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Darf ich noch Hoffnungen haben????

21. Juli 2007 um 18:07

Hallo Zusammen

Ich weiss nicht mehr weiter und ich hoffe, dass ich von euch Rückmeldungen erhalte, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Ich fühle mich einsam, leer und hilflos und manchmal auch hoffnunglos.

Meine Geschichte: Meine Frau (32) und ich (34) sind seit 13 Jahren zusammen und davon 8 Jahren verheiratet. Wir haben zwei Kinder (3 und 8).

Vor 5 Monaten hat sie mir gestanden, dass sie Gefühle für einen anderen Mann hat. Seit mehr als einem Jahr arbeitet sie mit ihm intensiv für eine Fernsehproduktion zusammen. Vor 8 Monaten habe ich geahnt, dass es irgendetwas zwischen ihm und meiner Frau läuft. Sie haben oft abends stundenlang telefoniert und gemailt. Sie hat dazu gesagt, dass alles nur geschäftlich war, nichts persönliches. Er hat einmal am Sonntagmorgen angerufen und sofort wieder aufgelegt, nachdem ich das Telefon abgenommen habe. Ich habe meine Frau erst später davon erzählt.
Meine Frau sagte mir, dass sie sich das Ganze nicht erklären könne. Sie möchte weder mit ihm zusammen sein oder nicht mit ihm Zärtlichkeiten austauschen.
Wir haben lange darüber gesprochen und sie sagte mir, dass sie bis heute nur mich als Mann angeschaut habe. Sie habe nie andere Männer angeschaut, wie es ihre Freundinnen getan hatten. Sie hatte nur mit mir Sex gehabt, sonst mit keinem anderen Mann gehabt. Sie hat sich auch schon Gedanken gemacht, wie es sein könnte mit einem anderen. Ich habe gesagt, dass ich sie nicht aufhalten werde, wenn sie von mir gehen will.

Nach einiger Zeit verfiel sie in die Depression und machte eine Therapie. Die Zusammenarbeit mit dem anderen Mann ging weiter. Er ist 16 Jahre älter als sie. In der Therapie hat sie herausgefunden, dass sie sich in dem Mann wirklich verliebt hat. Der Kopf hat Nein gesagt und der Bauch hat Ja gesagt.Und vor zwei Monaten hat sie mir dann mitgeteilt, dass sie keine Gefühle für mich empfindet.

Nach ihrem Geständnis habe ich nur geweint. In der Nacht habe ich sie gefragt, ob wir uns nochmals umarmen können. Sie hatte sich geweigert und das war für mich ein klarer Hinweis, dass sie von mir auf Distanz geht. Am nächsten Tag habe ich mitgeteilt, dass ich ausziehen werde, sobald ich eine Wohnung gefunden habe.

Sie ging noch zur Astrologin und diese hat ihr gesagt, dass sie eine intensive Zeit vor sich haben wird. Im Herbst 2007 wird sie für sich die wahre Liebe erkennen. Auch hat die Astrologin gemeint, dass dieser Mann und sie eine Seelenverwandtschaft haben muss. Vielleicht aus einem früheren Leben.

Zwei Wochen nach ihrem Geständnis, das sie keine Gefühle mehr für mich empfindet, habe ich sie gefragt, ob wir für uns und unsere Kinder nicht kämpfen wollen und in die Ehetherapie gehen würden. Sie hat zugestimmt und aber gemeint, sie möchte erst im Herbst dorthin gehen.
3 Tage später habe ich sie nochmals angesprochen und gesagt, dass ich nicht bis im Herbst warten möchte, sondern ich möchte jetzt die Ehetherapie durchziehen. Sie hat lange gezögert und schlussendlich konnte ich sie doch davon überzeugen. Ich habe sie auch gefragt, ob sie mit mir im Ehebett schlafen möchte. Ich möchte keine Sex haben, sondern nur sie halten. Sie hat zugesagt. Die ganze Nacht konnte ich nicht schlafen.

Wir gingen dann zum Ehetherapeut. Die erste Frage war, wie ich es empfunden habe, als ich meine Frau wieder gehalten habe, wie es war. Ich konnte dazu keine Antwort geben und habe auch gesagt, dass ich die ganze Nacht kein Auge zugetan hatte. Der Therapeut hakte nach, ob ein ähnliches Gefühl sei, wie wenn meine Mutter mich umarmen würde. Ich habe dann gesagt, dass ich die Umarmung meiner Mutter nicht kenne, meine Mutter hat mich noch nie umarmt. Sie hat mich nur einmal umarmt und zwar vor kurzem, nachdem ich ihr die Mitteilung gemacht habe, dass meine Frau und ich kein Liebespaar mehr sind.

Meine Frau hat gesagt, dass sie meine Nähe als geschwisterlich und warm empfunden habe. Mehr nicht. Der Therapeut fragte nach, wie es ist, wenn sie in der Nähe dieses Mannes empfinde. Da fühle sie sich als Frau.
Für den Therapeut war es klar, dass ich bei meiner Frau unbewusst Mutterersatz gesucht habe. Für mich ging die Welt unter.

Nach der Therapie habe ich ihr später angerufen und gesagt, dass sie sich Gedanken machen soll über eine Scheidung. Ich sehe keine Chance bei ihr mehr, dann machen wir hier einen Schlussstrich. Zwei Stunden später habe ich von ihr einen Email erhalten, darin hat geschrieben, dass sie noch nicht soweit ist für eine Scheidung. Sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Ja sie möchte nicht mehr für mich die Mutter/VaterRolle übernehmen (mein Vater ist früh gestorben, als ich 2/3 Jahre alt war). Sie möchte diese Rolle nicht mehr haben. Sie hofft, dass wir uns nach etwas Abstand als Mann und Frau begegnen können, deshalb wollte sie erst im Herbst die Ehetherapie machen. Sie hat Angst Frau zu werden. Sie glaube nicht, dass es mit diesem Mann etwas sein wird, weil der noch mehr Angst hat als sie ((aus anderen Gründen, die ich nicht kenne)). Sie hofft, dass sie Frau wird und dass die Flamme zwischen uns wieder entfacht.
Sie schreibt auch, wenn sie die Hoffnung nicht gehabt hätte, wäre sie nicht zu mir ins Bett gelegen und noch mit mir in die Ehetherapie gegangen.

3 Tage später haben wir abends miteinander gute Gepräche geführt. Ich habe später zu ihr gesagt, dass ich gerne mit ihr nochmals schlafen möchte, da ich ja bald ausziehen werde. Sie hat verneint. Später im Ehebett hat sie mich gehalten und geweint, ich habe umgedreht und sie umarmt. Sie flüsterte zu, dass sie mit mir schlafen möchte. Dieses Abschlussschlafen war anders als ich es mir ihr gekannt habe. Meine Frau ist ein Kontrollmensch. Und diesem Augenblick im Bett, hat sie sich gehen lassen. Es war sehr schön gewesen.

Ich bin inzwischen ausgezogen. Die Kinder halten sich abwechselnd bei ihr und bei mir auf. Mit den Kindern haben wir uns sehr gut geeinigt.

Sie kam zweimal zu mir die Wohnung. Wir haben jeweils lange Gespräche über uns geführt. Sie hat mir gesagt, dass sie nicht garantieren kann, dass sie wieder zu mir zurückkommt. Auch habe sie Angst, dass ich sie nicht mehr haben wolle, sollte ich dann ein Mann werden. Sie hat immer wieder betont, dass ich nicht auf sie warten muss. Es sei meine Entscheidung zu warten. Sie verlange es nicht von mir.

Ich habe sie auch schon gefragt, ob sie mich aufgegeben hat und sie hat verneint.

Im Email hat sie geschrieben, dass sie die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat. Gleichzeitig sagt sie mir, ich solle nicht auf sie warten. Auch schreibt sie, dass mit diesem Mann möglichweise nichts wird und trotzdem empfindet sie sehr viel für ihn. Er hat irgendetwas anziehend für sie.

Gestern hat sie nochmals gesagt, dass ich nicht auf sie warten muss. Sie muss zuerst für sich herausfinden was sie will.

Ich bin massiv überfordert, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll. Soll ich noch Hoffnungen haben oder nicht??? Es gibt Tage, da fühle ich nichts und möchte nur die Decke über den Kopf ziehen. Es gibt Zeiten, da möchte ich mich ganz von ihr abwenden, weil einfach wehtut. Es tauchen Fragen auf, dass wir unsere 13jährige Beziehung einfach fortschmeissen ohne dafür zu kämpfen? Warum wieso?

Und was heisst, dass sie zuerst für sich heraufinden muss, was sie will???

Ich weiss, ich habe sehr viel aufgeschrieben. Danke für die Geduld beim Lesen. Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen.

Amzo

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21. Juli 2007 um 19:00

Hallo
Es tut mir sehr leid für euch beide. ABER ihr habt sehr gute Potenziale. Macht weiter mit der Ehetherapie. Vielleicht wird sie eure Gefühle eher noch durcheinander werfen, es schweint euch vielleicht, als würde das alles schlimmer machen. Aber das ist eben die Therapie. Kämpft umeinander. Ihr könnt reden, ihr könnt euch gut einigen bzgl. der Kinder, wie du schreibst, das ist schon mehr als andere Paare können. Nutzt diese Krise als Chance und gebt nicht auf. Ich bete für Euch.
Liebe Grüße

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21. Juli 2007 um 19:50
In Antwort auf chris_11842982

Hallo
Es tut mir sehr leid für euch beide. ABER ihr habt sehr gute Potenziale. Macht weiter mit der Ehetherapie. Vielleicht wird sie eure Gefühle eher noch durcheinander werfen, es schweint euch vielleicht, als würde das alles schlimmer machen. Aber das ist eben die Therapie. Kämpft umeinander. Ihr könnt reden, ihr könnt euch gut einigen bzgl. der Kinder, wie du schreibst, das ist schon mehr als andere Paare können. Nutzt diese Krise als Chance und gebt nicht auf. Ich bete für Euch.
Liebe Grüße

Danke....
@verliebtverliebt

Ich möchte diese Beziehung nicht aufgeben. Meine Frau und ich wir können miteinander gut reden, wir sind auch nicht im Streit auseinander.
Ich möchte kämpfen, aber ich habe das Gefühl, das meine Frau nicht will. Warum sagt sie zu mir, ich solle nicht auf sie warten.....???

Die Ehetherapie haben wir geändert, er hat sie noch einmal alleine gehabt. Für sie war kein Bedarf mehr weiterhin zu gehen. Ich werde weiterhin gehen.

Amzo

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21. Juli 2007 um 20:21
In Antwort auf samuel_12469622

Danke....
@verliebtverliebt

Ich möchte diese Beziehung nicht aufgeben. Meine Frau und ich wir können miteinander gut reden, wir sind auch nicht im Streit auseinander.
Ich möchte kämpfen, aber ich habe das Gefühl, das meine Frau nicht will. Warum sagt sie zu mir, ich solle nicht auf sie warten.....???

Die Ehetherapie haben wir geändert, er hat sie noch einmal alleine gehabt. Für sie war kein Bedarf mehr weiterhin zu gehen. Ich werde weiterhin gehen.

Amzo

Vielleicht
will deine Frau dadurch ein bißchen Druck aus der Sache nehmen, indem sie sagt, du sollest nicht auf sie warten. Gehen wir mal vom Gegenteil aus: Sie weiß, dass du auf sie wartest. Das würde doch für sie bedeuten: ich muss mich "beeilen", meine gefühle in den Griff zu bekommen / mich zu entscheiden. Das wäre vielleicht zu viel Druck für sie, verstehst du wie ich meine.
Vielleicht gibt es ja für sie auch nur "derzeit" keinen Bedarf, weiter zur Therapie zu gehen? Vielleicht braucht sie erst mal Zeit, das Bisherige, oder was sie bisher in der Therapie "erfahren" hat, zu verarbeiten?
Sie das nicht als allzu endgültig an. Es ist gut, dass du weiterhin hingehst, mein Kompliment, das braucht viel Mut.

Lämpfe weiter, vielleicht gibt das auch deiner Frau Mut, weiter zu kämpfen...
Ich wünsche euch nur das Beste, aber es wird wohl einige Zeit dauern, fürchte ich...
Liebe Grüße

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24. Juli 2007 um 2:16
In Antwort auf chris_11842982

Vielleicht
will deine Frau dadurch ein bißchen Druck aus der Sache nehmen, indem sie sagt, du sollest nicht auf sie warten. Gehen wir mal vom Gegenteil aus: Sie weiß, dass du auf sie wartest. Das würde doch für sie bedeuten: ich muss mich "beeilen", meine gefühle in den Griff zu bekommen / mich zu entscheiden. Das wäre vielleicht zu viel Druck für sie, verstehst du wie ich meine.
Vielleicht gibt es ja für sie auch nur "derzeit" keinen Bedarf, weiter zur Therapie zu gehen? Vielleicht braucht sie erst mal Zeit, das Bisherige, oder was sie bisher in der Therapie "erfahren" hat, zu verarbeiten?
Sie das nicht als allzu endgültig an. Es ist gut, dass du weiterhin hingehst, mein Kompliment, das braucht viel Mut.

Lämpfe weiter, vielleicht gibt das auch deiner Frau Mut, weiter zu kämpfen...
Ich wünsche euch nur das Beste, aber es wird wohl einige Zeit dauern, fürchte ich...
Liebe Grüße

Du hast Recht gehabt
@verliebtverliebt

meine Frau und ich haben uns heute abend getroffen und ich habe sie nochmals auf das Thema mit meinem Warten angesprochen. Sie hat zu mir gesagt, dass sie wirklich nicht weiss, was sie will. Sie möchte mir gegenüber keine Versprechungen machen und sie möchte sich nicht unter Druck setzen bis wann sie eine Antwort gefunden hat. Sie hat heute abend immer wieder betont, dass ich keine Erwartungen stellen darf und es sei mein Problem, ob ich warten will oder nicht, sie lasse sich nicht unter Druck setzen....

Ich habe zu ihr dann gesagt, dass ich heute abend gekommen bin, um es ihr zu sagen, dass ich nicht auf sie warten werde...

wir haben uns jetzt auch geeinigt, dass wir wirklich getrennte Wege gehen werden und ich habe meine restlichen Sachen mitgenommen und wir haben uns am Schluss noch kurz umarmt.

Liebe Grüsse

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24. Juli 2007 um 13:01

Dieser Therapeut ist unverantwortlich...
Es ist fachlich völlig unfundiert, innerhalb einer einzigen Sitzung (wenn ich Dich richtig verstanden habe) lediglich durch Provokationsfragen suggestiver Art irgendwelche Zuordnungen zu Primärbeziehungen - Mutter, geschwister, Sexualpartner - zu machen. So handeln nur sehr schlechte Therapeuten, die auf Dein Geld und keineswegs auf Erkenntnisgewinn aus sind. Das Resultat, offenbar schon durch die Einstellung des Therapeuten vorgezeichnet, Du suchtest lediglich eine "Mutterfigur", ist ja an Oberflächlichkeit und mangelnder Differenziertheit nicht zu überbieten.

Vergiss bitte diesen Unsinn; BEziehungsqualitäten sind viel differenzierter, als durch triviale Zuordnungen be/verurteilt zu werden. Raff Dich auf und sprich Dich mit Deiner Frau aus, ich denke, ihr findet gemeinsam einen Weg. Es scheint mir, als ob Fremde bei der Problemlösung bei euch eher störend als förderlich wirken.

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24. Juli 2007 um 16:51
In Antwort auf zinderella30

Dieser Therapeut ist unverantwortlich...
Es ist fachlich völlig unfundiert, innerhalb einer einzigen Sitzung (wenn ich Dich richtig verstanden habe) lediglich durch Provokationsfragen suggestiver Art irgendwelche Zuordnungen zu Primärbeziehungen - Mutter, geschwister, Sexualpartner - zu machen. So handeln nur sehr schlechte Therapeuten, die auf Dein Geld und keineswegs auf Erkenntnisgewinn aus sind. Das Resultat, offenbar schon durch die Einstellung des Therapeuten vorgezeichnet, Du suchtest lediglich eine "Mutterfigur", ist ja an Oberflächlichkeit und mangelnder Differenziertheit nicht zu überbieten.

Vergiss bitte diesen Unsinn; BEziehungsqualitäten sind viel differenzierter, als durch triviale Zuordnungen be/verurteilt zu werden. Raff Dich auf und sprich Dich mit Deiner Frau aus, ich denke, ihr findet gemeinsam einen Weg. Es scheint mir, als ob Fremde bei der Problemlösung bei euch eher störend als förderlich wirken.

Der Therapeut
@zinderella30

grundsätzlich mag es so erscheinen, dass der Therapeut eine unfundierte Diagnose gestellt hat. ich konnte einfach nicht alles aufschreiben, habe die Kurzform geschrieben.
Ich möchte eine Ergänzung machen: Dieser Therapeut kennt mich schon sehr lange, ich gehe mit kleinen Unterbrüchen seit bald mehr als 3 Jahre zu ihm hin. Er kennt meine persönliche Geschichte sehr gut. Die bisherige Therapie hat für meine persönliche Entwicklungen sehr viel gebracht (zu mir stehen können, habe mich aus der Opferrolle befreit, Auseinandersetzung mit dem Vaterkomplex ((ich glaube, dass ich mit ihm in der nächsten Sitzung mein Mutterkomplex anschauen muss)), mein Selbstwert gestärkt --> hat sich vorallem in beruficher Hinsicht sehr viel gebracht). Meine Frau war damit einverstanden, dass wir zu ihm hingehen, weil sie ihn auch aus meiner Erzählung her kennt. Ich habe in den Therapiesitzungen hie und da auch die Beziehung zu meiner Frau mit ihm besprochen. Auch weiss er von unserer Ehekrise Bescheid.

Gestern abend habe ich mich mit meiner Frau getroffen. Ich habe sie informiert, dass ich nicht auf sie warten werde (ich möchte nicht klammern). Ich werde mein Weg gehen und ich will, dass es mir dabei gut gehen soll.

Sie hat in vielen Gesprächen die wir geführt hatten, immer wieder betont, dass sie diese Beziehung die wir 13 Jahre geführt hatten, nicht mehr viel. Für diese Zeit hat es gestimmt, dass wir bestimmte Rolle unbewusst übernommen haben. Es waren 13 schöne Jahre gewesen.

Meine Frau hat zu mir gestern auch gesagt, seit sie sich in dem älteren Mann verliebt hat, hat sie ihre weibliche Gefühlswelt entdeckt und auch festgestellt, dass sie eigentlich gar nicht so selbstsicher ist wie sie gegen aussen wirkt. Und dass sie gar keine starke Frau sei, wie sie von sich immer geglaubt hat.

Sie hat zu mir gesagt, dass sie gar nicht weiss, was sie will und sie weiss es nicht ob sie jemals wieder eine Beziehung führen will. Sie möchte nicht, dass ich auf sie warte, weil sie mir keine Garantie geben will, ob wir jemals wieder zusammen kommen. Auch möchte sie sich nicht unter Druck setzen lassen, um endlich eine Entscheidung zu fällen.


Ich habe mich für die Liebe und die Liebe zu mir entschieden, ich möchte dass es mir wieder gut geht, weil ich ein wertvolles Wesen auf dieser Welt bin. Ich möchte, dass mich eine Frau bedingungslos liebt und so wie ich sie auch bedingungslos lieben möchte. Diese bedingungslose Liebe kann/will meine Frau mir nicht geben.


Ich glaube, wenn man jemanden liebt, dass man ihn auch gehen lässt. Nicht klammern und halten sondern loslassen können, dass man das Gefühl hat, es geht einem dabei immer noch gut und man ist nicht abhängig.

Liebe Grüsse
Amzo73

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25. Juli 2007 um 18:08

Sie hatte gehofft,
dass ich den ersten Schritt mache, um unsere Beziehung zu beenden. Das hatte sie lange gehofft und dass ich es endlich auf den Tisch bringe. Schlussendlich musste sie den Schritt machen und hat es dann gesagt, dass keine Gefühle mehr für mich da sind.

Kann sie überhaupt noch Gefühle für wieder entwickeln, wenn sie ständig ihre Gedanken bei diesem Mann hat. Sie schreiben und telefonieren fast täglich miteinander (ein Teil ist sicher berufsbedingt, aber es hat sehr viel privat).

Ja, du hast recht, ich habe sehr schnell entschieden, dass ich eine eigene Wohnung genommen habe. Ich wollte nicht mit einer Frau unter einem Dach leben, die meine Nähe nicht erträgt (sie hat später zu mir gesagt, dass sie oft in der Nacht ins Wohnzimmer geflüchtet , weil sie mit mir im Ehebett nicht aushalten konnte.)

Wieso sagt sie zu mir, ich solle nicht auf sie warten, weil sie mir keine Garantie geben kann, ob wieder was aus uns wird?? Weshalb soll ich für eine Hoffnung kämpfen, die hoffnungslos ist?? Spiele ich mir da nicht etwas vor???

Ja ich habe am Montag die Hoffnung aufgegeben, dass auf uns etwas wird, deshalb bin ich zu ihr gegangen und habe gesagt, dass ich nicht auf sie warten werde. Ich habe von ihrer Seite her nicht gespührt, dass sie um unsere Ehe kämpfen will, warum wollte sie eigentlich bis im Herbst mit der Ehetheraphie abwarten?

Ich habe kein Problem, dass meine Frau nicht weiss, was sie will vom Leben oder von sich. Ich hätte es ausgehalten und auch gewartet. Nur! Weshalb sagt sie dann ständig zu mir, dass ich nicht warten soll. Wie soll ich das verstehen und wie soll ich auch damit umgehen, ich bin wirklich auch überfordert, wie ich denken und handeln soll.

Ich weiss, dass in einer langjährigen Ehe Verschleisserscheinungen auftreten, dass bin ich mir auch bewusst. Wir waren beide mit unserem Beruf und Kindererziehung ausgelastet und haben unsere Beziehung als Liebespaar nicht so gepflegt, wie es sein sollte, dass wir uns mit Leidenschaft begehren. Vielleicht hat uns der Alltag zu aufgezehrt und vielleicht weil wir es auch nicht mehr wollten. Ich habe dazu keine Antwort gefunden.

und vielleicht hat das mit unserem Psychokram zu tun, weil wir uns entwickeln wollten, und keine Leiche weiterhin im Keller haben wollten. Weil die sind lästig und stinken auch noch dabei.

Ich möchte keine Beziehung mit einer angezogenen Handbremse führen. Ich möchte nicht mit einer Frau zusammensein, die unglücklich ist, nur weil sie wegen den Kindern und der finanziellen Sicherheit bei mir bleiben will. Weil diese Beziehung ist mit Garantie nicht lebendig und echt. Ich möchte eine echte, ehrliche und lebendige Beziehung mit hoch und tief führen.

liebe Grüsse
amzo73

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