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Das kribbeln im Bauch vs. psychische Selbstständigkeit

19. September 2013 um 15:06

Hallo alle da draussen.

Da ich im Moment sonst mit niemanden darüber großartig reden könnte, lasse ich meinen Gedanken hier mal freien Lauf. Vielleicht findet sich jemand darin wieder.

Ich bin seit Januar 2013 in einer glücklichen Beziehung. Anfangs war es eine Fernbeziehung, jetzt wohnen wir zusammen (Ich zog zu ihm, auch wegen Studium).

Glücklich heißt, dass ich das Gefühl habe in allen Bereichen stimmt es - sowohl sexuell, als auch emotional, mental, intellektuell und so weiter.

Dass ich irgendwelche Zweifel hege, muss ich wenn dann hochstwahrscheinlich auf meine psychische Vorgeschichte schieben, wegen der ich auch seit vielen Jahren Anitdepressiva nehmen muss.

Ich bin auch aufgrund meiner Art, wie ich meine Vergangenheit bewältigt habe, eine extreme Romantikerin. In Beziehungen wünsche ich mir immer das nonplusultra an Gefühlen. Beim Küssen muss sich mein Bauch zusammenziehen und es muss kribbeln. Er muss sprichwörtlich besonders im sexuellen Sinne der Prinz auf dem Roß sein, der mich unter seine Kontrolle bringt.

Auch spielt Musik für mich die Rolle überhaupt was Gefühle angeht. Musik induziert die Gefühle für jemanden und verbindet mich auch mit ihm. Jemandem bei schöner Musik körperlich nahe zu sein und mit ihm und dem Klang zu verschmelzen, ist sowas wie ein Symbioseideal für mich.

Ich weiß dass sich das alles sehr idealistisch anhört. Und es ist ja nicht so dass mein Freund das nicht auch erfüllt. Es ist nur so, mir ist durchaus bewusst dass ich Tendenzen habe, mich emotional abhängig zu machen. Und dass wir jetzt zusammen wohnen, verstärkt nicht nur meine Grübeleien zu diesem Thema, es lässt auch mehr Alltag einkehren - der komischerweise nicht meinen Gefühlen zu ihm schadet. Jedoch seine Art nach mir zu Verlangen, eher gegen ein Gefühl der Seelenzugehörigkeit eintauscht. Anfangs musste er noch um mich kämpfen, da ich mich erst gegen eine Beziehung gesträubt hatte.

Ich weiß nicht was das ist, dieses Ding in meinem Kopf, was immer wieder so märchenhafte Hollywoodvorstellungen von Beziehungen hat. Ich frage mich manchmal, ob es so eine gute Wahl war mit Ihm zusammen zu ziehen. Ständig habe ich Angst dass er mich nicht so liebt wie ich ihn, nicht mit dieser Art Verlangen und Hingabe, und manchmal stopft der Alltag auch so manches Quäntchen an Zauber, den unsere Beziehung hat. Was ja eigentlich normal ist.

Wer kennt das noch? Steiger ich mich zu sehr rein? Ist dieses Bedürfnis nach völliger Hingabe und bedingungslosem Verlangen noch normal? Ich möchte nicht dass diese Magie verloren geht, wenn ihr wisst, was ich meine....

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19. September 2013 um 17:48

Da hast du recht
"Manche lieben auch mehr das Gefühl der Verliebtheit als den Geliebten"

Der Satz sagt es eigentlich schon.... Da hakt es bei mir irgendwie noch, ich kann mich noch nicht richtig für eine reine Liebe zum Geliebten entscheiden. Das mag egoistisch wirken, weil ich eigentlich nur auf die Gefühle aus bin.... Vielleicht habe ich da was aufzuarbeiten ja. Aber komischerweise definieren die meisten dieses Gefühl der "Verliebtheit" als die wahre Liebe. Das macht das ganze nicht einfacher.

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