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Chinesischer Freund

26. Juni 2008 um 3:48 Letzte Antwort: 2. Juli 2014 um 22:09

Ich habe gerade eine Beziehung mit einem Chinese hinter mir, vorbei ist es, weil er sich nicht mehr meldet und ich verstehe leider ueberhaupt nichts. Vielleicht gibt es ja jemand, der da mehr durchblickt? Kennengelernt haben wir uns durch eine gute chinesische freundin, die uns beide sehr mag und dachte, wir wuerden gut zusammenpassen. Erst hat er mich 'mit Kniefall' erobert, sehr bald schon seiner ganzen Familie vorgestellt und seinen Kollegen, davon gesprochen, naechstes Jahr zusammen das Fruehlingsfest zu feiern etc., dass ich dachte, oha, der meint es wirklich ernst. dann ploetzlich war er nur noch dauernd geschaeftlich unterwegs und unsere beziehung war mehr oder weniger eine sms-beziehung, nachdem dann noch oefter mal das handy kaputt war und solche sachen hab' ich ihm nicht mehr geglaubt und ihn vor die wahl gestellt. er wollte, dass ich ihm noch eine chance gebe. bevor er die wahrnehmen konnte, hat er mir geschrieben, alles (was?) sei seine schuld und koennten wir doch noch mal von vorne anfangen, er haette mit seiner familie ueber dieses problem (welches problem?) gesprochen und seine eltern seien dagegen, "mich seine freundin sein zu lassen". vielleicht weil ich auslaenderin bin, vielleicht weil ich zwei jahre aelter bin als er, ich weiss es nicht ... wir haben uns per sms getrennt (wuerden wir so weitermachen, wuerde mich das nur noch mehr verletzen), wollten es dann aber doch nochmal versuchen, er meinte, er wuerde mich sehr vermissen, trotzdem hatte er nie zeit, weil er weiterhin dauernd geschaeftlich unterwegs war, hat mich letztendlich vier monate hingehalten mit lauter leeren versprechungen und lieben sms, um sich dann ploetzlich nicht mehr zu melden. ach ja, meine hilfe hat er auch noch reichlich in anspruch genommen, geld habe ich ihm geliehen (und zurueckbekommen) und seine kleine schwester war auf jobsuche, ob ich denn nicht mal bei mir in der firma fragen koennte ... so also das ganze in sehr gekuerzter version. eigentlich kann er mir inzwischen gestohlen bleiben (auch wenn ich ihn vermisse und er mich vermutlich auch), trotzdem bin ich die ganze zeit am nachdenken, was da schiefgelaufen ist, warum er nicht mit mir drueber reden will, ob es nun wegen seiner arbeit, wegen seiner familie, kulturellen missverstaendnissen oder warum auch immer nicht funktioneren wollte. hat vielleicht irgendjemand eine antwort oder aehnliche erfahrungen gemacht?

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23. August 2008 um 21:30

Kulturelle Missverständnisse
Ich bin ein chinesischer Mann. Meiner Meinung nach machen deutsche Frauen den Fehler, sich anpassen zu wollen an einen fiktiven chinesischen Nationalcharakter. Den Habitus chinesischer Frauen werden sie niemals imitieren können.

Ich denke, die Chemie passte einfach nicht.

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29. August 2008 um 6:57

Eine Antwort
Ich hoffe, dass Du das nicht falsch auffasst. Ich kenne chinesische Frauen nicht anders als so: sie haben einen akademischen Grad, berufstätig und gut-verdienend mit einem gehörigen Schuss Ambitionen.

Ausserdem passen sie gut ins Bild der romantischen Liebe, die nach dem Geschwistermodell modelliert ist, d.h. es sind einfach die Frauen, denen man am ehesten Geld leihen würde.

Sie werden aber falsch dargestellt in den amerikanischen und europäischen Filmen, was wir den "weißen" Männern in der Kulturindustrie ziemlich übelnehmen.

Europäische Frauen kommen häufig als statusaufwertende Objekte bei Südamerikanern und Afrikanern vor, die ihre Minderwertig-keitskomplexe gegenüber "weißen" Männern vergessen machen wollen, ihre eigenen "ethnischen" Frauen runtermachen.

Das erscheint eben sehr seltsam, weil sie sich nicht vorstellen können, warum man so etwas tun sollte.

Da will man eben mit solchen minoritären Sexualverhalten nicht zusammen gedacht werden und grenzt sich eher gegen Europäerinnen ab - eben weil sie bestimmte Funktionen erfüllen.

Und irgendwie hatte man schon immer das Gefühl, dass Europäerinnen sich viel besser als Kumpeline eignen, weil der Habitus so burschikos wirkt.

Das ist eben das Bild, dass die Medien vermitteln. Ich hoffe, das war verständlich.

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29. August 2008 um 8:08
In Antwort auf jorck_12687140

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Ich hoffe, dass Du das nicht falsch auffasst. Ich kenne chinesische Frauen nicht anders als so: sie haben einen akademischen Grad, berufstätig und gut-verdienend mit einem gehörigen Schuss Ambitionen.

Ausserdem passen sie gut ins Bild der romantischen Liebe, die nach dem Geschwistermodell modelliert ist, d.h. es sind einfach die Frauen, denen man am ehesten Geld leihen würde.

Sie werden aber falsch dargestellt in den amerikanischen und europäischen Filmen, was wir den "weißen" Männern in der Kulturindustrie ziemlich übelnehmen.

Europäische Frauen kommen häufig als statusaufwertende Objekte bei Südamerikanern und Afrikanern vor, die ihre Minderwertig-keitskomplexe gegenüber "weißen" Männern vergessen machen wollen, ihre eigenen "ethnischen" Frauen runtermachen.

Das erscheint eben sehr seltsam, weil sie sich nicht vorstellen können, warum man so etwas tun sollte.

Da will man eben mit solchen minoritären Sexualverhalten nicht zusammen gedacht werden und grenzt sich eher gegen Europäerinnen ab - eben weil sie bestimmte Funktionen erfüllen.

Und irgendwie hatte man schon immer das Gefühl, dass Europäerinnen sich viel besser als Kumpeline eignen, weil der Habitus so burschikos wirkt.

Das ist eben das Bild, dass die Medien vermitteln. Ich hoffe, das war verständlich.

Kann man so sehen,
muss es aber nicht. Tatsache ist: Ich kenne keine Chinesin näher.

Aber das Problem war ja acuh, dass er sich nciht mehr gemeldet oder nur noch mit Entschuldigungen ihr Hoffen verlängert hat.

Sie möchte einfach wissen warum er sie nicht mehr sehen will und warum er ihr das nciht einfach direkt sagen kann. Das kann an der Kultur oder seinen Eltern, die sie ja nicht als seine Freundin haben wollen, liegen oder auch einfach nur bei ihm persönlich eine Charakterfrage sein. Und darauf und was denn schief gelaufen ist hätte sie gerne eine Antwort.

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29. August 2008 um 8:13
In Antwort auf jorck_12687140

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Ich hoffe, dass Du das nicht falsch auffasst. Ich kenne chinesische Frauen nicht anders als so: sie haben einen akademischen Grad, berufstätig und gut-verdienend mit einem gehörigen Schuss Ambitionen.

Ausserdem passen sie gut ins Bild der romantischen Liebe, die nach dem Geschwistermodell modelliert ist, d.h. es sind einfach die Frauen, denen man am ehesten Geld leihen würde.

Sie werden aber falsch dargestellt in den amerikanischen und europäischen Filmen, was wir den "weißen" Männern in der Kulturindustrie ziemlich übelnehmen.

Europäische Frauen kommen häufig als statusaufwertende Objekte bei Südamerikanern und Afrikanern vor, die ihre Minderwertig-keitskomplexe gegenüber "weißen" Männern vergessen machen wollen, ihre eigenen "ethnischen" Frauen runtermachen.

Das erscheint eben sehr seltsam, weil sie sich nicht vorstellen können, warum man so etwas tun sollte.

Da will man eben mit solchen minoritären Sexualverhalten nicht zusammen gedacht werden und grenzt sich eher gegen Europäerinnen ab - eben weil sie bestimmte Funktionen erfüllen.

Und irgendwie hatte man schon immer das Gefühl, dass Europäerinnen sich viel besser als Kumpeline eignen, weil der Habitus so burschikos wirkt.

Das ist eben das Bild, dass die Medien vermitteln. Ich hoffe, das war verständlich.

@ direktewahrheit
Manche chinesischen Männer verallgemeinern gnadenlos- das hab ich gerade gelernt, durch Deinen Beitrag. Wir Deutsche müssen auf Grund unserer Vergangenheit immer aufpassen, wie wir uns anderen Bevölkerungsgruppen gegenüber äußern und werden bei derartigen Äußerungen fast zerissen. Ist ja gut, das alle Europäer gleich sind und alle Chinesinen widerum gleich sind. Ich finde Deinen Beitrag sehr rassistisch und beleidigend.
Nala

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29. August 2008 um 9:53

Leider...
... kenne ich die chinesiche Kultur nicht gut, ebenso wenig habe ich chinesische Freunde oder Bekannte in meiner Umgebung, daher nur eine Vermutung meinerseits wieso er sich so verhält:

Ich denke er ist hier aufgewachsen und damit auch irgendwo in seinem Verhalten und seiner Denkweise
"europäisiert". Seine Eltern hingegen leben wohl noch sehr traditionel und sehen es vielleicht nicht gerne wenn der Sohn eine nicht- chinesische Freundin hat.
Das ist das Einzige, was ich mir vorstellen kann.
Er scheint dich ja echt zu mögen, seine Familie steht jedoch wie es scheint über allem anderen und er will sich ihr und ihren "Answeisungen" nicht widersetzten. Ist jetzt hart ausgedrückt aber denke so kommt am besten rüber was ich damit sagen will.
Klar ist das denken der Familie auf eine Art und Weise diskriminierend und rassisitisch, denke aber nicht, dass sie dich generell nicht nett oder so finden aber eben nicht als Freundin ihres Sohnes haben möchten.
Meine Vermutung!
Vielleicht fragst du ihn ja mal ganz offen ob das der Grund war oder, wenn du, wie du schreibst, eigentlich ohnehin mit ihm durch bist, dann gib dir Zeit drüber hinweg zu kommen und such die Fehler nicht bei dir, denn ich denke, wenn was vorgefallen wäre wüsstest du ja davon..!?

LG

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12. September 2008 um 18:29
In Antwort auf tessie_12953310

@ direktewahrheit
Manche chinesischen Männer verallgemeinern gnadenlos- das hab ich gerade gelernt, durch Deinen Beitrag. Wir Deutsche müssen auf Grund unserer Vergangenheit immer aufpassen, wie wir uns anderen Bevölkerungsgruppen gegenüber äußern und werden bei derartigen Äußerungen fast zerissen. Ist ja gut, das alle Europäer gleich sind und alle Chinesinen widerum gleich sind. Ich finde Deinen Beitrag sehr rassistisch und beleidigend.
Nala

Jetzt fühle ich mich aber ungercht behandelt.
Ich kann nichts rassistisches bei meinem Kommentar entdecken. Dass weiße Frauen eine statusaufwertende Funktion haben, kann man gut in südamerikanischen Staaten, Mexiko und den USA beobachten. Für die USA ist es sogar ein literarisches Thema bei afroamerikanischen Schriftstellern z.B. Ralph Ellison in "The Invisible Man". Die Verbesserung des Images und der Stellung afroamerikanischer Frauen ist ein Anliegen von Malcolm X gewesen einer der Wortführer der "Nation Of Islam". In Mexiko heiraten farbige Aufsteiger regelmäßig blonde Frauen, die Nachkommenschaft hellt auf und wird auf diese Weise in das Establishment eingegliedert. Starker Selbsthaß und Sexismus gegen über "eigenethnischen" Frauen halte ich für gut belegt allein durch die Hip Hop Kultur. Eine Textanalyse würde das ganz klar zeigen.

Ich verstehe nicht, was daran schwer zu begreifen ist. Die Idee der romantischen Liebe meint so etwas wie Geschwisterliebe. Der Gedanke ist es sich gemeinsam, in einer Art geschwisterlichen Einvernehmen zusammen weiterzuentwicklen. Beide Seiten beobachten sich permanent und versuchen alltägliche Momente aufzuwerten und Empfindsamkeit füreinander zu kultivieren. Der Gedanke hat aber eine ethnische Komponente, weil nur Frauen aus derselben Herkunftsgruppe als "Schwester" imaginiert werden können.

An den chinesischen Medien wird der Habitus der romantischen Liebe ständig eingebläut: in der Art wie die Augensprache verwendet wird, wie man spricht, und welche infantilen Eifersüchteleien ausgereizt werden können innerhalb des Rahmens des Liebeswahnsinns.

Diese Performanz wird im Zusammenhang mit den weißen Frauen eben nicht gebracht. Einerseits weil es sehr schwierig ist, sich weiße Frauen als geschwisterliche bessere Seite vorzustellen, andererseits ist es hierzulande auch nicht mehr modern: weil hier in den Mittelschichtsfraktionen das Partnerschaftsmodell gepflegt wird. Dazu kommt noch, dass hier ganz anders über die Frauen gesprochen wird. Hier ist es möglich,über die Frauen in Einzelteile zerlegt zu reden, sprich: Po, Busengröße, Beinlänge, Gesicht.

Dazu kommt ein anderes mediales Bild weißer Frauen. Hier ist es möglich, dass weiße Frauen in Horrorfilmen mit sexualisierter Gewalt ermordet werden.

Nick Cave besingt die tote Orphelia in "Wild Rose" aus Hamlet

Wenn man das mit den chinesichen Staatsfeminismus vergleicht ist da schon ein Auffassungsunterschied festzustellen. Die zweite große Bilderquelle ist das US-Kino und Fernsehen. Chinesische Frauen werden eher als Nachrichtensprecherin gezeigt und medial einer besseren sozialen Schicht zugeordnet.

Bei dem Hauptteil der chinesischen Frauen mit denen man Bekanntschaft schließt handelt es ich um Töchter aus Mittelschichtsfraktionen, die Deutschland als Durchgangsstation verwenden, um den Lebenslauf aufzupolieren.

Es ist eben nicht selbstverständlich, welche Geschlechterauffassungen sich am Ende durchsetzen, wenn verschiedene Nationalitäten zusammentreffen.

Bei den Chinesen ist man eher entgeistert, wie sich rassifizierte Geschlechterdynamiken haben entwicklen können: entsprechend wird mit Unbehagen sich an ein alternatives Modell herangetastet. Nennen wir das das Prinzip der wahren Beziehung.

Bei einem Anteil an der Wohnbevölkerung von unter 0,9 %, bei der es möglicherweise unter 0,5 % Erwachsene da sind, sind die Evolutionsschritte eher schwere Geburten.

Hm. Warum freuen sich nicht bloß alle ? Schließlich hat Ostasien eine sehr modernistische Auffassung von der Entwicklung des Geschlechterverhältnisses bis auf Japan vielleicht.

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2. Juli 2014 um 22:09
In Antwort auf jorck_12687140

Kulturelle Missverständnisse
Ich bin ein chinesischer Mann. Meiner Meinung nach machen deutsche Frauen den Fehler, sich anpassen zu wollen an einen fiktiven chinesischen Nationalcharakter. Den Habitus chinesischer Frauen werden sie niemals imitieren können.

Ich denke, die Chemie passte einfach nicht.

Bullshit
Du bist ... kein Chinesisch Da du Qutsch gesagt hast

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