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Cannabis & Partnerschaft

26. Dezember 2010 um 15:25

Hallo Ihr Christkinder!

ich hoffe ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest.
Aus aktuellem Anlass im Bekanntenkreis beschäftigt mich derzeit die Frage:

* Ist es akzeptabel "ab un zu" einen Joint zu konsumieren wenn man in einer Partnerschaft lebt u der Partner dies aber ablehnt?

* Ist es verantwortungslos, so etwas zu konsumieren, da der ledigliche Besitz auch einer geringfügigen Menge bereits strafrechtl. Konsequenzen nach sich ziehen von denen dann auch indirekt der Partner betroffen ist?

* Ist es okay, von einem Partner zu verlangen mit dem Kiffen GANZ aufzuhören? Wenn ja, warum. Wenn nein, warum nicht?

* Wie umgehen mit Lügen im Zusammenhang mit dem Konsum?
* Ist Cannabis aus eurer Sicht eine Droge oder eher unproblematisch?

Habt ihr persönliche Erfahrungen damit?

Ich selbst habe noch nie einen Joint geraucht, würde mich sowas nicht trauen, da ich Angst hätte, irgendwo hängen zu bleiben oder plötzlich eine Psychose oder ähnliches zu kriegen...

Viele Grüße
Traubi

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26. Dezember 2010 um 17:11

Heyho
Mein exFreund war auch Konsument und ich habe es zuerst toleriert nur dann haben wir uns gestritten über ein sehr blödes thema,er fand es blöd dass ich immer mich mit einem typ traf,er war eifersüchtig, obwohl der typ nur ein kumpel war

weil wir uns nur noch deswegen stritten bat ich ihn aufzuhören zu kiffen,dafür hörte ich auf meinen kumpel zu sehen weil er so sehr darunter lit wie er meinte


aber was das kiffen angeht, ich wollte es nicht mehr weil wenn er es immer tat anders war,wortkarg "gechillt" lustlos anhänglich und diese egalhaltung die jeder kiffer hat ging mir auf den s***
für mich ist es das selbe wie ein alkohol rausch,man ist anders wenn man es hat und man sollte auf sowas weitgehend verzichten,es ist nicht schlimm aber es verändert einen in diesem moment, und es ist nicht immer angenehm für den "nichtkiffer"

alkohol kann genauso psychosen und sonstige krankheiten verursachen
cannabis ist noch relativ harmlos im vergleich zu alkohol und zigaretten und anderen harten drogen
ich denke es wird nur verboten weil man es noch nicht ausgiebig untersucht und getestet hat um zu sagen dass es harmlos ist
und ich denke man will geld einnehmen indem man es den leuten verbietet
in holland läuft es mit auch gut
wenn man es so einschränken würde wie alkohol wärs kein problem

übrigens sind betrunkene menschen unaustelliger als bekiffte

peace

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26. Dezember 2010 um 17:59

Cannabis ist gefährlicher als bislang angenommen
Hallo,
früher vertrat ich die Ansicht, daß ein Wochenendjoint kein Problem darstellt und allemal weniger negativ als ein Besäufnis zu beurteilen sei. Habe vor vielen Jahren als Student auch selten nein gesagt, wenn auf Parties ein Joint die Runde machte. Allerdings war ich nur ein "Mitraucher" und wäre nie auf die Idee gekommen, mir selber was zu kaufen. Mit der Zeit kamen mir meine kiffenden Partyfreunde aber immer abgeflachter und emotional abgestumpfter vor. Irgendwie hat es ihre Persönlichkeiten doch zum negativen verändert und sie haben mich so angeödet, daß ich den Kontakt zu ihnen abgebrochen und auch das Kiffen vollständig eingestellt habe.
Seit ich erfahren habe, daß Cannabis bei entsprechender Prädisposition latente Psychosen wie z.Bsp. Schizophrenien auslösen kann lehne ich den Konsum strikt ab und halte es für extrem gefährlich. Es kann schließlich kein Mensch wissen, ob er so eine genetische Disposition hat oder nicht. Und wenn der Konsum eine zeitlang gutgeht heisst dies nicht zwangsläufig, daß es nicht plötzlich doch mal eine ernsthafte Erkrankung auslösen kann.
Unabhängig davon lehne ich alles was der Realitätsflucht dient ab und das ist bei dem Kick durch Cannabiskonsum genauso wie bei einem Alkoholrausch IMMER das Ziel, auch wenn manche dies nicht eingestehen. Das ist eine Persönlichkeitsschwäche, die ich in einer Partnerschaft auf Dauer nicht akzeptieren könnte.

Ich finde es also völlig ok und richtig, von einem Partner/einer Partnerin zu verlangen den Cannabiskonsum zu beenden, auch wenn es nur ein gelegentlicher Konsum ist. Zum einen fügen sie sich aus o.g. Gründen potentiell Schaden zu und wenn man auch noch selbst dabei anwesend ist es einfach nur anstrengend jmd. in bekifftem Zustand zu ertragen. Lügen in diesem Zusammenhang finde ich auch nicht tolerierbar. Sowas schadet dem Vertrauen in einer Beziehung.

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27. Dezember 2010 um 10:30

Also, erstmal
vielen Dank für die Weihnachtswünsche, Traubi

Zu deinen Fragen:

Ja, es ist akzeptabel, ab und zu einen Joint zu rauchen, wenn man in einer Partnerschaft lebt, wo einer raucht und der andere nicht. Das wird dir der rauchende Partner antworten. Nein, es ist nicht akzeptabel, weil es sowieso verboten ist, wird dir der nichtrauchende Partner antworten. Du kannst dir die für dich passende Antwort nach Belieben aussuchen...

Aus meiner Sicht ist es nicht verantwortungslos dem Partner gegenüber verbotene Drogen zu konsumieren, da bei uns die Sippenhaftung dankenswerterweise schon eine ganze Weile abgeschafft ist. Verantwortlich für sein Handeln ist bei uns immer noch der Handelnde, und nicht seine Freunde oder Anverwandten...

Es ist okay, als der nichtrauchende Partner von seinem rauchenden Partner zu verlangen, dass er mit dem Rauchen aufhört. Zumindest aus der Sicht des Nichtrauchers. Aus der Sicht des Rauchers muss dein Ansinnen geradezu groteske Züge haben, greifst du mit einem solchen Verlangen ja in seine zutiefst persönlichen und geheiligten Entscheidungen ein, die nur er selbst treffen kann. Ich sag dir aus neutraler Sicht: es ist okay, aber Sinn hats keinen.

Mit Lügen gehen Menschen sehr individuell um. Manche Leute lassen sich lebenslang anlügen, um ihre persönliche Lebenslüge damit zu erhalten, manche sind sehr strikt, wenn sie eine Lüge erkannt haben und entfernen den betreffenden Menschen umgehend aus ihrem Leben. Dazwischen gibt es so ca. 7 Milliarden Schattierungen. Ich kann dir da beim besten Willen keinen Rat geben.

Cannabis ist eine Droge. So wie Tee, Kakao, Kaffee, Alkohol und Nikotin, des weiteren Atropin, Heroin, Kokain, Kodein usw. usw. Manche Drogen sind legal, die anderen eben illegal. Kommt ganz auf gesellschaftliche Strömungen und Mehrheitsverhältnisse an.

Cannabis ist aber auch eine Heilpflanze und kann zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. So wie Atropin (wird zur Pupillenerweiterung beim Augenarzt benötigt), Heroin und Kodein (beides Hustenlöser, Heroin ist aber seit 1958 verboten), Alkohol als Desinfektionsmittel, Kokain als Lokalanästethikum (gebräuchliche Namen sind Lidocain, Xylocain, Ultracain usw.) udgl. mehr.

Cannabis ist aus meiner Sicht so problematisch oder unproblematisch wie jede andere Droge, deren Gebrauch noch nie ein Problem war, der Missbrauch jedoch schon.

Von mir aus soll alles legalisiert werden. Und zwar wirklich alles. Diese Meinung ist nicht mehrheitsfähig, aber es ist meine Meinung.

Freundliche Grüße,
Christoph

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27. Dezember 2010 um 10:43

Re:
Ich bin gegen jede Art von Drogen und der Meinung, dass man damit nur etwas kompensieren, verdrängen möchte. Es gibt hier meiner Meinung nach einen psychologischen Hintergrund, warum jemand kifft: zu wenig Intergation in der Familie, schulische oder berufliche Probleme, seelische Probleme.
In meiner Umgebung kifft niemand, alle machen Sport - da bekommt man einen freien Kopf und ist nicht so zugedröhnt.
Wenn Du nicht kifft und es auch ablehnst, ist er auch nicht der richtige Partner für Dich. Frag ihn doch warum er das macht?

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