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Coolnes abgewöhnen???

8. Juni 2005 um 15:17 Letzte Antwort: 9. Juni 2005 um 11:16

Hallo,

Mein Traummann, der Mann, mein Ein und alles. Unerreichbar weit entfernt. Schlaflose Nächte, verfolgt bis in die Träume....... und dann kamen wir wirklich und wahrhaftig zusammen.
Dieser coole Typ ist wirklich kühl.
Er liebt mich und ich ihn, allerdings ist da kein lachen, keine herzlichkeit keine Lebensfreude. Man unternimmt etwas, voll cool. Steht an der Bar und unterhält sich.
Nie eine unpassende Bewegung, ein lauter freudenruf, ein herzliches Lachen. Lernen, Computer, im stress durchs Leben düsen. Nur Dokus im Fernsehn von dennen man lernen kann. Keine Liebesschnulzen oder mal was komisches. Immer auf fortbildung bedacht.
Er sagt zwar er liebt mich und ich glaube ihm, aber es sind nur Worte. Keine leidenschaftlichen Daten.
Der Sex mit ihm ist ober cool. Wunderschön aber nie leidenschaftlich. Nicht laut, oder wildeste Extase, cooler Sex mit befriedigung.
Er ist nie aus der Fassung zu bringen, immer cool.
Hab versucht mit ihm zu Streiten und ihn so richtig wild zu machen, keine Chance. Er diskutiert, argumentiert aber er kommt nicht in Rage, schreit nicht, immer cool.
Habe mit ihm darüber gesprochen, er wurde dann aber hoch philosopisch und hat mir erklärt wie er das empfindet.
Er lässt sich von seinen Gefühlen nicht so leiten.
Er empfindet zwar die Wut, trauer, liebe aber er gibt ihr nicht so viel Raum das die Gefühle überhand nehmen.
Wenn ich mich über etwas freue und aufgeregt bin werde ich von ihm mit einem Blick sanktioniert.
Ich liebe ihn, er ist mein Traummann aber was kann man gegen diese kühle tun. Er kommt total Gefühlskalt rüber und alle meinen er sei ein kalter Klotz.
Wie kann man ihn dazu bringen das er etwas mehr Gefühl zeigt?

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8. Juni 2005 um 15:51

Huhu?
Wenn jemand in meiner Verwandschaft stirbt dann weine ich und tue nicht so als sei es mir gleichgültig.
Vieleicht hast du recht wenn du sagst das er dann wohl nicht mein Traummann sei, aber ich hab da echt ein Problem mit wenn ich heulent in der Ecke sitze weil ich so traurig bin das sein Bruder denn ich auch kannte gestorben ist. Und er an seinem Computer herumschraubt. Sicher haben wir darüber auch geredet und es geht ihm der Tod seines Bruder auch nahe und er trauert auf seine Weise aber ich kann es nicht verstehen wie er da einfach weitermacht mit seinem Leben wie jeden Tag?
Diese gefühlskälte ist schon sehr abstossend. Zuerst dachte ich er ist nur cool und wenn ich ihn dann besser kennen lerne das er dann etwas auftaut. Es ist klar das man die Männer nicht weinend auf der Strasse sitzend trifft aber nach dem wir jetzt schon einige Zeit zusammen sind dachte ich er würde irgendwann anfangen Gefühl zu zeigen.

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8. Juni 2005 um 16:15
In Antwort auf an0N_1275232299z

Huhu?
Wenn jemand in meiner Verwandschaft stirbt dann weine ich und tue nicht so als sei es mir gleichgültig.
Vieleicht hast du recht wenn du sagst das er dann wohl nicht mein Traummann sei, aber ich hab da echt ein Problem mit wenn ich heulent in der Ecke sitze weil ich so traurig bin das sein Bruder denn ich auch kannte gestorben ist. Und er an seinem Computer herumschraubt. Sicher haben wir darüber auch geredet und es geht ihm der Tod seines Bruder auch nahe und er trauert auf seine Weise aber ich kann es nicht verstehen wie er da einfach weitermacht mit seinem Leben wie jeden Tag?
Diese gefühlskälte ist schon sehr abstossend. Zuerst dachte ich er ist nur cool und wenn ich ihn dann besser kennen lerne das er dann etwas auftaut. Es ist klar das man die Männer nicht weinend auf der Strasse sitzend trifft aber nach dem wir jetzt schon einige Zeit zusammen sind dachte ich er würde irgendwann anfangen Gefühl zu zeigen.

Hast du denn schonmal mit ihm darüber gesprochen?
rede doch sonst vielleicht mal mit ihm?

zeigt er denn bei gar nichts irgendwelche reaktionen? hat das vielleicht mit irgendeinem ereignis aus der kindheit was zu tun? hat der da mal irgendwo eine schlechte erfahrung gemacht?


Marleen

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8. Juni 2005 um 16:27
In Antwort auf clelia_12508194

Hast du denn schonmal mit ihm darüber gesprochen?
rede doch sonst vielleicht mal mit ihm?

zeigt er denn bei gar nichts irgendwelche reaktionen? hat das vielleicht mit irgendeinem ereignis aus der kindheit was zu tun? hat der da mal irgendwo eine schlechte erfahrung gemacht?


Marleen

Ich kenne seine Familiengeschichte
und seine Mutter welche eigentlich statt ihren 3 Söhnen immer eine Tochter gehabt hätte. Als ihr Mann dann Fremdging und sie verlassen hat, hat sie die Wut auf die Männer an ihren Söhnen abreagiert und sie nicht als ihre Kinder akzeptiert sondern als Männer gesehen welche Frauen verletzen.
Er ist alsbald ausgezogen und hat jetzt wieder einen guten Kontakt zu seiner Mutter (mehr oder weniger) sie ist halt ein sehr, sehr schwieriger Mensch.
Wir waren alle samt auf der Beerdigug seines Bruder und er war wie sonst. Kein Gefühl, keine Emotion. Nix.
Sein Bruder war lange schwer krank und es hat sich in dennletzten Wochen bereits abgezeichnet das er bald sterben würde. Ich habe versucht mit ihm darüber zu sprechen aber er sagt nur das der Tod zum Leben gehöre und es sicher traurig ist das ein Mensch von uns gehe, er sehr traurig sei aber niemand geholfen sei wenn er sich Tagelang die Augen aus dem Kopf weine.
Ich erklärte ihm wie wichtig es ist zu trauern und abschied zu nehmen, er hörte auch zu und meinte es sei schon so und er trauere ja.

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8. Juni 2005 um 16:34

Hi!
War mit so jemanden sehr lange zusammen. Hab tierisch darunter gelitten. Zum Schluß klappte gar nichts mehr. Es hat nur funktioniert, weil ich die Gefühlskälte hin nahm, aber ehrlich: es war nicht das was ich brauche!

Hab damals fast vergessen, wie zärtlich und leidenschaftlich es sein kann. Die Gefahr ist groß, dass du jemanden irgendwann trifft, der dir genau das gibt. Spätestens dann wirst du dich wieder fragen, wer oder was das Richtige ist. Was mich angeht, ärgere ich mich im nachhinein, dass ich nicht früher gegangen bin. Sämtliche Änderungsversuche, Erklärungen, Diskussionen (sehr sehr Anstrengend) waren zwecklos.

Hoffe du kriegst es hin, aber kann dir nur empfehlen rauszufinden, ob es das wirklich ist, was du, unter Umständen "für immer" haben willst, falls dein Partner nicht bereit ist etwas dafür zu tun.

Viel Glück!

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8. Juni 2005 um 16:43

Traummann?
für mich eher ein alptraummann....

ich kenne auch so einen menschen und haben diesen mann auch mal sehr geliebt, aber irgendwann wurde mir bewusst, dass ich mit so einem mann nicht glücklich werden kann...immer diese gefühl, dass nichts an ihn ran kommt, dass die gefühlskurve weder nach oben, noch nach unten ausschlägt. immer dieses selbe level....schrecklich! die meinung gefühle sind was schlechtes....welcher art auch immer.

heute habe ich einen freund, der sehr emotional ist...der bei liebesfilmen mit heulen kann, der sich über ein geschenk wie ein kind freut, der mit mir rumalbert, mich zum lachen bringt, der liebebriefe schreibt und mich immer wieder mit kleinen dingen überrascht...

du wirst ihn nicht ändern können...meiner meinung nach...entweder du akzeptierst seine art oder er ist eben doch kein traummann!

gruß, tigerle

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8. Juni 2005 um 16:57

Ja
ich liebe ihn und er liebt mich. Wenn das wirklich ein Psychisches Problem ist stehen wir das gemeinsam durch. Er ist der Mann für denn ich (fast) alles tun würde.
Beziehungen sind nie leicht und zeig mir einen Menschen der keine Maken hat oder bei dem wirklich alles passt.

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8. Juni 2005 um 16:59

Uuuh...
..Traummann? Ich schließe mich an, das wäre für mich der absolute Alptraummann!
Entschuldige, aber ist das für Dich die Erfüllung? Warum ist er Dein Ein und Alles, was gibt er Dir? Du sagst, er sagt, daß er Dich liebt - aber sowas spürt man. Mein Freund wirft auch nicht gerade mit "ich liebe Dich"-Sätzen um sich (was ich im übrigen besser finde, als wenn mir jemand 10x am Tag sagt, daß er mich liebt - das wirkt dann irgendwann nicht mehr authentisch), behandelt mich aber so liebevoll und ist so toll zu mir, daß ich WEISS, daß er es tut.
Was fasziniert Dich so an ihm, wenn Du doch nur unglücklich bist? Ich habe das Gefühl, Du möchtest Dich selber überzeugen, daß er Dein Traummann bist. Kannst Du vielleicht einfach das Bild oder die Vorstellung, das/die Du vorher (als er Dein "Schwarm" war) von ihm hattest, nicht loslassen?
Frag Dich einmal ganz objektiv, was Dich in dieser Beziehung hält. Sei wirklich objektiv, stelle Dir vor, eine Freundin kommt zu Dir mit Deinem Problem, das Du uns hier schilderst.
Du bist todunglücklich, willst es Dir aber nicht eingestehen.
Es hört sich blöd und abgedroschen an, aber da draußen läuft bestimmt ein Mann rum, der Dir das gibt, was Du verdient hast und mit dem Du glücklich wirst.
Denn meinst Du, Du wirst ihn ändern? Ich glaube nicht, daß man aus einem eiskalten Typen jemanden machen kann, der einem jeden Wunsch von den Augen abliest.
Fakt ist: ich würde in so einer Beziehung total eingehen, weil ich Zärtlichkeit und Liebe wie die Luft zum Atmen brauche.
Überleg Dir, was das beste für Dich ist, denn auf Dauer machst Du Dich mit so einem doch total kaputt...

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8. Juni 2005 um 17:02
In Antwort auf an0N_1275232299z

Ja
ich liebe ihn und er liebt mich. Wenn das wirklich ein Psychisches Problem ist stehen wir das gemeinsam durch. Er ist der Mann für denn ich (fast) alles tun würde.
Beziehungen sind nie leicht und zeig mir einen Menschen der keine Maken hat oder bei dem wirklich alles passt.

Psychisches problem?
so wie ich das sehe, will er sich nicht ändern. er ist doch damit zufrieden wie er ist, oder findet er auch, dass er sich ändern sollte?

ich halte nichts davon menschen in einer beziehung menschen ändern zu wollen, so dass sie zu einem passen...vielleicht solltest du eher damit anfangen ihn zu akzeptieren wie er ist.

gruß, tigerle

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8. Juni 2005 um 18:10
In Antwort auf an0N_1275232299z

Ich kenne seine Familiengeschichte
und seine Mutter welche eigentlich statt ihren 3 Söhnen immer eine Tochter gehabt hätte. Als ihr Mann dann Fremdging und sie verlassen hat, hat sie die Wut auf die Männer an ihren Söhnen abreagiert und sie nicht als ihre Kinder akzeptiert sondern als Männer gesehen welche Frauen verletzen.
Er ist alsbald ausgezogen und hat jetzt wieder einen guten Kontakt zu seiner Mutter (mehr oder weniger) sie ist halt ein sehr, sehr schwieriger Mensch.
Wir waren alle samt auf der Beerdigug seines Bruder und er war wie sonst. Kein Gefühl, keine Emotion. Nix.
Sein Bruder war lange schwer krank und es hat sich in dennletzten Wochen bereits abgezeichnet das er bald sterben würde. Ich habe versucht mit ihm darüber zu sprechen aber er sagt nur das der Tod zum Leben gehöre und es sicher traurig ist das ein Mensch von uns gehe, er sehr traurig sei aber niemand geholfen sei wenn er sich Tagelang die Augen aus dem Kopf weine.
Ich erklärte ihm wie wichtig es ist zu trauern und abschied zu nehmen, er hörte auch zu und meinte es sei schon so und er trauere ja.

Nun ja,
für mich klingt das so, als wenn er nichts wirklich an sich heranlassen möchte. Für manche Menschen ist das ein Schutzmantel, der sie davor bewahrt verletzt zu werden. Anscheinend war seine Kindheit nicht so ganz einfach mit seiner Mutter und um dieses verletzende Verhalten seiner Mutter zu "überleben", hat er diese Mauer um sich errichtet an der alles abprallt.

Eigentlich tut er mir eher leid. Er klingt wie jemand, der weder grossartig Freude noch Schmerz empfinden kann.

Ein Leben ohne Gefühle - sicherlich manchmal einfach, aber doch auch eher leer, oder? Nur solange er das nicht als Problem für sich empfindet, wirst Du ihn nicht ändern können. Es ist wohl seine Art in der Welt zu überleben. Jeder hat andere Strategien und gerade Menschen, die eher sensibel sind, tendieren manchmal dazu so einen Schutzwall um sich herum aufzubauen. Vermutlich verbirgt sich dahinter immer noch das kleine verletzte Kind, das er aber nicht annehmen kann. Gerade deswegen, weil er sich zu früh "als Mann" verhalten musste, denn seine Mutter hat wohl versucht, alles Kindliche aus ihm auszutreiben.

Dies zu erkennen, ist ein langer Prozess, bei dem Du ihm höchstens beistehen kannst, in dem Du das kleine verletzte Kind in ihm annimmst und ihm zeigst, dass er auch Anerkennung findet, wenn er sich mal nicht "männlich" und "cool" verhält.

LG, xeres

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9. Juni 2005 um 1:13

Ich wäre sehr...
gerne auch so cool wie er....ich mag so was...

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9. Juni 2005 um 10:32

Uh-oh
Also zuerst einmal: Jemanden Ändern zu wollen, ist meistens aussichtslos und zum anderen ziemlich beleidigend. Du fühlst Dich von ihm "mit einem Blick snaktioniert", wenn Du emotional bist, aber Du willst ihn dazu provozieren, aus sich herauszugehen.
Der entscheidende Punkt ist doch: Er möchte sich nicht ändern. Also versuch es auch nicht. Sonst respektierst Du seinen Willen nicht, mal abgesehen davon, dass Du damit nur sagst: So wie Du bist, stimmt was mit Dir nicht.

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9. Juni 2005 um 11:16
In Antwort auf zera_12686858

Nun ja,
für mich klingt das so, als wenn er nichts wirklich an sich heranlassen möchte. Für manche Menschen ist das ein Schutzmantel, der sie davor bewahrt verletzt zu werden. Anscheinend war seine Kindheit nicht so ganz einfach mit seiner Mutter und um dieses verletzende Verhalten seiner Mutter zu "überleben", hat er diese Mauer um sich errichtet an der alles abprallt.

Eigentlich tut er mir eher leid. Er klingt wie jemand, der weder grossartig Freude noch Schmerz empfinden kann.

Ein Leben ohne Gefühle - sicherlich manchmal einfach, aber doch auch eher leer, oder? Nur solange er das nicht als Problem für sich empfindet, wirst Du ihn nicht ändern können. Es ist wohl seine Art in der Welt zu überleben. Jeder hat andere Strategien und gerade Menschen, die eher sensibel sind, tendieren manchmal dazu so einen Schutzwall um sich herum aufzubauen. Vermutlich verbirgt sich dahinter immer noch das kleine verletzte Kind, das er aber nicht annehmen kann. Gerade deswegen, weil er sich zu früh "als Mann" verhalten musste, denn seine Mutter hat wohl versucht, alles Kindliche aus ihm auszutreiben.

Dies zu erkennen, ist ein langer Prozess, bei dem Du ihm höchstens beistehen kannst, in dem Du das kleine verletzte Kind in ihm annimmst und ihm zeigst, dass er auch Anerkennung findet, wenn er sich mal nicht "männlich" und "cool" verhält.

LG, xeres

Ich glaube, dass Xeres den Kern ...
des Problems gut beschrieben hat.

Jeder Mensch entwickelt Strategien mit seinem Leben umzugehen und wer erlebt, dass seine Gefühle ihn in einen unerträglichen Zustand versetzen, sucht nach Auswegen. Eine Möglichkeit ist alles zu verkopfen, d.h. sich in einen Zustand zu versetzen, in dem man nur noch seinem Kopf folgt und die Gefühle einfach nicht mehr annimmt. Ein kleines Beispiel dafür wäre die Frage nach dem Tod seines Bruders 'Wer hat was davon, wenn ich trauere?'. Da wird nur noch rational abgearbeitet, aber dieses nun wirklich sehr starke Gefühl von Verlust und Trauer scheint ihn gar nicht zu berühren. Ein Mensch wie Dein Freund läßt dann wohl nichts mehr wirklich an sich heran.

Ich hab kein Patentrezept dafür wie man einen Menschen behutsam dahin führt, dass er erkennt, dass er sich Gefühle leisten kann und sich mitunter sehr vieles vergibt, wenn er sie abschneidet, aber ich fürchte, dass es für Dich ein sehr langer und steiniger Weg sein wird.

LG

Larsen

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