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Das Ende einer langen Beziehung?

29. September 2011 um 3:07 Letzte Antwort: 5. Oktober 2011 um 2:18

Hallo liebe Community.

Wenn ich mich erst mal vorstellen darf:
Mein Name ist Tobias, ich bin 30 Jahre alt. Mit meiner Frau (auch 30 Jahre) bin ich nun ca. 9 Jahre zusammen und seit 2 Jahren verheiratet.

Nun zu meinem Anliegen:
Ich wende mich an euch, um mein derzeitiges Problem zu schildern, da ich nicht weiß, wie ich weiter verfahren soll. Falls es manchmal etwas wirr scheint, so bitte ich um Entschuldigung, da mir auch momentan recht viele Gedanken im Kopf herumschwirren. Ich hoffe, dass ihr mir vielleicht weiterhelfen könnt, wie ich weiter verfahren soll, bzw. Vorschläge macht, diese Situation zu ändern.

Wie schon geschrieben, ich bin nun mit meiner Frau seit ca. 9 Jahren zusammen und seit 2 Jahren verheiratet. Die ersten paar Jahre unserer Beziehung war auch alles wunderbar. Wir konnten über alles miteinander reden, unternahmen viel in unserer Freizeit, die Erotik kam nicht zu kurz, etc. Alles in allem führten wir eine glückliche Beziehung.

Doch seit nun ca. 3-4 Jahren hat sich das Blatt langsam aber sicher gewendet und ich bin so langsam am Ende mit meinem Latein. Es kommt mir vor, als ob meine Frau mittlerweile in ihrer eigenen Welt lebt.

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Zum Hintergrund:
Ich arbeite seit 3 Jahren nur Nachtschicht und habe eine ca. 60 Stunden-Woche (+/-). Ich muss abends um 18:30 Uhr aus dem Haus und komme gegen 7:00 Uhr morgens wieder heim. Das bedeutet, dass wir uns unter der Woche kaum sehen, weil sie auch arbeitstätig ist (Früh-/Spätschicht im wöchentlichen Wechsel).

Wenn sie nun also Frühschicht hat, ist sie schon aus dem Haus, wenn ich heimkomme. Um ca. 17:00 Uhr stehe ich dann auch wieder auf. Wenn sie dann schon daheim ist (geht oft nach der Arbeit zu Freunden, einkaufen, etc.), sehen wir uns also nur eine gute Stunde am Tag. Von dieser verbringen wir zusammen dann vielleicht eine halbe zusammen auf dem Sofa, o.ä.

Wenn sie nun Spätschicht hat, liegt sie noch im Bett, wenn ich heimkomme und steht auf, wenn ich ins Bett gehe. Und kommt auch erst später nach Hause, wenn ich schon fort bin. In solch einer Woche sehen wir uns also fast gar nicht.

Da bleiben also nur die Wochenenden, um Zeit füreinander zu haben (manchmal muss ich aber auch Samstag abends und Sonntag abends arbeiten). Von daher sind eben diese Wochenenden für mich wichtig, um etwas Zeit mit meiner Frau zu verbringen. Doch seit ca. 1,5 Jahren ist sie nun aktiv in einer Faschingsmusikband (Gugga, für die, die das kennen) und daher von vorneherein den gesamten Fasching an den Wochenenden auf Umzügen, Auftritten, etc. Das wäre ja soweit auch ok, damit kann ich leben (bin totaler Faschingsmuffel), wenn es sich halt nur darauf beschränken würde. Doch dann kommen immer noch 1-2 Probewochenenden im Monat hinzu, wo sie dann von Freitag Mittag/Abend bis Sonntag Abend wieder nicht daheim ist. Die Proben sind an ihrem ehemaligen Wohnort, wo sie dann auch immer bei ihren Eltern schlafen kann. Gut, ich könnte auch mitgehen, wenn ich frei habe, doch ich kann mit den anderen Leuten nicht wirklich was anfangen, die Musik mag ich auch nicht und dann die ganze Zeit bei ihren Eltern alleine rumsitzen möchte ich auch nicht. Wie gesagt betrifft das 1-2 Wochenenden im Monat und an den restlichen muss entweder ich arbeiten, oder meine Frau hat Samstag Spätschicht, etc. Ich kann also froh sein, wenn wir mal 1 Wochenende im Monat Zeit für uns haben können. Und das ist einfach zu wenig. Die Beziehung geht langsam aber sicher den Bach runter, nur sieht sie das einfach nicht oder will es nicht sehen, keine Ahnung.

Wenn ich sie darauf anspreche, ob sie manchmal vielleicht etwas zurückstecken könne, darf ich mir nur immer anhören in der Art: Ich lasse mir meine Hobbys nicht verbieten., Kannst ja mitkommen., etc. Verbieten möchte ich ihr schon mal gar nichts, würde mir selbst auch nichts verbieten lassen wollen. Und warum ich da ungern mitgehe, steht ja oben schon.

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Das Nächste ist, dass wir seit ca. 3 Jahren nur noch sehr selten Sex haben. Das heißt, wenn überhaupt nur noch 1x im Monat. Auch Durststrecken von 2-3 Monaten sind keine Seltenheit. Aufgerechnet sind wir also bei ca. 10x/Jahr. Und das auch nur, weil von mir selbst immer die Initiative kommt. Das ist mir eindeutig zu wenig. Versuche, dies ein wenig anzuheben, sind alle bisher gescheitert. Wochenlanges nur kuscheln bis sie vielleicht mal von selbst aus die Initiative ergreift; immer wieder daran erinnern; das Thema Sex unberührt lassen, bis von ihr was kommt; einen Sex-Vertrag; Candle-Light-Dinner im Wohnzimmer für sie; sie verwöhnen (Fußmassagen, Badewasser einlassen, etc.) alles bisher ohne Erfolg. Sie meint, wenn sie Lust hat, schlafe ich entweder oder bin auf Arbeit (100 km entfernt). Gut, wenn ich auf Arbeit bin, ist es blöd, aber wenn ich schlafe, kann sie ruhig zu mir ins Bett kommen, sich ran kuscheln, und falls ich aufwache, wer weiß, wie es weitergeht Das habe ich ihr auch schon so gesagt, aber es hat nichts geändert. Wie schon geschrieben, die ersten paar Jahre unserer Beziehung konnten wir nicht genug von einander bekommen, aber mittlerweile ist es nur noch eine Katastrophe. Früher haben wir auch öfters erotische Brettspiele gespielt (von Orion, etc.), doch als ich nun ein neues gekauft habe und das mit ihr ausprobieren wollte, weigerte sie sich. Da gab es Karten, die man zwischendurch ziehen musste in 3 verschiedenen Stufen (je Länge des Spiels, bzw. den eigenen Wünschen), [1. Stufe: Phantasien erzählen, usw. 2. Stufe: heiße Zungenküsse, den Körper des anderen erforschen, usw. 3. Stufe: hier ging es dann ans Eingemachte. D.h. Oralverkehr, kurzzeitiger Verkehr, usw.]. Sie hatte diese Karten schon vorab gelesen und meinte, das Zeug, was da drinnen steht, findet sie total albern und teilweise zu pervers. Gut, manches fordert schon wirklich Überwindung, aber man muss ja nicht alles machen, was einem vorgeschlagen wird. Wenn man etwas nicht machen möchte, sollte man es auch nicht tun. Dann nimmt man halt z.B. eine andere Karte. Das mit dem Spiel ist nur ein Beispiel von vielen Situationen, in denen ich versucht habe, etwas mehr Abwechslung wieder reinzubringen. Denn mittlerweile ist es nur noch 0815 Sex und das auch nur noch, so kommt es mir vor, dass ich wieder ruhig bin für 1-2 Monate. Sie möchte auch keinen Oralverkehr mehr, was ich wiederrum auch nicht verstehe (Körperhygiene ist selbstverständlich, dusche täglich und bin auch immer untenrum rasiert). Früher habe ich sie ab und an verwöhnt, sie hat mich ab und an verwöhnt, etc. Nun meint sie, dass sie nicht mehr blasen möchte, weil sie davon nichts habe und es ihr nichts bringt Habe nicht schlecht gestaunt, dass das auf einmal so aussieht. Gut, ich muss gestehen, dass ich sie auch lange nicht mehr geleckt habe, aber einfach aus dem Grund, dass sie sich nur noch selten untenrum rasiert und ich keine Lust habe, dauernd Haare im Mund zu haben. Wenn ich sie lecke (wenn sie mal zwischendurch rasiert ist), finde ich es erregend, es zu machen und es erregt mich dann noch zusätzlich, wenn ich sehe, wie sie das erregt (ich glaube, ihr versteht, was ich meine^^).
Sie hat sich vor ca. einem Jahr ein Klitorisvorhautpiercing und ein Brustpiercing stechen lassen, nach ihrer Aussage nur wegen mir. Doch was soll ich denn damit anfangen, wenn ich es eh kaum zu Gesicht bekomme?

Früher war es auch kein Problem, durchs TV-Programm zu zappen und zufällig beim Beate Uhse Channel hängen zu bleiben. Sie kam dann zu mir her, hat sich an mich gekuschelt und den weiteren Verlauf kann man sich denken. Wenn ich das heutzutage mache, dauert es ein paar Sekunden, bis ich zu hören bekomme, dass ich doch weiterschalten soll, so einen Mist muss man sich nicht anschauen (sinngemäß).

Aktuelles Beispiel noch: Gestern Morgen lag ich im Bett und konnte einfach nicht einschlafen. Meine Frau war natürlich schon aufgestanden. Habe ihr eine SMS geschrieben, ob sie mir nicht eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen möchte. Zurück kam dann was von wegen, dass sie vor der Arbeit noch Möbel abstauben und rauswischen möchte. Habe darauf nichts mehr geschrieben. Ein paar Minuten später kam dann eine SMS Oder möchtest du Gute Nacht Sex? Ich war erst mal baff, aber dann die Erleuchtung. Habe sie ja, bevor ich ins Bett gegangen bin, auf den mir fehlenden Sex angesprochen (bis dato waren es wieder knapp 2 Monate seit dem letzten Mal). Daher dann auch diese SMS von ihr. Kurz darauf kam sie dann auch zu mir ins Bett und setzte sich nur mit BH und T-Shirt an, auf mich. Nicht feucht gewesen (wie denn auch), etc. Ich fragte sie, ob sie denn überhaupt Lust hätte, denn normalerweise verhält sie sich anders. Legt sich neben mich, dann Vorspiel, etc. Sie murmelte was von wegen Klar hab ich Lust. Ok, gesagt, getan. Bedenkt man nun die 2 Monate Abstinenz, dauerte es natürlich auch nur schätzungsweise 3-4 Minuten, bis ich kam. Vorher sagte ich ihr, dass sie doch ein bisschen langsamer machen solle, da es sonst nicht mehr lange bei mir dauert und ich nun erst ein bisschen auf sie eingehen wolle. Doch nix da, sie machte weiter, bis ich fertig war. Dann gab sie mir noch einen Kuss und schon war sie auch wieder verschwunden. Bin mir darauf vorgekommen wie der letzte Depp. Kam mir so vor wie: So, auch erledigt, kann ich von der Liste streichen, nun gehts weiter zum Putzen. Auf sowas habe ich mal gar keine Lust. Klar sind auch Quickies schön, aber das auch unter den richtigen Voraussetzungen und nicht so, wie es da war. Nicht mal ich fand diesen Sex schön

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Ich würde alles machen, um unsere Beziehung wieder dahin zu führen, wo wir am Anfang standen. Habe mir ehrlich gesagt in letzter Zeit auch schon ein paar Mal überlegt, die Scheidung einzureichen, da ich in dieser Beziehung überhaupt nicht mehr glücklich bin und sie so auch nicht mehr allzulange führen möchte. Eine andere Möglichkeit wäre eine Eheberatung, doch sowas ist teuer und ob meine Frau da mitmachen würde, weiß ich auch nicht.

Ich bitte euch, mir Vorschläge und Tipps zu geben, was ich noch machen könnte, Veränderungen einbringen, etc. Gerne auch Kritik, falls nötig (bitte konstruktiv). Bin echt am verzweifeln mittlerweile und so langsam schleicht sich auch Resignation ein.

Entschuldigung für den langen Text und danke fürs Lesen


Gruß,
Tobias

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29. September 2011 um 10:24

Wie kann man bei soviel Arbeit beiderseits, so wenig Zeit
füreinander und soviel typisch daraus resultierenden unbefriedigenden Bedürfnissen daran glauben, eine erfüllende Partnerschaft führen zu können?? Ist mir schleierhaft.

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30. September 2011 um 4:10

Das mit dem Jobwechsel
Das mit dem Jobwechsel habe ich mir auch schon überlegt. Nur, den hätte ich ca. Mitte des nächsten Jahres sowieso. Da ich momentan eine Weiterbildung bei der HWK mache, und wir dort auch in jedem "Teilblock" eine Blockwoche in der Schule sitzen müssen, wird es schwierig bei der vorzeitigen Jobsuche. Denn wenn ich nun wechsle, hab ich bei der neuen Firma die ersten paar Monate keinen Urlaubsanspruch und kann daher auch nicht in die Schule, was sich wiederrum auf das Lernziel negativ auswirkt. Und auch deshalb, weil man nur eine bestimmte Anzahl fehlender Stunden haben darf um zu bestehen. Auf der anderen Seite kann auch wiederrum dieses 3/4 Jahr, das noch bis dahin verstreichen muss, zuviel sein für unsere Beziehung, denn eigentlich ist jeder verstrichene Tag ein verschenkter Tag... Muss ich halt mal schauen, inwiefern man das dennoch in den Griff bekommen kann.


@filou861
Du schreibst: "aber gemeinsame zeit ist das A und O. von daher kann man es ihr auch eigentlich nicht verübeln, dass sie sich ihre zeit anders einteilt, nämlich für ihr hobby."

Da steige ich aber nun nicht so recht durch. Einerseits sagst du ja, dass gemeinsame Zeit das A und O ist. Wie ich oben schrieb, versuche ich ja auch immer wenigstens die Woenden für uns zu gewinnen. Andererseits schreibst du aber auch, dass du es ihr nicht verübelst, ihre Freizeit nicht gemeinsam mit mir zu verbringen, sondern eben für ihr Hobby. das widerspricht sich doch irgendwie, oder habe ich irgendwo einen Denkfehler?

Und ja, meine Ehe bedeutet mir sehr viel. Nicht umsonst habe ich erst ein paar Jahre gewartet, bis ich sie geheiratet habe. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätten wir schon nach einem Jahr heiraten können Doch da eben eine Ehe etwas besonderes sein und man nicht einfach mal so heiraten sollte, eben erst diese lange Wartezeit. Und ich weiß ja auch aus eigener Erfahrung mit ihr, dass es auch ganz anders aussehen kann.


@vickylie
Ich habe es ja schon ein paar mal versucht, ein Gespräch mit ihr zu führen. Doch sie hat daraufhin nach ner Zeit immer abgeblockt und mir, wie im Eingangspost schon geschrieben, unterstellt, ich würde ihr Sachen verbieten wollen. Aber anscheinend muss nun endlich mal die faust auf den Tisch geknallt und ihr klip und klar gemacht werden, wo wir uns befinden in unserer Beziehung.

Wie du auch meintest, möglicherweise hat sie eine ganz andere Sicht der Dinge.


@sugar4441
Hier geht es nicht darum, die Probleme nochmals aufzuzählen, die kenne ich nämlich selbst, danke. Hier geht es vielmehr darum, Auswege aus dieser Situation zu finden, womit du mit deinem Post allerdings nicht hilfst.


@frauenversteher
Ja, wie oben schon geschrieben, habe ich mir dies auch schon überlegt. Nur halt u.a. mit der beschriebenen Problematik. eine Versetzung innerhalb der Firma ist leider auch nicht möglich, da wir eine sehr kleine (2 Mann + Chef + 4-5 Aushilfen) Firma (im Objektschutz) sind und nur ein Objekt haben. Und Tagschichten gibt es da keine. Wie gesagt, ich sitze da wie oben beschrieben schon ein wenig in der Zwickmühle.


@venusfinsternis
"Entweder sie gehört zum Typ frau, der sec nicht braucht"
Ich weiß ja, dass es mal anders war, wo sie auch selbst auf mich zugekommen ist und mich verführt, mit Reizwäsche auf mich gewartet hat, bis ich heim komme, experimentierfreudig war. Es war wirklich ein erfülltes Sex-Leben.

"oder sie hat längst einen anderen. Gelegenheit hat sie genug."
Gelegenheiten hätte sie wirklich genug, stimmt. Aber ehrlich gesagt, kann ich mir das nicht so recht vorstellen, da sie einfach nicht der Typ Frau dazu ist. Gut, man kann sich auch leicht täuschen und stille Wasser sind bekanntlich tief.

"In jedem Fall hat die Beziehung daa Ablaufdatum überschritten."
Das will und kann ich einfach nicht glauben. Ich werde darum kämpfen, weil ich meine Frau liebe und nicht alles einfach so aufgeben will. Wir haben schon etliches erlebt und miteinander durchgemacht. Und das einfach alles wegzuschmeißen möchte ich nicht.



Gruß,
Tobias

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30. September 2011 um 13:50

Hm nö.
Deinem 2. Absatz kann ich nicht zustimmen. Angeblich hat sie sich für ihne gepierct, hm.. allein diese Aussage finde ich schon seltsam. Noch dazu, wo sie ihm so gut wie keine Gelegenheit gibt, ihm das auch in der Praxis zu zeigen.
Und nur weil sie sich auf ihn setzt, heißt das doch noch lange nicht, dass sie auch wirklich Lust hast. Wenn sie ihm das Gefühl gibt, sie macht das nur, um mal schnell einen Punkt auf der Liste zu streichen (und ich kenne einige Frauen, die das so handhaben à la "dann gibt er wieder für ein paar Tage Ruhe"), dann sollte man das vielleicht so hinnehmen und nicht hinterfragen.

Ich lese in seinem Beitrag auch nicht, dass er nur ihr die Schuld für die Situation gibt.. du hast schon recht, zu einer Beziehung gehören beide.. aber ich denke, das weiß er und deshalb sucht er auch Rat, weil er einfach grad nicht mehr weiß, wie er dazu beitragen kann, dass es wieder besser läuft.

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2. Oktober 2011 um 2:26

Und weiter gehts im Programm
@pamijoy
Hm, wer sagt denn, dass ich nichts mitmache? Es steht nur dort, dass ich keinen Fasching mag und nicht auf die Proben mitgehe. Dass ich ein Faschingsmuffel bin, wusste sie von Anfang an, genau wie ich wusste, dass sie ein Faschingsfanatiker ist. Wenn wir ein gemeinsames Wochenende mal haben, machen wir andere Dinge zusammen, die uns beiden Spaß machen. Nur haben wir halt nicht mehr so viele Woenden zusammen...

"Sie läßt sich piercen wegen dir, und du schreibst nur, was nützt es..."
Ich fand es ja schön, als sie das machen lies. Keine Frage. Sieht auch gut aus und regt an. Nur wie schon gesagt, habe ich leider sehr selten was davon... Weil eben die sexuellen Aktivitäten sehr rar gestreut sind.

"Sie setzt sich auf dich, mit Bh und T-Shirt und du fragst, ob sie lust hat????"
Ja, weil ich eben nach gut 10 Jahren weiß, wie sie sich verhält, wenn sie Lust hat oder eben nicht.

"du weißt was du möchtest, weißt du was sie möchte????"
In welchem Bezug?



@lyna344
"Angeblich hat sie sich für ihne gepierct, hm.. allein diese Aussage finde ich schon seltsam."
Vor ca. 1 1/2 Jahren habe ich es ihr mal vorgeschlagen uns zusammen Intimpiercings machen zu lassen und gefragt, was sie davon hält. Meinte dazu, dass es eine tolle Idee sei. Das ist dann aber wieder in Vergessenheit geraten und vor ca. einem Jahr kam sie dann mit dieser Überraschung, als sie sich piercen lies. Sie meinte, dass sie es nur meinetwegen machen lies, da ich das toll finde.

Wie du auch geschrieben hast, gebe ich nicht ihr alleine die Schuld. Es ist klar, dass beide dazu gehören, doch so langsam bin ich halt echt am Ende meines Lateins, da ich schon etliche Versuche hinter mir habe, diese Situation zu verändern, bzw auch etliche Gesprächsversuche gescheitert sind.



nochmal @pamijoy
"So wie ich das verstehe, gibt oder hat sie ihm ne Menge Gelegenheiten geboten. ER möchte es ABER anders."
Von welchen Gelegenheiten sprichst du da? Komm da gerade nicht mit.

"Wie er es schreibt. Passt ihm eine Karte nicht, kann man ja ne andere ziehen
Vielleicht fand sie die Karte toll
Da wird nicht gewartet und gefragt, ne, dann wird eben ne andere gezogen????!!!"
Da hast du wohl nicht richtig gelesen. Es kam erst gar nicht dazu, dass wir das Spiel spielten. Denn SIE wollte ja nicht mehr, nachdem sie die Karten vorab schon gelesen hat. Und ICH hätte nichts dagegen gehabt, wenn IHR eine Karte nicht gefällt (wenn sie nicht machen möchte, was da drauf steht), dass sie eine andere zieht. Denn eben beim Sex sollte man nichts machen, was einem nicht Spaß macht und nichts erzwingen...

"Er schreibt, er will sie nicht lekka lecken , da sie nicht rasiert ist, akzeptiert nicht, das sie nicht, das sie nicht ""blasen"" möchte, weil es ihr nichts bringt."
Auch richtig. Ich lecke nicht, wenn nicht rasiert ist. Aber nirgendwo steht, dass ich es nicht "akzeptiere", dass sie nicht mehr blasen möchte. Klar akzeptiere ich es, muss es ja auch . Nur eben verstehen kann ich es nicht so richtig, da es ja auch mal quasi "Standard" war.

"Hääääh, wenn ich mich auf nen lekka Kerl setzt, dann weiß ich schon was ich möchte
Nicht zu vergessen, das es SEIN Gefühl ist."
Eben, es ist mein Gefühl. Und wie bereits geschrieben, weiß ich eben, wie sie sich normalerweise verhält, wenn sie Lust auf Sex hat. Und da war das definitiv nicht so.

"Ich lese nicht zwischen den Zeilen. ich lese das was da steht."
Naja, bei manchen hast du aber nicht aufmerksam gelesen

"Und das ist seeeeehr "" ich "" bezogen"
Klar ist es das, da ich ja auch aus meiner Perspektive schreibe.

"Es hehören beide dazu."
Richtig.

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2. Oktober 2011 um 2:28

Und weiter gehts im Programm
Weil ich meine Frau liebe und es ein eher schleichender Prozess war, der erst nach der Hochzeit so richtig aufgefallen ist.

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5. Oktober 2011 um 2:18

Sorry für die späte Antwort
@pamijoy
"...auch wieder hier schreibst du nur:..."
Was soll ich denn bitte deiner Meinung nach schreiben? Es ist einfach ein Fakt. Hätte sie es nicht machen lassen, wäre es vom selben Nutzen. Und wenn ich doch etwas für den Partner mache, möchte ich doch auch, dass er etwas davon hat, oder nicht?

"Klar, sie setzt sich auf mich, ABER ich kenne sie ja, sie möchte nicht????"
Richtig. Und ich denke, dass ich das beurteilen kann. Du kennst meine Frau nicht, ich schon. Und schon alleine, dass der Partner danach das Gefühl hat, dass sie nur ein "Pflichtprogramm" erfüllt hat, sollte doch auch nicht sein, oder?

"Fasching. Sie wußte das ich es nicht mag. Dann scheibst du, klar könnte ich mal mitgehen......, aber... "
Anfangs bin ich auch ein paar mal mitgegangen ihr zuliebe, doch wie schon gesagt, kann ich mit den Leuten, der Musik, etc nix anfangen. Möchtest du immer nur das machen, was dein Partner will?

"Du sagtest ihr, sie solle nicht so schnell machen beim ""sexen"" ,Da frage ich mich, warum du sie nicht liebevoll "" runter" genommen hast,""
Wie du schon selbst erkannt hast, habe ich es ihr gesagt, dass ich sie gerne auch verwöhnen würde, bevor ich komme. Aber das wollte sie ja nicht, sonst hätte sie nicht weiter gemacht. Oder falls sie Lust gehabt hätte, hätte sie dennoch auf mir weiter gemacht, nachdem ich fertig war. So handhabt sie das sonst auch immer.

"Insgesamt scheint dir ja viel an Eurer Beziehung zu liegen. Und das ist erstmal schön."
Es liegt mir sehr viel daran, richtig. Sonst wäre ich längst nicht mehr mit ihr zusammen und würde versuchen, alles wieder auf die richtige Bahn zu lenken und würde auch nicht hier nach Hilfe suchen.

"Ich hatte mal ne Beziehung, wo ich viel... ...auch an meine eigenen Wege zu gehen."
Wenn es nach dieser Logik gehen würde, dann ständen wir beide auf der selben Seite. Denn dann ging es dir genauso, wie es mir geht. Und ICH müsste meinen eigenen Weg gehen. Das tu ich aber nicht.

"Weißt du was sie möchte??? Wie es ihr geht, was sie fühlt, ja, was sie möchte?? In Eurer Beziehung. Weißt du es ????"
Tja, das ist es halt. Sie redet ja nicht mit mir, blockt jedes Gespräch ab.


Mir kommt es langsam so vor, als ob du die Schuld nur bei mir suchst. Du schreibst, ICH hätte das und das und das machen sollen. Doch dass eben ich versuche, etwas zu ändern, willst du wohl nicht sehen. Habe bisher schon etliches versucht, Zugeständnisse, Kompromisse eingegangen, versucht Gespräche zu führen, etc. Aber ICH bin es ja, der noch weiter drauf eingehen und Verständnis haben soll. Nachdem ich das mit dem Sexspiel mit den Karten deinerseits richtig gestellt habe, kam zu dem Thema auch kein weiterer Ton von dir. Ist das nun in Ordnung, dass meine Frau so reagiert hat, oder doch nicht? Wie gesagt, habe so langsam das Gefühl, du versuchst immer nur, manches herauszupicken um mich dann als den Untätigen darzustellen...



@pfefferminzteebeutel
"eure Beziehung seit 4 Jahren immer... ...hat sich füreinander zu interessieren."
Wenn man den schleichenden Prozess, der ja stattgefunden hat, nicht als solchen so erkennt, dann kann das durchaus passieren. Wie im Eingangspost steht, arbeite ich nun seit 3 Jahren Nachtschicht und die daraus resultierende fehlende Aufmerksamkeit und Kommunikation ist eben leider ein Produkt dessen, da wir uns dadurch unter der Woche kaum noch zu Gesicht bekommen.

"Das sehe ich auch daran, wie ihr mit eurer Zeit umgeht. Für eure Arbeitszeiten könnt ihr nichts. Könnte man daran eventuell etwas ändern?"
Das versuche ich zur Zeit noch herauszufinden. An anderer Stelle habe ich ja auch schon geschrieben, dass es ein wenig tricky ist, wegen meiner nebenberuflichen Weiterbildung bei der HWK und den Blockwochen in der Schule. Aber andere Arbeitszeiten wären schon ein Anfang, da gebe ich dir recht.

"Ich finde es schon sehr komisch,... ...wäre mir (!) mein Mann wichtiger."
Sehe ich genauso, aber leider anscheinend meine Frau nicht

"Ob ihr das wieder hinbekomen könnt liegt daran, ob ihr es wollt. Ehrlich gesagt, viel wirklichen Willen sehe ich da noch nicht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden."
Auf meiner Seite ist der Willen da. Nicht umsonst versuche ich alles, um es wieder umzubiegen, poste hier im Forum um Vorschläge und Tipps zu holen, etc. Ob meine Frau da willig ist, kann ich derzeit leider nicht sagen.

"Warum ich den Willen nicht sehe? So wie du deine Frau beschreibst, wirkt sie sehr uninteressiert an euch"
So kommt es mir eben auch vor. Kann auch sein, dass ich da falsch liege, doch an einer gewünschten Änderung ihrerseits kann ich momentan leider nichts feststellen. Wird Zeit, dass mal die Fakten auf den Tisch kommen.

"Und du schreibst, ich will, daß es wird wie früher. Das wird es nicht, weil das nicht geht. Der Zug ist abgefahren, und du hast es nicht mitbekommen, als du noch hättest aufspringen müssen."
Dass es so wie früher wird, glaube ich auch nicht, aber es soll wieder eine schöne Beziehung werden, in der BEIDE sich wohl fühlen. In der auf den anderen Rücksicht genommen wird, wo man wieder miteinander reden kann, sich von mir aus auch ab und an fetzt, aber wieder zueinander findet. Wo man den anderen und seine Gefühle und Bedürfnisse respektiert und achtet, usw.

"Also kann die Beziehung früher gar nicht so toll gewesen sein, denn es hat an Kommunikation und Aufmerksamkeit gemangelt."
Oh doch, das war sie. Wir konnten über alles miteinander reden, haben viel zusammen unternommen, jeder wusste, was er an dem anderen hat, etc.

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