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Chaos der Gefühle

11. Mai 2016 um 0:15

Hallo Community, ich erzähle euch meine Geschichte.
Ich bin 5 Jahre mit meinem Mann zusammen und davon 1 1/2 Jahre verheiratet. Leider hatten wir vor der Hochzeit Streit, wo dann mein Mann kalte Füße bekommen hatte. ich ihn aber durch Gespräche "überredet" hatte, es doch zu tun. ( Heute denke ich mir, wieso?)
Leider nahm der Streit mit den Moanten zu, wobei es ausschließlich, nur um seine Eltern ging. Seine Eltern sind in meinen Augen einfach nur penetrant, nervig, zu neugierig und einfach furchtbar. sie haben sich immer und überall eingemischt. Ich bin wegen Ihnen auch in therapeutische Behandlung gewesen und sie sagten mir dort, dass ich den Kontakt abbrechen sollte und mit meinen Mann reden sollte, dass wir eine Ehe führen und unser Leben so leben sollen wie wir es wollen und nicht wie seine Eltern es gerne hätten. Schließlich wären wir alt genug und bräucheten keinen Vormund.

Naja, ich merkte wie meine Gefühle zu meinen Mann weniger wurden, als er halt nicht immer zu meiner Meinung stand oder halt seine Eltern immer in Schutz nahm. Er betitelt mich sogar als "Verrückte" weil ich Probleme mit seinen Eltern habe. Ich habe schon 4-5 mal mit ihnen gesprochen und meineLage erklärt, doch sie nehmen mich nicht Ernst und machen einfach weiter.

Mein Mann ist seid November 2015 wegen "Burnout/Depressionen" krank geschrieben, was mir dann zusätzlich aufs Brot geschmiert wird, dass es meine Schuld gewesen ist, weil er ja Vollzeit arbeiten muss und ich wegen meiner cronischen Krankheit nur auf Minijob-Basis.

Seitdem geht mein Mann 2-3 Uhr morgens in der Früh schlafen und steht 2-3 Uhr am Nachmittag auf. Seine Hobbies sind Pc spielen und Fernsehen.

Ich sagte ihm, dass ich seine Erschöpfung ernst nehme, er aber btite etwas früher ins Bett gehen könnte, damit er am nächsten Tag etwas früher aufstehen möge, um mehr vom Tag zu haben und vllt mit mir was zu unternehmen.

Die Tage wurden eintönig und langweilig, unser Sexualleben hatten wir verloren, wir haben in 7 Monate 3-4 Mal miteinander geschlafen...

Ich sagte meinen Mann, dass wir neue Hobbies brauchen oder Freunde, mal ausgehen Spass haben.

Er sagte zwar immer ja und Amen, aber tat nie was.

Nun ist er seit Mitte April in der Reha. Und ich vermisse ihn nicht, es ist traurig, aber es ist die Wahrheit. Ich genieße die Zeit ohne ihn, mache mein Ding, gehe aus lerne neue Leute kennen...Ich habe ihm das gesagt, doch irgendwie schien ihm das egal zu sein. Ich glaube meinen Mann nicht mehr zu lieben.

Einer davon hat mir meinen Verstand geraubt. Er ist einfach so in meinen Leben geplatzt und hat Verständnis für meine Probleme.
Wir trafen uns abends und weil es kalt wurde, gingen wir zu mir nach Hause. Wir unterhielten uns und ich merkte, dass ich meine Augen nicht von ihn weghalten konnte, ich hang regelrecht wie ein Teenager an seine Lippen und hatte so ein Drang ihn zu Berühren. Bis ich mich schließlich beim streicheln seiner Haare ertappt hatte. wir lehnten uns aneinander und kuschelten ganz sanft und herzlich. Ich fühlte mich geborgen, wie in Trance, ich war fast am einschlafen, er gab mir ein Küsschen auf die Lippen und ich musste ihn erwidern.

Ich rief meinen Mann an und erklärte ihm die Situation. Am nächsten Tag machte ich Schluss. Ich will keine Affäre.
Ich liebe meine Mann nicht mehr und habe mich wie ein Teenager in B. verknallt.... Es fühlt sich momentan gut an.
Ich verlange nichts, ich weiß nicht was auf mich zu kommt.

Mein Mann wird Samstag vorbei kommen und möchte nochmal mit mir reden und die Sache "persönlich abschließen. Über Whatsapp, schrieb er mir, er sehe auch keinen Sinn mehr in unserer Beziehung.

Ich habe genug gelitten und mir fehlte einfach die Luft zu atmen, ich möchte mich nicht rächen oder meinen Mann zusätzlich verletzen, aber ich will nun mal mehr von B.

Mein Mann soll glücklich werden und ich möchte es auch sein und getrennt schaffen wir das eher als zusammen.

Auch wenn ich es mir anders vorgestellt hatte.

Aber so ist es nun gelaufen und ich werde sehen wie meine Geschichte weiter verlaufen wird...

ENDE







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11. Mai 2016 um 7:24

Hoffentlich lernst Du daraus wenn Du darüber nachdenkst
Du hast bewusst geheiratet, hast Deinen Mann unter anderen versprochen, ihm beizustehen "in guten wie auch schlechten Tagen". Was ich lese, haben nur Dein Mann oder die Schwiegereltern die Schuldigen Schuld an der Misere. Burnout/Depression ist eine Krankheit und Du hast ihn in Stich gelassen ohne an Eurer Ehe zu arbeiten. Eine Ehe ist mehr als nur Schmetterlingsgefühle im Bauch. Sie erfordert Respekt und Selbstdisziplin.

Letztendlich hast Du die falsche Einstellung zu dieser Ehe gehabt.

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11. Mai 2016 um 12:39
In Antwort auf fremder1964

Hoffentlich lernst Du daraus wenn Du darüber nachdenkst
Du hast bewusst geheiratet, hast Deinen Mann unter anderen versprochen, ihm beizustehen "in guten wie auch schlechten Tagen". Was ich lese, haben nur Dein Mann oder die Schwiegereltern die Schuldigen Schuld an der Misere. Burnout/Depression ist eine Krankheit und Du hast ihn in Stich gelassen ohne an Eurer Ehe zu arbeiten. Eine Ehe ist mehr als nur Schmetterlingsgefühle im Bauch. Sie erfordert Respekt und Selbstdisziplin.

Letztendlich hast Du die falsche Einstellung zu dieser Ehe gehabt.

Beide haben sich nicht respektiert
Er wollte nicht heiraten.
Er hätte es mir auch sagen können, anstatt dass seine Mutter mir die Hölle heiß macht, damit ich die Eheschließung anuliere/abbreche. (Das kam in nachhinein raus, durch Gespräche)

Nach der Eheschließung wurde der Streit immer häufiger und meist wegen seinen Eltern. Ich will eine Ehe mit Ihm und nicht mit seinen Eltern! Er versteht das nicht.

Er ging arbeiten und zockte danach am Pc oder guckte Fernseher. Eigeninitiative seinerseits kam überhaupt nicht.
Ich ging auch arbeiten, kümmerte mich um den Haushalt, einkaufen, kochen usw...

Das ging ein Jahr so.

Sein Burnout kam vor 7 Monaten, da hat es zwischen uns schon lange gekriselt.

Natürlich sind "Schmetterlinge im Bauch" nicht das Wichtigste in einer Ehe.

Respekt ist wichtig. Wo respektiert er bzw seine Eltern mich denn?

Ich glaube nicht, dass du beurteilen kann, ob ich eine gute Ehefrau bin/war oder nicht...

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11. Mai 2016 um 12:43

Eben, woher will man es wissen?
Vorallem ich war in Theapie, um herauszufinden, ob ich ein Fehler in der Beziehung mache und auch gegenüber den Eltern.

Wir waren sogar bei der Eheberatung.

Gespräche geführt mit ihm alleine. mit seiner Mutter, mit der gazen Familie.. Jahre lang... Irgendwann reicht es...

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11. Mai 2016 um 23:40

DIe Darstellung der Faktenlage
Die Darstellungsart - nur die anderen sind schuld - mit der mangelnden Selbstreflexion gibt kein gutes Bild.18 Monate Heirat, 1 Monat Reha, mindestens 6 Monate Krankheit. Die Depression hat mit Sicherheit nicht zum Monatsersten angefangen; wird sich also über einige Zeit sich aufgebaut haben. Wieviel Zeit bleibt da für eine normale Ehe.....
Da bekommt man nicht das Vertrauen, das ernsthaft an der Ehe gearbeitet wurde. Ein gesunder Ehepartner erhöht mit Sicherheit die Erfolgsaussichten. Sollte man nicht bei einer ernsthaften Therapie mit einen gesunden Partner an der Ehe arbeiten?

Ich denke auch, dass es legitim ist, vom Ehepartner abzuverlangen, dass er einen hilft, wenn man es braucht und dies geleistet werden kann.

Wir sprechen von Heirat, und der TE wollte dies unbedingt.
Dazu gehört auch, dass man Stürme übersteht und nicht gleich die Segel streicht und pussiert wenn der kranke Ehepartner auf Reha ist "er gab mir ein Küsschen auf die Lippen und ich musste ihn erwidern." Natürlich geschah dies unter Androhung irgendwelcher böser Mittel.....

Mein Eindruck ist hier eher, das die Ehe als solche nicht verstanden wurde.....

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