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Das "klärende" Gespräch am Arbeitsplatz: der Mobber, mein Chef und ich...

25. September 2012 um 17:58

Für die, die die Fortsetzung zu meinem letzten Beitrag interessiert: es ging um Mobbing am Arbeitsplatz...

Heute gab es ein Gespräch zwischen meinem Chef (zwei Chefs), dem Mobber und mir.

Ich hatte leider keineswegs das Gefühl, dass ich in meinem Anliegen unterstützt wurde. War schon skeptisch, als mir gesagt wurde, dass die Vertrauensperson bewusst nicht dabei erwünscht sei, da gerade die zwei Chefs ein Zeichen setzen wollten, dass das Managementteam 100% hinter mir steht.

Dann hat man sich für einen Zeitraum entschieden, der leider nur 40 Minuten Zeit liess.

Zu Beginn wurde gesagt:

"Wir sitzen hier, weil es zwischen Anglofilia und Mobby (nenne ihn nun mal so) nicht gut geht. Anglofilia fühlt sich gemobbt und kommt mit Bauchweh zur Arbeit. Wir glauben ihrem Gefühl hier 100%. Ebenso glauben wir dir, Mobby, dass du keinerlei Absicht hattest, dies zu erreichen...wir wollen auch nicht ein "Tennisspiel", indem wir alte Sachen auftischen, sondern schauen, wie wir hier weitermachen können..."

Vieles weiss ich fast gar nicht mehr von dem Gespräch, weil mein Realitätssinn plötzlich etwas verschwamm:

Der Mobber sprach in der 3ten Person "'über" mich, verdrehte alle Tatsachen und legte mir seine Worte in den Mund, während er meine Schlichtungsversuche der letzten Wochen für seine ausgab. Es war echt wie im falschen Film.

Der Hauptgrund des Gespräches sollte nun auch nicht mehr angesprochen werden, das wurde im Keim erstickt. Man sagte "wir wollen uns hier nicht mit der Wahrheitsfindung befassen, sondern nach vorne schauen." Der Mobber wusste von nichts, war sich keiner Schuld bewusst etc, es war das reinste Kasperletheater!

Ich bin danach eine Runde heulen gegangen, habe tief durchgeatmet und mir vorgenommen, hieraus zu lernen:

Verlassen kannste dich echt nur auf dich selbst, zieh den möglichst grossen Nutzen aus deinem Job (der immer Spass gemacht hat) bei geringstem Einsatz. Vertrau jedenfalls nicht auf irgendeinen Gerechtigkeitssinn, auch wenn es eine Hausregel "Was tun bei ungewünschten Verhalten" gibt.

Scheinbar ist bei uns so einiges möglich und hat der Mobber so einige in der Hand. Ich bin nun total erschöpft aber werde morgen erhobenen Hauptes hingehen... ich schliesse dass nun für mich ab. Dazu könntet ihr mir behilflich sein!

Ihr Lieben, die ihr mich hierin zuvor so konstruktiv unterstützt habt: hilfreiche Kommentare, Tipps, Mantras oder einfach nur ein paar nette Worte sind herzlich willkommen!

Anglofilia (noch sehr verdutzt und benommen von dem, was da heute passiert ist)









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25. September 2012 um 18:44

Hm,
sehr dubios die sache !

normalerweise hat der arbeitgeber die pflicht, wenn er darauf aufmerksam gemacht wurde, sich der sache anzunehmen und sich auf seite des "opfers" zustellen.

"http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing_(Arbeitsrecht)"

wie bist du denn nun mit der arbeitgebertseite verblieben ?
das du dir alles nur eingebildet hast doch hoffentlich nicht.
und für die zukunft ?

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25. September 2012 um 20:03

Das kann ich mir gut vorstellen...
...dass du so reagieren würdest..und die "Papa, komm mal..." Aktion kann ich mir auch gut vor Augen führen!

Ich habe auch nichts anderes vor, als "stark" zu bleiben, meinen innere Mitte/Ruhe wieder zu finden und dann bei meiner "ultimativen Wahrheit" zu bleiben.

Ich habe da seit einiger Zeit so einen Spruch auf meinem Handydisplay:

"Mein eigenes Ich zu sein, stellt kein Risiko dar! Es ist meine ultimative Wahrheit und ich lebe sie frei von aller Angst".

Danke für deine Antworten!
Anglofilia

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25. September 2012 um 20:05

Mühsam aber...
wohl sehr wichtig. Ich werde in den nächsten Tagen, wenn ich was Luft habe, alle Emails und Dinge zusammen tragen. Das werde ich für die Zukunft eventuell (hoffentlich nicht) nötig haben!

Danke!
Anglofilia

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25. September 2012 um 20:07

Praktisch ist das nicht so einfach
aber allein der Gedanke erfüllt mich mit einem guten, inneren Gefühl!

Ich werde sehen, was sich machen lässt...eigentlich hätte ich dieses Mist-Gespräch aufnehmen müssen...

Der Mobber kriegt sein Fett ab, der kriegt es ab...sooner or later....

Anglofilia

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25. September 2012 um 20:11

Das ist es ja
der Job ist eigentlich super und ich muss das ganz getrennt betrachten: bisher war er 99% gut, nun lass ich mir von so einem Scheisskerl diesen Satz madig machen?

Nein, das lass ich nicht zu! Er hat in diesem Gespräch heute erwähnt, dass es ihm selbst so schlecht geht, er sich gekränkt, verfolgt, gemobbt fühlt und es dabei gesundheitlich auch gar nicht gut geht. Er hat starkes Übergewicht....(Obesitas) und ich denke mal, das es damit zu tun hat. Ich habe ihn nie wegen seines Gewichtes anders behandelt, das ist für mich echt kein Thema...aber evtl. sitzt da je auch ein bisschen Frust...

Hmmmm....je mehr ich hier dank euch nachdenke....

umso besser geht es mir!

Anglofilia

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25. September 2012 um 20:14

Ich hätte das auch so gedacht
aber nach der Nummer heute bin ich nicht so sicher. Ich seh sie morgen wieder, werde mal sehen, ob die mich überhaupt hierauf ansprechen....

Und ja, ich geh, ich werde sehen und siegen....

Anglofilia

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25. September 2012 um 20:18
In Antwort auf mai_11959300

Hm,
sehr dubios die sache !

normalerweise hat der arbeitgeber die pflicht, wenn er darauf aufmerksam gemacht wurde, sich der sache anzunehmen und sich auf seite des "opfers" zustellen.

"http://de.wikipedia.org/wiki/Mobbing_(Arbeitsrecht)"

wie bist du denn nun mit der arbeitgebertseite verblieben ?
das du dir alles nur eingebildet hast doch hoffentlich nicht.
und für die zukunft ?

Ja....
...das dachte ich auch bis heute nachmittag...das dachte auch die Vertrauensperson....

Die hat mich heut nachmittag auch angerufen und lange geredet, will mich morgen noch aufsuchen und reden. Ist selbst so sauer und enttäuscht....

Sie kann das ja in ihrer Rolle noch weiter besprechen für zukünftige Fälle...ich muss hier echt einen Schlussstrich ziehen, meine Konsequenzen daraus fischen und gucken, was ich gelernt habe!

Anglofilia

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25. September 2012 um 20:20

Ne Menge sollen sie machen
...aber das geschieht halt nicht...

also nehm ich meinen eigenen Ratschlag mal selbst an:

Du kannst den anderen nicht verändern und dadurch Dinge in Bewegung bringen. Du kannst nur deine Reaktion darauf verändern und vor allem: deine Erwartungen an den anderen anpassen...

In diesem Sinne auch dir "danke"

Anglofilia

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26. September 2012 um 9:17

Du brauchst Beweise
Ein Mobbing - Tagebuch ist ein Anfang. Aber irgendwelche handfesten Beweismittel wären bessern: SMS, Mails vielleicht sogar Zeugen.

Deine Chefs sind jetzt zwar informiert, aber sie sind offenbar nicht die Mobbingexperten und auch nicht die Richtigen, um dir zu helfen. Betriebsrat o. ä. wäre super.

Ehrlichgesagt: Ohne Betriebsrat geh ich in so ein Gespräch gleich gar nicht hinein, da lehne ich ab.
Weil - da kannst du nur verlieren.

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26. September 2012 um 10:07

...
Deinen anderen Thread kann ich leider nicht finden, daher habe ich ein paar Fragen an dich.

1. Was genau macht der Mobbende?
2. Ist Mobby in einer Position, in der er sich Schikanen "erlauben" darf? Ist dein Vorgesetzter auf diese Person angewisen?
3. Wie sieht das Verhältnis des Mobbenden zu deinen Vorgesetzten aus?
4. In welcher Position befindest du dich? Arbeitest du direkt mit ihm zusammen?

Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, dass Mobbing-Tagebücher und mögliche Zeugenaussagen anderer betroffener Kollegen nichts bringen, wenn der Vorgesetzte in gewissere Weise auf den mobbenden Kollegen angewiesen bzw. auf dessen "Seite" ist, weil sich dieser einen Platz im Betrieb/in der Abteilung erkämpft hat.

So war dies in meinem Fall und ich musste die Abteilung wechseln, obwohl jeder wusste, was Mobby für eine Person ist und was für Schikanen in besagten Bereich (immer noch) an der Tagesordnung sind.

Wie auch immer, mein Fall ist noch nicht durch. Was mit meinem Ex-Mobby passieren wird, ist noch nicht geklärt.

Ich würde dir jedenfalls zu einen Betriebes- oder Abteilungswechsel raten.

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26. September 2012 um 10:10

...
Richtig. Genau DAS habe ich erleben müssen.

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26. September 2012 um 10:37

...
Das stimmt wohl. Mein damaliger Mobber hat mir und den anderen Kollegen wichtige Unterlagen vorenthalten, so dass die Arbeit gar nicht erst richtig gemacht werden konnte. Da hat der Mobber gutes Spiel beim Vorgesetzten gehabt, um uns Kollegen mal wieder anzuschwärzen, um sich die eigene Position im Betrieb zu sichern. Traurig aber wahr, dass man dem Vorgesetzten in den @rsch kriechen muss, um sich alles erlauben zu dürfen und für Schikanen auch noch belohnt zu werden.

Man muss schon

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