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Das erste Mal Alltag zusammen und es läuft gleich schief...

15. Dezember 2012 um 3:14 Letzte Antwort: 19. Dezember 2012 um 10:05

Hallo zusammen,

Ich kann gerade partout nicht schlafen, und dachte ich schreibe hier mal um mich etwas zu beruhigen, und euren Rat zu hören.

Mein Freund und ich sind seit etwa 7 Monaten fest zusammen, davor war eine lange Anlaufphase... Jedenfalls wohne ich seit ein paar Monaten auf der anderen Seite des Atlantiks. Bevor ich weggezogen bin haben wir immer viel miteinander unternommen, und hatten nie wirklich Alltag zusammen. Die Fernbeziehung läuft super, wir reden sehr viel und wenn wir uns besucht haben war es sehr schön. Jetzt bin ich fuer einen Monat in Deutschland, und wir verbringen das erste Mal ueberhaupt laenger Zeit miteinander. Es ist ein Anlauf fuer naechsten Sommer, wenn ich einige Monate im Lande sein kann.

Aber leider lief seit meiner Ankunft alles irgendwie schief: Er hatte Zahnschmerzen und viel Stress bei der Arbeit, und war irgendwie zu nichts zu gebrauchen, wollte nur im Bett liegen, und hatte nach dem ersten Tag auch keine Lust auf Sex. Nach einer Weile hat er es mir irgendwie angemerkt, dass ich etwas enttäuscht war (die Zahnbehandlung haette er nicht kurz vor meinem Besuch machen müssen, und die Arbeit haette er sich auch anders einteilen können). Und ab da hat sich so eine blöde Dynamik entwickelt: Er fühlt sich von mir unter Druck gesetzt, was alles noch schlimmer macht. Und ich entwickele Ängste, dass der Alltag mit ihm nicht funktionieren wird, dass ich mich immer ungluecklich und vernachlaessigt fuehlen werde, vielleicht das tolle Sexleben jetzt vorbei ist...

Ich habe ihn dann überzeugt, sich krank zu schreiben, um sich zu entspannen und Luft rauszulassen. Hat er dann auch getan, aber jetzt bin ich bei einem geplanten Besuch bei meinen Eltern, waehrend er es sich gut gehen lässt, allein ins Museum und auf Konzerte geht etc. Er hat auch durchblicken lassen, dass er sich sehr gut entspannt gerade weil er ganz allein ist.

Und jetzt steigere ich mich in irgendwelche Aengste rein, es macht mich ganz verrückt. Meine letzte Beziehung war ziemlich traumatisch, und dort hatte ich staendige Ängste, dass ich meinem Ex nur auf die Nerven gehe, habe mich staendig gefragt, ob ich schreiben soll oder nicht, anrufen soll oder nicht... Das tolle mit meinem Freund war eigentlich immer, dass es nie so war, und nur deswegen funktioniert die Fernbeziehung so gut. Jetzt mache ich mir genau diese Gedanken, und ich habe Angst, dass nun unsere Fernbeziehung nicht mehr funktionieren wird.

Er war vorher in einer langjaehrigen Beziehung in der recht schnell die Luft raus war - Sie blieben lange zusammen, schliefen aber nicht miteinander, und von Freunden weiss ich, dass sie sich vernachlaessigt fuehlte, und die beiden wenig miteinander unternommen haben. Jetzt habe ich natuerlich Angst, dass das hier der Anfang vom Ende ist.

Ich weiss, dass sich das alles nach einer grossen Ueberreaktion anhört, aber ich bin nun doch nicht so lange hier, und es gibt in einer Fernbeziehung immer diesen Druck, dass alles gleich schoen sein muss... In ein paar Tagen sehe ich ihn auch wieder, aber ich bin hier echt am verrueckt werden. Und das bloede ist, dass es nichts bringt mit ihm darueber zu reden. Das haben wir auch schon so ein bisschen getan, aber es macht die Situation nur schlimmer. Wir setzen uns gegenseitig unter Druck, was die Liebe killt...

Hat jemand Tips? Wie kann ich mich in Geduld üben? Vielen Dank

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19. Dezember 2012 um 10:05

Hm, klingt, als könntet ihr beide gerade nicht zuviel Nähe
vertragen. Du verlangst, dass dein Freund nur für Dich da ist und seinen kompletten Tagesablauf nach Dir ausrichtet (Arzttermin!). Und er fühlt sich plötzlich in seinem Ablauf gestört, einggengt, bevormundet.

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