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Christin/ Moslem und Eltern dagegen!

11. Februar 2007 um 12:30

Hallo,

ich bin 19 Jahre alt und nun seid 2 Jahren mit meinem Freund ebenfalls 19 Jahre alt zusammen. Ich war vorher noch nie so glücklich wie ich es jetzt bin und er denkt genauso. Doch jetzt kommt das Problem:

Ich bin Christin und er Moslem.

Meine Eltern sind strickt dagegen gewesen bzw sind es immer noch. Doch als sie ihn kennengelernt haben, und gemerkt haben das er mir gut tut, akzeptieren sie ihn. ABER nur für kruze Zeit, denn meine Eltern haben mir und tuen es immer noch, klar und deutlich gesagt, dass sie es niemals akzeptieren würden, wenn wir mal zusammen ziehen würden oder sogar Richtung Heirat gehen würden.
Somit gehen sie davon aus, das die Beziehung nur eine Frage der Zeit ist und sie sich damit vertrösten können.

Nun zu seinen Eltern! Totale Katastrophe!
Seine Eltern habe ich höhstens 5mal in den 2 Jahren gesehen, bei ihm bin ich nie, und offiziell wissen seine Eltern auch nicht, dass wir zusammen sind. Gemerkt habe sie es schon, aber ihn niemals direkt darauf angesprochen. Seine Eltern "Therroriesieren ihn indirekt, indem seine Mutter weint, wenn er sagt, dass er mit mir weg geht... indem sein Vater ihn vor der Familie fertig macht und sagt, dass er hoffe dass sein jüngerer Sohn nicht so wird wie er etc....
Klartext: Er darf mit keiner Christin zusammen leben, nicht in Zukunft!

Wenn ich meinen Freund darauf anspreche, sagt der nur, er hat genügend Probleme und will es nicht noch schlimmer machen.
Ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Er sagt mir zwar, dass er bei mir bleiben wird, egal was seine Eltern sagen, aber ich bin trotzdem irgendwo verzweifelt.
Bitte helft mir!

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19. Februar 2007 um 4:05

Vielleicht ein bissl altmodisch
Hi du,
also ich bin auch 19 und mit meinem Freund zwar noch keine 2 Jahre sondern erst 4 Monate zusammen aber sehr sehr glücklich. Er ist auch Moslem und kommt aus dem Libanon. Meine Eltern würden das auch niemals akzeptieren, wenn ich ihn

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19. Februar 2007 um 14:39
In Antwort auf betsy_12332273

Vielleicht ein bissl altmodisch
Hi du,
also ich bin auch 19 und mit meinem Freund zwar noch keine 2 Jahre sondern erst 4 Monate zusammen aber sehr sehr glücklich. Er ist auch Moslem und kommt aus dem Libanon. Meine Eltern würden das auch niemals akzeptieren, wenn ich ihn

Wie geht ihr damit um?
wie geht ihr mit der Situation um?

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19. Februar 2007 um 17:22

Sorge dich nicht sondern Lebe!
Liebe Lindushka,

ich bin keine Expertin allerdings war ich 6 Jahre lang in der selben Situation und jetzt - nach 6 Jahren - würde ich sagen dass ich sowas niemals wieder mitmachen würde!
Denn wenn beide Elternseiten dagegen sind stehen deine Chancen nicht gut. Ich will dir keine angst machen aber Eltern sind ein wichtiger Bestandteil in unserem leben und wenn diese gegen etwas sind dann wirst du dein Tun und Handeln früher oder später auch in Frage stellen. Zumindest ging es mir so. Generell gilt natürlich: wenn er dich liebt dann ist es egal was die Eltern sagen. Das Problem was ich bei dir sehe ist, dass du an deinem Freund zweifelst und angst hast, dass seine Eltern ihn doch "bekehren". Ich kann mir sehr gut vorstellen das du mit einer Angst lebst sowie mit den wunderschönen Gefühlen die ihr für einander empfindet. Dieses emotionale kaos ist nicht gerade einfach in Schach zu halten. Allerdings darfst du auch nicht vergessen zu leben anstelle dir ständig Gedanken bzw. Sorgen zu machen, denn letzenendes - egal wie es kommen sollte - wirst du es nicht ändern können. In meinem Freundeskreis gibt es auch Mischbeziehungen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen und mir ist aufgefallen, dass am besten solche Beziehungen funktionieren, wenn beide keine starke Bindung zum Glauben haben.

Liebe grüße von mir

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20. Februar 2007 um 10:23
In Antwort auf tommie_12741940

Sorge dich nicht sondern Lebe!
Liebe Lindushka,

ich bin keine Expertin allerdings war ich 6 Jahre lang in der selben Situation und jetzt - nach 6 Jahren - würde ich sagen dass ich sowas niemals wieder mitmachen würde!
Denn wenn beide Elternseiten dagegen sind stehen deine Chancen nicht gut. Ich will dir keine angst machen aber Eltern sind ein wichtiger Bestandteil in unserem leben und wenn diese gegen etwas sind dann wirst du dein Tun und Handeln früher oder später auch in Frage stellen. Zumindest ging es mir so. Generell gilt natürlich: wenn er dich liebt dann ist es egal was die Eltern sagen. Das Problem was ich bei dir sehe ist, dass du an deinem Freund zweifelst und angst hast, dass seine Eltern ihn doch "bekehren". Ich kann mir sehr gut vorstellen das du mit einer Angst lebst sowie mit den wunderschönen Gefühlen die ihr für einander empfindet. Dieses emotionale kaos ist nicht gerade einfach in Schach zu halten. Allerdings darfst du auch nicht vergessen zu leben anstelle dir ständig Gedanken bzw. Sorgen zu machen, denn letzenendes - egal wie es kommen sollte - wirst du es nicht ändern können. In meinem Freundeskreis gibt es auch Mischbeziehungen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen und mir ist aufgefallen, dass am besten solche Beziehungen funktionieren, wenn beide keine starke Bindung zum Glauben haben.

Liebe grüße von mir

Vielen Dank!

Du hast völlig Recht. Ich mache mir schon ständig Gedanken, weil ich auch einfach Angst vor der Zukunft habe, da man ja nie weiß, was einen erwartet.

Bei uns ist es ebenfalls so, dass unser Glauben nicht so stark ist. Also Grundideen befolgen wir, aber nicht so stark, denn wir wurden in der Hinsicht ein bisschen lockerer erzogen. Was ich bei meinem Freund auch gut finde, ist das er meine Religion so akzeptiert wie sie ist und ich seine.
Das Problem sind halt nur die Eltern.
Wie ist es denn bei euch gewesen? (oder ist dir die Frage zu persönlich?!)

Lieben Gruß

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21. Februar 2007 um 14:39

Und was ist mit dem Enkel?
Hallo,
ich stehe vor genau demselben Problem. Kurzfassung: Mein Freund ist Türke, wir lieben uns, unsere Eltern wissen Bescheid und akzeptieren es so wie es ist.
So. Das Problem: ich + meine Familie wollen nicht dass mein Kind Moslem wird, er + seine Familie nicht dass es Christ wird. Und nun? Das wars doch dann. Wieso war das für euch kein Problem? War das unwichtig?

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21. Februar 2007 um 17:45

Hmm..
ich kann mein Kind doch nicht taufen lassen, es aber gleichzeitig als Moslem aufwachsen lassen. Taufen gehört doch zum Christentum. Wenn ich das meinem Freund sagen würde, er würde mich a) auslachen, oder b) es mir versprechen und dann vielleicht doch nicht einhalten.

Von seinen Freunden höre ich schon, dass ich unten durch bin, wer sich auf einen Moslem einlässt, der weiß, was man machem MUSS. Und zwar, auf den Mann eingehen, z.B. in der Kinderfrage. Was die Frau will - ja mein Gott. Das ist unwichtig. Das wird immer so gemacht und fertig.
Ich liebe natürlich mein Kind, aber ich möchte mit meinem Weg glücklich sein. Und wenn es so aufwachsen würde, mal angenommen, es würde ein Mädchen und kommt dann in die Pubertät - wer garantiert mir, dass dann nicht strengere Sitten an der Tagesordnung sind, mit denen ich nicht klar komme, weil ich es überhaupt nicht so kenne?

Aufeinander zugehen: auf mich würde gar nicht zugegangen, entweder ich akzeptiere das oder das wars. Toller Kompromiss.

Klar, der Himmel ist für alle gleich. Und warum kann das Kind dann auf keinen Fall Christ werden? Nur weil "man das halt so macht, der Mann setzt sich da immer durch"? Ich finde das abwertend mir gegenüber.

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21. Februar 2007 um 19:50
In Antwort auf yeva_12643827

Hmm..
ich kann mein Kind doch nicht taufen lassen, es aber gleichzeitig als Moslem aufwachsen lassen. Taufen gehört doch zum Christentum. Wenn ich das meinem Freund sagen würde, er würde mich a) auslachen, oder b) es mir versprechen und dann vielleicht doch nicht einhalten.

Von seinen Freunden höre ich schon, dass ich unten durch bin, wer sich auf einen Moslem einlässt, der weiß, was man machem MUSS. Und zwar, auf den Mann eingehen, z.B. in der Kinderfrage. Was die Frau will - ja mein Gott. Das ist unwichtig. Das wird immer so gemacht und fertig.
Ich liebe natürlich mein Kind, aber ich möchte mit meinem Weg glücklich sein. Und wenn es so aufwachsen würde, mal angenommen, es würde ein Mädchen und kommt dann in die Pubertät - wer garantiert mir, dass dann nicht strengere Sitten an der Tagesordnung sind, mit denen ich nicht klar komme, weil ich es überhaupt nicht so kenne?

Aufeinander zugehen: auf mich würde gar nicht zugegangen, entweder ich akzeptiere das oder das wars. Toller Kompromiss.

Klar, der Himmel ist für alle gleich. Und warum kann das Kind dann auf keinen Fall Christ werden? Nur weil "man das halt so macht, der Mann setzt sich da immer durch"? Ich finde das abwertend mir gegenüber.

Nabend anita
Ich stelle mir nur gerade die Frage,wenn ihr diese "Problematikt" habt UND nicht lösen könnt-wie sieht es dann wohl aus wenn ihr andere Probleme habt...und die werden kommen

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2. April 2007 um 14:41
In Antwort auf yeva_12643827

Und was ist mit dem Enkel?
Hallo,
ich stehe vor genau demselben Problem. Kurzfassung: Mein Freund ist Türke, wir lieben uns, unsere Eltern wissen Bescheid und akzeptieren es so wie es ist.
So. Das Problem: ich + meine Familie wollen nicht dass mein Kind Moslem wird, er + seine Familie nicht dass es Christ wird. Und nun? Das wars doch dann. Wieso war das für euch kein Problem? War das unwichtig?

...
hast du deinem freund das gesagt? also ich hab meinem freund (nach einem vorfall) auch gesagt, dass ich nicht akzeptier, dass mein kind muslim wird (da is er aber selbst schuld) und ihn vor die wahl gestellt. entweder er akzeptiert das oder sucht sich eine andere. als ich dann schwanger war, wollte ich zuerst eigentlich, dass wenn unsere tochter erwachsen ist selbst entscheidet was sie will, dann hätte ich keine probleme damit. als wir dann erfahren haben, dass sie einen bauchwandbruch hat, wollte ich, dass sie einer religion angehört, da so ein bruch auch schlimm enden kann (bei ihr gottseidank nicht, alles war super). für mich kam dann nur die taufe in frage, weil sie später trotzdem noch die religion wechseln könnte, andersrum aber nicht. er hat eingewilligt, ist aber nicht zur taufe gekommen und hat auch nichts seiner familie erzählt. was er mir vor der taufe noch gesagt hat, als ich noch am überlegen war wegen der taufe, war, das bei ihnen die kinder von geburt an muslim sind, also bei ihnen gibt es sowas nicht wie bei uns die taufe, dass man erst dann der religion angehört und dass unsere tochter somit seiner religion automatisch angehört (halt nicht auf dem papier), da war mir dann eigentlich klar, dass ich sie taufen lass. aber inzwischen hat er sich auch damit abgefunden und sieht es nicht mehr ganz so eng. nur für seine mutter wird es ein großer schock, da sie sehr gläubig ist, aber ich denk mir, dass ist mein kind und da haben oma und opa nicht mehr zu melden als die eltern.

des war jetzt etwas lang

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2. April 2007 um 14:53
In Antwort auf yeva_12643827

Hmm..
ich kann mein Kind doch nicht taufen lassen, es aber gleichzeitig als Moslem aufwachsen lassen. Taufen gehört doch zum Christentum. Wenn ich das meinem Freund sagen würde, er würde mich a) auslachen, oder b) es mir versprechen und dann vielleicht doch nicht einhalten.

Von seinen Freunden höre ich schon, dass ich unten durch bin, wer sich auf einen Moslem einlässt, der weiß, was man machem MUSS. Und zwar, auf den Mann eingehen, z.B. in der Kinderfrage. Was die Frau will - ja mein Gott. Das ist unwichtig. Das wird immer so gemacht und fertig.
Ich liebe natürlich mein Kind, aber ich möchte mit meinem Weg glücklich sein. Und wenn es so aufwachsen würde, mal angenommen, es würde ein Mädchen und kommt dann in die Pubertät - wer garantiert mir, dass dann nicht strengere Sitten an der Tagesordnung sind, mit denen ich nicht klar komme, weil ich es überhaupt nicht so kenne?

Aufeinander zugehen: auf mich würde gar nicht zugegangen, entweder ich akzeptiere das oder das wars. Toller Kompromiss.

Klar, der Himmel ist für alle gleich. Und warum kann das Kind dann auf keinen Fall Christ werden? Nur weil "man das halt so macht, der Mann setzt sich da immer durch"? Ich finde das abwertend mir gegenüber.

...
das habe ich meinen freund auch mal gefragt, wieso soll ich kompromisse eingehen und er nicht? wieso wenn ich mit einem türken zusammen bin, dann wusste ich ja auf was ich mich einlasse? das wusste er andersrum doch genauso, oder nicht? oder wieso muss man den islam akzeptieren und darf ihn nicht kritesieren, wenn sie es andersrum doch bei den christen auch machen? is natürlich nicht immer so, ich rede jetzt mehr so wie ich es kennengelernt hab. ich interessiere mich ja auch sehr für seine religion und die kultur usw. aber seiner familie zeig ich das nicht, weil das oft als selbstverständlich aufgefasst wird. seine eltern würden schon gerne wollen, dass ich türkisch lerne, aber sein vater hat auch gesagt, dass er im gegenzug dafür russisch lernen soll (bin russin). seine mutter hat ihm auch gleich gesagt, dass sie nichts von mir verlangen will, da sie ja weiß, das ich einiges anders gewohnt bin und das find ich gut, dass sie nicht versuchen mich zu ändern. ich zieh mich auch weiterhin so an wie ich will, auch wenn ich zu seinen eltern geh, das ist mir egal. und auch mein tochter wird viele/ mehr freiheiten bekommen ob es ihnen nun passt oder nicht.

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3. April 2007 um 14:13
In Antwort auf laryn_12323774

...
hast du deinem freund das gesagt? also ich hab meinem freund (nach einem vorfall) auch gesagt, dass ich nicht akzeptier, dass mein kind muslim wird (da is er aber selbst schuld) und ihn vor die wahl gestellt. entweder er akzeptiert das oder sucht sich eine andere. als ich dann schwanger war, wollte ich zuerst eigentlich, dass wenn unsere tochter erwachsen ist selbst entscheidet was sie will, dann hätte ich keine probleme damit. als wir dann erfahren haben, dass sie einen bauchwandbruch hat, wollte ich, dass sie einer religion angehört, da so ein bruch auch schlimm enden kann (bei ihr gottseidank nicht, alles war super). für mich kam dann nur die taufe in frage, weil sie später trotzdem noch die religion wechseln könnte, andersrum aber nicht. er hat eingewilligt, ist aber nicht zur taufe gekommen und hat auch nichts seiner familie erzählt. was er mir vor der taufe noch gesagt hat, als ich noch am überlegen war wegen der taufe, war, das bei ihnen die kinder von geburt an muslim sind, also bei ihnen gibt es sowas nicht wie bei uns die taufe, dass man erst dann der religion angehört und dass unsere tochter somit seiner religion automatisch angehört (halt nicht auf dem papier), da war mir dann eigentlich klar, dass ich sie taufen lass. aber inzwischen hat er sich auch damit abgefunden und sieht es nicht mehr ganz so eng. nur für seine mutter wird es ein großer schock, da sie sehr gläubig ist, aber ich denk mir, dass ist mein kind und da haben oma und opa nicht mehr zu melden als die eltern.

des war jetzt etwas lang

Juni88
So ist es!

Ein Kind von einem Islamischenm Vater ist automatisch direkt nach der Geburt eine Moslem.

Und für deinen Freund/Mann wird das Kind IMMER ein Moslem sein-egal WER dem Kind WAS für einen Sagen auferlegt hat-es ist und bleibt ein MOslem!

Deine Schwiegereltern,ob sie es wissen oder nicht dass das Kind getauft wurde,werden aber das Kind Islamisch erziehen.

Da hängt ein Mega-langer-Rattenschwanz hinten dran...

*darf das Kind das rosa Tier essen?

*geht es später NICHT mit dem Papa in eine Moschee?

*lernt es WER Mohammed oder ALLAH ist?

*warum die Oma immer auf einem Teppich betet...

*was harram ist?

*darf es den Schwimmunterricht besuchen?

*darf es Linkshänder sein?

*darf es in einen "normalen" Kindergarten?

*darf es sich später mit anderen Mädchen/Jungen treffen?

*darf es bei einer Freundin/Freund übernachten?

*braucht es nicht beim Essen "Bismillah" oder "Hamdullah" aussprechen(auch nicht bei den Großeltern?)

*usw usw.

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6. April 2007 um 21:35

So ists bei mir
Hallo,

ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen.

Ich bin Christ, und hab seit 4 Jahren eine moslemische Freundin. Religion ist Nebensache bei uns. Ich gehe an Weihnachten und Ostern in die Kirche. Meine Freundin war schon des öfteren dabei.
Jetzt wollen wir bald heiraten. Sie hat ihren Eltern von uns erzählt. Die haben, was uns beide überrascht hat, super reagiert. Die Reaktion auf gut Deutsch auf einen Punkt gebracht: Solange es ein anständiger Mensch ist ist die Nationalität und Religion egal.
Achso, mit den Schwestern und Schwagern komme ich super aus, die Brüder lerne ich noch kennen, aber da von Elternseite auch das OK da ist sehe ich da keine Probleme. Wir sind auch keine Teenager mehr, wir sind beide jetzt Ende 20.
Sollten wir mal Kinder haben werden diese neutral erzogen. Keine Taufe, keine Beschneidung, dürfen in die Kirche und in die Moschee gehen.
So siehts bei mir aus.
Was ich hier im Forum lese, und was auch andere Teilnehmer so von sich geben, da wirds mir echt schlecht. Egal welche Nationalität und Religion, wir sind alles Menschen, und Gefühle kennen keine Grenzen. Jeder Mensch hat das Recht sich frei und selbstständig zu entwickeln.

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12. April 2007 um 0:41
In Antwort auf myrtie_12720483

Juni88
So ist es!

Ein Kind von einem Islamischenm Vater ist automatisch direkt nach der Geburt eine Moslem.

Und für deinen Freund/Mann wird das Kind IMMER ein Moslem sein-egal WER dem Kind WAS für einen Sagen auferlegt hat-es ist und bleibt ein MOslem!

Deine Schwiegereltern,ob sie es wissen oder nicht dass das Kind getauft wurde,werden aber das Kind Islamisch erziehen.

Da hängt ein Mega-langer-Rattenschwanz hinten dran...

*darf das Kind das rosa Tier essen?

*geht es später NICHT mit dem Papa in eine Moschee?

*lernt es WER Mohammed oder ALLAH ist?

*warum die Oma immer auf einem Teppich betet...

*was harram ist?

*darf es den Schwimmunterricht besuchen?

*darf es Linkshänder sein?

*darf es in einen "normalen" Kindergarten?

*darf es sich später mit anderen Mädchen/Jungen treffen?

*darf es bei einer Freundin/Freund übernachten?

*braucht es nicht beim Essen "Bismillah" oder "Hamdullah" aussprechen(auch nicht bei den Großeltern?)

*usw usw.

...
also schwein gib ich ich nicht, ich ess es selbst auch nicht, aber das schon lange vor meinem freund, ess nur geflügel. meine schwiegereltern haben in der erziehung nicht viel zu melden, genauso wie meine eltern, da ich mein kind so erziehe wie ich es für richtig halte und das hab ich von anfang an klar und deutlich gesagt. ich will, dass mein kind beide religionen kennen und respektieren lernt. sie wird den schwimmunterricht besuchen und auch schwimmen gehen dürfen ob es ihnen passt oder nicht, da ich das ja auch mache und machen werde. sie wird auch einen freund haben dürfen und bei freundinen übernachten kann sie auch. ich find das beruht alles auf vertrauen, wenn ich weiß sie ist bei ihrer freundin und stellt nichts an oder bleibt die nacht auch wirklich dort, warum nicht. das mit dem gebet vor dem essen überlass ich ihr, wenn sie will, darf sie das ruhig machen, aber zwingen darf sie keiner dazu. ach ja natürlich wird sie in einen normalen kindergarten gehen und sie wird auch in den religionsunterricht gehen usw. auch die kleiderfrage überlass ich ihr. mir wurde auch nie reingeredet, wie ich mich zu kleiden hab. ich zieh mich so an wie ich es will und geh auch so zu meinen schwiegereltern. ob man nun etwas von meinem bauch sieht, oder meine beine, geht sie nichts an. sie versuchen da aber auch nichts zu ändern, die mutter hat ja gesagt, dass sie weiß, dass sie weiß, dass ich eben anders erzogen wurde. ich geh auch mit meinen freundinnen alleine weg und mein freund is mit unserer tochter, aber dass passiert nur selten, eigentlich wenn nur bei geburtstagen, da ich überhaupt nicht gern disco oder so geh.

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10. August 2009 um 16:06

Du Arme
Also erstmal,
fürhl dich von mir ganz doll gedrückt! Du tust mir echt total leid!
Mir geht es ganz ähnlich: Mein bester Freund ist Moslem und ich darf ihn nicht treffen weil ich ein mädchen bin! Seine Mutter schlägt ihn sonst!
Ich weiß nicht wie man hier ein eigenes Forum eröffnet und es tut mir leid dass ich deshalb in deines schreibe, aber ich weiß nicht was ich machen soll!

Ich wünsche dir alles Gute!

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12. August 2009 um 0:38
In Antwort auf yeva_12643827

Und was ist mit dem Enkel?
Hallo,
ich stehe vor genau demselben Problem. Kurzfassung: Mein Freund ist Türke, wir lieben uns, unsere Eltern wissen Bescheid und akzeptieren es so wie es ist.
So. Das Problem: ich + meine Familie wollen nicht dass mein Kind Moslem wird, er + seine Familie nicht dass es Christ wird. Und nun? Das wars doch dann. Wieso war das für euch kein Problem? War das unwichtig?

Hallo
warum macht ihr euch sorgen um die religion der kinder??? Heiratet doch erstmal, wer weiß ob es überhaupt dazu kommt.
es gibt genug andere probleme, als sich jetzt wegen der religion der kinder in die hose zu ...
so ein kinderkram, ich weiß jetzt nicht mal was dür ein hochzeitkleid ich haben will und denke jetzt nicht an kinder.

man wird sich einigen müssen, wenn es soweit ist. JEDER ( du und dein MANN) wollen ja nur das beste für das kind. Wenn dein FREUND ein strenger moslem ist, der 5 mal am tag betet und regelmäßig in moschee geht und nicht trinkt, ist es was anderes wenn dein FREUND einfach nur sagt dass er ein moslem ist und es höchstens ein mal im jahr an ramadan beweist.

locker oder streng, ganz egal, dein kind wird eine mischung aus beidem.

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28. Oktober 2013 um 8:21

Religionsfreiheit setzt Wissen voraus
Am Ende sollte es die Entscheidung eures Kindes sein, nicht die seiner Eltern. Lehrt dem Kind beide Religionen. Noch besser, lebt dem Kind beide Religionen vor! Es ist ja nicht so das diese Religionen grundverschieden wären. Barmherzigkeit und Liebe wird in beiden gepredigt. Wenn ihr euch uneinig seid z.B. beim Thema Beschneidung, dann lasst euer Kind entscheiden oder lasst es bleiben bis das Kind alt genug ist selbst zu entscheiden. Lasst euch vielleicht vom Monumentalfilm "Gandhi" inspirieren.

Man kommt sicherlich nicht in den Himmel nur weil man sich selbst als Muslim oder Christ bezeichnet oder auf irgendeine Art erzogen wurde oder nicht. Entscheidend ist doch viel eher, wie ich gelebt habe, wie ich mit anderen Menschen umgegangen bin. Wenn es einen Gott gibt, dann ist es ihm egal ob der Mensch Moslem, Christ oder Atheist ist. Es gibt sowohl bei den Christen als auch bei den Muslimen dutzende Abspaltungen. Weltweit gibt es mehr als 100 verschiedene Religionen. Es ist doch Unsinn anzunehmen, dass nur eine davon die einzig wahre und richtige ist. Das zu behaupten ist Politik nicht Spiritualität.

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28. Oktober 2013 um 11:17

Du solltest Dir keine Illusionen machen......
Unter diesen Umständen habt Ihr langfristig keine gemeinsame Zukunft. Seine Eltern werden nie nachgeben, das können sie wegen ihrer Traditionen auch nicht. Und er, Dein Freund, wird sich schließlich nach seinen Eltern richten. Wahrscheinlich wurde er schon gleich nach seiner Geburt einer Cousine zur späteren Heirat versprochen, das ist dort so üblich. Und dem kann er nicht entkommen.

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14. August 2015 um 21:28

Er Moslem ich christin
Ich habe das gleiche Problem würde mich interessieren was ihr gemacht habt?

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23. August 2015 um 21:29

Entscheidung treffen
Was sagt denn dein Bauch und dein Verstand?
In einer idealen Welt, wie würden alle Beteiligten handeln?

In einer idealen Welt, wie ich sie mir vorstelle, ist es allein Deine Sache, wen du liebst und du musst deine Eltern nicht um Erlaubnis fragen welche Gefühle du für wen empfinden darfst. In einer idealen Welt, kann jeder Mensch frei entscheiden, an welchen Gott er glauben möchte oder wie er die Welt sehen möchte. Diese Ideale gibt es aber nicht umsonst. Freiheit muss man sich verdienen und erkämpfen! Immer wieder aufs Neue bis zum Ende deines Lebens.

Wenn eure Eltern euch lieben, dann werden sie eure Entscheidung (irgendwann) respektieren! Wenn sie eure Entscheidungen ablehnen tun sie es ja auf beiden Seiten nicht wegen rationaler Befürchtungen (dein Freund ist ja kein Krimineller) sondern wegen irrationaler Ängste (das du irgendwie plötzlich zu einem verstrahlten Jihadisten wirst nach Syrien fliegst und dort von Abu Bakr und seinen Jüngern vergewaltigt wirst).
Der effektivste aber auch schwierigste Weg ist es, mit den Eltern über ihre Ängste zu sprechen. Sprecht vielleicht mit euren Religionsgemeinden und ladet einen christlichen Priester und einen muslimischen Imam und eure Eltern ein.
Es sprechen in Wirklichkeit auch keine religiösen Gesetze dagegen. Wenn ihr von ganzem Herzen bereit seid dann ist eure Religion nicht von Bedeutung. Es gibt nur einen Gott, egal wie man ihn nennt. Und wenn dieser euch zusammengeführt hat, dann wäre es ein Frevel wenn gewöhnliche Menschen Gottes Wille wieder aufheben wollen, oder? Vielleicht könnt ihr es auch als Prüfung Gottes sehen. Wenn ihr stark genug seid, diese Prüfung gemeinsam zu bestehen, nur dann habt ihr diese Liebe auch verdient.

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24. August 2015 um 20:39

Menschen sind verschieden
Was soll daran schlimm sein? Ich glaube bei religiösen Menschen ist das Bedürfnis nach einer festen Partnerschaft und Ehe stärker ausgeprägt. Auch die Statistiken zeigen, das diese Beziehungen in der Regel länger halten als bei nicht religiösen Menschen. Aber selbst wenn man irgendwann merken sollte, das es doch nicht so ist wie erträumt. Verheiratet zu sein ist dann nicht das Ende vom Leben. Es gibt heute eine Erfindung namens Scheidung. Die ist bei Katholiken nicht gern gesehen und bei Muslimen wahrscheinlich auch nicht. Aber es gibt sie.

Bevor man Kinder zeugt empfehle ich auf Jeden Fall abzuwarten, bis man verheiratet ist. Und man sollte sicher sein, das der Partner ebenso ein Kind will und bereit ist die Verantwortung zu übernehmen mit allen Konsequenzen.
Viele Väter kratzen die Kurve wenn das Kind auf der Welt ist. Eine Freundin von mir, war 7 Jahre mit ihrem Freund zusammen. Als sie schwanger war, nahm er reis aus. Wenn du ein Kind willst, solltest du es auf jeden Fall so sehr wollen, das du es im Zweifel auch allein groß ziehst mit allen Konsequenzen.

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20. September 2015 um 18:56
In Antwort auf tommie_12741940

Sorge dich nicht sondern Lebe!
Liebe Lindushka,

ich bin keine Expertin allerdings war ich 6 Jahre lang in der selben Situation und jetzt - nach 6 Jahren - würde ich sagen dass ich sowas niemals wieder mitmachen würde!
Denn wenn beide Elternseiten dagegen sind stehen deine Chancen nicht gut. Ich will dir keine angst machen aber Eltern sind ein wichtiger Bestandteil in unserem leben und wenn diese gegen etwas sind dann wirst du dein Tun und Handeln früher oder später auch in Frage stellen. Zumindest ging es mir so. Generell gilt natürlich: wenn er dich liebt dann ist es egal was die Eltern sagen. Das Problem was ich bei dir sehe ist, dass du an deinem Freund zweifelst und angst hast, dass seine Eltern ihn doch "bekehren". Ich kann mir sehr gut vorstellen das du mit einer Angst lebst sowie mit den wunderschönen Gefühlen die ihr für einander empfindet. Dieses emotionale kaos ist nicht gerade einfach in Schach zu halten. Allerdings darfst du auch nicht vergessen zu leben anstelle dir ständig Gedanken bzw. Sorgen zu machen, denn letzenendes - egal wie es kommen sollte - wirst du es nicht ändern können. In meinem Freundeskreis gibt es auch Mischbeziehungen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen und mir ist aufgefallen, dass am besten solche Beziehungen funktionieren, wenn beide keine starke Bindung zum Glauben haben.

Liebe grüße von mir

Freiheit muss man sich erkämpfen
Eltern zwingen ihre Kinder oft in ihr eigenes moralisches Korsett. Sie tun dies nicht weil sie ihre Kinder hassen, sondern weil sie ihre Kinder schützen wollen. Sie projizieren ihre eigenen Ängste auf ihre Kinder. Und wenn die Eltern Angst vor Muslimen oder vor Nichtmuslimen haben dann bestimmt diese Angst das Denken und Handeln der Eltern. Dies macht das Handeln aber nicht richtig! Der einzig richtige Weg ist gleichzeitig der schwierigste. Ihr müsst mit euren Eltern reden (gemeinsam mit eurem Partner). Das Ziel ist es dabei die Phobie der Eltern zu behandeln.

Es ist nicht lange her, da herrschten die gleichen Vorbehalte bei Ehen zwischen verschiedenen christlichen Konfessionen. Teilweise existieren diese Vorbehalte noch heute. Wir können es uns natürlich einfach machen und uns in das falsche moralische Korsett zwängen lassen. Aber wer in den Fußspuren seiner Eltern geht, hinterlässt keine eigene Spuren. Ein Gefühl von Individualität, Reife und Erwachsensein entwickeln wir nur dann, wenn wir unbeirrt unseren eigenen Weg gehen weil wir von dessen Richtigkeit überzeugt sind.

Aber weil eure Eltern euch lieben, habt auch ihr ein Druckmittel in der Hand. Echte Liebe ist selbstlos. Wenn eure Eltern euch also nicht nur bedingt lieben. Also nicht nur dann, wenn ihr so handelt wie sie es sich wünschen, dann werden sie eure Handlung akzeptieren.

Es gibt Mediatoren die bei der Lösung solcher Konflikte helfen können. Wenn es meine Eltern wären, würde ich ihnen öffentlich die Elternschaft absprechen bis sie einer Mediation zustimmen und sie solange nur noch mit Herr X oder Frau X ansprechen. Es ist darüber hinaus die Pflicht, Herausforderung und Aufgabe unserer Generation Modelle zu entwickeln, wie interreligiöse Partnerschaften funktionieren können.

Ich fände es persönlich sehr spannend den Imam der muslimischen Gemeinde, den Pfarrer der anderen Gemeinde und alle Eltern an einen Ort einzuladen und miteinander eure Entscheidung zu erörtern. Der Pfarrer und der Imam sind Autoritäten, welche die jeweiligen Eltern respektieren. Gebt euren Eltern und den Priestern die Gelegenheit zu klären unter welchen Bedingungen sie eurer Beziehung zustimmen.

Entweder es gibt eine Einigung, mir der alle einverstanden sind oder es gibt keine Einigung.
Wenn es keine Einigung gibt, also wenn ihr mit den Bedingungen nicht einverstanden seid, habt ihr ein Druckmittel. Den Austritt aus beiden jeweiligen Religionsgemeinden, bis sich die Konfliktparteien auf einen akzeptablen Kompromiss geeinigt haben.

Wenn es zu diesem Punkt kommt habt ihr jedes Recht den moralischen Zeigefinger gegen eure Eltern und die Priester zu richten. Und das fühlt sich verdammt gut an.

Wer einmal dieses Gefühl erlebt hat, das man hat wenn man seine eigene Entscheidung trifft weil man von ihr überzeugt ist, auch gegen alle Widerstände,
der weiß was Freiheit ist und wie sich Freiheit anfühlt.
Der hat auch gelernt das es Freiheit nicht umsonst gibt.

Dieses Gefühl verändert etwas in einem, das man sein Leben lang nicht mehr vergisst. Etwas das einem Stärke, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen gibt. Ein Gefühl von Ich-kann-ALLES-erreichen wenn ich nur Mut und Ausdauer habe.

Ich hatte mein Schlüsselerlebnis mit 17.

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