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das Ende der Jugendliebe??

26. April um 19:50

Hallo zusammen,
Ich muss meine Geschichte die ich nun erlebt habe loswerden & bin gespannt auf euer Feedback. Ich habe mit meinem Unfeld darüber gesprochen, aber denke Objektive Meinungen und Erfahrungen werden mir helfen.

Ich bin seit 7 Jahren mit meinem Freund zusammen, damals war ich 15 und er 17 als wir zusammen gekommen sind. Es war schön immer liebevoll und haben somit alles gemeinsam erlebt. Den Schulabschluss, die Ausbildung, Job suche...,.. einfach alles. Gemeinsame Urlaube und gemeinsame Freunde, die wir wieder verloren haben, neue Gefunden und gemeinsame Ziele zusammen aufgebaut.
Nun ja schon immer war das Thema das ihm vieles egal ist und er zufrieden ist so wie er lebt, er ist auch kein Mann der gross Liebe zeigt oder gibt, was ich nicht kenne da ich von zu Hause aus mit sehr viel Liebe aufgewachsen bin. Dies war schon immer das Thema aber nun ja ich hab es akzeptiert wie man vieles akzeptiert. Es war immer harmonisch, ich brachte immer die Ideen weil eben er ist so zufrieden wie es ist. Dies gab mir natürlich alle Möglichkeiten die man haben kann, er machte einfach alles mit. Nun nach der Ausbildung vor 3 Jahren entschied ich mich nach Zürich arbeiten zu gehen, also pendeln eine Stunde aber dafür in die Grossstadt, weil ich so bin. Ich mag das laute viele Leute, lebendige und er ist zufrieden in unserem Dorf.
So hab ich natürlich unglaublich viele tolle neue Leute kennengelernt und viele Freundschaften geknüpft und das ganze Team, die Atmosphäre ich liebe es einfach. So kam es dazu das wir uns nur noch am Wocheende sahen. Halb so tragisch, ich mochte es so, von Freitag Abend bis Sonntag und es genügte uns auch. Aber jetzt rückblickend fällt mir auf, dass wir und so extrem auseinander gelebt haben. Ich habe mich so weiterentwickelt und unter der Woche auch viel unternommen und er blieb einfach stehen, genau gleich wie vor 7 Jahren. Ihm gefällts auch so, gemütlich zu Hause. So kam es auch dazu, dass wir gar keinen gemeinsamen Freundeskreis mehr hatten. Aber eben es reichte uns auch.
Nun ging ich auch mal am Wocheende spontan nach Amsterdam mit meinen Freunden und dies war so schön, diese Spontanität, da ich oftmals vergessen hab erst 22 Jahre alt zu sein und mich eher als 40 Jährig gefühlt habe. Durch das Samstag zu hause sitzen, TV schauen, Sonntag an den See. Er hörte mir auch nie zu wenn ich von dee Woche erzählte, ihn interessierte es gar nicht. Aber eben er ist so zufrieden wie es ist.

Nun entschlossen wir endlich zusammen zu ziehen, eine gemeinsame Wohnung. Dies kam natürlich auch von mir, er ist inzwischen 25 und ich 22 und dies war immer etwas was ich eigentlich schon eher wollte.
Die Wohnung hätten wir ab August und nun. Beziehungs aus ? Krise ? Hilflosigkeit !

Vor 4 Wochen war ich am Abschied von einer Kollegin vom Team. Wir gingen alle zusammen in den Ausgang und ich kam den einten Kollegen, mit dem ich es schon immer sehr gut hatte, sehr nahe, betrunken & plötzlich ein Kuss ! Wir waren beide geschockt und gingen danach draussen reden und kamen zum Punkt, dass es mit Gefühlen war. Wir schrieben auch die ganze Woche darüber und waren beide recht verwirrt.

Ich entschloss erstmals nichts meinem Freund zu erzählen aber unter der Woche wurde es immer schlimmer und da ich offen und ehrlich bin beichtete ich es ihm am Samstag. Er, wie immer, fand es gar nicht schlimm und war alles okay. Ich sagte dazu das ich nicht weiss ob "mehr" ist. Dies lies ihn auch kalt. Und genau diese Reaktion schockte mich. Ich hätte mal etwas erwartet von ihm. Die nächste Woche kam ich dem anderen Kollegen immer näher und ja wir sind nun beide verliebt ineinander. Auch auf der Arbeit der Reiz & ja es kam wieder zu küssen und er mir genau das gibt, was mein Freund mir nie gab. Liebe, Zuneigung, Begehren, Offen & Spontanität. Sex lief mit meinem Freund auch nur noch Routinemässig ab. Er ist ein einfacher Typ, er war immer mein Fels in der Brandung und ja manchmal fehlte mir von ihm das Emotionale. Vielleicht auch zu sehr gewohnheit, selbstverständlichkeit..

Nun ja das hin & her in mir drinn machte mich nun kaputt. Einerseits bin ich so verliebt und es sind Gefühle die ich gar nie kannte. Damals war ich 15 da war es mehr aufregung und alles, aber dieses plötzliche verlieben und diese Macht ist unglaublich. Gut ich kannte es auch nie anders. Aber es fühlt sich so gut an, er kämpft um mich und gibt sich Mühe und einerseits will ich das & anderseits brauchte ich Zeit von meinem Freund um herauszufinden was ich will. Bin am Wocheende auch normal zu ihm aber ich merkte das es mir nicht gut tut. Es hat sich so viel in mir verändert, als ob ich plötzlich erwachsen wurde. Ich fühlte mich wieder wie 22 eine junge Frau die mitten im Leben steht und erstmal Zeit braucht diese ganzen Gefühle zu verarbeiten. Er verstand mich nicht. Wir sahen und ein Wocheende nicht und ich vermisste ihn gar nicht und für ihn in seiner Welt war sowiso alles so wie es ist, alles okay. Wir trafen uns nur kurz zum reden & ich sagte ihm ich weiss einfach nicht was ich will, weil es auch so ist. Es liegt nicht am anderen aber ich war einfach sooooo verwirrt.
Dann letztes Wocheende gingen wir nach draussen an den See um über alles zu sprechen. Naja also ich sprach. Ich erzählte ihm von meinem Durcheinander, das verliebtsein und er fände das normal da wir ja so jung zusammen kamen. Ich war am weinen weil ich es nicht loslassen kann, ihn, unsere 7 Jahre es tat so weh aber ich war innerlich im hin & her. Ich sagte ihm ich brauche Zeit da wurde er echt sauer und sagte er würde mich am liebsten Ohrfeigen damit ich wieder zur Besinnung komme. Aber er ist so in seiner Welt. Er verstand nie wenn ich mal eine Krise hatte, er ist immer Gleichgültig, da er es auch von zu Hause nicht anderst kennt. Er sagte bis nächstes Wocheende will er eine Antwort ob weiter so oder nicht.
Naja diese Woche nun war der Horror. Ich bin so verliebt, der eine kämpft um mich, ich kann meinen Freund nicht gehen lassen. Er kämpft aber auch nicht um mich, er wartet bis wieder der normale Alltag kommt.
Nun dann wurde vor 2 Tagen meine Erkältung so schlimm das ich zu Hause blieb, es machte mich noch mehr verrückt alleine zu Hause meinen Gedanken ausgeliefert zu sein und dann gestern als er mir schrieb "Kommst du morgen zu mir oder?" Fing ich nur noch an zu Husten, der Druck so zu tun als ob alles okay ist, dass er mich nicht versteht und mir die Zeit die ich brauch nicht geben kann. Ich hustete die ganze Nacht und ging heute Morgen zum Arzt und ja er sagte mir es sei eine Erkältung die wohl Asthma ausgelöst hat. Psychologisch gesehen wohl, dass ich "keine Luft mehr zum Atmen" habe.
Dann schrieb ich meinem Freund, dass ich es im Moment nicht kann. Ich brauche Zeit für mich und das es mir psychisch & physisch elend geht. Ich habe diese 4 Wochen -5kg abgenommen und kann einfach nicht so weitermachen da ich einfach ZEIT brauch. Er sagte er holt seine Sachen morgen ab. Und jetzt geht es mir einerseits besser, da ich denke, ich mehr an ihm hänge als liebe und ich jetzt wieder Luft habe zu atmen.
Ich bin selbst so zerstört und muss für mich sehen was ich machen werde. Einerseits das Zürichleben wie ich es die letzten 3 Wochen hatte und auch an diesem Wocheende bei einer Freundin war, tat mir so gut, aber es ist so hart IHN loszulassen.
Ich brauche einfach Zeit für mich.
Und mache jetzt einfach im Moment das was MICH wieder auf die Beine bringt.

Naja bin gespannt auf euer Feedback. Ich kenne sowas nicht.

Liebe Grüsse

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