musst du dich selber glücklich machen in dem du was änderst. er will es ja anscheinend nicht.

Liebe Grüße und nen Drückerchen.

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