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Das Ende der Liebesbeziehungen und das Ende vom Sex?

19. April um 22:56

Hier geht es mir um ein allgemeines gesellschaftliches Problem, das mir Sorgen macht. Sorry, dass das eine kleine Abhandlung wird und ich sehr viel reinpacke.

Vor 3 Wochen war ich noch in Frankreich, und überall sah ich glückliche junge Heteropaare Hand in Hand, die sich geküsst haben.

Vorletzten Sonntag habe ich in einer Parkanlage hier in Deutschland zufällig ein junges Pärchen gesehen, das Händchen gehalten hat. Aber von Küssen keine Rede. Lesbische händchenhaltende Frauen hingegen sehe ich sehr oft, das ist hier in der Stadt viel verbreiteter als erkennbare junge Heteropaare. Außerdem sind Jungs und Mädels sehr oft in getrennten Gruppen unterwegs.

Das ist schon einmal ein ganz anderes Bild als in Frankreich. Bilder können ja täuschen. Für eine seriöse Statistik reicht das nicht.

Der aktuelle Trend scheint ja, wenn sich Frau umsieht, eher nach unverbindlichen Beziehungen zu gehen. 

Da stehen im Vordergrund:

- Eigenerotik verbunden mit Pornographie. Dabei spielt für junge Frauen die lesbische Komponente eine viel größere Rolle als die heterosexuelle. Bei Jungs hingegen geht es um Sex als Hochleistung in immer neuen Lustvariationen und -stellungen. Echter GV geht dann mit einer vergleichsweise sehr viel anspruchsvolleren Erregungsschwelle einher.

- allgemeiner gesellschaftlicher Trend zu einem Individualismus, der tiefere interpersonale Beziehungen gar nicht mehr zulässt.

In der Frauenbewegung ist insbesondere die Unabhängigkeit von Männern ein großes Thema. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional und sexuell. Wenn eine Frau dann doch heterosexuelle Bedürfnisse hat, soll sie es eben in ONS und sehr kurzfristigen Pseudofreundschaften (falsch tituliert als Freundschaft Plus) mit einem Mann als Spielzeug treiben. Falls nicht doch eher ein Dildo reicht.

- Junge Männer verzweifeln in Zeiten von Metoo schon oft daran, überhaupt eine Frau anzusprechen. Und dafür, dass vor allem die Sensibleren unter ihnen Angst haben, überhaupt mit einer Frau Kontakt aufzunehmen, werden sie dann noch von der heiligen Margarete Stokowski als Oberfeministin gescholten. Dass ich das hier als Frau ausspreche, macht mich schon sehr der Heräsie verdächtig. 

- Es gibt nicht nur den "orgasm gap" bei jungen Frauen. Es gibt im klinischen Bild statistisch nachweisbar eine immer größere Impotenz junger Männer, natürlich auch durch die leichtere Erregbarkeit durch Pornographie gefördert.  Irgendwann können wir uns nur noch im Reagenzglas fortpflanzen. - Übrigens zeigen neuere Statistiken eine höhere sexuelle Zufriedenheit von jungen Frauen vor 30 - 40 Jahren als heute. Nach den modernen Heilslehren müsste es ja genau umgekehrt sein.

- Andere Jungs lernen daraus, dass MANN nur noch durch extremen Machismo zum Zuge kommt. Die Mädels können ein Lied von diesen Kerlen singen.

Leider gelingt es solchen Männern, junge Frauen dann psychisch und physisch zu dominieren und ihre sexuelle und partnerschaftliche Entwicklung nachhaltig zu schädigen.

SPRICH: Summa summarum quälen sich die Geschlechter wechselseitig. Vor allem die Einfühlsameren bleiben total auf der Strecke, bei beiden Geschlechtern! 

- Nunja, ein sogenannter Forscher kündigt an, dass Cybersex den normalen Sex bis zum Jahr 2030 mehr oder weniger ablösen werde. GV gebe es dann nur noch zur Kinderzeugung, sofern es nicht besser im Reagenzglas geht.

- Diversität aller Orten. Um Missverständnisse zu verhüten, jede Orientierung ist willkommen. Aber keine darf für sich beanspruchen, Maßstab aller Dinge zu sein. Auf einer Seite, die ich jetzt nicht mehr finde, wurde aber Totaldiversität als erfreuliche neue Norm angesprochen. Demnach wäre es schon frevelhaft, nur noch hetero zu sein.
Sobald ich die Seite finde, hole ich den Nachweis nach.

Ich bin immer noch der naiven Ansicht, dass junge Leute in einer Orientierungsphase das Diversitätsgeschwafel nicht gebrauchen können. In ihrer statistischen Erhebung zur Sexualität hat unter dem Einfluss der Diversitätsideologie die EU merkwürdige Fragen gestellt, die selbst mich Ältere total verwirren.  Mögliche Antworten: Hetero, lesbisch, transgender, schwul, überwiegend hetero mit lesbischem bzw. schwulen Anteil, überwiegend lesbisch oder schwul mit etwas Hetero, sowohl hetero als auch lesbisch/schwul in gleichem Maß (also 50:50). Asexuell gibt es natürlich auch noch. - Es reicht mir, das hier nur grob zu rekapitulieren, und ich habe sicher einiges vergessen. Interessanterweise sind vor allem sehr viele junge Frauen irgendetwas zwischen allem. Junge Männer sind eindeutiger.

Ich sehe hier die Gefahr, dass es schon eine Art Mode geworden ist, queer oder total divers und alles Mögliche zu sein. Hinzu kommen von der sexuellen Orientierungsdiversität mal abgesehen noch die modernen Sexualspielvarianten in unbegrenzter Fülle. - Dabei schafft es ein Großteil von Männern und Frauen nicht einmal, im GV einen gemeinsamen (wenn auch nicht zwangsläufigen) Orgasmus herbeizuführen. Weil sie keine Ahnung haben, wie so etwas überhaupt emotional und physisch funktionieren kann. Warum sollten dann die modernen Orientierungen und die modernen Praktiken zu etwas führen, das befriedigender ist?

Verbirgt sich hinter all dieser scheinbaren Modernität und Offenheit nicht in Wahrheit ein abgrundtiefer Hass auf interpersonal glückliche sexuelle Beziehungen? Ist das nicht vielleicht die moderne Variante der Sexualfeindlichkeit, nachdem bestimmte tradierte Normen aus gutem Grund desavouiert sind?

- In einer pluralen Gesellschaft wird parallel allerdings auch noch das tradierte Rollenbild gelebt.

Da schlafen die Kinder über 10 Jahre im Schlafzimmer der Eltern als "Sexverhinderer" vor allem gegen übergriffige Ehemänner. (Ich spreche nicht von den Fällen, wo es anders nicht geht und wo es auch sehr verständlich ist, beide Partner aber dann eben außerhalb des Schlafzimmers ihre Sexualität leben). Da werden immer noch Frauen mehr oder weniger von den berufsgestressten Männern als asexuelle MUTTERWESEN gesehen. Hätten sie sexuelle Bedürfnisse, wären sie ja wohl eher Huren. Mit solchen Frauen muss dann ein Mann auch nicht mehr schlafen. Vielleicht erklärt das auch die große Verbreitung von Prostitution, obwohl ich hier eine Einschränkung machen muss. Die Statistiken zur Prostitution werden grob fehl interpretiert (siehe entspr. Artikel in der "Zeit" und sind eher mit Vorsicht zu genießen. Daher werde ich mich darauf nicht unbedingt berufen.

- Fazit:

Ich ziehe jetzt die Konsequenz, dass es für mich das Ding "Mann gegen Frau, Frau gegen Mann" nicht mehr gibt. Ich ziehe die Konsequenz, dass wir eine Bewegung gründen müssten mit dem Namen "Rettet die Liebe und rettet die Lust". 

Noch möchte ich nicht allzu pessimistisch sein, aber wie seht ihr das?

 

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20. April um 11:22

@aasha108.

Es gibt kein Iota an Deinen Worten auszusetzen! Das hast Du ganz toll geschrieben.

Wahrscheinlich wohnst Du nicht in Frankfurt und auch nicht in Berlin. Wäre schon neugierig, in welchen Parkanlagen sich noch viele Heteros zu küssen wagen außer in Kleinstädten (oder natürlich in Frankreich).

Klar überzeichne ich hier ein wenig. Sonst bekommt Frau keine Aufmerksamkeit, um ihre Themen publik zu machen. Außerdem bestätigen natürlich auch Ausnahmen die Regel.

In Berlin küssen sich zwar alle möglichen Leute, aber ich habe den Eindruck, das sind überwiegend die mit der "richtigen Gesinnung". Da gibt es eben das moderne antibürgerliche "juste milieu", das sich ständig durch irgendetwas abheben muss: Wenn dann auch garantiert ist, dass Männlein und Weiblein dem normativen Kanon der Oberfeministin Stokowski oder der Gunda Windmüller (andere Richtung) entsprechen, dürfen sie sich sogar ausnahmsweise küssen. Und wenn dann noch sichergestellt ist, dass es nur bei einem flüchtigen ONS oder Akt auf der Transgendertoilette eines Szenelokals bleibt, dann dürfen sie sogar noch mehr ... Muss aber schnell und so humorlos wie möglich abgewickelt werden ...

Permanenter Stellungswechsel dient zur Bestätigung der Modernität und konformen Orientierung ...

Sex ist hier nicht zum Vergnügen dar, sondern zur Bestätigung der richtigen Gesinnung!  Mit den wenigen Leuten, die genau das für ihr Glück benötigen und denen das Sex-Stakato auch wirklich guttut, haben diese Übungen gar nichts zu tun. Daher kommt auch meine Behauptung, dass sich hinter diesen modernen Spielarten in Wahrheit eine totale Sexualfeindlichkeit verbirgt.

Alte Regel:

Sex ist schlecht und darf nicht passieren, wenn er nur der Lust dient.  Nur für den Zeugungsakt ist Sex vertretbar.

Neue Regel:

Sex als Heterosex (!) ist schlecht und sollte nicht passieren, wenn er nur der Lust dient. Es sei denn, die "richtige" feministische und gendergerechte Gesinnung wird durch den Sex bestätigt. Alles andere würde ja auf eine Abhängigkeit von Frauen oder Diskriminierung der Genderdiversität hinauslaufen. (Ich frage mich sogar, ob nicht sogar Lesbensex oder Schwulensex aus den gleichen Gründen inzwischen ebenfalls als inopportun gilt. Auch diese Spielarten sind ja nicht mehr divers genug).

Klar ist dies eine Überzeichnung, aber mit schrecklich viel Wahrheit!

Schauen wir mal, ob noch eine/r  (gendergerechte Schreibweise wäre eher eine*r) was hier beizutragen hat. 

Sonst noch viel Spaß bei Deiner Torta pasqu.
 

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20. April um 20:40

@Ingrid1.

Möchte diese Fragen am liebsten neutral sehen, tendiere aber ein wenig zu Deiner Meinung. Mehr traue ich mich nicht zu sagen. In anderen Foren würden wir jetzt verwarnt werden. Könnte konkrete Beispiele geben. Möchte aber mit diesen ideologisch verqueren Leuten nichts mehr zu tun haben.

z.B. nicht nur von zig Frauen, sondern sogar von Männern dafür beschimpft werden, dass ich als Frau zu frauenfeindlich und zu männerfreundlich sei. Da fühlt Frau sich regelrecht vera...

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22. April um 18:29

@richyjulia.

Da läuft eine arge Propagandawelle, sogar noch gefördert durch die EU.

Problem ist, ich kann diese komplexe Sache hier aus Zeitgründen nur sehr oberflächlich beschreiben. Die EU hat eine Statistik über sexuelle Orientierungen machen lassen, habe oben schon kurz darüber berichtet.

Das Schärfste an der Statistik aber ist, dass die Zahl der Lesben und bisexuellen Frauen in der Statistikinterpretation doppelt so hoch war wie die Zahl der schwulen und bisexuellen Männer. Die absolute Zahl hat dies aber nicht ergeben. Die direkte statistische Zahl war bei den Frauen zwar etwas höher, aber nur etwas.

Erst eine Extrapolation führte zu dem (gewünschten?) Ergebnis. Es gab nämlich eine doppelt so hohe Anzahl von nichtantwortenden Frauen als Männer. Indem nun die vorhandenen Zahlen auch auf die Gruppe der Nichtantwortenden übertragen wurden, ist das statistische Ergebnis der Lesben und Bisexuellen Frauen erheblich gestiegen. Sag Deiner Tochter, sie darf sich ruhig für Jungs interessieren und muss nicht krampfhaft versuchen, irgendeine bisexuelle oder lesbische Ader in sich zu entdecken. Aber ich schätze Dich so ein, dass Du genau das zu ihr gesagt hast.

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23. April um 9:45

@Aasha108.

Du bist da mit Deiner absoluten Klarheit ein leuchtendes Vorbild. Eine Lesbe oder ein Schwuler, die auch zu ihren Neigungen stehen ohne andere zu diffamieren, sind für mich ebenfalls absolut klar. Nicht das geringste Problem damit.

Hier geht es aber eher darum, dass wir den Einfluss von Medien und sogar politischen Institutionen auf unsere jungen Leute etwas argwöhnischer anschauen müssen. Eben wegen der jungen Leute.

Damit überwerte ich das "Genderzeugs" nicht. Es ist nur sinnvoll, dass es Leute gibt, die ohne Scheuklappen unserer Jugend auch mal was anderes erzählen. Es wird ja heiß diskutiert, ob die diversen Orientierungen auch in der Schule besprochen werden sollen.

Dann kommt natürlich sowas Idiotisches bei raus: Ein junger Mann oder eine junge Frau wird dadurch veranlasst, schon früh darüber nachzudenken: Bin ich mehr lesbisch oder hetero? Oder mehr hetero oder lesbisch? Oder als Junge eher schwul, oder nur ein bißchen schwul, und was überwiegt? Genau so wie die EU-Studie vorgeht, die dann ja sogar politische Weihen hat. Ich würde gerne mal Herrn Junker persönlich fragen, was denn bei ihm überwiegt. Aber das wäre ja dann wohl eine Beleidigung.

Solche Einflüsse werden an die jungen Leute in einer Lebensphase herangetragen, in welcher sich ihr geschlechtliches Interesse allmählich entwickelt und immer mehr ausprägt.

Wenn ich das hier schreibe, würde ich in anderen Forum als Ewiggestrige gelten. Wahrscheinlich würden die mich gleich extrem rechten Kreisen zuordnen, was absolut falsch ist. So ideologisiert sind solche Themen bereits.

Vor allem in Berlin ist es in einigen Milieus schon ziemlich krass: Wer da nur hetero ist, ist verkehrt. Denn niemand ist nur hetero, pfui Teufel.

Für unser Privatleben, Aasha108, kann uns das ziemlich egal sein. Wir haben unsere Orientierung. Aber nicht für unsere Kinder und Enkelkinder.

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27. April um 7:51
In Antwort auf entdeckerin54

Hier geht es mir um ein allgemeines gesellschaftliches Problem, das mir Sorgen macht. Sorry, dass das eine kleine Abhandlung wird und ich sehr viel reinpacke.

Vor 3 Wochen war ich noch in Frankreich, und überall sah ich glückliche junge Heteropaare Hand in Hand, die sich geküsst haben.

Vorletzten Sonntag habe ich in einer Parkanlage hier in Deutschland zufällig ein junges Pärchen gesehen, das Händchen gehalten hat. Aber von Küssen keine Rede. Lesbische händchenhaltende Frauen hingegen sehe ich sehr oft, das ist hier in der Stadt viel verbreiteter als erkennbare junge Heteropaare. Außerdem sind Jungs und Mädels sehr oft in getrennten Gruppen unterwegs.

Das ist schon einmal ein ganz anderes Bild als in Frankreich. Bilder können ja täuschen. Für eine seriöse Statistik reicht das nicht.

Der aktuelle Trend scheint ja, wenn sich Frau umsieht, eher nach unverbindlichen Beziehungen zu gehen. 

Da stehen im Vordergrund:

- Eigenerotik verbunden mit Pornographie. Dabei spielt für junge Frauen die lesbische Komponente eine viel größere Rolle als die heterosexuelle. Bei Jungs hingegen geht es um Sex als Hochleistung in immer neuen Lustvariationen und -stellungen. Echter GV geht dann mit einer vergleichsweise sehr viel anspruchsvolleren Erregungsschwelle einher.

- allgemeiner gesellschaftlicher Trend zu einem Individualismus, der tiefere interpersonale Beziehungen gar nicht mehr zulässt.

In der Frauenbewegung ist insbesondere die Unabhängigkeit von Männern ein großes Thema. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional und sexuell. Wenn eine Frau dann doch heterosexuelle Bedürfnisse hat, soll sie es eben in ONS und sehr kurzfristigen Pseudofreundschaften (falsch tituliert als Freundschaft Plus) mit einem Mann als Spielzeug treiben. Falls nicht doch eher ein Dildo reicht.

- Junge Männer verzweifeln in Zeiten von Metoo schon oft daran, überhaupt eine Frau anzusprechen. Und dafür, dass vor allem die Sensibleren unter ihnen Angst haben, überhaupt mit einer Frau Kontakt aufzunehmen, werden sie dann noch von der heiligen Margarete Stokowski als Oberfeministin gescholten. Dass ich das hier als Frau ausspreche, macht mich schon sehr der Heräsie verdächtig. 

- Es gibt nicht nur den "orgasm gap" bei jungen Frauen. Es gibt im klinischen Bild statistisch nachweisbar eine immer größere Impotenz junger Männer, natürlich auch durch die leichtere Erregbarkeit durch Pornographie gefördert.  Irgendwann können wir uns nur noch im Reagenzglas fortpflanzen. - Übrigens zeigen neuere Statistiken eine höhere sexuelle Zufriedenheit von jungen Frauen vor 30 - 40 Jahren als heute. Nach den modernen Heilslehren müsste es ja genau umgekehrt sein.

- Andere Jungs lernen daraus, dass MANN nur noch durch extremen Machismo zum Zuge kommt. Die Mädels können ein Lied von diesen Kerlen singen.

Leider gelingt es solchen Männern, junge Frauen dann psychisch und physisch zu dominieren und ihre sexuelle und partnerschaftliche Entwicklung nachhaltig zu schädigen.

SPRICH: Summa summarum quälen sich die Geschlechter wechselseitig. Vor allem die Einfühlsameren bleiben total auf der Strecke, bei beiden Geschlechtern! 

- Nunja, ein sogenannter Forscher kündigt an, dass Cybersex den normalen Sex bis zum Jahr 2030 mehr oder weniger ablösen werde. GV gebe es dann nur noch zur Kinderzeugung, sofern es nicht besser im Reagenzglas geht.

- Diversität aller Orten. Um Missverständnisse zu verhüten, jede Orientierung ist willkommen. Aber keine darf für sich beanspruchen, Maßstab aller Dinge zu sein. Auf einer Seite, die ich jetzt nicht mehr finde, wurde aber Totaldiversität als erfreuliche neue Norm angesprochen. Demnach wäre es schon frevelhaft, nur noch hetero zu sein.
Sobald ich die Seite finde, hole ich den Nachweis nach.

Ich bin immer noch der naiven Ansicht, dass junge Leute in einer Orientierungsphase das Diversitätsgeschwafel nicht gebrauchen können. In ihrer statistischen Erhebung zur Sexualität hat unter dem Einfluss der Diversitätsideologie die EU merkwürdige Fragen gestellt, die selbst mich Ältere total verwirren.  Mögliche Antworten: Hetero, lesbisch, transgender, schwul, überwiegend hetero mit lesbischem bzw. schwulen Anteil, überwiegend lesbisch oder schwul mit etwas Hetero, sowohl hetero als auch lesbisch/schwul in gleichem Maß (also 50:50). Asexuell gibt es natürlich auch noch. - Es reicht mir, das hier nur grob zu rekapitulieren, und ich habe sicher einiges vergessen. Interessanterweise sind vor allem sehr viele junge Frauen irgendetwas zwischen allem. Junge Männer sind eindeutiger.

Ich sehe hier die Gefahr, dass es schon eine Art Mode geworden ist, queer oder total divers und alles Mögliche zu sein. Hinzu kommen von der sexuellen Orientierungsdiversität mal abgesehen noch die modernen Sexualspielvarianten in unbegrenzter Fülle. - Dabei schafft es ein Großteil von Männern und Frauen nicht einmal, im GV einen gemeinsamen (wenn auch nicht zwangsläufigen) Orgasmus herbeizuführen. Weil sie keine Ahnung haben, wie so etwas überhaupt emotional und physisch funktionieren kann. Warum sollten dann die modernen Orientierungen und die modernen Praktiken zu etwas führen, das befriedigender ist?

Verbirgt sich hinter all dieser scheinbaren Modernität und Offenheit nicht in Wahrheit ein abgrundtiefer Hass auf interpersonal glückliche sexuelle Beziehungen? Ist das nicht vielleicht die moderne Variante der Sexualfeindlichkeit, nachdem bestimmte tradierte Normen aus gutem Grund desavouiert sind?

- In einer pluralen Gesellschaft wird parallel allerdings auch noch das tradierte Rollenbild gelebt.

Da schlafen die Kinder über 10 Jahre im Schlafzimmer der Eltern als "Sexverhinderer" vor allem gegen übergriffige Ehemänner. (Ich spreche nicht von den Fällen, wo es anders nicht geht und wo es auch sehr verständlich ist, beide Partner aber dann eben außerhalb des Schlafzimmers ihre Sexualität leben). Da werden immer noch Frauen mehr oder weniger von den berufsgestressten Männern als asexuelle MUTTERWESEN gesehen. Hätten sie sexuelle Bedürfnisse, wären sie ja wohl eher Huren. Mit solchen Frauen muss dann ein Mann auch nicht mehr schlafen. Vielleicht erklärt das auch die große Verbreitung von Prostitution, obwohl ich hier eine Einschränkung machen muss. Die Statistiken zur Prostitution werden grob fehl interpretiert (siehe entspr. Artikel in der "Zeit" und sind eher mit Vorsicht zu genießen. Daher werde ich mich darauf nicht unbedingt berufen.

- Fazit:

Ich ziehe jetzt die Konsequenz, dass es für mich das Ding "Mann gegen Frau, Frau gegen Mann" nicht mehr gibt. Ich ziehe die Konsequenz, dass wir eine Bewegung gründen müssten mit dem Namen "Rettet die Liebe und rettet die Lust". 

Noch möchte ich nicht allzu pessimistisch sein, aber wie seht ihr das?

 

Ein irrsinnig langer Text. Kurz: Zu jeder Bewegung gibt es auch wieder die Kehrtwende. Ich denke all das wird auf ein Mischverhæltnis hinauslaufen. Tipp: Wenn du nicht gerade eine Doktirarbeit über das Thema schreibst, mach dir einfach keinen Kopf. Ich denke eh, dass deine Beobachtungen zum Teil sehr subjektiv sind. Es gibt ja nicht nur Deutschland. In anderen Ländern sieht eh alles wieder anders aus.  i

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27. April um 7:53
In Antwort auf entdeckerin54

Hier geht es mir um ein allgemeines gesellschaftliches Problem, das mir Sorgen macht. Sorry, dass das eine kleine Abhandlung wird und ich sehr viel reinpacke.

Vor 3 Wochen war ich noch in Frankreich, und überall sah ich glückliche junge Heteropaare Hand in Hand, die sich geküsst haben.

Vorletzten Sonntag habe ich in einer Parkanlage hier in Deutschland zufällig ein junges Pärchen gesehen, das Händchen gehalten hat. Aber von Küssen keine Rede. Lesbische händchenhaltende Frauen hingegen sehe ich sehr oft, das ist hier in der Stadt viel verbreiteter als erkennbare junge Heteropaare. Außerdem sind Jungs und Mädels sehr oft in getrennten Gruppen unterwegs.

Das ist schon einmal ein ganz anderes Bild als in Frankreich. Bilder können ja täuschen. Für eine seriöse Statistik reicht das nicht.

Der aktuelle Trend scheint ja, wenn sich Frau umsieht, eher nach unverbindlichen Beziehungen zu gehen. 

Da stehen im Vordergrund:

- Eigenerotik verbunden mit Pornographie. Dabei spielt für junge Frauen die lesbische Komponente eine viel größere Rolle als die heterosexuelle. Bei Jungs hingegen geht es um Sex als Hochleistung in immer neuen Lustvariationen und -stellungen. Echter GV geht dann mit einer vergleichsweise sehr viel anspruchsvolleren Erregungsschwelle einher.

- allgemeiner gesellschaftlicher Trend zu einem Individualismus, der tiefere interpersonale Beziehungen gar nicht mehr zulässt.

In der Frauenbewegung ist insbesondere die Unabhängigkeit von Männern ein großes Thema. Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch emotional und sexuell. Wenn eine Frau dann doch heterosexuelle Bedürfnisse hat, soll sie es eben in ONS und sehr kurzfristigen Pseudofreundschaften (falsch tituliert als Freundschaft Plus) mit einem Mann als Spielzeug treiben. Falls nicht doch eher ein Dildo reicht.

- Junge Männer verzweifeln in Zeiten von Metoo schon oft daran, überhaupt eine Frau anzusprechen. Und dafür, dass vor allem die Sensibleren unter ihnen Angst haben, überhaupt mit einer Frau Kontakt aufzunehmen, werden sie dann noch von der heiligen Margarete Stokowski als Oberfeministin gescholten. Dass ich das hier als Frau ausspreche, macht mich schon sehr der Heräsie verdächtig. 

- Es gibt nicht nur den "orgasm gap" bei jungen Frauen. Es gibt im klinischen Bild statistisch nachweisbar eine immer größere Impotenz junger Männer, natürlich auch durch die leichtere Erregbarkeit durch Pornographie gefördert.  Irgendwann können wir uns nur noch im Reagenzglas fortpflanzen. - Übrigens zeigen neuere Statistiken eine höhere sexuelle Zufriedenheit von jungen Frauen vor 30 - 40 Jahren als heute. Nach den modernen Heilslehren müsste es ja genau umgekehrt sein.

- Andere Jungs lernen daraus, dass MANN nur noch durch extremen Machismo zum Zuge kommt. Die Mädels können ein Lied von diesen Kerlen singen.

Leider gelingt es solchen Männern, junge Frauen dann psychisch und physisch zu dominieren und ihre sexuelle und partnerschaftliche Entwicklung nachhaltig zu schädigen.

SPRICH: Summa summarum quälen sich die Geschlechter wechselseitig. Vor allem die Einfühlsameren bleiben total auf der Strecke, bei beiden Geschlechtern! 

- Nunja, ein sogenannter Forscher kündigt an, dass Cybersex den normalen Sex bis zum Jahr 2030 mehr oder weniger ablösen werde. GV gebe es dann nur noch zur Kinderzeugung, sofern es nicht besser im Reagenzglas geht.

- Diversität aller Orten. Um Missverständnisse zu verhüten, jede Orientierung ist willkommen. Aber keine darf für sich beanspruchen, Maßstab aller Dinge zu sein. Auf einer Seite, die ich jetzt nicht mehr finde, wurde aber Totaldiversität als erfreuliche neue Norm angesprochen. Demnach wäre es schon frevelhaft, nur noch hetero zu sein.
Sobald ich die Seite finde, hole ich den Nachweis nach.

Ich bin immer noch der naiven Ansicht, dass junge Leute in einer Orientierungsphase das Diversitätsgeschwafel nicht gebrauchen können. In ihrer statistischen Erhebung zur Sexualität hat unter dem Einfluss der Diversitätsideologie die EU merkwürdige Fragen gestellt, die selbst mich Ältere total verwirren.  Mögliche Antworten: Hetero, lesbisch, transgender, schwul, überwiegend hetero mit lesbischem bzw. schwulen Anteil, überwiegend lesbisch oder schwul mit etwas Hetero, sowohl hetero als auch lesbisch/schwul in gleichem Maß (also 50:50). Asexuell gibt es natürlich auch noch. - Es reicht mir, das hier nur grob zu rekapitulieren, und ich habe sicher einiges vergessen. Interessanterweise sind vor allem sehr viele junge Frauen irgendetwas zwischen allem. Junge Männer sind eindeutiger.

Ich sehe hier die Gefahr, dass es schon eine Art Mode geworden ist, queer oder total divers und alles Mögliche zu sein. Hinzu kommen von der sexuellen Orientierungsdiversität mal abgesehen noch die modernen Sexualspielvarianten in unbegrenzter Fülle. - Dabei schafft es ein Großteil von Männern und Frauen nicht einmal, im GV einen gemeinsamen (wenn auch nicht zwangsläufigen) Orgasmus herbeizuführen. Weil sie keine Ahnung haben, wie so etwas überhaupt emotional und physisch funktionieren kann. Warum sollten dann die modernen Orientierungen und die modernen Praktiken zu etwas führen, das befriedigender ist?

Verbirgt sich hinter all dieser scheinbaren Modernität und Offenheit nicht in Wahrheit ein abgrundtiefer Hass auf interpersonal glückliche sexuelle Beziehungen? Ist das nicht vielleicht die moderne Variante der Sexualfeindlichkeit, nachdem bestimmte tradierte Normen aus gutem Grund desavouiert sind?

- In einer pluralen Gesellschaft wird parallel allerdings auch noch das tradierte Rollenbild gelebt.

Da schlafen die Kinder über 10 Jahre im Schlafzimmer der Eltern als "Sexverhinderer" vor allem gegen übergriffige Ehemänner. (Ich spreche nicht von den Fällen, wo es anders nicht geht und wo es auch sehr verständlich ist, beide Partner aber dann eben außerhalb des Schlafzimmers ihre Sexualität leben). Da werden immer noch Frauen mehr oder weniger von den berufsgestressten Männern als asexuelle MUTTERWESEN gesehen. Hätten sie sexuelle Bedürfnisse, wären sie ja wohl eher Huren. Mit solchen Frauen muss dann ein Mann auch nicht mehr schlafen. Vielleicht erklärt das auch die große Verbreitung von Prostitution, obwohl ich hier eine Einschränkung machen muss. Die Statistiken zur Prostitution werden grob fehl interpretiert (siehe entspr. Artikel in der "Zeit" und sind eher mit Vorsicht zu genießen. Daher werde ich mich darauf nicht unbedingt berufen.

- Fazit:

Ich ziehe jetzt die Konsequenz, dass es für mich das Ding "Mann gegen Frau, Frau gegen Mann" nicht mehr gibt. Ich ziehe die Konsequenz, dass wir eine Bewegung gründen müssten mit dem Namen "Rettet die Liebe und rettet die Lust". 

Noch möchte ich nicht allzu pessimistisch sein, aber wie seht ihr das?

 

...auch suchen sich die Männer, die einfache Frauen haben wollen Frauen aus Russland, Polen, Thailand, Ungarn. Da gibt es sehr viele, die nich das alte Rollenklischee bedienen. 

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Frühere Diskussionen
das Ende der Jugendliebe??
Von: jolie1996
neu
26. April um 19:50
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