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Das liebe Geld

5. November 2016 um 10:42

Hallo Leute,

ich bin seit 5 Jahren in einer festen Beziehung mit gemeinsamer Wohnung und bin soweit auch glücklich was die Gefühle und den Umgang miteinander angeht. Allerdings zeichnet es sich immer mehr ab, dass sich unsere Leben in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Ich stehe am Ende meines Medizinstudiums und werde bald in der Lage sein, meinen Lebensstandard deutlich anzuheben. Ich arbeite darauf hin, irgendwann mal ein Haus zu finanzieren und meinen Kindern ein schönes Leben zu bieten und auch öfter mal in den Urlaub zu fahren/fliegen und ihnen eine gute Ausbildung zu finanzieren. So ungefähr wünsche ich mir meine Zukunft. Mein Freund hat nach seinem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Rohrschlosser gemacht, will aber auf keinen Fall in seinem Beruf arbeiten. Danach hat er versucht, sein Abitur nachzuholen, was an Faulheit gescheitert ist. Seitdem arbeitet er 30h die Woche bei Edeka, wobei nicht viel rumkommt. Bei unserem momentanen spartanischen Lebensstil reicht es, um von der Hand in den Mund zu leben, schon seit 4 Jahren, aber ich würde bald gerne mal anfangen, unser Leben weiter aufzubauen. Ich habe schon oft mit ihm geredet, dass er bei seinem jetzigen Verdienst nicht in der Lage sein wird so ein Leben zu unterhalten es sei denn ich bezahle alle überschüssigen Kosten und dass ich mir wünschen würde, dass er auf eine Vollzeitanstellung mit vernünftigem Gehalt hinarbeitet, um mich entlasten und sich selbst auch etwas leisten zu können (Kinder, Urlaub, er will auch unbedingt ein altes amerikanisches Auto fahren) Aber er leht das strikt ab, weil er der Meinung ist, andere Jobs würden ihn unglücklich machen und das Geld, das er jetzt hat würde reichen für ein normales Leben, weil er ja auch garnicht unbedingt mehr will. (Aber schon Kinder, Haus und ein Auto übersteigen sein Budget und das will er) Nun meine Frage: ich fühle mich ausgenutzt, weil ich mir für seine Trägheit den Arsch abrackern soll um ein angenehmes Leben zu finanzieren, er ist der Meinung, ich wäre nur aufs Geld fixiert und ungerecht zu ihm. Ich hätte gern eure Meinung dazu. Ist mein Anspruch wirklich so schlimm? (Vollzeitjob, um eine Familie finanzieren zu können) Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

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5. November 2016 um 15:34

Hatte auch mal eine Beziehung wo der Kontrast zu groß war. Ich 60-70 Std.in der Woche gearbeitet und gutes Geld verdient. Meine damalige Freundin nicht gearbeitet, kein Geld gehabt und riesige Träume (Haus,Auto,Urlaub,Kind gute Ausbildung und und und). Ich meinte nur: du schaffst es nicht einmal 50.- DM im Monat zu sparen von was willst du dir diesen Luxus kaufen. Hin und her wir haben uns dann nach einem Jahr getrennt. Dieses Jahr habe ich sie wieder getroffen und super: 5 Kinder,HartzIV oder wie das heißt, Schulden (P-Konto) geschieden, Fett und die ganze Palette. Es genau so gekommen wie ich es voraus gesagt habe.  Ich; guten Job,Haus,Geld,Urlaub,keine Schulden, 2 Töchter eine die studiert, meine große fertig mit Studium und verdient richtig Geld. Das habe ich ihr doch vor 20 Jahren schon angesehen und gewusst das da nix mehr passieren wird. Ein Mensch kann und wird sich nicht ändern. Sie ist wie ihre Eltern und ich bin wie meine Eltern Punkt

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5. November 2016 um 17:37

Sehr einfühlsam von dir, mich als gefühlskalte Abzockerin hinzustellen. Ich führe diese Beziehung seit 5 Jahren aus Liebe und am Anfang waren wir beide noch auf einer ähnlichen Spur, was die Zukunft anbetrifft, aber während ich mein Ding durchgezogen habe, hat er nach und nach alle Brücken abgebrochen und sich in seiner Teilzeitstelle vergraben. Ich habe ihn bei seinem Abitur und bei seiner Arbeit unterstützt, in der er am Anfang noch Aufstiegsambitionen hatte, hab mich neben meinem Studium abends mit ihm hingesetzt und gelernt, finanziell ausgeholfen, wenn es eng wurde und bin etliche Kompromisse eingegangen, weil ich ihn liebe! Aber je mehr ich tue, desto weniger gibt er zurück. Ich mache immer mehr den Haushalt allein, übernehme immer mehr die förmlichen Angelegenheiten und hab auch bald die alleinige finanzielle Verantwortung auf meinen Schultern und das nicht weil er nicht kann, sondern weil er nicht will. Für dich ist das ja offenbar selbstverständlich, dass einen das in einer Beziehung endlos glücklich macht, für mich leider nicht. Ich habe noch nicht gesagt, dass ich die Beziehung beenden will, das würde mir ebenso das Herz brechen.

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5. November 2016 um 17:45

Weil in solchen Beziehungen die Frau sich um Kindererziehung und Haushalt kümmert. Den Haushalt mache ich aber auch allein und daraus schließend vermute ich, dass ich dann später auch zum Großteil die Kinder allein versorgen muss. Ein bisschen Entlastung hätte ich schon gern.

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5. November 2016 um 18:39
In Antwort auf eeva_12969235

Weil in solchen Beziehungen die Frau sich um Kindererziehung und Haushalt kümmert. Den Haushalt mache ich aber auch allein und daraus schließend vermute ich, dass ich dann später auch zum Großteil die Kinder allein versorgen muss. Ein bisschen Entlastung hätte ich schon gern.

Dann verstehe ich dich aber wirklich nicht . Mit diesem Wissen führst du eine Beziehung - die offensichtlich keine Zukunft hat ?

Ich finde ihn übrigens auch "faul" - da für mich ein Mann der nur Teilzeit arbeitet, wenn keine Kinder vorhanden sind, es sich aber verdammt leicht macht .

Wie sieht denn seine finanzielle Situation aus - wenn du nicht mehr da bist ?!

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5. November 2016 um 21:04
In Antwort auf eeva_12969235

Hallo Leute,

ich bin seit 5 Jahren in einer festen Beziehung mit gemeinsamer Wohnung und bin soweit auch glücklich was die Gefühle und den Umgang miteinander angeht. Allerdings zeichnet es sich immer mehr ab, dass sich unsere Leben in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Ich stehe am Ende meines Medizinstudiums und werde bald in der Lage sein, meinen Lebensstandard deutlich anzuheben. Ich arbeite darauf hin, irgendwann mal ein Haus zu finanzieren und meinen Kindern ein schönes Leben zu bieten und auch öfter mal in den Urlaub zu fahren/fliegen und ihnen eine gute Ausbildung zu finanzieren. So ungefähr wünsche ich mir meine Zukunft. Mein Freund hat nach seinem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Rohrschlosser gemacht, will aber auf keinen Fall in seinem Beruf arbeiten. Danach hat er versucht, sein Abitur nachzuholen, was an Faulheit gescheitert ist. Seitdem arbeitet er 30h die Woche bei Edeka, wobei nicht viel rumkommt. Bei unserem momentanen spartanischen Lebensstil reicht es, um von der Hand in den Mund zu leben, schon seit 4 Jahren, aber ich würde bald gerne mal anfangen, unser Leben weiter aufzubauen. Ich habe schon oft mit ihm geredet, dass er bei seinem jetzigen Verdienst nicht in der Lage sein wird so ein Leben zu unterhalten es sei denn ich bezahle alle überschüssigen Kosten und dass ich mir wünschen würde, dass er auf eine Vollzeitanstellung mit vernünftigem Gehalt hinarbeitet, um mich entlasten und sich selbst auch etwas leisten zu können (Kinder, Urlaub, er will auch unbedingt ein altes amerikanisches Auto fahren) Aber er leht das strikt ab, weil er der Meinung ist, andere Jobs würden ihn unglücklich machen und das Geld, das er jetzt hat würde reichen für ein normales Leben, weil er ja auch garnicht unbedingt mehr will. (Aber schon Kinder, Haus und ein Auto übersteigen sein Budget und das will er) Nun meine Frage: ich fühle mich ausgenutzt, weil ich mir für seine Trägheit den Arsch abrackern soll um ein angenehmes Leben zu finanzieren, er ist der Meinung, ich wäre nur aufs Geld fixiert und ungerecht zu ihm. Ich hätte gern eure Meinung dazu. Ist mein Anspruch wirklich so schlimm? (Vollzeitjob, um eine Familie finanzieren zu können) Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Willkommen Kollegin

Ich denke Du hast den Anfang vom Ende schon köngst eingeläutet. Falls nicht, sehe ich bei Euch nur eine Zukunft, wenn ihr das klassische Rollenmodell umdrehst. Du wirst die Versorgerin der Familie und machst (hoffentlich) Karriere und er wird der Hausmann und Kindererzieher. Lass Dir in Gottes Namen nicht den schönsten Beruf der Welt ausreden und ihn als Regaleinräumer arbeiten, damit er glücklich ist.

Es gibt nur die 2 Möglichkeiten: Trennung oder Umdrehung des Rollenmodells.

P.S. Weißt du schon, in welche Richtung Du gehen wirst? Worauf hast Du Dich spezialisiert?

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5. November 2016 um 21:05

doch, das kann und muss sie verlangen!

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Von: jolan_12872268
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5. November 2016 um 19:11
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