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Das Tragische an der Emanzipation

9. August 2009 um 13:50

Liebe Leute,

Ich möchte hier mal ein paar Thesen in den Raum werfen, die mich schon länger beschäftigen.

Die Art und Weise, wie heute Emanzipation interpretiert und gelebt wird, hat den Frauen meiner Meinung nach viel Unglück gebracht.

Es geht mir keinesfalls darum, den Feminismus generell zu verteufeln oder in Frage zu stellen; ich denke keine Frau dieser Welt will hinter die erreichten Rechte und die erkämpfte Gleichstellung zurückgehen.

Sondern es geht mir in erster Linie um moderne Frauen- und Männerrollen.

Meiner Meinung nach ist das Grundmissverständnis des Feminismus, dass Männer und Frauen GLEICH sind. Männer und Frauen sind gleich, was die Rechte betrifft, die Menschenrechte. Ansonsten sind Männer und Männer und Frauen und Frauen und Männer und Frauen unterschiedlich und werden auch niemals "gleich" sein.


- Was hat die Frau durch die Emanzipation erreicht?
Sie hat der Frau wirtschaftliche Gleichberechtigung gebracht; d.h. sie kann sich ihren eigenen Beruf wählen. Doch nur ein Bruchteil ist erfolgreich, denn nachweislich wird den Lehrerinnen, Ärztinnen, Rechtsanwältinnen, Architektinnen und weiblichen Ingenieuren weder das gleiche Vertrauen wie ihren männlichen Kollegen entgegengebracht, noch werden sie gleich bezahlt.

Und die, die tatsächlich die so verlockende Gleichstellung erreichen, erreichen sie größtenteils auf Kosten ihres physischen und psychischen Wohlergehens. Wieviel Unabhängigkeit ist erreicht, wenn die Masse der arbeitenden Frauen und Mädchen die Borniertheit und den Mangel an Freiheit zuhause eintauscht gegen die Borniertheit und den Mangel an Freiheit in der Fabrik, den Ausbeutungsbetrieben, im Kaufhaus oder Büro? Dazu kommt die Belastung vieler Frauen, die nach einem harten Arbeitstag sich auch noch um Heim u. Hausarbeit kümmern müssen - kalt, trostlos, unaufgeräumt, unfreundlich! Was für eine herrliche Unabhängigkeit!

Eine sogenannte Unabhängigkeit, die einzig dazu führt, ein minimales Auskommen zu haben, ist nicht so verlockend und ideal, daß man erwarten könnte, eine Frau würde alles dafür hergeben.

- Eigentlich hat die Emanzipation dazu geführt dass Frauen alle Pflichten, die sie in ihrem traditionellen Rollenbild hatte behalten haben (Haushalt, Kindererziehung)und dazu noch die Pflicht bekommen haben sich selbst zu finanzieren.

- Männer sind immer weniger dazu bereit, sich festzulegen und eine Familie zu gründen. Sie schieben die Vaterschaft immer weiter raus oder verweigern sie ganz.

- klassisches Emanzensyndrom: die Abwertung von Müttern. 'NUR Kinder betreuen' / `nur Hausfrau. Das ist für viele offenbar etwas Minderwertiges, reduziert sich mehr oder minder auf 'Apfelkuchen backen'. Mit aller Gewalt will man Frauen einreden, Kindererziehung sei nicht anspruchsvoll, nicht interessant genug.

- Die Emanzipation hat das Denken hervorgebracht, nur klassische Erwerbsarbeit sei 'richtige' Arbeit. Es wird Zeit, dass die Gesellschaft kompetente (!) Kindererziehung endlich mindestens so stark honoriert und anerkennt wie das, was - in einer Arroganz, in der übrigens in trauriger Weise das alte Denken der Männerwelt fortgesetzt wird - allein für 'richtige' Arbeit gehalten wird. Statt typisch weibliche Tätigkeiten und Interessen massiv aufzuweten ( finanziell und vom Status her), hat die Emanzipation es fertiggebracht, sie unattraktiv zu machen und zu diskreditieren - mit der Folge, daß Aufgaben, die von entscheidender Bedeutung für unsere Zukunft sind, heute unerledigt bleiben.

'Wir schaffen es nicht Beruf und Familie vereinbar zu machen und nehmen nicht nur den Frauen die Möglichkeit, wieder ihren Beitrag zur Versorgung der Familie zu leisten, wir nehmen auch den Männern die Möglichkeit, wirklich Vater zu sein, nicht nur Zahlhansel.'

Aber warum schaffen wir das nicht? Weil wir, geprägt von einer unsäglichen Emanzipationshistorie, von völlig falschen Voraussetzungen ausgehen. Davon nämlich, die Mehrheit der Mütter sehne sich danach, ihre Kinder in Krippen abzugeben, um sich im Beruf 'verwirklichen' zu können. Die einen (Konservative) finden diese Vision grauenhaft und mauern dagegen - ohne aber den Bedürfnissen der Eltern in anderer (und angemessener) Weise Rechnung zu tragen. Die anderen (Linke) wollen diese Vision gern Wirklichkeit werden lassen -
und sind blind dafür, daß das die Probleme nur verlagert. In der Ex-DDR war die Geburtenrate, trotz 'idealer' emanzipatorischer Voraussetzungen (alle Frauen voll berufstätig, alle Kinder in Krippen) nicht mehr Kinder als im Westen.

Emanzipation im überkommenen Sinn ist der Versuch, Frauen zu überreden, sich wie Männer zu verhalten, und Männer, sich wie Frauen zu benehmen. Weil sie das niemals freiwillig getan haben, will man die äußeren Verhältnisse so gestalten, daß sie dazu gezwungen werden. Grandioser Plan, wirklich.

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9. August 2009 um 14:39

Ich glaube,dass
es unterschiede gibt zwischen frauen und männern. frauen haben nicht nur weibliche und männer nicht nur männrliche anteie, aber beide haben den graben links oder rechts.

es gibt gewisse dinge, die man wohl nie aus der welt schaffen kann. eine gewisse ungerechtigkeit wird immer bleiben. da alles andere auf dauer letztlich unecht ist.

emanzipation heisst für mich: tun, woraus ich lust habe.

ich habe typisch weibliche eigenschaften wie ein weiches, aufnehmendes wesen, schminken, frauenzietschriften, keine freude an technik usw.
und ich habe "männliche" eigenschaften wie zum beispiel, dass ich im denken relativ unabhängig bin und nicht zwei dinge gleichzeitig machen kann.

man sollte einfach man selbst sein, das ist das beste.

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11. August 2009 um 0:26

Hmm
Also wenn du zu Haus bleiben willst, kannst du dies gern tun, es ist schon blöd wenn man dafür dumm angemacht wird, aber das wirste als Frau eh, egal wofür du dich entscheidest... (wenn du nicht zu Haus bleibst finden andere wieder, du wärst eine Rabenmutter, will ich damit sagen). Das auf die ganze Emanzipation abzuwälzen find ich nicht so schlau. Ein bißchen Durchsetzungsvermögen gehört im Leben immer dazu, das brauchen Männer auch, wenn sie in dieser Welt zurechtkommen wollen.

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11. August 2009 um 10:41
In Antwort auf braith_12569071

Hmm
Also wenn du zu Haus bleiben willst, kannst du dies gern tun, es ist schon blöd wenn man dafür dumm angemacht wird, aber das wirste als Frau eh, egal wofür du dich entscheidest... (wenn du nicht zu Haus bleibst finden andere wieder, du wärst eine Rabenmutter, will ich damit sagen). Das auf die ganze Emanzipation abzuwälzen find ich nicht so schlau. Ein bißchen Durchsetzungsvermögen gehört im Leben immer dazu, das brauchen Männer auch, wenn sie in dieser Welt zurechtkommen wollen.

Ich stimme zu..
Das Problem ist nicht die Emanzipation, das Problem ist eher dass viele Frauen nicht dafür kämpfen wollen, so zu leben wie es ihnen richtig erscheint. Anstatt mal auf den Tisch zu hauen und sich dagegen zu wehren dumm angemacht zu werden für ihre Lebensweise, versuchen sie es allen recht zu machen und die eierlegende Wollmilchsau zu sein: Gute Hausfrau, gute Mutter, gute Partnerin, gute Bettgefährtin, gute Verdienerin.. sie reiben sich selbst total auf unter diesen ganzen Ansprüchen.
Es gibt auch Männer die das so machen, aber die werden dann gerne mal als Weichei betitelt, wenn sie es allen versuchen recht zu machen.

Ich glaube, dass ist vor allem ein Problem der letzten Generation, die sich von den alten Rollenbildern löst aber noch keine neuen zur Hand hat. Das wird sich sicher in den nächsten Jahrzehnten von selbst regulieren, wenn Abgrenzung und Aggressionen auch für Mädchen anerkannt werden. Momentan wird es ja einerseits gefordert am Arbeitsmarkt, und andererseits sanktioniert in der Erziehung.. für mich ein wichtiger Grund für das ganze Dilemma.

Und ja, sicher werden Männer und Frauen immer unterschiedlich bleiben, auch mit den selben Rechten. Daher stimme ich auch dem Eingangspost zu: Es ist an der Zeit, typisch weibliche Tätigkeiten aufzuwerten, und nicht die Frauen auf Teufel komm raus in die männliche Arbeitswelt zu integrieren. Welche Frau das möchte kann das gerne tun, und auch versuchen diese mehr an ihre Bedürfnisse anzupassen und umzugestalten. Aber ein lohnendes Ziel dafür zu kämpfen wäre sicher auch, sich nicht mehr für assistierende, helfende, erzieherische Tätigkeiten wie Arbeitnehmer zweiter Klasse behandeln und mit extrem geringen Löhnen abspeisen zu lassen. Die Frauen sollten stolz auf das sein was sie da leisten, dazu stehen und auch entsprechende Anerkennung fordern..

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11. August 2009 um 11:40

Das ist ja echt ein spannendes Thema..
Die Promotion würde ich gerne mal lesen, wenn sie fertig ist .

Meine persönliche Erfahrung ist anders, aber das mal in einer wissenschaftlichen Arbeit im gesamt-gesellschaftlichen Kontext zu sehen ist echt interessant. Ich habe es zum Beispiel immer gehasst, wenn wir in der Schule was mit technischen Bausätzen etc. machen mussten - ich hätte mich bestimmt sehr in einem Ingenieurs-Studium gequält. Kann sein dass Männer sich genau so quälen, aber die schienen mir doch eher Feuer und Flamme zu sein für sowas. Gut, ist sicher auch immer eine individuelle Sache..

Die andere Sache ist ja auch: wie viel steckt in der Berufswahl von persönlichem Ehrgeiz und wie viel ist der Gedanke "ich muss mal eine Familie ernähren".. wenn es vor allem letzteres ist, das Männer in anspruchsvolle technische Berufe treibt, dann würde es mir leid tun. Aber irgendwie kann ich mir schlecht vorstellen, dass das der Hauptgrund ist der viele Männer von Karrieren als Pfleger, Kindergärtner oder Familienhelfer abhält.. ich warte auf die Ergebnisse der Doktorarbeit.

Aber wie auch immer, diese Berufe aufzuwerten kann ja dann auch nur im Interesse aller sein, so dass sich auch sozial veranlagte Männer endlich nicht mehr für ihre Berufswahl rechtfertigen müssen..

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11. August 2009 um 13:13

Ja, schon klar.
Das hab ich ja auch nicht behauptet, dass das keine Frau gerne macht. Meine Schwester zum Beispiel hat Lego-Technik immer geliebt (macht aber heute auch was ganz anderes, das nur am Rande), und meine Schwägerin ist Maschinenbauerin. Ich hatte trotzdem den Eindruck, dass sich Jungs/Männer eben proportional gesehen mehr dafür interessieren, aber ich lass mich auch gerne eines besseren belehren (wie gesagt, ich warte auf die Doktor-Arbeit ).

Das erinnert mich gerade an eine BBC-Serie, wo sie männliche und weibliche Gehirne untersucht haben.. die einzige Frau, die Luftfahrttechnikerin war, hatte auch ansonsten eine sehr "männliche" Verschaltung im Gehirn, was zum Beispiel räumlichen Vorstellungsvermögen etc. anging. Für mich spricht das dafür, dass es durchaus Frauen gibt die so eine Begabung haben, aber dass sich viele auch nicht so sehr dafür eignen aufgrund ihrer "Verdrahtung" . Klar kann man alles lernen, aber wenn man zum Beispiel eine Begabung für Sprachen hat wird man nie so eine gute Ingenieurin werden wie man Übersetzerin hätte werden können (so als Beispiel). Genauso andersrum natürlich.. Aber darum ging es hier ja eigentlich gar nicht.

Ich wollte nicht das Mißverständnis aufkommen lassen dass ich gegen Frauen in technischen Berufen wäre, im Gegenteil ich finde das toll und auch fördernswert.. nur sollte das eben von der Hierarchie nicht über sozialen Berufen stehen, die durchaus auch anspruchsvoll sind nur eben auf eine andere Weise.

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11. August 2009 um 13:17


Im Prinzip hast du Recht.

Aber: Ich als Lehrerin verdiene genauso viel wie meine männlichen Kollegen- die besetzen nur öfter Funtkionsstellen. Im Gegenteil, ich verdiene sogar mehr als manche, die nur auf Angestelltenbasis beschäftigt sind. Meine Freundin, die Ärztin im Krankenhaus ist, kann das Gleiche berichten...

Nebenbei bemerkt: Um den hohen Lebensstandard zu halten, MUSS Frau arbeiten. Sonst funktionerts einfach nicht mehr...

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11. August 2009 um 14:01
In Antwort auf rosy_12119877


Im Prinzip hast du Recht.

Aber: Ich als Lehrerin verdiene genauso viel wie meine männlichen Kollegen- die besetzen nur öfter Funtkionsstellen. Im Gegenteil, ich verdiene sogar mehr als manche, die nur auf Angestelltenbasis beschäftigt sind. Meine Freundin, die Ärztin im Krankenhaus ist, kann das Gleiche berichten...

Nebenbei bemerkt: Um den hohen Lebensstandard zu halten, MUSS Frau arbeiten. Sonst funktionerts einfach nicht mehr...

Doppelverdienermodell
Ja, heutzutage müssen meist tatsächlich beide verdienen, um finanziell gut über die Runden zu kommen.

Hier kommt die Politik ins Spiel; anstatt beispielsweise Fremdbetreuung und Krippenplätze zu finanzieren, könnte der Statt auch die Betreuungszeiten der Eltern finanziell stärker unterstützen.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang, dass die Länder, die bislang als Vorreiter bei der Bereitstellung von Krippen-und Kitaplätzen gelten, mittlerweile sogar zurückrudern. ( )
in Schweden in den letzten Jahren eine Art Volksbewegung für das Hausfrauenmodell entstanden ist. Vertreter dieser Bewegung sehen in der häuslichen Kinderbetreuung keinen Rückfall in alte patriarchalische Strukturen, sondern einen Zugewinn an Freiheit für Eltern zugunsten ihrer Kinder. Das politische Engagement dieser Bewegung ist nicht folgenlos geblieben: Ab Mitte dieses Jahres werden in Schweden Eltern, die ihre Kleinkinder selber erziehen, ein Betreuungsgeld erhalten

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11. August 2009 um 14:19
In Antwort auf mina_12758409

Ich glaube,dass
es unterschiede gibt zwischen frauen und männern. frauen haben nicht nur weibliche und männer nicht nur männrliche anteie, aber beide haben den graben links oder rechts.

es gibt gewisse dinge, die man wohl nie aus der welt schaffen kann. eine gewisse ungerechtigkeit wird immer bleiben. da alles andere auf dauer letztlich unecht ist.

emanzipation heisst für mich: tun, woraus ich lust habe.

ich habe typisch weibliche eigenschaften wie ein weiches, aufnehmendes wesen, schminken, frauenzietschriften, keine freude an technik usw.
und ich habe "männliche" eigenschaften wie zum beispiel, dass ich im denken relativ unabhängig bin und nicht zwei dinge gleichzeitig machen kann.

man sollte einfach man selbst sein, das ist das beste.

Unterschiede zwischen Mann und Frau

Es mag sein, daß die (nachgewiesenen) statistischen Unterschiede, die zwischen männlichem und weiblichem Gehirn und Verhalten schon im Säuglingsalter existieren, relativ gering sind - so daß sie, gleiches 'Training' des Gehirns vorausgesetzt, auch gering bleiben oder gar nivelliert werden könnten.
Aber das unterschiedliche 'Training' ist eben nicht nur Resultat der bösen Umwelt, sondern in nicht unterheblichem Maße Resultat der Motivation des Gehirnbesitzers.
Hormone haben eine zentrale Rolle auf die Motivationslage. Der Hormonspiegel verändert das Denken und hat Einfluss auf die Motivation: woran habe ich Interesse?

Nehmen wir Mutterschaftsgefühle, also das Interesse und Mitgefühl für alles Niedliche, Hiflose. In jedem menschlichen Gehirn, weiblich oder männlich, sind 'Schaltkreise' dafür vorhanden, das sei der Autorin zugestanden. Aber ob sie aktiv werden, darüber bestimmen maßgeblich Hormone, unter anderem das 'Mutterschaftshormon' Prolaktin, und das wird nun mal (statistisch gesehen, Ausnahmen bestätigen die Regel) im Körper von Frauen (vor allem beim Vorliegen äußerer Reizem, wie einer Schwangerschaft oder dem Umgang mit kleinen Kindern) in deutlich größerem Umfang ausgeschüttet als in dem von Männern.

Es ist BEWIESEN, daß Hormone eine herausragende Rolle bei der Motivation von Menschen spielen. Das können Sie im Tierversuch nachweisen (spritzen Sie einem Rattenmännchen Prolaktin, hemmen Sie sein Testosteron, und es mutiert zur fürsorglichsten 'Mama')

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11. August 2009 um 14:26

Das hört sich theoretisch so schön an,
dass beide Eltern bspw. halbtags arbeiten und sich die Erziehungsarbeit 50/50 teilen - aber nicht jeden Beruf kann man halbtags ausüben, und meist sind damit große finanzielle Einbußen verbunden und die Aufstiegsmöglichkeiten etc verbaut oder erschwert... Und wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten, hat das Kind weder mit Mutter noch Vater viel gemeinsame Zeit unter der Woche.

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11. August 2009 um 14:57

Hi Galaktika
Ich finde das toll, dass ihr für euch das perfekte Modell gefunden habt, keiner von euch beiden zurückstecken muss oder sich zurückgesetzt fühlt, und sogar euer Kind quasi "nebenan" untergebracht ist und ihr jederzeit zu ihr könnt.

Trotzdem gehe ich davon aus, dass das nicht generell in allen Berufen so möglich ist, nicht jeder so ideale Bedingungen vorfindet bzw. sich schaffen kann, und auch nicht jeder das so handhaben möchte. Es gibt genügend Frauen, die gerne die ersten Jahre ganz für ihre Kinder da wären, beruflich vielleicht auch nicht so ambitioniert sind wie du, und es gibt wiederum Männer, die in ihrem Beruf so gefordert sind oder darin aufgehen, zB als Unternehmer oder Selbständige, und nicht nur halbtags arbeiten können/wollen...
Momentan habe ich das Gefühl, dass die Familienpolitik nur noch das Modell Doppelverdiener im Auge hat und unterstützt, und nicht mehr die Wahlmöglichkeit vorsieht, dass die Frau die ersten Jahre zuhause bei den Kindern bleibt. Zum Krippenmodell scheinen keine echten Alternativen vorgesehen und das finde ich einen sehr problematischen Trend.

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11. August 2009 um 15:36

Guter Punkt.
Inwiefern empfindest du es so, dass deine Weiblichkeit leidet?

Um mal ein bisschen wegzukommen von der Diskussion um Berufstätigkeit und Kinderbetreuung - woran machen wir heutzutage unsere Identität als Frau und Mann fest, was ist mit dem Gefühl von Weiblichkeit und Männlichkeit?

Ich sage mal ganz provokant: mit dem Gender Mainstreaming und der zunehmenden Verwischung von Frauen-und Männerrollen verschwindet auch die Romantik und der Kavalier.
Aber:
Trotz Emanzipation empfinden wir die Vorstellung abwegig, dass die Frau den Mann beim ersten Date einladen sollte.
Etwas Seltsames hat auch die bildliche Vorstellung, dass die Frau vor dem Mann auf die Knie geht und ihn um seine Hand bittet, oder dass eine 1,80m große kräftige Frau ihren 1,70 großen schmächtigen Freund im Dunklen nach Hause begleitet, um sicher zu gehen dass er heil ankommt

Wenn wir ehrlich sind, genießen wir Frauen es doch, wenn der Mann um uns wirbt, auch wenn wir eher unromantisch veranlagt sind.

Zunehmend heißt es aber von männlicher Seite: Sehen wir alles nicht mehr ein, ihr wollt doch emanzipiert sein. Warum sollen wir dann noch den Rosenkavalier spielen?



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11. August 2009 um 20:10

Das ist
nur der Anfang einer leidigen Geschichte! Es geht ja noch viel weiter!

Ich unterstütze den Beitrag voll und ganz und bin dafür dass Frauen wieder die kehrt wende schaffen zu dem wofür Sie vom Herrgottt und Jahrtausendlanger Evolution geschaffen wurde.

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4. August 2010 um 21:49

Etwas pessimistisch
ist deine ansicht schon.

1. gibt es verschiedene feministische strömungen, von denen eine große sich vor allem mit der UNGLEICHHEIT von mann und frau beschäftigt und wie man dennoch beiden gleiche chancen zugestehen kann.

2. überleg doch mal, wann die emanzipation erst angefangen hat. nachdem jahrtausendelang eine bestimmte rollenverteilung zwischen mann und frau herrschte, wird diese sicher nicht in ein paar jahrzehnten völlig verändert werden können.
dies ist ein langwieriger gesellschaftlicher und politischer prozess, in dem wir mitten drinstecken. dass dabei manches auch mal in die falsche richtung geht ist klar. gesellschaftliche prozesse sind eben nicht komplett kontrollierbar.

anstatt soviel zu kritisieren, sollte man sich überlegen, wie man es besser machen könnte und vor allem das schon erreichte verteidigen. denn auch das ist (noch) nicht selbstverständlich.

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4. August 2010 um 22:56
In Antwort auf amika_12466096

Ja, schon klar.
Das hab ich ja auch nicht behauptet, dass das keine Frau gerne macht. Meine Schwester zum Beispiel hat Lego-Technik immer geliebt (macht aber heute auch was ganz anderes, das nur am Rande), und meine Schwägerin ist Maschinenbauerin. Ich hatte trotzdem den Eindruck, dass sich Jungs/Männer eben proportional gesehen mehr dafür interessieren, aber ich lass mich auch gerne eines besseren belehren (wie gesagt, ich warte auf die Doktor-Arbeit ).

Das erinnert mich gerade an eine BBC-Serie, wo sie männliche und weibliche Gehirne untersucht haben.. die einzige Frau, die Luftfahrttechnikerin war, hatte auch ansonsten eine sehr "männliche" Verschaltung im Gehirn, was zum Beispiel räumlichen Vorstellungsvermögen etc. anging. Für mich spricht das dafür, dass es durchaus Frauen gibt die so eine Begabung haben, aber dass sich viele auch nicht so sehr dafür eignen aufgrund ihrer "Verdrahtung" . Klar kann man alles lernen, aber wenn man zum Beispiel eine Begabung für Sprachen hat wird man nie so eine gute Ingenieurin werden wie man Übersetzerin hätte werden können (so als Beispiel). Genauso andersrum natürlich.. Aber darum ging es hier ja eigentlich gar nicht.

Ich wollte nicht das Mißverständnis aufkommen lassen dass ich gegen Frauen in technischen Berufen wäre, im Gegenteil ich finde das toll und auch fördernswert.. nur sollte das eben von der Hierarchie nicht über sozialen Berufen stehen, die durchaus auch anspruchsvoll sind nur eben auf eine andere Weise.


Ich zähle mich dann wohl zu den Frauen in technischen Berufen
Bin im Moment dabei den Beruf der Schreinerin zu erlernen und muss zugeben, das ich wirklich oft eine "männliche Denkweise" an den Tag lege...

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4. August 2010 um 23:05

Du glaubst tatsächlich
das wäre alles, was aus der emanzipation folgt??? warum immer so eine einseitige sicht auf alles? in den 50ern durfte die bürgerin der brd nicht wählen, kein konto eröffnen, keinen beruf ohne erlaubnis des mannes ergreifen, war zum sex in der ehe verpflichtet, hat im falle der scheidung keinen unterhalt bekommen usw.

da diese zustände überwunden sind, kann man wohl mit fug und recht sagen, dass die emanzipation nicht nur schlechtes hervorgebracht hat! und dass es KEIN historischer rückschritt ist. so ein blödsinn aber auch. sollten wir frauen lieber anfangen müssen, unsere männer um erlaubnis zu bitten, wenn wir einen job haben wollen, damit wir möglichst nicht alle in die fänge des bösen bösen kapitalismus geraten??

sicher hat die emanzipation nicht nur gutes gebracht. aber sie darauf zu beschränken zeugt nicht gerade von weitblick.

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5. August 2010 um 9:33

Das Tragische an der Emanzipation
Ganz ehrlich, ich war im ersten Moment sprachlos.
Ich bin froh über die Rechte, die die Frau jetzt hat, über die Möglichkeiten, die ihr jetzt zugestanden werden. Klar ist alles nicht optimal und es gibt noch Verbesserungsmöglichkeiten, aber habt ihr mal wirklich darüber nachgedacht was wir für Privilegien haben??

Dieses Bild, wo Hausfrauen sich nur um den Haushalt kümmerten, gibt es erst seit den Fünfziger Jahren.
Vor dreihundert Jahren, mussten Frauen am Hof genauso mitarbeiten wie Männer. Feldarbeit, Holzarbeit. Da gab es keine schlichten Männer/Frau Trennung. Kinder liefen oft mit, oder wurden von den Großeltern versorgt, die sich auch um Kleinigkeiten von Hof kümmerten. Wie Eier von den Hennen holen oder sich um die Gänse kümmern.
Vor gut 150 Jahren, als die Industrialisierung einsetzte mussten Frauen genauso in die Fabriken um die Familien über die Runden zu bringen. Wie ihr wisst, waren die Löhne nicht gerade prickelnd.
Des nur zur Deutschland bzw. Europa.

Schaut euch nur mal Indien an. In keinem Land der Welt wird die Frau so wenig anerkannt, und muss soviel arbeiten.

Ich bin froh darüber, dass ich die Möglichkeit habe zu studieren, und dass es bei mir nicht heißt: Warum studiert sie, sie heiratet doch eh...
Ich bin froh darüber, dass ich zum Wählen gehen darf!
Ich bin froh darüber, dass ich meinen Mann nicht fragen muss, ob ich arbeiten darf und dieser dann meinen Lohn abholt!
Ich bin froh darüber, dass wir wenigstens theoretisch Aufstiegschancen haben und das wir lernen dürfen was wir wollen.

Das Frauen nicht wissen, wie sie sich wo verhalten sollen ist eher ein persönliches als ein gesellschaftliches Problem.
Wieviele Frauen sind hier für Gleichberechtigung, wollen aber noch altmodisch von ihren Verehren zum Essen, Kino oder sonstige Sachen einladen werden?
Wenn Männer meinen sich wie ein Pascha aufführen zu können, dann sind wir Frauen auch teilweise selbst schuld, weil wir ihnen das Durchgehen lassen.
Das ist nur ein Beispiel. Ich finde nicht, dass Männer besser sind wie Frauen. Wir sind anders.
Wir denken anders und handeln anders.
Deswegen bin ich für Gleichberechtigung und nicht für Gleichheit.
Und Menschen neigen dazu über das zu jammern, was sie im Moment nicht haben.
Weil das Gras an der anderen Seite ja VIEL GRÜNER ist.

Ich bin froh darüber, was wir schon erreicht haben. Klar ist vieles noch nicht optimal aber die ersten Schritte sind gemacht!

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5. August 2010 um 11:31

Ich sag da nur eins dazu....
Die Emanzipation hat nie stattgefunden.

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5. August 2010 um 15:10

Leben uns Leben lassen
..und nicht vorschreiben, das ist doch die Devise.

Ich lasse mir mein Mann-Sein nicht nehmen.

Frau Schwarzer ist getrieben von Gerechtigkeitssinn und ich glaube sogar, dass sie Respekt vor Männern hat.

Aber sie sieht mir zu schwarzweiss. Sie unterscheidet nicht zwischen Rape Game und echter Vergewaltigung, zwischen freiwilliger und erzwungener Prostitution. Für sie ist männliche Dominanz grundsätzlich bäh, und das ist zu kurz gedacht.

Statt Männern ihre Männlichkeit auszutreiben soll man sie ihnen lassen und ihen zusätzlich Sozialkompetenz als Regulator dazugeben. Erziehung ist doch eine Frauendomäne. Lasst die Männer Männer sein, ihr Frauen habt nichts von kastrierten Jasagern. Davon profitieren nur sehr männliche Frauen, die ihre eigene Männlichkeit gegen andere Männer durchsetzen wollen.

Aber den normalen Frauen hilft das nicht.

Jeder sollte so sein dürfen wie er ist, solange er sich an das Grundgesetz hält.

Ob jetzt Mannweib, femininer Mann, Transsexuelle/r, ist doch egal. Auch die Rollenverteilung sollte so sein wie die Menschen sich finden. Es soll "klassische" Paare geben dürfen, was ich eher gutfinde, aber wenn es Beziehungen gibt wo der Mann im Tütü auf allen Vieren putzt und die Frau die Befehle gibt, dann ist das eben so, solange beide das so wollen.

Ohne Vorschrift wer jetzt wie zu sein hat!

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5. August 2010 um 16:07

Leb doch so, wie du leben willst und hör auf zu urteilen
Wenn du Hausfrau sein willst- tue es doch. Leben ist Entwicklung- alles hat Vor-und Nachteile- und heute sucht sich jeder aus, was er will, das ist doch toll. Früher mussten Frauen heiraten, oft jmd. den sie nicht mal mochten- Männer hatten Blumenmädchen, Liebe war selten im Spiel- es war ein Geschäft. Heute sind wir soweit, dass wir aussuchen können was wir möchten. Mann hat sich damals gebunden- äußerlich, gesellschaftlich- meinst er war nett zu seiner Frau, wenn er sie nicht mochte- heute geht er wenigstens. Ich finde es gut, dass wir heute leben... früher war Ehe ein Gefängnis... Wir müssen nur lernen uns gegengeschlechtlich über Offenheit zu verstehen ohne Vorurteile- ohne Schubladen.. Männer und Frauen sind verschieden... und wenn man das jeweilige Geschlecht wirklich versteht, dann entsteht Liebe und Liebe ist schön. Egal ob Frau dann arbeiten gehen will oder nicht- das ist individuell und wir sind frei. Ist das nicht toll? Freidenkende Frauen mussten in die Prostitution- oder auf den Scheiterhaufen das ist doch schlimm, oder?

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5. August 2010 um 16:20

Oh ja, die armen armen Männer!
Wie viele Frauen werden von ihren Männern geschlagen, misshandelt und missbraucht und wie viele Männer werden geschlagen? Da ist schon ein großer Unterschied da.
Und dass 70% der Frauen nicht strafrechtlich verfolgt werden, liegt daran dass ihr Männer zu 'stolz' seid, Frauen anzuzeigen.
Schließlich ist nicht gerade männlich, zuzugeben, dass man von einer Frau geschlagen wurde.

Wegen den Steuern. Pah, dass ich nicht lache. Könnte es vielleicht daran liegen, dass Frauen durchschnittlich weniger verdienen wie Männer? Dass sie oft nicht so gute Chancen haben, an Positionen zu kommen, wo man richtig Kohle verdienen kann, weil Männer bevorzugt werden?

"Wieso müssen Männer die ganzen unzumutbaren Drecksjobs und Todesberufe übernehmen?"
Wie viele Frauen arbeiten nur halbtags in i-welchen bescheuerten Minijobs, wo man sein Hirn sowieso nicht benutzen darf?
Oder wie viele Frauen putzen Klo's um ihre Familien durchzubringen?
Also bitte!

Und zu den 95% der Männer die weggesperrt sind. Hmm, vielleicht weil viele Männer eher zu Aggressionen oder Gewalt von Natur aus neigen. Hat etwas mit den Testosteron Spiegel zu tun. Nein, des wäre zu logisch! (Ironie!!!)

Alles im Allem. Ja ihr Männer seid arme Schweine. Ihr werdet ständig von den bösen bösen Frauen unterdrückt.
Schon mal überlegt, dass es den Staaten, wo die Frauen wenigstens auf dem Papier gleichberechtigt sind, deutlich besser geht, als dort, wo Frauen unterdrückt werden?

Wenn dir Deutschland so böse ist: Warum wanderst du nicht aus wie zum Beispiel Indien, oder China?
Ich meine, dort sind Frauen nichts wert, aber der Staat ist klasse. (Weitere Ironie!)

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5. August 2010 um 21:35

Ich habe jetzt nicht alles hier gelesen, doch...
... habe ich mir schon oft den ein oder anderen Gedanken zum Thema gemacht (was mir sogar die Anmeldung in diesem Forum wert war -> Hi an alle )

Ich denke, dass die Emanzipation vollkommen aus dem Ruder gelaufen ist. Und zwar von Anfang an. Nicht deshalb, weil an der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau etwas auszusetzen ist, sondern weil sie sich zum Ziel gesetzt hat, aus Frauen Männer zu machen.

Mmn hätte das Ziel einer Emanzipation sein sollen, Frauen mit ihren ganz eigenen, fraulichen Eigenschaften die gleiche Anerkennung entgegen zu bringen, als Männern mit ihren männlichen Eigenschaften. Sie hätte Frauen und Männern (ich erwähne hier bewusst beide Geschlechter) klar machen müssen, dass beispielsweise die Erziehung eines Kindes höchste Anerkennung verdient und eine erziehende Mutter eben nicht gleichzeitig eine "Karriere" verfolgen muss (Betonung auf "muss". Sie soll dürfen, wenn sie will!), um etwas "wert zu sein".

Ich denke in diesem Sinne eher konservativ (Frauen hinter den Herd... ), ohne dass das für mich den geringsten negativen Beigeschmack hat. Denn Frauen und Männer sind nunmal verschieden, was auch gut so ist.

Doch statt die Frau als Frau anzuerkennen, wird Frauen und Männern durch Werbung, Gesellschaft, usw. suggeriert, eine Frau zu sein, wäre "nichts wert".

Ich sehe das momentan propagierte Frauenbild als eine einzige Farce. Vordergründig wurde ihnen "Anerkennung" gewährt, doch hintergründig sehe ich eine sich im freien Fall befindliche Degradierung zum Sexsymbol (man beachte Werbung, rasanter Anstieg von Pornographie, "tatsächliches" Frauenbild in der Arbeitswelt, usw.).

Frauen beschweren sich immer häufiger, dass es immer weniger "echte Kerle" gäbe. Wie auch? Männer werden regelrecht in ihre Rolle als Weichei gedrängt. Und umgekehrt beschweren sich die Männer, dass es keine "echten Frauen" mehr gibt. Nur noch karrierebesessene "Mannsweiber".

Ich denke, die Emanzipation hat uns da etwas eingebrockt, das sehr tief in die Frau-Mann Beziehung eingreift. Und zwar zu einem großen Teil nicht zum Besseren. Deshalb wird mir, wenn ich so eine "Kampfemanze" sehe, regelrecht übel. Und zwar im Sinne von Frauen UND Männern.

Grüßle

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6. August 2010 um 12:14

Die Emanzipation wurde sich doch wieder mal schnell...
... von den Männern unter den Nagel gerissen und so 'vergewaltigt', dass der Nutzen wieder mal IHNEN zu Gute kommt...

Die (kritiklose) Frau von heute arbeitet doch bis zum Umfallen und macht trotzdem weiter.

Wer als Frau aber klug ist, der (die) fällt auf den Kram nicht rein und hält sich die ganze Arbeit hübsch vom Hals... Männer müssen wieder mehr tun für eine Frau... zu viele lassen sich gehen, lassen sich regelrecht hängen. Die Frau arbeitet, verdient Geld, arbeitet dann zuhause alleine weiter, während der Mann Freiräume zum Fremdgehen hat...

DAS ist für mich das Resultat der sogenannten Emanzipation.

Nicht mit mir, Freunde... Da ich für meinen Lebensunterhalt arbeite, mache ich KEINE Hausarbeiten für einen Mann. Ich pfeife darauf, verheiratet zu sein um dem Mann den 'Hintern hinterherzutragen'. Aber viele Frauen tun es einfach immer weiter.

Ich glaube, man kann Frauen generell besser ausnutzen als Männer. Leider ein Grund für das Scheitern der Emanzipation.

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7. August 2010 um 12:30


Du möchtest mir damit also nun quasi sagen, dass ich nicht weiß was ich will oder unweiblich bin.... mh irgendwie kein Kompliment für eine Frau, die mit ihrer deiner Meinung nach unweiblichen Berufswahl rundum glücklich ist "-.-

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9. August 2010 um 16:11

Emanzipation?
Hallo!
Ich habe jetzt versucht alle Beiträge zu lesen. Ich finde fast in jedem Beitrag steckt ein guter Ansatz und irgendwie wollen wir doch alle das selbe sagen!

Wir Frauen sind froh, dass wir heute wählen und den ehelichen Pflichtsex verweigern dürfen. Ist das Emanzipation? Ist es nicht einfach eine Folge des Wandels, den die Zeit sowieso bringt? Heute ist es auch egal ob heterosexuell, homosexuell, bisexuell, metrosexuell oder sonst was! Wir haben entdeckt, dass kein MENSCH aufgrund Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Religion (und sexuellen Vorlieben) eigentlich schlechter ist als der andere! Das sollte heutzutage aber selbstverständlich sein!
Aber was die Geschlechterrolle betrifft...! Emanzipation? Das ist doch überhaupt nicht möglich!
Frauen sind Frauen und Männer sind Männer! Daran wird es nichts zu rütteln geben. Männer haben nun mal bekanntermaßen mehr Muskelkraft und Frauen müssen Kinder kriegen!

Ich bin im 9. Monat schwanger und merke mehr denn je, dass die Emanzipation (was für mich die vollständige Gleichstellung zwischen Mann und Frau bedeutet) nicht gibt!
ICH bin 10 Monate schwanger - weswegen ich vielleicht teilweise körperlich eingeschränkt bin -, ICH bin 14 Wochen in Mutterschutz und aus MEINEN Brüsten kommt Milch. Mein Mann wird mir nicht helfen können, obwohl er es gern täte. ICH musste deshalb meinem Chef verkünden, dass er von meiner tollen Ausbildung in nächster Zeit nichts haben wird und sich um einen Ersatz bemühen muss. ICH muss mich früh entscheiden, wann ich wieder ins Berufsleben zurückkehre und hoffen, dass mit dem Kind alles klappt und man mich noch braucht!
Und wenn ich ehrlich darüber nachdenke...! Wäre ich Chefin einer Firma, würde ich wohl deshalb lieber einen 30jährigen, verheirateten, bisher kinderlosen Mann einstellen statt sein weibliches Pendant! Auch wenn ich das objektiv betrachtet äußerst unfair finde!
Trotz all dem habe ich bei mir in der Firma in diesem Zusammenhang eine sehr positive Erfahrung machen dürfen, trotz "altmodischem" Chef!

Und privat? ICH bin diejenige die entweder Vorwürfen von Müttern, die es für das wichtigste halten die Kindererziehung selbst für die nächsten 18 Jahre 24 h am Tag zu übernehmen, ausgesetzt ist. Oder die um Anerkennung kämpfen muss, wenn sie sich tatsächlich für Heim und Herd auf ewig entscheidet!
Genauso teilt sich plötzlich die Masse meiner Bekanntschaften in diejenigen, die es für selbstverständlich halten, dass mein Mann solidarisch weniger Alkohol trinkt und selten bis früh morgens allein um die Häuser zieht, mich früher als gewohnt nach Hause begleitet, in seinen Hobbys kürzer tritt und mir jederzeit unterstützend unter die Arme greift, wenn ich schon diejenige bin, die unser Kind austrägt. Und die andere Seite vertritt beharrlich die Meinung, dass mein Mann unterm Pantoffel steht und versteht nicht, wie er sich so extrem auf die Vaterrolle vorbereiten muss und sich darauf freut!

Was ich aber alles in allem gelernt habe...! Vorwürfe und Unverständnis ernte ich aber fast ausschließlich von meinen Geschlechtsgenossinnen!
Kein Mann würde mich dafür verurteilen, wenn ich schnell wieder arbeiten gehen möchte. Die meisten sind vielleicht sogar mittlerweile bereit mehr als die zwei Monate daheim zu bleiben, in denen es vom Staat Elterngeld gibt. Fast jeder Mann kann heute kochen, eine Waschmaschine bedienen und weiß wie ein Staubsauger funktioniert. Die meisten Männer würden es auch verstehen, wenn eine Frau nicht stillen möchte um unabhängiger zu sein und sie auf wunde Brustwarzen verzichten möchte. Oder wenn eine Frau sich bei der Geburt mit Schmerzmittel vollpumpen lassen würde!
Genauso würden die wenigsten Männer meckern, wenn die Frau zuhause bleibt und ihn jeden Tag bekocht und er sich nicht um den Haushalt kümmern muss.

Ich habe auch bei mir auf der Arbeit die Erfahrung gemacht, dass Frauen in Führungspositionen mittlerweile selbst von altmodischen Männern anerkannt werden (Hallo, wir haben eine BundeskanzlerIN!!!! Auch Opa Müller wusste, dass das passieren wird, wenn er bei der CDU ein Kreuzchen macht!). Leider schlägt ihnen fast immer der Neid von ihren Geschlechtsgenossinnen entgegen, die sich dann gegenseitig in den Rücken fallen und sich hinter eben jenem schlecht machen.
Eine Reifen wechselnde Frau würde von den meisten Männern Anerkennung ernten (manche fänden das sicher sogar sexy). Frauen würden darüber mit Sicherheit die Nase rümpfen und Worte verlieren wie: "Würde die lieber mal ihrem Mann was gescheites kochen!"
Frauen dürfen auch Sport eher weniger fanmäßig, z.B. im Stadion, verfolgen! Das sind nämlich entweder die, die keinen Mann abkriegen (zu erkennen an der leicht korpulenten Figur) oder die billigen Schlampen, die hoffen einen mit Geld abzuschleppen (zu erkennen an den optischen Reizen). Männern allerdings würde beides vermutlich gar nicht auffallen und sie würden schon gar keinen Kommentar darüber verlieren! Die machen das worum es eigentlich geht: Sie verfolgen den Wettkampf! Bei Frauen ist das allerdings anders!

Sollten wir uns nicht endlich mal solidarischer gegenüber unserem eigenen Geschlecht zeigen und unsere Fähigkeiten gegenseitig anerkennen statt neidisch mit den Fingern auf andere Frauen zu zeigen?
Wenn wir zusammenhalten und nicht gegeneinander kämpfen würden, würden wir mit Sicherheit noch einige Unterschiede wettmachen können, denen wir noch gegenüber Männern ausgesetzt sind!

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9. August 2010 um 16:41

Du hast absolut Recht, Ehegatte...
... das sehe ich natürlich genau wie Du. Die Gesetze sind wirklich unglaublich...

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12. August 2010 um 1:04

Emanzipation
um die Sache kurz auf den Punkt zu bringen (denn aus deinem Beitrag lese ich in erster Linie negative Assoziationen in Bezug auf Emanzipation heraus)

wir habe es dieser Bewegeung zu verdanken, dass:

- Frauen inzwischen Wahlrecht haben

- Frauen, durch eigene Berufstätigkeit (und somit finanzielle Unabhängigkeit) es nicht mehr nötig haben, Misshandlungen der eigenen Person und Kinder über sich gehen zu lassen

und diese VORTEILE überwiegen - mit Verlaub - alle philosophischen Einwände

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